STERNENGLANZ – Eliteeinheit des Universums 6 - Arthur E. Black - E-Book

STERNENGLANZ – Eliteeinheit des Universums 6 E-Book

Arthur E. Black

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Beschreibung

Die Beta-Crew wird mitsamt des gekaperten Lazarettschiffs in einen Sektor des Weltraums geschleudert, der für seine bizarren Phänomene bekannt ist. Ohne die Chance, in annehmbarer Zeit zur STERNENGLANZ zurückzukehren, nutzen sie die Gelegenheit, um sich ein wenig umzusehen. Was sie finden, ist atemberaubend! Währenddessen muss die Crew der STERNENGLANZ, noch immer als Verräter gebrandmarkt, alles daran setzen, ein sie verfolgendes Admiralsschiff loszuwerden. Denn wenn es ihnen nicht gelingt, könnte dies das Ende des Schiffes und der Mission bedeuten!

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STERNENGLANZ

Eliteeinheit des Universums

Band 6

DIEVERSPRENGTEN

von

ARTHUR E. BLACK

Zitat:

Die Schrecken des Krieges!

Sie wurden einst in Bildern dargestellt und in Büchern beschrieben. Aber sie konnten sich niemals gegen die Glorifizierungen, Helden-Epen und Geschichten am Feuer durchsetzen, die ein falsches, weniger blutigeres, weniger schreckliches Bild des Krieges zeichneten.

Angestachelt von diesen falschen Mythen zogen Generationen in den Tod, singend und lachend.

Ihre Hinterbliebenen sangen und lachten nie.

Und auch jene, die verstümmelt und blutend die letzten Minuten ihres Lebens mit gellenden Schreien zubrachten, hörte man nicht wieder singen oder lachen. Sie waren froh, wenn sie der Tod erlöste.

Denn er, der Gevatter, ist der Einzige, der zu Beginn, in der Mitte und am Ende eines Krieges singt und lacht!

Das sollte man bei allen Betrachtungen über unsere Zukunft nicht vergessen.

Andererseits wären wir ohne die Helden, die für uns starben, nicht, wo wie heute sind. Also singt und lacht und reißt euren Feinden das Herz aus der Brust. Sonst ersticken wir an unserem Stillstand.

Rückblick

[…] »Miss Anderson, ich brauche einen vollständigen Scan! Auch unbekannte Erreger, Strukturen und Störungen!«

Yukiko Tanaka klang angespannt.

Sie hatte eine der Med-Liegen bereits zur Seite geschoben und durch jene ersetzt, auf der Cara lag. Nun brachte sie die Diagnose-Und-Therapie-Einheit in Position.

»Ich habe bereits eine Sequenz vorbereitet und spiele sie in das System ein!«, sagte die Med-Offizierin beiläufig.

Yukiko erwiderte nichts, nahm sich aber vor, darauf später zurückzukommen.

Wenn sie wieder auf ihrer Krankenstation waren.

Der Scanner, schwerer und deutlich größer als jener auf der STERNENGLANZ, glitt langsam über Caras ausgezehrten, fiebrig heißen Leib.

Als er die Wunde erreichte, ging es nur noch Millimeter für Millimeter weiter.

»Nun mach schon!«, rief Genera Anderson.

Yukiko, die sich einen ähnlichen Ausbruch verkniffen hatte, nickte nun zustimmend.

Doch die Diagnose-Einheit machte deswegen nicht schneller. Im Gegenteil; die beiden Frauen glaubten, das System würde nun noch langsamer arbeiten, nur um ihre Geduld weiter zu strapazieren.

Insgesamt dauerte die Diagnose etwas länger als dreißig Minuten.

Yukiko rechnete damit, dass der Computer unbekannte Viren oder Bakterien finden würde. Stattdessen jedoch erklang ein scharfer Alarmton – drei kurze, drei lange, drei kurze Laute. Die Lichter auf der Krankenstation wechselten vom warmen, hellen Weiß zu glühendem Rot und eine ernste Computerstimme verkündete, dass der Computer eine Infektion mit einem biologischen Kampfstoff festgestellt habe.

