Stadtgemüse - Anna Meincke - E-Book

Stadtgemüse E-Book

Anna Meincke

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Beschreibung

Du liebst das Leben in der Stadt, aber vermisst ein Fleckchen Grün oder eine Fläche, auf der du dein Lieblingsgemüse, Beeren und töpfeweise Kräuterpflanzen kannst? Sollst du haben, denn fette Ernte gibt's auch städtisch! Anna Meincke zeigt dir, wie du aus jeder Ecke das Gemüsigste rausholen kannst: auf Dächern, Balkonen, Fassaden, in Hinterhöfen, inmitten von Verkehrsinseln, auf deinem Fensterbrett und sogar im Keller. Dieses Buch liefert dir auch gleich die passenden Ideen, wie du die Erde auf deinen Balkon bugsierst, ein Hochbeet auf das Dach schaffst, an Saatgut für abgefahrenes Gemüse kommst, wieso Erdbeeren Knoblauch lieben oder wie du dir ein paar hilfreiche Würmchen hältst. So kannst du je nach Fläche, Himmelsrichtung und Geschmack ganz nach deinen Bedürfnissen gärtnern. Mach deine City grüner, essbarer und lebenswerter! Urban Gardening: Große Stadt, ultimatives Ernteglück Anna Meinckes Ziel? Keine langen Transportwege, mehr Bewusstsein für saisonale Lebensmittel und Ernährungssouveränität schaffen – auch oder gerade im urbanen Raum. Denn: Die meisten Menschen leben in Städten – warum sollte ihr Essen nicht ebenfalls dort wachsen? Lassen wir Pilze, Asia-Salate und Gartenbohnen in Hinterhöfen sprießen, Moose an grauen Fassaden hochklettern, Snack-Gurken auf Balkonen Richtung Himmel ranken oder pflanzen wir auf den unzähligen, ungenutzten Dachflächen Kürbisse und Auberginen in Hochbeeten. Mit diesem Buch kannst du sofort losgärtnern: Wusstest du, dass Kartoffeln ziemlich gut in Säcken wachsen? Oder Kräuter in Taschen? Oder Pilze in Kübeln? Anna Meincke liefert grüne Visionen und Inspiration fürs Anpflanzen überall: Vertical Gardening, Hügelbeete, Hochbeete, Stadtfarmen – und wenn du Bock hast, kannst du sogar Fische und Hühner ins urbane Dickicht einladen. Damit du über den Topfrand hinausdenken und die Stadt der Zukunft heute noch anpflanzen kannst! It's all about … Basics und bunte Vielfalt ganz nach deinem Geschmack Dieses Buch versorgt dich mit super hilfreichen Basics und Pflanzanleitungen, einem ausführlichen Aussaat-, Pflanz- und Erntekalender, zahlreichen Beispielplanungen und einem modularen Pflanzbaukasten. Und weil jede Fläche und jede*r Gärtner*in anders ist, findest du auch noch unglaublich viele Ideen, wie du dir deinen Lieblingsgarten selbst zusammenstellst. Über 50 detaillierte Pflanzenportraits helfen dir dabei, genau die Gemüse, Früchte und Kräuter zu entdecken, die du anbauen möchtest und die zu dir passen. - Überzieh deine Stadt mit Gemüse, Obst, Kräutern & Pilzen: Asia-Salate vorm Fenster, Lavendelduft in der Nase, Nützlingspflanzen überall: pflanz dich durch die Stadt, brich alle grauen Flächen auf und hol dir ein Stück Ernährungssouveränität zurück. - Ernten auf kleinster Fläche: Egal, ob du auf Pflücksalat oder Zitronengras stehst, ob du Töpfe, Tröge, Beete oder Pflanzsäcke zur Verfügung hast, ob auf dem 1-m2-Balkon oder in deinem Gemeinschaftsgarten – hier wirst du zur*zum Stadtgärtner*in mit fetter Erntegarantie. - Verändere, was du kannst: direkt vor der Haustür: Tomaten 'Kalypso', Bohnen 'Maja', Karotte 'Maruschka' – es gibt so viel zu entdecken. Und zu kosten. Und zu erhalten. Je mehr Vielfalt auf unseren Balkonen und in unseren Hinterhöfen wächst, desto besser. Für unseren Bauch und die Welt, weil es Spaß macht und politisch ist.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 212

Veröffentlichungsjahr: 2023

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GREEN CITY LIFE – DAS KNOW-HOW FÜR STADTGÄRTNER*INNEN

Mit Urban Gardening (ein bisschen) die Welt retten

Aber jetzt erst mal: Alles auf Anfang

It’s all about: Basics

Perfekte Flächen überall

Hochbeetaufbau

Wie groß die Pflanzenfamilie werden kann: Alles zur Gewichtsberechnung

Inspiration from around the world

Das richtige Zuhause für deine Pflanzen

Einen Sack Kartoffeln, bitte

Die besten Pflanzgefäße für Balkon und Terrasse

Von Sonnenbränden und dunklen Winkeln: Der Standort

Die richtige Erde: Auf die inneren Werte kommt es an

Ungetrübte Erntefreuden: Welche schädlichen Stoffe du im Blick haben solltest

Wie man selbst ein altes Gleisbett in eine Gemüse-farm verwandeln kann – die Stadtfarm Erfurt

Green Lovestory: Pflanzen streicheln, düngen, gießen

Erdbeer-Lavendel-Kuss: Mischkulturpartner

Gutes Aussäen ist alles!

