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Wer bin ich? Warum gibt es mich? Was ist der Sinn meines Lebens? Jede Antwort beginnt mit einer Frage, jeder Weg mit einem ersten Schritt. Habe ich die passenden Antworten für dich? Nein, wahrscheinlich nicht. Was ich dir aber anbieten möchte, sind ein paar Wegweiser, Theorien und Denkanstöße, die ein erster Schritt sein können. Dieses Buch ist meine Einladung an dich, über den Tellerrand hinaus zu schauen und dich auf die Suche nach deinem eigenen "Lichtschalter" zu machen. "Suchet, so werdet ihr finden". Diese Worte sind vielleicht nicht nur eine hohle Phrase, eines weisen Mannes. Möglicherweise sind sie eine direkte Aufforderung, sich selbst auf den Weg zu machen und ein wichtiger Hinweis darauf, dass nur du selbst, Licht ins Dunkel bringen kannst.
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Seitenzahl: 138
Veröffentlichungsjahr: 2023
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Für Dich und mich...
Einleitung
Lehrer lehren
Der Urknall
Die Natur des Menschen
Die größte Lüge
Ursache und Wirkung
Das große Glück
Die zwei Seiten der Medaille
Gedankenkontrolle
Positive Affirmationen
Ich will aber
Einmal ist Keinmal
Schulbank drücken
Kreislaufprobleme
Auf die Plätze, fertig, los!
Der Lichtschalter
Normal und andere Absurditäten
Du und die Anderen
Hunger nach Liebe
Im Namen des Vaters...
Respekt und Frieden
Vom Leben und Sterben
Auf dem Prüfstand
Da sind wir nun, du und ich und dieses Buch. Ich würde mal annehmen, du hast dich hier eingefunden, weil du auf der Suche nach Antworten bist. Antworten auf Fragen, die sich wohl Jeder im Laufe seines Lebens stellen wird. Der eine früher, der andere später. Fragen, auf die es hunderte verschiedener Antworten gibt, und doch streng genommen, keine Einzige.
Fragen wie zum Beispiel:
Wer bin ich?
Warum bin ich?
Wohin gehe ich?
Was ist der Sinn meines Lebens?
Was fange ich mit diesem Leben an, nun wo
ich schon mal hier bin?
Warum passieren mir ständig schlimme
Dinge, anderen jedoch nicht?
Wenn dich all diese Fragen oder auch ganz Andere, zu eben diesem Buch geführt haben, dann habe ich eine gute und eine schlechte Nachricht für Dich. Fangen wir mit der Schlechten an:
Ich habe keine Ahnung und erst Recht keine zufriedenstellenden Antworten für Dich.
Nun zur guten Nachricht:
Ich habe ein paar interessante Gedankenspiele und Lösungsansätze für dich, die dich vielleicht inspirieren, dir Mut machen und dich auf den Weg bringen, deine ganz eigenen Antworten zu finden.
Ja, du hast richtig gelesen. Ich bin der festen Überzeugung, dass nur du selbst die Antworten finden kannst - in DIR - mögen sie auch noch so unkonventionell oder irre erscheinen, wenn sie sich für dich richtig und gut anfühlen, wie könnten sie dann falsch sein?
Warum ich inzwischen dieser Überzeugung bin, warum ich genau diesen Titel gewählt habe und warum alle Anderen einigermaßen falsch liegen dürften, das will ich dir auf den folgenden Seiten erklären. Ich bin mir sehr bewusst darüber, dass dir manche meiner Aussagen vollkommen idiotisch vorkommen werden. Bei anderen werden dir die Nackenhaare zu Berge stehen, du wirst dich vielleicht um meine geistige Gesundheit sorgen oder einfach nur ungläubig mit dem Kopf schütteln. Das ist in Ordnung. Ja, selbst wenn du das Buch so richtig blöde findest und mich zum Teufel wünschst, mein Ziel war schon in dem Moment erreicht, als du gelesen und angefangen hast nachzudenken.
