Erhalten Sie Zugang zu diesem und mehr als 300000 Büchern ab EUR 5,99 monatlich.
Das Leben ist das Wertvollste, was wir geschenkt bekommen haben. Ein jeder Leser hat eine Mutter und einen Vater. Als Kinder waren wir bestimmt nicht alle einfach. Viele Eltern haben sicherlich manch schlaflose Nacht verbracht. Viele von ihnen mussten ihre Lebensplanung unerwartet ändern und haben es auch akzeptiert. Es ist jedoch eine Tatsache, dass in Deutschland nahezu jedes fünfte Kind getötet wird/ abgetrieben wird. Die erschreckend hohe Zahl der Abtreibungen stellt die Frage: Was sind die Ursachen für die Entscheidung der Mutter, ihrem Kind nicht die Chance zum Leben zu geben? Ist sie sich der Spätfolgen ihrer Entscheidung bewusst? In diesem Buch steht die Gesellschaft im Mittelpunkt der Betrachtung. Der Autor vertritt die These: Die Gesellschaft muss sich ändern. Dann wird als Folge die Anzahl der Abtreibungen abnehmen. Wenn das "Nest" in Ordnung ist, wird keine Frau sich von ihrem Kind trennen. Auffällig ist, dass 40% der Frauen ein Kind abtreiben,die noch nie ein Kind bekommen haben. Schnürt die Angst die Kehle zu, wie es eine Leserin formulierte? Zur Gesellschaft gehören die Väter, die sich oft zurückziehen, wenn ihre Partnerin ein Kind von ihm erwartet. Zur Gesellschaft gehören auch die Eltern. Die Lebenspläne für ihre Tochter werden zum Teil durch die Schwangerschaft über den Haufen geworfen. Die Lehrerinnen und Lehrer in den Schulen und Ausbildungsstätten haben eine bedeutende Rolle bei der Vermittlung der Wertvorstellungen über das Leben. Jedes Kind ist ein Geschenk Gottes, Allahs. Somit können die Mitglieder der Gemeinden und Kirchen Mediatoren sein- sie vermitteln zwischen der werdenden Mutter und deren Eltern sowie den Ausbildungs- und Arbeitsstätten. Die Überwindung von Traditionen ist oft ein schwieriger Weg…. Wenn wir das Umfeld der Mutter untersuchen, dann kommen wir zu neuen Lösungsmöglichkeiten, die wir alle in unserer Gesellschaft gemeinsam mit vereinten Kräften umsetzen können.
Sie lesen das E-Book in den Legimi-Apps auf:
Seitenzahl: 225
Veröffentlichungsjahr: 2013
Das E-Book (TTS) können Sie hören im Abo „Legimi Premium” in Legimi-Apps auf:
Heinrich Reents
TABU Anna möchte leben
Dieses ebook wurde erstellt bei
Inhaltsverzeichnis
Titel
Kapitel 1 Vorwort
Kapitel 2 Warum?
Kapitel 3 Nora und Jana
Kapitel 4 Ein Baby, Dein Kind, ein Stern im Universum
Kapitel 5 Schwarz und Weiß
Kapitel 6 Anna, "Ane"= Mutter
Kapitel 7 Gut und Böse
Kapitel 8 Schuld und Verantwortung
Kapitel 9 Dank an die Medien / Babyklappe
Kapitel 10 Benny und Saskia
Kapitel 11 Nexia
Kapitel 12 Können wir von unseren Nachbarn lernen?
Kapitel 13 Wo bist Du, Papa?
Kapitel 14 Katharina
Kapitel 15 Oma und Opa, meine Mama braucht Dich/ Euch!
Kapitel 16 Lehrerinnen und Lehrer, bitte helft meiner Mama!
Kapitel 17 Gemeinde, meine Mama braucht Dich/Euch!
Kapitel 18 Eine interessante Sendung des ZDF zum Thema
Kapitel 19 Unternehmer, Kollegen- muss meine Mama Angst haben?
Kapitel 20 Kommunen, Städte, Gemeinden- Wo seid Ihr?
Kapitel 21 Schwangerschafts-konfliktberatung
Kapitel 22 Schwangerschaftskonflikt-beratungsstellen
Kapitel 23 Es gibt doch Alternativen, Mama!
Kapitel 24 Ehrenamtliche Helfer
Kapitel 25 FamilyScout, komm Mama, wir suchen uns einen!
Kapitel 26 Benjamin
Kapitel 27 Steve
Kapitel 28 Anonyme Geburt, komm Mama, lass es uns tun!
Kapitel 29 Mutige, starke Frauen
Kapitel 30 Frederik
Kapitel 31 Adoption, eine Chance für Anna!
Kapitel 32 Michael
Kapitel 33 Zhengrong Shi, China, Indien, Russland, Türkei
Kapitel 34 Meine liebe Anna, haben wir verlernt zu lieben?