Wir müssen leider draußen bleiben: Krankheiten und ungebetene Gäste

Grün, grün, grün sind alle meine Hilfsmittel: Tipps zum nachhaltigen Gärtnern

Keine Zeit? Kein Geld? Kein Problem!

Die besten Werkzeuge

Überzieh deine Stadt mit Gemüse, Obst, Kräutern, Blumen

Ich bin eine Erfurter Puffbohne

Puffbohne

Sichtschutz zum Abpflücken

Stangenbohne

Gurke

Wein

Pflanz dir einen Früchtetraum

Erdbeere

Himbeere

Physalis/Andenbeere

Melone

Stevia

So schön, so essbar: Blüten, die du verputzen kannst

Borretsch

Ringelblume

Kapuzinerkresse

Speisechrysantheme

Bunte Wucherblume

Kornblume

Grünzeug, das du nie wieder loswirst

Rote Melde

Asiasalate

Winterheckenzwiebel

Topinambur

Minze

Kulinarische I-Tüpfelchen: Bring Würze in dein Essen

Basilikum

Chili

Zitronengras

Mediterrane Kräuter

Melisse

Dill

Koriander

Schnittlauch

Kurkuma, Ingwer, Galgant

Für frische Gartenheld*innen: Gemüse zum Sofort-Losgärtnern

Erbse

Radieschen

Kresse

Pflücksalat

Das hat sonst keine*r: Gemüsesorten für Experimentierfreudige

Chayote

Süßkartoffel

Tomatillo

Malabarspinat

Haferwurzel

Hörnchenkürbis

Pflanz dir einen Regenbogen: Leuchtende Vielfalt im Beet

Mangold

Bunte Bete

Buschbohne

Karotten

Chili ‚Lila Luzi‘

Alles Tomate, oder was?

Gemüse, das auf der dunklen Seite des Gartens steht

Barbarakraut

Blutampfer

Kerbelrübe

Bärlauch

Spinat

Matsch, Schnee, Gemüse

Palmkohl

Feldsalat

Winterpostelein

Pastinake

Hirschhornwegerich

Pak Choi

Mütze auf und los: Gemüseanbau im Winter

Guerilla Gardening

Urban Farming – mehr als Gemüse

Es summt und brummt in der Stadt

Die können wirklich alles: Pilze in der City

Fische und Gemüse: Aquaponic

An die Schaufel, fertig, los!

Vom Dach bis in den Keller – behalte den Überblick: Anhang

Glossar: Das 1 x 1 für Stadtgärtner*innen

Bezugsquellen: Was und woher eigentlich?

Buchtipps, Websites, Inspirationen

Gemüseanbau in der Stadt ist auch auf scheinbar unbrauchbaren Flächen möglich und sinnvoll.

Hast du gewusst, dass 60 % der Europäer*innen in Städten leben? Ich gehöre auch dazu. Und ich lebe gern in der Stadt. Ich liebe ihre vielen kulturellen und gastronomischen Angebote. Sie eröffnet mir wahnsinnig viele Möglichkeiten auf kleinem Raum. Obwohl ich ein sehr naturverbundener Mensch bin, könnte ich mir nie vorstellen, auf dem Land zu wohnen.Das Schöne ist, Naturverbundenheit und Stadtleben schließen sich nicht aus. So kann ich Stadtmensch und Naturliebhaberin gleichzeitig sein. Wir können diese beiden Welten miteinander verschmelzen. Wir können nicht nur, wir müssen sie sogar zusammenführen, wenn wir die Probleme unserer heutigen Zeit lösen wollen.

Gesundheit, Urbanisierung und Umweltschutz sind drei der zwölf Megatrends unserer Zeit (Zukunftsinstitut, 20211). Immer mehr Menschen leben in Großstädten und legen Wert auf eine gesunde und nachhaltige Lebensweise. Aber die zusehends größer werdenden und dichter bebauten Städte bewirken genau das Gegenteil, sie verursachen viele nachteilige Umwelteffekte und wirken sich zudem negativ auf unsere Gesundheit aus. Die Städte leiden unter einer Überhitzung im Sommer, weil es zu wenig Grünflächen gibt und sich der Beton stark aufheizt. Die vielen versiegelten Flächen verhindern außerdem, dass Regenwasser vom Boden aufgenommen wird, wodurch Überschwemmungen entstehen. Die Luft wird von Abgasen verunreinigt, und es gibt kaum Lebensräume für Insekten, Vögel und andere Tiere, was sich wiederum negativ auf die Biodiversität auswirkt.

