Tarot-Guide für Einsteiger - Stefanie Caponi - E-Book

Tarot-Guide für Einsteiger E-Book

Stefanie Caponi

0,0
11,99 €

-100%
Sammeln Sie Punkte in unserem Gutscheinprogramm und kaufen Sie E-Books und Hörbücher mit bis zu 100% Rabatt.

Mehr erfahren.
Beschreibung

Dein unverzichtbarer Guide, um Tarotkarten zu lesen – mit Vertrauen und Leichtigkeit Ob Fragen zu den Themen Beruf, Liebe, zwischenmenschliche Beziehungen oder persönliche Entwicklung – mit den 78 Tarotkarten findest du die Antworten auf alles, was du zu deinem Leben wissen möchtest. In diesem umfassenden Guide erklärt die Tarot-Expertin Stefanie Caponi verständlich und ausführlich die Bedeutung der einzelnen Karten, welche Legesysteme es gibt, wie du die Karten richtig deutest und wie du lernst, deiner Intuition zu vertrauen. Schon bald wirst du so geübt sein, dass du dir selbst und auch anderen die Karten legen kannst. Im Tarot-Guide findest du: · Illustrierte Tarot-Kartenprofile mit astrologischen, numerologischen und elementaren Bedeutungen, Informationen für Beruf, Liebe und spirituelles Leben sowie die Deutung der umgekehrten Karte · Hilfsmittel für Einsteiger mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen für die Vorbereitung und Durchführung von Lesungen sowie eine Vielzahl von einführenden Legesystemen zum Ausprobieren · Übungen zur Stärkung deiner Intuition und deiner Fähigkeiten zur Tarotdeutung · Das Keltische Kreuz wird erklärt, damit Anfänger dieses beliebte Legesystem mit Leichtigkeit meistern können · Übersicht mit allen Kartenbildern und den wichtigsten Bedeutungen

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 252

Veröffentlichungsjahr: 2023

Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



STEFANIE CAPONI

TAROT GUIDE für EINSTEIGER

STEFANIE CAPONI

TAROT GUIDE für EINSTEIGER

Der unverzichtbare Leitfaden für deine Tarotsitzung – Legemethoden, Kartendeutung und Fragestellungen

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie. Detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über https://dnb.de/ abrufbar.

Für Fragen und Anregungen

[email protected]

3. Auflage 2026

© 2023 by mvg Verlag, ein Imprint der Münchner Verlagsgruppe GmbH

Türkenstraße 89

80799 München

Tel.: 089 651285-0

Die amerikanische Originalausgabe erschien 2020 unter dem Titel Guided Tarot bei Zeitgeist, einem Imprint von Zeitgeist™, einem Unternehmen von Penguin Random House LLC. penguinrandomhouse.com

Zeitgeist™ ist eine Handelsmarke von Penguin Random House LLC

© 2020 by Penguin Random House LLC. All rights reserved.

Alle Rechte, insbesondere das Recht der Vervielfältigung und Verbreitung sowie der Übersetzung, vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form (durch Fotokopie, Mikrofilm oder ein anderes Verfahren) ohne schriftliche Genehmigung des Verlages reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme gespeichert, verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden. Wir behalten uns die Nutzung unserer Inhalte für Text und Data Mining im Sinne von § 44b UrhG ausdrücklich vor.

Übersetzung: Simone Fischer

Redaktion: Sabine Zürn

Umschlaggestaltung: Manuela Amode

Umschlagabbildung und Illustrationen: Pamela Colman Smith mit Anleitung von Arthur Edward Waite, erstmals veröffentlicht von William Rider & Son, London, 1909.

Layout: Aimee Fleck

Satz: Bernadett Linseisen (schere.style.papier), München

eBook: ePUBoo.com

ISBN Print 978-3-7474-0551-2

ISBN E-Book (EPUB, Mobi) 978-3-96121-929-2

Weitere Informationen zum Verlag finden Sie unter

www.mvg-verlag.de

Beachten Sie auch unsere weiteren Verlage unter www.m-vg.de

Für meinen unglaublich unterstützenden Partner. Sean.

Inhalt

Vorwort

1 Das Tarot verstehen

2 Die Tarotkarten legen

3 Legesysteme

4 Die großen Arkana

5 Die kleinen Arkana: Kelche

6 Die kleinen Arkana: Münzen

7 Die kleinen Arkana: Schwerter

8 Die kleinen Arkana: Stäbe

Die Karten im Überblick

Weiterführende Bücher, Tarotdecks und Onlineshops

Danksagung

Über die Autorin

Vorwort

Ich war noch ein Teenager, als ich mein erstes Tarotdeck kaufte – ein Exemplar des Rider-Waite-Smith-Tarots. Es war das einzige Deck, das in der kleinen Esoterik-Abteilung unserer Buchhandlung angeboten wurde. Ich kannte niemanden, der mit Tarotkarten arbeitete, doch die Karten zogen mich in ihren Bann. Ich hatte schon seit einiger Zeit ein Auge auf das Deck geworfen, und als ich durch Babysitten genug Geld gespart hatte, konnte ich es mir endlich leisten. Damals gab es noch kein Internet, und ich hatte keine Ahnung, wo ich mich über diese magischen Karten informieren konnte. So verbrachte ich Stunden damit, sie auf dem Boden meines Zimmers auszulegen, die kunstvollen Illustrationen zu bewundern und in dem geheimnisvollen Büchlein zu blättern, das dem Deck beilag.

