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Theta-Heilung ist eine neu entwickelte, tiefgreifende, effektive und schnell wirksame mentale Methode, die Ursachen von psychischen Problemen und Störungen erfassen und auflösen kann. Man kann sie auch als eine Form geistiger Heilung bezeichnen. Theta-Balance ist Ganzheitsarbeit, also die Verbindung von Theta-Behandlung, psychotherapeutischen Methoden und klassischer Aufstellungsarbeit. Damit stellt sie eine faszinierende neue Vorgehensweise dar. Die Autorin verwendet diesen von ihr weiterentwickelten Ansatz, um die Ursachen psychosomatischer Symptome von Erkrankungen zu erkennen und zu heilen. Theta-Balance bietet ideale Möglichkeiten zur Aktivierung der Selbstheilungskräfte, und kann außerdem zu einem ganz neuen, befreiten Lebensgefühl führen. Ein Ansatz, der in seiner Wirksamkeit weit über die ursprüngliche Theta-Methode hinausgeht.
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Seitenzahl: 199
Veröffentlichungsjahr: 2012
Christine Lemmrich
Die neue Dimension energetischen Heilens
Verlagsgruppe Droemer Knaur GmbH & Co. KG.
Theta-Heilung ist eine neu entwickelte, tiefgreifende, effektive und schnell wirksame mentale Methode, die Ursachen von psychischen Problemen und Störungen erfassen und auflösen kann. Man kann sie auch als eine Form geistiger Heilung bezeichnen.
Theta-Balance ist Ganzheitsarbeit, also die Verbindung von Theta-Behandlung, psychotherapeutischen Methoden und klassischer Aufstellungsarbeit. Damit stellt sie eine faszinierende neue Vorgehensweise dar. Die Autorin verwendet diesen von ihr weiterentwickelten Ansatz, um die Ursachen psychosomatischer Symptome von Erkrankungen zu erkennen und zu heilen. Theta-Balance bietet ideale Möglichkeiten zur Aktivierung der Selbstheilungskräfte, und kann außerdem zu einem ganz neuen, befreiten Lebensgefühl führen. Ein Ansatz, der in seiner Wirksamkeit weit über die ursprüngliche Theta-Methode hinausgeht.
Ich widme dieses Buch [...]
Vorwort
1 Theta-Balance – eine Einführung
Von ThetaHealing® zu Theta-Balance – mein Weg
Was kann Theta-Balance leisten?
Für wen ist Theta-Balance geeignet?
Wie läuft eine Theta-Sitzung ab?
Theta-Balance und Bewusstseinsarbeit
Zur Arbeit mit diesem Buch
2 Theta-Balance – Grundlagen und Werkzeuge
Die Gehirnwellen
Gehirnwellen und Bewusstsein
Resonanz und Verschränkung
Die Macht von Worten und Gedanken
Die spirituellen Sinne
Hellsichtigkeit
Hellhörigkeit
Hellfühligkeit
Prophetie
Freier Wille, Beobachtung und Bezeugen
Befehle
3 Theta-Balance und Lebenshilfe
Glaubenssätze erkennen und auflösen
Download neuer Gefühle
Den eigenen »Seelenruf« erkennen
Manifestation
Clearing von Menschen und Räumen
Die Aura
4 Theta-Balance und Heilung
Arbeit mit körperlichen Symptomen und Beschwerden
Rückholung von Seelenanteilen, Arbeit mit dem »Inneren Kind«
Das »Innere Kind«
Es, Ich und Über-Ich
Traumabewältigung
Retraumatisierung und Trauma
Traumatherapie
Traumatherapie und Theta-Balance
5 Theta-Balance und der Weg in die Vergangenheit
Seelenverträge, Eide, Flüche und seelische Verstrickungen
Seelenverträge
Seelische Verstrickungen
Eide und Flüche
Heilung vorgeburtlicher Traumatisierungen
Die Heilung der Ahnenreihe
6 Befehle und Manifestationen
Klassische Befehle
Der Grundbefehl
Downloads
Ursachen erkennen
Reinigung
Einen Schutzmantel herunterladen
Manifestationen
Partnerschaft
Job und Arbeit
Wohnsituation
Veränderung von Glaubenssätzen
Arbeit mit Kernüberzeugungen
7 Theta-Balance und andere therapeutische Methoden
Theta-Balance und NLP
Theta-Balance und Familienaufstellung
Theta-Balance und Ritualarbeit
Theta-Balance und tiefenpsychologisch fundierte und existenziell orientierte Psychotherapie
8 Weiter in die Tiefe gehen – Theta-Balance und spirituelle Bewusstseinsarbeit
9 Übungen
Die Basisübung – so erreichen Sie den Theta-Zustand
Die Bewusstheitsübung
Die Bewegungsübung
10 Theta-Balance – ein Resümee
Anhang
Dank
Literaturhinweise
Über die Autorin
Kontaktinformation
Ich widme dieses Buch allen Menschen, die mutig und kraftvoll, trotz aller Schwierigkeiten, ihren ganz eigenen Weg zu Heilung und Ganzheit bzw. dem Aufwachen gehen, insbesondere allen traumatisierten Mädchen und Frauen.
