Türen öffnen Räume - Heike Eberle - E-Book

Türen öffnen Räume E-Book

Heike Eberle

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Beschreibung

In "Türen öffnen, Räume entdecken" lädt Dich Heike Eberle auf eine außergewöhnliche Entdeckungsreise ein, die weit über die Grenzen traditioneller Wohnkonzepte hinausgeht. Dieses Buch ist eine Schatzkiste voller Weisheit, die Dir zeigt, wie Du die verborgenen Energien in Deinem Zuhause erkennst, harmonisierst und für ein erfüllteres Leben nutzt. Eberle kombiniert Handwerk, Feng Shui und Psychologie mit ihren persönlichen Erfahrungen und öffnet damit Tür um Tür zu einer Welt, in der Dein Heim zum Spiegel Deiner Seele wird. Dein Zuhause – Ein Ort der Transformation Handwerk und Feng Shui: Entdecke, wie die Verbindung von praktischem Handwerk und den Prinzipien des Feng Shui Deinen Wohnraum transformieren kann. Lerne, Räume so zu gestalten, dass sie Deine Energie und Dein Wohlbefinden steigern. Die Kraft der Räume: Jeder Raum in Deinem Zuhause birgt das Potential für Veränderung und persönliches Wachstum. Erfahre, wie Du diese Räume bewusst nutzen kannst, um Deine Lebensqualität zu verbessern. Persönliche Einblicke: Heike Eberle teilt offen und ehrlich ihre eigenen Erfahrungen und die Herausforderungen, die sie auf ihrem Weg gemeistert hat. Lass Dich von ihrer Reise inspirieren und finde Mut, Deine eigenen Räume neu zu entdecken. Praktische Tipps und Reflexionsfragen: Neben faszinierenden Geschichten und tiefgreifenden Einblicken bietet das Buch eine Fülle an praktischen Tipps und Reflexionsfragen, die Dich dazu anregen, Dein eigenes Zuhause mit neuen Augen zu sehen. Was Du entdecken wirst: Türen als Übergänge: Lerne, wie Türen mehr als nur Zugänge sind – sie sind Übergänge zu neuen Möglichkeiten, zu Räumen, die Deine Seele nähren und Dein Leben bereichern. Räume der Seele: Tauche ein in die Tiefe Deiner eigenen Seelenräume. Entdecke, wie Du durch bewusste Raumgestaltung Harmonie, Energie und Lebensfreude in Dein Zuhause bringst. Die Energie des Hauses: Verstehe, wie die Energien in Deinem Zuhause wirken und wie Du sie positiv beeinflussen kannst, um ein Umfeld der Heilung und des Wachstums zu schaffen. Öffne jetzt die Tür zu Deinem neuen Zuhause – und zu einem neuen Du. Beginne Deine Reise in ein bewussteres, harmonischeres und energiereiches Leben. Entdecke, wie Du durch die Gestaltung Deines Wohnraums nicht nur Dein Heim, sondern auch Dich selbst transformierst. Mach den ersten Schritt und lass "Türen öffnen, Räume entdecken" Dein Wegweiser zu einem Zuhause sein, das in Einklang mit Deinen tiefsten Wünschen und Bedürfnissen steht.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB

Veröffentlichungsjahr: 2024

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Vorwort Anja Cordes (itb)

Vor Ihnen liegt das Werk einer Frau, die die Welt des Bauhandwerks verändert hat. Heike Eberle gilt bereits seit vielen Jahren als „Vorbildunternehmerin“ und zeigt mit ihrer Präsenz und ihrem Erfolg immer wieder aufs Neue, dass wertstabiles Bauen mehr ist, als Stein auf Stein zu setzen.

Die Autorin hat Brücken zwischen der Welt des Handwerks und der Wissenschaft geschlagen, um die gesamte Baubranche nachhaltiger, effizienter und zukunftsfähiger zu gestalten. Für die Handwerksforschung ist der Austausch und die Zusammenarbeit von unschätzbarem Wert. Heike Eberle hat bereits Vieles erreicht, jedoch nicht allein technologische Fortschritte vorangetrieben, sondern auch eine menschliche Dimension in das Bauhandwerk eingebracht. Sie hat erkannt, dass Professionalität und menschliche Wärme Hand in Hand gehen und Werte wie Herzlichkeit und Wertschätzung für den unternehmerischen Erfolg genauso wichtig sind wie technische Fähigkeiten.

