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Stefan Loose E-Books sind besonders praktisch für unterwegs und sparen Gewicht im Reisegepäck! - Einfaches Navigieren im Text durch Links - Offline-Karten (ohne Roaming) - NEU: Karten und Grafiken mit einem Klick downloaden, ausdrucken, mitnehmen oder für später speichern - Weblinks führen direkt zu den Websites mit weiteren Informationen Unser Tipp: Erstellen Sie Ihren persönlichen Reiseplan durch Lesezeichen und Notizen… und durchsuchen Sie das E-Book mit der praktischen Volltextsuche! E-Book basiert auf: 2. Auflage 2015 Japan ist eines der vielseitigsten Länder der Welt, nicht nur aufgrund seiner enormen geografischen Spannweite von Hokkaidô im Norden bis Okinawa im Süden. Wer klassische Sehenswürdigkeiten sucht, findet viele herausragende buddhistische Tempel, urjapanische Shintô-Schreine, imposante Burgen, raffiniert angelegte Landschaftsgärten und schmucke traditionelle Holzhäuser. Erstklassige Museen widmen sich so unterschiedlichen Themen wie dem Nô-Theater oder dem japanischen Comic. Zum krönenden Abschluss eines erlebnisreichen Tages laden Onsen zu einem erfrischenden Bad ein. Die heißen Quellen sind über das ganze Land verteilt und liegen nicht selten in reizvoller Umgebung in den Bergen, mit denen Japan ebenfalls reich gesegnet ist. So kommen Wanderfreunde fast überall auf ihre Kosten, und selbst zum Skifahren nach Japan zu fahren ist nicht abwegig. Abenteuerlustige stürzen sich in eines der vielen Volksfeste oder probieren sich im Papierschöpfen. Dazu gibt es immer wieder kulinarische Neuentdeckungen. Kurzum: So oft man auch nach Japan reist, es bleibt immer spannend. Insgesamt sieben Autorinnen und Autoren, allesamt langjährige Japankenner, teils außerdem ausgebildete Japanologen, haben das Land in diesem Reiseführer beschrieben. Ein besonderes Augenmerk legen sie auf Tipps für preiswerte Reisemöglichkeiten und auf die unterschiedlichsten Möglichkeiten des Aktivurlaubs. Ein solider Begleiter für Individualreisende, die auf eigene Faust losziehen.
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Seitenzahl: 1406
Veröffentlichungsjahr: 2015
Titel
Tipps für iBooks Nutzer
Symbole & Hinweise
Übersichtskarte Highlights
Japan – Highlights und Themen
Highlights
Themen
Reiseziele und Routen
Klima und Reisezeit
Reisekosten
Traveltipps von A–Z
Anreise
Botschaften und Konsulate
Einkaufen
Essen und Trinken
Fair reisen
Feste und Feiertage
Fotografieren
Frauen unterwegs
Geld
Gepäck und Ausrüstung
Gesundheit
Informationen
Internet und E-Mail
Jobben in Japan
Kinder
Maße und Elektrizität
Medien
Nationalparks und Reservate
Öffnungszeiten
Onsen
Post
Reisende mit Behinderungen
Reiseveranstalter
Schwule und Lesben
Sicherheit
Sport und Aktivitäten
Telefon
Transport
Übernachtung
Verhaltenstipps
Versicherungen
Visa
Zeit und Kalender
Zoll
Land und Leute
Geografie
Flora und Fauna
Umwelt
Bevölkerung und Gesellschaft
Geschichte
Regierung und Politik
Wirtschaft
Religion
Kunst und Kultur
Tōkyō und Umgebung
Tōkyō
Zentrum
Asakusa und Shitamachi
Ueno und Yanaka
Shinjuku
Harajuku und Shibuya
Der Süden Tōkyōs
Bunkyō
Ikebukuro
Odaiba
Aktiv: Wanderung auf den Takao-san
Die Umgebung von Tōkyō
Nikkō
Fuji-san
Hakone
Yokohama
Kamakura
Tōhoku
Aizu Wakamatsu
Sendai
Matsushima
Yamadera und Yamagata
Dewa Sanzan
Hiraizumi
Morioka
Akita
Kakunodate
Nyūtō Onsen
Hachimantai
Towada-See
Shimokita-Halbinsel
Aomori
Hirosaki
Hokkaidō
Sapporo
Die Umgebung von Sapporo
Otaru
Nibutani
Rishiri-Rebun-Sarobetsu-Nationalpark
Daisetsuzan-Nationalpark
Furano und Biei
Shiretoko-Nationalpark
Monbetsu und Abashiri
Akan-Nationalpark
Shikotsu-Tōya-Nationalpark
Shiraoi
Noboribetsu Onsen
Niseko
Hakodate
Chūbu
Tōkai – Die Pazifikseite
Nagoya
Die Umgebung von Nagoya
Gifu und Umgebung
Inuyama
Gero Onsen
Takayama
Shirakawa-gō
Gokayama
Japanische Alpen
Kiso-Tal
Aktiv: Auf historischen Pfaden von Tsumago nach Magome
Matsumoto
Hakuba
Azumino und Hotaka
Norikura Onsen
Suwa
Nagano
Matsushiro
Obuse
Yudanaka Onsen
Togakushi
Tateyama-Kurobe-Alpenroute
Kurobe-Schlucht
Hokuriku
Fukui
Eihei-ji
Maruoka
Tōjinbō
Kanazawa
Noto-Halbinsel
Toyama
Takaoka
Kansai
Kyōto
Zentrum
Ost-Kyōto – Higashiyama
Nordwest-Kyōto
Nord-Kyōto
West-Kyōto: Arashiyama und Sagano
Südwest-Kyōto
Süd-Kyōto
Die Umgebung von Kyōto
Kurama
Ōhara
Miho Museum
Amanohashidate
Hikone
Uji
Nara und Umgebung
Nara
Die Umgebung von Nara
Kii-Halbinsel
Yoshino und Ōmine-san
Kōya-san
Kumano
Ise-Nationalpark
Ōsaka
Umeda
Ōsaka Business Park (OBP) und Ōsaka Castle Park
Shinsaibashi und Nanba (Namba)
Shitennō-ji und Sumiyoshi-taisha
Hyōgo-ken
Kōbe
Himeji
Chūgoku
Okayama
Kurashiki
Hiroshima
Miyajima
Iwakuni
Seto-Inlandsee (Setonaikai)
Aktiv: Mit dem Rad übers Meer: Shimanami-kaidō
Hagi
Akiyoshidai
Tsuwano
Iwami-Ginzan
Izumo
Matsue
Shikoku
Takamatsu
Zentsū-ji
Kotohira
Iya-Tal
Yashima
Tokushima
Naruto
Kōchi
Muroto-misaki
Shimantogawa
Ashizuri-misaki
Matsuyama
Uwajima
Kyūshū
Fukuoka
Dazaifu
Arita
Nagasaki
Unzen
Beppu
Die Umgebung von Beppu
Aso-Kujū-Nationalpark
Aktiv: Auf den Nakadake
Kumamoto
Amakusa
Takachiho
Kagoshima
Satsuma-Halbinsel
Yakushima
Miyazaki und Nichinan-Küste
Okinawa
Die Hauptinsel Okinawa
Naha
Südlich von Naha
Zwischen Naha und Nago
Motobu-Halbinsel
Die Nordspitze (Kunigami-son)
Miyakojima-Inseln
Miyakojima
Irabujima
Yaeyama-Inseln
Ishigaki
Taketomi
Iriomote
Anhang
Sprachführer
Glossar
Bücher
Danksagung
Impressum
Kartenverzeichnis
Autoren
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Zimmerpreise
Die Angaben gelten jeweils für ein Doppelzimmer ohne Frühstück
bis 8000 ¥bis 12 000 ¥bis 15 000 ¥bis 20 000 ¥bis 25 000 ¥über 25 000 ¥Autoren-Tipp: Hier hat es uns am besten gefallenEinrichtungen, die sich durch besonderes Umweltengagement auszeichnenBudget-Tipp: Viel Japan für wenig Geld!Wechselkurse
1 €136 ¥1 sFr112 ¥100 ¥0,74 €100 ¥1 sFrQuick Finder
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Legende
Detailansicht der Karte folgt
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1 Hanami Im Frühling verzaubert die Kirschblüte Yoshino, Hirosaki und andere Orte im ganzen Land siehe >>Bild | Karte
2 Onsen Wohlige Entspannung in einem der vielen Thermalbäder Japans, wie Beppu oder Arima siehe >>Bild | Karte
3 Tokyo Weltmetropole der Superlative siehe >>Bild | Karte
4 Nikko Prunkvolles Mausoleum für den ersten Tokugawa-Shōgun siehe >>Bild | Karte
5 Kamakura Gemütliche Tempelstadt und Sitz des berühmten Großen Buddha siehe >>Bild | Karte
6 Matsushima Hunderte mit Kiefern bewachsene Inselchen in einer malerischen Bucht siehe >>Bild | Karte
7 Dewa Sanzan Heilige Berge, geheimnisvolle Schreine, asketische Pilger siehe >>Bild | Karte
8 Shiretoko-Nationalpark Bären, Seeadler und andere majestätische Tiere in freier Wildbahn siehe >>Bild | Karte
9 Shirakawa Historische Holzhäuser in nostalgischen Bergdörfern siehe >>Bild | Karte
10 Kyoto Wiege der japanischen Kultur siehe >>Bild | Karte
11 Nara Jahrhundertealte Tempel und ein Park voller Rehe siehe >>Bild | Karte
12 Koya-san Heilige Klosterstadt in den Bergen siehe >>Bild | Karte
13 Himeji Die schönste Burg Japans siehe >>Bild | Karte
14 Kurashiki Traditionelle Speicherhäuser an einem idyllischen Kanal siehe >>Bild | Karte
15 Hiroshima Bewegende Gedenkstätten erinnern an den Abwurf der ersten Atombombe siehe >>Bild | Karte
16 Dogo Onsen Legendäres altes Badehaus auf Shikoku siehe >>Bild | Karte
17 Nagasaki Stimmungsvolle Hafenstadt mit einer wechselvollen Geschichte siehe >>Bild | Karte
18 Sakurajima Ein nimmermüder Vulkan direkt vor der Haustür Kagoshimas siehe >>Bild | Karte
19 Sezoko Beach Strandvergnügen auf Okinawa siehe >>Bild | Karte
1 HANAMI
Die Kirschblüte läutet den Frühling ein und ist im ganzen Land Anlass zum ausgelassenen Feiern. Man trifft sich zum Picknick im Park und erfreut sich an der kurzlebigen Blütenpracht. siehe >>
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2 ONSEN
Die japanische Badekultur sucht auf der Welt ihresgleichen. Jede Region hat berühmte Heilquellen, und in ihnen zu baden ist nicht nur für Japaner ein Hochgenuss. siehe >>
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3 TŌKYŌ
Postmoderne Wolkenkratzer mit grandiosen Ausblicken bilden einen Kontrast zum Treiben während eines traditionellen Festes am Schrein in Asakusa. siehe >>