Wie aber können wir diesen Konflikt lösen und die großen Themen unserer Zeit – Urbanisierung, Umweltschutz und Gesundheit – miteinander kombinieren? Für mich gibt es dafür nur eine Lösung, die so naheliegend ist, dass ich es schockierend finde, dass wir sie noch nicht flächendeckend umgesetzt haben. Wir müssen wieder mehr Natur in die Stadt holen. Wir müssen kleine Ökosysteme und Grünflächen überall in der Stadt schaffen, wo es nur möglich ist: auf Balkonen, Flachdächern, in Innenhöfen, auf ungenutzten städtischen Brachflächen – einfach ÜBERALL! Es gibt so viele ungenutzte Flächen in der Stadt … Lasst sie uns nutzen und in kleine grüne Stadtoasen verwandeln und so die Luft verbessern, Wärmeinseln aufbrechen und Lebensräume für Kleinstlebewesen schaffen!

Das Leben beginnt, wenn man einen Garten beginnt.

Und ich gehe sogar noch einen Schritt weiter: Lasst uns die Städte essbar machen! Wir sollten diese Flächen nicht einfach nur mit hübschen Blumen und Sträuchern bepflanzen, sondern mit essbaren Pflanzen. Das wäre ein erster Schritt in die Ernährungssouveränität.

Das Wachstum der Städte führt nämlich auch dazu, dass die Landwirtschaft immer weiter verdrängt wird, da wertvolle Stadtrandlagen für den Wohnungsbau genutzt werden. Die Lebensmittelerzeugung entfernt sich so immer weiter von den Konsument*innen. Ohnehin werden nur 36 % des in Deutschland verbrauchten Gemüses auch hierzulande erzeugt (BIZ2). In Österreich sind es immerhin 50 %3. Der Rest muss aus dem Ausland importiert werden. Das führt zu einer doppelten Umweltbelastung. Durch die langen Transportwege der Lebensmittel werden unnötige Emissionen verursacht, und Frischgemüse muss aufwendig verpackt werden, damit es die langen Transporte unbeschadet übersteht. So entsteht jede Menge vermeidbarer Abfall. Auch das Verderben von Waren während der langen Transporte lässt sich nicht vermeiden und führt zusätzlich zu Lebensmittelverschwendung.

Gleichzeitig verursacht die konventionelle Landwirtschaft durch den Einsatz von Kunstdüngern hohe Treibhausgasemissionen und belastet das Grundwasser mit Nitrat.

Der Anbau von Monokulturen und der Einsatz von Pestiziden führt zu einem Rückgang der Artenvielfalt, sowohl bei Insekten als auch bei Nutzpflanzen. Die Art der Bewirtschaftung schädigt außerdem die Bodenfruchtbarkeit und zerstört den natürlichen CO2-Speicher Humus.

Zusammenfassend: Wir Stadtbewohner*innen sind gezwungen, Gemüse zu essen, das weite Transportwege zurücklegt, unzählige Nährstoffe verloren hat, umweltschädlich angebaut wurde und in unnötig Plastikmüll gehüllt ist. Wir waschen unser Gemüse mit belastetem Trinkwasser, während wir unsagbar schlechte Stadtluft einatmen. Warum also überhaupt noch in der Stadt wohnen? Ich hätte da einen Lösungsansatz für genau diese Herausforderungen: Bauen wir doch das Gemüse einfach in der Stadt an.

Wenn man alle ungenutzten städtischen Flächen in kleine Gemüsefarmen verwandelt, schafft man Ökosysteme in den Städten, die einen Lebensraum für Kleinstlebewesen bieten, die Luftqualität verbessern, die Stadt kühlen, Regenwasser aufnehmen und zudem noch gesunde Lebensmittel erzeugen, die unverpackt mit minimalen Transportwegen, maximal frisch und nährstoffreich zu den Endkonsument*innen gelangen. Klingt zu schön, um wahr zu sein?

Vielleicht. Lasst uns diesen grünen Traum wahr machen! Ich habe schon damit begonnen und jetzt möchte ich diese Idee in die Welt tragen und mit dir teilen.

Aber jetzt erst mal: Alles auf Anfang

Wie es dazu kam?

Der grüne Daumen ist bei mir quasi genetisch verankert: Meine Mutter ist Floristin, meine Großeltern haben Gartenbau gelernt und mein Vater ist leidenschaftlicher Schrebergärtner. Schon als kleines Kind hockte ich mit meiner Urgroßmutter im Gemüsebeet, naschte Zuckerschoten direkt von der Pflanze oder pulte Gemüsekerne aus dem Abendessen, um sie einzupflanzen.

