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Mit einfachen Mitteln, dem richtigen Material und etwas Kreativität wird aus Opas Schreibtisch ein neues Highlight, aus dem Sperrmüllfund mit der defekten Linoleumplatte ein toller neuer Küchentisch und dem ramponierten Nierentisch ein neuer Eyecatcher. Möbelaktivistin Esther Ollick erklärt alle wichtigen Techniken für dein individuelles Projekt und welches Werkzeug du wirklich brauchst.
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Seitenzahl: 57
Veröffentlichungsjahr: 2023
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Esther Ollick
Tische
Esther Ollick
Tische
Möbel reparieren, umgestalten, upcyclen
HEEL
HEEL Verlag GmbH
Gut Pottscheidt
53639 Königswinter
Tel.: 02223 9230-0
Fax: 02223 9230-13
E-Mail: [email protected]
www.heel-verlag.de
© 2022 HEEL Verlag GmbH
Autorin: Esther Ollick
Gestaltung: My Linh Nguyen, Heinsberg
Covergestaltung: Christine Mertens, HEEL Verlag GmbH
Lektorat: Ulrike Reihn-Hamburger
Fotos: Esther Ollick
Mit Ausnahme von:
Alexandra Roth, Fotoagentur Roth, Mülheim a.d. Ruhr:
Coverbild, S. 4 sowie alle Eingangsfotos der fertigen Modelle
Hintergründe: © Unsplash/Josep Martins, Jacob Vizek, Joe Woods
Mit freundlicher Genehmigung: © Festool Deutschland GmbH: S. 4/5
Alle Rechte, auch die des Nachdrucks, der Wiedergabe in jeder Form und der Übersetzung in andere Sprachen, behält sich der Herausgeber vor. Es ist ohne schriftliche Genehmigung des Verlags nicht erlaubt, das Buch und Teile daraus auf fotomechanischem Weg zu vervielfältigen oder unter Verwendung elektronischer bzw. mechanischer Systeme zu speichern, systematisch auszuwerten oder zu verbreiten. Ebenso untersagt ist die Erfassung und Nutzung auf Netzwerken, inklusive Internet, oder die Verbreitung des Werkes auf Portalen wie Google Books.
Dieses Buch und die darin enthaltenen Rezepte wurden nach bestem Wissen und Gewissen verfasst. Weder der Verlag noch der Autor tragen die Verantwortung für ungewollte Reaktionen oder Beeinträchtigungen, die aus der Verarbeitung der Zutaten entstehen.
– Alle Rechte vorbehalten –
– Alle Angaben ohne Gewähr –
Printed in Latvia
ISBN: 978-3-96664-360-3
eISBN: 978-3-96664-494-5
Folgt dem HEEL Verlag gerne auch unter:
Vielen Dank für die Unterstützung bei der Realisierung dieses Buches
Alexandra Roth – für die wunderbaren Fotos
Schreinermeister Martin „Speedy“ Spieth – für die fachliche Unterstützung
Johanna Bolz – für das tolle Vorwort
Kristin Meisen – für das schöne Styling und Make Up
Freilichtbühne Freudenberg – für den Transport der Modelle zum Shooting
My Linh Nguyen – für das wunderschöne Layout
und natürlich Tina van den Berg und Stefanie Sauer
und Ulrike Reihn-Hamburger und dem HEEL Verlag
Forbo Flooring Systems (forbo.com)
Evitas Store, Kreativbedarf (evitas-store.de)
Inhalt
Werkzeug, Schleifen, Beizen
Kleiner Wirtshaustisch
Reformierter Barocktisch
Aufgefrischter Linoleumtisch
50er-Jahre-Tisch mit frischem Linoleum
Kleiner Découpage-Tisch
Esstisch im Saltwash-Look
Schragentisch mit Kupferfliesen
Baudielen-Tisch
Gründerzeittisch Patchwork
Esther Ollick bittet zu Tisch!
Der Tisch hat sich im Laufe der Jahrhunderte zu einem Gegenstand mit kultureller Bedeutung und geschichtlich ikonischer Symbolik entwickelt. Der Tisch zieht sich wie ein roter Faden durch unser aller Leben: Vom Wickeltisch bis hin zu den berühmten Füßen unterm Tisch vergehen knapp 18 Lebensjahre. Bis dahin sitzt man unendlich oft am gedeckten Tisch, haut bisweilen auch darauf, tischt schon mal etwas auf oder lässt das eine oder andere darunterfallen. Die Liste ist unendlich.
Was wären wir ohne Tisch? Ob Familie, Freunde oder Geschäftspartner, der Tisch spielt immer eine zentrale Rolle: Hier wird gegessen, getrunken, beraten, diskutiert, gearbeitet, gelacht, geweint. Gemeinsam an einem Tisch, so beginnen viele gute Geschichten. Hier werden Pläne geschmiedet, Verträge unterschrieben, auf die Freundschaft und die Liebe angestoßen. So vielfältig wie ihre Nutzung, so vielfältig ist ihre Form. Sie reicht vom kleinen Beistelltisch und Esstisch bis hin zu Schreibtischen, an denen viele von uns in der heutigen Zeit die meiste Zeit unseres Arbeitslebens verbringen.