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4 NIKKŌ
Mit Moos bewachsene Stein- und Bronzelaternen – Trauergeschenke der Fürsten zum Tod des großen Tokugawa Ieyasu – säumen den Weg zum inneren Bezirk des Tōshōgū-Schreins. siehe >>
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5 KAMAKURA
Seit über 760 Jahren unverrückbar in Meditation versunken sitzt der riesige Buddha aus Bronze am Tempel Kōtoku-in. siehe >>
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6 MATSUSHIMA
Hunderte kleiner, mit Kiefern bewachsener Inseln machen die Bucht von Matsushima zu einem der schönsten Anblicke Japans. Am besten erlebt man die berühmte Landschaft auf einer kurzen Schiffstour durch die Bucht. siehe >>
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7 DEWA SANZAN
2446 steinerne Stufen führen zum Drei-Götter-Schrein auf dem Haguro-san. siehe >>
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8 SHIRETOKO-NATIONALPARK
Paradies für Braunbären, Riesen-Fischuhus, Seeadler, Stellersche Seelöwen und andere wildlebende Tiere. siehe >>
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9 SHIRAKAWA
In dem idyllischen Bergdorf prägen traditionelle Holzhäuser die Landschaft. Die enormen Reetdächer sind so steil, damit der viele Schnee abrutschen kann. Deshalb gibt es auch im ersten und zweiten Stock noch Türen nach draußen. siehe >>
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10 KYŌTO
Die alte Kaiserstadt ist das kulturelle Zentrum Japans und mit ihren zahlreichen Tempeln, Schreinen und Palästen zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert. siehe >>
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11 NARA
Die erste permanente Hauptstadt Japans ist über 1300 Jahre alt und reich an herausragenden Heiligtümern und Kunstschätzen ersten Ranges. siehe >>
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12 KŌYA-SAN
An diesem spirituellen Ort, weitab der großen Städte und tief in den Bergen der Kii-Halbinsel, genießen nicht nur Pilger Ruhe und Besinnlichkeit. siehe >>
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13 HIMEJI
Die wunderschöne „Burg des Weißen Reihers“ ist der wahrhaftige Beweis dafür, dass Burgen nicht nur der Verteidigung dienen, sondern auch ästhetischen Ansprüchen gerecht werden. siehe >>
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14 KURASHIKI
Der einstige Reisspeicher der Nation besitzt heute eine der interessantesten und reizendsten Altstädte Japans. siehe >>
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15 HIROSHIMA
Die wiederauferstandene Stadt verspricht künftigen Generationen Hoffnung und ruft als selbst ernannte Friedensstadt zur weltweiten Beseitigung aller Atomwaffen auf. siehe >>
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16 DŌGO ONSEN
Im alten Badehaus dieser Therme, das früher der kaiserlichen Familie vorbehalten war, können Einheimische und Besucher der Stadt sich gesundbaden. siehe >>
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17 NAGASAKI
Die exotische Stadt im Süden bietet eine ungewöhnliche Vielfalt an Kulturschätzen, vom chinesischen Konfuziusschrein bis zur katholischen Kirche. siehe >>
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18 SAKURAJIMA
Vor der Hafenstadt Kagoshima thront der imposante Inselvulkan und spuckt je nach Tagesform mehr oder weniger Asche in die Luft. Bewundern darf man ihn auch aus der Nähe – aber unterschätzen nie! siehe >>
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19 SESOKOJIMA
Weißer Sandstrand, tiefblaues Meer und ganz klares, warmes Wasser – ideal, um einmal komplett abzuschalten. siehe >>
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Themen
Japan zur Kirschblüte siehe >>
Ein Besuch im Onsen siehe >>
Die schönsten Pilger- und Wanderwege siehe >>
Nattō siehe >>
Eki-ben siehe >>
Matsuri siehe >>
Japanische High-Tech-Toiletten siehe >>
Japans 100 berühmte Berge siehe >>
Karate siehe >>
Die Herkunft des Sumō siehe >>
Walfang siehe >>
Prüfungshölle siehe >>
Japanische Mythologie siehe >>
Feng Shui siehe >>
Samurai, Daimyō und Shōgun siehe >>
Der weiße Samurai – Anjin-san siehe >>
Die dreifache Katastrophe von 2011: Erdbeben, Tsunami und Reaktorunfall siehe >>
Thronfolgeproblematik des japanischen Kaiserhauses siehe >>
Yasukuni-Kontroverse siehe >>
Artikel 9 und die Selbstverteidigung siehe >>
Die LDP siehe >>
Tourismusindustrie in Japan siehe >>
Die bekanntesten Shintō-Götter siehe >>
Japanische Hochzeiten siehe >>
Traditionelles Wohnen siehe >>
Ikebana siehe >>
Vom Weg des Tees siehe >>
Buddhas, Bodhisattvas und andere göttliche Wesen siehe >>
Hokusai – ein Meister des japanischen Holzschnitts siehe >>
Manga siehe >>
Takarazuka siehe >>
Der alte Bahnhof Shinbashi siehe >>
Nikkō-kaidō siehe >>
Expedition ins exotische Europa siehe >>
Auf schmalen Pfaden durchs Hinterland siehe >>
Shugendō – Selbsterfahrung für Hartgesottene siehe >>
Die Kunst des kabazaikusiehe >>
Sprachrohr für die Unterwelt siehe >>
Hundehaut-Musik siehe >>
Der Hokkaido-Kürbis siehe >>
Winter in Hokkaidō: Traum in Weiß siehe >>
Die Ainu siehe >>
Marimo siehe >>
Das Reichsschwert Kusanagi no tsurugi siehe >>
Die Schlacht von Sekigahara siehe >>
Kormoranfischen siehe >>
Frank Lloyd Wright in Japan siehe >>
Das geheime Bildnis des Zenkō-ji siehe >>
Dōgen und der Weg zur Wahrheit siehe >>
Legenden um das Kōbe-Beef siehe >>
Das Mädchen Sadako siehe >>
Die Bombe auf Hiroshima siehe >>
Tsuwano und seine berühmten Söhne siehe >>
Lafcadio Hearn siehe >>
Honshū-Shikoku-Brückenprojekt siehe >>
Pilgerweg der 88 Tempel siehe >>
Eckige Melonen siehe >>
Awa Odori siehe >>
Beethovens Neunte und das Kriegsgefangenenlager Bandō siehe >>
John Manjirō – vom schiffbrüchigen Fischer zum Regierungsberater siehe >>
Natsume Sōseki siehe >>
Porzellan aus Arita für Europa siehe >>
Der Atombombenabwurf auf Nagasaki siehe >>
Philipp Franz von Siebold siehe >>
Der Amakusa-Shimabara-Aufstand siehe >>
Tricksen und Tanzen in Takachiho siehe >>
Saigō Takamori – der letzte Samurai siehe >>
Shōchū – der Geist von Kyūshū siehe >>
Giftschlangen und giftige Quallen siehe >>
Awamori siehe >>
Shīsā siehe >>
Die Schlacht um Okinawa siehe >>
US-Militärstützpunkte siehe >>
Die Rettung der Robertson siehe >>
Salz aus Okinawa siehe >>
Iriomote-Katze siehe >>
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Reiseziele
Tōkyō und Umgebung
Tōhoku
Hokkaidō
Chūbu
Kansai
Chūgoku
Shikoku
Kyūshū
Okinawa
Urlaub aktiv
Strandurlaub
Reiserouten
Japan klassisch
Japan intensiv
Modernes Japan
Dem Himmel nahe
Japan ist eines der vielseitigsten Länder der Welt, nicht nur aufgrund seiner enormen geografischen Spannweite von Hokkaidō im Norden bis Okinawa im Süden. Wer klassische Sehenswürdigkeiten sucht, findet viele herausragende buddhistische Tempel, urjapanische Shintō-Schreine, imposante Burgen, raffiniert angelegte Landschaftsgärten und schmucke traditionelle Holzhäuser. Erstklassige Museen widmen sich so unterschiedlichen Themen wie dem Nō-Theater oder dem japanischen Comic. Zum krönenden Abschluss eines erlebnisreichen Tages laden Onsen zu einem entspannenden Bad ein. Die heißen Quellen sind über das ganze Land verteilt und liegen nicht selten in reizvoller Umgebung in den Bergen, mit denen Japan ebenfalls reich gesegnet ist. So kommen Wanderfreunde fast überall auf ihre Kosten, und selbst zum Skifahren nach Japan zu fahren, ist nicht abwegig. Abenteuerlustige stürzen sich in eines der vielen Volksfeste oder versuchen sich im Schwertkampf. Dazu gibt es immer wieder kulinarische Entdeckungen, die zugleich ein Augenschmaus sind. Kurzum: So oft man auch nach Japan reist, es bleibt immer spannend.
Tōkyō ist die größte Metropolregion der Welt und eine Stadt der Gegensätze, wie sie größer nicht sein könnten. In einem endlosen Häusermeer verteilen sich moderne Wolkenkratzer, alte Tempel, Gärten und weitläufige Parks. Der hervorragend ausgebaute Nahverkehr macht Autos so gut wie überflüssig, und im relativ kompakten Stadtzentrum wetteifern unzählige Restaurants, Einkaufszentren und Museen um die Gunst der Besucher. Bei klarem Wetter hat man sogar die Chance, den Fuji-san zu erblicken.
Das historische Zentrum von Tōkyō bildet der Kaiserpalast. Von dessen weitläufigen Parkanlagen ist jedoch nur der Ost-Teil zugänglich.
