Verlag: Romantruhe-Buchversand Joachim Otto Kategorie: Fantasy und Science-Fiction Sprache: Deutsch Ausgabejahr: 2017

STERNENGLANZ – Eliteeinheit des Universums 1 E-Book

Arthur E. Black  

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E-Book-Beschreibung STERNENGLANZ – Eliteeinheit des Universums 1 - Arthur E. Black

Untersuchungen hatten ergeben, dass die Zufriedenheit an Bord eines Schiffes zu einem Großteil von der Unterbringung abhing. Ein Rückzugsbereich, den kein anderer betreten konnte, wenn man es nicht wollte, war sehr viel wertvoller als etwa ein großes Freizeitdeck. Mehrfachkabinen wurden daher nicht mehr gebaut. Selbst wenn der Platz in den Mannschaftsquartieren kaum größer war als früher, genoss die Crew die Möglichkeit, die Tür hinter sich schließen zu können. Eine entspannte Crew diente zudem nicht nur dem Wohlbefinden und dem Zusammensein an Bord, sondern es wirkte sich auch positiv auf die Leistung aus. Jeder Einzelne fand mehr Schlaf, mehr Erholung – und konnte auf seiner Station entsprechend mehr Energie investieren. Reflexe, Ausdauer und die geistige Reaktionsgeschwindigkeit nahmen zu, es gab weniger vermeidbare Fehler und Übermüdungen. Cara betrachtete ihren sportlichen Körper im Spiegel der Hygiene-Zelle. Ihre Haut war leicht gebräunt, ihre Brüste fest und ihre Arme sowie der Bauch muskulös. Das rote Haar hatte sie zu einem vorschriftsmäßigen Zopf gebunden, ihre grün schimmernden Augen schauten klar und ihre Lippen verzogen sich zu einem zufriedenen Lächeln. Schließlich blickte sie auf das kleine Tattoo an ihrem rechten Oberarm. Es waren japanische Schriftzeichen, die das Wort Kitsune bildeten – Fuchs. Es stammte von Yukikos Bruder Ryu, einem begnadeten und auf Edo Prime weithin bekannten Künstler, der nicht nur Körper mit Bildern oder alten, japanischen Schriftzeichen versah. Kurz berührte Cara die Tätowierung und dachte an jene Wochen zurück, als sie es erhielt. Dann aber riss sie sich zusammen. Das Leben ging weiter, hier und jetzt hatte sie das Kommando über die STERNENGLANZ übernommen.

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E-Book-Leseprobe STERNENGLANZ – Eliteeinheit des Universums 1 - Arthur E. Black

STERNENGLANZ

Eliteeinheit des Universums

Band 1

EINE NEUE BEDROHUNG

von

ARTHUR E. BLACK

STERNENGLANZ

Eliteeinheit des Universums

Herausgeber: ROMANTRUHE-Buchversand.

Cover: Romantruhe (Bildrechte: fotolia).

Satz und Konvertierung:

ROMANTRUHE-BUCHVERSAND.

© 2015 Romantruhe.

Alle Rechte vorbehalten.

Die Personen und Begebenheiten der

Romanhandlung sind frei erfunden;

Ähnlichkeiten mit lebenden oder

verstorbenen Personen sowie mit tatsächlichen

Ereignissen sind unbeabsichtigt.

Abdruck, auch auszugsweise,

Vervielfältigung und Reproduktion sowie

Speichern auf digitalen Medien zum

Zwecke der Veräußerung sind untersagt.

Internet: www.romantruhe.de

Kontakt:info@romantruhe.de

Produced in Germany.

Zitat:

Der Mensch wurde geboren, um das All zu erobern. Mit seinem Können, seinem Wissen und seiner militärischen Überlegenheit wird er in die unermesslichen Weiten des Universums vorstoßen und sich Planet um Planet untertan machen.

Das und nichts anderes ist die Bestimmung des Homo sapiens!

Wer uns auf diesem Weg begleitet, wird die Früchte unseres Erfolges ernten.

Wer sich uns jedoch in den Weg stellt, wird die Stärke unser Partikel-Strahler, unserer E-Laser und unserer Highspeed-Geschosse zu spüren bekommen! […]

I

Noch niemals zuvor in ihrem Leben hatte Cara Fox derart große Schmerzen verspürt wie nun.

