Star Trek: Das Doppelgänger-Komplott - Michael Jan Friedman - E-Book

Star Trek: Das Doppelgänger-Komplott E-Book

Michael Jan Friedman

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Beschreibung

Wie hält man den Captain auf?

Bis zu seinem Verschwinden hat Dr. Roger Korby an der Verwirklichung seines Traums gearbeitet: Menschen zu replizieren, sie in Androiden zu verwandeln und ihnen so ein Leben ohne Krankheit und Furcht zu ermöglichen. Auf dem Planeten Exo III hat er eine gigantische Replikationsmaschine installiert, die nun von den Doppelgängern seines ehemaligen Assistenten wieder in Betrieb genommen wird. Während eines Landurlaubs auf Tranquility 7 werden Captain James T. Kirk und seine Offiziere in eine Schlägerei verwickelt. Und der James Kirk, der zur Enterprise zurückkehrt, gleicht dem Captain zwar aufs Haar, doch seine Persönlichkeit scheint sich auf seltsame Weise verändert zu haben.

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Bis zu seinem Verschwinden hat Dr. Roger Korby an der Verwirklichung seines wissenschaftlichen Traums gearbeitet: Menschen zu replizieren, sie in Androiden zu verwandeln und ihnen so ein ewiges Leben ohne Krankheit und Furcht zu ermöglichen. In den unterirdischen Höhlen des Planeten Exo III hat er eine gigantische Replikationsmaschine installiert, die nun von den Doppelgängern seines ehemaligen Assistenten erneut in Gang gesetzt wird.

Der Planet T'nufo wird von einem Meteoritenschwarm bedroht. Der Enterprise gelingt es in letzter Minute, die Bewohner einer Insel zu evakuieren. Doch der anschließende Landurlaub auf Tranquillity 7 gerät für Captain Kirk und seine Offiziere zum Desaster: Sie werden in eine wüste Schlägerei verwickelt. Und der James Kirk, der anschließend auf die Enterprise zurückkehrt, gleicht zwar dem früheren Captain aufs Haar. Aber seine Persönlichkeit scheint sich auf seltsame Weise verändert zu haben.

MICHAEL JAN FRIEDMAN

DAS DOPPELGÄNGER-KOMPLOTT

Star Trek™

Classic

Für meinen Sohn

Brett David.

Mögen die Sterne

Anmerkung des Übersetzers

Dieser Roman bezieht sich auf die Raumschiff Enterprise

Doppelt, doppelt Plag' und Mühe:

Feuer, sprühe; Kessel, glühe.

… Sternenlicht,

Strahl meinen schwarzen, tiefen Wünschen nicht!

Das Aug' sieht nicht die Hand, doch mag's geschehn,

Was, wenn's geschieht, das Aug' sich scheut zu sehn.

Ich wage alles, was dem Manne ziemt;

Wer mehr wagt, ist kein Mensch.{1}

Shakespeare,

Kapitel 1

Brown war lange fort gewesen. Es hatte als eine einfache Forschungsmission am Unteren Rand begonnen, bei den Ruinen. Sein Schöpfer vermutete, dass es dort noch mehr Maschinen gab. »Neue Wunder«, erinnerte sich Brown an den Hinweis. »Abgesehen von denen, die wir bereits kennen.«

Er machte sich allein und gut ausgerüstet auf den Weg. Doch nicht einmal Doktor Korby konnte etwas von der strukturellen Instabilität in den Höhlenwänden und einem möglichen Einsturz geahnt haben. Er begriff schon bald, dass es sinnlos war, sich durch den gewaltigen Berg aus Schutt zu graben, suchte statt dessen nach einem anderen Weg zurück. Irgendwann erschöpfte sich die Ladung der Batterien, und daraufhin trübte sich das Licht der Taschenlampe, bis es schließlich ganz verblasste und der Dunkelheit wich.

Jetzt kehrte er heim und erkannte die geometrische Form der Tür. Er vernahm das leise Summen von Generatoren, bemerkte auch die vertrauten Lichtquellen in den peripheren Bereichen.

Zu Hause.

Er berührte eine Sensorfläche, und die Tür glitt mit einem leisen Zischen beiseite. Brown betrat das Vorzimmer.

