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Ich hatte einen wunderbaren Silvester verbracht, der einzige Feiertag, dem ich eine gewisse Bedeutung zugestehe. Ich hasse es, an diesem Tag unter die Leute zu gehen, zu all den Amateurtrinkern in ihrer fürchterlichen gemütlich-angeschwipsten Ausgelassenheit. Das macht mich bockig und widerspenstig, diese Bemühtheit und das Knallen der Sektkorken, das penetrante Auf-die-Uhr-Sehen und «Wie lange geht es noch?», das Zuprosten und die alkoholisierten Küsschen, der ganze Schmus. Ich hatte mir ein paar teure Flaschen Champagner besorgt, sie im Eisschrank verstaut und Yvonne zum Essen eingeladen. Ich erwartete sie an der Bar eines exklusiven spanischen Restaurants, süffelte Ricard, immer die Tür im Auge behaltend, um ihren Auftritt nicht zu verpassen. Als sie kam, war ich einfach hingerissen. Die Typen an der Bar rissen die Augen auf, und ich fand das nur in Ordnung. Sie trank einen Campari, ein vollkommenes Bild.
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Veröffentlichungsjahr: 2024
Andreas Niedermann
Stern
Songdog
© 2. Auflage 2024 Songdog-Verlag, Bern
www.songdog.ch
© 1. Auflage 1989 Edition Nautilus
Cover-Artwork, Lektorat und Satz: Songdog/Buchwerkstatt.ch
ISBN 978-3-903349-31-5
Andreas Niedermann, geboren 1956 in Basel, lebt seit 1989 in Wien. Seine Romantrilogie mit «Sauser» (1987), «Stern» (1989) und «Die Stümper» (1996) fand in den 80er- und 90er-Jahren des letzten Jahrhunderts einige Beachtung. Es folgten Romane, Kriminalromane und Stories.
«Your life is a dime store novel.»
«Ah, baby …»
«This town is full of guys like you.»
«Stay cool.»
Bette Middler/Tom Waits Never Talk To Strangers
Der Winter war ein nasser Sack. Es regnete unablässig. Warme, schmierige Winde strichen um die Häuser. Ungesundes Wetter. Ein paar Idioten von Kurdirektoren hatten sich in der Boulevardpresse ablichten lassen. Das Foto zeigte sie mit einem peinlichen Grinsen, wie sie ein Transparent hochhielten: «Petrus, wir wollen Schnee!» Sie hatten sich selbst ausgetrickst, ihre teuren Schneekanonen konnten sie nicht in Stellung bringen, weil es zu warm war.
Ich hatte einen wunderbaren Silvester verbracht, der einzige Feiertag, dem ich eine gewisse Bedeutung zugestehe. Ich hasse es, an diesem Tag unter die Leute zu gehen, zu all den Amateurtrinkern in ihrer fürchterlichen gemütlich-angeschwipsten Ausgelassenheit. Das macht mich bockig und widerspenstig, diese Bemühtheit und das Knallen der Sektkorken, das penetrante Auf-die-Uhr-Sehen und «Wie lange geht es noch?», das Zuprosten und die alkoholisierten Küsschen, der ganze Schmus.
Ich hatte mir ein paar teure Flaschen Champagner besorgt, sie im Eisschrank verstaut und Yvonne zum Essen eingeladen. Ich erwartete sie an der Bar eines exklusiven spanischen Restaurants, süffelte Ricard, immer die Tür im Auge behaltend, um ihren Auftritt nicht zu verpassen. Als sie kam, war ich einfach hingerissen. Sie kam lächelnd auf mich zu, strahlend, strahlend, mein Gott, ihre Schönheit bereitete mir körperliche Qualen, ich begehrte sie grenzenlos.
Sie hatte sich eine Art Turban um das kurze schwarze Haar geschlungen, dazu ein schwarzes Sakko, eine weite schwarze Hose und eine eidechsengrüne Bluse, und die Lippen leuchtend rot. Beim Kuss presste sie sich an mich, ich spürte ihre Schamhaare durch die dünne Hose und mein Schwanz schmerzte. Ich atmete ihren Duft ein, ihre Weichheit, küsste sie auf den Hals. Die Typen an der Bar rissen die Augen auf, und ich fand das nur in Ordnung. Sie trank einen Campari, ein vollkommenes Bild.
Später gingen wir nach oben in den kleinen Speisesaal, wo Kellner diskret und aufmerksam agierten, und sie saß vis-à-vis von mir, stolz, glücklich und strahlend, voller Bewunderung für das Essen und den Wein. Wir unterhielten uns zwanglos und oft fasste sie meine Hand, hielt sie und ließ ihre Finger spielen. Meine Güte, dachte ich, ich hab ein Buch geschrieben und genügend Kohle, um so eine Frau einzuladen, ich kann mich im Stuhl bequem zurücklehnen, sie ansehen, ihre Stimme hören, einen Schluck Wein trinken, rauchen – mehr Glück konnte ich mir momentan nicht vorstellen. Wir ignorierten die anderen Gäste. Sie waren einfach nicht vorhanden, es genügte, wenn wir da waren.