Jede Zeit hat ihre Wege und Methoden, ihre Heilmittel und Verfahren.
Das zwanzigste Jahrhundert war geprägt vom rasanten Fortschritt der naturwissenschaftlich-technisch fundierten Medizin und einer vielgestaltigen Psychologie und Seelenheilkunde.
Das neue, das einundzwanzigste Jahrhundert hat indes eine ganz eigene Heilweise hervorgebracht: die Arbeit mit den Theta-Frequenzen des Gehirns, die von Vianna Stibal, der Begründerin dieser Methode, ThetaHealing® genannt wird. Dieser Ansatz entspricht unserer globalen, vernetzten Zeit, in der das Tempo schneller wird und die Interaktionen komplexer, und damit auch die Ursachengeflechte für gesundheitliche und seelische Beschwerden immer komplizierter rein verstandes- oder gefühlsmäßig erfasst werden können.
Die Ausrichtung auf die Ebene der ganzheitlichen Theta-Bewusstseinsfrequenz erlaubt jedoch, die Gesamtzusammenhänge zu erkennen und Lösungsmöglichkeiten zu finden und anzuwenden. So ist »Theta-Balance« ein Heilverfahren, das unserer Zeit gerecht wird.
Im Theta-Zustand erlangt man eine Verbindung zu einer Bewusstseinsebene, die nicht etwa Unterbewusstsein oder Unbewusstes ist, sondern vielmehr eine Form des Überbewusstseins. In der eigenen Verbindung mit einer Kraft, die unterschiedliche Namen tragen kann – kosmische Energie, die Urquelle, Schöpfer von allem, was ist, höheres Selbst, Gotteskraft … –, können tiefsitzende Ursachen für Leiden und Probleme erkannt, festgefahrene und überholte Programmierungen aufgelöst und neue konstruktive Lebensimpulse gesetzt werden. Wie das »funktioniert«, lesen Sie in diesem Buch.
Christine Lemmrich zeichnet sich als Theta-Heilerin dadurch aus, dass sie auf einer fundierten Ausbildung als Sozialpädagogin und Heilpraktikerin für Psychotherapie aufbaut und eine langjährige Ausbildung in und Arbeit mit existenziell orientierter Psychotherapie absolviert hat. Ihr besonderer Zugang zu Theta-Heilung, den sie »Theta-Balance« nennt, besteht darin, sich auf die emotionale Tiefenheilung zu fokussieren, die mit der holistischen Bewusstseinsfrequenz im Theta-Zustand möglich ist. Dabei vermeidet sie billige Allheilversprechen, als ob Theta-Heilung alle körperlichen Beschwerden und klinischen Krankheiten heilen könnte. Sie sieht in Theta-Balance eine wirksame Methode, um viele emotionale Leiden, anhaltende psychische Blockaden und chronische seelische Beschwerden an der Wurzel zu erkennen und auf der Ursachenebene zu heilen.
Die Autorin beschreibt die Grundlagen und Werkzeuge der Theta-Heilung, stellt die wichtigen »Grundbefehle« und Manifestationen vor, widmet sich den verschiedenen wichtigen Lebensbereichen wie Gesundheit, Beruf, Partnerschaft usf., in denen Theta-Balance helfen kann. Sie arbeitet mit Verstrickungen aus der Vergangenheit und bringt eine Reihe von Übungen und anschaulichen Praxisbeispielen.
