The Tucci Table - Stanley Tucci - E-Book

The Tucci Table E-Book

Stanley Tucci

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Beschreibung

»The Tucci Table« ist eine warme Einladung in die Küche von Stanley Tucci. Dieser kulinarische Liebesbrief feiert die Freude am gemeinsamen Kochen mit Familie und Freunden und vereint authentische italienisch-amerikanische und britische Familienrezepte. Jedes Gericht wird von persönlichen Anekdoten und Bildern begleitet, die intime Einblicke gewähren. So macht dieses Buch Lust, sich an den Küchentisch der Tuccis zu setzen!

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Seitenzahl: 173

Veröffentlichungsjahr: 2025

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Stanley Tucci

&

Felicity Blunt mit Kay Plunkett-Hogge

TheTucciTable

Für meine Familie, die immer größer wird. Und immer hungriger …

Es ist beinahe ein Jahrzehnt vergangen, seit The Tucci Table erstmals veröffentlicht wurde. In dieser Zeit hat sich vieles für Felicity und mich verändert. Meine älteren Kinder sind mittlerweile in ihren Zwanzigern und sind ausgezogen – eines von ihnen, mein Sohn Nicolo, steht kurz vor dem Abschluss der Kochschule (was für eine Überraschung). Felicity und ich haben inzwischen zwei gemeinsame Kinder, einen Jungen und ein Mädchen, die derzeit fünf und acht Jahre alt sind.

Wir sind umgezogen – nur über die Straße –, um Platz für unsere stetig wachsende Familie zu schaffen. Nichten und ein Neffe sind zur Familie Blunt hinzugekommen. Felicity arbeitet aufgrund der Pandemie etwas häufiger von zu Hause aus, und vor fünf Jahren wurde bei mir Kehlkopfkrebs diagnostiziert, den ich aber überwunden habe. Viele Veränderungen in einer scheinbar sehr flüchtigen Zeit.

Eines hat sich in den letzten zehn Jahren jedoch nicht geändert: unsere Liebe zum Essen. Tatsächlich ist sie sogar noch intensiver geworden. So haben wir die Küche in unserem neuen Zuhause mit möglichst viel Platz geplant und mit der maximalen Anzahl an Geräten ausgestattet, die wir uns leisten konnten, um für unsere Familie zu kochen und Gäste so komfortabel und effizient wie möglich zu bewirten.

Der Herd befindet sich jetzt auf einer Kochinsel, sodass wir beim Kochen nicht mehr mit dem Rücken zu unseren Kindern oder Gästen stehen, was einen gewaltigen Unterschied gemacht hat, da wir so mit ihnen in Kontakt bleiben. Ein langer Tisch steht in der Nähe, und eine kleine Bar dient als Ort, an dem das Eis gebrochen wird (im wahrsten Sinne des Wortes), wenn Gäste eintreffen.

Diese neue Auflage von The Tucci Table enthält Rezepte, die wir bis heute regelmäßig zubereiten. Im Frühling gehören Lammkoteletts und ein einfaches Risotto mit dem Gemüse, das gerade verfügbar ist, zu unseren Favoriten. Im Sommer genießen wir noch immer frischen Gurkensalat, dazu gebackenen Wolfsbarsch mit gekochten Kartoffeln oder Pasta mit frischen Tomaten und Basilikum. Auf Kartoffel-Lauch-Suppe und Brathähnchen freuen wir uns im Herbst, und im Winter gönnen wir uns Felicitys Beef Wellington, meine Carbonnade de Bœuf und entweder die Blunt- oder die Tucci-Familienversion von Bratkartoffeln. Zu jedem der oben genannten Gerichte kann der Blaubeer-Pie oder Kays Tarte Tatin gereicht werden.

Wir kochen diese Gerichte nicht nur, weil sie köstlich sind, sondern weil sie unsere Liebe und unsere Wertschätzung für die Menschen ausdrücken, die sie an uns weitergegeben haben – ebenso wie für die Freunde und Familie, mit denen wir sie teilen. Gemeinsames Essen ist für mich eine der schönsten Arten, unsere kurze Zeit auf dieser Welt zu gestalten. Ich hoffe, dieses Buch inspiriert Sie dazu. Guten Appetit!

