Spice Up Your Food - Susann Kreihe - E-Book

Spice Up Your Food E-Book

Susann Kreihe

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Beschreibung

Dieses Kochbuch präsentiert 55 alltagstaugliche Rezepte, die das Problem einer ganz besonderen Resteverwertung auf leckere und leichte Art lösen: Manchmal, wenn man etwas ausgefallenes kocht, braucht man diverse (orientalische) Gewürze, zum Beispiel Ajowan, Arganöl, Baharat, Harissa, Raz el Hanout, Sumach, Zatar. Die orientalischen Aromen vereinen die Gerichte in diesem Buch mit heimischen Zutaten eine perfekte Symbiose! Unkompliziert, einfach und schnell so kochen wir am iebsten!

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Spice Up Your Food

55

Lieblingsgerichte mitorientalischen Gewürzen

Susann KreiheFotografie: Amalija Andersone

INHALT

Vorwort

DIE GEWÜRZPORTRÄTS

AJOWAN

BERBERITZEN

GRANATAPFELSIRUP

HARISSA

KURKUMA

RAS EL-HANOUT

ROSENWASSER

SALZZITRONEN

SUMACH

ZATAR

DIE REZEPTE

AJOWAN

Gegrillter Zucchinisalat mit Kernen und Ajowan

Scharfe Linsensuppe mit Ajowan und gebratener Chorizo

Gemüsecurry mit Ajowan und Tofu

In Ajowan-Öl gebratener Heilbutt mit Spinatgemüse

Putenbällchen mit Ajowan und Tomaten-Bulgur

BERBERITZEN

Rindersatés mit Berberitzen-Honig-Glasur auf Feldsalat

Garnelenpfanne mit Berberitzenreis

Lammragout mit Berberitzen und Raita

Sauerbraten mit süßsaurer Berberitzensauce und Brotknödeln

Berberitzen-Nuss-Brot

Schoko-Berberitzen-Scones

GRANATAPFELSIRUP

Grüne Salatplatte mit Granatapfelsirup-Dressing

Putensteaks auf gebratenem Radicchio mit Granatapfelsirup

Flanksteak in Granatapfel-Rosmarin-Sirup auf Bohnenpüree

Lammspieße mit Zwiebel-Granatapfelsirup-Chutney und Ajvar-Reis

Mit Granatapfelsirup getränkter Orangenkuchen

HARISSA

Harissa-Bulgur-Suppe

Überbackener Halloumi mit Harissa und Tomaten

Gemüsebowl mit Harissa-Garnelen

Süßscharfes Harissa-Gemüse mit Lachs

Rindergulasch mit Harissa

KURKUMA

Golden Morning Smoothie Bowl

Gefüllte Kurkuma-Eier

Kurkuma-Fish-Bites mit Fladenbrot und Dip

Hähnchen-Drumsticks in Kurkuma-Kokos-Sauce mit Couscous

Kurkuma-Brioche

Goldene Amerikaner

RAS EL-HANOUT

Gebratene Paprika mit Ras el-Hanout

Karottensuppe mit gerösteten Ras-el-Hanout-Nüssen

Ofen-Süßkartoffeln mit Sour Cream und Ras-el-Hanout-Tomaten-Salsa

Hähnchen-Burger mit Ras el-Hanout

ROSENWASSER

Jakobsmuscheln mit Rosenwasser und Vanille auf Lauchgemüse

Lachsfilet in Basilikumöl auf scharfen Spaghettini mit Rosenwasser

Rosenwasser-Joghurt-Creme mit Himbeeren und weißer Schokolade

Rhabarber-Rosenwasser-Muffins

Rosenwasser-Pralinen

Erdbeer-Rosenwasser-Limes

SALZZITRONEN

Garnelen-Antipasti mit Salzzitronen

Salzzitronen-Risotto mit gebratenen Kräuterseitlingen

One Pot Pasta Soup mit Salzzitronen, Lachs und Kirschtomaten

Sandwich mit Hähnchenbrust, Avocado und Salzzitronen