20 Jahre später fand ich mich im falschen Beruf und in der falschen Ehe wieder und fühlte mich emotional und kreativ blockiert. Viele Fragen gingen mir durch den Kopf. Wie konnte es sein, dass ich so lange nicht meinem Herzen gefolgt war? Wie konnte ich lernen, meiner Intuition zu vertrauen und wieder auf den richtigen Weg zu finden? In dieser entscheidenden Phase meines Lebens wandte ich mich wieder dem Tarot zu und baute eine neue Beziehung zu ihm auf. Kurz nach dem Ende meiner Ehe zog ich drei Karten für eine Legung, und diese flogen mir fast entgegen – der Tod, die Neun der Schwerter und, zu meiner Überraschung, der Magier. Der Magier wurde zu meiner Inspirationsquelle, als ich meinen intuitiven inneren Führer entwickelte und mich von ihm auf meiner unglaublichen Reise der Selbstentdeckung leiten ließ. Mehr als 20 Jahre, nachdem ich zum ersten Mal ein Deck in die Hand genommen hatte, lehrte mich das Tarot, mein Höheres Selbst zu achten und stolz auf meine einzigartigen Gaben zu sein. Es wurde zu einem zentralen Bestandteil meines Lebens. Ich begann als Schülerin, entwickelte mich zur Lehrerin und kreierte mein eigenes Tarotdeck, das Moon Void Tarot, für das ich auch ein Handbuch schrieb. Damit wollte ich anderen Menschen, die ähnliche lebensverändernde Erfahrungen gemacht hatten, helfen, mit dem Göttlichen zu kommunizieren und eine neue, harmonische Realität zu erschaffen.

Ich glaube, dass jeder Mensch tief in seinem Inneren Fähigkeiten besitzt, die aus einer höheren Quelle kommen, und dass wir die Macht haben, diese Gaben zu nutzen. Mithilfe des Tarots sind wir in der Lage, transformierende Erfahrungen zu erleben. Die Beziehung, die du durch deine Tarotpraxis aufbaust, ermöglicht es dir, dich mit deinem Höheren Selbst und deiner Höheren Quelle zu verbinden – ob du sie das Göttliche, Gott, das Universum oder anders nennst, liegt ganz bei dir. Das Tarot ist etwas Spirituelles, es hat nichts mit Religion zu tun und bietet jedem, der es anwendet, seine Unterstützung an.

Mit diesem Buch möchte ich dir dabei helfen, die Tarotkarten mühelos und mit Leichtigkeit zu deuten. Ein solches Buch hätte ich mir zu Beginn meiner eigenen Tarotreise gewünscht! Ich weiß noch gut, wie anstrengend es am Anfang für mich war, alle 78 Karten zu studieren. Das Buch unterscheidet sich von anderen Tarot-Ratgebern für Anfänger durch Übungen, die deine Intuition und deine Beziehung zum Tarot stärken und vertiefen. So wie du deine Muskeln im Fitnessstudio trainierst, entwickelst und erweiterst du deine Intuition, indem du dich kontinuierlich mit dem Tarot beschäftigst.

Dieses Buch basiert auf dem beliebten Rider-Waite-Smith-Tarot – jenem Deck, mit dem auch meine Tarotreise begann. Natürlich kannst du auch ein anderes Deck deiner Wahl verwenden. Wir konzentrieren uns auf die universellen Bedeutungen der Karten, lernen sie aber nicht einfach auswendig, sondern nutzen unsere Intuition, um zu erkennen, was die Karten uns mitteilen wollen. Ich möchte dir ans Herz legen, ein Journal zu führen, in dem du deine Übungen und intuitiven Botschaften festhältst, während du mit diesem Buch arbeitest. Die Kunst des Tarotlegens besteht darin, die Karten zu kennen, deinem Herzen zu folgen und deiner Intuition zu vertrauen. Durch dieses Zusammenspiel können die Karten dir Ideen und Erkenntnisse vermitteln, die für dich persönlich bestimmt sind.

Es ist mir eine Ehre, mein Wissen mit dir zu teilen und dir diesen Leitfaden für deine Tarotreise an die Hand zu geben. Ich möchte dich ermutigen, dir Zeit zu nehmen, um die Seiten zu lesen, die Übungen durchzuführen sowie die Karten in Ruhe in deinen Händen zu halten und zu betrachten. Du wirst staunen, wie schnell du die Karten verstehst und mehr über dich selbst erfährst. Und schon bald wirst du dir zutrauen, die Karten für dich selbst und sogar für deine Freund*innen zu legen. Also, schnapp dir dein Kartendeck, und los geht’s!