Nun entführt uns Heike Eberle in die spannende Welt des Bauhandwerks und verknüpft es mit den Prinzipien der Lehre des Feng Shui:

Das Bauhandwerk formt und erschafft Räume, in denen Menschen leben, arbeiten und ihre Träume verwirklichen können. Das Handwerk hat somit die Möglichkeit, unmittelbar Einfluss auf das Wohlbefinden und die Lebensqualität der Menschen auszuüben. Dieses Potenzial auszuschöpfen, gelingt mit Hilfe einer jahrtausendealten Lehre, die sich mit der Harmonisierung von Räumen und der Schaffung eines ausgewogenen Energieflusses befasst. Feng Shui will positive Energien fördern, Blockaden auflösen und kann helfen, das Gleichgewicht und die Harmonie in unseren Lebensräumen (wieder)herzustellen – und somit unser Wohlgefühl und unsere Lebenszufriedenheit zu verbessern.

In diesem Buch zeigt uns Heike Eberle, wie sie ihre Handwerkskunst und Expertise im Feng Shui kombiniert, um die Türen zu einzigartigen und harmonischen Räume zu öffnen. Sie teilt ihr Wissen, ihre Erfahrungen und ihre praktischen Tipps, wie wir die Prinzipien des Feng Shui in unsere eigenen Wohn- und Arbeitsbereiche integrieren können. Ihre Geschichten von Projekten und Transformationen bieten Inspiration und laden uns ein, durch bewusste Gestaltung eine Umgebung zu schaffen, die uns unterstützt und auf unserem Lebensweg begleitet.

Durch die Verbindung, die Heike Eberle zwischen Handwerk und Feng Shui schlägt, eröffnet die Autorin eine gänzlich neuartige Perspektive auf unsere alltägliche Umgebung und die Art und Weise, diese wahrzunehmen. Ihr Buch wird zweifellos eine wertvolle Inspirationsquelle für alle sein, die daran interessiert sind, ihre alltäglichen Lebensräume lebenswerter zu gestalten.

 

Anja Cordes

itb - Institut für Betriebsführung im Deutschen Handwerk

Vorwort Ralf Hellrich (Hwk Koblenz)

Frauen führen anders und Frauen sind, wenn sie zu Unternehmerinnen werden, erfolgreich. Dieser Fakt hat seine Gültigkeit in allen Bereichen der Wirtschaft. Dass Frauen auch das Bauhandwerk erobern können, zeigt Heike Eberle und weil Frauen dabei neue Wege gehen, ist dieser Bereich der Wirtschaft auch auf Frauen angewiesen. Aspekte, wie Ganzheitlichkeit und Energiefluss im Wohnungsbau, führen zu neuen und überraschenden Erkenntnissen und lassen Räume in einem völlig neuen Licht erscheinen. Feng Shui ist dabei eine bedeutende Grundlage um das Lebensgefühl in Wohn- und Arbeitsraum neu zu denken. Typisch dabei ist, dass diese Philosophie durch den erweiterten Blick einer Frau in die Bauwirtschaft getragen wird. In einer Welt der Kubatur und Arithmetik kann dieses Verständnis nur Eingang finden, wenn übergreifendes Denken Einzug hält.

Die abstrakte Betrachtungsweise für Räume führt zu einem erhabenen Lebensgefühl der Bewohner, lässt nicht nur Wohnraum sondern Lebensraum entstehen und gibt den Menschen die Atmosphäre für Zufriedenheit und Ausgeglichenheit.

Allzu oft verschließt sich diese Form der Kreativität einer nur durch Männer geprägten Welt des Baus. Gut ist, wenn Frauen diese Berufswelt für sich erobern, wirklich großartig ist, wenn sie zugleich als Vorbilder und Autorinnen auftreten, um ihre Leistung zu manifestieren und nachvollziehbar zu beschreiben.

Heike Eberle schafft es damit nicht nur, die Welt des Baus neu zu definieren und Lebensraum auf neue Weise zu schaffen, sie erschließt diese Welt auch den Menschen, die in der Bauwirtschaft dringend nötig sind, den Frauen. Akzente zu setzen, die Menschen bewegen, stereotype Denkweisen hinter sich zu lassen, ist ein enormer Gewinn in allen Berufen. Denn zum Verlassen scheinbar vorgegebener Pfade braucht es Vorbilder, die Wege zeichnen und Mut machen, diese zu gehen.