Theta-Balance ist ein Buch, das alles Wichtige zum Thema Theta-Heilung auf einfühlsame und praxisnahe Art und Weise darstellt und es möglich macht, selbst die Vorzüge von Theta-Balance zu erspüren.
Diesem Buch und der Autorin wünsche ich den Zuspruch, den sie verdienen. Den Lesern und Leserinnen wünsche ich teilweise ganz neue Perspektiven für Heilung und Bewusstseinsentfaltung.
Wulfing von Rohr
Theta-Balance ist eine neu entwickelte, tiefgreifende, effektive und schnell wirksame mentale Methode, mit deren Hilfe die Ursachen psychischer Probleme und Störungen erfasst und aufgelöst werden können. Man kann sie auch als eine Form geistiger Heilung bezeichnen.
Diese Methode gründet sich auf dem von der Amerikanerin Vianna Stibal entwickelten ThetaHealing®. Vianna Stibal erkrankte 1995 schwer an Knochenkrebs. In ihrem Versuch, wieder gesund zu werden, entwickelte sie ThetaHealing®. Mit ThetaHealing® gelang es ihr tatsächlich, vollständig von ihrem Knochenkrebs geheilt zu werden. Begeistert von ihrem Erfolg, arbeitete sie fortan mit Klienten und brachte in den Folgejahren vielen Menschen in den von ihr entwickelten Kursen ThetaHealing® bei. Ende 2002 hatte sie nach eigenen Angaben mit über 35000 Klienten gearbeitet. ThetaHealing® ist mittlerweile ein eingetragenes Warenzeichen.
Ich lernte ThetaHealing® im Jahr 2009 kennen, als ich händeringend nach einer neuen, wirksamen Methode suchte, mit der ich nicht nur mit meinen Klienten, sondern zunächst vor allem mit mir selbst und für meine eigene Heilung arbeiten konnte. Zu diesem Zeitpunkt arbeitete ich bereits seit sieben Jahren als Coach in einer eigenen Praxis mit meinem Ausbildungshintergrund in NLP, Familienaufstellung und systemischem Coaching.
Ich belegte sämtliche damals in Deutschland verfügbaren Kurse bei Esther Kochte, nämlich: ThetaHealing® Basic DNA, ThetaHealing® Advanced und ThetaHealing® Manifestation. Wie viele andere »Theta-Practitioner« habe ich dann die ursprüngliche Form des ThetaHealing® übernommen und sie aus meiner eigenen Erfahrung heraus angereichert und weiterentwickelt. Ich arbeite nicht mit allen von Vianna Stibal entwickelten ThetaHealing®-Techniken bzw. -Anwendungsfeldern. So entferne ich keine Pilze, Bakterien etc. und arbeite auch nicht an der DNS (Desoxyribonukleinsäure = Träger der Gene und Erbinformationen). Für die Wirksamkeit in diesen Bereichen habe ich bislang keinen stimmigen Nachweis gefunden. Deshalb verwende ich auch nicht mehr den geschützten Begriff ThetaHealing®. Ich arbeite stattdessen mit dem Begriff »Theta-Balance«.
Bedingt durch meinen eigenen Krankheitsweg habe ich mich auf die Arbeit mit psychischen und spirituellen Problemen spezialisiert. So begleite ich unter anderem erfolgreich Menschen, die an ihrer Bewusstwerdung arbeiten, sowie mit psychisch kranken Menschen. Hier kann ich voller Freude und Begeisterung sagen: Ja, Theta-Balance funktioniert. Immer wieder werden in einer enormen Geschwindigkeit nachhaltige Heilerfolge erreicht. Oft bin ich selbst noch völlig erstaunt und fasziniert ob der großartigen Wirkungsweise dieser Methode.
Theta-Balance kann bei folgenden Themen sehr gut eingesetzt werden:
Psychische Probleme aller Art: Phobien, Ängste, Depression, Traumata
Menschen in existenziellen Krisen: schwere körperliche Erkrankung oder Tod eines nahen Angehörigen, Verlust des Arbeitsplatzes, Trennung vom Partner o.Ä.
