SM-Institut - Nudio - E-Book

SM-Institut E-Book

Nudio

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Beschreibung

SM-Institut – Der neue Femdom-BDSM-Roman von Nudio

Nach der gefeierten Tetralogie „Schattenkartell“ präsentiert Fetisch-Aktmodel und Autor Nudio sein neuestes Werk: Ein atmosphärisch dichter Femdom-Roman, der Kunst, Erotik und Machtspiele auf einzigartige Weise miteinander verbindet.
Worum geht es?
Nudio selbst hat die Rolle des Protagonisten inne. Auf der Suche nach einem außergewöhnlichen Job bewirbt er sich bei einem geheimnisvollen Institut, das exklusive SM-Veranstaltungen für wohlhabende, dominante Frauen organisiert. Gemeinsam mit einer weiblichen Mitsklavin wird er Teil einer Bühnenshow, in der Lust, Schmerz und Hingabe zu einem intensiven Erlebnis für zahlungskräftige Zuschauerinnen werden. Zwischen Inszenierung und Realität beginnen die Grenzen zu verschwimmen.
Was erwartet die Leserinnen und Leser?

  • Femdom pur – weibliche Dominanz, Machtgefüge und emotionale Intensität stehen im Mittelpunkt.
  • Künstlerische Erzählstimme – Nudios Bildsprache überträgt sich in eine sinnliche, visuelle Schreibweise.
  • Authentisch & mutig – ein Roman, der Tabus nicht scheut und BDSM als ästhetische Ausdrucksform begreift.
Für wen eignet sich dieses Buch?
Für Leserinnen und Leser, die Femdom-BDSM, ästhetische Erotik, dunkle Romantik und besondere literarische Stimmen schätzen. Ein Muss für alle, die Nudios künstlerischen Stil aus der „Schattenkartell“-Reihe lieben oder neugierig auf ein Werk im Grenzbereich zwischen Kunst, Erotik und psychologischer Tiefe sind.
„SM-Institut“ ist ein Roman über Macht, Schmerz und Selbstentdeckung – sinnlich, atmosphärisch und unverwechselbar Nudio.

Dieses eBook enthält keine Liebesgeschichte! Auch wenn der Text ein provokantes Kunstprojekt ist, so ist das eBook aufgrund der ausgefallenen BDSM-Handlungen nur für Erwachsene geeignet, die dem offen gegenüberstehen.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 108

Veröffentlichungsjahr: 2025

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Hinweis
SM-Institut
Über Nudio
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Impressum

Nudio

SM-Institut

Ein Femdom-Roman

ISBN 978-3-96615-041-5

(c) 2025 Schwarze-Zeilen Verlag

1. Auflage 2025

www.schwarze-zeilen.de

Alle Rechte vorbehalten.

Coverfoto: fetograf.com

Covermodel: Nudio

Lektorat: Victor Lassier

Hinweis

Dieses E-Book ist ausschließlich für erwachsene Leser*innen bestimmt, die sadomasochistischen Praktiken offen gegenüberstehen.

Alle dargestellten Handlungen erfolgen im gegenseitigen Einverständnis zwischen erwachsenen Personen. Die Handlung ist rein fiktiv, entspringt der Fantasie des Autors und dient ausschließlich der Unterhaltung. Die beschriebenen Praktiken und Szenen sind nicht zur Nachahmung geeignet. Wenn Sie das Bedürfnis verspüren, BDSM in der Realität auszuleben, informieren Sie sich bitte sorgfältig über Risiken, Grenzen und notwendige Sicherheitsvorkehrungen.

Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind nicht beabsichtigt und wären rein zufällig.

Viel Spaß beim Lesen dieses Buches.

SM-Institut

My castle, my rules.

Oder genauso passend: andere Länder, andere Sitten.