Es geht also um weit mehr, als um die Gewinnung von Fachkräften für das Baugewerbe. Es geht um die Erkenntnis, dass ein Weitermachen wie bisher in einer sich stark veränderten Arbeitswelt nicht möglich sein wird. Greifen neue Denkweisen im Bauhandwerk, so werden auch Menschen dort wirken können, deren Inspiration diesem Bereich bisher verschlossen war. Im besten Fall bleibt es nicht bei der Inspiration nur für das Bauhandwerk in der Erschließung neuer Lebensräume. Das vorliegende Werk ist geeignet auch weitere Bereiche im Handwerk zu öffnen und neu zu denken.

Das Handwerk ist Heike Eberle zu Dank verpflichtet. Den Mut, die Energie und das Durchhaltevermögen, die es braucht um ein Werk dieser Art zu verfassen und zu veröffentlichen sucht seines Gleichen, gerade weil Heike Eberle auch als Unternehmerin stark gefordert ist. Die Hoffnung, dass Aspekte ihrer Philosophie, Denkanstöße in das gesamte Handwerk tragen, ist berechtigt.

 

Ralf Hellrich

Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Koblenz

Die Perlenkönigin

Die Perlenkönigin schreitet zur Tat.

Majestätisch erhebt sie den Blick.

Ohne große Worte arrangiert sie

Essenzielles im Hintergrund.

Sie organisiert, koordiniert, steuert, rudert,

sinniert, kontempliert, moderiert, meditiert,

improvisiert, fusioniert.

 

Die Perlenkönigin.

Sie ist eine Perle.

Leuchtend und fein

von purem Sein.

Es schimmert die Perle

an ihrem Ohr.

Die Perlenketten aus Großmutters Hand

würdigt sie in edlem Halsgewand.

 

An ihr perlt das Böse ab,

sie hat perfekt den Lotuseffekt gemacht.

Die Perle öffnet die Tür zu geheimen Verließen.

Sie schweigt, bis dass der Tod sie scheidet.

Mit Engelszungen hütet sie ihr tiefes Glück.

Aus Samenkörnern erwacht,

hat sie sich viele Möglichkeiten erdacht.

Die Perlenkönigin.

Sie ist eine Perle.

Leuchtend und fein

von purem Sein.

 

Die Perle speichert alle Erinnerungen,

sie ist so weise im Kreis ihrer Lieben.

Schön, rund und wohlgeformt

verkörpert sie ihre weibliche Essenz.

Mit stolzem Haupt schreitet sie

durch die Räume ihres großen Palasts.

Tür um Tür öffnet sie alle Räume

und schließlich kommt sie an,

im Raum der friedlichen Glückseligkeit.

Die Perlenkönigin.

Sie ist eine Perle.

Leuchtend und fein

von purem Sein.

Wer klopft da?

Wenn der Verstand an die Tür klopft,

die Herztür immer weiter zugeht,

die Energien nicht mehr fließen,

werden ungebetene Gäste eingeladen.

Öffnet sich der Raum der neuen Möglichkeiten,

mit frischen Gestaltungsenergien,

beginnen deine Räume wieder zu strahlen.

Die Ahnen

Die Ahnen stehen vor meiner Tür.

Klopfen wie verrückt.

Ich bin nicht entzückt.

Wie würde ich mich entscheiden,

wenn ich ahnungslos wäre?

Sie pushen mich. Sie erinnern mich.

Sie stehen hinter mir.

Sie setzen alles auf mich.

Sie wollen befreit werden.

Sie überfordern mich.

Sie nehmen mich in die Pflicht.

Sie hämmern auf mich ein.

Sie nageln mich fest.

Sie ketten mich an.

Sie lasten auf mir.

Sie berauben mich.

Ist das wahr?

Hat das Handwerk goldenen Boden?

Ich bin schon lange im Bauhandwerk verwurzelt. Mich hat das Bauhandwerk stark geprägt und geformt. Bei allen gesellschaftlichen Unkenrufen möchte ich eine Hommage an das Handwerk abgeben und wage den Blick in die Glaskugel.

Ich stelle dir meine 9+3 Thesen vor, wie ich die Zukunft unserer Branche sehe:

Handwerk hat einen goldenen Boden

Dieser Satz stammt aus dem Mittelalter und beschreibt einen Weber, dem die Sonne in seinen leeren Brotbeutel schien. Eine ironische Anspielung eines armen Handwerksmeisters. Ist dieses Image heute immer noch anhaftend, obwohl dieser Satz ausdrücken möchte, dass im Handwerk gutes Geld zu verdienen ist?