Menschen, die auf Sinnsuche sind und »aufwachen« wollen
Körperliche Beschwerden
»Beziehungsprobleme« mit dem Partner, den Kindern oder auch Arbeitskollegen
Berufliche Neuorientierung
Herausfinden des eigenen »Seelenrufs«
Das sind die derzeit häufigsten Themen. Ich arbeite mit Erwachsenen, aber auch mit Kindern und Jugendlichen. Dabei profitiere ich auch von meiner Erfahrung als ehemalige Familienhelferin. Dort arbeitete ich mit auffälligen Kindern und Jugendlichen aller Altersgruppen.
Dass Theta-Balance selbst bei schwerwiegenden Krankheitsbildern schnell und effizient wirkt, zeigt das folgende Beispiel.
Angelika gilt seit mehreren Jahren als schwer depressiv. Sie hat eine körperliche Erkrankung, die sie einschränkt und die nicht heilbar ist. Der unklare und nicht berechenbare Verlauf dieser Erkrankung und die damit verbundene Arbeitsunfähigkeit verstärken ihre Depression. Aufgrund ihrer psychischen Verfassung und ihrer körperlichen Schmerzen hat sie sich sehr zurückgezogen, wichtige zwischenmenschliche Kontakte abgebrochen und ist in ihrem Leid sehr gefangen.
Bei Angelika, wie bei vielen anderen, sind natürlich ein langfristiger Therapie- und Heilungsprozess und eine kontinuierliche Begleitung notwendig. Trotzdem möchte ich den Verlauf unserer ersten Stunde darstellen, eben weil das Ergebnis für die genannten schweren Ausgangsbedingungen so überraschend erfreulich und schnell war:
Ich gehe in den Theta-Zustand und nehme wahr, wie Angelika in Todesangst davonrennt. Sie bestätigt mir, dass diese Todesangst mit Fluchtimpulsen ihrem momentanen Grundgefühl entspricht. Ich frage im Theta-Zustand nach, was die sogenannten Ursachenpunkte für diese Angst sind.
Ich sehe hellsichtig ein Erlebnis des Ertrinkens. Angelika bestätigt diesen Vorfall als tatsächliches Erlebnis aus ihrer Kindheit und erzählt ihn mir ausführlich. Sie war damals fünf Jahre alt. Seitdem hat sie Angst vor Wasser. Mit ihrer Einwilligung löse ich dieses Erlebnis auf.
Danach bekomme ich im Theta-Zustand die Information, dass Angelika einen »Todeszug« hat, das heißt, es gibt ein Verlangen nach dem Tod bzw. ein Ziehen hin zum Tod. Im Verlauf unseres Gesprächs bestätigt sie das. Sie berichtet auch, dass sich ihr Ex-Mann das Leben genommen hat. Ich vermute, dass die Seele des Ex-Mannes noch bei ihr ist und diesen »Todeszug« verursacht.
Wieder im Theta-Zustand bekomme ich die Bestätigung dafür. Daraufhin ist sie auf meinen Vorschlag hin bereit, eine Familienaufstellung vorzunehmen, ihren Ex-Mann aufzustellen und zu schauen, ob noch Ungelöstes zwischen ihm und ihr steht, so dass er ins »Licht« und seinen eigenen Weg weitergehen kann. Wir bereinigen im Gespräch zwischen Angelika und ihrem Ex-Mann alle ungelösten Probleme, alles Unausgesprochene, so dass sich die Seele ihres Ex-Mannes verabschieden kann und nicht mehr bei Angelika verweilt und diesen Wunsch nach dem Tod auslöst. Damit beende ich die erste Sitzung.
Beim Folgetreffen wirkt Angelika spürbar lebendiger, lacht, ist aufgeschlossen. Ihre Depression ist deutlich weniger ausgeprägt. Sie hat am Wochenende, das erste Mal seit langem, wieder eine Freundin getroffen! Diese positiven Veränderungen bleiben, obwohl erst einmal keine weitere Sitzung folgt.
