Solange wir leuchten - Niko Papadakis - E-Book

Solange wir leuchten E-Book

Niko Papadakis

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Beschreibung

Mit diesen Gedichtzyklen möchte ich Sie an einer inneren Reise teilhaben lassen. --Du sollst mein Glücksstern sein-- entstand aus Momenten der Nähe und aus dem Versuch, festzuhalten, was sich dem Festhalten entzieht. --Station 5.1--hingegen führt in Räume, in denen sich der Körper verändert, die Sprache stiller wird, und das Wesentliche oft nur noch zwischen den Zeilen existiert. Ich habe diese Texte geschrieben, um etwas zu verstehen und um nicht zu verstummen. Es geht um Träume, die an die Realität stoßen, um das Licht, das manchmal bleibt, wenn alles andere geht. Um Verletzlichkeit. Und darum, wie daraus Stärke wachsen kann, sehr oft ganz leise. Die Gedichte sind persönlich, aber nicht privat. Vielleicht finden Sie sich in ihnen wieder. Vielleicht auch nicht. Aber wenn Sie beim Lesen einen Gedanken lang innehalten, einen anderen Blickwinkel einnehmen oder für einen Augenblick nicht allein sind, dann hat sich etwas erfüllt. Danke, dass Sie mitkommen.

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Seitenzahl: 104

Veröffentlichungsjahr: 2025

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Vorwort:

Mit diesen Gedichtzyklen möchte ich Sie an einer inneren Reise teilhaben lassen.

„Du sollst mein Glücksstern sein“ entstand aus Momenten der Nähe und aus dem Versuch, festzuhalten, was sich dem Festhalten entzieht.

„Station 5.1“ hingegen führt in Räume, in denen sich der Körper verändert, die Sprache stiller wird, und das Wesentliche oft nur noch zwischen den Zeilen existiert. Ich habe diese Texte geschrieben, um etwas zu verstehen und um nicht zu verstummen.

Es geht um Träume, die an die Realität stoßen, um das Licht, das manchmal bleibt, wenn alles andere geht. Um Verletzlichkeit. Und darum, wie daraus Stärke wachsen kann, sehr oft ganz leise.

Die Gedichte sind persönlich, aber nicht privat.

Vielleicht finden Sie sich in ihnen wieder.

Vielleicht auch nicht. Aber wenn Sie beim Lesen einen

Gedanken lang innehalten, einen anderen Blickwinkel einnehmen oder für einen Augenblick nicht allein sind, dann hat sich etwas erfüllt.

Danke, dass Sie mitkommen.

Lektorat: Helga Papadakis

Titelbild auf Basis von Image Creator

Inhalt:

Solange wir leuchten

Das Meer der Unerschütterlichkeit

Denke an mich

Der Geschmack der Gleichgültigkeit

Der Traum der Farben

Gazastreifen 2025

Liebe und der Geschmack des Rums

Mein Griechenland

Scham

Sackgasse der Visionen

Zeitlose Sehnsucht

Im Haus des Tees in der Wüste

Am Abend

Die Kapriolen der Erinnerung

Wahnsinn ohne Wiederkehr

Die Jahreszeiten des Herzens

Ich bin mir nicht sicher

In der Dämmerung

Geysire

Ich verharre

Die Heiligenbilder

Genau betrachtet

Der Morgen öffnete den Vorhang

Ich befinde mich in der Kemenate

Braun braun braun blüht

Die Bilder an den Wänden

Eines Tages

Donald John Trump

Mit Kronleuchtern und Fahnen

Mein Vater

Tränen

Der erste Eindruck

Die Farben der Hoffnung

Die Urne

Du sollst mein Glücksstern sein

Symi an einem Julitag

Flammen durchdringen die Dunkelheit

Wahre Menschenfreunde

Ich hatte keine Angst

Martin Luther King

Die Felsen erzählen

Die Welt um uns

Perseus

Arkalohori

Syntagma Platz kurz nach Mitternacht

Die Mauer steht noch

Jedes Ende

Der Spiegel

Dein Leben ist mein Leben

Die Suche nach Antworten

Marvel

Teil 2 --- Station 5.1

Kurze Vorstellung

Bisher erschienen

Solange wir leuchten

Solange wir leuchten,

atmen wir durch fremde Filter

Glaslungen, flimmerndes Sternmehl

im Flur der verschobenen Tage.

Die Zeit tropft in Kammern,

schräg und unentschlossen.

Die Nacht trägt ein blutloses Kleid

aus Neon und Papier

Du sprichst in Morsezeichen,

dein Puls ist eine Melodie,

die ich vergesse,

während ich ihr lausche.