»Ein biologischer … Das muss ein Irrtum sein!«, sagte Genera. Ein Schauer lief ihr über den Rücken. »Wahrscheinlich eine Fehl-Identifikation, da es sich um einen unbekannten Erreger handelt!«

»Wahrscheinlich!«, stimmte ihr Yukiko zu. »Computer: Welcher Kampfstoff?«

»Daeva’s Fluch!«, erwiderte das System. So, als sei damit bereits alles gesagt.

»Computer: Ich benötige Details zu Daeva’s Fluch! Identifikation YT-CSFMU-01-16-8881!«

»Grundlage von Daeva’s Fluch ist ein Bakterium, welches nicht im CSFU-Raum beheimatet ist! Gefunden wurde es auf Daevanus Sechs im Zuge einer Geheimmission vor zwei Jahren, sieben Monaten, neunzehn Tagen von Admiral Alderon. Die Weiterverarbeitung erfolgte in kurzer Zeit, Daeva’s Fluch wurde nur acht Monate später als experimenteller Kampfstoff einer begrenzten Gruppe vorgestellt. Bisher kein bekannter Einsatz.«

Yukiko schaute zu Genera Anderson und sah in deren Zügen das Entsetzen, das sie selbst empfand.

»Computer: Wie … wird Daeva’s Fluch eingesetzt?«

»Der Kampfstoff kann verschossen, als Aerosol in Umlauf gebracht, injiziert oder aufgetragen werden! Er entfaltet seine Wirksamkeit jedoch nur in Verbindung mit einer Verletzung des Gewebes.«

»Computer: Gibt es ein Gegenmittel?«, fragte Yukiko, und ihre Stimme zitterte.

»Ein Gegenmittel ist bekannt.«

»Computer: Befindet es sich an Bord dieses Schiffes?«, konkretisierte Genera Anderson.

»Negativ. Das einzig bekannte Gegenmittel befindet sich an Bord der STARDUST. Es ist jedoch möglich, das Gegenmittel aus Stoffen an Bord der PARACELSUS III herzustellen!«

»Computer: Kann der Erreger im Blut eines Opfers nachgewiesen werden?«, fragte Yukiko.

»Positiv!«

»Computer: Bitte nimm eine Blutprobe des Patienten und befülle eine Kapsel für Injektionspistole damit. Anschließend stelle das Gegenmittel her und behandele den Patienten.«

»Herstellung und Behandlung dauern 12 Stunden und sieben Minuten!«, sagte der Computer.

»Dann sei es so!« Yukiko seufzte. »Computer, sende die Daten über Daeva’s Fluch an jedes Schiff, jede Station und jede Zentrale der CSFU!«

Dann begann das Warten.

*

»Sie wissen, dass man Ihnen die Approbation entziehen und Sie in die Minen schicken wird?«, fragte Doktor Eric Saenger, der einzige Mediziner, der sich an Bord der PARACELSUS III befunden hatte.

Nun stand er an der unsichtbaren Trennwand aus Energie, die den Gang vor seiner Zelle von seinem kleinen Bereich trennte.

Wütend funkelte er Yukiko an.

»Mag sein!«, erwiderte diese. »Sie wissen, warum wir so handeln mussten?«

»Nein!«, fauchte der Arzt. »Und es ist mir auch egal!«

Yukiko deaktivierte die Trennwand und bedeutete ihrem Kollegen, ihr zu folgen.

Überrascht von dieser Geste tat Saenger, was sie von ihm wollte.

Beide gingen die Gänge entlang und betraten schließlich das große Haupt-Lazarett.

Die PARACELSUS III verfügte über zwei große und drei kleinere Krankenstationen sowie einen riesigen Hangar-Raum, in dem Feldbetten aufgestellt werden konnten.

»Das ist Cara Fox!«, sagte Saenger, als er die reglose, nun vollkommen nackte Frau auf der Liege erkannte. »Was in aller Welt ist das für eine Wunde?«

»Sie wurde mit Daeva’s Fluch infiziert!«

»Mit was?«, fragte Saenger. »Davon habe ich noch nie gehört!«

»Hatte ich auch nicht – bis der Computer die Diagnose stellte!« Sie reichte ihm ein Slate mit den nun komprimierten Informationen.