Viele meiner Klienten kommen mit einem hohen Erwartungsdruck zu mir. Sie sind häufig extrem frustriert, haben sie doch schon etliches an Heilmethoden und Therapien hinter sich. Viele haben die gängigen, von den Krankenkassen finanzierten Therapieverfahren durchlaufen, hier aber nicht die erwünschten Ergebnisse erzielt.
Gerade mit Theta-Balance und anderen sogenannten »neuen Heilmethoden« wird im Internet und in Büchern sehr aggressiv Werbung betrieben. Dem möchte ich mich nicht anschließen. Schnelle Hilfe ist möglich, ja, aber häufig muss doch ein längerer Weg gemeinsam beschritten werden. Das bedeutet nicht zwingend, dass man sich jede Woche sieht, aber doch in regelmäßigen Abständen.
Ich musste mehrfach die Erfahrung machen, dass Klienten mit folgender Erwartungshaltung zu mir kamen: »Ich habe gelesen, dass Theta-Balance mit xyz mit einer Sitzung so gut funktioniert hat. Das möchte ich auch. Vor allem will ich aber nichts dafür tun und möglichst kein Geld ausgeben.« Diese Haltung ist unkooperativ und macht mich zunehmend wütend. Sie beinhaltet nämlich: Ich bin der Kunde, und du hast das Glück, dass ich dich bezahle. Und dann setzt sich der Klient auf die Couch und denkt: »Dann mach du mal! Und wehe, wenn es länger dauert, dann hast du was falsch gemacht und kannst nichts.«
Aber so funktioniert das nicht. Auch hierzu ein Beispiel:
Anruf einer mir unbekannten Frau, in Panik: »Mir geht es so schlecht, ich brauche Ihre Hilfe, ich habe Sie im Internet gefunden, ich denke, Sie können mir helfen. Können wir nicht direkt einen Termin ausmachen, es ist ganz dringend und es muss ganz schnell sein.« Ich räume der Dame trotz Terminknappheit bei mir noch irgendwo dazwischen ganz schnell einen Termin ein.
In der ersten Sitzung überfällt mich die Klientin mit einem Redeschwall, der kaum zu stoppen ist. Ich habe Mühe, mit ihr Ziele für die Sitzung zu erarbeiten.
Ihre Fragen lauten in etwa: Wo ist der richtige Platz/Lebensort für mich? Welche sinnvolle Aufgabe kann ich mit Mitte sechzig noch erfüllen? Ich habe massive Schlafstörungen und nachts Angst und betreibe deshalb Schlafmittelmissbrauch. Das möchte ich ändern. Ich möchte ohne Schlafmittel gut schlafen können. Zusätzlich klagt sie über Mobilfunkmasten bzw. die daraus resultierende Strahlung, die Unaufgeräumtheit ihrer Wohnung, die schlechte Verkehrslage ihrer Wohnung, mannigfaltige gesundheitliche Probleme etc. Sie klagt über alles und jeden. Auf Lösungsansätze von mir antwortet sie unweigerlich mit: »Ja, aber …« Ich spiegele der Klientin ihr Verhalten und äußere die Vermutung, dass ein Teil von ihr der Veränderung/Heilung Widerstand entgegensetzt. Ich nehme hellsichtig wahr, dass Frau P. kein Vertrauen in das Leben an sich hat und eigentlich gar nicht mehr leben will. Sie bejaht das. Eine wichtige Erkenntnis.
Ich teile ihr mit, dass sie sich für den weiteren Heilungsverlauf entscheiden muss, ob sie leben möchte, sonst kann ich nichts für sie tun. Daraufhin möchte sie mit mir einen »Deal machen«: Wenn ich ihr versichere, dass sie noch eine Aufgabe in diesem Leben hat, inklusive richtigem Wohnort, dann würde sie sich für das Leben entscheiden. Sie versucht also, mir eine Verantwortung zuzuschieben, die ich nicht für sie übernehmen kann, darf und möchte. Hellsichtig habe ich für sie die Möglichkeit wahrgenommen, in einem kleinen Seminarzentrum in der Natur zu arbeiten, in dem sie die Seminarräume mit vorbereiten und reinigen könnte. Ich gebe ihr sogar Adressen. Sie bestätigt daraufhin, ja, das sei ihr wahrer Wunsch. Aber das reichte noch nicht als Aussicht. Ich oder besser gleich Gott sollte ihr eine feste Zusicherung geben, dann würde sie sich fürs Leben entscheiden. Ich erkläre ihr, dass keiner ihr eine solche Zusicherung geben könne und dass es trotzdem notwendig sei, sich zu entscheiden. Ich bitte sie, dies bis zur nächsten Sitzung zu tun, und gebe ihr außerdem die Aufgabe mit, sich in ihrem ungeliebten Heimatort Plätze zu suchen, an denen sie sich zentrieren kann. Außerdem soll sie wieder mit dem Yoga anfangen, im Netz nach Seminarhäusern surfen etc.