Rinderragout mit Salzzitronen und Auberginengemüse

Salzzitronen-Cheesecake

SUMACH

Melonen-Gurken-Salat mit Quinoa und Sumach

Gemüse-Crostata mit Sumach

Sumach-Couscous mit Garnelen und Sojabohnen

Sumach-Hackbällchen mit Koriander und Datteln auf Linsengemüse

Hefekranz mit Sumach, getrockneten Aprikosen und Walnüssen

ZATAR

Zatar-Frischkäse-Bällchen mit gegrilltem Pfirsich

Karotten in Zatar-Marinade

Tomaten-Ricotta-Brot mit Zatar-Öl

Saiblingsfilet mit Zatar-Röstkartoffeln vom Blech und Avocadodip

Hähnchenschnitzel mit Zatar-Kruste, grünem Spargel und Zitronensauce

Geschnetzeltes mit Zatar, Orecchiette und Pilzen

Ofenfrisches Fladenbrot mit Zatar und Olivenöl

Register

Über die Autorin und die Fotografin

Impressum

VORWORT

Wir leben in einer Welt voller wunderbarer Rezepte aus aller Herren Länder. Zwischen den Küchen der verschiedenen Kulturen gibt es mittlerweile keine Grenzen mehr. Das eröffnet unserem kulinarischen Angebot ein Feld, das schier unerschöpflich scheint. Neben Restaurants, Foodtrucks und Zeitschriften sind es vor allem Kochbücher, die es uns ermöglichen, in eine fremde Welt der Düfte, Geschmäcker und Aromen einzutauchen. Manchmal scheint es fast zu viel des Guten zu sein, weil die Fülle gar nicht mehr zu greifen ist. Länder wie Israel, Marokko oder Tunesien sind nur drei von vielen namhaften Beispielen, bei denen sogleich wunderbare Bilder im Kopf entstehen und die Nase förmlich zu riechen scheint, was dort aus den Kochtöpfen dampft. Dank unserer vernetzten Welt können wir jedoch jederzeit auf fremdländische Gewürze und Würzzutaten zugreifen, sei es beim Stöbern auf dem Gewürzmarkt in Casablanca oder in der individuellen Gewürzmanufaktur nebenan. Auch eine große Anzahl an gut sortierten Läden oder Internetshops bietet an, was das Sehnsuchtsherz begehrt.

Alle lieben die orientalische Küche mit ihren besonderen Aromen. Wer hin und wieder eines ihrer Rezepte kocht, braucht eine Fülle von Zutaten: Ajowan, Berberitzen, Kurkuma, Raz el-Hanout, Salzzitronen, Sumach, Zatar … Einmal gekauft, lagern diese Gewürze und Zutaten dann im Vorratsschrank und man weiß nicht so recht, wie man sie verbrauchen soll. Denn so oft kocht man dann doch wieder nicht orientalisch. Genau hier setzt dieses Kochbuch an: Es bietet zu jedem Gewürz die besten Rezepte – hin und wieder original wie im Orient, aber meist an die hiesige Küche angepasst, schnell und unkompliziert.

Diese tollen Zutaten einfach in die Alltagsküche zu integrieren, hat in vielerlei Hinsicht einen Mehrwert. Zum einen verwenden wir die Gewürze und Würzzutaten regelmäßiger, sodass sie nicht verderben. Zum anderen bekommen bekannte Gerichte ein ganz neues Gesicht und verlieren etwas von ihrem Alltags-Einerlei. Die Rezepte in diesem Buch sind bodenständig, einfach und schmecken Tag für Tag – und bekommen durch eine orientalische Zutat eine besondere Raffinesse.