In der Retrospektive jedoch eher Ersteres. Eigentlich ein unbedeutender Grenzübertritt. Langsam heranfahren, Pass sichtbar an die Scheibe halten, freundlich lächeln, und passieren. Aber so unsichtbar wie unmittelbar: neue Gesetze, neue Regulativen. Teils strenger, teils eben auch liberaler, insbesondere für Ziel und Zweck meiner Anreise. Keine Ferienfahrt. Quasi eine Art Geschäftsreise in eigener Sache. Selbstvermarktung, in einer Art, wie es besagte liberale Regelungen ab hier zuließen. Anders als in meinem Land. Abgesehen vom unverkennbaren Dialekt blieb die Sprache dafür gleich, sehr angenehm und praktikabel für die delikate Konversation im Zuge des delikaten Business.

Zwei Stunden später navigierte ich zielgenau in die Einfahrt zur Tiefgarage des Geschäftshauses mitten in der City. Edles Bankenviertel, es atmete die kühle graue Eleganz distinguierter finanzieller Potenz. Kurzzeitig irritierend, aber auf den zweiten Blick geradezu perfekt verortet für die private Institution, welche mich auf Probe angeworben hatte. Auch offiziell ein Privatinstitut. Eigene reservierte Stellplätze, beängstigende fünf Ebenen unter EG.

Es war vorab telefonisch vereinbart, ich würde in der Tiefgarage abgeholt. Weniger als zehn Minuten, dann klopfte es an meine Fahrertür.

»Model Nudio?«

»Ja.«

»Bitte steige aus.«

Kurze klare Kommunikation. Ich leistete Gehorsam, schaltete alles aus und entriegelte den Kofferraum. In der Annahme, ich würde mein ohnehin leichtes sommerliches Gepäck gleich mitnehmen, bewegte ich mich zum Heck meines Wagens.

»Kein Gepäck nötig. Wir stellen alles Notwendige. Bitte leg deine Kleidung ab!«

Dies kam nun überraschend. Nicht dass ich mir über das bizarre Naturell meiner Selbstvermarktung nicht bewusst war, aber: noch waren wir hier in einer Tiefgarage. Zwar nicht öffentlich, doch im Prinzip immer noch zugänglich für andere Miteigentümer und Mitmieter dieses Komplexes!

»Je zügiger du dich entkleidest, desto unwahrscheinlicher, dass wir uns erklären müssen. Keine Angst vor Kameras. Deponiere alles in deinem Kofferraum.«

Fine with me. Ein unerwartet knackiger Einstieg. Gefällt, hat seinen Stil. Ruhig, aber bestimmt formuliert duldete es keinen Widerspruch. My castle, my rules.

Natürlich war es mir nicht fremd, nackt zu sein, in Studios, in freier Natur, klassisch nackt oder extravagant in Fesseln und Ketten. Nur nackt in der Tiefgarage eines Bürokomplexes, fremdbestimmt unter der Regie einer eleganten Frau in konservativem Business-Kostüm, war eine neue Erfahrung. Umso krasser, als sie mir Handschellen anlegte, nachdem sie meinen Autoschlüssel in Verwahrung genommen hatte.

So sei es. Ich fügte mich in das Unbekannte mit Neugier. Vorwärts und voraus im gut bestückten Selbstbewusstsein, bereits andere bizarre Szenarios erlebt zu haben. Barfuß über nackten Beton, nackt mit Händen auf dem Steiß und Frau im Kostüm voraus. Wir gingen auf den Aufzug zu. Kohorten an möglichen peinlichen Begegnungen hemmten meine Schritte.

»Ich habe den Schlüssel zum Aufzug. Es wird eine exklusive Fahrt.« Sie las subtile Körpersprache. Doch trotz aller versicherten Diskretion, jede Annäherung an eine weitere Etage trieb Adrenalin in meine Adern. Bis in meinen Penis. In wie kurzer Zeit konnte man(n) nur so elementar entblößt werden. Akt-Shootings in einem Studio oder Fetisch an einem Lost Place schienen im Vergleich geradezu geschützte Orte. In irgendeiner Etage demnächst würden die Türen zur Seite gleiten und … was käme dann? Angstvisionen schossen ein: die Polizei, ein Haufen hysterischer Frauen, der Bürgersteig? Ein An- und Abschwellen des Adrenalins mit jedem potenziellen Zwischenhalt, den der Aufzug hörbar passierte. Bis zum unmissverständlichen Ansatz zum finalen Stopp. Kribbeln im Bauch, die Türen der Kabine gleiten zur Seite, öffnen den Blick, und … niemand. Ein leerer Flur, wie in jeder anderen Praxis auch. Grünes Linoleum, freundlich, beruhigend. Wie beim Zahnarzt.