Kapitel 35 Die "Bild"zeitung vom 8. Dezember 2011
Kapitel 36 Ist meine Mama entehrt, wenn ich unehelich geboren werde?
Kapitel 37 Die wirtschaftlichen Folgen der Abtreibungsproblematik
Kapitel 38 USA - eine interessante Studie
Kapitel 39 Ein Zwischenbericht zum 31.12.2012
Kapitel 40 Liebe Anna, sind das Deine Freunde?
Kapitel 41 Don´t blame the victim
Kapitel 42 Meine Wünsche für Anna und ihre Mama
Kapitel 43 Nachwort
Impressum neobooks
„Es gibt keine größeren Entdeckungen
und Fortschritte,
solange es noch ein unglückliches Kind
auf Erden gibt.“
Albert Schweitzer
„Nimm Dein Schicksal an,
es ist der Weg Gottes zu Deiner Seele“
alte jüdische Weisheit
„Wenn einer alleine träumt,
bleibt es ein Traum.
Träumen viele gemeinsam, ist das der
Anfang einer neuen Wirklichkeit“
Dom Helder Pessoa Camara,
ehemaliger brasilianischer Erzbischof von Olinda und Recife
Mit diesem Buch möchte ich unsere Gesellschaft wachrütteln. Ein jeder sollte wissen, dass wir in Deutschland nahezu jedes fünfte Kind töten.Wir treiben jedes Jahr ca. 110 000 Kinder ab. Keiner spricht von denen, keiner schreibt über sie. Sie haben keinen Anwalt, kein Gericht. Unsere Gesellschaft verdrängt ihr Versagen - Tabu. 110.000 Kinder pro Jahr bedeuten statistisch 300Kinder pro Tag. Warum helfen wir nicht den Frauen, den Vätern? Lasset uns Nester bauen für unsere Kinder, unsere Familien!!!!!
Auslöser dieses Buches war ein Besuch in Japan vor mehreren Jahren, den ich nie vergessen werde. Eingeladen war ich von der Japanischen Handelskammer mit der Bitte, in Japan über Gerontotechnik ( Technik für Senioren ) zu berichten. Zusammen mit einem Arzt, Herrn Dr.med. Karl Bisa, einem Juristen, Herrn Dr.jur. Wolfang Besler und Herrn Friedhelm Kowalski hatte ich diese Initiative in Iserlohn im Jahr 1992 gegründet.
Herr Dr. Besler war Beigeordneter der Stadt Iserlohn, Herr Kowalski war Leiter des Sozialamtes der Stadt Iserlohn, er war unser Controller, und ich war der Ingenieur. Es war kurz gefasst ein interdisziplinäres Team, das sowohl medizinische, juristische, soziale als auch technologische Aspekte dieser neuen Technologie und der Dienstleistungen beachtete.
Der Bürgermeister der Stadt Iserlohn, Herr Fritz Fischer und die stellvertretende Bürgermeisterin, Frau Renate Brunswicker sowie die Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt haben sich voll hinter diese Initiative gestellt.
Der damalige Wirtschaftsminister von Nordrhein-Westfalen, Herr Günther Einert und sein damaliger Abteilungsleiter Herr Dr. Robert Mainberger haben uns alle Wege geöffnet und wohlwollend begleitet.
Nie vergessen werde ich die Worte von Herrn Einert bei der Übergabe des Bewilligungsbescheides: "Herr Prof. Reents, denken sie immer an die alte chinesische Weisheit: Der lange Marsch beginnt mit dem ersten Schritt."
Das Deutsche Zentrum für Gerontotechnik in Iserlohn, das aus dieser Initiative hervorging, wurde im Rahmen der " Third International Conference on Gerontechnology " an der Universität München überregional bekannt. So wurde auch Japan auf uns/mich aufmerksam. Man erkannte den riesigen Markt - Bedarf nach seniorengerechten Produkten und Dienstleistungen.
In der Freizeit zeigten uns unsere Begleiter in Japan ihr Land, ein wunderschönes Land mit außerordentlich freundlichen Menschen.
Sie führten uns zu einem kleinen Friedhof in der alten Kaiserstadt Japans, Kamakura.Ein beeindruckender Friedhof. Tausende von kleinen Püppchen waren aufgestellt. Sie hatten Beißringe um den Hals, Schleifen, kleine Stofftierchen lagen vor Ihnen. Ich sah viele Frauen - nachdenklich, traurig, weinend.
Unsere Begleiter fragte ich:“ Warum?“
Der Friedhof war eine Gedenkstätte für die in Japan abgetriebenen Kinder. 200 000 ( zwei hundert tausend Kinder ) werden jedes Jahr offiziell in Japan abgetrieben. Mir fehlten die Worte. Zwei hundert tausend Kinder bekommen jedes Jahr in Japan keine Chance zum Leben. Mir war diese Problematik damals nicht bewusst.