Nackt an ein hartes Metallgestell gefesselt, musste sie die Folter über sich ergehen lassen. Ihr Körper fühlte sich an, als stünde er in Flammen. Es gab keine Faser, keine Zelle in ihrem Leib, die nicht panische Schmerzsignale aussandte.

 Erst hatten es die Feloidea mit Schlägen versucht.

Als das nicht fruchtete, hatte einer der Verhörexperten seine Krallen benutzt, um tiefe Wunden in Caras Körper zu kratzen.

Langsam, Millimeter um Millimeter, damit die Qual ausgedehnt wurde …

Die Oberschenkel, die Arme, der Bauch und auch ihre Brüste sahen aus, als sei sie in einen Reißwolf gefallen.

Aber selbst diese schrecklichen Verletzungen hatten Caras Zunge nicht lockern können. Sie werden von mir niemals die Codes unserer Verteidigungsanlagen erfahren. Was auch immer sie tun – ich bleibe standhaft …

Sie wusste nicht, ob sie diesem Vorsatz treu bleiben konnte.

Inzwischen waren die Folterknechte dazu übergegangen, sie mit Elektroschocks zu traktieren.

An ihren Labien, ihren Brustwarzen und auf dem Rücken hatte einer der Verhörexperten Elektroden befestigt.

Zweimal schon war Strom durch ihren Körper geflossen. Ihr Unterkiefer war dabei so hart aufeinander gepresst worden, dass ein Schneidezahn splitterte. Jeder Muskel hatte sich verkrampft, Schweiß war über ihren Körper geflossen und hatte in den offenen Wunden gebrannt.

Der Strom hatte ihr die Kehle zugeschnürt; zu den Schmerzen war Erstickungsangst gekommen.

»Du kannst uns nicht auf Dauer widerstehen!«, hörte sie eine tiefe Stimme sagen.

Den Kopf zu drehen, war ihr nicht möglich. Daher wusste sie nicht, wer mit ihr sprach. Gesehen hatte sie das Katzenwesen, zu dem die Stimme gehörte, bislang noch nicht.

Schritte erklangen. Weich, geschmeidig. Hätte der Feloidea keine Stiefel getragen, Cara hätte ihn nicht kommen hören.

Doch wie die Menschen trugen auch die Katzenartigen Uniformen, Stiefel und Waffen an ihren schweren Gürteln. Sie gingen aufrecht, benutzten ihre vorderen Tatzen wie Hände und verfügten über einen scharfen Verstand.

Die Feloidea sind groß wie Tiger, schnell wie Panther und klug wie Menschen. Sie sind der Albtraum eines jeden Militärstrategen, denn sie verbinden das Beste aus dem Menschen- und dem Tierreich.

Die Worte ihres Ausbilders auf der Academy hallten in Caras Gedanken wider.

Vieles an den Feloidea, die sich selbst Mat’sul nannten – Geschmeidige Intelligenz in ihrer Sprache –, erinnerte an Katzen. Das Fell, die Schnurrhaare, die scharfen Zähne sowie ihre Sprungkraft und die Schnelligkeit.

Ihre Mimik und auch die Körpersprache, bei der sie nicht selten ihren Schwanz einsetzten, erinnerten ebenfalls stark an jene Katzen, die Cara kannte.

Als Kind hatte sie selbst mehrere solcher kleinen, kuscheligen Stubentiger besessen …

Das Verhalten, ihre Fähigkeit, Worte zu bilden, und ihre enorme Intelligenz jedoch erinnerten an Menschen.

Es war möglich, mit einem Feloidea über den Sinn des Lebens zu philosophieren oder gegen ihn eine Partie Schach zu verlieren.

Sofern er nicht gerade versuchte, einen zu töten oder ihm wertvolle Informationen zu entlocken …

»Gib auf, Mensch. Sag uns, was wir wissen wollen, und ich verspreche dir ein Ende deiner Qual. Mehr noch – wir schenken dir dein Leben, heilen deine Wunden und weisen dir eine Zelle in einem unserer Gefängnisse zu. Wir behandeln dich als Kriegsgefangene; du wirst am Ende des Krieges zu deiner Familie zurückkehren können.«

Der Feloidea stand nun vor Cara, sodass sie ihn sehen konnte. Er blinzelte langsam – ein Zeichen für freundliche Zuneigung. Er unterstrich damit seine Worte; süß und lockend.