Dies ist das Ziel dieses Buches. Dich zum Nachdenken, zum Hinterfragen anzuregen. Dich zu ermuntern, über den Tellerrand hinaus zu schauen und deinen eigenen Antworten ein Stück näher zu kommen, und sei es auch nur nach dem Ausschlussprinzip. Dieses Buch soll dich weder bekehren, noch überzeugen. Dies überlasse ich Menschen, die sich damit besser auskennen als ich. Ich stelle dir hier nur ein paar Theorien, Thesen und Überlegungen vor, die mir auf der Suche nach meinen eigenen Antworten begegnet sind. Dazu möchte ich ausdrücklich betonen: Nichts davon ist in Stein gemeißelt oder auch nur annähernd bewiesen. Andererseits wurde aber auch Nichts davon jemals zweifelsfrei widerlegt...
Seit tausenden von Jahren versuchen die Menschen sich an den verschiedensten Erklärungsmodellen, woher wir kommen, warum wir sind und wohin all Das führen wird. Manche dieser Ansichten sind sehr populär geworden und konnten sich über die Jahrhunderte hinweg in unseren Köpfen halten. Ich bin allerdings sicher, ein bedeutend größerer Anteil, ist schneller wieder im Nirwana verschwunden, als er gedacht werden konnte. Eines jedoch haben all diese Erklärungsversuche gemeinsam, kein einziger konnte jemals bewiesen werden.
Das bringt uns zu diesem Buch, ich werde Dir hier ein Model vorstellen, dass sich im Laufe der Jahre praktisch von selbst entwickelt hat. Und ich möchte dich bitten, ja sogar dazu auffordern, jeden angeführten Punkt kritisch zu betrachten. Ich werde die verschiedensten Fragen, Thesen und Theorien aufstellen und Du bist der Gegenspieler, der sie auf den Prüfstand stellt, sie so richtig auseinander nimmt und die Gegentheorien dazu aufstellen wird, einverstanden? Gut, fangen wir also mit den Grundlagen an.
Wer sich mit den Fragen, die die Welt bedeuten, beschäftigt, der wird früher oder später unweigerlich auf die verschiedensten Lehrer, Religionen, Gurus, Schriften oder Überzeugungen stoßen. Das Schöne daran ist, es gibt sie wie Sand am Meer und noch schöner ist, sie ALLE kennen ganz genau, und zwar als Einzige, die richtigen Antworten. Auch ich habe mich auf der Suche mit den Weisheiten dieser Welt befasst. Dummerweise habe ich dabei nur noch mehr Fragen gefunden, statt der erhofften Antworten.
Wenn jeder Lehrer, jede Religion, jeder Gelehrte, jede Schrift Recht hat und die einzig wahre Wahrheit verkündet, was sagt das dann über die Anderen aus? Sind sie nur Hochstapler und Wichtigtuer? Und, wenn wirklich nur ein Weg der Richtige ist, wie zur Hölle soll ich dann bitte herausfinden, WER Recht hat und warum? Hast du dir mal angeschaut, wie viele Religionen, Götter, Gelehrte, Weisheiten etc. es gibt und wie sehr sie sich im Wandel der Zeit verändert haben? Nun ja, zumindest manche von Ihnen, andere beharren nach wie vor auf ihre Wahrheiten von vor 2000 Jahren, ob sie nun in unsere Welt passen mögen oder auch nicht.
Ich stelle hierzu die folgende These auf: Sie ALLE haben ausnahmslos Recht. Und gleichzeitig liegen sie ALLE vollkommen daneben.
Was im ersten Augenblick sinnlos erscheint, erklärt sich bei genauerer Betrachtung folgendermaßen: Wenn wir davon ausgehen, dass es schon immer Menschen gab, die sich Fragen gestellt und Antworten gesucht haben, dann müssen wir davon ausgehen, dass sie irgendwann fündig geworden sind. Ihre Antworten haben sie dann in Schriften, Lehren und Weisheiten festgehalten und den Menschen, die sie hören wollten, verkündet.
Jede Religion, jede Lehre, jede Schrift wurde von Menschen verfasst. Menschen, die ebenso wie du und ich auf der Suche nach Antworten waren.
Nun ist es aber so, dass nicht alle Menschen gleichzeitig auf der Suche sind. Hier treffen zwei für mich sehr interessante Gruppierungen aufeinander. Auf der einen Seite haben wir die Menschen, die eine Antwort gefunden haben. In den meisten Fällen war diese nicht sehr populär und wich erheblich von der allgemeingültigen Meinung ab, zumal sie häufig mit unschönen Regeln und Bedingungen einherging.