Der Hama-Rikyū-Park (siehe >>) liegt herrlich an der Tōkyō-Bucht und ist nicht nur zur Kirschblüte ein beliebter Ort zum Spazieren. Roppongi Hills (siehe >>) ist ein hochmoderner Wolkenkratzerkomplex, der Tag und Nacht einen grandiosen Blick über Tōkyō bietet. Ganz in der Nähe spielt sich in Roppongi (siehe >>) das bunte Nachtleben ab.
Die lange Ladenzeile im traditionellen Tempelbezirk Asakusa (siehe >>) wird von vielen Touristen aus aller Welt besucht und lädt zum Souvenirkauf ein. Ganz in der Nähe befindet sich der weltweit höchste Fernsehturm, Tōkyō Skytree (siehe >>). Die Jugend trifft sich gerne in Shibuya (siehe >>) und Harajuku (siehe >>) zum Shoppen oder im Café.
Wer dem ganzen Großstadttrubel entkommen möchte, besucht das nördlich von Tōkyō gelegene Nikkō (siehe >>). Der hiesige Tōshōgū ist der schönste Schreinkomplex in ganz Japan.
Naturliebhaber fahren zum Wandern nach Hakone (siehe >>) und entspannen ihre müden Glieder in einem der schönen Onsen. Nahe bei Tōkyō liegt auch Kamakura (siehe >>), bekannt durch seine 750 Jahre alte Buddha-Statue aus Bronze und seine vielen Tempel.
In der Hafenstadt Yokohama (siehe >>) locken die alte Chinatown und der moderne, dem Meer abgetrotzte Stadtteil Minato Mirai 21.
Tōhoku, dem Norden der Hauptinsel Honshū, eilt der Ruf der unberührtesten oder wahlweise hinterwäldlerischsten Region des Landes voraus, dennoch gibt es hier einiges zu entdecken. Die Bucht von Matsushima (siehe >>) mit ihren Hunderten von Kiefern bewachsenen Inselchen gilt als einer der drei schönsten Anblicke Japans. Im Landesinneren locken vulkanische Berg- und Seenlandschaften Wanderer und Naturfreunde in Nationalparks wie den Towada-Hachimantai (siehe >>). Auch Onsen-Liebhaber kommen auf ihre Kosten, z. B. in Nyūtō Onsen (siehe >>) am Rande des Hachimantai-Plateaus.
Der wichtigste kunsthistorische Schatz Tōhokus ist die Goldene Halle des Chūson-ji in Hiraizumi (siehe >>). In Aizu-Wakamatsu (siehe >>) oder Kakunodate (siehe >>) kann man anhand der dort erhaltenen Samuraihäuser der feudalen Vergangenheit nachspüren.
Die im Originalgrundriss erhaltene Burg in Hirosaki (siehe >>) bildet einen hübschen Hintergrund für die 5000 meist etwa zur Golden Week blühenden Kirschbäume. In Yamadera (siehe >>) kann man 1000 Stufen zu einem fantastisch gelegenen Bergtempel erklimmen. Die heiligen drei Berge von Dewa Sanzan (siehe >>) warten mit geheimnisvollen Bergschreinen und entlegenen Pilgerpfaden auf. Mutige statten auch der unheimlichen, schwefeldampfgeschwängerten Schattenwelt des Osore-zan (siehe >>) einen Besuch ab. An den Rand der Zivilisation kommt man in Akita (siehe >>), dem monatelang unwirtlichen „Schneeland“ mit dem besten Sake, den deftigsten Suppen und den wildesten Festen. Als Ausgangspunkt für die Erkundung eignen sich die größte Stadt der Region, Sendai (siehe >>), mit ihrem Kultur- und Ausgeh-Angebot, oder auch die Universitätsstadt Morioka (siehe >>).
Hokkaidō, die nördlichste der vier japanischen Hauptinseln, ist historisch der jüngste Teil Japans und wirkt auf Japaner aus anderen Gegenden daher meist etwas „fremdartig“. In Sapporo (siehe >>), einer Metropole, die alles bietet, was eine japanische Großstadt verspricht, spürt man eine von Pioniergeist geprägte, ungezwungene Atmosphäre. Das übrige Hokkaidō überwältigt mit Naturschönheiten: Steilküsten, aktiven Vulkanen und bezaubernden Seen, wie dem geheimnisvollen Mashū-See (siehe >>) oder dem Tōya-See (siehe >>).
Im Shiretoko-Nationalpark (siehe >>), der 2005 zum Unesco-Weltnaturerbe erklärt wurde, leben Braunbären und viele andere Wildtiere weitgehend ungestört. Alpine Gipfel und Schluchten faszinieren im Daisetsuzan-Nationalpark (siehe >>), dem „Dach Hokkaidōs“. Zahlreiche Onsen, darunter Noboribetsu (siehe >>), laden zur Entspannung ein.
Viele Ortsnamen in Hokkaidō stammen aus der Ainu-Sprache. Der Kultur der Ureinwohner kann man heute in Ainu-Dörfern oder Museen, wie Pirka Kotan (siehe >>), begegnen.
In der „weißen Saison“ locken Niseko (siehe >>), das „Mekka des Pulverschnees“, das Treibeis am Ochotskischen Meer (siehe >>) und das weltberühmte Schneefest Yuki Matsuri (siehe >>) Besucher aus der ganzen Welt an.
Wer am „Mittelteil“ Japans zwischen Tōkyō und Kyōto mit dem Zug vorbeibraust, verpasst viel. Die Schönheiten der hiesigen Landschaft erschließen sich allerdings nur mit etwas Geduld, denn hier liegen die höchsten Berge Japans, und die Verkehrsverbindungen sind nicht immer gut.
Das Highlight dieser Gebirgsregion sind Ausflüge in Höhenzüge der Japanischen Alpen. Die berühmteste Route über die Nordalpen, die Tateyama-Alpenroute (siehe >>), involviert eine ganze Serie unterschiedlicher Verkehrsmittel, die auf über 2500 m Höhe die Bergkette überwinden. In Kamikōchi (siehe >>) wandeln Naturfreunde auf den Spuren des britischen Missionars Weston, der die Japanischen Alpen für den Tourismus entdeckte, und in Magome und Tsumago (siehe >>) auf den alten Handelsrouten der Edo-Zeit. Im Winter sind besonders die Berge um Nagano (siehe >>) beliebte Skigebiete – Hakuba (siehe >>) oder Norikura Onsen (siehe >>) gehören zu den größten und schneesichersten Regionen.
Auch Kulturfreunde kommen auf ihre Kosten: Die gut erhaltene Samurai-Stadt Kanazawa (siehe >>) gilt nach Kyōto als Hauptstadt des Traditionshandwerks; in Matsumoto (siehe >>) ist eine wunderschöne originale japanische Burg zu besichtigen, und Takayama (siehe >>) bietet authentische Gassen und Sakebrauereien.
Überall in den Bergen verstreut liegen kleine Thermalbäder – die weniger berühmten zu erkunden ist genauso lohnend wie der Weg nach Gero Onsen (siehe >>). Nagoya (siehe >>), der Knotenpunkt im Konglomerat der Pazifikküste, verfügt mit dem Tokugawa-Museum über eins der großartigsten Museen japanischer Kunst weltweit.
Japan zur Kirschblüte
Sakura – das ist auf Japanisch nicht einfach der Kirschbaum, sondern Kult. Von Dichtern besungen, von Künstlern auf Wandschirmen und Fächern verewigt, ist die Kirschblüte das Symbol für die in Japan so geschätzte Schönheit des Vergänglichen, für die Vergänglichkeit des Lebens überhaupt, aber zugleich auch für die Ankunft des Frühlings. Deshalb ist die Kirschblüte ein Grund zum Feiern. Schon in der Heian-Zeit vergnügte sich der Adel unter Kirschbäumen. Sobald sich die ersten Blüten öffnen, ging es damals und geht’s auch heute zum Hanami („Blumen-Sehen“). Unter den Kirschbäumen wird ein fröhliches Picknick mit Freunden, Verwandten oder Kollegen veranstaltet. Die Fernsehnachrichten berichten täglich von der „Kirschblüten-Front“, die sich normalerweise ab der ersten Märzhälfte vom Süden bis Mai nach Norden verschiebt und jeweils ungefähr eine Woche währt. Geschickte Gartenbauspezialisten wählen allerdings Früh- und Spätblüher zum Strecken der Blütedauer, sodass mancherorts schon im Februar Kirschbäume blühen. In den Bergen beginnt die Blüte dagegen immer wesentlich später. So lässt es sich gut einrichten, die Kirschblüte im Frühjahr irgendwo zu erwischen.
Die meisten Kirschbäume gehören zur Sortesomei yoshino, deren rosarote Blüten nur kurz blühen. Es gibt aber Hunderte verschiedene Sorten, darunter shidare-zakura mit trauerweidenartigen Zweigen und yama-zakura in den Bergen. Jedes Dorf hat seinen Kirschbaum, jede Stadt mindestens einen Park, der für seine Kirschblüte bekannt ist. Es gibt aber einige Orte, die zum Hanami besonders beliebt sind. Dazu zählen der Hama-Rikyū- und der Ueno-Park in Tōkyō (siehe >>, siehe >>), Hirosaki (siehe >>) und Kakunodate (siehe >>) in Tōhoku, die Festung Goryōkaku in Hakodate (siehe >>) und der Maruyama-kōen in Sapporo (siehe >>) in Hokkaidō, der Kenroku-en in Kanazawa (siehe >>), die Burg von Maruoka (siehe >>), der Maruyama-kōen und der Philosophenweg in Kyōto (siehe >>, siehe >>), Yoshino (siehe >>), die Burgen von Hikone (siehe >>) und Himeji (siehe >>), der Hijiyama-Park in Hiroshima (siehe >>), der Ritsurin-kōen in Takamatsu (siehe >>), Shikoku, und die Burg von Kumamoto (siehe >>) in Kyūshū.
In Kansai, dem mittleren Westen der Hauptinsel Honshū, gibt es mehrere Zentren. Kyōto (siehe >>), die alte Kaiserstadt, gilt unumstritten als kultureller Mittelpunkt, nicht nur der Region, sondern des ganzen Landes. Viele Millionen Besucher entdecken jährlich zahlreiche zum Unesco-Weltkulturerbe erklärte religiöse Heiligtümer – wie den Goldenen Pavillon oder den durch seine weite Holzterrasse berühmten Kiyomizu-Tempel – oder schlendern einfach durch die geschichtsträchtigen Vergnügungsviertel von Gion und Ponto-chō.