Du warst mein Glücksstern

ein flüchtiger Planet

in der Umlaufbahn des Verschwindens.

Und wenn die Dunkelheit kam,

blieb es an deinem Namen hängen

wie Licht an einer Narbe.

Teil 1Du sollst mein Glücksstern sein

DAS MEER DER UNERSCHÜTTERLICHKEIT

Das Meer ist unerschütterlich

Seine Wellen schlagen

beständig gegen die Küsten,

unbeeindruckt von den Stürmen,

die die Welt erschüttern.

Das Meer spiegelt den Himmel wider

und steht für die Unendlichkeit,

während die Erde

in chaotischen Tänzen versinkt,

Chorowod, Boogie-Woogie und Dondollari erinnern

an Führer wie Putin, Trump und Kim Jong-Un

die, die Zerstörung choreografieren.

An diesem Ort, wo die Wellen toben,

leben die Humanisten,

Cicero möchte ich hier erwähnen

Und sein Streben nach Bedeutung

Das alles um ihn herum vergaß

Diese Menschen,

mit ihren unbeweglichen Ansichten,

scheinen das Echo einer Ära zu sein,

die 85v. Chr. und 1933 begann.

Ihre Ideen sind wie Steine,

die ins Wasser fallen

und unauffindbar verschwinden

unfähig sich zu verändern.

Sie schaffen eine Art von Stillstand,

eine lähmende Routine,

die alles Lebendige erstickt

und die Kreativität blockiert.

Ich fühle mich wie ein Schiff,

das in stürmischen Gewässern treibt,

gefangen im Netz des Schicksals,

aus dem ich nicht entkommen kann.

Die Strömung zieht mich immer weiter

in die Untiefen

wo die Schatten der Vergangenheit lauern

fragend nach dem Warum und Wohin.

Das Meer, mit seiner unerschütterlichen Präsenz,

ist zugleich mein Zeuge und mein Gefängnis.

Es flüstert mir Geheimnisse zu,

die in den Wellen verborgen sind.

Ich spüre, dass es mehr gibt als Zerstörung.

Doch die Humanisten

hören nicht auf das Rauschen der Wellen.

Sie sehen nur die Gischt, die aufsteigt.

So stehe ich hier,

zwischen den Wellen und Gedanken,

zwischen dem unerschütterlichen Meer

und der chaotischen Welt,

auf der Suche nach einem Funken Hoffnung,

der mir zeigt,

dass es einen Ausweg

aus dem Spiel des Schicksals gibt.

DENKE AN MICH

Denke an mich, Herr,

denn ich stehe hier,

in der Stille der Unentschlossenheit,

weder nach links noch nach rechts,

weder oberflächlich noch tief,

sondern unermesslich im Zentrum,

ein Pendel, das schwingt,

unfähig, eine Entscheidung zu treffen,

eingeklemmt zwischen den Extremen,

wo Worte ihre Schärfe verlieren

und Gedanken

die immer nur ins Leere fallen.

Vergiss mich, Herr,

denn meine Sünden sind nichts

als ein flüchtiges Spiel der Veränderung,

ein ständiges Werden und Vergehen.

Denke an mich, Herr,

Bin gefangen

In eine schimmernde Illusion,

die das Licht bricht und zerstreut,

die Wahrheit in Fragmente zerlegt.

Und ich stehe hier,

ein Zeuge deiner Gedanken

der die Stille umarmt,

während sich die Welt weiterdreht.

Es gibt keine letzte Versuchung,

keine süße Verlockung,

die das Herz in den Abgrund zieht.

Die Versuchungen sind Schatten,

die uns umgeben,

die uns zuflüstern,

dass wir uns

in den Strömungen des Lebens

verlieren sollen.

Ich halte inne,

in der Mitte,

und atme die Gefühlskälte der Einsicht ein.

Denke an mich, Herr,

in der Unendlichkeit des Moments,

wo das Jetzt die Vergangenheit umarmt

und die Zukunft zerbricht.

Ich bin hier,

in der Stille zwischen den Worten,

in der Leere, voller Möglichkeiten

und in der Tiefe,

während ich auf die Grenze

der Erkenntnis schaue,

wo jede Einheit sich auflöst

und die Wahrheit verweilt.

DER GESCHMACK DER GLEICHGÜLTIGKEIT

In einem Raum, dessen Boden

aus Erinnerungen besteht

dessen Wände mit zerknüllten Träumen

tapeziert ist, steht ein Kamin.

Dieser Rauch schlingt sich durch die Luft

wie unausgesprochene Gedanken.

Der süß-bittere Geschmack der Gleichgültigkeit

schleicht sich in meine Sinne,

ähnlich dem Ouzo, der nach Anis schmeckt.