Aufmerksam las Saenger, was ein Kollege an Bord der STARDUST, dem Schiff von Alderon, niedergeschrieben hatte.

Die Wirkung des Kampfstoffs war genau dokumentiert.

Wundheilungsstörungen bis hin zu sich nicht schließenden Wunden.

Blutungen durch Gerinnungsstörungen.

Hohes Fieber.

Müdigkeit.

Dann blickte er wieder zu Cara. »Sie wussten nicht, wonach Sie suchen. Ihre Systeme fanden die Ursache für die Symptome nicht und darum …« Der schon ältere Mediziner begann zu begreifen. »Im Hauptquartier auf Terra wären sie verhaftet worden. Die PARACELSUS III hingegen kann vor den Häschern fliehen!«

»So ist es. Ich wusste, dass es um Leben und Tod ging, Doktor Saenger. Wenn man uns deswegen in die Minen schickt, dann ist das so. Aber ich konnte nicht zulassen, dass Kitsune stirbt!«

Yukiko legte eine Hand auf die Wange der Kommandantin.

»Sie ist mehr als eine Patientin für Sie!«

»Ich liebe sie!«, sagte Yukiko. Es war das erste Mal, dass sie derart offen war.

»Ich würde vermutlich auch ein Schiff kapern, um den Menschen zu retten, den ich liebe!«, sagte Saenger. Dann schaute er zu Cara. »Was hat die Crew der STERNENGLANZ dazu bewogen, die CSFU zu verraten?«

Yukiko hatte eine solche Frage erwartet. Sie drückte Saenger ein weiteres Slate in die Hand. Es enthielt, was die Crew der STERNENGLANZ wusste – abgesehen von dem, was Cara herausgefunden hatte, denn sie war nicht mehr dazu gekommen, es niederzuschreiben.

Jedoch enthielten diese Informationen auch das Protokoll der Daedalus-Gespräche.

Schwer seufzend ließ sich Saenger auf einen Platz nieder, während er Satz um Satz las. »Wir … hätten uns denken können, dass Cara Fox nicht … Aber es klang so einleuchtend, wie es Burns und die anderen darstellten. So leicht zu glauben!«

»Zumal der Glaube belohnt wurde, nicht wahr? Wer sich loyal zeigte, konnte mit Belohnungen rechnen!«

Saenger bestätigte, was Volkov berichtet hatte. Seine Loyalität hätte ihm  eine Beförderung in den Planungsstab eingebracht; nachdem die STERNENGLANZ gestellt und die Crew komplett inhaftiert worden war.

»Was war es bei Ihnen?«, fragte Yukiko.

Saenger machte eine ausladende Handbewegung. »Ich sollte ein Gutachten erstellen, das besagt, dass Cara Fox nicht wegen des Drucks zum Feind übergelaufen sei. Dies hätte der Friede mit den Mat’sul gezeigt!«

»Haben Sie es erstellt?«

Der Arzt ließ den Kopf  hängen, dann nickte er.

»Also gab man Ihnen den Posten des Chefarztes auf der PARACELSUS III!«

Nun nickte er. Dann aber schaute er auf. »Damit ist Schluss!«, rief er. »Computer: Sende eine Meldung an das HQ und jede medizinische Einheit der Core Space Force Unit; ich widerrufe mein Gutachten in Bezug auf Cara Fox vollständig! Ich … habe mich der Bestechlichkeit schuldig gemacht, als ich es schrieb!«

Yukiko wollte etwas erwidern, doch plötzlich traf ein Energiestoß die PARACELSUS III. Die Ärztin merkte, dass das Schiff aus dem Hyperraum geschleudert wurde.

»Brücke?«, fragte sie nach einem Druck auf die Taste des Intercoms.

»Die STERNENGLANZ und die PARACELSUS III wurden von einem uns unbekannten Impuls aus dem Hyperraum geholt. Unsere Verfolger schließen gemeinsam mit einem Kampfkreuzer einen Ring um uns!«, rief Donna Berger.