Während meiner Schulzeit ging diese Leidenschaft erst einmal verloren – andere Dinge waren wichtiger. Und es dauerte über zehn Jahre, bis ich sie schließlich wiederentdeckte. Alles begann nach meinem Studium. Ich studierte Ökologie und Umweltschutz in Zittau. Danach verschlug es mich nach Duisburg, wo ich eine kleine Zweizimmerwohnung bezog. Die Wohnung war zwar klein, aber dafür gab es eine 40 m2 große Dachterrasse. Und als ich eines Morgens so dasaß und überlegte, was ich mit dieser Fläche bloß anstellen sollte, fiel mir der Teebeutelspruch meines Yogiteesin die Augen: „Das Leben beginnt, wenn man einen Garten beginnt.“

Natürlich, ein Garten! Und so begann ich, auf meiner Dachterrasse einen Gemüsegarten anzulegen. Und entgegen aller Vernunft kaufte ich nicht nur ein, zwei oder drei Pflanzkübel, sondern stellte binnen einer Saison die gesamte Dachterrasse mit Gemüse und Kräutern voll und pflanzte alles Mögliche und unmöglich Erscheinende dort an: Auberginen, Kartoffeln, Physalis, Zucchini, Brokkoli und vieles mehr. Und das alles mit erstaunlich großem Erfolg. Meine Gärtnerleidenschaft und Pflanzenneugier wurden wiedererweckt.

Und weil es so gut lief, fing ich an, Blogartikel über mein Dachgemüse zu schreiben und einen Instagram-Kanal aufzubauen. Das war 2016, das Jahr, in dem ich meine Gärtnerleidenschaft wiederentdeckte. Danach durfte es keine Wohnung mehr ohne Balkon oder Terrasse sein.

Inzwischen bin ich in meine Heimatstadt Erfurt zurückgezogen, wo ich zwar nur noch zwei Balkone bepflanzen kann, aber dafür andere große Gärtnerpläne schmiede. Heute, sechs Jahre später, habe ich meinen Job in der Stahlindustrie gekündigt, mich mitDachgemüseselbstständig gemacht, eine Stadtfarm aufgebaut und schreibe dieses Buch.

Mein UnternehmenDachgemüseumfasst drei verschiedene Geschäftszweige: einen Onlineshop für Saatgut und Jungpflanzen, die Direktvermarktung von Gemüse, das mitten in der Stadt angebaut wird, und Urban-Gardening-Events.

In meinem Onlineshop biete ich Biosaatgut und Jungpflanzen an, die speziell für den Anbau in Kübeln ausgewählt wurden, damit vor allem Stadtgärtner*innen ohne Garten ihr eigenes Gemüse anbauen können. Außerdem verwandele ich städtische Brach- und Dachflächen in kleine Gemüsefarmen, auf denen Sortenraritäten angebaut und in Form von Abo-Kisten direkt an die Endverbraucher*innen oder an die Gastronomie verkauft werden. Und inmitten dieser Stadtfarmen finden dann Events statt, wie Urban-Gardening-Workshops, Tomatenverkostungen oder Führungen.

Mein Ziel mitDachgemüseist es, den Gemüseanbau wieder dorthin zu bringen, wo die Menschen leben, die es auch essen. Ich will beweisen, dass es möglich ist, auch auf kleinen, städtischen Flächen wirtschaftlich, nachhaltig und modern Gemüse anzubauen. Ich möchte den Stadtbewohner*innen die dafür nötigen Mittel (Saatgut, Jungpflanzen und Wissen) an die Hand geben, um selbst tätig zu werden. Und natürlich möchte ich so viele Menschen wie möglich für dieses Thema sensibilisieren, informieren und begeistern.

Und genau dazu trägt auch dieses Buch bei. Ich möchte auf den vielfältigen Nutzen von städtischem Gemüseanbau aufmerksam machen und dir alles nötige Wissen vermitteln, damit du selbst loslegen kannst – egal, ob du einen Balkon, eine Dachterrasse oder nur ein Fensterbrett hast. Es gibt so viele Möglichkeiten, Gemüse inmitten der Stadt anzubauen.

Also fang an, dein Leben umzugraben, eigenes Gemüse anzupflanzen und so ganz viele Probleme auf einmal zu lösen. Bist du bereit loszulegen?

 

__________

1https://www.zukunftsinstitut.de/dossier/megatrends/?gclid=EAIaIQobChMIgpnc9PLB8wIVZrR3Ch2JnAAHEAAYASAAEgI37fD_BwE (03.09.2021)

2https://de.statista.com/statistik/daten/studie/76634/umfrage/selbstversorgungsgrad-mit-gemuese-in-deutschland/ (08.02.2023)

3https://www.noen.at/niederoesterreich/wirtschaft/lebensmittelversorgung-obst-und-gemuese-zur-haelfte-importiertniederoesterreich-gemuese-import-lebensmittelversorgungobst-210400699 (29.11.2022)

IT’S ALL ABOUT: BASICS

Also? Säen, pflanzen, ernten, Saatgut sammeln, immer wieder, das ganze Jahr und auf allen möglichen und scheinbar unmöglichen Plätzen. Falls du noch nicht ganz genau weißt, wie du am besten anfangen kannst, hier findest du die passenden Tipps: z. B., wie du die Erde auf deinen Balkon bugsierst, an Saatgut für abgefahrenes Gemüse kommst, wieso Erdbeeren Knoblauch lieben und was es mit Kartoffelsäcken auf sich hat.