Nach dem Essen gingen wir wieder runter an die Bar, ich löschte meinen Bierdurst mit einem kleinen Hellen und ließ ein Taxi rufen, das uns nach Hause fahren konnte. Zu mir nach Hause! Mein Heim war ziemlich bescheiden, die übliche Schuhschachtel von Wohnung, aber da muss man sich in der Arschfalte keine Illusionen machen, da gibt’s nichts zu deuteln, ob groß oder klein, Schachteln waren sie allemal. Von meinen vier Zimmern benützte ich eigentlich nur zwei. Ich habe gerne alles beisammen, so steht der Schreibtisch gleich neben dem Bett, und dann noch ein Sofa und ein Büchergestell mit gut hundert Titeln, sorgsam ausgewählt und keine Nieten darunter. Der Platz um die Underwood war eingestaubt, denn ich schrieb keine Zeile mehr, ich dachte nicht daran. Das heißt, ich dachte natürlich daran, aber mein Gott, schließlich war die Schriftstellerei nicht alles. Alles zu seiner Zeit.
Ich holte die erste Flasche Champagner aus dem Kühlschrank und reichte sie Yvonne. Sie ließ gern den Korken knallen. Wir putzten sie zügig weg, redeten wenig, sahen uns in die Augen, ich unterhielt sie mit ein paar Blödeleien. Keiner hatte bis jetzt den anderen berührt, aber es knisterte und funkte zwischen uns.
Nach der ersten Hälfte der zweiten Flasche legte ich meine Hand auf ihren Oberschenkel, spürte ihre Hitze und fingerte langsam weiter zu ihrer Spalte. Sie öffnete ein wenig die Beine, der Stoff ihrer Hose war feucht und warm, sie war klatschnass. Ich griff in ihr Haar, bog ihr den Kopf zurück und küsste sie. Wir fielen übereinander her wie zwei wilde Tiere. Sie riss mir die Klamotten vom Leib, Knöpfe sprangen ab und verschwanden irgendwo im Staub. Ich hatte etliche Probleme mit ihren Kleidern, schaffte es trotzdem, und so sanken wir aufs Bett, ohne unsere Küsse zu unterbrechen. Ihr Body hatte ich ihr nicht ausgezogen und ich griff mir das schwarze Ding knapp über ihrem Hintern und zog es durch ihre Spalte, und ihr Stöhnen sagte mir, wie sehr sie es mochte.
Sie kniete über mir, mit geschlossenen Augen, ich riss die Druckknöpfe des Bodys auf und drang in sie ein. Sie zitterte, als stünde sie unter Strom. Ich stieß meinen Pint bis zum Anschlag rein und ließ ihn, und sie hörte nicht auf zu zittern, sank runter, an meinen Mund, und ich fühlte, wie sie kam, alles wurde nass, floss, strömte, und ich stöhnte auf und mein Ding explodierte.
Wir blieben eine Weile so liegen, von Schweiß, Sperma und Gleitsekret zusammengeklebt, schliefen etwas und machten dann weiter, bis wir unten die ersten Autos ins neue Jahr fahren hörten. Dann ratzten wir endgültig weg.
Wir blieben den ganzen Tag im Bett liegen und liebten uns. Gegen Abend ging sie und jammerte über ihr gerötetes Gesicht, und ich lachte sie aus und sagte ihr, dass das eben so sei.
Ich blieb im Bett liegen, machte noch eine Flasche auf und sah ihr zu, wie sie sich herrichtete, wie sie dastand, mit leicht auswärtsgedrehten Füßen, ein wenig komisch und vielleicht ein Makel ihrer Schönheit, aber ich mochte es, ich liebte es wirklich.
Als sie dann gegangen war, lag ich faul herum und machte mir von Liebe beduselte, vage Gedanken über die Zukunft. Es war mir klar, dass dieses Liebesglück nicht von Dauer sein würde, und es war mir ebenso klar, dass ich irgendetwas unternehmen musste. Irgendwas, meine Güte, aber was?
Wenn ich nicht mit Yvonne fickte, langweilte ich mich tödlich. Sie hatte auch noch andere Verpflichtungen, und ich konnte ja nicht von ihr verlangen, als Fickmaschine für einen bedepperten, nichtinspirierten Schriftsteller zu fungieren. Ich dachte daran, abzuhauen. Aber wohin und womit? Außerdem waren noch einige Lesungen zu absolvieren, und ich wollte meinen kleinen Erfolg doch noch etwas auskosten.