Ōsaka (siehe >>) stellt einen Kontrast zu Kyōto dar. Die Millionenstadt galt bereits im Mittelalter als traditionelles Handelszentrum. Die Menschen hier sind offen im Umgang miteinander und lieben es zu essen und zu trinken. Gemeinsam mit Kōbe (siehe >>), einer modernen und internationalen Stadt mit einer farbenfrohen Chinatown, bilden Kyōto und Ōsaka das Herzstück der Kansai-Gegend. Nara (siehe >>), die im 8. Jh. gegründete erste permanente Hauptstadt des Landes, zählt zu den bedeutendsten touristischen Zielen in Japan. Besonders beliebt ist der Tempel Tōdai-ji, in dessen Haupthalle die größte aus Bronze gefertigte Buddha-Statue der Welt sitzt.
Im Norden von Kansai, im Japanischen Meer, liegt Amanohashidate (siehe >>), die wundersame „Himmelsbrücke“ in Form einer Sandbank, die quer über das Meer verläuft. Die gemütliche, an den Biwa-See grenzende Kleinstadt Hikone (siehe >>) ist berühmt für ihre 400 Jahre alte Burganlage. Die zur gleichen Zeit erbaute „Burg des Weißen Reihers“ in Himeji (siehe >>) ist im Baustil noch kompakter, raffinierter, ästhetischer und trotzdem uneinnehmbar.
Auf der Halbinsel Kii liegen weit ab von der Zivilisation, tief in den Bergen die ehrwürdige Klosterstadt Kōya-san (siehe >>) und weiter südlich, in einer wilden und verregneten Berglandschaft, die früher als das Land der Toten galt, die drei uralten Shintō-Heiligtümer von Kumano (siehe >>). Wer von Tempeln und Schreinen noch nicht genug hat, muss zum Nationalheiligtum Japans, dem der Sonnengöttin Amaterasu geweihten Großen Schrein von Ise (siehe >>), reisen. Von Ise aus ist es ein Katzensprung zur Perleninsel Toba (siehe >>).
Das Klima in Chūgoku, dem westlichsten Teil von Honshū, ist freundlich und die abwechslungsreiche Landschaft geeignet für Obst- und Reisanbau. Hiroshima (siehe >>), das 1945 durch den Abwurf der Atombombe völlig zerstört wurde, ist heute das kulturelle Zentrum der Region und eine attraktive moderne Großstadt, in der nicht nur Besucher des „Friedensmuseums“ schon mal in tiefe Nachdenklichkeit verfallen. Von Hiroshima aus ist es nur eine kurze Bahnfahrt zum Hafen, von wo aus eine Fähre zur Schreininsel Miyajima (siehe >>) übersetzt, weltberühmt für ihr millionenfach abfotografiertes im Wasser stehendes rotes Torii. Die Stadt Okayama (siehe >>) ist stolze Besitzerin eines der schönsten Landschaftsgärten Japans, des Kōraku-en.
Ein weiteres kulturell lohnendes Reiseziel ist die Kaufmannsstadt Kurashiki (siehe >>), mit einer an alte Zeiten erinnernden, von malerischen Kanälen durchzogenen Altstadt, klassischen Wohn- und Lagerhäusern und interessanten Museen.
Im Norden von Chūgoku, abgeschieden an der Küste des Japanischen Meeres, in einer Gegend voller Mythen und Göttergeschichten, liegt der vermutlich älteste Shintō-Schrein Japans, der Izumo-taisha (siehe >>), der neben Pilgern und Touristen auch viele junge Paare anlockt, die hier Fürbitte für eine glückliche Hochzeit und Ehe leisten. Die benachbarte Kleinstadt Matsue (siehe >>) blickt nicht ohne Stolz auf ihre noch im Original erhaltene Burg und ihre Samurai-Residenzen. Ebenfalls am Japanischen Meer liegt die Burgstadt Hagi (siehe >>). Den Reiz dieser kleinen verschlafenen Stadt machen die ehemaligen Samurai-Residenzen und die 300 Jahre alte noch intakte Keramik-Manufaktur aus. Auch in Tsuwano (siehe >>), einer von Bergen umgebenen Gemeinde südöstlich von Hagi, ist vieles noch wie in alten Zeiten.
Eingebettet zwischen ruhiger Inlandsee und mitunter stürmischem Pazifischem Ozean liegt Shikoku, die kleinste der vier Hauptinseln. Sie hat eine Fülle von touristischen Besonderheiten aufzuweisen. Spektakulärer Höhepunkt ist der buddhistische Pilgerweg der 88 heiligen Orte (siehe >>), der von Tokushima (siehe >>) aus im Uhrzeigersinn rund um die gesamte Insel verläuft. Ganz in der Nähe von Tokushima zieht ein ungewöhnliches Naturspektakel die Besucher in ihren Bann – die Gezeitenstrudel in der Meerenge von Naruto (siehe >>). In der Stadt Naruto selbst steht das „Deutsche Haus“, das anschaulich über das im Ersten Weltkrieg vor Ort eingerichtete Lager deutscher Kriegsgefangener informiert.
Bahnreisende überqueren die Inlandsee auf der Seto-Ōhashi, einem monumentalen Brückensystem, und beginnen ihre Erkundungsreise durch Shikoku meist in Takamatsu (siehe >>). Mit dem Landschaftsgarten Ritsurin-kōen besitzt die Stadt ein ästhetisches Meisterstück der japanischen Gartenbaukunst. Takamatsu eignet sich zudem ideal für Ausflüge in die nähere Umgebung, beispielsweise nach Naoshima (siehe >>), einer Insel als Kunstmuseum, oder nach Kotohira (siehe >>), tausend Steinstufen hoch zum Konpira-san, einem der Gottheit der Reisenden und Seefahrer gewidmeten Shintō-Schrein.
Ein Besuch in Matsuyama (siehe >>), der größten Stadt von Shikoku, bleibt schon wegen Dōgo Onsen, der ältesten Therme landesweit, ein unvergessliches Erlebnis. Der Süden Shikokus ist eine dünn besiedelte Gegend, die besonders bei Naturliebhabern, Wanderern und Wassersportlern immer beliebter wird. Das abgelegene Kap Muroto-misaki (siehe >>), wo auch Wale und Delphine beobachtet werden können, wird von Wellenreitern „Little Hawaii“ genannt.
Ein Besuch im Onsen
Niemand sollte Japan verlassen, ohne wenigstens einmal ein Onsen besucht zu haben. Im heißen Quellwasser zu sitzen, womöglich in einem rotenburo (Außenbad) in einer sternenklaren Nacht, ist ein unvergessliches wie höchst entspannendes Erlebnis. Japaner verbinden den Badegenuss meist mit einer Übernachtung in einem stilvollen Ryokan und sehr gutem Essen als kurze Flucht aus dem Alltagsstress.
Hier einige Empfehlungen:
Yu-no-Sato (Umgebung Tōkyō) – Ein Geheimtipp ist dieses herrliche Onsen mit großem Außenbereich, zu erreichen vom Bahnhof Hakone Yumoto nach 30-minütigem Fußmarsch am Fluss entlang. siehe >>
Nyūtō Onsen (Tōhoku) – Eine gute Handvoll traditioneller Ryokan höchst unterschiedlichen Alters und Standards versteckt sich an den Hängen des Nyūtō-san im Towada-Hachimantai-Nationalpark. siehe >>
Kawa-no-Yu (Hokkaidō) – Diese heiße Quelle im Shiretoko-Nationalpark kann nur durch ein Flussbett erwandert werden. Das Thermalwasser sammelt sich in Felsvertiefungen. Im Gegensatz zu den sonstigen Konventionen wird hier gemischt und mit Badeanzug gebadet. Leider kann wegen eines Erdrutsches vor einigen Jahren noch immer nicht die ganze Strecke erwandert werden. siehe >>
Hōheikyō Onsen (Hokkaidō) – Das große rotenburo (Außenbecken) in einem riesigen, nachts beleuchteten Garten bei Sapporo ist besonders schön im Winter. siehe >>
Suwa (Chūbu) – Onsen-Vergnügen einmal anders: im stilvollen Art-déco-Ambiente. siehe >>
Kurama Onsen (Kansai) – Das Freiluft-Thermalbad liegt in einem geschichtsträchtigen kleinen Dorf. siehe >>
Arima Onsen (Kansai) – Dieses Onsen bei Kōbe ist eines der berühmtesten des Landes. siehe >>
Dōgo Onsen (Shikoku) – Japans älteste und populärste Therme hat ein eigenes Badehaus nur für die kaiserliche Familie. siehe >>
Kurokawa Onsen (Kyūshū) – Gut 20 bezaubernde rotenburo liegen versteckt in den Bergen um den Aso-Krater. siehe >>
Beppu (Kyūshū) – Der größte Thermalbadeort in Japan bietet neben schönen Onsen viel Trubel. siehe >>
Kyūshū, die südlichste der vier japanischen Hauptinseln, versprüht viel ländlichen Charme. Umso mehr überrascht es, hier eine der kosmopolitischsten Städte Japans zu finden, Nagasaki (siehe >>). Das chinesisch-europäische Erbe dieser traumhaft gelegenen Stadt zu erkunden ist ebenso interessant wie ein Rundgang durch das Viertel, in dem noch Spuren des Atombombenabwurfs zu sehen sind.
Kyūshū ist als „Feuerland“ bekannt: Eindrucksvolle, teils noch aktive Vulkane ziehen Besucher in ihren Bann, allen voran der Aso (siehe >>) im Herzen der Insel und der Sakurajima im „japanischen Neapel“, Kagoshima (siehe >>). Landschaftlich reizvoll sind außerdem einige Küstenstriche, vor allem die Nichinan-kaigan südlich von Miyazaki (siehe >>) und die Sunset Line von Amakusa (siehe >>), wo man noch dazu auf den Spuren der ersten Christen in Japan wandeln kann. Naturfreunde zieht es auf die Insel Yakushima (siehe >>), wo uralte Zedernwälder zum Wandern einladen. Wer sich für japanische Burgen und Gärten interessiert, darf Kumamoto (siehe >>) nicht verpassen.