Kapitel 1

Das Tarot verstehen

Die ersten Schritte im Umgang mit dem Tarot sind wirklich aufregend! Es ist, als würde man eine neue Sprache lernen, die dich mit dem ganzen Universum verbindet. Doch bevor du damit beginnst, dein Deck zu mischen und Karten zu ziehen, schauen wir uns die Grundlagen an: die Geschichte des Tarots, den Aufbau des Decks, die energetische Reinigung der Karten und wie du dich auf dein Deck einstimmst. Außerdem beschäftigen wir uns mit den wichtigen Fragen, wie man verantwortungsvoll mit dem Tarot arbeitet und warum das Tarot für dein Leben wichtig ist.

Wirkungsweise des Tarots

Tarot ist mehr als nur ein illustriertes Kartenspiel zur Unterhaltung. Wird es bewusst eingesetzt, ist es ein wertvoller Wegweiser. Ist das Deck mit der Energie der Person, die mit ihm arbeitet, durchdrungen, bekommt es eine zutiefst persönliche Bedeutung. Es kann ein wichtiges Werkzeug zur Selbstfindung und zur Vertiefung spirituellen Wissens sein. Betrachte es als ein Kommunikationsmittel, das dich mit dem Göttlichen verbindet – und diese Verbindung ist jederzeit möglich! Für mich war das Tarot ein zuverlässiges und hilfreiches Instrument, um in meine Vergangenheit zu blicken und gleichzeitig das Leben meiner Träume zu manifestieren. Es hat mir auch geholfen, mir meiner inneren und äußeren Bedürfnisse bewusster zu werden. Seit ich eine starke Verbindung zu mir selbst habe, ziehe ich wertvollere Beziehungen und Möglichkeiten in mein Leben.

Mit dem Tarot kann man nicht in die Zukunft schauen oder Vorhersagen treffen. Es ist vielmehr eine Bestätigung deiner Intuition, die dich dazu befähigt, dein Leben so auszurichten, wie es deinem wahren Wesen und deiner Bestimmung entspricht. Zu einer verantwortungsvollen Tarotpraxis gehört, dass du lernst, während des Kartenlegens sinnvolle Fragen zu stellen und deine Intuition zu nutzen, um die Botschaften zu deuten, die du erhältst. Außerdem solltest du dir die Energie bewusst machen, die deine jeweilige Lebenssituation begleitet, damit du dir selbst und anderen dabei helfen kannst, fundierte Entscheidungen zu treffen, die zu den richtigen Handlungen führen. Manchmal bekommst du vielleicht nicht die Antwort, die du hören möchtest, denn das Tarot zeigt dir oft, auf welche Bereiche du deine Aufmerksamkeit richten solltest, um ein gewünschtes Ergebnis zu erzielen. Versuch daher, flexibel und offen zu bleiben. Auf viele Fragen im Leben gibt es keine einfachen Antworten, erwarte deshalb nicht, dass dein Deck dir eine Ja- oder Nein-Antwort liefert. Vertrau stattdessen deiner Intuition, denn sie ist dein wichtigstes Hilfsmittel bei der Deutung der Karten. Achte darauf, wie du dich fühlst und was dir durch den Kopf geht, wenn du das Bild einer bestimmten Karte betrachtest. Daran kannst du erkennen, ob du auf dem richtigen Weg bist oder etwas ändern musst.

Die Bedeutung der Karten

Die meisten Tarotdecks enthalten insgesamt 78 Karten – 22 Trumpfkarten, die sogenannten großen Arkana, und 56 weitere Karten, die sogenannten kleinen Arkana. Das Wort »Arkana« leitet sich vom lateinischen Begriff arcanus ab, was »Geheimnis« bedeutet, und bezieht sich auf ein geheimes oder spezialisiertes Wissen, das nur wenige Menschen besitzen. Wie du dir wahrscheinlich denken kannst, haben die Karten der großen Arkana mehr Bedeutung als die der kleinen Arkana. Einige moderne Decks enthalten zusätzliche Karten, die neu entwickelt wurden, aber in diesem Buch konzentrieren wir uns auf die klassischen 78 großen und kleinen Arkana.

Als das Rider-Waite-Smith-Tarot entworfen wurde, folgte es der Geschlechterkonformität seiner Zeit. Daher werden in diesem Buch die Pronomen »sie« und »er« verwendet, um die dargestellten Figuren zu beschreiben, die auf dem 1909 geschaffenen Werk basieren und nicht die moderne Diversität der individuellen Geschlechtsidentität widerspiegeln.

Die großen Arkana

Die 22 Trumpfkarten der großen Arkana stehen für bedeutende Lebensereignisse. Die Karten beginnen bei 0 und enden bei XXI (= 21). Sie nehmen dich mit auf eine Reise und zeigen dir die Energie, die sowohl auf der inneren als auch auf der äußeren Ebene vorhanden ist, individuell und kollektiv.

