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Im neuen Jahrtausend ist der Stress die Krankheitsursache Nr.1. In der Prävention aller gesundheitlichen Stressphänomene muss an oberster Stelle eine Bewusstseinserweiterung stehen. Bewusstsein für Stressauslöser und Stressauflöser. Zu diesem Zweck eignet sich am besten ein interaktives Buch wie das vorliegende, mit einer multimedialen Aufarbeitung aller essentiellen Schritte. Dieser Aufgabe kommt die neue Art des Lesens sehr entgegen - interaktiv und multimedial, das interaktive Buch In einem interaktiven Buch kann man lesen wie in einem Buch, hat aber auch die Möglichkeit sich Vorträge als Video anzusehen bzw. Seminare und Meditationen anzuhören. In diesem Arbeitsbuch zur Burn-Out Prophylaxe finden Sie dazu folgende Themen multimedial aufgearbeitet: Vorträge zum Thema: Burn-Out aktiv vorbeugen; Depression – eine Entzündung im Gehirn Seminare zur Selbsterfahrung: Was stresst mich? Welcher Stresstyp bin ich? Wovor habe ich Angst, was macht mir Sorgen? Warum bin ich unzufrieden? Fragebögen zur Typenbestimmung: Stressbelastungen; Bestimmung des Stresstyps; Bestimmung des Burn-Out Typs Meditationen zur raschen Regeneration: Achtsamkeitsmeditation; Selbstvergebung; Kurzentspannung am Meer; Veränderung. Und viele Tipps zur Bewusstseinsveränderung, wie auch der raschen Stressreduktion. Jede Zeit hat ihre Probleme und in der Folge daraus ihre Krankheiten. War es im 18. Jahrhundert die fehlende Hygiene bei wachsender Bevölkerungsdichte die Seuchen ausbrechen hat lassen, so war es im letzten Jahrhundert ein zu viel an Kalorien, Nikotin, Alkohol und Umweltbelastungen die zu einem massiven Anstieg unserer Zivilisationskrankheiten wie Alzheimer, Diabetes Krebs und Co. geführt haben. Stress ist allgegenwärtig – meist der belastende. Die Steigerung davon - der Dauerstress - und die langjährige Konsequenz davon - das Burn-Out - sind zu einem Massenphänomen (einer "neuen" Seuche) geworden.
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Seitenzahl: 170
Veröffentlichungsjahr: 2012
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„Stressbelastungen einen Schritt voraus“
Pseudoseuche Burn Out
Copyright: © 2012 Dr. rer.nat. Markus Stöcher
Gestaltung und Layout Gabi Boborowski
published by: epubli GmbH Berlin,
www.ebubli.de ISBN 978-3-8442-4159-4
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Titelbild Gabi Boborowski
Wir leben in einem Zeitalter, in dem unser Körper nur mehr als Instrument wahrgenommen wird, das funktionieren muss, um mit der Geschwindigkeit der Veränderung mithalten zu können. Dem Wunsch nach Gesundheit, Ausgeglichenheit und einem erfüllten Leben steht der körperliche Raubbau durch Berufsstress, Bewegungsmangel, minderwertiger und kalorienreicher Ernährung, sowie fehlender Zeit für tiefe Entspannung und Regeneration gegenüber – und diese Schere öffnet sich immer weiter. Diese Art der Lebensweise führt nicht nur zu den bekannten lebensbedrohlichen Zivilisationskrankheiten wie beispielsweise Diabetes, Krebs oder Herzinfarkt, sondern produziert aber auch immer mehr hyperaktive Kinder, die in der Schule grobe Aufmerksamkeitsdefizite an den Tag legen, übergewichtige Jugendliche mit Diabetes-ähnlichem Stoffwechsel, und bald unzählige Burn-Out Fälle. Diese und viele andere Zivilisationserscheinungen sollten uns zu denken geben und eine generelle Veränderung unserer Lebensbedingungen einleiten. Sich in diesem Zusammenhang mit Prävention vertraut zu machen heißt, sich mit den Möglichkeiten - die dahinter stecken - vertraut zu machen. Und es gibt unzählige Möglichkeiten unseren Zivilisationskrankheiten vorzubeugen. Sie sollten aber auch erkennen, dass Prävention bzw. Gesundheitsförderung in Wirklichkeit viel mehr ist. Es geht um das Erreichen optimaler Lebensbedingungen, höchster Leistungsfähigkeit von Körper und Geist, sowie der besten Vitalität. Dann ist jeder Tag ein guter Tag. Ohne Wehwehchen, ohne Sorgen und Ängste und höchster Zufriedenheit mit dem Leben. Das Ziel ist also ein absolut gesunder Geist in einem absolut gesunden Körper. Hier betritt man den Bereich der Zukunft unseres Gesundheitssystems – die Prävention.