»Ihr wollt den Code für unsere Verteidigungsanlagen?«, brachte Cara hervor. »Versucht es damit: Die Fomori sollen euch fressen!«

Der Feloidea ließ ein leises Fauchen hören. »Ich weiß zwar nicht, was Fomori sind, aber es klang sehr unfreundlich. Du bist offenbar noch nicht von unserer Entschlossenheit überzeugt.«

Oh doch, das biiiii…

Wieder Strom; stärker als zuvor. Cara biss sich auf die Zunge und schmeckte das Blut. Ihr Körper verkrampfte sich, Urin floss zu Boden. Sie glaubte, ihr Blut würde in den Adern kochen. Sterne zerplatzten vor ihren Augen, sie konnte nicht atmen.

Sekunden dehnten sich in ihrem Empfinden zu Minuten.

Als sie wieder atmen konnte, zog sie rasselnd Luft in die Lungen.

»Nun?«, fragte der Feloidea. »Sollen uns noch immer die Fomori fressen?«

Cara war unfähig, die spöttische Frage zu beantworten. Sie hing in ihren Fesseln und sehnte sich ein Ende der Qual herbei.

»Rede!«, fauchte der Feloidea und zog ihr seine Krallen durch das Gesicht. »Warum bist du stur, Mensch? Hast du nicht gehört, was ich dir anbiete? Warum willst du auch nur eine Sekunde länger leiden?«

Der scharfe Schmerz riss sie aus ihrer Lethargie. Sie hob ruckartig den Kopf und blickte das Katzenwesen an. »Auf Terra haben wir ein uraltes Sprichwort. Du kannst mich mal! Ist dir das …«

Sie verstummte.

Nicht, weil erneut Strom durch ihren Körper floss, sondern weil sie etwas gehört hatte. Ein leises Summen, das jedoch stetig lauter wurde.

Die Feloidea hatten das Geräusch ebenfalls vernommen und wussten, was es bedeutete.

Schiffe der Core Space Force Unit griffen die kleine Raumstation an.

Alarm heulte dumpf durch die Korridore, das Licht im Verhörraum flackerte, ehe es durch rote Notleuchten ersetzt wurde.

»Hörst du das?«, fragte Cara. »Dieses Wimmern? Es ist die Banshee. Sie kommt, um uns alle in die Anderswelt zu führen. Und dort werde ich zusehen, wie euch die Fomori fressen!«

Sie lachte leise.

Funken stoben aus Kontrollpulten, als die Station von einem Partikel-Strahl getroffen wurde.

»Du wirst vor uns in diese Anderswelt gehen!«, fauchte jener, der sie zum Sprechen aufgefordert hatte.

Dann aktivierte er den Strom.

Ein greller Blitz zuckte in Caras Bewusstsein auf, ihr Körper schien zu reißen, so sehr bäumte er sich in den Fesseln auf.

Die Welt um sie herum verschwamm in grellem Rot, während ihr Bewusstsein in einem Meer unvorstellbarer Schmerzen versank …

II

»Captain Fox?«

Cara schreckte auf. »Sir?«

Commodore Timothy McMahon schenkte ihr einen amüsierten Blick. »Ist alles in Ordnung, Captain Fox?«

»Sicher, Sir.« Sie setzte sich aufrecht hin. »Ich … dachte nur gerade an das, was vor einem Jahr geschah. Es ist lange her, dass ich das letzte Mal Dienst auf einem Raumschiff tat.«

Ihr Vorgesetzter nickte verständnisvoll. »Sie haben vor einem Jahr höchste Willensstärke bewiesen, Captain Fox. Nicht viele hätten das Verhör und die Folter ertragen, ohne wichtige Informationen preiszugeben. Sie hingegen blieben bis zum Schluss hartnäckig. Unsere medizinischen und psychologischen Berater sind überzeugt, dass Sie der neuen Aufgabe gewachsen sind.«

»Aye, Sir. Ich bin froh, diese Chance zu bekommen. Seit drei Monaten bin ich wieder im Dienst und … Nun, um es deutlich zu sagen – noch einen Monat länger in der Schreibstube, und ich wäre desertiert.«

McMahon lachte leise. Er wusste, dass sich Cara einen Scherz erlaubt hatte. Sie würde so wenig desertieren, wie Informationen an den Feind zu verraten. Ihr psychologisches Profil war nahezu makellos.