Die kleinen Arkana

Die 56 Karten der kleinen Arkana symbolisieren alltägliche Einflüsse in deinem Leben. Auch wenn diese Energien weniger stark sind, so bilden sie doch die Fäden, die unser Leben zusammenweben und uns dabei helfen, Entscheidungen zu treffen und uns selbst besser kennenzulernen. Die kleinen Arkana bestehen aus vier Kartenserien: Kelche, Stäbe, Schwerter und Münzen. Jede dieser Serien enthält zehn Zahlenkarten, vom Ass (= 1) bis X (= 10).

Die Hofkarten

Jede Serie innerhalb der kleinen Arkana enthält zudem vier Hofkarten, ähnlich wie ein Spielkartensatz. Diese Karten repräsentieren die nächsthöhere Energiestufe innerhalb ihrer jeweiligen Serie. Sie gelten daher als Herrscher ihrer Serie und sind mächtiger als die Zahlenkarten. Jede Hofkarte hat die Lektionen, die in den Karten Ass bis X enthalten sind, bereits durchlaufen und trägt diese Weisheit und Erfahrung in sich. Der Bube, der Ritter, die Königin und der König haben einen besonderen Reifegrad und eigene Talente, was ihnen mehr Bedeutung verleiht als den Zahlenkarten der kleinen Arkana. Die Doppelelemente der Hofkarten werden wir in den folgenden Kapiteln näher betrachten. Manchmal stehen sie für eine bestimmte Person, einen Aspekt von dir selbst oder für die Energie einer bestimmten Situation.

Übung

Deine Beziehung zum Tarot

Während meiner ersten Erfahrungen mit dem Tarot hatte ich viele Fragen – und ihre Beantwortung half mir, meine Beziehung zum Tarot zu entwickeln. Ich war erstaunt, wie herausfordernd und gleichzeitig unterstützend die Antworten waren, die ich erhielt. Es war, als ob ich auf meinem Weg der Selbstfindung einen großen Schritt vorangekommen wäre. Die Fragen und die Antworten, die ich erhielt, ermöglichten mir, auf einer tieferen Ebene mit mir selbst in Kontakt zu kommen und meine Spiritualität zu entfalten. Aus Vorurteilen wurde Neugierde, alte Wunden heilten, aus Angst wurde Liebe, und mein Leben kam in Bewegung. Auch deine Beziehung zum Tarot hat das Potenzial, sich zu etwas sehr Tiefgründigem und Bedeutungsvollem zu entwickeln.

Bevor du dich auf diese Reise begibst, nimm dir bitte einen Moment Zeit, um in dein Journal zu schreiben. Denk darüber nach, was du mit deiner Tarotpraxis erreichen möchtest. Lies dir die folgenden Fragen durch und schreib alles, was dir dazu in den Sinn kommt, ohne langes Nachdenken auf. Es gibt keine richtigen oder falschen Antworten.

Was möchte ich mit meiner Tarotpraxis erreichen?

Welche Lebensbereiche möchte ich mithilfe des Tarots verbessern?

Welche Probleme oder Herausforderungen möchte ich mithilfe des Tarots hinter mir lassen?

Wie ist mein momentanes Verhältnis zu meiner Intuition?

Was bedeutet Spiritualität im Moment für mich?

Nachdem du die Antworten in deinem Journal notiert hast, hast du hoffentlich Klarheit über deine Intentionen gewonnen. Ich möchte dich ermutigen, diese Fragen in verschiedenen Phasen deines Lebens zu wiederholen und sogar immer wieder eine Tarotkarte zu ziehen, um jede Frage zu beantworten, und ihre Botschaft aufzuschreiben. Beobachte, wie sich deine Antworten zusammen mit deiner Tarotpraxis verändern, um auf diese Weise dein inneres Wachstum zu verfolgen.

Eine kurze Geschichte des Tarots

Das Tarot gibt es seit mehr als 600 Jahren, und im Laufe dieser sechs Jahrhunderte haben sich seine Bedeutungen und seine Verwendung gewandelt. Um 1400 tauchte in verschiedenen Teilen Europas eine Version der Tarotkarten mit vier Farben, Hof- und Trumpfkarten auf, die einem traditionellen Spielkartensatz ähnelte. Um 1800 wurden die Tarotkarten bei okkulten Praktiken als Hilfsmittel für die Wahrsagerei eingesetzt, was wahrscheinlich der Grund dafür ist, dass das Tarot heute noch als Instrument des Bösen gilt. Das Rider-Waite-Smith-Deck wurde von der Illustratorin Pamela Colman Smith nach den Anweisungen des Gelehrten und Mystikers A. E. Waite gezeichnet und 1909 von der Rider Company herausgegeben. Bis heute ist es das wichtigste und bekannteste Tarot der Welt. Obwohl es jüdisch-christliche Motive verwendet, geht seine Symbolik weit über religiöse Bezüge hinaus und inspirierte die Gestaltung der meisten Kartendecks, die im letzten Jahrhundert veröffentlicht wurden.