Schön das sie den ersten Schritt gemacht haben, Ihre Gesundheit bzw. Leistungsfähigkeit in Ihre Hände zu nehmen.
Überfordern Sie sich nicht mit diesem Buch, sondern nehmen Sie sich immer nur das raus was Ihnen grad gut tut. Es ist egal wie lange Sie brauchen es durchzuarbeiten. Es soll Ihr Begleiter sein, wann und wo immer Sie bereit sind wieder etwas zu verändern.
Mein Name ist Dr. Markus Stöcher und ich möchte Ihnen mit diesem eBook mein Wissen über Prävention zur Verfügung stellen, damit Sie für sich die Weichen für ein gesundes leistungsfähiges Leben stellen können. In diesem Buch können Sie nicht nur lesen, sondern auch Vorträge ansehen, Seminare anhören Fragebögen beantworten und Meditationen genießen um einen ersten Schritt in die Veränderung Ihres Bewusstseins zu machen.
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Was hat Sie bis heute gebremst, sich mit dem Thema Vorbeugung in Ihrem Leben eingehender auseinanderzusetzen. War es Ihr Gewissen – das Wissen, dass Sie viele Dinge im Lebensstil falsch machen? Sei es die Ernährung, die Bewegung, das Rauchen und vieles mehr. Ist es Ihre Ohnmacht als Nichtfachmann der Komplexität des Systems Mensch gegenüber? Oder ist Ihr innerer Schweinehund alte Gewohnheiten beizubehalten und den erreichten Wohlstand vollends auszuschöpfen, stärker als Abstriche zu machen und ein „gesundes Leben“ zu führen. Egal was Sie bisher gebremst hat, jetzt haben Sie die Chance für sich etwas zu gewinnen, was uns am meisten hilft, Probleme zu lösen, nämlich das Wissen das jeder für sich alle Möglichkeiten hat seine Gesundheit bzw. Leistungsfähigkeit zu erhalten. Dazu gibt es drei eBooks zu verschiedenen Themen
In diesem e-Book geht es um die medial am meisten diskutierte Krankheit unserer Zeit – Burn-Out.
Burn Out bedeutet „Ausgebranntsein“, ein Zustand ausgesprochener emotionaler Erschöpfung mit reduzierter Leistungsfähigkeit. Sie haben den ersten Schritt gemacht sich davor zu schützen. Gratuliere!
Mit klick auf den Link sehen Sie ein Video zum Konzept Gesundheit 2.0 – Prävention macht immer Sinn
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Jede Krankheit hat ihre Zeit – heißt es.
Daher ist es kein Zufall, dass das 21. Jahrhundert von dieser Epidemie heimgesucht wird. Wir sind zum größten Teil Kopfarbeiter und definieren uns über Bits und Bytes bzw. leben ein Leben auf der Überholspur ohne ausreichende Ruhephasen und Entspannung. In meinem Vortrag zum Thema „Burn Out“ erfahren Sie, warum es wichtig ist alle Ebenen unseres Seins – den Körper, den Geist und die Seele in die Vorbeugung hinein zunehmen. Sie erfahren aber auch wie man seinen Körper stärken kann, um mit den Belastungen unseres Lebens besser fertig zu werden. Warum es kein Patentrezept oder eine Pille gegen Stress gibt wird Ihnen klarer werden, wenn Sie Ihren Stress- bzw. Burn Out Typ ermittelt haben. Dazu sind für Sie verschiedene Fragebögen vorhanden. Der einzige Weg der Vorbeugung führt über eine Bewusstseinsveränderung. Stress macht man sich selbst – heißt es im Volksmund. Dann sollte man auch selbst aus der Abwärtsspirale heraus- kommen können. Wie? - erfahren Sie im Seminar zur Burn Out Prophylaxe bzw unter „Nutzen Sie Ihre mentalen Kräfte richtig“. Unterstützen kann man diesen Prozess durch geführte Meditationen und Gedanken zum Thema. Wenn Sie Schulmedizinisch sehen wollen, wo Sie stehen, gibt es auch dafür Informationen in diesem Buch. Das ganze System ist so konzipiert, dass Sie Hilfe zur Selbsthilfe erhalten, wie Sie Burn Out vermeiden können. Wenn Sie auf der Stresstreppe schon weit oben sind bzw. sich die klinischen Symptome eines Ausbrennens schon etabliert haben, kann dieses interaktive Buch allerdings keinen Therapeuten oder Arzt ersetzen.