In der zweiten Sitzung stellt sich heraus, dass sie nichts von o.g. Aufgaben umgesetzt hat. Sie kommt wieder »vom Hölzchen zum Stöckchen«, bis wir weiterarbeiten können. Viel Trauer und Wut wird dabei spürbar. Wir arbeiten mit dieser Trauer und kommen in Kontakt mit ihrem verstorbenen Vater, zu dem sie ein sehr zwiespältiges Verhältnis hatte. In der Sitzung kann die Klientin dieses Verhältnis zum ersten Mal klären und weint Freudentränen.
Da sie, wenn auch zögerlich, von ihrem Entschluss spricht, weiterzuleben, gebe ich ihr ein entsprechendes Ritual mit, das sie einundzwanzig Tage lang durchführen und welches die Entscheidung für das Leben bekräftigen soll. Dieses Ritual soll sie allein zu Hause machen. Damit ist die Sitzung beendet.
Kurz vor unserem dritten Termin sagt sie mir ab. Sie begründet den Abbruch damit, dass sich ja nichts getan hätte, immer noch alles so furchtbar wäre und sie nachts nicht schlafen könne. Auf meinen Einwand, dass ihre Schlafstörungen noch gar kein Thema gewesen wären, reagiert sie nicht. Das »verordnete« Ritual hat sie nicht gemacht, das Honorar auch nicht überwiesen.
Eine verfahrene Situation: Das Resultat aus einer hohen, völlig unangemessenen Erwartungshaltung der Klientin ohne die Bereitschaft, die eigene Verantwortung in ihrem Leben zu übernehmen und selbst etwas verändern zu wollen. So kann Theta-Balance nicht funktionieren – ebenso wenig wie jede andere Methode.
Deshalb möchte ich nur noch mit Klienten arbeiten, die tatsächlich selbst eine nachhaltige Veränderung mit herbeiführen wollen und die bereit sind, in diese Veränderung zu investieren: Zeit, Kraft und Geld. Es muss an dieser Stelle einmal deutlich gesagt werden, dass man wie in seine Kleidung, ein neues Auto oder eine schöne Wohnung auch in sich selbst als Mensch investieren muss, in seine Heilung und Gesundheit, für das persönliche und spirituelle Wachstum. Wenn jemand nicht dazu bereit ist, die Verantwortung für sein Leben selbst zu übernehmen und mitzuhelfen, sein Leben in die für ihn richtigen Bahnen zu lenken, wird keine noch so engagierte und individuell ausgerichtete therapeutische Maßnahme Erfolg bringen.
Menschen, die bereit sind, die Verantwortung für ihr Leben zu übernehmen, werden immer ihren Therapeuten finden. Auch mit kleinem Geldbeutel lässt sich viel erreichen. Ein befreundeter Therapeut hat da eine, wie ich finde, ganz tolle Lösung gefunden: Er hält immer zwei Therapieplätze für Menschen mit geringem Einkommen frei, die er zu Sonderkonditionen behandelt.
Ich bin gern für meine Klienten da, in besonderen Krisensituationen auch am Wochenende oder abends. Ich gebe alles, was mir zur Verfügung steht, ohne mich selbst dabei zu verlieren oder zu vergessen. Dieses Engagement wünsche ich mir auch von meinen Klienten!