AJOWAN

Die kleinen braunen bis auberginefarbenen Körner kennt man bei uns auch unter den Bezeichnungen Indischer Kümmel oder Königskümmel. In der arabischen und indischen Küche wird Ajowan gern und oft eingesetzt. Sein Aroma erinnert stark an Thymian in Kombination mit etwas Kümmel und auch Kreuzkümmel. Sein intensiver Geschmack ist leicht scharf und bitter. Er gibt Gerichten eine feine bittere Note, die sich beim Kochen abmildert. Intensivere Aromen entwickelt Ajowan, wenn er zerstoßen und in etwas Öl oder Butter angeröstet wird. Seine wohltuende Wirkung ist vor allem in Indien geschätzt, weshalb er dort in Linsen- und Bohnengerichten ein Muss ist. Ajowan passt ausgezeichnet zu Fleisch, besonders zu Schmorgerichten, aber auch zu Wurzelgemüse oder in Gewürzbutter. Auch Fischgerichte vertragen die leichte Bitternote ausgesprochen gut.

Kaufen Sie Ajowan unbedingt als ganze Samen und verwenden Sie sie im Ganzen oder gemörsert. Ajowan ist zudem in vielen arabischen Würzmischungen enthalten.

AUFBEWAHRUNG

Bewahren Sie die Ajowan-Samen gut verschlossen in kleinen Dosen, dunkel und möglichst kühl auf.

WOZU PASST AJOWAN?

Ideen für den Küchenalltag

Mixed Pickles

geschmortes Geflügel

Pilaw oder Risotto mit Fenchel

herzhafte Pfannkuchen

eingelegter Feta

dunkles Brot und Fladenbrot

herzhaftes Mürbeteiggebäck

Hummus (Kichererbsencreme)

Dhal und andere Linsensuppen

Fischsuppe

Kartoffelsuppe und Suppen aus Wurzelgemüse

Bratkartoffeln

Blumenkohl aus dem Ofen

mariniertes Geflügel oder Rind

BERBERITZEN

Die kleinen roten, getrockneten Früchte des Berberitzenstrauchs haben ein säuerliches Aroma. Sie wachsen auch bei uns und so könnte es durchaus sein, dass dieser tolle Strauch auch in Ihrem Garten steht. Vergewissern Sie sich in diesem Fall, dass es sich um eine essbare Variante handelt.

Berberitzen schmecken säuerlich, fruchtig und etwas herb. Der gesamte Orient schätzt die Beeren zum Würzen von Reis- und Couscous-Gerichten sowie zum Säuern von Füllungen und Eintöpfen. In der persischen Küche brät man die kleinen Kraftpakete in etwas Butter und Zucker oder in Honig an; leicht karamellisiert kommen sie direkt auf den fertig gegarten Reis. Ausprobieren lohnt sich! Süß und säuerlich zugleich harmonieren sie wunderbar mit vielen Gerichten. Eine Prise Chilipulver oder Cayennepfeffer vollendet das Aroma.

AUFBEWAHRUNG

In verschließbaren Dosen, dunkel und trocken aufbewahrt, halten Berberitzen mehrere Monate.

WOZU PASSEN BERBERITZEN?

Fruchtige Gesellen für Ihre Küche

Müslimischungen und Porridges

Gemüse oder Obstbowls

Reis- und Couscous-Gerichte

Schmorgerichte mit Geflügel und Rind

Saucen, Dips und Aufstriche

Kuchen, Gebäck und Füllungen für Tartes

Süßspeisen mit Joghurt, Mascarpone oder Quark

Pudding

GRANATAPFELSIRUP

Der Granatapfel ist die Frucht der Liebe. Sein intensives Rot ist ein Blickfang auf jedem Teller. Aus den saftigen Kernen wird ein leuchtender, fruchtiger, leicht säuerlicher Sirup gewonnen. Neben dem Saft enthält dieser meist Zucker und Wasser. Die Vielzahl an angebotenen Sorten reicht von naturnahen, hochwertigen und daher hochpreisigen Sirups bis hin zu solchen, in denen kein natürlicher Granatapfel vorkommt. Das sind vor allem Getränkesirups unter dem Namen Grenadine. Sie werden in Bars zur Herstellung von Cocktails verwendet.