Weitere Informationen zum Konzept Gesundheit 2.0
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Burn-Out ist zu einem Massenphänomen geworden.
Die einen sagen, das Thema wird von vielen (besonders Arbeitnehmern) ausgenutzt, um sich eine bezahlte Auszeit zu verschaffen, die anderen meinen, das heutige System in den Betrieben, mit zu wenig individueller Ansprache der Mitarbeiter durch die Chefs und einem massiven Ungleichgewicht in der work-life balance, muss zu Burn Out führen.
Es gibt immer noch Chefs die meinen, Burn Out ist etwas für schwache und es gibt genügend Mitarbeiter die sich durch innere Kündigung bzw. Dienst nach Vorschrift davor schützen.
Die Fälle von Eltern Burn-Out in der Kindererziehung oder Betreuungs- Burn-Out in sozialen Berufen oder bei Geistlichen werden gegenüber des Arbeits- Burn Out noch kaum beachtet.
Wir durchleben verschiedene Phasen im Leben, in denen wir unseren Körper unterschiedlich belasten können bzw. entlasten müssen. Bis zum 30. Lebensjahr scheint der Körper ein perfektes internes Präventionsprogramm zu haben, welches ihn gegen Krankheiten und die meisten Umwelteinflüsse resistent macht und wappnet. Die „Sünden“ der Jugend werden also verziehen – so ein Sprichwort. Die wilde Jugend, die scheinbar noch alles verzeiht, sollte natürlich nicht zu wild sein. Übergewicht, übermäßiger Alkohol- bzw. Nikotinkonsum über längere Zeit sind für keinen Körper spurlos verkraftbar.
Als Erwachsener selbst ein Kind zu bekommen, ist ein tiefer Einschnitt in das Leben von jungen Menschen. Dieses schöne Ereignis bringt ein hohes Maß an Verantwortung und Aufgaben mit sich, die von den Eltern eine Umstellung ihres gewohnten (Lebens-)Alltags erfordert. Kinder fordern sehr viel von ihren Eltern, und das ist ihr gutes Recht. Unser heutiges Lebens- und Arbeitsumfeld bereitet uns jedoch immer öfter eine Doppel- oder Dreifachbelastung mit Arbeit, Kind und Haushalt. In allen Bereichen perfekt sein zu wollen, verschärft diese Situation. Der Eltern Burn-out ist in den letzten Jahrzehnten zu einem verbreiteten Phänomen geworden – nicht zuletzt durch den Wegfall der Großfamilie, dem Anstieg der Alleinerzieherinnen und den gesteigerten Forderungen am Arbeitsmarkt. Das gesellschaftliche System hat auf diese veränderten Lebensumstände noch nicht im ausreichenden Maß reagiert.