Tarot hat in den letzten zehn Jahren an Popularität gewonnen, was vor allem auf das Interesse an Spiritualität, Selbstheilung und auf das Wissen um das Gesetz der Anziehung zurückzuführen ist. Es eignet sich hervorragend zur Selbstfindung und für Veränderungen in deinem Leben, denn es hilft dir, gemeinsam mit dem Universum zu kreieren, statt das Leben dem Zufall zu überlassen.

Für deine Legungen brauchst du die esoterische Geschichte des Tarots nicht zu kennen. Wenn du jedoch mehr über die historische, okkulte und religiöse Symbolik dieser Karten erfahren willst, findest du auf Seite 235 einige nützliche Quellen.

Die Wahl deines Decks

Auch wenn in diesem Buch die Karten von Rider Waite Smith verwendet werden, bedeutet das natürlich nicht, dass du dieses Deck verwenden musst. (Mir ist bewusst, dass es kein inklusives Deck ist, da es nur Abbildungen von weißen cisgeschlechtlichen Menschen enthält.) Die Auswahl der Karten ist eine sehr persönliche Entscheidung, und dein Deck sollte dir und deinem Geschmack entsprechen. Auf dem Markt werden unzählige Decks angeboten, die sich inhaltlich und in ihrem Illustrationsstil stark unterscheiden. Einige Karten arbeiten zum Beispiel mit der Darstellung vieler Figuren, andere zeigen gar keine Figuren und wieder andere verwenden nur eine einzige, wiederkehrende Figur.

Überleg dir zuerst, welche Kunststile dich ansprechen. Magst du es bunt oder bist du eher der Schwarz-Weiß-Typ? Gefallen dir filigrane, detaillierte Illustrationen, oder bevorzugst du eine klare und einfache Bildsprache? Magst du es eher traditionell, klassisch oder sehr modern? Wähle ein Deck, dessen Illustrationen dich ansprechen und die deine Erfahrungen ausdrücken. Du wirst viel Zeit mit deinem Tarotdeck verbringen, also sollte es wie ein Freund oder ein Teil von dir sein. (Einige Vorschläge findest du am Ende dieses Buches).

Vielleicht hast du schon einmal das Gerücht gehört, es bringe Unglück, sich selbst ein Tarotdeck zu kaufen, und dass ein Deck ein Geschenk einer anderen Person sein sollte. Das ist reiner Aberglaube, also lass dich davon nicht einschüchtern. Wenn du dir selbst ein Deck kaufst, schmälert das in keiner Weise deine Erfahrung. Die Auswahl und der Kauf eines Kartendecks ist etwas sehr Kraftvolles, also warte nicht darauf, dass das Universum dir eines in den Schoß legt.

Die energetische Reinigung deines Decks

Das Ritual der Kartenreinigung ist ein sehr wichtiger Schritt. Die Reinigung klärt alle Energien, die mit dem Deck verbunden sein könnten, bevor du anfängst, damit zu arbeiten. So kannst du dich besser auf dein Deck einstimmen und deine Energie mit der Energie der Karten verbinden. Du solltest das Deck gleich nach dem Kauf energetisch reinigen, ebenso immer vor und nach dem Legen der Karten.

Dafür gibt es verschiedene Vorgehensweisen. Such dir die Methode aus, die dir am ehesten zusagt. Schreib die Reinigungsmethoden, die du ausprobierst, in dein Journal und notier dir, wie du dich jeweils dabei gefühlt hast.

Räuchern

Zünde ein Räuchermittel aus ethischen Quellen an, etwa Beifuß oder Palo Santo, und zieh dein Kartendeck ein paarmal durch den Rauch, bis es sich frei von jeglicher Energie anfühlt. Dies kann vor und nach dem Kartenlegen geschehen.

Kristalle

Bergkristall kann überflüssige Energie effektiv entfernen. Leg einfach einen Kristall vor und nach der Verwendung auf dein Deck. Du kannst den Kristall auch während der Aufbewahrung auf der Schachtel liegen lassen, um seine Energie zu reinigen, oder du legst ihn für einige Minuten auf das Deck, bevor du es benutzt oder weglegst. Auf die gleiche Weise kannst du auch schwarzen Turmalin verwenden, um negative Energie zu beseitigen. Bitte reinige auch die verwendeten Minerale von Zeit zu Zeit. Gib sie dazu in eine Schale mit Salz oder leg sie jeden Monat bei Neu- oder Vollmond aus.

Übung

Dein Deck befragen

Nachdem du dein Deck gereinigt hast, ist es an der Zeit, es zu befragen. Diese Übung, bei der du jede einzelne Karte kennenlernst, hilft dir, deine Verbindung zu deinem Deck zu vertiefen. Beginn damit, die Karten zu mischen, um deine Energie mit der des Decks in Einklang zu bringen (weitere Informationen dazu findest du auf Seite 20). Leg dann alle Karten vor dir aus oder geh Karte für Karte durch den Stapel, um die Motive auf dich wirken zu lassen. Bestimmte Karten werden dir sofort auffallen.