Und dann waren da wieder die finanziellen Probleme, die alte Geißel meiner Existenz, die miese, ewige Begleiterin meines Lebens. Sie war treuer, als es je eine Frau hätte sein können, und ihre gelegentlichen Seitensprünge verzieh ich ihr mit Freude, früher oder später kam sie dann wieder zurück, gut gelaunt, energiegeladen, und forderte sofort wieder all meine Kraft. Ich war sie ziemlich leid. Aber das verzieh sie mir.
*
Einige Wochen später war ich zu einer Lesung eingeladen. Ein Buchhändlerlehrling hatte das Ding organisiert, und ich konnte und wollte nicht absagen. Außerdem passte mir das Datum, ich hatte mir ausgerechnet, dass ich die Nacht in der City verbringen und danach mit dem Zug in die übernächste Stadt fahren konnte, um mich dort mit einer alten Freundin zu treffen, die einen Job bei den dort stattfindenden Filmtagen hatte. Das heißt, sie hatte mit den Filmen nicht das Geringste zu tun, sondern arbeitete in der Kneipe, wo sich alle Filmer und Gefilmten und Filmbetrachter trafen, um einen zu heben und was zu essen und einander idiotische Fragen zu stellen und Filme, Gefilmte, Filmer und Filmbetrachter durchzuhecheln: auf der rein intellektuellen Ebene natürlich.
Ich hatte mich einige Zeit nicht mehr bei Yvonne blicken lassen. Das hatte mir wohl Komplikationen erspart, aber ich dachte die ganze Zeit an sie und war einigermaßen unglücklich. Es hatte mich einen Haufen Energie gekostet, die Zeit totzuschlagen, und ich war froh über den Break mit der Lesung. Ich rief Cora, meine Ex-Frau, an und fragte sie, ob sie nicht Lust hätte, sich mit mir in der City zu treffen. Sie sagte, dass sie sich freue, und sie sagte noch einiges mehr, und mir war es auch recht.
Ich fuhr also und traf mich mit dem Organisator der Lesung, einem schüchternen, ernsten, sympathischen Jungen, der mich immer ein wenig in Verlegenheit brachte, weil ich mir ziemlich dumm und roh und grobschlächtig vorkam, und ich konnte nicht verstehen, weshalb er mein Buch mochte. Aber ich fragte ihn nicht danach. Dann tauchte auch Cora auf, und wir aßen zusammen. Sie sah sehr gut aus, und wir flirteten ein wenig, sehr zärtlich, und erinnerten uns gegenseitig an die guten Zeiten unserer Zeit und lachten viel und tranken genug. Und der Junge stellte mir knifflige Fragen, auf die ich kaum eine Antwort wusste. Irgendwann pilgerten wir dann zusammen zu diesem Kulturzentrum, das ich noch nie hatte ausstehen können: ein ehemaliges Schulhaus, daneben eine Baracke und eine Turnhalle, der ganze Scheiß eingezäunt mit hohen, lanzenförmigen Eisen.
Wir verzogen uns in eins der ehemaligen Klassenzimmer, gleich neben der feudalen Alternativkneipe, wo’s zwar nichts zu trinken, aber dafür eine schicke Bar aus poliertem Marmor gab.
Nach und nach trudelten die Zuhörer ein. Dabei stellte es sich heraus, dass der Junge und ich die einzigen männlichen Wesen an der Veranstaltung waren. Da waren all die jungen Frauen aus den Buchhandlungen und drückten sich ein bisschen scheu und unsicher herum und sahen mich verstohlen an. Ich fragte mich insgeheim, was sie wohl über die Sexszenen im Buch dachten, und ich fragte mich auch, warum es so viele Mädchen waren, die mein Buch mochten, während die Jungchen immer was von wegen Macho und Chauvi und Sexismus in den vornehmlich alternativen Feuilletons zu schreiben wussten. Einer hatte sich sogar zu dem Vorwurf aufgeschwungen, dass unter den im Buch erwähnten Schriftstellern keine Frau war. Nun ja.
Ich stellte mich hinter irgend so ein Ding, das wie ein ausrangierter Tresen aussah, redete ein wenig und fing dann an zu lesen. Es waren gut fünfzehn Frauen anwesend, und ich war erst ein bisschen verlegen, aber ich schaffte es doch irgendwie und las etwa eine Stunde. Nach dem Applaus blieb ich stehen, verschränkte die Finger und sah ins Publikum, fühlte mich dabei wie ein Idiot und wartete. Diskussion! Die Stille stand wie eine Wand zwischen dem Publikum und mir, unverrückbar und stur, und bevor ich mir ganz blöd vorkam, sagte ich: «Na?!», zog die Augenbrauen hoch, versuchte ein harmloses Gesicht zu machen und lächelte.
