So wild ist Bayern - Oliver Baunach - E-Book

So wild ist Bayern E-Book

Oliver Baunach

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Beschreibung

Wann hat Sie die Natur das letzte Mal mit offenem Mund und weit aufgerissenen Augen staunen lassen? Die Ausflugsideen in diesem Inspirationsband garantieren Ihnen diesen Effekt. Besuchen Sie 43 ausgewählte Naturwunder Bayerns – von Seen und Wasserfällen über Berge und Schluchten bis hin zu Wäldern und Wiesen – und geben Sie sich beeindruckt dem Wow-Erlebnis hin: zuerst über die Fotoeindrücke im Buch, dann live und in natura vor Ort.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 76

Veröffentlichungsjahr: 2022

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Oliver Baunach

So wild ist

BAYERN

Die spektakulärsten Naturwunder erleben

Inhalt

Vorwort

1Eibsee

Bora Bora in den Alpen

2Zugspitze

Weit entrückt

3Höllental

Der Himmel auf Erden

4Schachen

Ein königlicher Ausblick

5Partnachklamm

Ein Traum in Eis und Schnee

6Vorderriß

Wie gemalt

7Kuhfluchtfälle

Ein verstecktes Juwel

8Murnauer Moos

Einmalig

9Hochwanner

Atemberaubend

10Loisach & Co.

Wilde Wasser

11Eibenwald

Geheimnisvolle Baumwesen

12Schleierfall

Einfach märchenhaft

13Tassilolinde

Wundervoll eingebettet

14Ammergauer Alpen

Über Stock und Stein

15Neuschwanstein

Bayerns Gesamtkunstwerk

16Eichen

Einfach gigantisch

17Westliche Wälder

Dschungel & Co.

18Deuringer Heide

Bunte Vielfalt

19Nördlinger Ries

Kreisrund

20Altmühl

Der sanfte Fluss

21Donaudurchbruch

Vor dem Untergang bewahrt

22Eichstätt

Bei großen und kleinen »Drachen«

23Walberla

Schmetterlinge im Blumenmeer

24Fichtelgebirge

Von Riesenhand erschaffen

25Waldnaabtal

Sagenhaft schön

26Lerautal

In ganzer Pracht

27Garten Eden

Vor der eigenen Haustür

28Lauterachtal

Biologisches Füllhorn

29Velburg

Zauberhafter Burgberg

30Wolfstein

Vielfältige Oberpfalz

31Chambauen

Geheimnisvolle Flusslandschaft

32Wildgarten

Faszinierende Unterwasserwelt

33Tausendjährige Linde

Ein magischer Ort

34Kleiner Arbersee

Schwimmende Inseln

35Acht Tausender

An einem Tag

36Ilz

Die schwarze Perle

37Nationalpark Nr. 1

Wo der »Baimische« pfeift

38Ruckowitzberg

Ein stiller Platz

39Rißlochfälle

Wo der Wildbach rauscht

40Feuerpalfen

Weit- und Tiefblick hoch zehn

41Obersee

Spieglein, Spieglein an der Wand

42Röthbachfall

Der Allerhöchste

43Winklmoosalm

Pechschwarz

Register

Impressum

Sechsfleck-Widderchen auf Wiesen-Flockenblume

Die Naturwunder

Am Wasser

1Eibsee

5Partnachklamm

7Kuhfluchtfälle

10Loisach & Co.

12Schleierfall

20Altmühl

21Donaudurchbruch

26Lerautal

31Chambauen

34Kleiner Arbersee

36Ilz

39Rißlochfälle

41Obersee

42Röthbachfall

Fels

2Zugspitze

3Höllental

4Schachen

9Hochwanner

14Ammergauer Alpen

15Neuschwanstein

19Nördlinger Ries

23Walberla

24Fichtelgebirge

35Acht Tausender

37Nationalpark Nr. 1

38Ruckowitzberg

40Feuerpalfen

43Winklmoosalm

Pflanzen

6Vorderriß

8Murnauer Moos

11Eibenwald

13Tassilolinde

16Eichen

17Westliche Wälder

18Deuringer Heide

22Eichstätt

25Waldnaabtal

27Garten Eden

28Lauterachtal

29Velburg

30Wolfstein

32Wildgarten

33Tausendjährige Linde

Vorwort

Die Welt ist im Wandel. Noch vor wenigen Jahren waren Erderwärmung, Depressionen oder andere Aspekte einer sich immer schneller verändernden Gesellschaft zwar offensichtlich, aber für den Einzelnen oft nur am Rande von Bedeutung. Dies hat sich grundlegend geändert und die Geschwindigkeit und Intensität in unserem Alltag nimmt spürbar stetig zu.

