Sternenkinder - Birgit Zebothsen - E-Book

Sternenkinder E-Book

Birgit Zebothsen

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Beschreibung

Einfühlsamer Rat für Betroffene

Etwa jede fünfte erkannte Schwangerschaft endet zu früh – mit einer Fehlgeburt. Mütter und Väter leiden oft jahrelang unter dem Verlust, empfinden häufig Schuld und fühlen sich von ihrer Umwelt unverstanden. Obwohl viele Paare dieses Schicksal teilen, spricht kaum jemand darüber. In diesem Ratgeber kommen Betroffene und Ärzte zu Wort, persönliche Erfahrungsberichte und medizinische Informationen leisten psychologische Hilfe. Ein sensibel geschriebenes und aufklärendes Buch zu einem wichtigen, aber zu oft noch tabuisierten Thema.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 333

Veröffentlichungsjahr: 2013

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Inhaltsverzeichnis

SterneVorwortPsychologische Hilfe: Wenn die Seele Trauer trägt
Dürfen wir unser Sternenkind noch einmal im Arm halten?Gefühlschaos: Werde ich jetzt langsam verrückt?Was bedeutet der Verlust eines Babys für die Partnerschaft?Wo finden sich Sterneneltern zum Gedankenaustausch?Verwaiste Eltern – ist dieser Begriff immer noch unbekannt?Ich bin wieder schwanger. Ab wann kann ich mich richtig freuen?Nachdenken über Alternativen: Muss es ein leibliches Baby sein?
Medizinische Hintergründe: Wenn eine Schwangerschaft zu früh endet
Es fällt schwer, halbwegs unbefangen darüber zu redenDie Arten des Verlustes: von Abortus completus bis TotgeburtDie Ausschabung und das Risiko der falschen MethodeFehlgeburt – eine Laune der Natur: Ursachen, Symptome, BehandlungsmethodenNach einer Fehlgeburt: Körperlich relativ schnell wieder fit
Abschied nehmen: Wenn Eltern verwaisen
Was man für sein verlorenes Kind in diesen Stunden tun kannWie sich die rechtliche Situation auf den ersten Blick darstelltBestattung: Was möglich ist
Das Sternenkinder-Leid: Wenn die Hoffnung plötzlich stirbt
Anikas Geschichte: »Wir streichelten und küssten unsere Tochter zum Abschied ...«Heikes Geschichte: »Sollte es denn nie etwas werden mit einem lebenden Baby für uns?«Sabines Geschichte: »Ich darf nicht vergessen, glücklich zu sein über das, was ich habe!«Anetts Geschichte: »Da lag ich – und meine Welt brach zusammen«Die Erdnuss – Hilkkas GeschichteTim Luca – Uwes und Madlens GeschichteAlexander, Aiko und Akemi – Ralfs GeschichteWunschsternchen – Anjas GeschichteMinimum, Noemi, Ronja – Reginas GeschichteCarl und Hans – Katharinas Geschichte
Neues Glück Sonnenkind: Wenn sich der Traum doch noch erfüllt
Anikas Geschichte: »Trotz dieser Furcht, dass etwas nicht stimmt, wusste ich, alles wird gut«Heikes Geschichte: »Dieses Mal war von Anfang an alles anders«Sabines Geschichte: »Ich mochte nicht mehr daran, glauben – aber das zweite Wunder geschah!«Anetts Geschichte: »Die letzten fünf Jahre waren emotional wie eine Achterbahnfahrt«
DanksagungRegisterCopyright

Sterne

Tausend kleine Sterne,erhellen jede Nacht.Ein jeder sieht sie gernein ihrer klaren Pracht.

Fühlen wir uns einsam,verloren auf dieser Welt —dann sehen wir nach obenhinauf zum Sternezelt.

Dort gibt es einen Stern,der was Besondres ist.Denn da wohnt unser Sternchen,das unvergessen ist.

Sein Licht dringt in die Seele,es erwärmt das Herz,kündet uns von Hoffnung,lindert unseren Schmerz.