Damit meine ich nicht, dass es jemandem nicht schlechtgehen darf, wenn er nicht mehr kann oder nicht mehr weiterweiß, wenn er am Ende ist, wenn er verzweifelt. Das alles ist in Ordnung und Teil meiner Arbeit. Aber es ist eben ein Unterschied, ob ich sage, ich bin am Ende, mein Leben hat keinen Sinn mehr, aber ich lasse mir helfen, ich bin bereit, den dafür notwendigen Weg und vielleicht auch schmerzhaften Veränderungsprozess zu gehen. Ja, ich will! Oder ob jemand zu mir sagt: »Mir geht es schlecht, aber mach du mal als Therapeut, ich will eigentlich gar nichts ändern und weiter in meinem Leid verweilen.«
Der Therapeut kann immer nur den Ball ins Rollen bringen. Lenken, auffangen und neu anstoßen muss der Klient.
Bevor sich ein neuer Klient für eine Zusammenarbeit mit mir entscheidet, gibt es meist vorher, am Telefon oder in der Praxis, ein kostenloses Informationsgespräch, in dem wir beide miteinander abklären, ob wir zusammenpassen. Der Klient erfährt Details zu meiner Arbeit, den angebotenen Methoden und den Rahmenbedingungen wie Terminmöglichkeiten und Zahlungsmodalitäten. Ich höre mir in Kurzform sein Anliegen/die Problematik an und entscheide, ob ich ihm mit meiner Arbeit helfen kann. Sind wir beide der Meinung, dass es passt, wird ein Termin in der Praxis oder am Telefon ausgemacht. Mit Theta-Balance kann ich am Telefon die gleichen Ergebnisse erzielen wie in der persönlichen Arbeit in der Praxis.
In der ersten Sitzung werden die Ziele des Klienten definiert: Was ist der Istzustand, welche Probleme sind da? Und was ist der Sollzustand, was will der Klient mit mir zusammen erreichen, was soll sich verändern?
Danach entscheide ich, ob Theta-Balance die Methode der Wahl ist, und begebe mich, wie am Ende des Buchs beschrieben, in den Theta-Zustand. Der Klient kann sich dafür ganz entspannt hinsetzen. Mit geschlossenen Augen frage ich zuerst ab, wie viele Sitzungen in etwa notwendig sein werden, so dass der Klient weiß, was auf ihn zukommt. Jedes Mal, wenn ich etwas sehe, höre oder fühle, teile ich dies dem Klienten mit. Jede Intervention bespreche ich mit ihm, so dass er jederzeit weiß, was los ist, und sich sicher fühlen und gegebenenfalls auch »nein« sagen kann, wenn er etwas nicht möchte.
Jedes Mal, wenn ich die Augen öffne, um dem Klienten zu erzählen, was ich gerade gesehen oder gemacht habe, wechsele ich vom Theta-Zustand in den Beta-Zustand (siehe Kapitel 2). Schließe ich die Augen, um weiterzuarbeiten, gehe ich wieder in Theta. Das erfordert von mir eine hohe Konzentration und Präsenz.
Mit allen erhaltenen Informationen gehe ich sehr vorsichtig und sorgsam um. Ich bin mir der großen Verantwortung bewusst, die ich während dieses Prozesses trage. Entsprechend achtsam frage ich meinen Klienten, inwieweit zu meinen Informationen, z.B. zu Ursachenpunkten aus der Kindheit, eine Resonanz besteht und er diese Informationen bestätigen kann. Wenn ich die Ursachenpunkte sehe, entscheide ich noch einmal, ob Theta-Balance das geeignete Mittel ist oder ob wir mit einer anderen Technik weiterarbeiten sollten.
Ist Theta-Balance geeignet, wähle ich mit Einverständnis des Klienten die passenden Befehle/Techniken aus, um Veränderung zu bewirken und den Heilungsprozess in Gang zu setzen. Wie das im Detail aussieht, dazu in späteren Kapiteln mehr.
Ob und wie Klienten meine Interventionen wahrnehmen, ist ganz unterschiedlich und hat für das Endergebnis, das positive Sitzungsresultat, keine Bedeutung. Es gibt Klienten, die die energetische Arbeit während der Behandlung ganz massiv auch körperlich spüren, und es gibt welche, die zunächst einmal gar nichts bemerken. Beides ist in Ordnung. Bei mir selbst ist es so, dass ich, wenn ich mit mir selbst arbeite, auch die energetischen Veränderungen spüre. Wenn ich von anderen Theta-Sitzungen bekomme, bemerke ich manchmal etwas, manchmal auch nicht. Was Klienten aber in jedem Fall bemerken, ist die Veränderung ihres Lebens, ihrer Situation, ihrer Wahrnehmung nach den Sitzungen.