Ein Schluck davon lässt die Welt

verschwommen erscheinen;

die Farben verlieren ihre Klarheit,

während der Rauch

die Konturen der Realität verwischt.

Vor mir liegt eine Finanzanalyse,

die sich aus leeren Zahlen

und unerfüllten Versprechen zusammensetzt.

Diese Zahlen tanzen vor meinen Augen,

ungreifbar und flüchtig,

während ich versuche,

die Bedeutung zu begreifen.

Doch alles bleibt ein Rätsel,

das im Nebel der Bedeutungslosigkeit

verloren geht.

Meine Gedanken kreisen wie Motten

um eine schwache Flamme,

und ich frage mich,

ob ich jemals den richtigen Weg finden werde.

Das Leben selbst wird im Rauch vergehen,

unbemerkt und leise,

wie der Schatten eines Traumes,

der niemals Realität wird.

Ich blicke nach draußen,

wo der Morgen in den Sternen steht,

verborgen hinter einem Dämmerungsvorhang.

Die Sterne flüstern Geheimnisse,

die ich nicht hören kann,

die Stille um mich herum wird zur Melodie

ohne Notenschlüssel

In diesem surrealen Moment fühle ich mich

sowohl verloren als auch befreit,

gefangen in einem Spiel

aus Licht und Schatten,

in dem das Unbekannte

auf die vertraute Einsamkeit trifft.

Ich frage mich,

ob der Geschmack der Gleichgültigkeit

vielleicht doch ein Teil des Lebens ist

ein bittersüßer Tropfen,

der uns daran erinnert,

dass wir alle in diesem Nebel

voller Ungewissheit

miteinander verbunden sind.

Aus dem off höre ich:

Während der Fermentation werden die Proteine in

den Kakaobohnen hydrolysiert, was zu einem Anstieg

an freien Aminosäuren führt.

DER TRAUM DER FARBEN

Lass die Dinge sich drehen wie in einem Kaleidoskop,

in dem die Realität ständig neu arrangiert wird.

Unsere Geschichten werden irgendwann

ihre Farben verändern,

ähnlich wie ein Bluterguss am Arm

während die Zeit sanft darüber hinwegzieht.

Ein Prozess Verlieren und Finden,

ein Tanz zwischen Licht und Schatten,

wo die Grenzen zwischen Vertrautem

und Unbekanntem verschwommen sind.

Ein Vogel schwebt durch den Himmel,

seine Flügel aus Tinte und Licht,

verlieren sich in der endlosen Weite.

Er sucht nach Zielen,

die einst klar und deutlich waren,

aber jetzt nur noch flüchtige Silhouetten

im Nebel der Ungewissheit.

Sein Flug ist ein Symbol für Freiheit

ein stetiger Kampf gegen die Schwerkraft

Die Welt um ihn herum pulsiert in digitalen Bildern

Ein Baum, der aus bunten Träumen emporwächst,

Ein Fluss, der nicht fließt,

sondern sich in spiralförmigen Bewegungen windet,

als wollte er die Zeit selbst herausfordern.

Und die Wolken tanzen in einem Wechselspiel

von Licht und Dunkelheit,

als wüssten sie um die Geheimnisse des Himmels.

In diesen Momenten,

in denen das Helle mit dem Dunklen verschmilzt,

wird die Realität erkennbar,

und so verstehen wir,

dass das Leben ein ständiger Kreislauf ist.

Wir verlieren uns, nur um uns selbst wiederzufinden

in den schimmernden Reflexionen unserer Träume.

Die Farben verändern sich, und wir lernen,

die Schönheit im Wandel zu erkennen,

im flüchtigen Augenblick der Transformation,

wo alles möglich, aber nichts gewiss ist.

GAZASTREIFEN 2025

Hier, an der Stätte des Massakers,

wo Reisende den Tod herbeisehnen,

liegt die Stille schwer wie ein Vorhang.

Die Wege sind rar

die Luft dünn

kein Entrinnen in den Bergen.

Die Gedanken schwimmen blind in Tiefen

während schreckliche Schreie die Stille durchbrechen.

Die Zeit steht still,

Erinnerungen geistern umher.

Die gespenstischen Berge

sind stumme Wächter der Vergangenheit,

und die schrecklichen Echos

vergangener Schreie tragen die Erde.

Reisende verlieren sich

gefangen in einem unverständlichen Spiel,

ihre Wege verflüchtigen sich

wie Schatten im Sand.

Hier, wo die Dunkelheit

wie ein Nebel schwebt,

gibt es kein Entkommen,

nur ein göttliches Ertrinken

in der Vergangenheit.