Und leuchtet umso heller,je mehr wir traurige sind,denn dann will es uns trösten,unser liebes Kind.

Danke, kleines Sternchen,wir lieben Dich so sehr.Sind wir dereinst zusammen,trennt uns dann nichts mehr.

Ralf Korrek

Mit diesem Gedicht schreibt sich ein Vater den Schmerz von der Seele, findet Trost in einem wunderbaren Gedanken, den er mit unzähligen Eltern teilt: Das geliebte Kind ist nicht für alle Zeit verloren, sondern eines von Millionen Sternchen, die vom klaren Nachthimmel funkeln.

Vorwort

Liebe Leserin, lieber Leser,

fast 700 000 Babys erblicken in Deutschland jährlich das Licht der Welt – doch jede dritte Frau ist irgendwann in ihrem Leben von einer oder mehreren Fehlgeburten betroffen. Wir alle kennen Menschen, die den Verlust am eigenen Leib erlitten haben, wissen um den Schock und die tiefe Trauer, die ein derartiges Ereignis auslöst. Dass die meisten Schwangeren von dem Kollaps in ihrem Körper oft gar nichts ahnen, weil unendlich viele Frühestaborte schlichtweg unbemerkt bleiben, macht die Tragik kaum erträglicher. Kein Zweifel: Das Thema »Fehlgeburt« ist eines der letzten großen Tabus in der breiten Öffentlichkeit. Warum? Weil Abort angesichts einer leistungsorientierten Gesellschaft so etwas wie Versagen bedeutet? Weil die Umwelt mit dem Leid nicht umzugehen weiß und oft hilflos auf die Verzweiflung trauernder Eltern reagiert? Weil es so viele Gründe gibt, die eine intakte Schwangerschaft verhindern können, man befürchten muss, dass sich Gleiches wiederholt, und deshalb schweigt?

»Sternenkinder« sind Kinder, die es zwar nicht ins Leben geschafft, aber in den Herzen ihrer Mütter und Väter gleichwohl für immer den ihnen gebührenden Platz gefunden haben. Es ist bewegend, mit welcher Liebe und Fürsorge sich verwaiste Eltern in ihren Onlineforen gegenseitig Trost spenden. Außerhalb des Internets jedoch herrscht weithin Schweigen. Dieses Buch kann Öffentlichkeit schaffen, damit die lähmende Befangenheit der Mitmenschen ein Ende findet. Vor allem aber soll es direkte Hilfe für die Betroffenen sein, weil auch ihnen bislang nicht genügend sachkundige Informationen zur Verfügung standen, über die aktuellen medizinischen Hintergründe, die durchaus ermutigend sind, über psychotherapeutische Wege aus der Seelennot, die wieder an die Zukunft glauben lassen, aber auch über sämtliche Notwendigkeiten beim stillen Abschied, die man notgedrungen kennen muss. Es gibt auch eine neue gesetzliche Änderung.

Doch erst die Bereitschaft zahlreicher Mütter und Väter, ihre persönlichen Sternenkinder-Geschichten zu protokollieren und so Verzweiflung, Gefühlschaos und manchmal neue Zuversicht hautnah nachempfinden zu lassen, macht dieses Buch zu einem wirklichen Ratgeber. Wie sehr übrigens Zuversicht begründet ist, beweist der letzte Teil des Buches »Wenn sich der Traum doch noch erfüllt«. Dort erzählen Sternenmütter, wie ihr Babywunsch trotz allem in Erfüllung ging.

Birgit Zebothsen

Professor Dr. med. Volker Ragosch

Für eine Frau, die schwanger wird und voll Freude das neue Leben in sich heranwachsen spürt, gibt es nichts Schlimmeres, als das kind – in welchem Stadium auch immer – wieder zu verlieren. Dieser erste Teil von »Sternenkinder« fasst alle Überlegungen zusammen, die aus dem Tal der Tränen führen, und gibt Antworten auf die häufigsten, von Sterneneltern immer wieder gestellten Fragen. Die wichtigste steht gleich am Anfang des langen Weges, der vor ihnen liegt: Wie lasse ich los?