Sofort nach meiner Ankunft in Deutschland wollte ich mehr über die Situation in Deutschland erfahren.
Es war das Jahr 2004: Im Jahr 2004 lebten in Deutschland 82,5 Millionen Menschen. Es wurden 705.622 Kinder geboren. Es wurden offiziell 129.650 Kinder abgetrieben.
(Zum Vergleich: Im Jahre 2012 wurden ca. 665 000 Kinder geboren – ca. 106.800 Babys wurden abgetrieben – Quelle: Statistisches Bundesamt)
„Knapp drei Viertel der Frauen, die 2012 ihre Schwangerschaft abbrachen, waren zwischen 18 und 34 Jahren alt, 15 Prozent zwischen 35 und 39 Jahren. Etwa 8 Prozent der Frauen waren 40 Jahre und älter. Die Zahl der Minderjährigen ging im Vergleich zu 2011 um 190 auf etwas 3800 zurück, sie hatten damit einen Anteil von vier Prozent.
Etwas 40% der Frauen, die sich für eine Abtreibung entschieden, hatten vor dem Eingriff noch kein eigenes Kind. Laut der Statistik wurden 97 Prozent der Abbrüche nach der vorgeschriebenen Beratung vorgenommen. In drei Prozent der Fälle kam es zu dem Abbruch aus medizinischen Gründen oder weil die Schwangerschaft auf eine Vergewaltigung zurückzuführen war.“
Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung, „Zahl der Abtreibungen gesunken“ 7. März 2013, Seite7.
Diese offiziellen Abtreibungszahlen erfassen nicht die wirkliche Situation. In diesen Zahlen sind die Abtreibungen, die in den benachbarten Ländern durchgeführt werden, nicht enthalten.
Weiterhin sind die "diskret durchgeführten" Abtreibungen nicht erfasst.
Herr Dr.med. Mandred Blank, Gründungsmitglied des Vereins "Lasset uns Nester bauen", Martin Luther Krankenhaus, Essen wies mich auf diese Differenz hin: "Es könnte durchaus sein, dass ca. 200.000 Kinder in Deutschland abgetrieben werden." Wenn dem so wäre, würde in Deutschland sogar nahezu jedes vierte Kind abgetrieben.
Wir alle schauen tatenlos zu! Warum?
Ein jeder, der dieses Buch liest, hat eine Mutter und einen Vater. Ich verneige mich vor diesen Müttern und Vätern. Sie haben es bestimmt nicht leicht gehabt mit uns. Wir waren unerzogen, trotzig, gingen unsere eigenen Wege...... Unsere Ziele stimmten vielfach nicht mit den Wunschvorstellungen unserer Eltern überein.
Wir wurden Teil ihres Lebens mehr oder weniger freiwillig. Wir nahmen Ihnen einen Teil ihres Lebens: Ihre Zeit, ihre Gefühle, ihre Annehmlichkeiten und gaben ihnen einen anderen Teil zurück: Unser Lachen, unsere uneingeschränkte Liebe....Dieser andere Teil, den wir als Kinder zurückgaben, war wichtiger als Geld.
Jede Mutter, jeder Vater ist stolz auf sein Kind, seine Kinder. Ein Kind braucht beides: Die Mutter und den Vater. Sie bauen das Nest, in dem wir erwachsen werden. Doch dieses Nest ist weitaus größer als wir vermuten: Oma, Opa, Tante, Onkel, Freunde, Lehrer, Vorbilder, unsere Kultur und unsere Gesellschaft stützen dieses Nest.
Alle fühlen sich verantwortlich für dieses Kind, ein Geschenk Gottes, Jahwes oder Allahs.
Kein Mensch, kein Wissenschaftler ist in der Lage, neues Leben selbst zu erschaffen. Wir haben zwar den genetischen Code des Menschen entschlüsselt...schön..., aber eine Zelle zu entwickeln, die sich nach der Befruchtung teilt und mit all ihren Erbinformationen zu einem neuen Menschen heranwächst, das können wir nicht....mit keinem Geldbetrag der Welt, auch wenn wir Milliarden, Billionen und Trillionen von Euros oder US-Dollars in diese Vision investieren.
Kurz gesagt: Ein jeder Mensch ist ein Wunder der Schöpfung, er ist einmalig und einzigartig.
Jeder Mensch sucht nach Liebe und Anerkennung in der Familie, im Beruf, in seinem sozialen Umfeld. Warum geben wir nicht einem jedem Menschen diese Liebe und diese Anerkennung mit allem, was wir haben?
Sind uns Geld, Macht und Sozialprestige wichtiger als dieses Kind?
Warum konzentrieren wir unsere Mittel nicht auf unsere Wurzeln? Ein Baum, dem man seiner Wurzeln beraubt, wird sterben.
So werden wir zu einer alternden Gesellschaft. In Deutschland und in Japan sterben mehr Menschen als neue geboren werden.