Ab 40 sollte man besonders auf die Zeichen seines Körpers achten. Öfter auftretende Wehwehchen sind Warnsignale, dass etwas nicht stimmt – körperlich, geistig oder seelisch. Man muss sich die Fragen stellen: „Will ich wirklich mein restliches Leben mit meinem derzeitigen Partner, meinem derzeitigen Job in meiner derzeitigen Umwelt verbringen?“ oder „Werde ich zerrieben zwischen Arbeit und Familie?“ „Habe ich genug Zeit den Genussmenschen im mir auszuleben?“ „Genug Zeit für Bewegung und Entspannung?“ „Genug Zeit für Liebe?“…
Mit 60 steht die Pension vor der Tür, und wir sollten uns bis dahin eine Infrastruktur für die Zeit nach unserem produktiven Lebensabschnitt aufgebaut haben. Nach der ersten Freude über die wieder gewonnen Freiheit folgt sonst oft die Vereinsamung. Man verliert in diesem Alter sukzessive die körperliche oder geistige Selbstständigkeit und damit oft auch das Selbstwertgefühl. Aber ohne dieses Gefühl sinkt auch der Wille, sich an einem „normalen“ Leben zu beteiligen. In allen diesen Lebenslagen, kann es zu einem Burn-Out kommen. In manchen Fällen zeigt es sich sehr stark auf der körperlichen Seite manchmal ausschließlich auf der mentalen. Wie konnte es überhaupt zu dieser Lawine an Burn Out Fällen kommen? Machen wir einmal eine Blick zurück in unserer Entwicklung in Sachen Stressmanagement: Das Stressmanagement der Frühzeit - vor ca. 1 Millionen Jahren - läuft in unserer Zeit unter dem Namen Lagerfeuer-Romantik. Die Stresszustände unserer Vorfahren eines ständigen Überlebenskampfes konnten sich am Lagerfeuer wieder einpendeln. Was sich seither verändert hat sind die Orte, wo wir ohne Reizüberflutung unserer Umwelt richtig entspannen können. Im Vergleich zu heute muss es damals in der Nacht totenstill und absolut finster gewesen sein.
Die Frühmenschen waren einfach gestrickt, es zählte – wie unter den Tieren – die Macht des Stärkeren. Ein sozialer Zusammenhalt war trotzdem überlebenswichtig. Diese Menschen kannten keine Depression bzw. kein Burn-Out und starben wahrscheinlich kaum durch Selbstmord. Ein großer Entwicklungssprung war die Einführung des professionellen Tauschhandels vor erdgeschichtlich wenigen tausend Jahren. Wir wurden sesshaft, und es entwickelten sich langsam nicht nur Bauern sondern auch Händler, die selbst gar nichts produzierten, aber mit allerlei Produkten Handel trieben. Es entstanden große Siedlungen, die mit allen Gütern versorgt werden mussten. Ein Soziologe stellte einmal die Theorie auf, dass das Zusammenleben von mehr als 5.000 Menschen zu vorprogrammierten Problemen führe. Begonnen bei der Gruppendynamik bis hin zu Neid des Einzelnen gegenüber anderen. Die Feuerstelle war in dieser Zeit der offene Kamin, der auch das Zentrum des Hauses ausmachte. Großfamilien waren weit verbreitet, und je entspannter das Zusammenleben in diesen Sippen war, desto erfolgreicher war sie. Jeder wusste wo sein Platz war. Die Reizüberflutung war gegenüber der Frühzeit zwar angestiegen aber immer noch minimal. Saisonal wurde besonders im Sommer hart gearbeitet und dafür im Winter weniger, was sicherlich zur Regeneration beigetragen hat.
Die Industrialisierung der letzten 200 Jahre brachte uns einen weiteren Schub an Veränderungen unserer Lebens- und Entspannungsgewohnheiten. Die körperliche Arbeit wurde durch Maschinen ersetzt, die aber eine Menge Lärm erzeugen. Die Erfindung der Glühbirne bzw. jene des Fernsehers führten dazu, dass keine Nacht mehr stockdunkel ist und keine Information aus der ganzen Welt an unserem Wohnzimmer vorbei kommt. Die Kapazität unseres Gehirns hat sich im Laufe der Entwicklung von der Steinzeit zur heutigen Zeit zwar deutlich erhöht, die Menge an Informationen, Reizen bzw. Eindrücken hat sich in derselben Zeit jedoch um ein vielfaches vermehrt. Dazu kommt die allgegenwärtige Macht des Geldes, die uns wie in Trance jeden Tag unser Hamsterrad besteigen lässt. Die Geschwindigkeit der kulturellen Veränderung ist kaum noch fassbar.