Japaner kommen gern zu einem Onsen-Besuch nach Kyūshū. Heute ist allerdings meist die Großstadt Fukuoka (siehe >>) das Eingangstor zur Insel. Geradezu ein „Onsen-Ballungsgebiet“ ist Beppu (siehe >>), wo manche „Höllenteiche“ allerdings nur zum Anschauen da sind. Ebenfalls beeindruckend sind Unzen (siehe >>), wo Dampfwolken die Besucher schon bei der Einfahrt in den Ort begrüßen, und Kurokawa (siehe >>) mit schönen Freiluft-Bädern.
Der subtropische Süden Japans ist nicht nur landschaftlich anders: Bis ins 19. Jh. gehörten die Inseln zum unabhängigen Königreich Ryūkyū, und nach dem 2. Weltkrieg standen sie jahrzehntelang unter amerikanischer Verwaltung. Sonne, Strand und Palmen in Kombination mit südostasiatischen Einflüssen und dem amerikanischen Way of Life machen Okinawa zu einem Anziehungspunkt für sonnenhungrige Urlauber und individualistische Aussteiger.
Auf der Hauptinsel Okinawa (siehe >>) ist der amerikanische Einfluss am deutlichsten spürbar. Zugleich stehen hier das wiederaufgebaute Schloss der Ryūkyū-Könige, Shuri-jō, und die Unesco-geschützten gusuku, Festungen der Lokalfürsten. Das Churaumi-Aquarium gehört zu den beeindruckendsten Japans, und die Küsten laden zum Badeurlaub ein.
Taucher fahren meist noch weiter nach Süden. Auf Miyako-jima (siehe >>) ragt eine originalgetreu nachgebaute deutsche Burg aus den Zuckerrohrfeldern auf, und am Rande des Korallenriffs sind die Klippen zu sehen, die vielen früheren Seefahrern zum Verhängnis wurden. Alte Ryūkyū-Kultur erlebt man am besten auf Taketomi (siehe >>). Ishigaki (siehe >>) lädt zu Bootstouren und Awamori (Reisschnaps)-Verkostungen ein. Auf Iriomote (siehe >>) lebt eine seltene einheimische Wildkatze. Hier kann man mit Mantarochen tauchen, durch Mangrovenwälder fahren oder einfach nur faulenzen.
Ein gut ausgebautes Wegenetz, wunderschöne Natur, Hütten für die Rast und einladende Onsen zur Entspannung machen die japanische Bergwelt zu einem idealen Terrain für Wanderungen. Von kleinen Spazierwegen bis zu Hochgebirgstouren ist für alle etwas dabei. Ein tolles Hochgebirgswandergebiet ist Kamikōchi (siehe >>). Nette Wanderwege, die auch weniger ambitionierte Wanderer mühelos bewältigen, finden sich im Kiso-Tal, z. B. Magome und Tsumago (siehe >>). Es gibt natürlich einige, die unbedingt den Fuji-san erklimmen möchten, eine populäre Bergbesteigung, die aber nicht zu unterschätzen ist (siehe >>). Wer Wandern als spirituelle Erfahrung liebt, sollte die Dewa Sanzan in Tōhoku besteigen (siehe >>) oder einen der alten Pilgerwege auf Shikoku oder in Kumano ins Auge fassen (siehe >>). Hokkaidō bietet viele Möglichkeiten für alpines Bergwandern. Man muss entsprechend ausgerüstet sein, wird aber von spektakulären Blicken über vulkanische Landschaften verzaubert. Das höchste Ziel ist mit 2290 m der Asahi-dake (siehe >>). In Japan hat man es aber nie weit in die Berge, sodass sich überall vielfältige Wandermöglichkeiten bieten.
Zum Tauchen fährt man am besten auf die südlichsten Inseln Okinawas (Yaeyama-Inseln und Miyakojima, siehe >>). Hier locken warmes Wasser, sehr gute Sicht, eine große Korallenvielfalt und imposante Mantarochen.
Am anderen Ende Japans lässt es sich wunderbar Ski fahren. Niseko (siehe >>) in Hokkaidō, auch „Aspen“ Japans genannt, gilt als das Mekka des Pulverschnees. Immer mehr Ausländer, v. a. Australier, zieht es zum Wintersport hierher. Top-Skigebiete in Chūbu sind Hakuba (siehe >>) und Norikura Onsen (siehe >>), beide in der Olympia-Region Nagano.
Auf Shikoku lässt es sich gut Rad fahren. Wer genug Ausdauer hat, kann auf dem Shimanami-kaidō (Loose Aktiv siehe >>) von Onomichi (Präfektur Hiroshima) über Inselchen und Brücken bis nach Imabari auf Shikoku radeln und auf der Insel selbst einige der 88 Pilgertempel abklappern.
Kamikōchi in den Japanischen Alpen ist ein wunderbares Wandergebiet.
Unbedingt probieren!
Okonomiyaki – weder Pizza noch Eierkuchen: ein japanisches Original, das man auf einer Heizplatte „ganz nach Gusto“ (okonomi) am Tisch zubereitet (oder zubereitet bekommt).
Kitsune Soba – bestes Katergericht: viel Brühe, schlichte Buchweizennudeln, Tōfu-Topping.
Soup Curry – das Modegericht in Hokkaidō: viel Gemüse, angenehm scharf und meist in ethnisch angehauchter jugendlicher Atmosphäre serviert.
Hiyayakko – kalter, weißer Seiden-Tōfu, nur mit etwas Sojasauce und Ingwer oder Gurke.
Taiyaki – süße, gefüllte Waffeln – unbedingt vom Profi (Straßenstand oder Delikatessenabteilung im Kaufhaus) kaufen!
Tekka-don – eine Schale mit Reis und rohen Thunfischstücken oben drauf, die es in jedem Sushi-Laden gibt.
Ideal für den Strandurlaub ist Okinawa. Selbst auf der belebten Hauptinsel gibt es wunderschöne Strände, und die kleineren Inseln, vor allem die Koralleninseln in den Miyakojima- und Yaeyama-Inselgruppen bieten Südsee-Flair mit japanischem Standard.
Die japanischen Hauptinseln verfügen über eine Küstenlinie von mehreren Tausend Kilometern. Auf der Pazifikseite ist die Küste oft sehr felsig, es gibt aber auch auf Shikoku und Kyūshū schöne Badebuchten. Von Tōkyō aus ist die Ostküste der Sotobō-Halbinsel (Chiba-ken) als Badeziel beliebt. Die Seite zum Japanischen Meer ist weniger bebaut; hier finden sich zwar auch nette Badestrände, aber die meisten sind nicht spektakulär genug, um die lange Anfahrt zu rechtfertigen.
Die schönsten Pilger- und Wanderwege
Der 88-Tempelweg (siehe >>) führt auf 1200 km Länge einmal ganz um Shikoku, nicht immer auf ausgebauten Wanderwegen, aber dafür garantiert er ein echtes Pilgererlebnis. Wer die ganze Runde zu Fuß machen möchte, braucht 40–45 Tage.
Der Tōkaidō war die wichtigste und verkehrsreichste Fernstraße seit Beginn der Edo-Zeit (Anfang 17. Jh.). Er führte entlang der Pazifikküste durch insgesamt 15 Provinzen von Edo (Tōkyō) nach Kyōto und in der Verlängerung bis in die Kaufmannsstadt Ōsaka. Für die etwa 500 km lange Reise vorbei an über 50 Poststationen benötigte man in jenen Tagen durchschnittlich mindestens zwei Wochen. Heute kann man von Hakone ausgehend (die dortige Grenzstation wurde an originaler Stelle wieder aufgebaut) einige Kilometer in Richtung Odawara auf einem wieder hergerichteten Teilstück des Tōkaidō wandern.
Die Pilgerrouten Kumano-Kodō (siehe >>) verbinden seit mehr als tausend Jahren wichtige religiöse Kultstätten auf der Kii-Halbinsel und sind seit 2004 Unesco-Weltkulturerbe.
Der alte Verbindungsweg Nakasendō (siehe >>) von Edo (Tōkyō) nach Kyōto auf der beschwerlichen Route durch die Berge im Inland ist heute auf Teilstrecken wieder schön ausgebaut – komplett mit Steinpflaster und Rastplätzen, besonders sehenswert in der Nähe von Magome.
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2 Wochen
Wer nur zwei Wochen Zeit für Japan hat, sollte nach Tōkyō fliegen, für die Weiterreise einen einwöchigen Railpass haben und dann vom Kansai-Flughafen bei Ōsaka nach Hause zurückkehren.
Für Tōkyō (siehe >>) selbst sollte man drei Tage einplanen, um die unterschiedlich geprägten Viertel Roppongi, Harajuku, Shinjuku, die Gegend um den Kaiserpalast und Asakusa zu erkunden und vielleicht noch eine Bootsfahrt nach Odaiba zu unternehmen. Von der Hauptstadt bieten sich außerdem Tagesausflüge nach Nikkō (siehe >>) zum prunkvollen Shōgun-Mausoleum und in die Tempelstadt Kamakura (siehe >>) an. Dann geht es weiter südwärts nach Hakone (siehe >>), um im Onsen zu entspannen und mit etwas Glück eine atemberaubende Sicht auf den Fuji zu genießen.
Als nächstes Highlight wartet Kyōto (siehe >>), zu erreichen nach 2 1/2 Stunden Bahnfahrt via Odawara. Für die Tempel, Schreine und Paläste der alten Kaiserstadt sollte man mindestens drei Tage einplanen. Von Kyōto aus empfiehlt sich ein Tagesausflug in die alte Hauptstadt Nara (siehe >>), wo man die Tempel und Schreine im Nara-Park erkundet – in der Gesellschaft zutraulicher Rehe. Zurück in Kyōto setzt man die Reise an der Küste entlang fort nach Himeji (siehe >>), um eine klassische, im Original erhaltene japanische Burg zu besichtigen. Mit dem Shinkansen braucht man für die Anfahrt nur eine Stunde. Von hier gelangt man in einer weiteren Stunde nach Hiroshima (siehe >>). Dieser lebendigen Großstadt wird man nicht gerecht, wenn man sie nur mit dem Atombombenabwurf verbindet. Neben Friedenspark und Atombombendom warten hier auch interessante Museen und idyllische Gärten auf Besucher und in der Umgebung die malerische Schreininsel Miyajima (siehe >>) mit dem berühmten Torii im Meer. Einen Tag vor Abflug geht es in 1 3/4 Stunden mit der Bahn ins Handelszentrum Ōsaka (siehe >>), wo man noch einmal die japanische Küche genießen und ausgiebig shoppen kann.