Aus der hintersten Reihe meldete sich dann eine Blondine, bemüht, sich lässig zu geben, und sagte: «Ich bin etwas verwirrt von deinem Buch. Alles kommt locker und leicht daher, als wäre Schreiben ein Kinderspiel. Ist das wirklich so? Ist es bei dir beim Schreiben auch so? Oder wie ist das?» Herrje, ich überlegte eine Weile, das heißt, ich tat so, als würde ich überlegen, derweil mir der Johnny Walker im Kopf kugelte und mir ziemlich alles an vernünftigen Antworten durcheinanderbrachte. Sie hatte mit ihrer Frage durchaus einen wunden Punkt getroffen. Ich setzte trotzdem an.
«Nun», sagte ich und machte gleich wieder eine Pause: «Nun, das ist verschieden, einige Dinge sind mir einfach so in die Tasten gesprungen und ich musste nur versuchen, mitzukommen. Andere waren nicht so leicht aufs Papier zu bringen. Um einige Kapitel musste ich wirklich kämpfen und immer wieder umschreiben, bis ich sie ungefähr da hatte, wo ich sie hinwollte.»
«Heißt das, dass du nicht alles da hast, wo du’s hinwolltest?»
Ein heikler Punkt. Schon wieder.
«Ja. Ich meine, es ist einfach so, dass mich das Zeug nicht mehr interessiert, wenn ich’s geschrieben habe. Später fehlt mir der emotionale Zugang und es langweilt mich.»
Sie machten Augen da unten, die Girls.
«Aber ich hatte das Glück, einen guten Lektor zu haben, und der hat mir ziemlich geholfen, aus dem Schlamassel rauszukommen. Zufrieden?»
«Danke, ja», sagte sie.
Es gab noch ein paar Fragen, und ich beantwortete sie so ehrlich es mir möglich war. Schließlich waren sie hergekommen und hatten Eintritt bezahlt, und ich war ihnen etwas schuldig.
Nach und nach zogen sie in kleinen Gruppen ab, nicht ohne sich noch ein Buch signieren zu lassen. Dann schrieb der nette Junge was in einen Quittungsblock und händigte mir drei Hunderter aus. Ich musste nur noch unterschreiben und mich verabschieden.
Cora und ich machten darauf einen Bummel durch ein paar Lokale. Wir hatten eine Menge Spaß. Dann gingen wir zu ihr, und sie wollte mit mir schlafen. Ich sträubte mich, nicht sehr erfolgreich, denn sie nahm einfach mein Ding und fing es an zu lutschen, was willst du: Es kam zum Stehen, und sie setzte sich einfach drauf und bumste mich.
Es machte mir nicht besonders viel Spaß, ich dachte an Yvonne und unsere Ekstasen, im Vergleich dazu war der Fick mit Cora nur ein mechanischer Akt. Aber ich hielt tapfer durch, und als es ihr kam, biss ich sie in die Schulter. Cora ließ sich ein Bad einlaufen. Als sie in der Wanne lag, rief sie mich, in einem Ton, den ich nur zu gut kannte. Aber shit, ich ging hin, stand nackt vor der Wanne, sah ihr Glimmen in den Augen, sehr siegreich, sehr sicher.
«Schon gut», sagte ich und trat an den Rand der Wanne. Sie beugte sich vor und machte es mir so, dass ich stöhnend in die Knie ging, auf dem kleinen Teppich ausrutschte und kopfüber zu ihr in die Wanne fiel. Es war wie früher. Sie kannte mich und ich hatte keine Chance. Dass ich bei dem Sturz noch kurz bei den Badarmaturen vorbeigekommen war, und zwar mit dem Schädel, brachte sie zum Lachen. Sie fand nichts komischer, als wenn ich mich irgendwie ungeschickt verletzte. Die komische Nummer!
Wir gingen zu Bett und tranken noch einiges, das heißt, ich trank noch einiges, und auch das Frühstück war nur ein Gin Tonic. Mit zerfetzten Nerven und dickem Kopf ließ ich mich per Tram zum Bahnhof karren. Ich versuchte, die Leute im Wagen nicht anzuschauen. Sie machten mich sowieso krank, und wenn ich verkatert war, dann gab es nichts Schlimmeres als diese Gemütlichkeit, das Ruckeln der Tram, die schier endlose Fahrt, das Halten, die Lahmarscherei der Passagiere, die grauenhafte Zuverlässigkeit … Wenn ich verkatert bin, dann brauche ich Tempo, Bewegung, Rasanz, und jede Störung des Rhythmus verursacht mir Schmerzen. Ich brauchte unbedingt etwas zu trinken.