Stanley Tucci

London 2023

Inhalt

Einführung • Unsere Küchenutensilien • Suppen & Salate • Cicchetti • Pasta, Reis & Getreide • Fisch & Meeresfrüchte • Fleisch & Geflügel • Beilagen • Desserts • Grundrezepte • Danksagung • Rezeptliste nach Kategorien • Zutatenregister

Einführung

Essen war in meinem Leben schon immer mehr als bloße Sättigung. Die Beziehungen, die durch das gemeinsame Kochen und Essen entstehen, sind für mich zutiefst prägend und gewinnen mit jedem Jahr mehr an Bedeutung. Wenn ich an die Momente zurückdenke, die mir das größte Vergnügen, die meiste Freude bereitet haben, so haben sie fast immer mit Essen und einem gedeckten Tisch zu tun. Deshalb gibt es dieses Buch.

Vor einigen Jahren habe ich dabei geholfen, ein Buch für meine genussfreudigen Eltern und meinen Freund und Koch Gianni Scappin zusammenzustellen. Ursprünglich unter dem Titel Cucina e Famiglia erschienen, wurde es später überarbeitet und unter dem Titel The Tucci Cookbook neu aufgelegt. Es sollte die kulinarische Geschichte unserer Familien erzählen und fortschreiben. Ganz ähnlich verhält es sich mit diesem Buch. Ich habe das Gefühl, dass vieles von dem, was eine Familie prägt und zusammenhält, von vergänglichem Charakter ist. Ich meine damit, dass man sich bei wichtigen persönlichen und familiären Ereignissen und Erfahrungen, abgesehen von Fotos und Privatvideos, vor allem auf die mündliche Überlieferung stützt. In kaum einer Familie macht man sich die Mühe, sie aufzuschreiben oder gar ein Familienmitglied beim Erzählen zu filmen (obwohl wir alle haufenweise Videos von Haustieren haben, die irgendeinen Unsinn treiben). Mit Rezepten verhält es sich nicht anders. Wir bereiten die uns lieb gewonnenen Gerichte genauso zu, wie wir es schon immer getan haben, ohne viel nachzudenken, weil wir sie in- und auswendig kennen. Doch schreibt man die Rezepte nicht auf, sind sie und die Erinnerungen, die sie wecken, vielleicht eines Tages für immer verschwunden.

Meine verstorbene Frau Kate war eine wunderbare und großzügige Köchin. Unsere Kinder – Isabel, Nicolo, Camilla – und ich haben unser Bestes getan, ihre Rezepte nachzukochen, denn bis auf einige wenige wurden sie nie niedergeschrieben. Sie jetzt zuzubereiten, hält Kate in unserem Leben präsent, und so köstlich sie auch schmecken – das wirklich Besondere daran ist, dass sie von ihr stammen und für uns bestimmt waren.

Vor ein paar Jahren hatte ich das Glück, Felicity auf der Hochzeit ihrer Schwester Emily kennenzulernen. Wann immer wir uns an jenem Wochenende unterhielten, drehte sich das Gespräch ums Essen, welche Gerichte wir gern aßen, wo wir schon überall gespeist hatten und schließlich, wo wir demnächst einmal gemeinsam zu Abend essen würden. Bei diesem schicksalhaften Dinner wurde ich Zeuge eines Appetits und einer Begeisterung für Kulinarik und Wein, die es mit meiner (und vermutlich auch mit der von Heinrich VIII. und Bacchus zusammen) allemal aufnehmen konnte. Ich hatte noch nie eine so zierliche Person so genussvoll schlemmen gesehen. Ich war hingerissen.

Als wir uns dem Ende unseres fürstlichen Mahls näherten und ich so pappsatt war, dass ich kaum noch Luft bekam, hörte ich diese Dame, die eines Tages meine Frau sein würde, einem vorbeieilenden Kellner ganz beiläufig zuraunen: »Könnten wir bitte eine Käseplatte bestellen?« Ich war sprachlos. Der Kellner auch. Dann wandte sie sich mir wieder zu und fragte: »Wo essen wir morgen?« Es war um mich geschehen.

