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Der Tamaskan ist eine neue und gleichzeitig faszinierende Hunderasse. In diesem Buch geht es um die Entstehung, Entwicklung, Eigenschaften und Möglichkeiten mit einem so tollen Hund. Themen wie Ausstellungen, Zucht, Welpenaufzucht, Krankheiten und wie man am besten einen Tamaskan in seiner Familie aufnehmen kann, sind nur ein kleiner Ausschnitt aus diesem Buch. Wer schon immer am Besonderen Interesse hatte, kommt an einem Tamaskan nicht vorbei ...
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Seitenzahl: 67
Veröffentlichungsjahr: 2017
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Allgemeines Erscheinungsbild
Verhalten / Wesen
Funktion
Die Entstehung
Der Zeitliche Ablauf der Entstehung der Verbände
Pflege
Anschaffung
Ein Hund aus dem Ausland
Der Kaufvertrag
Halter des Hundes
Besitzer des Hundes
Eigentümer des Hundes
Co – Owner
Gesundheit
Der Ablauf im Show – Ring
Das Aufstellen
Die Bewertung
Checkliste für eine Ausstellung
Trainings- und Erziehungsmethoden
Hundeschule
Agility
Obedience
Breitensport / Turniersport
Dogdancing
Disc Dogs
Sledding
Hüten
Sammelnder Trieb
Treibender Trieb
Trials
Futter
Zucht
Verhütung
Zyklus einer Hündin
Vor der Deckung
Der Deckakt
Schwanger ohne Hängen
Künstliche Befruchtung
Stöhrung der Schwangerschaft / Nichtaufnahme
Progesteron Test
Die Entwicklung im Mutterleib
Die Geburt
Mögliche Krankheiten nach der Geburt
Ein Welpe ist ein Nesthocker
Zähne und er Zahnwechsel
Sinne
Absetzen des Welpen
Entwurmung
Impfen
Wurfbox
Welpen Spielplatz
Positiver Stress
Fly – Box
Einem Verein beitreten oder nicht?
Ein Tamaskan ist groß und athletisch, in Höhe und Gewicht dem Deutschen Schäferhund sehr ähnlich.
Er hat ein wolfsähnliches Aussehen, mit rauem und dickem Fell, mittelgroßen Ohren, einen geraden, buschigen Schwanz und eine charakteristischer Wolfsmaske.
Bei dieser Rasse gilt, je ähnlicher dem Wolf in Aussehen und Bewegung, desto besser.
Wolfsgraue und rotgraue Tiere werden bevorzugt, sowie kurzes Fell.
.* A. S. Pixelio.de
Ein vollständiges Scherengebiss, eine voll pigmentierte schwarze Nase und gelbliche, bernsteinfarbene oder braune Augen sind Pflicht.
Wichtige Proportionen
Die Länge des Körpers von der Schulter bis zum Becken ist länger, als die Höhe des Körpers vom Boden bis zum Widerrist
Bewegung
ausgewogene, aber leistungsstarke und fließende Bewegungsabläufe, wie denen eines Wolfes
Raumgreifende Gänge
Kopf
im Gleichgewicht mit dem Körper, keilförmig zwischen den Augen
Oberkopf
Stirn: mäßig gewölbt
Stop: leicht / mittel
Gesichtsfeld
Nase, Lippen und Augen Pigmentierung sollen schwarz sein. Annehmbar sind vereinzelte hellere Streifen
Fang: langer, gerader Nasenrücken
Lefzen: gut anliegend
Kiefer / Zähne: Kiefer stark und symmetrisch, gut entwickelte Zähne. Vollständiges Scherengebiss
Backen: trocken und bemuskelt
Pixabay
Augen: Die Augen sind gelb, orange bis braun. Mandelförmig und von mittlerer Größe mit gut schließendem Augenlied.