Jeder Atemzug wird zum Kampf,

während die Realität

zu einem Traum wird,

aus dem es kein Erwachen gibt.

Die Berge, die wie Wächter

der Vergangenheit stehen,

sind stumm und unbarmherzig,

und die Luft ist so dünn.

Die Berge hier bestehen aus Sand und Dünen

Hier, wo das Blut heult,

und die Dunkelheit wie ein Nebel

über den Gedanken schwebt,

ist kein Entrinnen,

aus den sandigen Tiefen der Erinnerung.

Das nächste Kleinkind wird

In wenigen Minuten den Hungertod erleiden.

LIEBE UND DER GESCHMACK DES RUMS

Die Liebe ist offen und unbeschwert,

auch wenn viele sie leugnen.

Sie ist wie ein Sonnenstrahl,

der plötzlich durch die Wolken bricht

unerwartet und ungebeten,

aber dennoch warm und lebendig.

Sie tanzt in den Herzen der Menschen,

flüstert den Einsamen zu und verwebt Träume

und Hoffnungen

zu einem bunten Teppich des Lebens.

Der Rum hat seinen eigenen Weg;

er fließt durch die Gläser

wie ein goldener Fluss,

der Geschichten erzählt

von Nächten voller Lachen

und von Sehnsüchten,

die im Dunkeln erblühen.

Er trägt sowohl die Bitterkeit der Enttäuschungen

als auch die Süße der Augenblicke,

in denen die Zeit stillsteht und die Herzen im

Rhythmus der Musik schlagen.

Doch der Zauber verblasst

wenn die Dämmerung einsetzt.

Die Realität schleicht sich heran,

wie ein Schatten der Nacht,

der die Farben der Freude raubt.

Die einst geflüsterten Worte verhallen in der Stille,

und die warmen Umarmungen

verwandeln sich in Erinnerungen,

die wie vergilbte Fotos an der Wand hängen.

Maria Kalogeropoulou

weint in der Stille ihrer Gedanken.

Ihre Tränen drücken aus, was nicht gesagt wurde

die Liebe, die wie ein zerbrechlicher Schmetterling

in der Hand zerdrückt wurde.

Sie weint um verlorene Chancen, um Augenblicke,

die nicht festgehalten werden konnten,

um Träume, die im Nebel verschwanden.

Doch in dieser Trauer

gibt es einen Funken Hoffnung.

Denn die Liebe ist aufgeschlossen

sie findet stets ihren Weg,

Sie lehrt uns, die Bitterkeit zu erkennen,

damit wir die Süße umso mehr wertschätzen.

In den Tränen von Maria blüht die Möglichkeit

eines neuen Morgens,

an dem die Liebe erneut erblühen kann

wie der Frühling nach einem langen Winter.

Maria Callas (eigentlich Maria Anna Cecilia Sofia

Kalogeropoulou,

* 2. Dezember 1923 in New York City

† 16. September 1977 in Paris)

war eine griechische Sängerin. Sie war eine der

bedeutendsten Sopranistinnen des 20. Jahrhunderts.

MEIN GRIECHENLAND

Mein Griechenland hat mich nicht enttäuscht,

die Armut spricht hellenisch

erzählt Geschichten aus vergessenen Gassen,

in die die Sonne nicht dringt.

In den verworrenen Straßen habe ich mich integriert,

aber meine Individualität entglitt

wie Sand zwischen den Fingern.

Ich verlor mich in den Klängen der Bouzouki

und in den lebhaften Farben der Märkte,

wo das Leben voller Energie pulsiert

und zugleich stillsteht.

Den Mann,

der meine Jugend auf seinen Schultern trug,

ließ ich zurück,

als wäre er ein Schatten,

der in der Dämmerung verschwindet.

Wenn ich meine Augen öffne,

sehe ich die Ehre an erster Stelle,

strahlend und fest

wie ein Leuchtturm in der Dunkelheit.

Doch hinter dieser Fassade

lodert ein unbändiges Feuer,

das zugleich wärmt und verbrennt.

Es ist ein verzweifeltes Spiel,

ein Tanz zwischen Hoffnung und Verzweiflung.

Ich umarme die Kälte der Realität

Obwohl ich weiß,

dass diese Anerkennung

oft nur ein trügerisches Licht ist,

fühle ich mich wie ein lebendiger Mensch,

der in einer Welt voller Geister gefangen ist.

In den Augen der anderen

spiegelt sich die Melancholie meiner Seele,

und ich erkenne,

dass wir alle in diesem Spiel gefangen sind,

im Zustand zwischen Sein und Nichtsein.