*
Ich wusste nicht, ob die Filmtage gerade das Richtige waren, damit ich aus meinem Loch herauskam. Während der Fahrt dachte ich daran, wie es das letzte Jahr gewesen war, mit mir und Joe als offiziellen Vertretern unserer Kinoklitsche – beauftragt, eine Auswahlschau zusammenzustellen. Wir waren somit quasi verpflichtet, all die Filme anzusehen und dann eine bestimmte Anzahl für unser Kino auszuwählen. Es war ziemlich schlimm gewesen. Joe und ich brachten unsere Ärsche natürlich nicht vor Mittag von der Pritsche hoch, da wir es uns nie entgehen ließen, mit dem Personal der Lokale, wo die Filmfreunde verkehrten, bis in die frühen Morgenstunden die Sau rauszulassen. Aber das war die angenehme Seite der ganzen Sache. Die andere war das Pandämonium von gezeigten Filmen: langatmige, langweilige Filmballaden, ein einziges immenses Gähnen, ein aufgerissenes Loch anstelle der Leinwand. Und Schwarte um Schwarte sahen wir uns an, bis hin zum finalen Filmriss, bis uns die Geduld ausging und wir nur noch ein paar Minuten den Anfang anschauten, um dann gleich in die Kneipe zu verschwinden.
Das Ganze dauerte eine Woche, und danach waren wir restlos erledigt, kaputt, mit so einem Gefühl, als müssten wir uns für den Rest unseres Lebens in einen Keller zurückziehen, um uns dort einer exzessiven Wichserei hinzugeben.
Ich hatte dann dafür plädiert, die Auswahlschau zu schleifen, ich wollte Rache! Aber davon wollten weder Joe noch die anderen etwas wissen. Man war trotz allem ziemlich loyal. Na ja, vielleicht hatten sie recht, ich konnte sie sogar verstehen: Sie nahmen bloß ihren kulturellen Auftrag ernst. Meine anarchistische Attacke hätte bestimmt zu Schwierigkeiten geführt, und die hatten sie mit dem Kino ihrer Ansicht nach schon genug.
Ich konnte davon nie genug kriegen. Schwierigkeiten waren der Baum des Lebens, an dem ich mich rieb, wo ich die verhornten Krusten abscheuerte, damit meine zarte Haut wieder durchblutet wurde, meine feine, empfindliche Indianerhaut.
Nun, und so wurde die Auswahlschau eben gemacht. Das war letztes Jahr gewesen.
Dieses Jahr ging mich die ganze Chose nichts mehr an, die Kinoklitsche hatte ich verlassen. Ich freute mich darauf, Tanja zu sehen, den blonden, scheuen Engel, seltsam stark und verschlossen, rätselhaft und geheimnisvoll, wie sie auf dieser Erde ihre Runden drehte. Als ich noch an meinem Roman schrieb, war sie oft in der Mittagspause vorbeigekommen, um mir eine Schachtel Zigaretten zu bringen, zwei, drei Dosen Bier neben die Schreibmaschine zu stellen, mit einem Lächeln, eine Zigarette rauchend, um darauf wortlos und leise wieder zu verschwinden.
Es war Samstag und ich rutschte in den zweitletzten Tag der Filmschau hinein. Ich schlenderte gelassen durch das Städtchen, blieb auf der großen Brücke über den Fluss stehen und blickte auf das schwere, trübgrüne Fließen. Es war derselbe Fluss, an dem ich meine Kindheit verlebt hatte, und ich liebe Flüsse über alles, sie geben mir ein gutes Gefühl, so, als würden sie durch mich hindurchfließen, mit diesem ruhigen, kräftigen Strömen.
«Hallo Tom», sagte Tanja mit einem Lächeln über die Flaschen auf dem Tablett hinweg. Das Lächeln war ein Geschenk, und als es wieder weg war, sah ich ihren abgehetzten Blick.
«Hallo Tanja.» Sie war in Eile, der Saal des Lokals war brechend voll, und es war ein verdammt großer Saal.
«Dasselbe Zimmer. Oben?»
«Ja. Du weißt ja Bescheid. Ich hab Schicht bis Mitternacht. Was willst du trinken?»
«Gin Tonic. Ich komm schon zurecht, Tanja. Bis nachher.» Sie nickte mir zu und verschwand im Gewühl des Saals.
Ich ging nach oben, um meine Tasche loszuwerden. Im Zimmer gab es nichts außer zwei Matratzen und einem Sturmgewehr. Sehr sinnreich, dachte ich, griff mir die Knarre, löste das Magazin, aber es waren keine Patronen drin, und so repetierte ich einfach nur so und drückte ab. Klick. Das war’s dann und ich stellte das Ding wieder hin, ging nach unten, stellte mich neben das Buffet und wartete auf meinen Drink. Ich walzte damit in den Saal und sah mich um. Ich entdeckte ein paar bekannte Gesichter, nickte und grinste und fühlte die Ambiance, besah mir all die Künstlertypen mit ihren Ledermänteln, den Schals, den schrägen Frisuren, und die müden und geschlauchten Gesichter des Personals, ich hörte die leisen Flüche und die lauten. Die Stars und die Komparsen und die Putzkolonne!