In den Familien Tucci und Blunt haben die gemeinsamen Mahlzeiten seit jeher einen hohen Stellenwert. Dieses Buch zollt unseren kulinarischen Traditionen Tribut (denen meiner Eltern und Großeltern und denen von Felicitys Großmutter mütterlicherseits). Und es ist Ausdruck neuer Traditionen, die wir selbst gerade erst für die nächste Generation erschaffen. Die Rezepte sind Interpretationen von Gerichten, die Felicity und ich in Restaurants oder bei Freunden gegessen oder in den letzten Jahren gemeinsam kreiert haben. Sie sind eine Mischung aus unseren britisch und italoamerikanisch geprägten Gaumen und wir glauben, dass sie es wert sind, auf Papier festgehalten zu werden, um sie an Menschen und Familien weiterzureichen, die genauso gern kochen und essen wie wir. Unter der Federführung unserer lieben Freundin Kay Plunkett-Hogge, mit ihrem außergewöhnlichen kulinarischen Wissen, ihrem Talent, ihren schriftstellerischen Fähigkeiten, ihrer Geduld, ihrem Humor und ihrer blühenden Fantasie, ist es uns gelungen, genau das Buch zu schreiben, das uns vorschwebte.

Felicity und ich glauben fest an das traditionelle Familienessen, das in unserem völlig verplanten Alltag zunehmend auf der Strecke bleibt. Das gemeinsame Essen, egal wie einfach die Mahlzeit auch sein mag, ist eine Form des Miteinanders und ein Ausdruck dafür, dass wir einander wichtig sind.

Das schließt bei uns auch die erweiterte Familie von Freunden und Kollegen ein, die im Laufe der Jahre mit uns am Esstisch gesessen und gefeiert haben und von denen einige freundlicherweise Rezepte und Geschichten zu diesem Buch beigesteuert haben.

Der Esstisch ist der Amboss, auf dem wir Beziehungen schmieden. Ob Familienbande, Freundschaften, eine neue oder alte Liebe, es ist ein Ort, an dem wir unseren Alltag, unsere Gefühle, Geschichten und Erinnerungen, unsere Hoffnungen und Erwartungen für die Zukunft teilen.

Unsere Hoffnung ist, dass Sie und Ihre Familie genauso viel Freude an den Rezepten haben wie wir.

Stanley Tucci

London 2014

Unsere Küchenutensilien

Die folgenden Hilfsmittel werden die Umsetzung der Rezepte in diesem Buch erleichtern.

•KÜCHENZANGE

Ein unscheinbares Werkzeug, doch für mich ist die Küchenzange unverzichtbar.

•TÖPFE UND PFANNEN

Ich bevorzuge hochwertige Töpfe und Pfannen mit dickem Boden aus Kupfer oder einem anderen Metall. Auch eine gusseiserne Bratpfanne ist für mich von unschätzbarem Wert. Jede Größe sollte vorhanden sein: klein, mittel, groß. Dazu empfehle ich einen extragroßen Suppentopf, der ein Kilo Pasta fasst, sowie einen Schmortopf mit vier bis fünf Litern Fassungsvermögen.

Ich halte nicht viel von beschichteten Pfannen. Doch wenn ich eine solche Pfanne verwende, dann greife ich zu einem Modell mit Keramik- statt Teflonbeschichtung. Die Marken Green Pan und Bialetti bieten hochwertige beschichtete Pfannen.

•WÄRMEVERTEILER

Diese aufsetzbaren Platten verteilen die Temperatur gleichmäßig über den Boden des Kochgeschirrs und sind sehr nützlich, um eine Sauce bei schwacher Temperatur köcheln zu lassen.

•KÜCHENREIBE

Sehr praktisch, um Parmesan, Muskatnuss oder die Schale von Zitrusfrüchten zu reiben.

•GEMÜSEHOBEL

Nicht unbedingt erforderlich, aber sehr praktisch, um Gemüse in einheitlich dünne Scheiben oder Streifen zu schneiden.

•DURCHSCHLÄGE AUS METALL

Ausreichend groß, um ein Kilo Pasta aufzunehmen, dazu ein paar kleinere Durchschläge zum Abtropfen von Erbsen und anderem Gemüse.