»Der Kampfkreuzer? Wer ist es?«, fragte Yukiko. Obwohl sie die Antwort zu kennen glaubte.

Und sie wurde bestätigt!

»Es handelt sich um die STARDUST, das Schiff von Admiral Alderon!«, sagte der Commander. »Alle Waffen sind auf uns und die STERNENGLANZ gerichtet. Wir werden aufgefordert, uns zu ergeben! Aber eher gehen wir unter und reißen sie mit uns!«

Donna Berger klang eiskalt, während sie das sagte.

I

»Übergeben Sie das gestohlene Schiff sowie die STERNENGLANZ. Sie alle werden sich wegen Diebstahls der PARACELSUS III und auch wegen Hochverrats vor dem obersten Militärgericht verantworten müssen!«

Alderon, der die scharfen, nahezu aristokratischen Gesichtszüge eines spanischen Konquistadors besaß, blickte streng zu Royo und Donna Berger. »Sie haben sich Ihr eigenes Grab geschaufelt!«

»Dieses Schiff wurde nicht gestohlen!«, sagte Doktor Saenger ruhig. »Wir haben das Space Dock verlassen, um Komplikationen zu vermeiden. Von einem Diebstahl jedoch kann keine Rede sein!«

»Doktor Saenger!« Alderon neigte den Kopf zur Seite. »Wir haben Ihre Erklärung erhalten. Rührend – Ihr Gutachten entstand also aufgrund von Bestechung. Und nun? Was haben Sie erhalten, um es zurückzunehmen? Was, um den Stolz der Medizinischen Abteilung aus dem Dock zu fliegen?«

»Nichts! Ich habe mich auf meinen Eid besonnen. Darauf, warum ich einst beschloss, Medizin zu studieren. Ich bin nicht stolz, dass ich mich einmal vom rechten Wege habe abbringen lassen. Noch einmal wird es sicherlich nicht geschehen!«

Der Admiral schnaubte verächtlich. »Sie werden sich wie die anderen vor Gericht verantworten müssen! Die Zeit der STERNENGLANZ unter Cara Fox ist vorbei!«

Der Mediziner schwieg.

Donna Berger indes, die den Blick des Admirals mit ruhiger Gelassenheit erwiderte, schaltete die Verbindung plötzlich ab. »Miss Palao, ich weiß, dass Mister Selassie und Mister Cesar schon einmal einen Code nutzten, um die Kontrolle über ein Schiff zu erhalten. Damals, als sie die ARROW jagten!«

»Ich kenne den Code!«, sagte Simpson. »Ich tauschte mich mit Selassie aus; der Sicherheits- und Rettungszugang! Nur – wir können nicht alle vier Schiffe auf diese Weise übernehmen. Das würde zu Chaos führen!«

»Ich möchte nicht, dass die Schiffe übernommen werden. Mir geht es darum, dass wir die Daedalus-Aufzeichnungen abspielen. Auf allen Schiffen, laut, deutlich, in jeder verdammten Kabine. Inklusive den Aussagen von Wilkinson und den anderen.«

»Das sollte möglich sein. Wenn ich einen Ruf an alle Schiffe aussende, werden sie denken, dass wir kapitulieren. Tatsächlich übertragen wir den Code sowie die Aufzeichnungen und lassen sie sofort abspielen!«

»Sprechen Sie mit Mister Cesar und Mister Selassie! Sie werden eventuell unterstützend eingreifen müssen, sollte sich die Crew gegen unser Eindringen zur Wehr setzen!«

»Aye!« Anna Palao kontaktierte sofort die STERNENGLANZ auf verschlüsselter Leitung und teilte ihr die Pläne ihrer Kommandantin mit.

»Mister Cesar ist bereit!«, erklärte sie nach ein paar Sekunden. »Mister Royo ist einverstanden – wir beginnen jetzt!«

Donna Berger sah, dass die Finger der Kommunikations-Offizierin über die Konsole huschten.