Daher ist es allzu verständlich, dass wir Menschen nach einem Gegenpol suchen. Uns nach Ausgleich sehnen und Stille und Unberührtheit anstreben. Sei es im eigenen Garten oder auf Reisen und Exkursionen in Deutschland. Die Sehnsucht, Teil der Natur zu sein und in diese Ursprünglichkeit wieder einzutauchen, ist größer denn je.

Dafür soll dieses Buch Inspiration sein. Dabei geht es nicht um die genaue Beschreibung einzelner Touren. Dieses Buch ersetzt keine Wanderkarte. Sondern es macht neugierig auf 43 Naturwunder in Bayern, die außergewöhnlich sind und den Reisenden berühren – aber auch die Zerbrechlichkeit dieser Orte vor Augen führen.

Dabei hat meine Sammlung keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Es finden sich auch nicht zwangsläufig Superlative wie »der Tiefste« oder »die Schönste«. Es ist keine Wertung der wundervollen Plätze zu finden, die Eingang in dieses Werk gefunden haben. Vielmehr sollen die vorgestellten Berge, Seen, Wasserfälle oder Wiesen zeigen, wie vielschichtig Bayern ist, fernab von klassischen Reisezielen und Lederhosenromantik. Selbstverständlich findet auch der eine oder andere bekannte Ort Erwähnung. Doch am Ende sind es die zum Teil gänzlich unbekannten Ecken, die selbst Vielgereisten noch ein Lächeln auf die Lippen zaubern oder in Erstaunen versetzen. Die Angabe der »Frequentierung« gibt einen Hinweis darauf, ob ein Ort eher ruhig (1/10) oder sehr stark besucht (10/10) ist.

Seien Sie eingeladen, Bayern »neu« zu entdecken. Machen Sie sich mit »So wild ist Bayern« auf den Weg, die Alpen im anderen Licht zu sehen, ebenso wie den verwunschenen Bayrischen Wald, das Altmühltal, die Wälder in Franken und die Vielzahl an kleinen und großen Naturwundern, die dazwischen liegen.

Bei Ihrer Reise wünsche ich Ihnen viel Freude, noch mehr (Er)staunen und vor allem Ruhe und Besinnung für das, was wirklich wichtig ist und zählt.

Oli Baunach

Dem Himmel etwas näher …

1

Eibsee

Bora Bora in den Alpen

Manche Orte sind so schön, dass es einem fast die Tränen in die Augen treibt. Einer dieser magischen Orte ist der Eibsee auf gut 1000 Metern Höhe, am Fuße der Zugspitze im Wettersteingebirge. Als ob es nicht schon Auszeichnung genug wäre in unmittelbarer Nähe von Deutschlands höchstem Berg (2962 m) gelegen zu sein, so punktet der See vor allem durch sein intensives Farbenspiel aus Türkis, Indigo, Smaragd oder Azur. Man wähnt sich je nach Lichteinfall und Jahreszeit in Kanada oder in einer tropischen Südseelagune.