Was wird aus unserer Kultur, unserer Gesellschaft, wenn wir den Idealismus, die Power, den Mut, die Innovationskraft junger Menschen nicht mehr haben? Wir werden verkümmern!
Darum lasset uns gemeinsam überlegen, wie wir diese Nester - Mutter, Vater, Kind, Kinder in ihrem Umfeld- bauen, schützen und verbessern können.Sie bilden das Wurzelwerk, -geflecht unserer Gesellschaft.
Der Verein "Lasset uns Nester bauen", wurde in Unna gegründet von begeisterten Bürgerinnen und Bürgern. Es sind alle Berufe vertreten: Hausfrauen, Sekretärinnen, Unternehmer, auch Ärzte und Ingenieure. Die Presse hat uns wohlwollend unterstützt (Hellweger Anzeiger, Westfälische Rundschau).
Wir erheben keine Mitgliedsbeiträge. Jeder bringt sich ohne irgendeine finanzielle Verpflichtung ein. Überall in Deutschland und der Welt könnten solche Initiativen entstehen.
Der Verein hat ein Pendant in Leipzig. Diese Initiative wird von einer großartigen Frau geleitet: Frau Katrin Falkenstein.
Meine Studenten von der FH- Südwestfalen haben die Website www.lasset-uns-nester-bauen.de entworfen und realisiert.
Andere Bürger wiesen mich auf die Website www.pro-leben.de hin. Dort sind alle Statistiken zu finden. Die Entstehung eines Menschen ist beschrieben mit vielen Fotos und Kommentaren.
Meine Studenten und Studentinnen haben mich ermutigt, den Blog www.tabuanna.blog.de zu schreiben. Wir haben in den Pausen lange über die Problematik und den Titel "Tabu- Anna möchte leben" diskutiert.
Herr Dipl.-Informatiker Mesut Aktürk achtet darauf, dass alles im "Netz" seine Ordnung hat. Es sind alles warmherzige, großartige Menschen.
Im Folgenden möchte ich Ihnen einige wahre Geschichten, die mir von Leserinnen und Lesern zugetragen wurden erzählen - aus unserem Alltag. Sie zeigen: Ein jeder kann helfen!!
Nora hatte erfahren: Sie ist schwanger. Sie informierte ihren Freund, er wurde ausfällig und sagte ihr: "Du treibst das Kind doch hoffentlich ab. Ich möchte es nicht."
Nora wusste nicht, was sie tun sollte. Sie war mitten im Studium. Auf diese Schwangerschaft war sie nicht vorbereitet. Sie traute sich nicht, mit ihren Eltern darüber zu reden. Sie war allein mit all ihren Sorgen und Ängsten. Schließlich entschied sie sich, zur Schwangerschaftskonfliktberatung zu gehen. Die Gespräche verliefen harmonisch, sie bekam ihren "Schein". Sie kontaktierte ihren Arzt, ein Termin wurde vereinbart.
Ein jeder kann sich vorstellen, was Nora durchmachte. Ihr Freund hatte sich zurückgezogen.
Der Termin war gekommen, sie verließ weinend das Haus. Eine Frau sah Nora. Sie ging einfach auf sie zu, nahm sie in die Arme und sprach mit ihr. Nora öffnete ihr Herz, die Tränen flossen.
Als sie fertig war, sagte die Frau: "Nora, Du bist die glücklichste Frau der Welt, Du bist/ wirst eine Mama. Neues Leben entsteht in Dir. Ich selbst habe vier Kinder groß gezogen, musste auf vieles verzichten, war oft verzweifelt. Doch meine Kinder sind das größte Geschenk meines Lebens. Alle Probleme konnte ich meistern............"
Nora ging nicht zum Arzt.
Hat diese mir unbekannte Frau nicht ein Bundesverdienstkreuz Erster Klasse verdient? Sie hat dazu beigetragen mit ihrer Lebenserfahrung, dass ein neuer Mensch seine Chance zum Leben behielt. Sie hat mitgeholfen beim Bau des Nestes.
Der Verein "Lasset uns Nester bauen" wird repräsentiert von Herrn Dr. med. Wolfang Bayerl und meiner Person. Die Mitglieder des Vereins arbeiten alle sehr leise, berücksichtigen die Sorgen der Frauen und bewundern sie. Wir klagen keinen/keine an, wir versuchen, einfach nur zu helfen, soweit es in unserer Macht steht.
Eine weitere reale Geschichte:
Wir hatten ein Treffen in Leipzig. Wir checkten uns ein. Die Hotelbesitzerin, eine Bekannte von Frau Katrin Falkenstein fragte uns, ob wir uns diese wunderschöne Stadt ansehen wollten.