•SIEBE

Ein mittleres und ein kleines Sieb zum Sieben von Mehl und zum Abtropfen von Reis und dergleichen.

•METALLPFANNENWENDER, SILIKONSPATEL & HOLZLÖFFEL

Ein langstieliger Pfannenwender aus Metall zum Wenden von empfindlichen Speisen wie Fisch. Ein Silikonspatel und einige Holzlöffel für beschichtetes Kochgeschirr (um Kratzer zu vermeiden) und zum besonders schonenden Umrühren von Risotto.

•KÜCHENMESSER

Ein schweres Kochmesser von 12,5 Zentimeter Klingenlänge, ein Gemüsemesser und ein großes Hackmesser von 15 Zentimeter Klingenlänge. Die Investition in drei hochwertige Messer garantiert ein Leben lang Ruhe. Ich bevorzuge Messer aus Karbon- oder Hartstahl. Die Marke Suisin ist sehr zu empfehlen.

•MÖRSER

Ideal zum Zermahlen von Knoblauch, Kräutern und vielem mehr.

•KLEINE KÜCHENGERÄTE

Eine Küchenmaschine, ein Stabmixer und ein Blitzhacker sind für die Rezepte in diesem Buch sehr nützlich.

UNSERE VORRATSKAMMER

Es versteht sich von selbst, dass wir alle bevorzugt Produkte aus biologischer und regionaler Erzeugung kaufen sollten. Das ist aus geografischen, saisonalen oder finanziellen Gründen jedoch nicht immer möglich. Leider sind Bio-Produkte mitunter recht teuer, dennoch lohnt es sich immer, die beste Qualität zu wählen, die das Budget zulässt, damit die Mahlzeiten auch richtig gut schmecken.

DREI UNVERZICHTBARE SPEISEÖLE

•Natives Olivenöl extra von guter Qualität. Wer klug investiert, der wird belohnt. Für Dressings und zum Würzen sollte hochwertiges Olivenöl verwendet werden. Wie beim Wein gibt es eine große Auswahl an Sorten und Preisklassen. Jeder muss für sich herausfinden, welches Öl einem am meisten zusagt. Ich habe auch gern ein preiswerteres natives Olivenöl extra zur Hand, um den Geschmack abzurunden.

•Gewöhnliches Olivenöl zum Braten und Sautieren.

•Pflanzenöl zum Frittieren.

THUNFISCH IN OLIVENÖL

•Die beste Qualität, die das Budget erlaubt. Ich empfehle die Produkte von Genova und Pastene.

DOSENTOMATEN (SAN-MARZANO-TOMATEN)

•Vorzugsweise ganze, geschälte Tomaten, nicht gehackt oder püriert.

PASTA

•Wir empfehlen die Marke De Cecco. Bei einer Glutenunverträglichkeit, wie ich sie habe, sind die Produkte von Barilla und Le Veneziana bestens geeignet, da deren Pasta dem Original geschmacklich am nächsten kommt.

ZWIEBELN, SCHALOTTEN, KNOBLAUCH, FRISCHE TOMATEN & ZITRONEN

•Keine dieser Zutaten muss im Kühlschrank aufbewahrt werden.

KRÄUTER & GEWÜRZE

•Grobes Salz, schwarze und grüne Pfefferkörner, frischer Rosmarin, Petersilie, Thymian, Basilikum, Lorbeerblätter (getrocknet oder frisch) und getrockneter Oregano von guter Qualität.

WEIN

•Je eine Flasche von gutem Rot- und Weißwein. (Mit Wein, der einem selbst nicht schmeckt, sollte auch nicht gekocht werden.)

Suppen & Salate

»In Felicitys erstem Sommer in New York legten wir einen Gemüsegarten an. Fast täglich fuhren wir zur Gärtnerei und kauften Muttererde, Kompost und Dünger, um den Boden aufzubessern. Zu viel Dünger, wie sich schließlich herausstellte, denn alles schmeckte irgendwie nach Sch… Das einzige Gemüse, das prächtig gedieh, waren die Tomaten. Nun, da wir die richtige Balance gefunden haben, ernten wir in unserem Garten in London Zucchini, Frühlingszwiebeln, Stangenbohnen und natürlich Tomaten. Am Blattsalat arbeiten wir noch.«

– Stanley

Toskanische Tomatensuppe

Diese einfache Suppe bereite ich schon seit Jahren zu und von Anfang an gehörte sie zu den Dingen, die auch die Kinder gern aßen.