Es ist sicher kein schönes Gefühl, von etwas überzeugt zu sein, was alle Anderen für Blödsinn halten. Also würde man vermutlich versuchen andere Menschen zu finden, die sich mit dem, was man herausgefunden hat, zufrieden geben und schon ist man nicht mehr allein mit seinen Ansichten. Je mehr Anhänger man, für seine eigene Wahrheit findet, desto wahrer wird sie am Ende erscheinen, denn etwas, woran nur Einer glaubt, könnte idiotisch sein, etwas woran Viele glauben, kann nicht so ohne Weiteres in das Reich der Märchen verbannt werden.
Und dann gibt es das passende Gegenstück dazu: Nicht unbedingt wenige Menschen und ich bin sicher, es gab sie schon immer auf unserem Planeten, sind mit anderen Dingen beschäftigt und sehr dankbar, dass es Menschen gibt, die ihnen die Arbeit abnehmen und Antworten finden, auf Fragen, die sie sich gar nicht stellen wollen oder können. Es ist bequemer, eine Weltansicht zu übernehmen, die einem präsentiert wird, als sich selbst Gedanken darüber zu machen. Fairerweise muss man dazu aber auch berücksichtigen, dass die Meisten von uns überhaupt keine andere Wahl haben, weil wir von klein auf, auf ein bestimmtes Weltbild geprägt werden. Es ist also nicht verwunderlich, dass wir die Ansichten des Systems und der Gesellschaft übernehmen, in die wir hinein geboren werden.
Nichtsdestotrotz würde man natürlich nicht jeden Blödsinn glauben, wenn man zu jener Personengruppe gehört, aber, wie schon erwähnt, je mehr Anhänger eine Wahrheit hat, desto wahrscheinlicher erscheint sie einem Suchenden.
Kommen wir nun zu einem weiteren Teil meiner These. Ich behaupte jeder Mensch kann die Antworten, die er braucht nur in sich selbst finden. Die Wahrheit, die wir alle suchen, sieht für jeden Menschen anders aus. Es kann keine zwei Menschen geben, die genau dasselbe glauben, exakt den gleichen Weg gehen und dabei identische Ergebnisse erzielen. Warum? Weil es kein anderes Wesen auf diesem Planeten gibt, dass ist wie du. Kein anderes Wesen denkt, fühlt, glaubt, handelt, sieht, riecht, hört und spricht wie du. Kein anderes Wesen stellt deine Überlegungen an, hat dabei exakt dieselben Werte, Vorstellungen, Träume und Interessen wie du. Wie könnten also zwei Wesen, die sich zwar einerseits gleichen aber andererseits grundverschieden sind, genau dieselbe Wahrheit haben?
Für mich schließt sich das aus. Erklärt aber, warum meiner Meinung nach, ALLE Recht haben und gleichzeitig völlig falsch liegen. Sie haben ihre Antworten gefunden, ihren ganz eigenen Weg, ihren eigenen Glauben, daher haben sie recht. Allerdings nur für ihre eigene Person, diese Wahrheiten und Wege lassen sich nicht eins zu eins auf andere Wesen übertragen. Und darin liegt in meiner These, das Grundproblem.
Bei genauer Betrachtung, all der verschiedenen Wahrheiten, Religionen, Glaubensrichtungen und Lehren, ist festzustellen, dass sie alle denselben Ursprung haben, sogar in weiten Teilen mehr oder weniger dasselbe verkünden. Lediglich in ihren Prioritäten unterscheiden sie sich erheblich. Eine legt den Fokus auf die Liebe, eine auf das Dienen, eine auf die Arbeit, eine auf die Arbeit an sich selbst, und so weiter. Gott insgesamt ist für Alle Glaubensrichtungen einerseits der Allmächtige, der alle seine Kinder liebt und erschaffen hat. Die einen mehr, die anderen weniger, aber so ist das eben, wenn man eine Frau ist oder versehentlich an den falschen Gott glaubt. Andererseits herrscht Gott mit harter Hand und ist doch recht unversöhnlich, wenn man sich seinen Regeln widersetzt.
Nun ist es unglücklicherweise aber so, dass ich, laut den meisten dieser Lehren, als Mensch zweiter Klasse zur Welt gekommen bin, als Frau. Ich könnte das jetzt auf eine Verkettung unglücklicher Umstände zurück führen und mich in mein Schicksal fügen.