»Aussteigen! Dann links.«

Kurze prägnante Anweisungen. Ich leistete Folge. Alles absolut normal. Verstörend einzig, dass ich splitternackt war mit meinen Händen in Handschellen auf dem Rücken. Ein langer Flur mit Türen zur Linken und zur Rechten. Ruhig. Zunächst allein das weiche Auftreten meiner nackten Fußsohlen gepaart mit dem leicht versetzten Klacken der Absätze meiner Escort-Lady auf dem apfelgrünen Linoleum. Nur langsam und vorsichtig schritt ich voran, wie ein verschrecktes Tier in fremder Umgebung.

Zur Linken gleich die »Anmeldung«. Unbesetzt. Ein typischer Stehschalter wie sonst auch an vielen Orten. So normal, dass ich mich faktisch NiP fühlte. Nude in Public.

»Du wartest hier. Die Anmeldung ist gleich wieder besetzt.«

Nein! Ein innerer Aufschrei. Aber ich gab mich gefasst, professionell, wollte mir keine Blöße geben zusätzlich zu der, welche ich in Form blanker nackter Haut bereits darbot. Der Plan, mich diskret und verschämt möglichst tief in eine Nische zurückzuziehen, wurde gnadenlos konterkariert von ihrer nächsten Aktion. Mit einem Griff hinter die Theke zauberte meine Escort-Lady einen Stahlschäkel hervor unverschämt genau passend in der Größe, um meine Hoden an den Handlauf der Theke zu ketten. Ohne weitere Worte wandte sie sich ab und schritt zielstrebig davon.

Im Zuge meiner Leidenschaft hatte ich schon in vielen Szenarien partizipiert und BDSM-Model gestanden. Vieles, welches von den meisten Menschen im wohlwollendsten Sinne als befremdlich bezeichnet worden wäre. Oder diametral positiv und zustimmend als: »Oh, wie geil ist DAS denn!«

Hier und heute schlug eine bislang unbekannte Episode an. Geniale Ouvertüre: Protagonist gleich in der Tiefgarage entkleidet und wartet nun von allen verlassen an der Empfangstheke eines distinguierten Institutes für … wir werden noch sehen. Stehend, horchend, wartend. Ich warte ungern. Und ich mag keine großen Unbekannten ohne Autonomie und Aktionsspielraum. Letzterer endete bereits nach einem knappen Meter, dann spannte sich die Kette zwischen dem Handlauf der Theke und meinem Skrotum, respektive dem Stahlschäkel um meine Hoden.

»Die Anmeldung ist gleich wieder besetzt«, hatte sie gesagt, die Unbekannte. Heißt, gleich würde eine weitere Unbekannte ihren Platz hinter der Empfangstheke einnehmen, an die ich mit meinen blanken Genitalien gekettet war. Ungeachtet der Vorgeschichte und von grob skizzierten Vereinbarungen: Diese Situation war surreal. Ein bizarrer sexueller Traum, in welchem meine Hoden nur allzu real und metallisch kalt an eine irritierende Wirklichkeit gekettet waren. Ein Blick nach unten bestätigte nur meine peinliche Situation im Hier und Jetzt.

Gleich. Wie lange dauerte ihr Gleich? Der Gang blieb leer, alle Türen blieben geschlossen. Gut so. Soweit. Wie peinlich konnte es noch werden? Bitte keine Unbeteiligten, während ich hier nackt an meinen Hoden hing. Außer endlich die angesagte Unbekannte für die Rezeption, wenn es denn sein musste.

Oh, Mensch, come on! Warum dauert das hier eine Ewigkeit? Ich schaute wieder an mir herunter. Barfuß auf apfelgrünem Linoleum. Nackt mit Händen auf den Rücken gefesselt. Hoden an Theke gekettet, und dazu mittlerweile eine Erektion.