Entscheidend ist, dass die Suppe eine Weile gemächlich vor sich hin köchelt. Meine Mutter sagte immer, Tomaten müsse man beim Kochen ihren »tomatigen« Geschmack austreiben. Sie meinte damit, man müsse langsam die Säure und diese metallische Note herauskochen, damit ihr süßliches Aroma zum Tragen kommt.

Die Dosentomaten müssen unbedingt von bester Qualität sein (siehe Anmerkung zu San-Marzano-Tomaten, Seite xviii).

Für 6–8 Personen

FÜR DIE SUPPE

2 Dosen Romatomaten (vorzugsweise San Marzano; à 800 g)

3 EL natives Olivenöl extra

1 Zwiebel, fein gehackt

1 kleine Schalotte, fein gehackt (optional)

3 Knoblauchzehen, fein gehackt

10–12 frische Basilikumblätter, zerpflückt

470 ml warme Hühnerbrühe

Salz und schwarzer Pfeffer aus der Mühle

FÜR DIE CROÛTONS

1 EL + 1 TL natives Olivenöl extra

4 Scheiben italienisches Brot, gewürfelt

1. Die Tomaten in eine große Schüssel geben und mit den Händen zerdrücken.

2. In einem großen Topf das Olivenöl bei mittlerer bis hoher Temperatur erhitzen. Die Zwiebel und die Schalotte, falls verwendet, hineingeben und anschwitzen, bis sie weich zu werden beginnen – sie sollen keine Farbe annehmen. Die Tomaten und zwei Drittel der Basilikumblätter hinzufügen und die Mischung aufkochen. Die warme Brühe zugießen, erneut aufkochen, mit Salz und Pfeffer würzen und zugedeckt auf niedriger Temperatur 40 Minuten köcheln lassen.

3. Für die Croûtons in einer Pfanne 1 EL Olivenöl bei mittlerer Temperatur erhitzen und die Brotwürfel darin portionsweise goldbraun und knusprig rösten. Anschließend mit dem verbliebenen Teelöffel Olivenöl beträufeln.

4. Die Tomatensuppe in tiefen Tellern anrichten und mit einigen Croûtons und dem restlichen Basilikum garnieren. Die übrigen Croûtons in einem Schälchen dazu reichen.

Erbsensuppe mit Schweinshaxe

Als ich nach New York zog, konnte ich mir Restaurantbesuche nicht leisten. Ehrlich gesagt konnte ich mir fast gar nichts leisten. Ich aß in Coffee Shops, weil sie billig waren und weil sie meist auch eine schmackhafte Suppe anboten. Und diese gehörte schon immer zu meinen Favoriten.

Wichtig ist, auf die Art der Schälerbsen zu achten. Manche sind bereits vorgeweicht, sodass sie direkt aus dem Beutel verwendbar sind. Andere müssen vor dem Garen 24 Stunden eingeweicht werden.

Für 6 Personen

3 EL Olivenöl

1 Zwiebel, fein gehackt

2 Knoblauchzehen, fein gehackt

1 Karotte, fein gewürfelt

1 Stange Staudensellerie, fein gewürfelt

1 Schweinshaxe (500–750 g)

1,5 l Hühnerbrühe

500 g Schälerbsen

2 Zweige frischer Thymian

1 Lorbeerblatt

Salz und schwarzer Pfeffer aus der Mühle

natives Olivenöl extra zum Beträufeln

Croûtons zum Garnieren (Seite 3; optional)

1. Das Olivenöl in einem großen Topf mit dickem Boden bei niedriger bis mittlerer Temperatur erhitzen. Die Zwiebel, den Knoblauch, die Karotte und den Sellerie hineingeben und 5–7 Minuten weich schwitzen.

2. Die Schweinshaxe hineingeben und rundherum in dem Öl und Gemüse wenden. Die Brühe, die Schälerbsen, den Thymian, das Lorbeerblatt und 2 l Wasser zugeben, zum Kochen bringen und bei halb aufgesetztem Deckel und geringer Temperatur etwa 1 Stunde garen.