Neigt sich die Sitzung dem Ende zu, harmonisiere ich meinen Klienten mit den gemachten Veränderungen und begebe mich wieder auf den Rückweg aus dem Theta-Zustand in die reale Ebene des Bewusstseins. Ich reinige mich innerlich und beende die energetische Verbindung zum Klienten. Es ist sehr wichtig, diese Verbindung sorgsam wieder zu trennen, da ich sonst auch nach der Sitzung mit dem Klienten verbunden sein kann. Dazu noch eine kurze Geschichte:
Vor kurzem gab ich einer Bekannten eine Sitzung, die sehr gut lief und in der sie aufgrund ihrer sensitiven Wahrnehmung sehr viel selbst spürte und wahrnahm. Aus Unachtsamkeit vollzog ich den sogenannten Energy Break, die energetische Trennung, nicht wie vorgeschrieben mit der entsprechenden Handbewegung, sondern visualisierte die Trennung nur. Danach besuchte ich das Badezimmer. Als ich zurückkehrte, sagte sie zu mir: »Kann es sein, dass du mich gerade mitgenommen hast?« Sie hatte ganz richtig gespürt, dass ich die Energietrennung nicht sauber vollzogen hatte. Das war natürlich etwas peinlich, aber auch ein witziges und gutes Lehrstück für mich …
Am Ende der Sitzung gebe ich dem Klienten häufig kleine »Hausaufgaben« mit. Es kann sein, dass etwas aufgeschrieben, ein Ritual, eine Visualisierung oder eine bestimmte Übung gemacht werden soll. Ziel ist hier, wie gesagt, den Klienten so eigenständig wie möglich an der Realisierung des Sitzungsziels mitarbeiten zu lassen. Jeder Klient soll mittelfristig selbst in der Lage sein, mit schwierigen Lebenssituationen umzugehen und sich selbst wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Wichtig ist mir dabei immer, dass der Klient auf seine »innere Stimme«, seine eigene innere Weisheit hört, über die wir alle verfügen. Fragt mich mein Klient, wann denn der nächste Termin stattfinden soll, sage ich oft, er möge in sich selbst hineinspüren, was für ihn stimmig ist. Auch wenn es für manche Menschen ungewohnt ist, ihr eigenes Leben zu lenken, klappt das meistens ganz gut. In anderen Fällen muss ich manchmal führen; das ist auch abhängig von der Phase, in der sich der therapeutische Prozess gerade befindet.
Selten, aber manchmal kommt es vor, dass nach einer Sitzung verstärkt Emotionen nach oben drängen. Für solche Fälle wissen meine Klienten, dass sie mich jederzeit anrufen können und dass ich dann einen Notfalltermin anbiete. Das ist mir sehr wichtig. Schließlich arbeite ich auf einer sehr tiefen Ebene mit dem Menschen, da muss ich sicherstellen können, dass ich für ihn da sein kann, wenn zwischen zwei Terminen etwas aufbricht.
In den Fallbeispielen ist deutlich geworden, dass ich im Theta-Zustand hellsichtig bin und mit dieser Wahrnehmung arbeite. Im Verlauf der Therapie arbeite ich nicht ausschließlich mit Theta-Balance, sondern auch mit anderen Techniken. Ich habe diese Techniken unter dem Begriff Bewusstseinsarbeit zusammengefasst, weil sie dem Klienten eine neue, bewusstere Entscheidungsgrundlage eröffnen.
Sicher werden Sie sich als Leser wundern, warum ich es nicht bei der Methode von Theta-Balance allein belasse. Ganz einfach weil Theta-Balance zwar eine ganz wunderbare und effiziente Methode ist, weil sie aber meiner Meinung nach allein zur Heilung und Ganzwerdung nicht ausreicht. Vielmehr muss sie meines Erachtens zwingend durch andere Techniken und Wege ergänzt werden.