Blaue und andere Farben der Augen sind ein Zuchtausschluss
Ohren: von mittlerer Größe, jedoch klein im Verhältnis zum Kopf. Die Ohren sind dreieckig und mit mäßig abgerundeter Spitze. Sie liegen weit auseinander am Schädel und nach vorne gerichtet
Hals: leicht gewölbt, lang und kräftig
Körper
Oberlinie: gerade Oberlinie mit einer leicht abfallenden Kruppe
Widerrist: gut bemuskelt und ausgeprägt
Rücken: fest und gerade
Lenden: kurz, gut bemuskelt und leicht abfallend
Kruppe: kurz, nicht breit, leicht abfallend
Untere Linie und Bauch: Bauch aufgezogen
Haut: ohne Falten
Fell: gerade dicht geschlossen. Im Winter bildet das Fell eine starke Unterwolle. Sie bildet sich auf dem ganzen Körper, einschließlich der inneren Teile der Ohren. Am Hals ist sie besonders dicht geschlossen
Das Fell sollte eine leichte Halskrause bilden, die den Hals und die Schultern eingrenzt, sowie den Kopf einrahmt
Farbe: schwarzgrau, wolfsgrau (silbergrau) und rotgrau. Ausschließlich mit schwarzer Oberlinie und charakteristischer Wolfsmaske
Unifarben sind inakzeptabel
Rute: grobes, dickes Haar. Die Rute soll bis zum Sprunggelenk reichen. Im Ruhezustand wird sie nach unten getragen, bei Erregung oder in Bewegung etwas höher. Die Rute darf nicht auf dem Rücken aufgelegt werden
Vorderhand
Vorderbeine: gerade, eng beieinander, leicht nach außen gestellte Füße
Schultern: gut bemuskelt.
Oberarm: sehr kräftig bemuskelt.
Ellenbogen: anliegend, weder nach innen noch nach außen
Unterarm: lang, sauber und gerade
Pfoten: lange gewölbte Zehen
Hinterhand
Hinterläufe: sind kraftvoll. Die Hinterläufe stehen
parallelzueinander. Afterkrallen sind nicht erwünscht und sollten entfernt werden
Oberschenkel: lang und gut bemuskelt. Das Hüftgelenk ist stabil und flexibel
Knie: kräftig und flexibel
Unterschenkel: lang, trocken und gut bemuskelt
Sprunggelenke: lang, trocken und tief zu Boden
Größe und Gewicht
Erwachsene Rüden: 63.5 – 73.66 cm
Erwachsene Hündinnen: 61 – 71 cm
Gewicht:
Erwachsene Rüden: 32 kg - 50 kg
Erwachsene Hündinnen: 25 kg - 41 kg
Ausgewachsen ist ein Tamaskan mit 3 – 4 Jahren, die Geschlechtsreife beginnt weitaus früher.
Lebenserwartung
bis zu 14 Jahren
.* A. S. Pixelio.de
Ein Tamaskan gilt als intelligent und arbeitsfreudig. Er ist ein loyaler, lebensfroher, temperamentvoller und liebenswerter Begleiter mit fabelhaftem Temperament, aber mitunter auch eigenwillig. Er ist klug und ehrgeizig, was eventuell eine explosive Mischung sein kann!
Tamaskan sind von Veranlagung her Rudeltiere und am besten mit einem oder mehreren Hunden zu halten. Bei Missachten dieser Bedürfnisse können Probleme wie destruktives Verhalten auftreten. Wie bei Unter- und Überforderung. Man sollte ein Mittelmaß der Bedürfnisse abdecken können, sonst wird dieses Verhalten nicht mehr regulierbar sein. Da es sehr intelligente Hunde sind, wollen sie auch Geistig gefordert und gefördert werden
Tamaskan sind sehr kinderlieb und verstehen sich auch sehr gut mit anderen Tierarten.
Als reine Wohnungshunde sind sie nicht geeignet!
Ein Jagdtrieb ist vorhanden, der aber ist gut regulierbar.
Wie andere nordische Rassen heulen sie auch gerne, öfter als die meisten anderen Hunderassen. Das Heul- und Bellverhalten entwickelt sich aber abhängt von Erziehung und Kontakt zu anderen Hunden.
