So geht das! - Doris Knecht - E-Book

So geht das! E-Book

Doris Knecht

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Beschreibung

Es ist nicht vorbei: Doris Knecht, die uns in "Hurra" überaus lebensnah und zum Brüllen komisch schilderte, wie man einen Rock'n'Roll-Lifestyle gegen das Leben als Mutter eintauscht, beweist, dass es damit nicht erledigt ist: Nicht das Blödsein, nicht der Kampf gegen das Verspießern und schon gar nicht die Suche nach dem Sinn des Lebens. In über 100 neuen Kolumnen sucht die Autorin nach den Antworten auf die wichtigsten Fragen des Lebens nach dem Leben vor den Kindern: Kann man auch mit Nachwuchs cool sein? Wie wird man älter, ohne seine eigenen Eltern zu werden? Wie hat man Kinder und bleibt trotzdem Mensch oder so was in der Art? Was wurde eigentlich aus meinem Gehirn? Gibt es ein Leben neben den Leben mit den Kindern? Was gibt's da zu lachen? Kann es je wieder wie früher sein? Aber wozu? Sowie: Wo bin ich hier? Was hab ich getan? Warum hat mir das keiner früher gesagt? Kann ich noch ein Glas Wein haben? Auch in ihren neuen Kolumnen vereint Doris Knecht drei Qualitäten: Stil, Schmäh und keine Spur von Lebensweisheit. So lustig kann die Spießerdebatte sein. Noch mehr Kolumnen von Doris Knecht: Band 1: Hurra. Wien - Zürich - Wien. Anleitung zum Doppelleben in 111 Schritten Band 3: Gut, ihr habt gewonnen. Neue Geschichten vom Leben unter Kindern Band 4: Darf's sonst noch was sein? Mehr Geschichten vom Leben unter Kindern

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Doris Knecht

SO GEHT DAS!

Wie man fidel verspießert

Doris Knecht

So geht das!

Wie man fidel verspießert

Czernin Verlag, Wien

Knecht, Doris: So geht das! – Wie man fidel verspießert / Doris Knecht Wien: Czernin Verlag 2012 ISBN: 978-3-7076-0416-0

© 2012 Czernin Verlags GmbH, Wien Umschlag: Ulrich Schueler Cover-Foto: Doris Knecht Lektorat: Florian Huber Produktion: www.nakadake.at ISBN E-book: 978-3-7076-0416-0 ISBN Print: 978-3-7076-0203-6

Alle Rechte vorbehalten, auch das der auszugsweisen Wiedergabe in Print- oder elektronischen Medien

Für meine Töchter Luise und Rosa

Das Kind ist doch schon so gestraft genug

Dem brünetten Mimi hab ich jetzt Stirnfransen schneiden lassen, und Sedlacek sagt, was hast du getan, das Kind sah aus wie ein Engerl und sieht jetzt aus wie Prinz Eisenherz, und ich hab gesagt, dafür sieht das Kind jetzt aus den Augen und muss sich nicht mehr im Sekundentakt die Haare aus dem Gesicht wischen, und Sedlacek zitiert, wie ich das gerne im Zusammenhang mit Schuhen tue, den Architekturtheoretiker Friedrich Kiesler. Function follows form, sagt Sedlacek, und ich sage, Sedlacek, erstens hinkt das fransenbezüglich ein bisserl, zweitens ist das Kind zwei Jahre alt und nimmt an keinem Schönheitswettbewerb teil, wir sind ja hier nicht in Amerika. Glücklicherweise sind wir nicht in Amerika, sondern im, wie Schwarzenegger am Republikaner-Convent erklärte, postsozialistischen Österreich, beziehungsweise am Wochenende bin ich schon wieder in Zürich. Was machst du da schon wieder, sagt Sedlacek, und ich sage, dass ich an einer Veranstaltung für die Mutterschaftsversicherung teilnehme, also ich trommle ein bisschen dafür, dass die Leute abstimmen gehen und diese Vorlagen endlichendlichendlich durchkommen, weil in der Schweiz, erklär ich Sedlacek, bislang von den Frauen praktisch noch immer erwartet wird, dass sie nur Kinder kriegen, wenn sie einen Mann haben, der sie finanziell versorgt, während sie daheim das Kind versorgen, aber Sedlacek interessiert sich wie stets nicht fürs Politische, sondern wird immer noch nicht mit der Mimi-Frisur fertig.

Der Coiffeurbesuch war übrigens interessant, weil die Coiffeuse, an deren winzigem Salon wir täglich auf dem Weg zum Kindergarten vorbeikommen, eigens betont hat, ja, sie schneidet auch Kinder, aber es wurde dann schnell klar, dass sie nicht oft Kinder schneidet. Dabei hab ich die Zwillinge extra mit Smarties sediert, aber die Friseurin wurde schon total nervös, weil das blonde Mimi, das nach wie vor keinen Friseur braucht, ein wenig im Salon herumwuselte und Sachen anfasste. Und das brünette Mimi war vergleichsweise superbrav, schrie nicht, schlug nicht um sich, sondern saß friedlich auf dem Stuhl, starrte in den Spiegel und rieb nur ein bisschen seine Schoggifinger in den Frisierumhang, was ich vertretbar fand, aber die Coiffeuse wurde total hektisch und sagte, sie habe nur diesen einen Umhang und noch acht Kunden am Nachmittag. Schließlich wurde das Mimi-Haar ohne Umhang und nicht ausnehmend virtuos geschnitten, weil die Friseurin abwechselnd an dem einen Mimi herum schnippelte und das andere von Sachen verscheuchte, und am Ende musste ich das Fransen-Mimi an den Fußknöcheln packen und ausschütteln, was es eher weniger goutierte. Immerhin hat die Coiffeurin nichts für den Haarschnitt verlangt, das fand ich fair und ließ ihr ein paar Euro Schmerzensgeld da für die erlittene Pein. Und nächstes Mal schneid ich die Mimi-Haare wieder selber, sag ich, untersteh dich, sagt Sedlacek, das Kind ist schon so gestraft genug, die Mutter immer irgendwo am Politisieren und dann auch noch Stirnfransen, und ich sag, ha, ha, ha.

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