Nimm nun dein Journal zur Hand und stell deinem Kartendeck die folgenden Fragen. Zieh eine Karte als Antwort auf jede Frage und nimm dir Zeit, um aufzuschreiben, was dir in den Sinn kommt, wenn du die Karte betrachtest.

Welche Arbeit wollen wir zusammen machen?

Was willst du mir über mich selbst beibringen?

Was möchtest du mir über die Welt beibringen?

Welche Karte beschreibt dich am besten?

Welche Karte beschreibt mich jetzt am besten?

Formuliere auf der Grundlage der gezogenen Karten und deiner Antworten auf die Fragen eine Intention für deine Tarotpraxis. Das ist eine positive Aussage, die oft mit »Ich bin« oder »Ich habe« beginnt und ausdrückt, was du willst. »Ich bin tief mit meinen intuitiven Kräften verbunden« und »Ich habe unbegrenzten Zugang zu meinem inneren Wissen« sind zum Beispiel zwei positive Intentionen, die ausdrücken, was du dir so sehr wünschst, als ob du es bereits hättest. Schreib deine Intention in dein Journal und denk regelmäßig daran, um die Veränderung zu bemerken, wenn sie wahr wird.

Mondlicht

Leg dein Deck bei Voll- oder Neumond über Nacht oder für ein paar Stunden auf die Fensterbank oder draußen ins Mondlicht, um die Karten jeden Monat neu aufzuladen und zu reinigen. Die Energie des Mondes ist sehr stark. Wähle deshalb den Zeitpunkt aus, der sich für dich richtig anfühlt, um dich mit der Mondenergie zu verbinden.

Atem des Lebens

Du kannst die Kraft des Atems nutzen, um dein Deck zu reinigen und zu klären. Atme zwei- bis dreimal tief in den Bauch ein und durch den Mund direkt auf dein Deck aus, um die Energie vor oder nach dem Kartenlegen zu klären.

Klopfen

Klopf zweimal mit den Fingerknöcheln auf die Oberseite des Kartendecks. Die Schwingung und der Ton, die dabei entstehen, sind auf deine persönliche Energiefrequenz abgestimmt und klären und reinigen deine Karten effektiv.

Die Kraft der Intuition

Das Tarot ist eine wunderbare Unterstützung, um zwei verschiedene innere Reaktionen zu unterscheiden – die eine ist die Intuition, bestehend aus deinem Bauchgefühl und deinem inneren Wissen, das du somatisch (also im Körper) wahrnimmst, die andere ist das Ego, das aus den Gedanken und Bedürfnissen besteht, die dein Verstand produziert, um dich zu schützen. Diese beiden Reaktionen geraten manchmal in Konflikt miteinander. Zum Beispiel kann dein Ego dich daran hindern, deine Komfortzone zu verlassen, und dadurch deine Intuition einschränken.

Sowohl der Verstand als auch das Ego brauchen Sicherheit und konkrete Antworten, und dieses Bedürfnis wird befriedigt, indem du die vorgegebene Bedeutung jeder Karte auswendig lernst. Obwohl es von Vorteil ist, die traditionellen Bedeutungen der Karten zu kennen und auf sie zurückzugreifen, ist das Tarot ein lohnender und sicherer Weg, um deine Intuition zu schulen, denn intuitive Legungen sind oft viel aufschlussreicher. Die Übungen in diesem Buch werden dir helfen, deine Intuition zu schärfen, indem du deinem Ego erlaubst, sich zu entspannen und dein inneres Wissen zum Vorschein kommen zu lassen. Je mehr du dich darin übst, die Bedeutung der Karten intuitiv zu erfassen, desto feiner wird deine Intuition. Und mit der Zeit wirst du lernen, die Karten so zu deuten, dass dein Wissen und deine Intuition über ihre Bedeutungen, die bei jeder Sitzung auftauchen, übereinstimmen.

Dein eigenes Deck gestalten

Die Gestaltung deines eigenen Decks ist eine hervorragende Möglichkeit, um deine persönliche Beziehung zum Tarot zu vertiefen. Dabei kannst du verschiedene Techniken anwenden, auch wenn du nicht besonders künstlerisch begabt bist. So ist beispielsweise die Collage eine unterhaltsame und leicht zugängliche Möglichkeit, um ein Deck völlig neu zu gestalten. Experimentiere mit Farben, Schriftarten und Formen. Die Karten der großen Arkana eignen sich besonders gut, um damit anzufangen. Nimm die Energie jeder einzelnen Karte wahr, während du Bilder und Worte zusammenfügst, um die Essenz der Karte oder das, was sie für dich bedeutet, darzustellen.