Wesentliche Veränderungen betreffen auch die Formen des sozialen Zusammenlebens und die Gesellschaft im Allgemeinen. Die Anzahl der Single-Haushalte steigt, die Großfamilie mit mehreren Generationen unter einem Dach existiert kaum mehr. Viele Menschen entscheiden sich für ein Leben ohne Familie, ohne Partner – ein Leben ohne Verantwortung für jemand anderen. Gleichzeitig gab es noch nie so viele psychische Erkrankungen bis hin zu Selbstmorden wie heute. Die Flucht in verschiedene Suchtmittel wie Zigaretten, Alkohol, aber auch Schokolade oder Glücksspiel zeigen den Verlust an emotionaler Kompetenz. Die Depression wird heute schon als eine Zivilisationskrankheit betrachtet und viele Menschen erleben im Laufe ihres Lebens wie es ist, eine weitere Stufe der Burn-Out-Leiter hoch zu steigen. Oft führen solche Erlebnisse zum Ausstieg aus dem herrschenden System und Rückzug entweder physisch – z. B. in ein Kloster – oder psychisch als Verweigerer unter den Mitläufern.
Wir müssen nur eine bis zwei Generation zurückblicken, um zu erkennen, was uns verloren gegangen ist. Die Zufriedenheit, die Freude an kleinen Dingen, die Zeit für Schönes und die Zusammengehörigkeit. Wenn wir heute 80-jährige Chinesen täglich ihre Qi Gong Übungen in den Parks machen sehen, müssen wir uns eingestehen, welchen Reichtum doch diese teils sehr (materiell) armen Menschen haben, sich so „entspannen“ zu können.
Auf den nächsten Seiten finden Sie Informationen zum Thema aus einer ganzheitlichen Sicht, individuell für Ihren Stresstyp bzw. Ihre Stressbelastung zugeschnitten.
Das heißt, egal ob Sie nur Interesse zur Vorbeugung haben, oder doch schon erste Probleme wie Konzentrations-, Schlaf-, oder Verhaltensstörungen an Ihnen feststellen und wissen wollen was zu tun ist, finden Sie hier alle notwendigen Informationen, multimedial und verständlich ausgearbeitet.
Vorbeugung macht bei Burn-Out immer Sinn –
in welcher Phase Sie sich auch immer befinden!
Mit klick auf den Link sehen Sie das Video zum Vortrag „Burn Out aktiv vorbeugen“
https://www.dropbox.com/s/90l3d5qr51und8h/BurnOut.mp4
Der Zusammenhang der durch Stress verursachten seelischen Störungen (Depressionen, Angstzustände, etc.) wird immer deutlicher, und die damit verbunden vermehrten Ausfälle im Arbeitsleben in der westlichen Welt sind im Steigen begriffen. Hinter mehr als 50 Prozent der Arztbesuche steht Stress. Stress hat das Rauchen als Risikofaktor Nummer 1 für Sterblichkeit abgelöst. Die meisten Medikamente, die weltweit verschreiben werden, fallen ebenfalls auf diesen medizinischen Bereich – wie z. B. Antidepressiva, Beruhigungsmittel, aber auch Mittel gegen Bluthochdruck und Magenleiden. Besonders im Bereich der Prävention von Depressionen wurden auf dem Gebiet der Psychologie viele neue Erkenntnisse gewonnen, die beweisen, dass menschliche Interaktionen effizienter sind als die meisten medikamentösen Therapien.
Namhafte Wissenschaftler haben bereits einige Anknüpfungspunkt unseres Geistes mit unseren Emotionen gefunden. Im Inneren des Gehirns befindet sich ein emotionales Gehirn, wahrhaft ein „Gehirn im Gehirn“. Es verfügt über eine andere Struktur, eine andere Zellanordnung, und selbst seine biochemischen Eigenschaften unterscheiden sich von denen des übrigen Neokortex – des am höchsten entwickelten Bereiches des Gehirns, wo Sprache und Denken angesiedelt sind. In der Tat funktioniert das emotionale Gehirn oft unabhängig von diesem entwicklungsgeschichtlich neueren Teil des Gehirns. Sprache sowie Wahrnehmung und Erkennung haben nur begrenzten Einfluss darauf. Man kann einem Gefühl nicht befehlen, stärker zu werden oder zu verschwinden, so wie man seinem Verstand befehlen kann, lauter zu sprechen oder still zu sein. Das