Perfekte Flächen überall

Irgendwas geht immer, selbst auf dem kleinsten Fleckchen Erde oder eben Nicht-Erde. Auch auf dem Fensterbrett kann ein Mini-Garten entstehen. Kräuter, Pflücksalate und Radieschen beispielsweise brauchen nur wenig Platz, um Blätter und Knollen aus dem Boden zu schütteln. Natürlich kannst du deinen Aussaatradius beliebig erweitern: Vielleicht gibt es die Möglichkeit, in deinem Innenhof, auf dem Dach oder im Vorgarten etwas anzubauen. Schau dich nach Gemeinschaftsgärten in deiner Nähe um. Und wenn es keine gibt, dann frag doch mal bei der Stadt nach, ob und welche brachliegenden Flächen genutzt werden können. Ansonsten kannst du in deinem Keller sogar Pilze anbauen. Manchen Pflanzen reichen auch schon kleine Spalten im Asphalt, um zu gedeihen und wunderschön zu blühen – schau z. B. mal nach Norddeutschland, wo in vielen Straßen Malven oder Stockrosen zwischen den Pflastersteinen an den Hauswänden hochwachsen – so einfach und so schön.

Manchmal reicht schon ein kleiner Spalt im Asphalt für prächtige Pflanzen.

Aber jetzt nehme ich dich erst mal mit auf einen imaginären Streifzug durch die Stadt. Du wirst erstaunt sein, wo überall gegärtnert werden kann.

Beim Spaziergang durch die Stadt entdeckt man unzählige Möglichkeiten für kleine urbane Gärten.

Gemeinschaftsgärten sind das Sinnbild für Urban Gardening – jede und jeder kann mitmachen.

1A-getrimmt: Schrebergärten

Die gab es schon, bevor es den Begriff Urban Gardening überhaupt gab – kleine Pachtgärten mitten in der Stadt erfreuen sich heute wieder zunehmender Beliebtheit, vor allem bei jungen Familien. Früher wurden sie zur Versorgung der Bevölkerung mit Gemüse angelegt, heute dienen sie eher der Erholung. Wenn du dich mit den oftmals strengen Regeln und Vorgaben des Kleingartenvereins anfreunden kannst, bewirb dich für eine Parzelle und pflanze dir einen wilden Snack-Garten.

Come together: Gemeinschaftsgärten

Beim Begriff „Urban Gardening“ denken die meisten zuallererst an Gemeinschaftsgärten. Ganz im Gegensatz zum Schrebergarten wird hier zusammen auf einem Grundstück gegärtnert, welches oft von der Stadt zur Verfügung gestellt wird, und es geht etwas wilder zu. Hier gibt es keine klaren Besitzverhältnisse oder Aufgabenverteilungen, jeder kann mitmachen – gärtnern, handwerkeln, ernten. Neben dem Gemüseanbau steht vor allem das Miteinander im Vordergrund. Wenn du also nicht nur gärtnern, sondern auch neue Menschen kennenlernen willst, ist das der perfekte Ort für dich. Außerdem hast du hier die Möglichkeit, erst mal ein paar Tage reinzuschnuppern, ohne dir gleich eine umfangreiche Gärtnerausrüstung zulegen oder einen Vertrag unterschreiben zu müssen.

Inzwischen gibt es in jeder größeren Stadt solche Gemeinschaftsgärten, und es entstehen immer mehr. In deiner Stadt gibt es noch keinen? Skandal! Vielleicht hast du ja Lust, so ein Projekt auf die Beine zu stellen? Die meisten Städte freuen sich über engagierte Bürger*innen und stellen eine geeignete Fläche und ein kleines Startbudget zur Verfügung.

In Erfurt gibt es z. B. die Allianz der Stadtgärtner*innen, die ungenutzte städtische Flächen in Gemeinschaftsgärten verwandeln und so einen ökologischen und sozialen Nutzen stiften. Auf einem ehemaligen, verwilderten Sportplatzgelände gärtnern mehrere Generationen (im Alter zwischen sieben und 70 Jahren) auf 1.500 m2 nach den Prinzipien der Permakultur. Eltern, Student*innen, Senior*innen und Berufstätige kämpfen gegen verdichteten Boden und Trockenheit. Eine weitere Besonderheit: Es handelt sich nur umdie Zwischennutzung von zukünftigem Bauland. Da zwischen Festlegung als Bauland und tatsächlichem Baubeginn aber locker fünf Jahre vergehen können, haben sie genug Zeit, um die Fläche in eine blühende und genussreiche Oase zu verwandeln. Schade nur, wenn dann eines Tages die Bagger kommen.