Blick zur Blauen und Schwarzen Wand

Entstanden ist der See erst vor rund 3500 Jahren durch einen gewaltigen Felssturz an der Nordwestflanke der Zugspitze. Die tiefste Stelle (ca. 34 m) befindet sich nordöstlich in der Nähe des angrenzenden Frillensees. Bemerkenswert ist die ungewöhliche Vielzahl an Inseln – acht insgesamt. Zurückzuführen ist dies ebenfalls auf den Abgang der Westflanke der Zugspitze. Da der Eibsee ein Blindsee ist, hat er keinen nennenswerten Zu- oder Abfluss. Gespeist wird der See weitgehend unterirdisch bzw. durch die Schneeschmelze. Zur Namensgebung gibt es zwei Versionen. Zum einen sollen früher Eiben in größerer Anzahl am Ufer vorhanden gewesen sein. Diese waren jedoch im Mittelalter aufgrund ihres flexiblen Holzes zur Bogenherstellung sehr begehrt (siehe auch Kapitel 11). Andererseits sind Eiben äußerst giftig und waren daher bei den Viehbauern wenig beliebt. Die andere Variante bezieht sich auf die Ableitung des lateinischen Namens für den Alpensteinbock (lat. Capra ibex). Mit 8,8 Kilometern Umfang lässt sich der See auf einem gut ausgebauten Wanderweg je nach Kondition in etwa zwei Stunden umrunden. Ein besonderer Tiefblick bietet sich vom Grat entlang der Blauen und Schwarzen Wand mit einem kurzen Abstecher zur 1460 Meter hoch gelegenen Hochthörlehütte.

INFOS

FREQUENTIERUNG: 8/10

TIPP: Der See ist mit dem Auto von Garmisch-Partenkirchen aus in 15 Minuten zu erreichen. (Gebührenpflichtige) Parkplätze sind vorhanden.

AUSGANGSPUNKT: Am Eibsee 1, 82491 Grainau

GPS: 47°27'26.5"N 10°59'28.3"E

VIDEO/WEBLINK:https://youtu.be/vaIrFqmJyaI

Schillernde Bucht am Eibsee

2

Zugspitze

Weit entrückt

Über Deutschlands höchsten Berg zu schreiben, hieße Eulen nach Athen zu tragen. Kaum ein Berg ist hierzulande so bekannt wie die 2962 Meter hohe Zugspitze. Kaum einer weckt solche Begehrlichkeiten, auch einmal auf »Top of Germany«, so der Slogan, zu stehen und sei es nur nach einer Fahrt hinauf, mit einer der diversen Bergbahnen. So leicht der Weg damit auch ist, so schade ist es auch, denn damit verliert der beeindruckende Berg teilweise seinen Zauber. Wer sich jedoch als echter Bergsteiger auf den Weg macht, der kann zwischen drei klassischen Routen wählen. Alle anspruchsvoll, alle schweißtreibend und alle mit einem garantierten Adrenalinkick.

Geheimnisvolles Alpenglühen

Nachweislich im Jahr 1820 von Josef Naus erstmals bestiegen, zieht der höchste Gipfel des Wettersteingebirges Jahr für Jahr Naturfreunde in seinen Bann. Zu Lebzeiten von Naus schafften es gerade einmal 22 Menschen auf den höchsten Punkt Deutschlands, darunter 1853 Karoline Pitzner als erste Frau. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren es bereits um die 10 000. Heutzutage sind es mehrere Hunderttausend. Wer das Außergewöhnliche sucht, über eine enorme Kondition verfügt sowie sich acht bis zehn Stunden (tritt)sicher auf schmalsten, ausgesetzten Graten bewegen möchte, der kann sich über den Jubiläumsgrat auf den Weg machen. Auf der Tour, die normalerweise von der Zugspitze zur Alpspitze führt, lässt sich die wilde und ungezähmte Schönheit des Bergmassivs hautnah erfahren. Unglaublich beeindruckende (Tief-)Blicke sind garantiert – manche Stellen bieten gerade mal eine Handbreit Trittfläche – links und rechts davon mehrere Hundert Meter steiler Fels. Dass so eine Tour nicht für Anfänger geeignet ist, soll an dieser Stelle ausdrücklich Erwähnung finden!

INFOS

FREQUENTIERUNG: 10/10

TIPP: Wer einen besonders reizvollen Ausblick erleben möchte, der wandert von Grainau aus auf den Hohen Ziegspitz. Alle Größen des beeindruckenden Massivs breiten sich vor einem aus: Riffelwandspitze, Schönangerspitze, Waxenstein und Manndl.

AUSGANGSPUNKT: Großparkplatz Seefeldweg am Fuß der Zugspitze

GPS: 47°27'22.1"N 10°59'36.2"E

VIDEO/WEBLINK:https://youtu.be/oHKmyZwcZUk

Schneebedeckte Gipfel des Wettersteinmassivs

3

Höllental

Der Himmel auf Erden