In diesem Buch geht’s aber um den Tisch als zentrales Möbelstück. Esther Ollick hat sich für ihr neues Buch zehn Tische ausgesucht, die schon viel erlebt haben, die viel gebraucht und nicht gut behandelt wurden. Kurz: Die Tische in diesem Buch waren schon auf dem Sperrmüll, bevor sie von ihr gerettet und wiederbelebt wurden. Sie hat sich dieser Tische angenommen und sie mit viel Liebe und Kreativität wieder fit für ein weiteres abwechslungsreiches Leben im Mittelpunkt gemacht. Das gibt Mut! Aus scheinbar unrettbaren Möbeln kann jeder mit etwas Mühe, Mut und Ideen etwas Schönes und Bleibendes gestalten. Einfach machen, das ist Esthers Botschaft! In diesem Buch vermittelt sie verschiedene Techniken und zeigt mit gut erklärten Schritt-für-Schritt-Anleitungen wie es geht.
Ich wünsche viel Spaß beim Wiederbeleben verlorenerer Tische!
Johanna Bolz Vintage Kontorwww.vintage-kontor.com
„Was wir heute tun, entscheidet darüber, wie die Welt morgen aussieht.“
Marie von Ebner-Eschenbach
„Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun.“ Molière
DREI MASCHINEN
Um mit dem Reparieren, Umgestalten und Upcyceln alter Möbelstücke beginnen zu können, braucht es keine voll ausgestattete Holzwerkstatt oder jahrelange Erfahrung, es genügen ein gut sortierter Werkzeugkoffer, drei Maschinen und vor allem Spaß an der Sache und Zeit zum Probieren.
Die drei Maschinen, die die Basis für die Aufarbeitung bilden, stelle ich euch kurz vor. Ich möchte euch ans Herz legen, beim Kauf unbedingt auf eine gehobene Baumarktqualität zu achten, alles andere macht wenig Spaß und das macht sich auch im Ergebnis bemerkbar. In meiner Werkstatt arbeite ich mit Profigeräten der Firma Festool, und die sind hier auch abgebildet.
Mit einem Bohrschrauber, auch Akkuschrauber genannt, kann man zahlreiche Holzarbeiten ausführen. Wie der Name schon sagt, kann damit geschraubt und gebohrt, also auch montiert und demontiert werden. Am besten legt man sich auch gleich einen guten Satz Bits und Holzbohrer zu.
Eine Stichsäge ist eine Allrounder-Säge für verschiedene Holzarbeiten, deren Handhabung sehr einfach ist. Zu ihren Einsatzgebieten gehören das Zuschneiden, das Kürzen und das Anpassen von Möbelstücken. Ein wichtiges Werkzeug also.
Hier stehen verschiedene zur Auswahl, z.B. Deltaschleifer, Bandschleifer oder Exzenterschleifer. Mit dem Letzten arbeite ich persönlich am liebsten, weil er durch seine exzentrischen sternförmigen Kreisbewegungen in kurzer Zeit viel Material abträgt und dabei leicht zu handhaben ist.
Optional empfehle ich einen Industriestaubsauger als Ergänzung für den Exzenterschleifer. Gerade wenn viel geschliffen wird, macht es Sinn, dass sich der Schleifstaub im Filtersack sammelt und nicht in der Luft. Denn alles, was in der Luft ist, kann eingeatmet werden und sich auf dem frisch aufgearbeiteten Möbelstück absetzen.
Bitte lasst euch im Bau- oder Fachmarkt zu allen Maschinen ausführlich beraten!
SCHLEIFEN
Schleifrolle/Rolle Handschleifpapier (rot), Schleifvlies (grün), Schleifblock (Mitte), Schleifschwamm (unten), Festool Exzenterschleifer, Schleifpad (hellblau), Schleifmittel für Dreiecksschleifer, Schleifmittel (links) und Schleifnetz (rechts) für Exzenterschleifer, Schleifklotz aus Kork, Stahlwolle (Silbergrau).
Für viele Oberflächenbehandlungen wie Beizen, Ölen oder Wachsen ist das Schleifen unumgänglich. Mal genügt es anzuschleifen, fürs Beizen beispielsweise muss die Oberfläche jedoch sorgfältiger vorbereitet werden. Durch das Anschleifen werden Flüssigkeiten besser aufgenommen und durch das Anrauen entsteht eine Haftbrücke für Lacke. Und natürlich ist es auch sinnvoll, das Möbelstück von den Schmutzablagerungen der letzten Jahre oder Jahrzehnte zu befreien. Holzoberflächen können per Hand oder mit einer Maschine bearbeitet werden, wobei das Maschinenschleifen einen höheren und gleichmäßigeren Materialabtrag erzeugt. Oft ist es eine Kombination aus beidem, die zum optimalen Ergebnis führt.
Wer eine elektrische Schleifmaschine besitzt, der muss nur noch an schwer zugänglichen Stellen und Rundungen per Hand schleifen und bei Zwischenschliffen. Dafür gibt es verschiedene Schleifmittel (siehe Abb. oben) und Handschleifgeräte, die die Arbeit erleichtern. Einer davon ist der gängige Schleifklotz aus Kork, um den Handschleifpapier in sämtlichen Körnungen gewickelt werden kann.