Es gab nur einen Schwachpunkt, auf den die Berater hingewiesen hatten. Niemand konnte vorhersagen, wie Cara auf eine neuerliche Begegnung mit den Feloidea reagieren würde.

Vielleicht feuerte sie jede verfügbare Waffe auf ein Feloidea-Schiff ab, die sie im Arsenal hatte.

Oder sie zog sich zurück, um eine gewisse Distanz zwischen sich und die Krallenpfoten zu bekommen.

Mehrere Berater hatten den Commodore daher gewarnt, ihr das Kommando über ein Schiff zu geben. Es sei besser, sie eine Weile als XO einzusetzen, um ihre Reaktionen überwachen zu können.

Doch Timothy McMahon hatte sich anders entschieden.

Zum einen wollte er Cara Fox ein Kommando geben, denn wenn es sich jemand unter seinem Befehl verdient hatte, dann mit Sicherheit sie.

Zum anderen war McMahon ein Freund der Familie. Caras Vater William – Bill – hatte mit ihm gemeinsam die Academy besucht, beide teilten sich ihr erstes Kommando.

Am Ende war es Bill Fox gewesen, der – ungeachtet seines eigenen Lebens – McMahon aus den Trümmern eines Schiffs rettete; und dabei starb.

Seit diesem Tag glaubte Commodore McMahon, Cara etwas schuldig zu sein. Schließlich war er am Leben, während ein kleines Mädchen ohne Vater hatte aufwachsen müssen.

Sowohl der Commodore als auch Cara schauten versonnen aus den getönten Scheiben des Zubringers.

Unter ihnen schimmerte der Mars in einem geheimnisvollen Rot.

Obwohl an dem Planeten nur noch sehr wenig geheimnisvoll war. Schließlich lebten knapp eine Milliarde Menschen dort. Lediglich die Höhlen unter der George W. Bush Memorial Landing Zone, jenem Platz, auf den das erste Mal Menschen ihren Fuß auf den Roten Planeten gesetzt hatten, konnten noch als mysteriös gelten.

Weder waren sie voll erforscht, noch hatten die Wissenschaftler bislang die unzähligen kleinen und großen Lebewesen darin vollständig katalogisieren können.

Manche scherzten, am Ende aller Gänge, Höhlen und Nischen würde jener Topf voll Gold warten, den man gemeinhin am Ende eines Regenbogens wähnte.

Eine Durchsage des Zubringer-Piloten riss beide aus ihren Gedanken: »Commodore McMahon, Captain Fox – wir erreichen in Kürze den militärischen Bereich der Mars-Planetenwerft.«

Sofort schauten sie aus den vorderen Fenstern des kleinen Shuttles. Sie sahen die langen Pylonen, die wie die Tentakel eines Kraken ins All ragten.

Kleinere und größere Schiffe hatten an ihnen festgemacht.

Roboter-Drohnen schwirrten um die Schiffe herum wie Ameisen um ein Stück Kuchen. Schäden am Rumpf wurden ebenso ausgebessert wie defekte Waffensysteme oder ausgefallene Energie-Schilde.

Manche Roboter waren auch damit beschäftigt, die Beschriftung der Schiffe zu erneuern, Farbe aufzutragen oder das Logo der Core Space Force Unit zu erneuern.

Die CSFU legte einigen Wert auf das Äußere der Schiffe, und so waren nicht wenige dieser Drohnen mit Kosmetik beschäftigt.

Die Roboter agierten dabei in der Schwerelosigkeit, ohne dass ihnen ein Vorarbeiter explizite Anweisungen gab. Dank ausgeklügelter KI waren sie in der Lage, ein Schiff ohne jedes menschliche Zutun instand zu setzen.

Zumindest, was das Grobe anbelangte.

Ging es um Vernetzung, Justierung des Antriebs oder Dekoration der Wohnbereiche war nach wie vor menschlicher Sachverstand gefragt.