Das liegt aber aus irgendeinem Grunde nicht in meiner Natur. Und wenn ich den verschiedenen Glaubensrichtungen glauben schenken darf, dann hat Gott mich erschaffen und zwar genau so wie ich bin, wahlweise sogar nach seinem Ebenbild. Wie kann ich also etwas in mir tragen, etwas fühlen, denken, glauben, erleben, dass gar nicht im Plan vorgesehen sein dürfte? Und warum stelle ich mir Fragen, die mir demnach gar nicht zustehen?
Zusammenfassend könnte man also zu dem Schluss kommen, dass jeder Mensch, der jemals eine Antwort gefunden hat, genau die Antwort erhielt, die für ihn passend und stimmig war. Wenn du dich für einen Moment auf den Gedanken einlässt, dass alles aus der selben Quelle stammt, dann ergibt sich ein wunderschönes Puzzle, dass sich wunderbar zusammen setzen lässt. Alles zusammen genommen gibt ein komplettes Bild, und jede Lehre, jede Glaubensrichtung wirft den Fokus auf ein ganz bestimmtes Teil des Ganzen. Womit dann meine These, alle haben Recht und gleichzeitig unrecht, irgendwie Sinn ergibt, oder?
Das würde dann aber auch bedeuten, dass man all die Weisheiten nur als Wegweiser, sozusagen als Inspiration verstehen dürfte. Es würde keinen Sinn ergeben, einem Lehrer, einem Buch oder einer Lehre einfach zu folgen, weil sie die individuellen Wahrheiten des jeweiligen Verfassers widerspiegeln. Diese Wahrheit ist nur auf diesen einen Menschen zugeschnitten, wie könnte man dann dasselbe Ergebnis erhalten, wenn man selbst ganz andere Bedürfnisse und Voraussetzungen mitbringt? Berücksichtigt man dann noch, dass sie größtenteils nicht unbedingt wörtlich zu verstehen sind, sondern jede Menge Interpretationsspielraum bieten, dann eröffnet sich einem eine unglaubliche Vielzahl an Möglichkeiten und Wahrheiten, aus denen man sich Diejenige raus suchen kann, die einem selbst am Wahrscheinlichsten vorkommt, oder anders ausgedrückt, die sich gut und richtig für einen anfühlt.
Natürlich steht es dir ebenso frei, dich einer der schon vorhandenen Glaubensrichtungen anzuschließen und dir ihre Regeln und Weltansichten ebenso zu eigen zu machen, wie auch die Antworten die in ihrer Wahrheit enthalten sind. Das funktioniert schon seit vielen tausend Jahren, für sehr viele Menschen und kann daher nicht ganz falsch sein. Aber vielleicht eben auch nicht ganz richtig, sonst wärst du ja nicht immer noch auf der Suche nach Antworten, oder?
Ich vertrete die Ansicht, nur, wenn man sich das große Ganze anschaut und für sich selbst die eigenen Puzzleteile zusammensetzt, kann man Antworten finden, mit denen man gut leben kann. Dieses Bild, dass man erhält, wenn man selbst anfängt, die einzelnen Stücke zusammenzufügen, wird für jeden Menschen anders aussehen und ich könnte mir vorstellen, das ist durchaus so gewollt.
Wenn wir mal davon ausgehen, dass diese höhere Macht, an die doch die meisten Menschen glauben, tatsächlich allmächtig, allwissend und daher absolut unfehlbar ist. Dann ist es unmöglich zu einem Ergebnis zu kommen, dass falsch ist. Ebenso unmöglich ist es allerdings im Umkehrschluss auch, zu einem Ergebnis zu kommen, dass vollkommen richtig ist. Es liegt nicht in deiner Macht, etwas zu denken, zu fühlen, zu glauben oder zu erahnen, was die höhere Macht nicht schon vor dir entdeckt hätte. So kannst du dir doch ziemlich sicher sein, dass zumindest ein Wesen dein Weltbild und deine Glaubensansichten teilt, auch wenn der Rest der Menschen dich für vollkommen irre hält.