Wir stellten uns und unseren Verein vor. Die Frau wurde sehr nachdenklich: "Stellen Sie sich vor, was ich heute morgen erlebte. Das war der Hammer. Unsere Auszubildende bat um einige Tage Urlaub. Der Grund: Sie habe ihr Kind abgetrieben. Ihre Ausbildung zur Hotelkauffrau sei ihr wichtiger gewesen. Hätte sie doch früher was gesagt. Wir haben nicht bemerkt, dass sie schwanger war. Wir hätten doch bestimmt gemeinsam eine Lösung gefunden. Ich habe doch selbst Kinder groß gezogen."
Wir alle waren tief betroffen.
Die Natur geht verschwenderisch mit ihren Möglichkeiten um.
300 Mio Samenfäden schickt sie auf die Reise mit der Aufgabe, ihr Ziel zu finden...die Eizelle. Nur einer, vielleicht auch zwei werden gewinnen. Sie vereinigen sich, die Zellteilung beginnt.
Die anderen 299 999 998 Samenzellen sterben ab. Sie haben denselben Weg gewählt, dasselbe Ziel, doch die Natur hat entschieden: Du bist es nicht. ( s.a. Gerald Hüther, Inge Krens, "Das Geheimnis der ersten neun Monate", Beltz Taschenbuch 907, Weinheim und Basel 2010,Seite 40)
Ist das nicht ein großartiger Schöpfungsakt? Aber das Leben hat noch nicht begonnen. Die Eizelle mit dem Samen muss ihren Platz in der Gebärmutter finden und sich dort erfolgreich einnisten. Wir sprechen dann von der Nidation (= Einnistung).
Juristisch ist dies der Beginn eines neuen Menschen. Er hat alle Rechte auf ein Leben, so wie er/sie es will.
Damit hat jede Mutter und jeder Vater, die/der dieses beginnende Leben schützt, einen Nobelpreis verdient oder ein Bundesverdienstkreuz oder irgendeine der Medaillen, die irgendwelchen Leuten angeheftet werden.
Haben nicht Mutter und Vater, die sich 24 Stunden um ihr Baby und Kind kümmern, nicht den höchsten Stellenwert in unserer Gesellschaft, in der Schöpfung!
Ich zitiere aus dem Buch von Prof.Dr.Hüther und Inge Krens s.o,:
" Das ungeborene Kind ist ein lebendiges Wesen, dessen Entwicklung nur dadurch möglich ist, dass es mit seiner mütterlichen Umgebung in ständiger Kommunikation steht. Von Beginn an findet eine komplexe Interaktion statt. Von Anfang an braucht der Mensch "Beziehung" "(s.o. Seite 8).
Mit jedem Baby, jedem Kind entsteht ein neuer Stern in unserem Universum. Der eine scheint groß und bedeutend zu sein, weil er näher an unserer Erde vorbeifliegt oder wir an ihm. Der andere scheint ganz unbedeutend zu sein, obwohl er auch Teil des Universums ist. Das Licht der Zeit scheint nicht auf ihn. Das kann sich aber schlagartig ändern. Das weiß jeder Künstler, ob Autor oder Musiker, jeder Politiker, egal welcher Partei, jeder Mensch.
Ein jeder von uns geht in seinem Leben durch Höhen und Tiefen. Ein jeder trägt in sich Sonnen - und Schattenseiten, ein jeder vereinigt in sich Gut und Böse. Das sollte ein jeder von uns bedenken.
Man denke an den Satz, den Frau Prof. Dr., Dr.h.c. Margot Käßmann, die frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche, so gerne benutzt:
"Keiner fällt tiefer als in Gottes Hand."
Arno Pötzsch hat diesen Satz geprägt.
(Lesenswert ist in diesem Zusammenhang auch ihr Buch "Sehnsucht nach Leben", erschienen im adeo Verlag, München 2011)
Das gilt sowohl für Christen als auch für Muslime als auch für Buddhisten oder Mitglieder einer anderen Glaubensrichtung.
Jedes Baby, jedes Kind, jeder Mensch, jedes Tier, jede Pflanze sind Sterne in unserem Universum. In diesem Universum ist Platz für alle, für alle Ewigkeit.
Was wäre die Erde ohne die Sonne, die Nacht ohne den Mond...alles das ist kunstvoll zusammengefügt und....wir dürfen es nicht zerstören.
Anna ist ein Stern im Universum. Sie zeigt mit ihren kleinen Fingern auf ihre Umwelt und fragt ganz leise:
Wo bist Du, Richter? Warum hilfst Du meiner Mutter und mir nicht? Warum gebt Ihr den Kindern nicht den Stellenwert, der ihnen zusteht. Wir wollen laut spielen, Dummheiten machen, wir wollen Kinder sein in einer behüteten Umgebung.
Wo bist Du, Journalist? Warum nutzt Du nicht Deine Gabe zu schreiben, um mir eine Chance für ein Leben zu geben?