»Code wird gesendet – und von allen Schiffen akzeptiert!«, sagte Anna Palao leise. »Übermittele nun die Aufzeichnungen!«

Sekunden verstrichen. Noch merkten die Crews auf den Schiffen nicht, dass die PARACELSUS III in ihre Systeme eingedrungen war.

»Übermittlung vollständig. Beginne nun mit dem Abspielen.«

Gebannt warteten sie.

»Admiral Alderon!«, sagte Anna. Laut ihren Daten waren gerade erst zwei Seiten vorgelesen worden.

»Glauben Sie, Ihre Lügen würden Ihnen helfen?«, fragte der Admiral. »Wir wissen, wie weit die Verschwörung reicht! Sie können die Übertragung abschalten!«

»Ich denke, wir lassen Sie laufen. Bis zu dem Moment, in denen Sie des Verrates bezichtigt werden!«, sagte Commander Berger gelassen.

»Dann schalten wir es ab!«

Kaum hatte Alderon die Worte ausgesprochen, als Simpson den Kopf hob. »CELVIN und GLORY gehen in Angriffsposition!«

»Dann sei es so!«, sagte Donna Berger. »Abwehrmanöver!«

»Auch die STERNENGLANZ beschleunigt!«, sagte Simpson ruhig. »Offenbar kommen wir diesmal nicht um einen Kampf herum!«

»Krankenstation, wir müssen kämpfen!«, rief Anna in das Intercom. Nun wusste Yukiko Tanaka, dass sie die Liege und vor allem ihre Patientin sichern musste.

»STARDUST geht auf Angriffs-Distanz!«, sagte Sun. »Die PEKING hält sich indes zurück. Und nun …empfange ich die Signaturen eines weiteren Schiffs, das mit hoher Geschwindigkeit heranjagt!«

»Welches?«, fragte Donna erstaunt.

»Es ist die … MARU!«

»Die MARU? Was in aller Welt …«

Sie kam nicht dazu, den Satz zu beenden, denn der Kampf begann.

*

Später einmal würde diese Schlacht in den Geschichtsbüchern auftauchen, dessen war sich Donna Berger sicher.

Das Lazarettschiff war nicht vergleichbar mit der Wendigkeit einer STERNENGLANZ. Ihre Bewaffnung hingegen stand dem MSS in nichts nach.

Beeindruckender jedoch als das waren die Defensiv-Maßnahmen. Hier spürte man, dass dieses Schiff für den Einsatz in Krisengebieten vorgesehen war und den Verwundeten Schutz bieten sollte.

Nicht nur die Schirme waren extrem stark. Nein, es gab auch einen Schutz vor Highspeed-Geschossen.

Als Sanchez die Schirme aktivierte, hörten sie alle ein lautes Geräusch. Es dauerte einen Moment, bis sie begriffen, dass der Großteil der Hülle nun unter einer schützenden Schicht lag.

 Die MARU greift die CELVIN an!«, rief Simpson, der das Geschehen im Blick behielt. »Die STERNENGLANZ hat es auf die STARDUST abgesehen, wir werden … im Moment noch von niemandem bedroht!«

Commander Berger starrte auf den Schirm. Sie konnte nun die GLORY angreifen lassen.

Aber war es richtig, die PARACELSUS III in den Kampf zu führen?

Cara Fox hatte stets gefürchtet, dass das Schiff oder die an Bord gefangene Crew Schaden nehmen würde.

»Mister Sun, bringen Sie uns aus der Kampfzone!«, befahl sie schließlich. »Ich gebe Ihnen die Koordinaten – Light Speed Factor 2!«

Sie hatte einen kleinen Mond ausgemacht, der schon vor langer Zeit aus seinem System geschleudert worden war und nun durch das All trieb. »Ich möchte, dass wir dort Deckung suchen!«

»Aye!« Der Steuermann hatte die Koordinaten empfangen, tauchte unter der GLORY weg, die nun ebenfalls in einen Kampf mit der STERNENGLANZ verwickelt war.

Dann, kaum dass es der Computer des Lazarettschiffs zuließ, aktivierte er den Hyperraum-Antrieb.