In der türkischen Küche ist Granatapfelsirup unter dem Namen nar ekşisi beliebt. Er wird auch als türkischer Balsamico bezeichnet. In sehr guter Qualität enthält er den reinen, eingekochten Saft der ausgepressten Kerne. Sehr zu empfehlen! Auch hier finden Sie im Regal Sorten, die nur Zucker, Wasser, Säuerungsmittel, Aroma-, Farb- und Zusatzstoffe enthalten.

Werfen Sie also ruhig einen kritischen Blick auf das Etikett.

AUFBEWAHRUNG

Die angebrochene Flasche wird am besten verschlossen im Kühlschrank aufbewahrt. In Gewürzläden sind meist kleinere Mengen (150–250 ml) zu finden, im Supermarkt eher Flaschen mit bis zu 500 ml. Wenn Sie erst Gefallen gefunden haben an dieser unwiderstehlich fruchtigsäuerlichen Note, werden Sie schnell Nachschub brauchen.

WOZU PASST GRANATAPFELSIRUP?

Ein Schuss Fruchtigkeit und Frische für den Alltag

Süßspeisen mit Joghurt, Quark, Mascarpone oder Frischkäse

Dressings und Vinaigrettes

Dips und Aufstriche

Gerichte mit Lamm, Geflügel und Fisch

Meeresfrüchte, Krustentiere und Garnelen

Gebäck, Kuchen, Muffins, Kuchenfüllungen

Smoothies, Lassis, Milchshakes, Eistee

HARISSA

Die scharfe Würzpaste stammt aus Nordafrika. Ihre Schärfe bekommt sie von getrockneten oder frischen Chilischoten. Als Würzmittel enthält Harissa außerdem Zutaten wie Knoblauch, Salz, Kreuzkümmel oder Koriander.

Auch Minze, Zitronensaft oder Olivenöl können enthalten sein. Die Pasten sind unterschiedlich scharf und sollten nach eigenem Gusto und Verträglichkeit eingesetzt werden. Milderen Sorten wird Tomatenmark beigemischt: für Schärfe-Anfänger sehr zu empfehlen, da die meisten Sorten unserem Verständnis von scharf nicht entsprechen. Pulverisiert oder mit Olivenöl zu einer Paste angerührt ist Harissa im Handel erhältlich und in Tuben, Gläsern oder kleinen Dosen zu finden.

In der arabischen Küche wird Harissa vor allem in Suppen und Eintöpfen verwendet, in den Ländern Nordafrikas, etwa in Marokko oder Tunesien, gibt es die Würzpaste zu fast jeder Mahlzeit und wird dafür frisch zubereitet. Harissa kann man in der Tat gut selber herstellen. Dazu 50 g getrocknete Chilischoten 1 Stunde in heißem Wasser einweichen, dann abgießen und gut abtropfen lassen. Mit 2 geschälten Knoblauchzehen, 1 TL zerstoßenem Kreuzkümmel, 4 Stängeln frischem Koriander und ½ TL Salz im Mörser fein zerreiben. Anschließend 50 ml Olivenöl untermischen. In ein sauberes Schraubglas füllen, mit etwas Olivenöl bedecken und im Kühlschrank aufbewahren (2–3 Monate).

AUFBEWAHRUNG

Nach dem Öffnen wird Harissa im Kühlschrank gelagert. Es ist dann mehrere Monate haltbar. Praktisch sind Tuben, die wiederverschließbar sind, oder kleine Schraubgläser. Harissa in Konservendosen sollte nach dem Öffnen umgefüllt werden, da es sonst oxidieren kann.

WOZU PASST HARISSA?

Scharfer Alltagsbegleiter

Dips, Aufstriche und (Grill-)Saucen

Marinaden für Fisch und Fleisch

Schmorgerichte mit Rind, Lamm oder Geflügel

Reisgerichte

Pasta

Fleischfüllungen und Hackfleischgerichte

KURKUMA