Wo bist Du Pastor, Priester, Imam, Rabbi? Warum nutzt Du nicht die Kraft Deiner Worte und Taten, um mein Nest zu stützen?
Wo bist Du Lehrer, Professor? Warum lehrst Du die Schülerinnen, Schüler, Studentinnen, Studenten nicht, was Leben ist, die Achtung vor Neuem Leben und Schwangerschaftsverhütung?
Wo bist Du, Politiker? Warum sind viele Familien in Deutschland so arm, warum haben wir für Waffen mehr Geld als für uns Kinder?
Wo bist Du, Papa? Warum lässt Du Mama allein in all ihren Sorgen und Ängsten? Bist Du zu feige, zu Deiner neuen Rolle zu stehen?
Wo bist Du, Unternehmer? Warum hat Mama Angst, ihren Arbeitsplatz zu verlieren, wenn sie sagt: Ich bin schwanger? Warum hast Du so wenig Verständnis für Mütter mit ihren Kindern, ihren Sorgen und Nöten?
Wo seid Ihr, Oma und Opa? Warum schimpfst Du mit meiner Mama, weil sie schwanger geworden ist?
Wo seid Ihr, Freunde und Freundinnen? Warum habt Ihr über meine Mama gelacht, als sie Euch erzählte: Ich erwarte ein Kind.
Wo seid Ihr Zugführer und Busfahrer? Warum muss meine Mama hochschwanger im Zug/ im Bus stehen und Jugendliche bleiben sitzen.
Wo seid Ihr Ärzte und Psychologen? Warum redet Ihr nicht mit meiner Mama und zeigt Alternativen auf, wenn sie verzweifelt ist und keinen anderen Weg sieht, als mir mein Leben zu nehmen?
Wo seid Ihr Sozialarbeiter? Warum zeigt Ihr meiner Mama nicht Wege auf, wie sie leben kann und ihr Leben genießen kann, wenn sie mir die Chance zum Leben erhält? Welche sozialen und finanziellen Hilfen bietet Ihr an?
Bitte bedenkt, ein Baby wird schnell zu einem jungen Menschen. Er braucht laufend neue Kleider, Schuhe, ein
größeres Bett, mehr Raum...., meine Mama und mein Papa müssen lernen, mit der neuen Situation fertig zu
werden.
Wo seid Ihr Bürger? Ihr habt es in der Hand, den Müttern, Vätern und Familien den nötigen Respekt zu verschaffen in der Gesellschaft. Ihr könnt Initiativen gründen, damit keine Mama, kein Papa Angst hat vor der Zukunft. Redet mit meiner Mama, wenn sie weint, helft ihr, wenn sie Hilfe nötig hat, aber zu stolz ist zu fragen. Beglückwünscht sie dazu, dass sie Mama wird.
Frau Katrin Falkenstein, die Leiterin der Initiative in Leipzig arrangierte ein Treffen mit Prof. Dr. Schroeder, einem anerkannten Psychotherapeuten der Universität Leipzig. An dem Gespräch nahmen - neben Frau Falkenstein und mir - Herr Bodo Schleede und Frau Jutta Lerch teil.
Das Gespräch werde ich nicht vergessen. Prof. Dr. Schroeder betrat den Raum, begrüßte uns und sagte als Erstes zu mir: "Herr Kollege, ich möchte mich bei Ihnen entschuldigen."Ich verstand die Bemerkung nicht und fragte nach dem Grund: Seine Antwort:"Das, was Sie tun, wäre eigentlich meine Arbeit. Ich bin Psychotherapeut und Sie sind Ingenieur."
Er erzählte von den Wertvorstellungen in der alten DDR und der teilweise etwas unkritischen Einstellung zahlreicher Bürger in diesem Lande zur Abtreibungsproblematik.
Ich versuche im Folgenden, die Aussagen von Prof. Dr. Schroeder in direkter Sprache wiederzugeben:
"Heute haben sich unsere Wertvorstellungen gewandelt. Wenn ich in meinen Terminkalender rein schaue, dann treffe ich in vielen Sitzungen mit Frauen im Alter ab 40 zusammen. Viele dieser Termine haben mit Depressionen zu tun. In vielen Fällen kann man diese Depressionen durchaus in einen Zusammenhang mit früheren Abtreibungen in Verbindung bringen.
Viele junge Menschen sind sich der Spätfolgen der Abtreibung nicht bewusst. Ich sage diesen jungen Menschen immer: Es gibt einen Schwarzen Weg und einen Weißen Weg.
Der Schwarze Weg lässt sich wie folgt beschreiben. Die junge Frau wird schwanger, sie treibt nicht ab. In diesem Falle ändert sich ihr Leben. Sie verliert vielleicht ihre Beziehung, die finanzielle Situation verändert sich, die Diskobesuche und andere Annehmlichkeiten fallen weg, es drohen Konflikte am Arbeitsplatz und mit den Eltern....kurz gesagt: es gibt ein total anderes Leben. Dieses Leben ist unbekannt und scheint damit auf den ersten Blick dunkel =Schwarz.