Es kann ein zutiefst heilsamer und lehrreicher Prozess sein, deine Geschichte in deine Karten einfließen zu lassen. Als ich mein erstes Deck, das Moon Void Tarot, entwarf, tat ich das nur für mich selbst. Ich stellte mich selbst als den Narr dar, der mit geschlossenen Augen und einem Zauberstab in der Hand durch die Welt geht, gekrönt von einem Halbmond, der meine Reise ins Unbekannte symbolisierte, geführt von meiner Intuition. Es ist ein autobiografisches Deck. Dass ich mich selbst als einzige Figur eingesetzt habe, um jeden Archetyp der großen Arkana zu verkörpern, hat mir dabei geholfen, meine Intuition und mein Wissen über jede Karte zu verstehen und zu vertiefen. Der Bezug zu meiner eigenen Lebenserfahrung ist zutiefst reinigend und hat mir gezeigt, wie widerstandsfähig und mutig ich bin.

Wenn du noch nicht bereit bist, ein ganzes Deck zu entwickeln, dann entwirf doch zunächst nur eine Karte. Zeichne den Umriss einer Karte in dein Journal und wähl dann eine deiner Lieblingskarten aus. Zeichne oder schreib dann in das Feld der Karte alle Wörter, die für dich die Bedeutung der Karte zum Ausdruck bringen. Für meine innere Königin der Stäbe würde ich zum Beispiel die Begriffe »feurig«, »inspiriert«, »energisch«, »wild« und »Oberhexe« wählen. Diese Art von spielerischer Kreativität kann deine Intuition fördern.

Kapitel 2

Die Tarotkarten legen

Lass dich nicht davon abschrecken, dass du gerade erst mit dem Tarotlegen anfängst. Jeder kann Tarotkarten legen! Schon deine erste Deutung ist eng mit der symbolischen Bedeutung des Decks verbunden. Alle Karten eines Decks sind an einer gemeinsamen Geschichte beteiligt, die damit beginnt, dass der Narr sich auf eine Reise in unbekanntes Terrain begibt und dabei seine Ängste und Selbstverurteilung überwindet. Genau das solltest du auch tun, wenn du in die Welt des Kartenlegens eintauchst.

Deine Rolle beim Kartenlegen

Beim Kartenlegen für dich selbst übst du, deine persönliche Lebenssituation aus der Vogelperspektive zu betrachten und gleichzeitig in deine Erfahrungen einzutauchen. Falls du starke Emotionen spürst, kannst du eine Karte ziehen, um dich mit dieser Energie zu beschäftigen. Du kannst dir Fragen stellen wie: Worüber ärgere ich mich im Moment am meisten? Oder: Wie kann ich meinen Verstand in diesem Moment beruhigen? Wenn du von deinen Gefühlen verwirrt oder überwältigt bist, konzentrier dich auf deinen Atem, um deinen Verstand zu beruhigen. Atme zwei- oder dreimal tief ein und aus und lausche, wie die Luft ein- und ausströmt, um klare und hilfreiche Antworten zu finden.

Wenn du die Karten für eine andere Person legst, nimm dir vor, deine persönlichen Gefühle auszublenden, um die Botschaften für deine/n Fragesteller*in (die Person, für die du die Karten liest) klarer zu empfangen. Deine Aufgabe besteht darin, die Karten auf der Grundlage ihrer vorgegebenen Bedeutungen zu interpretieren, kombiniert mit den intuitiven Botschaften, die du während der Legung erhältst. Ermutige deine/n Fragesteller*in, alle intuitiven Botschaften zu äußern, die sie/er selbst beim Betrachten der Karten erhält, aber versuch nicht, ihr/ihm eine bestimmte Antwort oder Richtung vorzugeben. Nimm die Reaktionen der/des Fragestellenden nicht persönlich, denn du interpretierst nur die Karten, die vor dir liegen. Wenn die/der Fragesteller*in dich um Rat bittet, wie sie/er weiter vorgehen soll, kannst du frei entscheiden, ob du ihr/ihm konkrete Maßnahmen vorschlagen möchtest oder nicht. Du könntest zum Beispiel dein Deck nach einer Botschaft fragen, welche nächsten Schritte die/der Fragesteller*in unternehmen kann, um eine bestimmte Situation zu lösen. Das Ziehen von ein oder zwei zusätzlichen Karten kann helfen, das Gespräch zu lenken und es dir und der/dem Fragesteller*in zu ermöglichen, gemeinsam zu entscheiden, was nach dem Kartenlegen geschehen soll.

Die Karten legen

Um beim Kartenlegen ein klares und genaues Ergebnis zu erhalten, solltest du eine Reihe von Schritten befolgen, zu denen das Erden, das Mischen, das Teilen des Decks und das Auslegen der Karten nach einem bestimmten Muster, dem Legesystem, gehören. Traditionell wählen wir ein bestimmtes Legesystem, bevor wir mit der Deutung beginnen. Das beliebteste Legesystem ist das Keltische Kreuz mit zehn Karten. Es gibt aber auch einfache Legesysteme mit drei Karten, die perfekt für Anfänger*innen geeignet sind (siehe Kapitel 3, Tarot-Legesysteme, ab Seite 32). Sie sind leichter zu verstehen und bilden die Grundlage für komplexere Legesysteme.