Wer kann, sollte in seine Reiseroute ein japanisches Volksfest einbauen, etwa das Yayoi-Fest in Nikhō.
3–4 Wochen
Wer drei Wochen Zeit hat, sollte in die 2-Wochen-Tour entweder eine Woche Kyūshū, eine Woche Shikoku oder eine gute Woche (mind. 8 Tage) Nordjapan einbauen.
An die 3-Wochen-Tour mit Kyūshū lässt sich gut eine Woche Urlaub auf Okinawa anhängen, während die Route in den Norden um eine Woche Hokkaidō erweitert werden könnte.
Von Hiroshima geht es mit dem Zug in 3 1/2 Stunden via Hakata (Fukuoka) nach Nagasaki (siehe >>), wo die japanische Kultur mit der chinesischen und westlichen zusammentrifft. Zwei Tage sollte man sich für diese interessante Stadt mindestens Zeit nehmen, bevor es mit dem Bus nach Unzen (siehe >>) auf der Shimabara-Halbinsel geht, einem berühmten Onsen-Ort mit dampfenden Höllen und schöner vulkanischer Berglandschaft. Am nächsten Tag kann man von der Shimabara-Halbinsel mit dem Schiff zur Burgstadt Kumamoto (siehe >>) fahren, die auch einen schönen Landschaftsgarten besitzt. Von Kumamoto gelangt man mit Bus oder Bahn in den Aso-Nationalpark (siehe >>), der den größten Vulkankrater der Welt umschließt. An einem Tag lässt sich die Fahrt bis zum Kraterrand hinauf und wieder zurück bewerkstelligen. Zum Abschluss warten in Beppu (siehe >>) eindrucksvolle bunte „Höllenteiche“ und erholsame Thermalbäder. Wer nicht mit der Bahn nach Ōsaka zurückkehren möchte, kann in Beppu eine Nachtfähre dorthin besteigen. Alternativ kann man auch von Fukuoka (siehe >>) die Heimreise antreten.
Entspanntes und beeindruckendes Reisen auf Shikoku beginnt schon beim Überqueren der Inlandsee von Kōbe über Awajishima nach Naruto (siehe >>), wo die gewaltige Hängebrücke und der Gezeitenstrudel darunter die Szenerie bestimmen. In Naruto steht auch das „Deutsche Haus“, ein ehemaliges Lager für deutsche Kriegsgefangene aus dem Ersten Weltkrieg.
Am nächsten Tag geht es weiter nach Takamatsu (siehe >>), wo man die Nudel-Spezialität Sanuki-Udon probiert und anschließend durch den berühmten Ritsurin-kōen spaziert. Von hier erreicht man mit dem Zug in einer Stunde Kotohira (siehe >>), wo der Konpira-san, ein über die Seefahrt wachender Schrein, sich über aberhunderte von Stufen einen Hang hinauf zieht.
Die Reise führt von hier mit der Bahn in über 2 Stunden nach Kōchi (siehe >>), eine freundliche und wenig hektische Kleinstadt mit einer sehenswerten im Original erhaltenen Burg. Ein Bus fährt in 40 Minuten runter nach Katsurahama, zu einem malerisch am Pazifik gelegenen Strand.
Am folgenden Tag bietet sich ein Tagesausflug mit dem Bus zum 2 1/2 Stunden entfernten Kap Muroto (siehe >>) an, einer am östlichen Ende der Tōsa-Bucht ins Meer ragenden zerklüfteten Landzunge.
Von Kōchi geht es in 4 1/2 Stunden mit der Bahn in den Norden nach Matsuyama (siehe >>). Hier erwartet die Reisenden Dōgo Onsen, die wohl älteste Therme Japans, die in einem über 100 Jahre alten Badehaus Entspannung verspricht. Vor dem Besuch des Badehauses oder am nächsten Morgen lohnt sich noch ein Abstecher auf die hoch über der Stadt aufragende Burganlage, von wo aus der Blick weit über die Inlandsee streift. Am folgenden Tag überquert man auf dem Weg zurück nach Honshū die Seto-Inlandsee (siehe >>), Binnenmeer und Nationalpark, entweder in etwa 3 Stunden per Fähre nach Hiroshima oder per Bahn entlang der Nordküste Shikokus und über die Seto-Hängebrücke nach Okayama.
Diese Woche lässt sich am besten nach der Erkundung von Tōkyō und Umgebung einbauen. Vom Bahnhof Ueno erreicht man via Sendai in 2 1/2 bis 3 Stunden Matsushima (siehe >>), jene traumhafte Küstenlandschaft aus unzähligen kiefernbewachsenen Inselchen. Am Abend geht es in die Großstadt Sendai (siehe >>), die reichlich Ausgehmöglichkeiten bietet, und am nächsten Tag weiter nach Yamadera (siehe >>). Für den Tempelkomplex Risshaku-ji und das Museum zum großen Dichter Matsuo Bashō reicht ein halber Tag. Übernachten kann man in Yamagata, das eine größere Auswahl an Unterkünften und Restaurants bietet. Am nächsten Morgen fährt man mit dem Bus nach Haguro zu den Dewa Sanzan (siehe >>). Von hier schließt man entweder den äußersten Norden an – über Akita in 5–6 Stunden nach Hirosaki (siehe >>) und dann für zwei Tage auf die Shimokita-Halbinsel (siehe >>) –, oder man folgt der Küste nach Chūbu: Via Niigata führt die Bahnreise in 6 Stunden ins Kunsthandwerkszentrum Kanazawa mit einem berühmten Garten und alten Samuraihäusern (siehe >>). Mit dem Expressbus erreicht man von hier in 1 1/4 Stunden Shirakawa (siehe >>), wo wunderschöne, denkmalgeschützte Holzhäuser stehen (Gepäck in der Touristeninformation lassen). Am Spätnachmittag geht es mit dem Bus in einer knappen Stunde weiter nach Takayama (siehe >>), einem stimmungsvollen Touristenzentrum in den Japanischen Alpen. Von dort erreicht man am nächsten Tag via Nagoya in gut 2 Stunden Kyōto.
Für eine Woche Hokkaidō in der schneefreien Zeit empfiehlt es sich, die Metropole Sapporo mit einem Besuch in einem der Nationalparks zu kombinieren. Am meisten Zeit für Abstecher in die Natur und für Besichtigungen bleibt beim Besuch des Shikotsuko-Tōya-Nationalparks (siehe >>). Von Sapporo aus trifft man mit dem Mietwagen über die Straße Nr. 453 von Norden auf den See. Von Shikotsuko Onsen führt die Route am südlichen Seeufer entlang über den Bifue-Pass in rund 2 Stunden zum Tōya-See. Hier warten ein Onsen-Bad, ein Ausflug zum Windsor Hotel, um einen Ausblick von oben auf Yōtei-zan, Meer und See gleichzeitig zu genießen, und die Fahrt mit der Ropeway auf den Usu-zan, bevor es weiter nach Noboribetsu Onsen (siehe >>) geht, um sich im Jidai-mura über Ninja-Techniken informieren zu lassen und durch das brodelnde Höllental zu spazieren. Der Weg zurück nach Sapporo führt am Meer entlang. Unterwegs hält man im Ainu-Dorf in Shiraoi (siehe >>). Zurück in Sapporo (siehe >>) gewähren TV-Tower, Moiwa-Berg oder Okurayama-Schanze schöne Ausblicke auf die Stadt, und abends geht es zum Essen und Trinken ins Vergnügungsviertel Susukino. Am letzten Tag bietet sich ein Tagesausflug in die Hafenstadt Otaru (siehe >>) an.
Eine Alternative ist die Reise in den Shiretoko-Nationalpark (siehe >>): mit dem Nachtbus bis Abashiri, dann mit der Lokalbahn nach Shari und mit dem Shari-Bus nach Utoro. Von hier empfiehlt sich eine Bootsfahrt entlang der Küste mit anschließender Übernachtung auf dem Campingplatz Yuhimidai. Am folgenden Tag geht es mit dem Shuttlebus zu den fünf Seen Shiretoko Goko und von da weiter zum Wasserfall Kamui Wakka. Am nächsten Tag reist man mit dem Zug nach Mashū im Akan-Nationalpark (siehe >>), um den geheimnisvollen Mashū-See und den Schwefelberg Io-zan zu besuchen. Am zweiten Tag in diesem Nationalpark steht der Akan-See auf dem Programm. Via Kushiro geht es zurück nach Sapporo.
Für reinen Strandurlaub sucht man sich eine Insel aus – am schönsten und entspanntesten sind die südlichsten Inselgruppen, z. B. Ishigaki (siehe >>). Wer auf Besichtigungen nicht ganz verzichten möchte, sollte ein paar Tage auf der Hauptinsel Okinawa (siehe >>) einplanen und dort die traditionellen Burgen (gusuku) ansehen; auch auf der Hauptinsel gibt es Strandresorts. Für Besichtigungen ist ein Mietwagen die beste Option und nicht einmal viel teurer als die seltenen Busse.
2 Wochen (1 Woche Tōkyō, 1 Woche Kansai)
Wer es kaum erwarten kann, stürzt sich gleich am ersten Tag in Tōkyō in den Trubel der Akihabara Electric Town (siehe >>). Zwischen den vielen Elektronikläden erholt man sich bei einem Kaffee in einem Maid-Café oder begibt sich in die Hölle einer Pachinko-Halle. Zum Sonnenuntergang vielleicht ein Helikopterflug über das Zentrum von Tōkyō und dann zur Übernachtung in ein Kapselhotel?
Am nächsten Tag geht es nach Roppongi (siehe >>). Erster Anlaufpunkt ist Roppongi Hills mit einer tollen Aussichtsplattform und dem modernen Mori-Kunstmuseum. Der größte Wolkenkratzer Tōkyōs gehört zum nahe gelegenen Midtown-Komplex, und Kunstinteressierte bewundern das futuristische Gebäude des National Art Center Tokyo (NACT). Technikbegeisterte besuchen die Robotervorführung der Honda Welcome Plaza. Abends bietet sich eine Tour durch die vielen Kneipen und Clubs von Roppongi an.