3. Den Thymian und das Lorbeerblatt herausnehmen und entsorgen. Die Schweinshaxe entnehmen und beiseitelegen.

4. Die Suppe mit dem Stabmixer glatt pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Das Fleisch vom Knochen lösen, zerpflücken und unter die Suppe rühren.

5. Die Erbsensuppe in Schalen schöpfen und mit etwas nativem Olivenöl extra abrunden. Nach Belieben mit Croûtons garnieren und servieren.

STANLEYS TIPP

Falls die Schweinshaxe nicht vollständig mit Flüssigkeit bedeckt ist, diese ab und zu wenden, damit sie gleichmäßig gart und nicht trocken wird.

Emilys Hühnersuppe mit Nudeln

Meine Schwägerin Emily ist nicht nur eine hervorragende Schauspielerin, sondern auch eine ausgezeichnete Köchin. Diese Suppe ist ein typisches Gericht aus ihrem Repertoire.

Emily erzählte einmal: »Ich habe diese Suppe für John gekocht und er sagte, sie sei vielleicht der Grund, warum er mich geheiratet hat … Nun, das ist eine beachtliche Leistung für eine Suppe, aber gut, ich nehme es als Kompliment. Wir kochen diese Suppe gern an einem kalten Abend und schlürfen sie genüsslich, während wir einen Film anschauen. Dank Ingwer hilft sie auch gegen eine Erkältung!«

Für 4–6 Personen

2 mittelgroße Zwiebeln

5 Hähnchenkeulen mit Haut und Knochen

5 Zweige frischer Thymian

2 EL Olivenöl

Salz und schwarzer Pfeffer aus der Mühle

5 mittelgroße Karotten, gewürfelt

4 Stangen Staudensellerie, gewürfelt

2 Knoblauchzehen, fein gehackt

2 ½ EL fein gehackter frischer Ingwer

120 ml trockener Weißwein

2 l salzarme Hühnerbrühe

3 Hühnerbrühwürfel

2 EL Barbecue-Sauce (optional)

1 Lorbeerblatt

500 g extrabreite Eierbandnudeln

1. Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

2. Die Zwiebeln schälen, die eine Zwiebel fein würfeln, die andere senkrecht halbieren und in dicke, halbmondförmige Spalten schneiden. Die Zwiebelspalten auf einem Blech verteilen, die Hähnchenkeulen darauflegen und die Thymianzweige unter die Keulen schieben. Die Keulen mit etwas Olivenöl bestreichen, mit Salz und Pfeffer würzen und im Ofen 30–40 Minuten rösten. Herausnehmen und abkühlen lassen.

3. Das restliche Olivenöl in einem großen gusseisernen Schmortopf bei mittlerer Temperatur erhitzen. Die Zwiebelwürfel, die Karotten und den Sellerie hineingeben, unter gelegentlichem Rühren etwa 5 Minuten anschwitzen und mit etwas Salz und Pfeffer würzen.

4. Knoblauch und Ingwer unterrühren und die Mischung weitere 3–5 Minuten garen. Den Wein zugießen, einige Minuten einkochen lassen, anschließend die Brühe und die Brühwürfel zugeben und aufkochen. Die Suppe bei niedriger Temperatur köcheln lassen.

5. Die Hähnchenkeulen von der Haut befreien, das Fleisch ablösen und grob zerpflücken – in der Suppe zerkocht es später noch ein wenig und wird ganz zart. Das Hähnchenfleisch mit den Zwiebelspalten und dem Bratensaft vom Blech unter die Suppe rühren. Die Zwiebeln sind jetzt saftig und goldbraun karamellisiert und sorgen für jede Menge Extrageschmack. Die Barbecue-Sauce unterrühren, falls verwendet. (Emily sagt dazu: »Ich weiß nicht, warum ich damit angefangen habe, es klingt ein bisschen merkwürdig, aber ich habe es einmal ausprobiert und finde, es gibt der Suppe einen würzigen Kick.«)

6. Das Lorbeerblatt und ein paar der ausgelösten Hähnchenknochen hineingeben und zugedeckt bei niedriger Temperatur etwa 2 weitere Stunden köcheln lassen.

