Inhaltsverzeichnis
HEYNE <
Einleitung
TEIL I - Kleine Spielideen, die es in sich haben
Spielen Sie sich warm!
Rübe, Rübe, Rübe
Der rasende Brückenbau
Mehrheit im Parlament
Copyright
HEYNE <
Einleitung
People do not stop playing, because they grow old.They grow old, because they stop playing.
Liebe spielfreudige Leserinnen und Leser,
unsere langjährige Spielerfahrung und das Spielen mit ganz unterschiedlichen Menschen zu ganz verschiedenen Gelegenheiten haben uns davon überzeugt, dass George Bernard Shaw recht hat: Spielen hält jung, fördert die - geistige und körperliche - Beweglichkeit, schafft eine offene und herzliche Atmosphäre in einer Gruppe - und es macht einfach Spaß!
Im »Spielespektakel« finden Sie die passenden Spiele für Spaß und Bewegung: solche, die für Erwachsene interessant sind, großen Spielreiz bieten und unterschiedliche Fähigkeiten ansprechen, die für verschiedene Gelegenheiten variiert werden können und die Lust machen auf mehr.
Wir haben für Sie genau die Spiele zusammengetragen, die sich in unserer Spielpraxis bei verschiedenen Anlässen immer wieder bewährt haben, und zwar vor allem beim Spielen in Gruppen von Erwachsenen. Kinder dürfen natürlich trotzdem mitspielen. Die meisten Spiele können ohne oder mit kleineren Änderungen auch mit Kindern gespielt werden. Die Altersangaben bei den Beschreibungen weisen darauf hin.
Das Buch haben wir in zwei Teile gegliedert, damit Sie für Ihr Vorhaben genau das passende Spiel finden. Im ersten Teil - in den Kleinen Spielideen - finden Sie Spiele, die Sie ohne große Vorbereitung und ohne viel Material jederzeit zwischendurch spielen können. Nur eines, wenn zum Beispiel eine Gruppe wartet, oder mehrere nacheinander, wenn Sie etwas mehr Zeit haben. Der zweite Teil - Mehr als nur ein Spiel - widmet sich größeren Spielideen für Gelegenheiten, bei denen Sie einen längeren Zeitraum spielend verbringen wollen - oder wenn Sie vielleicht das ganze Betriebsfest als Spiel gestalten möchten. In diesem Teil geben wir Ihnen für jedes Spiel einen ungefähren Hinweis, wie groß der Vorbereitungsaufwand ist - je mehr ❍, desto höher der Aufwand im Vorfeld. Zusätzlich bekommen Sie in Extrakapiteln - den Zugaben - professionelle Tipps und erprobte Vorschläge, wie Sie Gruppen bilden und Spiele spannend gestalten und anleiten.
Sie finden in diesem Buch Spiele, die sich in mindestens zwei Punkten von den meisten anderen unterscheiden. Erstens: Niemand soll beim Spielen bloßgestellt werden. Denn nichts bremst die Lust am Spielen so wie die dauernde Unsicherheit, das nächste »Opfer« zu werden. Und diese »Opfer« brauchen wir auch gar nicht. Sie werden sehen: Miteinander zu spielen, macht noch viel mehr Spaß. Zweitens: Es muss nicht immer der Schnellste, Stärkste oder Klügste gewinnen. Zufallselemente und Glück lassen häufig bis zum Schluss offen, wer das Spiel für sich entscheidet. So bleibt es für alle bis zum Ende spannend. Und bei Spielen, in denen Teilnehmer ausscheiden (müssen), bleiben diese in anderer Rolle weiter in das Spielgeschehen eingebunden.
Wenn Sie glauben, dass einmal ein Spiel nicht ganz zu Ihrem Vorhaben passt: Machen Sie es passend! Seien Sie kreativ, verändern Sie Elemente und denken Sie einmal quer zu unseren Regeln. Auch dazu finden Sie immer wieder Tipps und Hinweise. Es ist mehr möglich, als Sie sich beim ersten Lesen vielleicht vorstellen können. Letztlich ist es uns genauso ergangen: Wir haben im Laufe der Zeit viele Spiele kennengelernt, sei es in Büchern oder auf Seminaren, für etliche Spiele haben wir uns begeistert - und beim wiederholten Spielen festgestellt, dass die ein oder andere Veränderung den Spaß noch vergrö ßert oder sogar ein neues Spiel daraus macht. Und genau davon lebt dieses Buch.
Für die Anstöße beim Spielen möchten wir einigen Menschen ganz besonders danken: Thomas Dau-Eckert und Gerd Drick lösten - ohne es zu wissen - mit dem Kasinospiel letztlich die Idee aus, dieses Buch zu schreiben. Wir freuen uns, dass wir ihr Spiel vorstellen dürfen. Auch die vielen Spielefant-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter haben mit ihrer Spielbegeisterung zu diesem Buch beigetragen. Ein besonderer Dank gilt Peter Schumann, der viele Ideen mitentwickelt hat und an fast allen Spielen in irgendeiner Form beteiligt war.
Tauchen Sie nun ein in unsere Spielideen, lassen Sie sich auf das Abenteuer Spiel ein und begeistern Sie Ihre Gäste mit neuen Ideen.
Wir sind überzeugt: Sie machen das. Spielend!
Wir wünschen Ihnen viel Spaß dabei.
Heike Schwarz Sara Appelhagen Kirsten Witte
Natürlich sind wir neugierig, wie unsere Auswahl bei Ihnen ankommt.
Über Rückmeldungen freuen wir uns sehr! Sie erreichen uns über
[email protected] und beim Spielmobil Spielefant.
Spielmobil Spielefant Tannenkampstr. 4 26131 OldenburgTel. (04 41) 50 42 28www.spielefant.de
TEIL I
Kleine Spielideen, die es in sich haben
Spielen Sie sich warm!