Ich fand einen freien Stuhl an einem Tisch, wo ein bekannter Filmer Hof hielt. Der Typ redete und redete, imponierend, wirklich, wie er das brachte, und jede seiner Gesten sagte: Ich bin wichtig, mein Film ist wichtig, sehr wichtig. Wir brauchen wichtige Filme und mein Film ist wichtig! Und der Hof nickte und wartete auf die Chance, es ihm heimzuzahlen, ihm eine reinzuwürgen. Weil ich nichts anderes zu tun hatte, hörte ich zu, bis es einfach zu langweilig wurde. Eben da tauchte in der Türe, meine Fresse, Merz auf, segelte – wie es so seine Art war – mit wehendem Trenchcoat in den Saal, putzte sich die Hornbrille, strich seine weiße Tolle nach hinten, setzte die Brille wieder auf, blieb stehen und ließ seinen Blick schweifen. Mich sah er nicht. Und ich wusste nicht recht, ob ich mich bemerkbar machen sollte. Die Situation war etwas heikel. Ich hatte mal für ihn gearbeitet und dann über ihn etwas geschrieben. Ich war nicht gerade sanft mit ihm umgesprungen, aber auch nicht ungerecht und ohne Häme. Ich hatte ihn seither nicht mehr gesehen. Der Typ kannte Gott und die Welt, und da durfte er natürlich auch an den Filmtagen nicht fehlen. Ich beschloss, es zu riskieren, und hob die Hand, winkte und wedelte. Es dauerte eine Weile, bis er merkte, dass die Winkerei ihm galt und dann erkannte er mich, fing an zu grinsen, immer breiter, und segelte heran.
«Teufel auch, der Stern!» Wir schüttelten uns die Hand, und er ließ seine noch eine Weile in meiner und sagte: «Übrigens, Gratulation. Ein Wurf, dein Buch.»
«Danke, Merz, danke», sagte ich irritiert.
«Na ja», fuhr er fort, «hat mich am Anfang schon gewurmt, deine Schreiberei, aber ich hab’s dann einfach noch mal gelesen, und dann war auch das schlechte Gefühl weg. Also, find ich schon toll, dein Buch.»
Ich wurde verlegen und sagte: «Trinkst du was, Merz? Ich lade dich ein.»
Wir unterhielten uns prächtig.
Irgendwann schlurfte der berühmte Schriftsteller B. in den Saal. Ich wusste, dass er mit Merz gut bekannt war, und hoffte, dass der ihn nicht gesehen hatte. Aber natürlich musste sich Merz in diesem Augenblick umdrehen und er entdeckte B.
«Ah, siehst du, da ist B.», sagte er enthusiastisch, «Ich werde euch miteinander bekannt machen.»
Ich erwischte dank meiner ausgezeichneten Reflexe gerade noch seinen hochschießenden Arm und drückte ihn sanft auf die Tischplatte zurück. «Lass das, bitte», zischte ich, «bitte!»
«Aber warum denn?»
«Einfach so. Wenn du dich mit ihm unterhalten willst, kann ich mich ja verziehen.»
«Was ist denn los mit dir?»
«Ich bin allergisch auf Schriftsteller. Ich halte sie einfach nicht aus. Sie langweilen mich zu Tode. Es beklemmt mich. Ich habe ihnen nichts zu sagen.»
«Aber es ist doch wichtig, dass sich die Autoren kennen. Der Austausch …»
«Ach, Merz, behalt doch den Stuss für dich. Ich mag das nicht. Lass uns lieber noch einen heben.»
B. stand immer noch herum und äugte nach einem freien Platz oder sonst was, als hinter ihm der ebenfalls sehr bedeutende Schriftsteller W. die Szene betrat. Ich fing an zu schwitzen. Merz war bester Laune und sein Blick bekam etwas Unzurechnungsfähiges. Er sah aus wie ein Junge, dem gerade ein besonders boshafter Streich eingefallen war. Ich hielt immer noch seinen Arm und verstärkte den Druck.
«Tom, aber das ist doch W. Ich schätze ihn sehr. Ich werde euch bekannt machen!»
«Zum Teufel, Merz, lass uns von hier verschwinden.»
Die beiden Berühmtheiten zogen die Blicke auf sich, sie waren das Duo B. und W. Sie waren berühmt, man hatte von ihnen gehört, man hatte in der Schule ihr Zeug gelesen, sie schrieben kritisch über die Schweiz, sie mischten sich ein, sie waren Demokraten, sie sagten in den Zeitungen ihre Meinung zu diesem und jenem, sie wurden zitiert und sie sorgten sich um unser Land. Sie waren Lehrer, sie kamen gleich nach Frisch und Dürrenmatt, Nationalliga B sozusagen, sie setzten sich für die Literatur im Lande ein, sie waren rührig und betroffen, sie wurden zu Fernsehdiskussionen geladen, wo sie neben den Therapeuten und Psychiatern, den Arm lässig auf die Lehne des Ledersessels drapiert, im Polster versanken. Sie waren unentbehrlich. Sie machten mich krank. Ich kämpfte dafür, ihre üblen Visagen nicht noch näher vor mir haben zu müssen. Und wenn ich mir die Chance ihrer Bekanntschaft entgehen ließ – war ich eben ein Idiot.