7. Danach die Suppe vom Herd nehmen und durchziehen lassen. Die Knochen und das Lorbeerblatt entsorgen.

8. Derweil in einem großen Topf kräftig gesalzenes Wasser aufkochen. Die Nudeln hineingeben und nach Packungsanleitung garen. Die Nudeln abgießen und auf Schalen oder tiefe Teller verteilen. Die Suppe daraufgeben und servieren.

EMILYS TIPP

Wem nicht nach Nudeln ist – die Suppe schmeckt auch ohne hervorragend!

Topinambursuppe mit knusprigem Speck

»Wie auch immer zubereitet und gegessen, sie rühren sich und verursachen einen abscheulich riechenden Wind im Leib, der den Bauch peinigt, und sie sind eine Speise, die eher für Schweine als für den Menschen geeignet ist!«

John Goodyer, englischer Botaniker

Topinambur, wenngleich dafür bekannt, dass die Knolle ein paar Winde verursacht, schmeckt nussig und köstlich, ähnlich wie Pilze. In Familien, die wenig Laktose konsumieren, bietet Topinambur ein cremiges Element ganz ohne den Einsatz von Milchprodukten.

Diese Suppe ist ganz einfach zuzubereiten, schmackhaft und ideal für den Winter. Nur sollten Sie sie unbedingt mit einem geliebten Menschen teilen, oder noch wichtiger, mit einem Menschen, der Sie liebt.

Für 4–6 Personen

3 Scheiben Südtiroler Speck oder Prosciutto

Saft von 1 Zitrone

1 kg Topinambur, geschält

2 EL Butter

2 EL Olivenöl

1 Schalotte, gehackt

2 Knoblauchzehen, gehackt

Blätter von 2 Zweigen frischem Thymian

1 l Hühnerbrühe

Salz und schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Trüffelöl zum Beträufeln

1. Den Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

2. Ein Backblech mit Alufolie auslegen und die Speck- oder Schinkenscheiben darauflegen. Mit einem zweiten Bogen Alufolie bedecken und ein zweites Blech darauf platzieren, damit sich die Scheiben beim Garen nicht wölben. Im Ofen 10–15 Minuten rösten, herausnehmen und bis zur weiteren Verwendung beiseitestellen.

3. Eine große Schüssel mit Wasser füllen und den Zitronensaft hineingeben. Größere Topinamburknollen etwas kleiner schneiden, sodass alle Stücke gleich groß sind. Sofort ins Zitronenwasser geben, damit sie sich nicht verfärben.

4. Einen großen Topf bei niedriger bis mittlerer Temperatur erhitzen und dann die Butter und das Olivenöl darin zerlassen. Die Schalotte und den Knoblauch hinzufügen und behutsam anschwitzen, ohne dass sie braun werden, und den Thymian zugeben. Die Topinamburstücke abgießen, in den Topf geben und so lange verrühren, bis sie gleichmäßig mit der Buttermischung bedeckt sind. Die Brühe zugießen, aufkochen und bei geringer Temperatur etwa 15 Minuten köcheln lassen, bis die Topinamburstücke weich sind. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

5. 1 Minute abkühlen lassen und anschließend mit dem Stabmixer glatt pürieren. Vorsicht vor heißen Spritzern. Die Suppe noch einmal kurz aufkochen, auf Schalen verteilen und mit etwas Trüffelöl beträufeln. Mit dem knusprigen Speck garnieren und servieren.

Kartoffel-Lauch-Suppe mit frittierter Petersilie

Diese Suppe ist ideal, um eine größere Runde hungriger Mäuler zu verköstigen – Kinder, Freunde, spontane Gäste … Sie hält sich wunderbar im Kühlschrank und ist für ein schnelles Mittag- oder Abendessen ruckzuck aufgewärmt. Im Winter heiß serviert, ist die Suppe ein herzhafter Seelenwärmer, im Sommer kalt genossen eine belebende Erfrischung. Sie kann mit Grünkohl oder Resten von grünem Gemüse zusätzlich angereichert werden. Die frittierte Petersilie ist Felicitys Idee und eine wunderbare Ergänzung.

Für 8–10 Personen