Großer Spaß am kleinen Spiel - ohne Vorbereitung, (fast) ohne Material und einfach zu spielen.
Diese Spiele kommen immer gut an. In jeder Runde, mit Freunden genauso wie mit Menschen, die sich nicht so gut kennen, können Sie schnell eines davon anregen - aber seien Sie darauf gefasst: Meist bleibt es nicht bei einem Spiel. Die Regeln sind ganz einfach, und Material brauchen Sie oft gar nicht - und wenn, ist es in jedem Haushalt zu finden.
Rübe, Rübe, Rübe
Schlafmützen haben keine Chance: Eine schnelle Reaktion ist hier alles.
ab 12 Jahrendrinnen /draußenab 8 MitspielernMaterial: keines
Jeder Spieler gibt sich - für alle verständlich - einen Obst- oder Gemüsenamen, und schon kann es losgehen.
TIPP: Hier können Sie natürlich beliebig variierenund statt Obst und Gemüse etwas nehmen, das besser zu Ihrer Gruppe passt. Die Begriffe dürfen nurnicht zu lang sein. Wenn Sie in einer Gruppe spielen, die sich nicht kennt, nehmen Sie einfach dieeigenen Namen, und schon haben Sie ein witziges Ken-nenlernspiel (bei langen oder doppelten Namen nehmenSie die Kurzform oder Spitznamen).
Derjenige, der seiner gewählten Sorte am ähnlichsten sieht, beginnt und nennt dreimal schnell hintereinander eine Sorte aus der Gruppe, zum Beispiel »Rübe, Rübe, Rübe«. Die so angesprochene Person muss es in dieser Zeit schaffen, selbst einmal »Rübe« zu sagen. Schafft sie es, ist der erste Spieler wieder an der Reihe, die gleiche oder eine andere Sorte dreimal zu rufen. Reagiert der angesprochene Spieler zu spät oder gar nicht, ist es an ihm selbst, weiterzumachen: »Birne, Birne, Birne«.
Ganz einfach? Probieren Sie es aus. Aber wundern Sie sich nicht, wie viele Knoten man in seiner Zunge haben kann!
Der rasende Brückenbau
Wie im echten Leben: Wer im Akkord Brücken baut, kann ganz schön ins Schwitzen geraten.
ab 10 Jahrendrinnen /draußenab 10 MitspielernMaterial: keines
Alle Mitspieler stellen sich im Kreis auf und probieren den Brückenbau einmal in aller Ruhe aus: Der erste und der dritte Mitspieler bauen mit ihren Armen eine Brücke über demjenigen, der zwischen ihnen steht. Dieser geht so lange - klar, so eine Brücke ist nicht allzu hoch - in die Hocke. Doch schon wird diese Brücke wieder abgebaut, es wird aber sofort die nächste Brücke im Anschlussstück gebaut: Dafür bilden der zweite und der vierte Spieler die Brücke, der dritte - der jetzt mittlere - geht in die Hocke. Auch diese Brücke fällt zusammen und nun bauen der dritte und fünfte Mitspieler die Brücke über dem vierten. So geht es weiter, bis jeder im Kreis jede Position einmal innehatte. Und dann beginnt das Spiel - Verzeihung, die Akkordarbeit: Nun aber Tempo beim Brückenbau!
Wenn Sie schon etwas Übung haben und eine neue Herausforderung brauchen, beginnen Sie doch an zwei Stellen im Kreis, Brücken zu bauen. Eine Baustelle versucht dann, die andere einzuholen.
Mehrheit im Parlament
Im Parlament herrscht Patt und das findet keine Partei gut. Deshalb versuchen beide Parteien, sich die Mehrheit zu erspielen. Das klingt nicht besonders schwierig, nur leider wechseln die Abgeordneten laufend ihre Identität - und zwar über Parteigrenzen hinweg. Wer aber den Durchblick behält, kann mit Taktik und Glück die richtigen Personen auf die besten Plätze bringen.
ab 16 Jahrendrinnen/draußen (Stuhlkreis)14 bis 24 MitspielerMaterial: kleine Zettel, Stifte, ein Behälter, Stühle(Anzahl: einer mehr als Mitspieler),evtl. Kennzeichen für die Mannschaften
Stellen Sie alle Stühle, also einen mehr als Sie Mitspieler haben, in einem Kreis auf. Vier Stühle davon stellen Sie dicht nebeneinander: Das ist das Parlament. Nun schreibt jeder Mitspieler seinen eigenen Namen auf einen kleinen Zettel. Kommt ein Name doppelt vor, dann müssen die Spieler ihn zusätzlich kennzeichnen. Wenn Sie Spitznamen verwenden, stellen Sie sicher, dass alle anderen wissen, wer damit gemeint ist. Alle Namenszettel werden gefaltet und kommen in einen Behälter.
Teilen Sie nun die Mitspieler in zwei Gruppen - die beiden Parteien - ein, und zwar so, dass man sie äußerlich voneinander unterscheiden kann: die Langärmeligen gegen die Kurzärmeligen, die dunkel Gekleideten gegen die Hellen - oder Sie kennzeichnen die Parteien anders.
Alle Spieler nehmen nun im Kreis Platz, immer abwechselnd ein langärmeliger und ein kurzärmeliger. Wenn Sie
Originalausgabe 02/2008
Redaktion: Kerstin Zipproth
Copyright © 2008 by Wilhelm Heyne Verlag, München, in der Verlagsgruppe Random House GmbH www.heyne.de
Umschlagfoto: © Larry Gatz/Getty Images Innenillustrationen: Dörte Meyer
eISBN : 978-3-641-03308-8
Leseprobe
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