Öffentliche Hochbeete, die freiwillig von Anwohner*innen gepflegt werden, sind eine tolle Möglichkeit für Urban Gardening im Kleinen.

Übernimm Verantwortung: Hochbeet-Patenschaften

Bei unserem Spaziergang durch die Stadt tauchen sie immer wieder unerwartet auf – in Parks, an Straßenrändern oder neben Spielplätzen – Hochbeete. Teils auffällig gestaltet, bunt bepflanzt, ergänzt um ein Insektenhotel oder Windspiele. Wie einige andere Städte auch vergibt die Stadt Erfurt beispielsweise Hochbeet-Patenschaften. Jede*r kann sich dafür bewerben, indem er oder sie ein Konzept für den Ort und die Gestaltung einreicht. Wenn alles passt, stellt das Gartenbauamt die Hochbeete dann fertig befüllt am gewünschten Ort auf und die Hochbeet-Pat*innen kümmern sich eigenständig um die Bepflanzung und Pflege. Eine Win-Win-Situation für beide Seiten. Das Stadtbild profitiert von schön gestalteten grünen Inseln und die Hochbeet-Pat*innen freuen sich über die Möglichkeit, auch ohne Balkon oder Garten direkt in der Nähe ein bisschen gärtnern zu können. Nur einen Haken hat die Sache: Da die Beete öffentlich zugänglich sind, kannst du natürlich Pech haben und dir erntet jemand deine Tomaten vor der Nase weg.

Hoch hinaus gärtnern: Hochbeete

Wo wir gerade bei Hochbeeten sind. Die machen natürlich nicht nur im öffentlichen Raum Sinn. Schaut euch die vielen leeren, zugepflasterten Innenhöfe an. Auch hier könnten überall Hochbeete stehen.

Das Hochbeet-Prinzip stammt ursprünglich aus der Permakultur und ist zu einem echten Trend geworden. Die Bewirtschaftung ist relativ einfach, und der Schichtaufbau im Inneren sorgt zudem für eine langjährige Fruchtbarkeit. Für die Stadt eignen sie sich deshalb hervorragend, da sie auch problemlos auf versiegelten Flächen aufgestellt werden können.

Aus vier Europlatten lässt sich mit wenig Aufwand und Kosten ein stylisches Hochbeet bauen.

HOCHBEETAUFBAU

Für eine angenehme Arbeitshöhe sollte das Hochbeet 80–100 cm hoch sein. Damit du problemlos bis in die Mitte des Hochbeets greifen kannst, sollte die Breite nicht mehr als 100–120 cm betragen. Bei der Länge des Hochbeets kannst du dich austoben. Wenn es länger als 200 cm werden soll, ist es ratsam, Zwischenbalken einzuziehen, damit die Erde die Wände nicht auseinanderdrückt.

Eine einfache und relativ kosten-günstige Variante ist der Bau eines Paletten-Hochbeets

Du brauchst:

•     4 Europaletten

•     8 Metallwinkel

•     32 Holzschrauben (Senkkopf) mindestens 8 x 80 mm

•     4 m² Noppenfolie

•     Tackernadeln

•     optional: 1,5 m² Drahtgitter

Und schon kann es losgehen: Schnapp dir eine zweite Person und ebnet erst mal den Untergrund, wenn nötig. Dann stellt ihr die ersten beiden Paletten rechtwinklig aneinander und schraubt oben und unten jeweils einen Winkel fest. So geht es dann reihum. Wenn das Beet auf natürlichem (unversiegeltem) Boden stehen soll, empfiehlt es sich, zum Schutz vor Wühlmäusen ein Drahtgitter unten anzubringen. Das wird einfach knapp über dem Boden festgetackert. Zum Schluss tackert ihr die Noppenfolie (Noppen zeigen zum Holz) im Inneren fest. Die verhindert, dass die Erde zu den Seiten herausfällt, hält die Erde feucht und schützt das Holz vor Verwitterung. Fertig ist das Hochbeet!

Wenn du dein Hochbeet lange nutzen willst, solltest du die Paletten vorher mit Holzschutzmittel behandeln. Bitte achte darauf, dass du möglichst lösemittelarme und biozidfreie Anstriche verwendest. Der blaue Engel auf der Verpackung verrät dir, welche Produkte die Umwelt am wenigsten belasten. Leinölfirnisz. B. ist eine gute, ökologische Alternative zur Holzbehandlung.

Jetzt fehlt nur noch die Füllung

Das kommt rein ins Hochbeet: Grundsätzlich arbeitet man bei der Hochbeetfüllung von grob nach fein. Ganz unten werden grobe Äste und Zweige eingeschichtet. Darauf kommen feine Zweige, Grünschnitt oder Laub. Dann eine Schicht Kompost und abschließend obendrauf feine Gartenerde. Vergiss zentimetergenaue Angaben, wie dick jede Schicht sein sollte. Zur Orientierung sollten alle Schichten ungefähr gleich dick sein. Das ist aber nicht entscheidend und du kannst variieren, je nachdem, was du an Füllungsmaterialien zur Verfügung hast.