Bevor du beginnst, nimm dir bitte einen Moment Zeit, um ein Räucherstäbchen oder eine Kerze anzuzünden, oder atme ein paarmal tief durch, während du deinen Lieblingskristall in der Hand hältst. Es gibt keinen richtigen oder falschen Weg, dies zu tun; deine spirituelle Praxis ist etwas sehr Persönliches. Wichtig ist, dass du etwas tust, das dir hilft, dich für klare Botschaften zu öffnen.

Schritt 1: Erdung

Bevor du mit dem Kartenlegen beginnst, ist es sinnvoll, deine Energie zu erden, damit du dich während der Legung mit der universellen Energie verbinden kannst. Der Prozess der Erdung verbindet deinen unruhigen Geist mit deinem Körper und deinen Körper mit der Erde. Atme ein paarmal tief ein und aus, um deinen Geist zu klären. Spür, wie dein Atem vom Kopf bis zu den Füßen deinen ganzen Körper durchströmt. Stell dir nun vor, dass deine Füße mit dem Boden verbunden sind, und visualisiere Wurzeln, die von deinen Füßen in die Erde wachsen. Kehr in den Raum zurück, öffne deine Augen und beginn mit der Legung der Karten. Wenn du die Karten für jemand anderen legst, lade die/den Fragesteller*in ein, sich dir anzuschließen und mit dir gemeinsam zu atmen. So stimmst du dich auf die Energiefrequenz der/des Fragenden ein und kannst Botschaften in ihrem/seinem Namen empfangen.

Schritt 2: Die Karten mischen

Das Mischen der Karten ist die beste Art, um sich vor dem Kartenlegen auf die Energie des Decks einzustimmen. Es gibt keine richtige oder falsche Art zu mischen, also kannst du ruhig experimentieren, bis du deinen Stil gefunden hast. Auch wenn beim Mischen Karten auf den Boden fallen oder das ganze Deck durch die Gegend fliegt, ist das völlig in Ordnung. Das macht nämlich nichts!

Wenn du die Karten für dich selbst legst, mischst du sie so lange, bis du das Gefühl hast, dass sich deine Energie nahtlos mit der des Decks verbindet. Beweg die Karten weiter, während du dir das Thema deiner Frage vorstellst, und richte deine Intention darauf aus, klare Botschaften zu erhalten. Wenn du die Karten für jemand anderen legst, kannst du entweder für sie/ihn mischen oder die/den Fragesteller*in mischen lassen, um ihre/seine Energie mit den Karten zu verbinden. Ich ziehe es vor, für meine Klient*innen zu mischen, weil ich sicher bin, dass ich ihre Energie durch eine gemeinsame Erdungspraxis lenken kann, aber vielleicht geht es dir anders, besonders wenn du gerade erst anfängst.

Schritt 3: Die Karten teilen

Mit deiner dominanten Hand, der sogenannten Aktionshand, teilst du die Karten, um deine Energie mit der der Karten zu verbinden. Dies bedeutet, dass du dich entscheidest, aktiv zu werden und die göttliche Führung einzuladen. Wenn du die Karten bis zu einem Punkt gemischt hast, der sich für dich richtig anfühlt, teilst du sie mit deiner Aktionshand in zwei oder drei gleich große Stapel. Füg danach mit deiner Aktionshand die verschiedenen Stapel wieder zu einem Stapel zusammen. Wenn es dir lieber ist, dass dein/e Fragesteller*in direkt mit den Karten interagiert, kann sie/er den Stapel teilen und ihn wieder zusammenfügen.

Schritt 4: Karten ziehen

Nachdem Karten auf einem Stapel liegen, wählst du mit deiner nicht dominanten Hand (der sogenannten Intuitionshand) eine oder mehrere Karten aus. Du kannst die Karten in der Hand halten und auffächern, das Deck vor dir auf dem Tisch oder dem Boden auslegen oder vom obersten gemischten Stapel ziehen. Zieh die Karten immer mit deiner Intuitionshand. Experimentiere ruhig mit den Methoden.

Schritt 5: Die Karten auslegen

Je nachdem, für welches Legesystem du dich entscheiden hast (siehe Kapitel 3, ab Seite 32), ziehst du die Karten für jede Position dieses Systems. Dabei stellst du eine Frage nach der anderen (oder sagst laut oder in Gedanken, was die jeweilige Position bedeutet), ziehst dann deine Karte und lässt sie verdeckt liegen, bevor du zur nächsten Frage übergehst. Je besser du die Position der Karten beim Auslegen kennst, desto leichter fällt es dir, komplexere Legesysteme wie das Keltische Kreuz auszulegen.

Beginn am besten mit einfacheren Legesystemen mit drei oder weniger Karten und achte darauf, dass du alle Karten verdeckt hältst, bis alle Fragen gestellt wurden. So erhältst du die genaueste Deutung. Solltest du das Kartenbild sehen, bevor du die nächste Frage stellst, beeinflusst ihre Energie die folgenden Karten, die noch gezogen werden, und überlagert deine Intuition.