Ich möchte gerne versuchen, mal ein paar Puzzleteile zu einem möglichen Bild zusammen zustellen. Es ist nur eine einzige Möglichkeit von unglaublich vielen, aber eine, die ich persönlich sehr spannend finde und die dir vielleicht ein paar neue Ansätze liefert, um dein ganz eigenes Bild zu malen. Ich bediene mich dabei verschiedenster Quellen, den Geisteswissenschaften, den Naturwissen-schaften, den Naturgesetzen, den unterschiedlichsten Glaubensrichtungen und nicht zuletzt jeder Menge eigener Überlegungen und Fantastereien.
Ich werde Dich also mitnehmen, auf ein kleines Gedankenexperiment, bei dem du dazu eingeladen bist, ganz eigene Bilder, Gedanken und Emotionen mit einfließen zu lassen. Und wer weiß, zum welchen neuen Erkenntnissen und Schlüssen du am Ende selbst kommen wirst?
Beginnen wir also am Anfang. Da war der Urknall, der alles Leben entstehen ließ. Oder war es doch Adam, der eine Rippe einbüßte um Eva entstehen zu lassen? Man weiß es nicht so genau, aber auch hier sind sich alle Lehren wieder einig, eine höhere Macht gibt es auf jeden Fall. Der Einfachheit halber, wurden ihr die verschiedensten Namen gegeben, die jedoch irgendwie alle dasselbe meinen.
Ob nun Gott, universeller Geist oder Energieansammlung, alle sind sich einig, dass unsere Welt und somit auch die Menschheit dadurch erschaffen oder daraus entstanden ist. Auch herrscht Einigkeit darüber, dass diese Macht sehr viel größer und mächtiger ist, als wir uns auch nur im Ansatz vorstellen könnten. Sie wird als Allmächtig, Allwissend, Allgegenwärtig beschrieben.
Einige Lehren gehen davon aus, dass wir von Gott erschaffen wurden, wie schon mal erwähnt, nach seinem Ebenbild. Andere Lehren hingegen sagen, wir seien ein Teil Gottes und tragen das Göttliche in uns, könnten also selbst, durch genug Erfahrung und Weisheit, selbst zu Gott werden. Meine These hierzu lautet: Sie alle haben Recht. Denn, theoretisch gesehen, sagen sie alle dasselbe, auch wenn sie es nicht so meinen.
Wenn Gott mich nach seinem Ebenbild erschaffen hat, dann trage ich seine Eigenschaften schließlich ebenso in mir, wie wenn ich ein Teil von ihm selbst bin oder das Göttliche in mir trage. Und wenn wir alle ein Teil dieser Macht sind, ganz egal, wie wir sie nennen, dann bedeutet das im Umkehrschluss auch, dass wir alle miteinander verbunden, also eins sind.
Ich benutze gerne Bilder, um visuell eine Vorstellung von Dingen zu bekommen, die zu abstrakt sind, um sie auf Anhieb greifen zu können. In diesem Fall, stelle ich mir diese Energieansammlung oder dieses Wesen, als einen See vor. Wir Menschen sind einzelne Wassertropfen in diesem See. Ein Wassertropfen kann unabhängig vom See existieren, wird sich aber, wenn er zurück ins Wasser kommt, wieder verbinden und eins mit diesem See sein. Abgesehen davon, besteht dieser See aus unzähligen Wassertropfen, was bedeutet, jeder einzelne Tropfen trägt jede einzelne Eigenschaft, Information und Struktur in sich, die der See im Gesamten auch enthält. Und wenn sich zwei oder zweihundert verschiedene Wassertropfen treffen, werden sie sich ebenfalls verbinden und niemand wird unterscheiden können, wer welcher Tropfen war.
Man könnte sich dieses Wesen auch einfach als einen menschlichen Körper vorstellen. Und jedes einzelne Lebewesen, ob nun Pflanze, Tier oder Mensch, ist eine Zelle dieses Körpers. In der Gesamtheit existieren wir also als ein Mechanismus, trotzdem existieren wir auch als einzelne Individuen, mit den unterschiedlichsten Funktionen und Aufgaben. Aber, auch hier enthält wieder jede einzelne Zelle, die gesamten Informationen und Eigenschaften, in Form von Erbgut, in sich.
Logischerweise sind wir daher tatsächlich göttlich, denn eine Zelle deines Körpers wird, auch wenn sie von dir getrennt wird, immer eine menschliche Zelle bleiben, nicht wahr? Und sie wird dir auch zweifelsfrei, anhand von DNA und anderen Informationen zugeordnet werden können.