Merz konnte das einfach nicht verstehen, aber wir wechselten dennoch das Lokal. Ich war ihm einigermaßen dankbar dafür.
*
Aber ich hatte einfach kein Glück heute. In der nächsten Pinte lauerte schon das Verderben. Am einzigen Tisch, an dem es noch zwei freie Plätze hatte, saß mit verkniffener Miene der Schriftsteller H., seines Zeichens Hausautor bei einem großen deutschen Verlag und Betroffenheitsfanatiker. Diesmal gab es keinen Pardon und kein Entkommen mehr.
Merz war schnell genug, und ehe ich Pieps sagen konnte, stand ich neben ihm am Tisch, wo die beiden die Hände auf und ab pumpten. H. hatte langes, strähniges, dünnes Haar, einen kümmerlichen Bart, er trug diese verkniffene, quengelige Miene zur Schau, als befinde er sich in einem Zustand des dauernden Beleidigtseins. Es machte mich schon fertig, ihn nur ansehen zu müssen, und ich verspürte den Wunsch, ihn ein wenig zu kitzeln, um zu sehen, was dann passieren würde.
Es war schon merkwürdig. Das Schreiben war scheinbar etwas Krankhaftes, Quälendes, ein juckendes Geschwür, ein Ekzem, das einem das Leben vermieste; es musste gallenkrank machen und die Körper verkümmern und vernachlässigen lassen wie die Kleidung.
Merz war in seinem Element. Er drehte sich halb von H. ab und deutete mit einem leichten Schlenkern des Handgelenks auf mich.
«Darf ich vorstellen. Das ist Tom Stern. Und das ist H.» Er grinste, er genoss meinen Widerwillen.
«Hallo», sagte ich lahm.
«Kgrrnhmm», sagte H. Er knurrte mich tatsächlich an. Es hörte sich an wie das kurze, drohende Knurren eines Hundes. Ich fand das ziemlich gut und ich wusste, dass er von mir gehört hatte. Es musste ihn ärgern, dass es solche Typen wie mich gab. Das gab mir ein einigermaßen gutes Gefühl und ich entspannte mich wieder. Für H. existierte ich schon nicht mehr.
Die Unterhaltung der beiden drehte sich um gemeinsame Bekannte, alles berühmte Berühmtheiten, und um die Filme, die sie gesehen hatten, und ich hatte Zeit und Muße, mich dem Bier zu widmen und mir die Mädchen im Lokal anzusehen. Ich dachte automatisch an Yvonne, und mit dem Gedanken trieb auch der dumpfe, leise Schmerz zwischen Herz und Magen wieder auf. Ich dachte an die Morgen, wenn ich mich noch im Bett räkelte, während sie frühstückte, wenn ich noch ein wenig döste oder schlief, weil es mir so selten gelang, neben ihr einschlafen zu können, und wie sie dann hereinkam, sich herunterbeugte, um mich mit einem Kuss zu wecken, mit nichts als einem T-Shirt und einem kurzen Rock bekleidet, und ich den Geruch ihrer Beine in die Nase bekam, so wunderbar aufregend, dass ich sie in den Oberschenkel biss, und sie dann mit einem spitzen, gelachten Aufschrei aufs Bett sank. Und ich zog sie auf mich, die Hände unter ihrem Rock, um diesen wunderbaren Hintern zu fühlen, diesen kühlen, vollen Arsch, den Schwung, die Zartheit ihrer Haut, und dann küsste sie mich, als gälte es, unser Leben zu retten, und wie wir uns dann liebten, zärtlich und heftig. Ich dachte an die Art, wie sie dann später die Decken schüttelte und ins offene Fenster hängte, die Kopfkissen zurechtstrich, den Geruch nach Geschlecht und Liebe im Zimmer, und die kühle Luft, die hereinfloss, um den Geruch unserer Liebe nach draußen zu tragen.
Sie war unerreichbar für mich. Daran änderten auch Liebesgeständnisse nichts. Über all dem lag eine tiefe, schwere Traurigkeit, und jener Schmerz, der mich immer öfter überfiel, der mich, wo immer ich mich befand, überfallen konnte wie ein Irrer, der einem das Messer in den Bauch jagt und umdreht.
Ich bemerkte noch, dass sich H. von Merz verabschiedete, ohne mich auch nur eines Blickes zu würdigen.
«Siehst du», sagte ich.