Die Idee dahinter ist, dass die einzelnen Bestandteile unterschiedlich schnell verrotten und so über eine lange Zeit nach und nach Nährstoffe an den Boden und die Pflanze abgeben. Dadurch spart man sich das Düngen. Durch die Verrottungsprozesse im Inneren sackt die Füllung mit der Zeit immer mehr zusammen. Das kannst du aber einfach mit einer frischen Portion Erde im Frühjahr ausgleichen.

Hochbeet mit integriertem Kompost

Um dem Hochbeet und deinen Pflanzen immer wieder frisches Futter zuzuführen, kannst du eine Kompoströhre einbauen. Nimm dafür einfach ein Stück Regenrohr, bohre rundherum mehrere Löcher hinein und vergrabe es in der Mitte des Beets. In die Röhre kannst du deine Gemüseabfälle und Kaffeesatz aus der Küche entsorgen. Diese werden nach und nach von den Bodenlebewesen zersetzt und der Nährstoffnachschub ist gesichert.

Mehr als nur Hundeklo – Baumscheiben

Bäume am Straßenrand haben es nicht leicht: In kleinen Erdlöchern im Asphalt müssen sie gegen Abgase, Hundeurin, Trockenheit und verdichtete Böden ankämpfen. Wenn du diesen Bäumen etwas Gutes tun und die tristen Baumscheiben verschönern willst, verwandele sie doch in einen blühenden Minigarten. Dabei gibt es allerdings einiges zu beachten.

Aufgrund der Nähe zur Straße solltest du hier lieber nichts Essbares anbauen, da die Gefahr hoch ist, dass sich darin Schadstoffe anreichern. Außerdem sind sie beliebte Orte für die Notdurft von Gassi gehenden Hunden, und Salat, auf den der Nachbarshund gepinkelt hat, kann wohl keiner mit Genuss essen.

Zudem spielt die Verkehrssicherheit eine Rolle. Die Bepflanzung sollte Fußgänger*innen, Auto- und Fahrradfahrer*innen nicht die Sicht versperren und daher höchstens 70 cm hoch wachsen.

Bevor du wild drauflosgärtnerst, solltest du dein gut gemeintes Vorhaben mit dem zuständigen Grünflächenamt abstimmen. Baumscheiben gehören meist der Stadt und ganz offiziell ist das unerlaubte Gärtnern auf fremden Flächen Sachbeschädigung. Ich kenne zwar keine*n verurteilte*n Wildgärtner*in, aber wer auf Nummer sicher gehen will, holt sich lieber eine Erlaubnis.

Und zu guter Letzt gilt es Pflanzen zu wählen, die sich gut mit dem Baum vertragen und ihm keine Nährstoffe und Wasser wegnehmen. Gut geeignet sind Blumenzwiebeln, niedrig wachsende Stauden und Sommerblumen, die sich auch im Schatten des Blätterdaches wohlfühlen. Mit ein paar Frühjahrsblühern wie Osterglocken, Krokussen, Schneeglöckchen oder Tulpen machst du garantiert nichts falsch. Für die sommerliche Blütenpracht eignen sich beispielsweise Margeriten, Ringelblumen, Kornblumen oder Klatschmohn. Unter etwas lichteren Baumkronen mit genug Sonneneinfall kannst du auch mediterrane Kräuter wie Salbei, Thymian oder Lavendel pflanzen.

Genug auf den Boden geschaut, richten wir unseren Blick nach oben, denn dort warten ungeahnte Möglichkeiten für den Gemüseanbau.

Essbare Balkonoasen

Du hast einen Balkon? Dann ist die Sache klar – fang sofort an zu gärtnern! Denn der Weg von der Ernte bis in den Kochtopf könnte kürzer nicht sein. Man muss sich nicht extra anziehen und loslaufen oder fahren, sondern hat jederzeit die Möglichkeit, mal eben fix nach draußen zu huschen. Du hast nur einen Bademantel an? Egal! Balkontür auf, Salat pflücken, waschen und aufessen. So sind die Zutaten nicht nur frisch und knackig, sondern haben auch noch den vollen Gehalt an Nährstoffen.

Da du hier keinen festen Boden mehr unter den Füßen hast, muss das Gemüse in Balkonkästen, Pflanzkübeln und Co. angebaut werden. Inspiration für die passenden Pflanzgefäße findest du im Kapitel „Kästen, Kisten, Kübel – die besten Pflanzgefäße für Balkone und Dachterrassen“ (Seite 30).

Grundsätzlich sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt, aber eine Besonderheit solltest du unbedingt beachten – die Traglast des Balkons! Keine Sorge, du musst nicht extra einen Statiker beauftragen. Dank DIN-EN-Norm ist natürlich genau festgelegt, wieviel Gewicht ein Balkon mindestens aushalten muss. Balkone, die bis 2010 gebaut wurden, müssen mindestens 500 kg/m² standhalten, alle später gebauten Balkone nur noch 400 kg/m². Für ein paar Balkonkästen reicht das auf jeden Fall, aber ein Hochbeet oder Planschbecken solltest du besser nicht auf den Balkon stellen.