Für gewöhnlich wurde hier gearbeitet. Fast immer hielt sich hier jemand auf, Ruk, ein anderer Brown oder er selbst; in den meisten Fällen bestand die Aufgabe darin, alte Maschinen zu reparieren, beziehungsweise neue zu schaffen. Doch jetzt war der Raum leer.

Wo befanden sich die anderen?

Vermutlich in der Hauptkammer. Bei den Maschinen. Vielleicht schuf Doktor Korby etwas Neues. Noch einen Brown? Eine weitere Andrea? Oder eine andere Person?

Es zischte erneut, als sich die Innentür öffnete.

Im Licht der Deckenlampen zeichnete sich ein blaugraues Aggregat ab, das den halben Raum füllte. Die Indikatoren des Kontrollpults glühten nicht.

Auch hier hielt sich niemand auf.

Brown fühlte sich desorientiert – ein solches Empfinden hatte ihn nicht einmal während der langen, in völliger Finsternis verbrachten Monate erfasst. Er wusste: Diese Emotion konnte nicht zu seinem Programm gehören, denn er sah sich außerstande, sie zu benennen, ihr einen Namen zu geben. Trotzdem existierte sie.

Seltsam. Nun, er brauchte nicht lange zu überlegen, um die nächste Entscheidung zu treffen: Er musste weitergehen und Doktor Korby suchen, sich vergewissern, dass alles in Ordnung war.

Kurz darauf erreichte er den Salon, wo der Schöpfer einen großen Teil seiner Zeit verbracht hatte. Dort strahlte das Licht nicht ganz so hell. Brown sah Tische und Stühle aus Holz, einen kleinen Computer, Teppiche und Läufer auf dem Boden, an den Wänden Tapisserien. Hinzu kamen Schmuckgegenstände, an denen der Schöpfer Gefallen fand.

»Doktor Korby?«, rief Brown, obgleich sich niemand seinen Blicken darbot.

Er hatte seine Stimme schon seit einer ganzen Weile nicht mehr gehört, und sie klang fremd.

Darüber hinaus verstärkte sie das Gefühl der Desorientierung, und deshalb schwieg Brown. Er durchquerte das große Zimmer und berührte eine andere Sensorfläche.

Eine weitere Tür glitt auf und gewährte Zugang zu einem schlichten Raum. Er enthielt keine Ziergegenstände, diente in erster Linie zur Lagerung. Dunkelheit herrschte in ihm, doch die Schwärze war nicht dicht genug, um eine auf dem Boden liegende Gestalt zu verbergen.

Brown streckte die Hand nach dem Lichtschalter aus.

Rötliches Schimmern zeigte die Leiche des anderen Brown. Der halbe Unterleib war fortgerissen, und die klaffende Wunde offenbarte diverse Organe. Zweifellos handelte es sich um fatale Verletzungen, denn nichts deutete darauf hin, dass sich einzelne Komponenten des Körpers ihr Funktionspotenzial bewahrt hatten.

Brown kniete neben dem Leichnam und betrachtete die beschädigte Stelle aufmerksam. Mit den Fingerkuppen strich er über den Rand der Öffnung und spürte dabei, wie sich tief in ihm etwas zusammenkrampfte.

Dies war nicht das Ergebnis eines Unfalls; als Erklärung kam keine explodierte Maschine in Frage. Nur konzentrierte Energie konnte so etwas bewirken.

Brown wusste nichts von derartigen Energieformen.

Gab es einen Zusammenhang zwischen dem Zustand des zweiten Brown und dem Verschwinden aller anderen Personen?

Er hielt es für sehr wahrscheinlich.

Das Empfinden der Desorientierung nahm immer mehr zu. Immerhin: Brown war nicht auf eine solche Eventualität programmiert worden.

Wenn ihm mehr Informationen zur Verfügung standen …

Und dann erinnerte er sich. Natürlich. Die separate Überwachungsvorrichtung. Er hatte sie selbst installiert, und Andrea war für Wartung und Auswertung zuständig gewesen.

In den Speichermodulen mochten Daten abgelegt sein, aus denen sich die Ereignisse während Browns Abwesenheit rekonstruieren ließen. Er brauchte nur eine Analyse vorzunehmen.