«Du bist selber schuld, Tom, du hättest dich an unserem Gespräch beteiligen sollen.»
«Ach was?»
«Na ja, H. ist ein bisschen ein schwieriger Mensch. Ein sehr sensibler Künstler und ein großartiger Schriftsteller.»
«Bullshit! Sieh dir mal sein Gesicht an und der Fall ist doch sonnenklar: Hypochonder!»
«Hör mal, Tom, du musst auch andere akzeptieren.»
«Na ja, ist schon gut, Merz, vergiss es. War nicht so gemeint. Und du hast sowieso recht. Du gehörst ja schließlich zum inneren Kreis, zu den Eingeweihten. Nur tu mir den Gefallen und lass mich da draußen.»
Zu meiner Überraschung ließ er es dann wirklich und lud mich aufgekratzt zu einem weiteren Drink ein. Er hatte eine Bombenlaune, so wie ein Familienvater, der für einmal dem Klammergriff der Familie entronnen war. Dann wollte er sich noch einen Film über ein paar Typen ansehen, die er kannte, und ich strolchte durch das nette Städtchen und begab mich dann auf den Rückweg, um Tanja zu ihrem Feierabend begrüßen zu können.
Es wurde eine lange Nacht. Die geschlauchte, übermüdete Belegschaft des Lokals erwies sich als zäher Pulk von harten Profis. Nachdem der letzte Gast verschwunden war, tauten sie langsam auf, streckten sich, entledigten sich der Müdigkeit wie ein paar labbriger Klamotten und kamen frisch und bester Laune an die Tische zurück, um zu feiern.
Tanja eröffnete mir, dass sie und ihre Kollegen nach dem ganzen Stress einen Abstecher nach Paris machen wollten, sozusagen um sich selbst zu belohnen und ein paar Scheine auf den Kopf zu hauen.
«Bist du dabei? Kommst du mit?»
Ich rechnete im Geiste nach, wieviel Kohle ich noch hatte, kam darauf, dass es hinreichen könnte, außerdem war es schon beinahe zehn Jahre her, seit ich das letzte Mal in Paris gewesen war. Ich brauchte keine zwei Sekunden, um mich zu entscheiden.
«Na klar», sagte ich.
«Fein», meinte Tanja, «willst du noch einen Gin Tonic?» Und war schon auf den Beinen, bevor ich nur den Mund aufmachen konnte. Ich wurde nicht mehr betrunken, ich hielt mich mit den verflixten Drinks auf den Beinen und nüchtern.
Es war Zeit für eine Gelegenheit, mich sanft und sicher von der Trinkerei abzusetzen. Aber heute Abend musste ich weiter bechern, um nicht abzustürzen.
Irgendwann gegen fünf oder sechs Uhr morgens gingen wir zu Bett und pennten wie betrunkene, schnarchende Ratten. Den Sonntag verbrachte ich mit Balanceakten, versuchte, so gut wie möglich über die Runden zu kommen, ging dem Menschengewühl aus dem Weg, vertrat mir die Füße, genehmigte mir ab und an einen Drink, der Nerven wegen, und kaufte an einem Kiosk eine Karte für Yvonne. Es war das Motiv des Filmplakats von Wenders’ «Paris, Texas». Ich schrieb die Rückseite voll, ohne zu erwähnen, dass ich für ein paar Tage nach Paris, Frankreich verreiste.
Um die Zeit totzuschlagen, sah ich mir einen Film an. Eine Art Dokumentarfilm, der den Aufenthalt zweier hiesiger Clochards in Paris schilderte. Ein ziemlich bemühter, langatmiger Streifen, vollgestopft mit endlosen Monologen der beiden Heinis.
Ich bekam einen Gähnkrampf und drückte mich zwischen den anderen Zuschauern durch, die sich den Film ergeben und ruhig ansahen, flüchtete ins Freie und strolchte wieder herum.
Tanja und die anderen waren in großer Eile, hasteten hin und her und richteten das kalte Buffet für die geladenen Gäste, das große Finale, la grande bouffe, wo die Prominenz die Hosen runterließ, Haltung, Stil und gutes Benehmen an irgendeinen Bügel hängte und sich die Schlacht am kalten Buffet lieferte. Ich hatte schon davon gehört. Von der sagenhaften Gier unserer Kulturgrößen, wenn es ums Fressen ging: um die belegten Brötchen und die köstlichen Salate, die Shrimps und die süffigen Weine. Wie sie sich die langfädigen und nichtssagenden Reden anhörten, immer auf dem Sprung, wie sie sich in den hinteren Reihen herumdrückten und auf das Angriffssignal lauerten. Das wollte ich mir nicht entgehen lassen. Tanja hatte mir das Ganze eingehend geschildert und wollte sich bemühen, mir zu der gut bewachten Fresserei Zutritt zu verschaffen.