»Geschlecht: männlich.« Aufgeschreckt wirbelte mein Kopf in die unerwartete Richtung aus dem Off. Huh, NUN war der Empfang besetzt! Im Corporate Outfit dieses Unternehmens steckte in diesem Falle ein besonders reizvoller Engel. Gepflegte Nägel am Ende schneller Finger tippten bereits auf der Tastatur. Das bezaubernde Gesicht studierte aufmerksam, was auch immer ihr der Bildschirm zeigte. Vermutlich weitere Daten und Fakten zu meiner Person.

»Beeindruckendes Portfolio. Geile Bilder.«

Eine fertige Aussage, keine Antwort erforderlich. Und ja, ich fühlte mich geschmeichelt – und konnte dann doch nicht anders als zu fragen. »Irgendein favorisiertes Genre?«

»Schwanz- und Hoden-Bondage« kam es spontan und charmant. »Aber auch echt viele klasse Ganzkörper-Szenarien mit Lederfesseln und Ketten. Top-rated, von außen betrachtet.«

Sie schaute weiter auf den Bildschirm, klickte mit der Maus, tippte. »Nur noch ein paar Daten zur Anamnese. Stimmen Gewicht und Maße noch von deiner Sedcard?«

Ich bestätigte. »Umfang an Peniswurzel?

Wortloses Staunen. Sie schaute mir direkt in Gesicht.

»Schwanzlänge, erigiert?«

Ich zuckte verlegen mit den Schultern, worauf der Engel zielgenau in einer Ablage fingerte und ein Maßband produzierte.

»Finden wir heraus«, lächelte sie, kam quirlig hinter ihrer Theke hervor und beugte sich zu … meinen Genitalien.

»Delikat, mein Liebster«, sagte sie, und nahm Maß. Wieder zurück hinter ihrer Tastatur trug der Engel die frisch erworbenen Daten in mein Profil ein.

»Gut.« verlautete sie mit unbeschwerter Zufriedenheit. »Blutbild und Urinprobe brauchen wir wirklich nicht«, scherzte der Engel, »ABER …«

ABER-witzig. Welch groteske Situation! Ein freundlich nüchterner Flur mit einer nüchternen Empfangstheke in einem auf den ersten Blick nüchternen Institut. Aufregend im Gegenzug der blond-gelockte Feger in figurbetontem Corporate Businessdress. Irre das splitternackte männliche SM-Model mit Händen auf dem Rücken und Hoden an die Theke gekettet. ABER-witzig: Der blonde Engel stellt sich auf Tuchfühlung hinter das Model und … öffnet die Handschellen.

Freie Hände? Was nun? Im Zuge meiner noch unausgesprochenen Fragen war sie aber bereits wieder hinter die Theke gerückt und reichte mir einen gläsernen Messbecher.

»Samenprobe, bitte!«

Wie meinen? Ich zögerte, als hätte ich nicht richtig verstanden. Oder eher, dass ich jetzt nicht wirklich gewillt war, selbst Hand an mich zu legen, hier mitten auf dem Flur. Unbekümmert tippte sie in die Tasten, ignorierte mich, während ich den Messbecher in meiner Linken musterte.

Dann ein leicht genervtes, Imperatives: »Was ist? Leg los!«

»Keine Kabine?«

»Die Toiletten sind gleich gegenüber.«

Ich schaute quer über den Gang.

»Aber die Hoden bleiben hier.«

Leicht säuerlich schaute ich in ihr Gesicht, aber ich erntete nur ein Insistierendes: »Leg los!«

Their castle, their rules. Masturbieren heißt es offiziell, Wichsen im Jargon, aber beides ist sich einig, dass es etwas Intimes im Privaten ist. Nicht wohl hier und heute. Egal, professionelles SM-Model. Mach, wie Dir geheißen! Und mach das Beste daraus!