Er ließ die Reste des zweiten Brown liegen und schaltete das Licht aus. Hinter ihm schloss sich die Tür mit einem Seufzen.

Brown saß in Doktor Korbys Sessel.

Er deaktivierte das letzte Speichermodul und sah, wie die Bilder auf dem Schirm grauem Flimmern wichen.

Jetzt wusste er Bescheid.

Sie existierten nicht mehr: der unzerstörbar wirkende Ruk, von den Alten geschaffen; Andrea.

Auch Doktor Korby.

Und die Verantwortung dafür trug ein Mensch: Captain Kirk. Er hatte den anderen Brown eliminiert. Ihm war es gelungen, sein eigenes Duplikat zu zerstören und den Schöpfer zu zwingen, Ruk zu vernichten – um dann sich selbst und Andrea dem Nichts preiszugeben.

Sie existierten nicht mehr. Niemand von ihnen.

Brown versuchte zu verstehen.

Wenn es den Schöpfer nicht mehr gab und der Zweck des eigenen Seins darin bestand, dem Schöpfer zu dienen … Welche Pflichten folgten daraus? Sollte er sich um die Maschinen kümmern, wie vor ihm Ruk, über Äonen hinweg – bis ein neuer Schöpfer kam und ihm Anweisungen erteilte?

Nein. Er war nicht wie Ruk. Er konnte keinem anderen Schöpfer dienen.

Was sollte er unternehmen?

Was entsprach dem Willen von Doktor Korby?

Plötzlich fiel ihm die Antwort ein. Er hatte sie während der Aufzeichnungsanalyse gehört und gespeichert.

Stellen Sie sich vor, Menschen in Androiden zu verwandeln und sie dadurch zu verbessern. Stellen Sie sich vor, wie das Leben ohne Eifersucht, Habgier und Hass beschaffen wäre …

So lauteten die Worte des Schöpfers.

Niemand muss sterben. Es gibt keine Krankheiten mehr, keine Verunstaltungen. Selbst die Furcht kann mit einem entsprechenden Programm neutralisiert und durch Freude ersetzt werden. Ich biete Ihnen praktisch den Himmel, ein neues Paradies …

Brown lehnte sich zurück.

Jenes Ziel hatte Doktor Korby angestrebt – er zweifelte nicht daran. Als er in seinem Gedächtnis nach Informationen suchte, entsann er sich auch noch an etwas anderes. Der Schöpfer hatte ihm einen Plan gegeben, der es ermöglichte, seine Absichten zu verwirklichen.

Konnte er es allein schaffen? Nein. Ohne Hilfe wäre nicht einmal Doktor Korby dazu imstande gewesen. Er brauchte jemanden, der ihm half, einen Ruk oder eine Andrea. Er musste mehr Androiden herstellen, bevor es einen Sinn hatte, mit der Ausführung des Plans zu beginnen.

Aber wie sollte er auch nur einen einzigen neuen Androiden schaffen? Er wusste nicht genug vom Vorgang des Programmierens, und in diesem Zusammenhang gehörten auch keine speziellen Begabungen zu seiner Ich-Struktur.

Er dachte an den anderen Brown … Nein, er ließ sich nicht reparieren. Selbst wenn seinen inneren Organen ein minimales Funktionspotenzial zurückgegeben werden konnte – die Programme waren bestimmt irreparabel geschädigt.

Vor dem inneren Auge ließ Brown die Aufzeichnungssequenzen Revue passieren, suchte nach einer Lösung für das Problem …

Und fand eine.

Aus dem Surren und Pfeifen des Aggregats wurde ein dumpfes Brummen, als sich die Fokusplattform langsamer drehte. Brown sah sofort, dass er einen Erfolg erzielt hatte.

Die menschliche Datenschablone existierte nach wie vor, und ganz offensichtlich gab es keine Defekte in ihr: Er sah ein zumindest in physischer Hinsicht vollständiges und normales Exemplar.

Das jedoch nutzlos blieb, wenn nicht auch das psychische Muster erhalten geblieben war.

Er nahm die notwendigen Schaltungen vor und justierte die Kontrollen für den neuralen Output. Anschließend aktivierte er die Rezeptoren.