emotionale Gehirn kontrolliert seinerseits alles, was das psychische Wohlbefinden regelt sowie einen Großteil der Physiologie des Körpers: die Herzfunktion, den Blutdruck, die Hormone, das Verdauungs- und sogar das Immunsystem. Probleme, die das Gefühlsleben betreffen, sind die Folge von Funktionsstörungen des emotionalen Gehirns, von denen viele ihren Ursprung in schmerzlichen, einschneidenden Erlebnissen der Vergangenheit haben. Therapeutisch muss man nun versuchen, das emotionale Gehirn „umzuprogrammieren“, dass es sich an die Gegenwart anpasst, anstatt auf Situationen der Vergangenheit zu reagieren. Unterstützt wird man dabei von natürlichen Mechanismen der Selbstheilung des emotionalen Gehirns selbst. (1)
Eine Methode die in diesem Bereich auch wissenschaftlich den „Durchbruch“ geschafft hat verwendet die Kohärenz im Herz-Hirn-System. Das Herz wird – wie viele andere Organe – von den beiden Teilen des autonomen (also nicht durch unser Denken beeinflussbar) Nervensystems gelenkt. Diese besteht aus dem bremsenden Parasympathikus und dem beschleunigenden Sympathikus. Nun gibt es weiters eine direkte „Kommunikation“ zwischen Hirn und Herz, was im Falle von Stresssituationen zu Veränderungen im Herzschlag wie auch der Aktivität im emotionalen Gehirn führt. Chaos oder Kohärenz stehen hier für Stress und Entspannung. Auf Basis dieser Erkenntnis wurden verschiedene Kohärenztrainings entwickelt, die zur Kontrolle des Herzklopfens in Stresssituationen verwendet werden können. Praktische Aspekte dieser Kohärenz finden sich aber auch beim traditionellen Yoga und der Meditation.
Bis vor wenigen Jahren war die Psychosomatik die einzige in Europa praktizierte medizinische Auseinandersetzung mit dem Thema Stress bzw. Bewusstsein. Die psychosomatische Medizin beschäftigt sich mit gesundheitlichen Störungen, bei denen kein organischer Befund nachweisbar ist und psychische Faktoren bei der Entstehung und Aufrechterhaltung der Symptome eine bedeutsame Rolle spielen.
Häufig vorkommende Beschwerden, die dieser Gruppe zuzuordnen sind, sind u. a. funktionelle Beschwerden des Herz-Kreislauf-Systems, des Magen-Darm-Bereiches und des Skelett- und Muskelsystems, aber auch generelle Schmerzen.
Ein Beispiel für den Zusammenhang zwischen Körper und Psyche ist die Angst. Diese führt dazu, dass im Körper Adrenalin ausgestoßen wird, was u. a. die Magen-Darm-Peristaltik hemmt und bei längerem Bestehen zu Verdauungsstörungen führen kann. In vielen Redewendungen des Alltags wird dieser Zusammenhang auch angesprochen: Etwas liegt einem „schwer im Magen“, eine Sache geht einem „an die Nieren“, der Schreck „fährt einem in die Glieder“, jemandem ist eine „Laus über die Leber gelaufen“, uvm. Der psychosomatische Ansatz trifft heute auf ein medizinisches System, das in vielen Bereichen noch dem Kausalitätsprinzip folgt und einer Krankheit jeweils eine bestimmte Ursache zuzuordnen versucht. Patienten, die an körperlichen Symptomen leiden, fühlen sich dann missverstanden und oft als „eingebildete Kranke“ oder Simulanten stigmatisiert. Das gehäufte Auftreten von Personen mit Burn-Out hat die Sicht der Medizin auf die Psychosomatik in den letzten Jahren aber völlig verändert.
Das Gesundheitsthema des neuen Jahrtausends heißt Stress.
Medizinisch gesehen ist das Hauptproblem, dass Stress nicht oder nur schwer messbar ist bzw. viele körperliche Symptome nicht eindeutig dem Stress zugeordnet werden können. Distress zeigt sich in kognitiven (Denken, Lernen, Konzentration, etc.), emotionalen, muskulären, vegetativ-hormonellen und sozialen Reaktionen. Hier ein Überblick über eine sinnvolle medizinische Abklärung von Problemen mit Dauerstress und Tipps zur natürlichen Behandlung:
Dauerstress macht krank.