Sie sind durch ihre Charaktereigenschaften nicht nur tolle Familienhunde, sondern auch als Therapiehunde und Schlittenhunde geeignet. Auch als Fährtenhunde oder Packhunde sind sie einsetzbar.
Als Wach- oder Schutzhunde sind Tamaskane aufgrund ihres fortwährend freundlich gestimmten Wesens nicht zu gebrauchen.
Der Tamaskan ist eine von der FCI noch nicht anerkannte und noch seltene Hunderasse (Stand 2017), die mit dem wunderbaren Ziel gezüchtet wird, dem Wolf so ähnlich wie möglich zu sehen, ohne dabei die positiven Eigenschaften eines Haushundes zu verlieren!
Übersetzt soll das Wort Tamaskan „mächtiger Wolf“ oder „starker Wolf“ bedeuten.
Die Zucht zum Tamaskan begann mit 5 Schlittenhunden unbekannten Ursprungs aus den USA in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts. Die 5 Hunde wurden nach Großbritannien importiert und dort mit Siberian Huskies, Alaskan Malamutes und Deutschen Schäferhunden gekreuzt. Leider gibt es keine genauen Daten über Herkunft und Abstammung dieser Hunde! Es wird allerdings berichtet, dass auch einige Mischlinge mit zur Zucht verwendet wurden, doch welche Rassen genau dort eine Rolle gespielt haben, ist leider nicht bekannt. Es ist auch nicht auszuschließen, dass „richtige“ Wölfe eine Rolle gespielt haben.
Die Nachkommen der Verpaarungen wurden dann nach Finnland exportiert und dort mit weiteren, wolfsartig aussehenden Schlittenhunden verpaart. Die daraus entstandenen Nachzuchten wurden dann nur noch untereinander verpaart um dem gewünschten Ziel nahe zu kommen.
Das gewünschte Ziel war, einen Hund zu züchten, mit dem Äußeren eines Wolfes, aber dem Charakter eines Arbeits- und Familienhundes.
Herkunftsland: Finnland
D. A. Pixelio.de
Veraltete Namen: Wolf-Dog, Northern Inuit, Tamaskan Husky, Tamaskan Dog, Tamaskan Wolfdog, Finnish Tamaskan Dog
Zu Beginn nannte man die Zuchtlinie Utonagan. Es wurde eine Gesellschaft dafür gegründet, die Utonagan - Gesellschaft.
Diese wurde dann allerdings durch die Britische & Internationale Utonagan Gesellschaft abgelöst. Die Hunde dieser Gesellschaft unterschieden sich bereits von den ursprünglichen gezüchteten Hunden.
Die ursprünglichen Züchter führten leider sehr ungenaue Zuchtstatistiken, was dazu führte das es zu Verpaarungen von nahe verwandten Hunden kam, Heute auch gerne als Linienzucht bezeichnet. Als die Gesundheitsprobleme entdeckt wurden, wurde wieder begonnen andere Hunden mit in die Zucht zu integrieren, die über die gewünschten körperlichen und geistigen Eigenschaften verfügten, die beim Tamaskan bzw., zu diesem Zeitpunkt noch Utonagan, gewünscht waren.
2005 wurden in Lappland einige Schlittenhunde mit gewünschtem Aussehen entdeckt, beim Polar Speed Kennel, Reijo Jääskeläinen. Von diesen
Schlittenhunden wurde eine Hündin erstanden und nach Großbritannien importiert. Fünf weitere Hunde wurden für dieselben Züchter reserviert.
2006 wurde die ursprünglich importierte Hündin in die Zucht aufgenommen, zusammen mit 7 ausgesuchten Hunden aus den Blustag Kennels Großbritanniens.
4 weiteren Hunden aus Großbritannien und 2 Hunden aus den Blustag Kennels der USA wurden nach Finnland geschickt.
Auch die reservierten 5 Hunde aus Lappland kamen dazu. Allerdings wurden nur zwei (ein Rüde und eine Hündin aus verschiedenen Würfen) nach Großbritannien exportiert und zur Zucht verwendet.
2006 wurde die Britische & Internationale Utonagan Gesellschaft offiziell geschlossen!