Die Gestalt auf der Plattform zuckte und neigte ruckartig den Kopf nach hinten. Deutlich zeichneten sich Adern und Sehnen im Hals ab.

Dann rührte sie sich nicht mehr.

Brown unterbrach die Energiezufuhr, und das Summen des Aggregats verklang allmählich. Indikatoren blinkten in der richtigen Reihenfolge und erloschen.

Er trat zur Plattform und blickte auf das Geschöpf im separierten Materialisierungsbereich hinab. Nach einigen Sekunden öffnete es die Augen.

Die Pupillen zeigten Intelligenz – und auch noch etwas anderes, das den Beobachter faszinierte.

»Brown«, sagte der neue Androide. »Stimmt's?«

»Ja. Und du bist … und Sie sind …«

»James T. Kirk, Captain der U.S.S. Enterprise.« Er lachte leise. »Die verbesserte Version.«

Brown nickte zufrieden. Das von ihm geschaffene Wesen sah nicht nur wie der Mensch in den Aufzeichnungen aus, sondern hörte sich auch so an und präsentierte das gleiche selbstsichere Gebaren.

»Ich schlage vor, Sie gewähren mir jetzt volle Bewegungsfreiheit«, sagte Kirk und blickte zur energetischen Barriere.

Der Androide sprach sanft und freundlich, aber irgend etwas in seiner Stimme verlangte Gehorsam.

Brown handelte ganz automatisch und drückte eine Taste, woraufhin das Kraftfeld verschwand. Dann wich er zurück, um Kirk genug Platz zu geben.

Der nackte Androide sah sich in der Kammer um.

»Sie wissen, wie man die Maschinen stilllegt, nicht wahr?«

»Natürlich«, bestätigte Brown.

»Dann sollten Sie die Anlagen jetzt deaktivieren. Derzeit brauchen wir sie nicht.«

Brown schritt zur Hauptkonsole – und blieb stehen. Wie dumm von ihm, so rasch und bereitwillig in die Rolle des Dieners zu schlüpfen.

Er war jetzt der Herr. Das durfte er nicht vergessen.

»Stimmt was nicht?«, fragte Kirk.

»Ich habe noch mit den Maschinen zu tun«, erwiderte Brown.

»Was soll das bedeuten?« Kirk streckte sich.

»Sie sind nur der erste von vielen Androiden, die ich schaffen möchte. Wir benötigen mehr Helfer, um Doktor Korbys Plan auszuführen.«

Kirk lachte, und es klang verächtlich.

»Ich genüge«, behauptete er. »Oder wollen Sie etwa ein ganzes Heer aus Jim Kirks auf die Galaxis loslassen, in der Hoffnung, dass niemand Verdacht schöpft?«

Brown schwieg. Soviel gedankliche Vorbereitungsarbeit hatte er noch nicht geleistet.

»Aber der Plan des Schöpfers …«, begann er nach einer Weile.

Kirk winkte ab. »Glauben Sie, die Ziele des Schöpfers besser zu kennen als ich? Ein Kirk sollte das Instrument sein, mit dem er die Menschheit retten wollte. Mein Programm ist sein Plan.«

Er durchquerte den Raum und berührte die Sensorfläche in der Wand. Die Tür glitt auf, und sofort trat er durch den Zugang.

Brown folgte ihm in die nächste Kammer, die wie ein Schlafzimmer eingerichtet war.

»Was haben Sie vor?«, fragte er den Androiden und gewann immer mehr den Eindruck, dass er die Kontrolle verlor.

»Ich besorge mir Kleidung«, antwortete Kirk. »Raumschiff-Kommandanten laufen nicht ständig splitterfasernackt durch die Gegend.«

Er kramte in einer Kommode und holte einen Overall hervor.

»Vielleicht sollte ich darauf hinweisen, dass hier alle wichtigen Entscheidungen von mir getroffen werden«, sagte Brown. »Ich habe Sie geschaffen.«

Kirk streifte den Overall über.

»Mein lieber Doktor Brown …«, entgegnete er. »Erlauben Sie mir, ebenfalls auf etwas hinzuweisen: Ich bin Captain. Und Sie sind nur die Nachbildung eines zweitklassigen Wissenschaftlers, mehr ein Analogon als ein Duplikat – immerhin war der ursprüngliche Doktor Brown bereits tot, als Sie entstanden.«

Kirk strich den Overall glatt.