Zum Glück, wie viele Ingenieure und Techniker gemeinhin sagten.

Der Zubringer flog unter einem dieser Pylonen hinweg und steuerte Liegeplatz P7-A an.

Das also ist sie …

Cara spürte, dass sich ihr Puls beschleunigte. Unwillkürlich beugte sie sich ein kleines Stück vor, um einen noch besseren Blick auf ihr Schiff zu erhaschen.

»Schön, nicht wahr?«, fragte Commodore McMahon.

»Oh ja, Sir. Eine Lady vom Bug bis zum Heck.«

Vor ihnen lag die MSS STERNENGLANZ.

Es war das erste Schiff einer neuen Gattung. Hatte man zuvor streng zwischen wissenschaftlichen und militärischen Schiffen unterschieden, so setzte man nun auf Mehrzweck.

Die Multipurpose Space Ships verfügten sowohl über eine starke Bewaffnung als auch über modern eingerichtete Labore und wissenschaftliche Stationen.

Neben der Crew befanden sich Wissenschaftler ziviler Forschungseinrichtungen und Soldaten der Core Space Force Infantry Unit an Bord; beides zu kombinieren, um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen, würde die Aufgabe des Captains sein.

Die Form der STERNENGLANZ entsprach dem Design mittelschwerer Kampfschiffe – ein pfeilförmig zulaufender Rumpf mit aufgesetzter Brücke und zwei abstehenden Hyperraum-Gondeln am Heck, schräg über den vier konventionellen Antriebsöffnungen.

Die Waffensysteme lagen versteckt unter der obersten Hüllenschicht und traten nur in Kampfsituationen zutage; neben umlaufenden Partikel-Strahlern verfügte die STERNENGLANZ auch über Highspeed-Kanonen und Abschussvorrichtungen für IDG-Torpedos.

Je näher der Zubringer der STERNENGLANZ kam, umso nervöser fühlte sich Cara Fox.

Wieder und wieder berührten ihre Finger das silberne Keltenkreuz, das an einer schwarzen Lederschnur um ihren Hals hing.

Wie McMahon stammte Cara aus Irland, einer Region auf Terra. Sie war dort mit dem alten Glauben ihrer Familie aufgewachsen und hatte an ihm auch nach Eintritt in die Space Force Academy festgehalten.

Sie glaubte fest daran, dass ihr Vater in der Anderswelt weilte und von dort auf sie herabschaute – selbst wenn er unzählige Lichtjahre von Terra entfernt sein Leben gelassen hatte.

 Das All mochte unendlich sein; für die Götter und Göttinnen ihres Glaubens jedoch war jeder Winkel nur einen Wimpernschlag entfernt. Die Banshee fand einen – wo auch immer man gerade war.

Dieser Gedanke war es gewesen, der Cara die Tortur hatte überstehen lassen. Darum hatte sie keine Angst vor dem nahen Tode gehabt.

Ein tröstlicher Gedanke, von dem weder McMahon noch die Psychologen im Recreation Center auf Lunar wussten …

Näher und näher glitt der Zubringer an die STERNENGLANZ heran. Das Außenschott des Hangardecks öffnete sich, silbern schimmerte das Kraftfeld in der nun offenen Luke. Es verhinderte eine Dekompression, ließ jedoch das Shuttle passieren.

»Nun ist es gleich soweit …« Commodore McMahon legte Cara eine Hand auf die Schulter. »Dein Vater wäre sehr stolz auf dich.«

Sie blickte ihn an. In diesem Moment war er nicht ihr Vorgesetzter, sondern Onkel Tim, jener Mann, den ihr Dad gerettet und der sich seitdem wieder und wieder um sie und ihre Mutter gekümmert hatte.

»Ja, das wäre er … Und Mom …« Sie seufzte.

Ihre Mutter war stolz. Das hatte sie Cara zu verstehen gegeben, als ihr diese von dem bevorstehenden Kommando berichtete.

Aber ihre Mutter war auch ängstlich. Sie hatte ihren Mann an den Weltraum verloren und auch ihre Tochter wäre fast ein Opfer des Krieges gegen die Katzenartigen geworden.

Ihr Überleben glich einem Wunder.