Mit bester Aussicht: Dachterrassen

Du hast den Luxus, eine Dachterrasse zu besitzen? Dann wäre es doch schade, diese nicht in einen Garten umzuwandeln. Da Dachterrassen naturgemäß weit oben liegen und nicht überdacht sind, gibt es hier viel Licht und Platz zum Gärtnern.

Auch hier musst du unbedingt die Traglast im Auge haben … Wenn die Dachterrasse von vornherein als solche geplant war, gelten die gleichen Belastungsgrenzen wie beim Balkon (min. 400 kg/m²). Handelt es sich aber um ein einfaches Flachdach, das zu einer Dachterrasse umfunktioniert wurde, kann es nochmals deutlich weniger sein. Dein*e Vermieter*in sollte dir Auskunft dazu geben können.

Auch hier schreibt wieder eine Norm vor, wie viel Gewicht ein Dach aushalten muss. In Abhängigkeit von der Schneezone liegt dieser Wert zwischen 75 und 200 kg/m². Bei 75 kg/m² wäre es schon grenzwertig, das Dach überhaupt zu betreten, aber auch bei 200 kg/m² sollte man bei der Auswahl der Pflanzgefäße darauf achten, dass diese nicht zu groß ausfallen.

Eine weitere Herausforderung bei Dachterrassen ist die starke Windanfälligkeit. Dadurch, dass meist keine schützende Wand vorhanden ist, kann dieser ungebremst wehen und es den Pflanzen ungemütlich machen. Abhilfe schaffen windbrechende Elemente wie Spaliere und der Anbau von windtoleranten Gemüsesorten.

Bei sehr windigen Dachterrassen solltest du besser auf den Anbau von rankenden Pflanzen verzichten und zu niedrig wachsenden Sorten greifen. Vor allem Wurzelgemüse wie Karotten, Rote Bete und Radieschen kommen mit Wind gut zurecht. Der kann sich sogar positiv auf die Pflanzengesundheit auswirken, da er fliegende Plagegeister einfach wegpustetund die sich lieber was zu fressen im Windschatten suchen. Auch niedrig wachsende Salate und Blattgemüse gedeihen gut, da sie dem Wind nicht so viel Angriffsfläche bieten.

Beim Gärtnern auf Dachterrassen sind Traglast und Wind die größten Herausforderungen.

Auch auf dem Fensterbrett lassen sich Gemüse und Kräuter anbauen.

Mini-Garten Blumentopf: Gärtnern auf dem Fensterbrett

Du hast weder Balkon noch Innenhof, und deine Stadt stellt sich beim Thema Urban Gardening quer? Dann bleibt dir immer noch das Fensterbrett für ein bisschen frisches Grün. Alles, was du brauchst, istein Blumentopf, Balkonkasten oder auch eine alte Konservendose, etwas Erde und Saatgut. Genug Licht sollte auf das Fensterbrett scheinen und dann steht der eigenen Ernte auch ohne Balkon nichts mehr im Wege.

Folgende Gemüsesorten und Kräuter eignen sich für den Anbau in kleinen Töpfen auf dem Fensterbrett:

•     Pflücksalate, Rucola, Asiasalate

•     Basilikum, Schnittlauch, Koriander, Kresse, Petersilie

•     Radieschen

•     Erbsensprossen

•     Spinat

Du hast bodentiefe Fenster Richtung Süden? Perfekt! Dann kannst du sogar Tomaten und Kartoffeln drinnen anbauen. Du benötigst nur ausreichend große Pflanzgefäße. Wie genau das funktioniert, kannst du auf Seite 33 und im Kapitel „Alles Tomate, oder was?“ (Seite 144) nachlesen.

Rumpelkammer? Anbaufläche!: der Keller

Bei den ungenutzten Flächen in Städten sind Kellerräume ganz vorne mit dabei. Da sie sich als Wohnund Geschäftsräume nicht eignen, bleiben sie oft ungenutzt oder verkommen zu Rumpelkammern, in denen alles Mögliche abgestellt wird. Diese Kellergewölbe können dabei auch wunderbar zur Pilzzucht genutzt werden.

Für den Anbau von Gemüse eignet er sich nicht, dafür gibt es zu wenig Licht. Aber Pilze gedeihen im Untergeschoss hervorragend.

In ungenutzten Kellerräumen herrschen ideale Bedingungen für die Zucht von Speisepilzen.

Mit fertigen Pilzzuchtsets ist das gar nicht schwer. Du musst nur die Packung öffnen, das Substrat befeuchten und warten. Dann kannst du nach wenigen Wochen die ersten Pilze ernten, die über einen längeren Zeitraum immer wieder nachwachsen.