»Anders ausgedrückt …«, fuhr er fort. »Meiner Ansicht nach kann kein Zweifel daran bestehen, wer besser … qualifiziert ist, diese Operation zu leiten.«

Ganz plötzlich sah er auf, und Brown bemerkte kühle Entschlossenheit in den Augen.

»Irgendwelche Einwände?«

Brown schwieg erneut und spürte eine gewisse Hilflosigkeit. Er musste zugeben, dass es Kirks Ausführungen nicht an Logik mangelte.

Was spielte es für eine Rolle, wer die Revolution leitete? Wichtig war nur, dass Doktor Korbys Absichten verwirklicht wurden.

Kümmern Sie sich um Ihre eigenen Angelegenheiten, Mister Spock. Ich habe Ihre dauernden Einmischungen satt.

Kirk saß an der Computerkonsole, ballte die Faust und schlug sich damit auf die flache linke Hand. Das Pochen hallte in der Höhle wider.

Es war ihm gelungen, das Rätsel zu lösen!

Stundenlang hatte er sich mit der inneren Struktur des Raumschiffs Enterprise befasst und die automatischen Reaktionen des Menschen Kirk auf verschiedene Stimuli an Bord untersucht.

Jetzt führte die lange Suche zu einem konkreten Ergebnis: der bedingte Reflex auf jeden vom vulkanischen Ersten Offizier herbeigeführten Kontakt: Kümmern Sie sich um Ihre eigenen Angelegenheiten, Mister Spock …

Wirklich schlau. Der echte Kirk musste diese Reaktion in seinem Unterbewusstsein verankert haben, bevor das mentale Muster dem ersten Kirk-Androiden übertragen wurde. Eine Art Selbstprogrammierung, die vielleicht noch auf der Fokusplattform stattgefunden hatte.

Der Androide ahnte nichts – es gab auch gar keinen Grund für ihn, Verdacht zu schöpfen. Während er sich an Bord der Enterprise befand, sprach er diese Worte irgendwann laut aus, womit er Argwohn in dem Vulkanier weckte. Und dieses Misstrauen war es, das später zum Einsatz der Landegruppe führte.

Für den echten Kirk hatte es keine Möglichkeit gegeben, der Enterprise eine Nachricht zu übermitteln. Er verdankte seine Rettung allein dem bedingten Reflex.

Der Androide lächelte zufrieden. Er würde diesen Fehler nicht wiederholen, wenn er Kirks Platz an Bord des Raumschiffs einnahm.

Eine solche Maßnahme war unerlässlich, um Doktor Korbys Plan in die Tat umzusetzen. Der Kommandosessel des Raumschiffs Enterprise gab ihm alle notwendigen Werkzeuge, um die Saat der heimlichen Revolution auszubringen: Macht, Prestige, Mobilität, Zugriff auf die Kommunikations- und Datennetze der Föderation.

Kirk gab einem Impuls nach und rief einen Querschnitt des Raumschiffs auf den Bildschirm der Konsole. Es wirkte nicht nur interessant, sondern auch … verlockend.

Aber zuerst musste er Exo III verlassen. Und zwar mit der Replikationsanlage. Darin bestand das andere Schlüsselelement: Es ging darum, eine geeignete Operationsbasis zu finden. Einen bewohnten Planeten mit genug Rohstoffen für die Androidenproduktion im großen Maßstab.

Natürlich gab es nur eine Möglichkeit, um jenen ersten Transit zu bewerkstelligen. Kirk schaltete das Interkom ein und bestellte Brown zu sich.

Kurze Zeit später trat der andere Androide durch die Tür.

»Ich habe noch nicht alle Rezeptoren gereinigt«, sagte Brown.

»Wie lange dauert es noch?«, fragte Kirk.

Daraufhin zögerte Brown für einen Sekundenbruchteil. Ein Fehler in der Programmierung? Kirk beschloss, der Sache bei Gelegenheit auf den Grund zu gehen.