Dieser Satz hinterlässt eine ambivalente Bedeutung: Verdienst ist möglich, aber unter rauen Bedingungen. Das Handwerk hat immer noch das Image des Blaumanns, der für die Krawattenträger die Drecksarbeit ausführt. Mit diesem kollektiven Bewusstsein aus Hunderten von Jahren kämpft das Handwerk. Die pushenden Aussprüche wie „Handwerk hat goldenen Boden“ verpuffen, weil das kollektive Unterbewusstsein stärker wirkt als die realen Kämpfe für einen goldenen Boden. Zwar mag es in dem einen oder anderen Fall helfen, aber die mangelnde Nachfrage nach Ausbildungsplätzen spricht klare Bände.

Nichtsdestotrotz hat die Branche alles in der Hand, um künftig das zu werden, was im Mittelalter ironisch überliefert worden ist: das Handwerk mit goldenem Boden!

Der goldene Boden des Handwerks trifft mehr denn je zu. Das Gold steht unter anderem für Zuverlässigkeit und Pflichtbewusstsein. Die Grundbedürfnisse des Menschen, Einhausung, Einrichtung, Nahrung, wollen befriedigt werden. Wir brauchen Handwerker! Handwerker, die ihr Fach verstehen. Bauen, Umbauen, Reparieren – das wird es immer geben.

Was wäre die Welt ohne das Handwerk? Kein frisch gebackenes Vitalbrot, kein Gulasch, kein Käse, keine ästhetischen Frisuren, keine Häuser, kein Licht und keine Wärme. Ich könnte diese existenziellen Lebensfunktionen unserer Handwerker-Gilde noch unendlich fortführen.

Mir ist es an dieser Stelle wichtig zu zeigen, dass unser Handwerk einer der ersten Berufe unserer Menschheit war, weil es primäre Bedürfnisse befriedigt und weil ohne diese Bedürfnissicherung das Überleben nur schwer möglich ist. Machen wir uns bewusst, wie elementar das Handwerk für unser Menschsein ist, und lassen dem Handwerk auch im 21. Jahrhundert unsere Wertschätzung für die unermüdliche Wertschöpfung zufließen. Das Handwerk ist ein nicht zu übersehender Dienst an der Menschheit. Es begleitet unser Leben, teils unscheinbar, und sichert das Überleben. Ich würde so weit gehen zu sagen: Das Handwerk bietet uns einen Überlebensservice.

Mit dieser Sichtweise hoffe ich, dass ich einen Lichtsamen fürs Handwerk setzen kann und das gute Handwerk uns auch in den nächsten Jahren erhalten bleibt. Wir brauchen das Handwerk! Ohne Wenn und Aber.

Wie wäre es, wenn wir im Kleinen, also in unserem Mikrosystem Haushalt, damit anfingen, das Handwerk, das Kochen, Basteln, Gärtnern, Schneidern, Häkeln, Stricken, wieder schätzen bzw. lieben zu lernen? Wie wäre es, wenn wir uns wieder dem bodenständigen Handwerk, dem Arbeiten mit den Händen, zuwendeten? Zu übermächtig ist die Kopfarbeit geworden, sodass wir im handwerklichen Tun den notwendigen Ausgleich finden können, Yin und Yang (siehe S. 76) in eine gute Balance gebracht werden.

Kleine Baubetriebe entwickeln sich zu Manufakturen, größere Betriebe zu robotergetriebenen Industriemaschinen

Es wird eine große Lücke zwischen kleinen und großen Betrieben geben. Die Schere zwischen kleinen und großen Betrieben wird immer größer. Mittelgroße Betriebe werden von der Marktfläche verschwinden, von größeren Betrieben aufgekauft, sodass die großen Betriebe immer größer werden. Die kleineren Betriebe schrumpfen stetig weiter und entwickeln sich zu leistungsstarken Baumanufakturen.

Die Schere zwischen den Betrieben wird größer. Große Unternehmen werden noch größer, kaufen kleinere auf, versuchen den Markt zu beherrschen. Sie diktieren das Marktgeschehen, beeinflussen die Preispolitik. Das Baugeschehen durch diese Unternehmungsführung ist massengesteuert, die Maschinerie muss auf großen Rädern laufen, die Kunden und Mitarbeiter bzw. Subunternehmer werden eher als Nummern behandelt. Zeit für ein herzlich-wärmendes Gespräch bleibt nicht, schließlich muss die Maschinerie laufen. Druck auf allen Ebenen ist an dieser Front zu spüren und jeder darf sich fragen, ob er in dieser Liga mitspielen möchte.