Am 3. Tag fährt man von Shinbashi aus mit der führerlosen Bahn Yurikamome über die Rainbow Bridge nach Odaiba (siehe >>). Dort warten Attraktionen wie Joypolis, Mega Web, Big Sight und vieles mehr. Nach der Rückkehr nach Odaiba kann man noch nach Shiodome (siehe >>) zum Panasonic Living Showroom Tokyo und Denso Building gehen, um dort vielleicht ein Abendessen in der Restaurantzeile Caretta mit tollem Blick über die Bucht von Tōkyō zu genießen.
Erster Anlaufpunkt am nächsten Morgen ist die Präfekturverwaltung von Tōkyō im Wolkenkratzer-Viertel Shinjuku (siehe >>) mit kostenloser Aussichtsplattform. Bei klarem Wetter sieht man bis zum Fuji-san. Anschließend geht es zum Shinjuku Park Tower für einen Kaffee in der Peak Lounge (bekannt durch den Film Lost in Translation). Sehenswert ist auch das NTT Inter Communication Center (ICC) in der Tōkyō Opera City. Fotobegeisterte besuchen noch den Nikon Salon. Den Abend beschließt man in einer izakaya und/oder einer Karaoke-Bar.
Auf die Spur der japanischen Jugend, die sich in Harajuku und Shibuya (siehe >>) trifft, begibt man sich am 5. Tag. Hier warten coole Läden und schicke Cafés auf Besucher. Der moderne Komplex Omote Sandō Hills lädt zum Shoppen ein. Wer mit Partner reist und mutig ist, mietet sich für ein paar Stunden ein schrilles Zimmer in einem Love-Hotel am Dogen-zaka in Shibuya.
Am Ende der Woche wartet Yokohama (siehe >>). In Minato Mirai 21 sind Landmark Tower, Queen’s Square und das Messezentrum Pacifico zu bewundern. Am Abend lohnt ein Besuch der Aussichtsplattform des Landmark Tower, oder man bucht eine Fahrt mit dem Riesenrad Cosmos Clock 21 und betrachtet den Hafen von oben.
Die zweite Woche beginnt mit einer Bahnreise nach Kyōto (siehe >>). Die Besucher der historischen Stadt landen hier in einem architektonischen Kunst- und Monumentalwerk der Neuzeit, dem supermodernen Hauptbahnhof. Sein scheinbar offenes Dach lockt die Menschen mit Rolltreppen bis ganz nach oben, wo Über- und Weitsicht die Wissbegierde belohnt. Per U-Bahn geht es ins Zentrum, direkt zum Manga-Museum, ein Muss und Genuss für alle Comic-Liebhaber. Weiter im Norden der Stadt präsentiert der Garten der schönen Künste unter freiem Himmel Michelangelo und Monet auf Kacheln.
Anschließend garantiert ein zweitägiger Besuch in der lebendigen Handelsstadt Ōsaka (siehe >>) ein interessantes und abwechslungsreiches Programm. Das geschäftige Zentrum im nördlichen Umeda bilden mit zahlreichen Restaurants auf ober- und unterirdischen Einkaufsstraßen Ōsaka Station City mit dem neuen glasüberdachten Hauptbahnhof, Grand Front Ōsaka, drei aneinandergereihte moderne Hochhäuser mit Büros und vielen kleinen Läden, sowie HEP Five, ein Riese von Einkaufszentrum mit einem Riesenrad an seiner Seite. Den Gegenpol bilden Shinsaibashi und Nanba im Süden: Amerika-mura für die modebewussten Teenies, Den Den Town für elektrobesessene Leute und das traditionelle Dotonbori für die Touristen und Feinschmecker. Namba Parks ist ein erfolgreicher Versuch, Kino, Theater, Shopping und Gärten miteinander zu verbinden.
Brückenliebhaber erfahren am folgenden Tag ein wahrhaft superlatives Vergnügen: Die Hängebrücke Akashi-kaikyō (siehe >>) über der gleichnamigen Wasserstraße, die Kōbe mit der Insel Awajishima verbindet, misst fast 2 km und wird von 300 m hohen Pylonen getragen. Das ist Weltrekord! Von der Maiko Marine Promenade ausgehend kann ein Teil des spektakulären Bauwerks ganz aus der Nähe besichtigt werden. Kōbe (siehe >>) selbst ist eine moderne Millionenstadt mit internationalem Flair, die ihre Fläche kontinuierlich durch Aufschüttungen im Meer erweitert. Das hohe Rokkō-Gebirge im Norden, die moderne und saubere Hafenanlage mit Seefahrtsmuseum und Vergnügungspark, das Ausländerviertel Kitano und die überschaubare und farbenfrohe Chinatown lassen erahnen, dass es sich hier gut leben lässt.
Tōkyō ist ein aufregendes Pflaster für Großstadtfans.
3 Wochen
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So viele Schreine und Tempel! Und alle sehen gleich aus … Manch ein Japanreisender kann dem schon nach ein paar Tagen nichts mehr abgewinnen, andere fasziniert gerade die religiöse Vielfalt.
Die Reise zu den Göttern und Buddhas beginnt am besten in der alten Hauptstadt Kyōto (siehe >>), die für ein paar Tage eine gute Basis abgibt. Hier lassen sich der Kinkaku-ji und Kiyomizu-dera und der berühmte Zen-Tempel Ryōan-ji ansehen. Im Süden der Stadt ist der Fushimi-Inari-taisha für seine hunderte roter Holz-Torii bekannt. Von Kyōto geht es nach Nara (siehe >>) zu den Anfängen des japanischen Buddhismus: Neben der Großen Buddha-Statue von Nara ist hier auch der älteste Tempel Japans, der Hōryū-ji zu besichtigen. Von hier ist ein Ausflug zum heiligen Berg Kōya-san (siehe >>) – unbedingt mit Übernachtung in einem der Tempel –, dem Zentrum des esoterischen Buddhismus, möglich oder auch eine Wanderung auf den alten Shintō-Pilgerpfaden nach Kumano (siehe >>). Dann geht es weiter zum bedeutendsten Shintō-Schrein Japans, dem Ise-jingū (siehe >>), der der Sonnengöttin Amaterasu geweiht ist.
Auf dem Weg nach Tōkyō lohnt ein Halt in Hakone, um den Fuji-san (siehe >>) zu bewundern, den heiligen Berg, der selbst als Gottheit gilt. In Kamakura (siehe >>) beeindrucken der im Freien sitzende Große Buddha sowie die Zen-Tempel Kenchō-ji und Engaku-ji und der Hase-dera mit Scharen kleiner Jizō-Figuren. (Hier werden für Interessierte auch Zen-Meditationen angeboten.) Den Abschluss der (Kern-)Route bildet Tōkyō (siehe >>). An einem Tag lassen sich hier Zeugnisse gleich mehrerer Religionen entdecken: der Zōjō-ji, der Nezu-jinja und die katholische Kathedrale, ein modernes Architekturlehrstück. Ein Muss ist ein Tagesausflug zum synkretistischen Shōgun-Mausoleum in Nikkō (siehe >>).
Diese Route lässt Platz für den einen oder anderen optionalen Baustein: Von Kyōto lohnt ein Abstecher zum Shintō-Heiligtum Izumo-taisha (siehe >>) bei Matsue (ca. 3 Tage). Auf der Insel Shikoku können Touristen einen Teil des 88-Tempel-Pilgerwegs (siehe >>) wandern (3–5 Tage). Nagasaki (siehe >>) mit seiner reichen christlichen Geschichte ist einen kurzen Flug oder eine längere Zugfahrt von Kyōto entfernt (mind. 2 Tage plus Fahrt). Im Sommer sind auch die heiligen Berge von Dewa Sanzan (siehe >>) trotz der relativ aufwendigen Anfahrt von Tōkyō ein Erlebnis (mind. 4 Tage).
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Da sich Japan über 20 Breitenkreise, von 25° bis 45° nördlicher Breite, erstreckt, variiert auch das Klima regional sehr stark. Weitere differenzierende Faktoren sind der Abstand zum asiatischen Kontinent, der Einfluss von warmen und kalten Meeresströmungen und das Relief. Auf den Hauptinseln herrscht ein ozeanisch-gemäßigtes Klima mit vier ausgeprägten Jahreszeiten und hohen jährlichen Niederschlagsmengen von 1000 bis über 2000 mm, von denen 70–80 % während der Regenzeit(tsuyu), die sich auf etwa 40 Tage im Frühsommer erstreckt, und der Taifun-Saison zwischen August und Oktober fallen. Jedes Jahr erreichen etwa fünf bis sechs dieser tropischen Wirbelstürme die südlicheren Inseln Japans. Auf Hokkaidō gibt es keine Regenzeit, das Klima dort ähnelt unserem mitteleuropäischen.
Im Einzelnen lassen sich sechs Klimazonen unterscheiden: Hokkaidō im Norden mit langen, kalten Wintern, kühlen Sommern und relativ geringen Niederschlagsmengen; die Westküste am Japanischen Meer mit kalten, schneereichen Wintern und mäßig warmen Sommern; das zentrale Hochland mit kontinentalem Klima, also hohen tages- wie jahreszeitlichen Temperaturschwankungen und mäßig hohen jährlichen Niederschlagsmengen; die Pazifikküste inkl. Tōkyō mit kühlen, trockenen Wintern und heißen, schwülen Sommern; das Gebiet um die Seto-Inlandsee mit mildem, relativ niederschlagsarmem Klima im Windschatten der umliegenden Berge sowie die südwestlichen Inseln mit subtropischem bis tropischem Klima, warmen Wintern und heißen Sommern, hohen Niederschlagsmengen und besonders starkem Taifun-Einfluss
Japan lässt sich zu jeder Jahreszeit bereisen. Für eine Reise durch das ganze Land eignen sich am besten Frühjahr und Herbst, die Temperaturen sind dann mild und es ist relativ trocken. Besonderes Highlight im Frühjahr ist die Kirschblüte (siehe >>), die sich von Ende März bis Anfang Mai nach Norden vorarbeitet, und im Herbst die Laubfärbung(kōyō), die von Mitte September bis November von Norden nach Süden wandert – für Japaner jeweils ein Anlass zum ausgiebigen Picknicken und Feiern im Freien.