In fortwährender Anspannung zu sein, verbraucht viele Kraftreserven, und irgendwann sind diese vollends erschöpft. Der Körper verliert damit sein Gleichgewicht, seine Selbstheilungskräfte und zuletzt die Gesundheit. Die epidemische Ausbreitung von Burn-Out ist ein Alarmsignal. Die Ärzte und Therapeuten sind mit der Komplexität des Problems überfordert. Der Patient sucht verzweifelt nach Gründen, warum es gerade ihn erwischt hat, und wie er wieder schnell aus dem Strudel heraus kommt. Die Wissenschaft hat in den etzten Jahren einige „neue“ Parameter etabliert, die einen besseren Blick auf den physischen und psychischen Zustand eines Menschen machen lassen. Diese Parameter sind allerdings noch nicht dort angekommen wo sie hin gehören – in unseren Hausarztpraxen. Wirksame Prävention von Burn-Out ist somit sehr schwierig. Burn Out ist im Schnittbereich von Stress, Depression und Erschöpfung angesiedelt (s. Abb).
Stresshormone im Dauereinsatz
Depression eine chronische Entzündung im Gehirn
Vitalstoffmangel und Giftstoffbelastungen machen müde
Bei jedem in einer anderen Ausprägung der einzelnen Bereiche. Daher sollte man auch diese Bereiche individuell analysieren! Dieser Gedanke findet sich in einer „üblichen“ Vorsorgeuntersuchung aber leider (noch) nicht wieder.
Was kann man analysieren?
Analyse der Neurobotenstoffe
Cortisol im Tagesprofil, DHEA, Katecholamine, Serotonin, GABA, Glutamat, COMT-Test (genetische Veränderung)
Erstellung eines stressrelevanten Vitalstoff-Profils
Vitamin A, B6, B12, D, E, Folsäure, Coenzym Q10, Magnesium, Selen, Zink, kl. Blutbild, Aminogramm,….
Ausschluss von Nitrostress & Stoffwechselprobelmen
Citrullin, Methylmalonsäure, Nitrophenylessigsäure
DNA-Oxidation, 8-Epiprostaglandin F2, Lactat/Pyruvat- Ratio,
Lipidperoxidation (PerOx), Neopterin, Nitrotyrosin
Nährstoffbasierende Therapien:
Natürlich muss die Therapie von Burn Out auf verschiedenen Säulen stehen und verschiedenste Fachgebiete übergreifend integrieren. Was jeder für sich selbst machen kann (ohne Therapeut) ist, Problemherde zu beseitigen. Ein gesunder Geist wohnt in einem gesunden Körper. Unsere Körper sind, ausgelaugt, angeknackst, überladen oder überlastet und können daher dem täglichen Stress nicht immer Paroli bieten. Das heißt, wir müssen unseren Körper wieder aufbauen, um unseren Geist ein gutes zuhause bieten zu können.
Was kann man tun?
Allgemein mit Ernährungsumstellung
Frische biologische Lebensmittel (kein E100 - E900)
Vitalstoffschonende Zubereitung (Dampfgaren,…)
Tryptophanreiche Lebensmittel (Nüsse, Bananen,...)
Speziell mit Nahrungsergänzung
Entschlacken, Entgiften, Entsäuern, Magnesium, Vitamin B Komplex, Omega-3 FS, Tryptophan, Heilpilze (Reishi,…) Ayurvedische Kräuter ( Brahmi,…) Leberstärkung + Entgiftung (Bsp: Cellin®www.naturprodukte4you.de)
Individuell mit Orthomolekularer Therapie
Aminosäuretherapie (nach Aminogramm) Vitalstofftherapie (nach Vitalstoffanalyse z.B: Bodybio)
Der Zusammenhang der durch Stress verursachten seelischen Störungen (Depressionen, Angstzustände, etc.) wird immer deutlicher, und die damit verbunden vermehrten Ausfälle im Arbeitsleben in der westlichen Welt sind im Steigen begriffen. Hinter mehr als 50 Prozent der Arztbesuche steht Stress. Stress hat das Rauchen als Risikofaktor Nummer 1 für Sterblichkeit abgelöst. Die meisten Medikamente, die weltweit verschreiben werden, fallen ebenfalls auf diesen medizinischen Bereich – wie z. B. Antidepressiva, Beruhigungsmittel, aber auch Mittel gegen Bluthochdruck und Magenleiden. Besonders im Bereich der Prävention von Depressionen wurden auf dem Gebiet der Psychologie viele neue Erkenntnisse gewonnen, die beweisen, dass menschliche Interaktionen effizienter sind als die meisten medikamentösen Therapien.