Der Weiße Weg hingegen, also die junge Frau treibt ab, ändert scheinbar aus kurzfristiger Sicht wenig in ihrem Leben. Alles scheint zu bleiben, wie es ist. Keine Probleme in den Freundschaften und Beziehungen, kein Ärger am Arbeitsplatz, die Eltern erfahren nichts davon, man kann das volle Leben weiter auskosten.
Doch dieser Weiße Weg entpuppt sich im Nachhinein oft als der Schwarze Weg.
Keine Frau wird jemals vergessen, dass sie ihr Kind abgetrieben hat. Der Verdrängungsprozess ist schmerzhaft, es erfordert eine gewaltige Kraft mit sich ins Reine zu kommen, die Seele in Harmonie zu bringen. Hier fängt meine Arbeit an."
Ich bin ein Mann und kann mich daher nur unzureichend in die Seele einer Frau hineindenken. In Erinnerung sind mir jedoch die Fernsehaufzeichnungen über Gespräche mit posttraumatisierten Vietnam-Veteranen. Im Gedächtnis haften geblieben ist mir der Satz eines gebrochenen Mannes:
"Diesen elfjährigen Jungen, den ich in Vietnam erschossen habe, werde ich nie vergessen. Er erscheint mir jede Nacht in meinen Träumen. Ich wusste, dass er unschuldig war."
Unsere Gesellschaft hat diesen wertvollen Menschen nach Vietnam geschickt. Er hatte in seinem Leben gelernt: "Du darfst nicht töten."
Wir, unsere Gesellschaft haben sich darüber hinweg gesetzt, dieser Mann ist mit vielen anderen posttraumatisierten Soldaten allein gelassen worden.
Wie verhält sich eigentlich unsere Bundeswehr? Werden die jungen Soldatinnen und Soldaten betreut, intensiv und richtig betreut, wenn ihre Seele angegriffen ist, nachdem wir sie in den Krieg geschickt haben? Konnte ich nicht im Radio hören, dass die Bundeswehr zu wenig qualifizierte Psychologen und Psychotherapeuten hat? Wie sorglos gehen wir mit jungen Menschen um!
Wer denkt an die Mütter und Väter, Frauen, Ehefrauen und Kinder, die das Wertvollste ihres Lebens verloren haben: Ihre Tochter, ihren Sohn, ihren Ehemann und Partner, ihre Kinder? Lassen wir die nicht allein, mit all ihren Sorgen und Nöten?
Wir haben kein Recht auf dieser Welt, Menschenleben zu zerstören. Oft denke ich an die alte Weisheit
" Wer Krieg sät, wird Krieg ernten,
wer Hass sät, wird Hass ernten,
wer Frieden sät, wird Frieden ernten,
wer Liebe sät, wird Liebe ernten."
Ist diese Weisheit nicht älter als das Christentum, der Islam, das Judentum, der Buddhismus.......?
Frieden zu säen und bedingungslose Liebe zu geben, ist weitaus schwieriger, als "drauf zuhauen". Friedvolle Lösungen sind intelligente Lösungen. Das gilt für Familien, Freunde, Arbeitskollegen, Gesellschaften, Staaten..... und Anna.
Über jeden Todeskandidaten in dieser Welt werden tausende Berichte geschrieben. Bürger gehen auf die Straße und betteln um das Leben dieses Menschen. Es werden Petitionen eingereicht, Urteile werden angefochten. Der Angeklagte wird befragt......................
Anna, diesem kleinen Lebewesen ermöglicht man das nicht. Sie hat keinen Anwalt und keinen neutralen Richter.
Deswegen sollten wir unsere Gesellschaft ändern. Wir sollten sensibler werden im Umgang mit jungen Menschen und ihren Familien- ihre Sorgen und Ängste verstehen. Wir sollten auf sie zugehen, so wie diese Frau, die Nora einfach ansprach. Wir sollen ihnen helfen!
Warum stürzen in diesem Lande viele Menschen in die Armut, wenn sie entscheiden: Wir werden Mama und Papa. Ein Kind braucht beides: Die Mama und den Papa und darüber hinaus das Nest: Oma, Opa, Freunde,........
Oft wurde ich gefragt, warum ich den Namen "Anna" gewählt habe. Darauf möchte ich antworten:
1. Anna schreibt sich von vorne wie von hinten. Man muss die Situation also von beiden Seiten betrachten.
Die eine Seite ist die Sicht der Frau, die andere Seite ist die Sicht der Gesellschaft - die eine Seite ist die Sicht des Vaters, die andere Seite ist die Sicht seines sozialen Umfeldes.
2. Auf der ganzen Welt werden mehr Mädchen abgetrieben als Jungen. Man denke an Indien und China. Der Junge steht in vielen Kulturen für Lebensabsicherung im Alter, zukünftiger Ernährer, Stärke.....