»Etwa eine Stunde«, lautete die Antwort. »Aber im Anschluss daran müssen noch weitere Wartungsarbeiten erledigt werden.«

»Warten Sie damit«, sagte Kirk. »Wenn die Rezeptoren gereinigt sind, beginnen Sie mit der Konstruktion eines möglichst leistungsfähigen Kom-Geräts.«

Brown nickte langsam. »In Ordnung. Und Sie? Was unternehmen Sie?«

Kirk kniff die Augen zusammen. »Ich werde meine Zeit auf eine kluge Weise nutzen«, erwiderte er.

Der andere Androide runzelte die Stirn, drehte sich um und ging.

Kirk beobachtete, wie sich die Tür schloss, wandte seine Aufmerksamkeit dann wieder dem Computerschirm zu, der nach wie vor einen Querschnitt der Enterprise zeigte. Er drückte einige Tasten, und die schematische Darstellung schwang um neunzig Grad herum – bis der Bug des Schiffes zum Betrachter wies.

Die Gestalt vor der Konsole starrte lange Zeit auf das Bild.

Kapitel 2

CAPTAINS LOGBUCH, NACHTRAG: STERNZEIT 4925.2

Der von uns entdeckte Meteoritenschwarm erreicht T'nufo in weniger als einer Stunde, und alles deutet darauf hin, dass der Insel P'othpar völlige Zerstörung droht.

Eine rechtzeitige Evakuierung aller Bewohner ist nur mit Hilfe des Enterprise-Transporters möglich. Zum Glück gibt es auf der Insel nur zwei kleine Orte: K'neethra hier am südlichen Ende und Az'roth an der östlichen Küste.

Bei unseren Rettungsbemühungen stoßen wir immer wieder auf Schwierigkeiten. Die P'othparaner sind eine quasi-religiöse Gruppe und haben sich vor langer Zeit von den übrigen T'nufanern getrennt, um zu bestimmten sozialen Werten zurückzufinden. So verzichten sie zum Beispiel auf Kom-Technik, was für uns bedeutet: Wir müssen die außerhalb der Dörfer wohnenden P'othparaner individuell lokalisieren, um jeden von ihnen auf die bevorstehende Katastrophe hinzuweisen.

Außerdem: Unsere Translatoren sind nur auf die Hauptsprachen des Planeten programmiert. Und abgesehen von Besatzungsmitglied Donald Clifford gibt es niemanden, der auch nur einige Worte des p'othparanischen Dialekts versteht.

Aus diesem Grund greifen wir auf die Hilfe einheimischer Fachleute zurück, die von der Provinz-Universität auf dem Festland stammen und für uns dolmetschen.

Natürlich setzen wir auch unsere Bemühungen fort, die von den Meteoriten ausgehende Gefahr zu bannen obwohl wir in dieser Hinsicht kaum mit nennenswerten Erfolgen rechnen dürfen. Wenn der Schwarm aus dem Föderationsraum käme und nicht von jenseits der romulanischen neutralen Zone … dann hätten wir ihn zerstören können, bevor er in die Nähe des Planeten gelangte. Zwar sind wir imstande, einige Brocken zu zertrümmern, aber das ändert nichts an der allgemeinen Situation. Die Hauptmasse des Schwarms wird auf P'othpar hinabstürzen.

Jim Kirk, Captain der U.S.S. Enterprise, stand auf dem uralten Dorfplatz, begleitet von den übrigen Angehörigen der Evakuierungsgruppe. Sechs Besatzungsmitglieder und ebenso viele Einheimische vom Festland unterhielten sich; ihre leisen Stimmen kündeten von Erschöpfung und wiesen gleichzeitig auf Respekt diesem Ort gegenüber hin.

Auch Kirk war müde. Schweiß perlte auf seiner Stirn. Und tief in ihm brodelte Zorn.

Sein Blick glitt über die verzierten Fassaden der Steinhäuser, wanderte zu den buckelförmigen Bergen. Die Sonne neigte sich dem Horizont entgegen und verfärbte die Wolken, tauchte sie in einen prächtigen, roten und orangefarbenen Glanz. Irgendwo dahinter und darüber näherte sich ein Meteoritenschwarm, um dieser Idylle Vernichtung zu bringen.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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