Mit geschlossenen Augen ließ sich die Fantasie stimulieren, und mehr. Letzter Gnadenakt vor der Kastration: Der Gefangene darf sich ein letztes Mal selbst befriedigen, bevor … die ScharfrichterIn … aah, abgespritzt, und sauber in den Messbecher. Nicht wirklich viel, aber … »Sollte reichen. Ansonsten, es wird noch reichlich Gelegenheit geben zur Zwangsentsamung.«

Zufrieden, auch diesen Agendapunkt abgehakt zu haben, fuhr sie fort: »Ah, wir haben zur Hälfte Vorkasse geleistet.«

Gut, was immer die Signifikanz …

»Ich melde dich jetzt bei der Chefin an.«

Mit dieser Aussage verließ sie ihren Posten und schritt mit sexy Hüftschwung in Richtung auf das ferne Ende des Ganges davon. Nudios Hoden blieben an die Theke gekettet, aber immerhin konnte ich jetzt leger die Ellenbogen aufstützen, während ich ihre davonschreitende Rückansicht in Gedanken stückweise entkleidete.

***

Und wieder dauerte es. Ich bin nicht bekannt als Erfinder der Geduld an sich. Meine Befindlichkeit inmitten dieser pikanten Zwangslage pendelte zwischen den Extremen angepisst und geil. Sicher, das Ambiente versprach Skalpell-scharfen Kliniksex, das distinguierte Auftreten des Personals professionelle Behandlung bis in die feinsten Details. Irgendwie hatte ich bereits vollstes Vertrauen, dass ich in dieser Praxis auch formvollendet entmannt werden könnte. Worum es aber nicht ging!

Es ging um exquisiten BDSM »im Verleih«. Quasi eine Art Sadomaso-Catering auf Bestellung für zu Hause. Wobei sich das jeweilige Zuhause auf der Skala bei Chalet aufwärts einsortierte, mit entsprechend wohlbetuchten wie auch SM-affinen KlientInnen. Zumindest für mein Angebot. Mochte der resultierende Kundenkreis auch klein sein, es hieß, er sei entsprechend fein, und lukrativ.

Noch war ich Novize. Aber die (gerade) noch jugendfreien Szenarien, welche mir bei der Anwerbung gezeigt wurden, waren bereits atemberaubend edel. Formvollendete weibliche Modelkörper grazil aufgespannt auf eine Streckbank in einem, mit Liebe zum Exotischen, gestalteten Dungeon. Oder die nackte Schöne mit ihren langen schwarzen Locken in ebenso schwarze schwere Ketten geschmiedet. Oder, oder, oder. Ich war geschmeichelt, als das Institut auf mich zugekommen war.

Endlich, die Tür am fernen Ende des Ganges öffnete wieder und der adrette Engel vom Empfang kam eleganten Schrittes wieder auf mich zu. Ich war mir sicher, dass das grazile Wesen Erfahrungen auf dem Laufsteg hatte. Mein lustvoller Blick haftete auf ihr wie ein unbeirrbarer Bewegungsfokus. Und wurde erwidert.

»Schwanz-getrieben, unübersehbar.« Stellte sie ungeniert fest, als sie wieder auf Tuchfühlung vor mir stand. »Aber das ist ja auch das zentrale Thema hier. Komm!« - Hände wieder auf den Rücken – »die Chefin will dich sehen.«

Die Handschellen klickten ein, die Kette zu meinen Hoden von der Theke gelöst, und als Zügel genommen. Grr, wie sexy bizarr, das Raubtier an seinen Hoden geführt. Na ja, vielleicht eine ein wenig verwegene Vorstellung. Faktisch ging die smarte Lady nur ein wenig versetzt seitlich vor mir, und zwar ganz langsam. Ihre Schrittlänge war durch hohe Absätze limitiert, meine durch die kurzgebundenen Fußfesseln, welche sie mir noch an der Rezeption angelegt hatte, zusätzlich zum ledernen Hals-Collar mit Ösen. Der Grad der Inbesitznahme nahm zu.

Wenn man gezwungen ist, geschätzte 25 Meter in Fußlängen abzumessen, dann hat man Zeit. Ich beobachtete ihre Gesichtszüge von schräg hinten. Sie schaute strikt nach vorn und plötzlich zu mir.

»Der erste Penis in unserem Portfolio. Ich kann es kaum abwarten.« sprudelte es überraschend heraus.

»Was genau abwarten?«

»Das … wenn … vergiss es. Alles zu gegebener Zeit.«