Glücklicherweise haben wir in Deutschland eine andere Sichtweise. Die Gleichberechtigung von Mann und Frau, von Frau und Mann.
3. Anna kann sowohl für ein "gesundes Kind" stehen als auch für ein Mädchen mit handycaps. Die Erfahrung hat gezeigt, dass viele Eltern ihr behindertes Kind von Herzen lieben, und es bewusst angenommen haben, als die ersten Untersuchungen auf eine Behinderung hinwies.
Andererseits muss auch gesagt werden, dass jedes Jahr in Deutschland über 300 Kinder, auch noch nach der 20. Schwangerschaftswoche im Mutterleib getötet, zerstückelt und operativ entfernt werden.
Statistisch entspricht das einer Tötung pro Tag.
Dieses Töten nimmt unsere Gesellschaft klaglos hin und wehrt sich gleichzeitig gegen die pränatale Diagnostik. Ich komme damit nicht klar. Die Entscheidung sollte allein den Eltern überlassen bleiben. Im Zweifelsfall werden sie einfach diese Untersuchung im benachbarten Ausland z.B. Niederlande vornehmen lassen. Glücklicherweise öffnet sich unsere Gesellschaft gegenüber der pränatalen Diagnostik.
Ist es denn nicht viel besser, eine Untersuchung vornehmen zu lassen vor der Nidation (der Einnistung der befruchteten Eizelle im Mutterleib), als dieses Kind ab der 20. Schwangerschaftswoche im Mutterleib abzutöten und operativ zu entfernen?
Die Gegenargumente - der bewussten Auslese sind mir sehr wohl bekannt.Sie haben mit unserer Vergangenheit zu tun. Nach Auskunft von Dr. med. Wolfgang Bayerl, dem Vorstand des Vereins"Lasset uns Nester bauen", gibt es derzeit in Deutschland 135 Zentren für die künstliche Befruchtung.
Wer kümmert sich aber ebenso vehement darum, dass seit 1949 mindestens 12 Millionen Kinder in Deutschland abgetrieben wurden - Schätzungen gehen sogar von 24 Millionen Kindern aus.
Damit hat unsere Generation eine große Verantwortung auf sich geladen. Sie dürfte ebenso hoch sein wie die unserer Eltern, die überwiegend dem Nazi-Regime nicht die Stirn geboten haben. Demut ist geboten.
Beim Lesen diverser Blogs traf ich auf wunderschöne Geschichten, die die Problematik ungewollter Schwangerschaften und ihrer Konflikte intensiv beschreiben.
So fand ich das Gedicht von Bettina Wegner:
“Sind so kleine Hände, winzge Finger dran.
Darf man nie drauf schlagen, die zerbrechen dann.
Sind so kleine Füße mit so kleinen Zehn.
Darf man nie drauf treten, könn sie sonst nicht gehn.
Sind so kleine Ohren scharf, und ihr erlaubt.
Darf man nie zerbrüllen, werden davon taub.
Sind so schöne Münder, sprechen alles aus.
Darf man nie verbieten, kommt sonst nichts mehr raus.
Sind so klare Augen, die noch alles sehen.
Darf man nie verbinden, könn sie nichts verstehn.
Sind so kleine Seelen offen und ganz frei.
Darf man niemals quälen, gehn kaputt dabei.
Ist so´n kleines Rückgrat, sieht man fast noch nichts.
Darf man niemals beugen, weil es sonst zerbricht.
Grade, klare Menschen wär´n ein schönes Ziel.
Leute ohne Rückgrat habe´n wir schon zu viel.“
Danke, Frau Bettina Wegner!
Dem Verein "Lasset uns Nester bauen" gehören inzwischen Bürger aus Unna, Kamen, Dortmund, Leipzig an. Der Blog Tabuanna wird unterstützt von Psychologen, Anwälten, Lehrern, Studentinnen und Studenten, Frauen und Männern. Sie machen mir Mut, weiter zu schreiben. Die wachsende Anzahl von Lesern ist faszinierend. "tabuanna" steht bei Google an erster Stelle.
Wie habe ich mich gefreut, dass gestern eine ehemalige Studentin mir anbot, den Blog/das Buch ins Russische zu übersetzen. Sie bekommt gerade ihr drittes Kind. Ich würde mich freuen, wenn sich andere bereit fänden, den Blog/das Buch in andere Sprachen der Welt zu übersetzen. Denn diese Problematik der Abtreibung betrifft uns alle, alle Nationen und alle Kulturen.
Anhand der Statistik kann man ablesen, wie viele Menschen dieses Thema interessiert. Viele von denen, die mir ihre Geschichte erzählt haben, möchten im Hintergrund bleiben, andere sind stolz darauf, dass sie namentlich erwähnt werden.