Wer in Hokkaidō oder den Bergen Chūbus oder Tōhokus wandern möchte, sollte im Sommer reisen, einige Berge sind erst ab Juni oder Juli freigegeben, wenn Straßen und Wege einigermaßen schneefrei sind. Weiter im Süden und in den Ebenen fühlt man sich zu dieser Zeit eher wie im Dampfbad und muss jederzeit mit Regen rechnen, in manchen Jahren bleibt es aber auch relativ trocken. Von August bis Oktober ist Taifun-Saison, wer dann insbesondere auf den südlichen Inseln unterwegs ist, sollte zur eigenen Sicherheit regelmäßig den Wetterbericht checken, um die Reiseplanung ggf. umzustellen. Dafür kann man dort wunderbar milde Winter genießen, wenn man nicht lieber zum Winterurlaub und Onsen-Hopping in den Norden fährt.
Innerjapanische Hauptreisezeiten sind die Golden Week (29.4.–5.5.), die Zeit um das Lichterfest o-bon (Mitte August, in einigen wenigen Regionen Mitte Juli) und Neujahr (27.12.–4.1.). Zu diesen Terminen ist das halbe Land unterwegs und man braucht auf jeden Fall Reservierungen für Unterkunft und Transport bzw. sollte mit Staus rechnen.
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Wer nach Japan reisen möchte, muss (schon wegen der Anfahrt) vorher etwas sparen. Zwar gibt es außerhalb der Saison mitunter echte Schnäppchenflüge (sogar mit etablierten Airlines) für 650 € nach Tōkyō bzw. Ōsaka (Kansai), aber in der Hochsaison liegen die Preise eher zwischen 750 und 1000 €. Der Transport innerhalb Japans verursacht besonders hohe Kosten, vor allem wenn man sich nicht nur auf eine Region beschränkt, sondern in relativ kurzer Zeit ein großes Gebiet bereisen möchte. Hier empfiehlt es sich, einen Railpass zu besorgen (Näheres siehe >>). Wer viel Zeit hat, kann statt der Shinkansen-Superexpresszüge normale Züge nehmen und so erheblich sparen. Eine Zugfahrt mit dem Shinkansen von Tōkyō nach Kyōto kostet beispielsweise mit dem Shinkansen über 13 000 ¥ gegenüber 8210 ¥ mit dem regulären Zug. Für Benutzer von Bummelzügen gibt es das günstige Seishun-Jūhachi-Ticket (siehe >>). Billiger als Schnellzüge sind Fernbusse. Mit ihnen kostet dieselbe Strecke um 5000 ¥. Wenn man für eine längere Strecke wie z. B. Ōsaka–Kagoshima einen Nachtbus nimmt, spart man sogar eine Übernachtung. Trampen stellt zwar in Japan kein Sicherheitsrisiko dar, ist aber unüblich. Inlandflüge lohnen sich eher bei sehr großen Entfernungen, etwa wenn man nach Okinawa möchte. Es gibt inzwischen aber auch Billigfluglinien (Näheres siehe >>). Innerhalb der Städte zahlt man in Bussen und U-Bahnen normalerweise pro Fahrt und Strecke, es gibt aber günstige Tagespässe, die man nutzen sollte, wenn man viel herumfährt. In kleineren Städten sind Leihräder eine Alternative.
Die Bandbreite bei den Übernachtungskosten ist viel größer als etwa in Europa: Große ordentliche Hotelzimmer kosten mindestens 15 000 ¥, oft wesentlich mehr. Doppelzimmer in Businesshotels verlangen offiziell meist zwischen 6000 ¥ und 12 000 ¥ (EZ ca. 30 % weniger), aber online gibt es oft kurzfristige Schnäppchen. Die billigste Option sind private Hostels. Hier bekommt man ein Bett schon ab 2000 ¥. Die offiziellen Jugendherbergen kosten meist über 3000 ¥ (für Nicht-Mitglieder mehr). Etwas teurer sind Minshuku, japanische Pensionen (siehe >>).
Beim Essen gibt es preislich ebenfalls eine Riesenbandbreite: Für 500 ¥ bekommt man eine leckere und sättigende Nudelsuppe, zum Trinken Wasser und japanischen Tee stets gratis dazu. Doch sobald man ein etwas besseres Lokal aufsucht, muss man natürlich tiefer in die Tasche greifen, und nach oben hin ist die Grenze gerade beim Essen offen.
Tempel und Schreine kosten normalerweise keinen Eintritt – bis auf einige große Touristenattraktionen wie in Nikkō, Nara und Kyōto. Der Eintritt für Museen, Gärten und Burgen liegt in der Regel zwischen 200 und 500 ¥. Studenten bekommen bei Vorlage eines internationalen Studentenausweises Ermäßigung (außer für die JR-Tickets oder U-Bahn-Monatskarten – das nur mit japanischem Ausweis).
Natürlich gibt es auch regionale Unterschiede: Tōkyō rangiert auf der Liste der teuersten Städte der Welt auf Platz 6 und ist auch im Vergleich zur japanischen Provinz ein teures Pflaster. In touristischen Gegenden kann man dank harten Wettbewerbs durchaus günstige Angebote finden, und in ärmeren Regionen wie Okinawa sind die Preise generell niedriger. So kann man hier bereits für 1200 ¥ im Hostel absteigen, während man dafür andernorts in der Regel das Doppelte zahlt.
Wenn man bescheiden ist und gut haushaltet, kann man mit 6000 ¥ pro Tag über die Runden kommen (für Übernachtung im Dorm, einfache Mahlzeiten, Nahverkehr und Eintritt für 2–3 Sehenswürdigkeiten) – Souvenirkäufe und Ausgaben für Vergnügungen etc. nicht eingerechnet. Wer dagegen auf ein eigenes Zimmer mit Bad Wert legt und sich nicht nur von Rāmen oder Udon ernähren möchte, sollte mit 9000–10 000 ¥ am Tag rechnen. Anspruchsvolle sollten das Doppelte einplanen. Wer so billig wie nur möglich reisen muss, kann ein paar Tage Wandern mit Zelt und die Fahrt mit Nachtbussen erwägen, weil das die Übernachtungskosten drückt.
Japan ist ein Paradies für Souvenirjäger.
Discount-Tickets
In der Nähe größerer Bahnhöfe befinden sich oft Discountticket-Läden. Sie verkaufen nicht nur ermäßigte Fahrkarten, sondern auch viele andere Arten von Tickets: Konzert- und Kinokarten, Einkaufsgutscheine und Prepaidkarten für konbini und Kaufhäuser, Sauna-Eintritt, Telefonkarten etc. Meistens beträgt die Ermäßigung etwa 3–5 %.
Was kostet wie viel?
TransportU-Bahnfahrt Tōkyōab 170 ¥Bus Tōkyō–Kyōtoab 6000 ¥Inlandflug pro Sektorab 10 000 ¥Taxifahrt Grundtarif für die ersten 2 km (Nachtzuschlag 30 %)500 ¥ (Tōkyō 730 ¥)Mietkleinwagenab 4000 ¥ pro TagUnterkunftJH-Bett (Mitglieder)ab 2700 ¥ p. P.Businesshotel (EZ)ab 3500 ¥Ryokan (Halbpension)ab 7000 ¥ p. P.Minshuku (ohne Mahlzeiten)ab 3500 ¥ p. P.Essen und TrinkenErfrischungsgetränk vom Automaten100–130 ¥Saft/Cola im Lokal220–400 ¥Bier (groß, einheimisch)550 ¥Bier (ausländisch, z. B. Guiness, 0,75 l)900–1200 ¥Tasse Kaffee im Café200–450 ¥Udon/Rāmenab 500 ¥Kaitenzushi (pro Tellerchen)ab 108 ¥O-Bento im Bahnhofab 500 ¥SonstigesEintritt zu Museen, Burgen etc.200–500 ¥Onsen-(Tages)Besuchab 500 ¥Zurück zum Anfang des Kapitels
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Rückflugtickets von Europa gibt es im Internet auf Portalen wie www.opodo.de, www.fly.de oder www.lastminute.de. Der Kauf im Reisebüro muss aber nicht unbedingt teurer sein. Für etwas ausgefallenere Wünsche, wie Gabelflüge, Stopover in einem anderen Land, längere Aufenthalte etc. lohnt es sich oft, mit einem spezialisierten Reisebüro (siehe >>, Reiseveranstalter) Kontakt aufzunehmen.
Es kann sich auch auszahlen, bei der Buchung auf Vielfliegerprogramme zu achten. Wer per Flugzeug von außerhalb Japans anreist (und nicht in Japan wohnt), kann für innerjapanische Flüge besonders günstige Flugtickets von ANA und JAL kaufen (siehe >>).
Um die umweltschädlichen Folgen des Fliegens auszugleichen, werden immer mehr Programme zur „Klimaneutralisierung“ angeboten (siehe Kasten). Ein Leitfaden des Umweltbundesamtes zur freiwilligen Kompensation von Treibhausgasemissionen ist unter www.dehst.de erhältlich. Das Fliegen selbst bleibt allerdings trotzdem umweltschädlich. Hier gilt, je kürzer die Strecke (z. B. über Sibirien) und je weniger Zwischenlandungen, desto weniger umweltschädlich.
Direktflüge bieten die japanischen Airlines JAL und ANA (jeweils Frankfurt–Tōkyō) sowie Lufthansa (von Frankfurt nach Tōkyō, Ōsaka oder Nagoya und von München nach Tōkyō) an. Ein Direktflug dauert etwa 12 Stunden und ist je nach Reisezeit ab ca. 900 € zu haben. Preise für indirekte Flüge beginnen bei unter 700 €. Oft gehört Aeroflot zu den preiswertesten Anbietern, aber mit extrem zeitaufwendigen Umsteigeverbindungen, wobei der Flughafen in Moskau ohne Visum nicht verlassen werden darf.
Weniger fliegen – länger bleiben! Reisen und Klimawandel
Der Klimawandel ist vielleicht das dringlichste Thema, mit dem wir uns in Zukunft befassen müssen. Wer reist, erzeugt auch CO2