Anders beim Gegentrend: der Annäherung zur individuellen Handwerksleistung aus erster Meisterhand. Die Entwicklung zu Handwerksmanufakturen ist die extreme Gegenposition zur anonymen Großindustrie. In diesen kleineren, feinen Unternehmen spürt der Externe die Leidenschaft und die Liebe des Inhabers zum Handwerk. Er setzt sich für seine handwerkliche Kunst ein, teilt sie gerne mit willigen und hungrigen Jungmeistern, erbringt hervorragende Dienstleistungen seinen Kunden gegenüber, die seine meisterhafte und wertstabile Leistung anerkennen und wertschätzen.

Allrounder werden künftig gefragt

Der Bauarbeiter entwickelt sich zu einer Fachkraft, die neben dem handwerklichen Geschick auch kaufmännische Fähigkeiten braucht, um den Kunden eine kosteneffiziente Lösung anzubieten.

Der Bauarbeiter, der eher das Image einer weniger eloquenten Person hat, darf sich aus seinem negativen Image befreien. Er hat gegenüber der Kundschaft vor Ort eine hohe Verantwortung und wird als Sprachrohr zum Kunden immer wichtiger. Er darf sich in seinen Kommunikationsfähigkeiten entwickeln.

Die Baufachkraft von morgen vereint technisches Know-how, handwerkliches Feingespür mit einer menschlichen Komponente. Er entwickelt sich zu einem Allrounder. Dies ist insbesondere für die kleineren Betriebe von hoher Bedeutung, weil sich hier die Aufgaben auf wenige Köpfe verdichten. In Großbetrieben wird sich der Trend zum Spezialisten und arbeitsteiligen Betrieb weiter fortsetzen, was allerdings zu großen Schnittstellenproblemen bei überlappenden Gewerken und Kompetenzen führt.

Ich möchte mich hier weiter mit dem Bau-Allrounder beschäftigen, da ich es als spannenden, lebendigen und abwechslungsreichen Wirkungskreis sehe und mich zu den kleineren Betrieben hingezogen fühle.

Die Baufachkraft darf sich lebenslang weiterbilden, als Persönlichkeit weiterentwickeln und mit einem menschenfreundlichen Mindset aufstehen, das ihn im wertschätzenden Umgang mit seinen Kolleg:innen, Chef:innen, Kund:innen agieren lässt.

Leider ist das Image der Bauleute immer noch der Wortkarge, der nur das Nötigste spricht. Die Baufachkraft sehe ich als Brückenbauer zwischen dem Bauherrn und dem Bauobjekt. Wir bauen eine Zukunft für Menschen, sodass wir unsere Bauherren „lieben“ dürfen und ihre Wünsche und Bedürfnisse achten, sie dort abholen, wo sie stehen, und ihnen bei der Umsetzung ihrer Baupläne als Dienstleister und Kostenmanager zur Seite stehen. In dem Kapitel „Raum der Begegnung“ (S. 221) habe ich die wertschätzende Kommunikation, angelehnt an die Theorie der gewaltfreien Kommunikation, als Giraffensprache tituliert. Wir wissen alle, dass der Ton die Musik macht, und wir dürfen im Bauhandwerk diese Türen der wertschätzenden Klänge weit aufstoßen!

Ich wünsche mir, dass sich Kaufleute und Techniker in ihren Kompetenzen annähern. Ich erlebte in vielen Berufsjahren, wie zwischen diesen Berufsgruppen ein großer Graben existiert. Die Techniker formulierten mit dem Ausspruch „auf den Baustellen wird das Geld verdient“, dass die Kaufleute als notwendiges Übel gesehen wurden. Doch natürlich braucht ein Betrieb beide Kompetenzen und darüber hinaus noch mehr, nämlich ein sinnstiftendes Miteinander!

So glaube ich, dass, wenn Techniker:innen und Kaufleute ihre Kompetenzen erweitern, sie sich nicht nur fachlich annähern, sondern sie sich auf einer neuen Augenhöhe begegnen, die dem Betrieb als Ganzes guttut. Ebenso wie dem Kunden – und damit der gesamten Branche, der Gesellschaft.

Gute Geschäfte werden per Handschlag besiegelt

Früher wurden gute Geschäfte per Handschlag ausgemacht, so zu den Zeiten meines Großvaters. Das waren gute Geschäfte, da sie auf Vertrauen basierten. Verträge mit vielen Seiten der Absicherungen und komplexen Eventualitäten kosten in der Anfangsphase einer Baumaßnahme viel Energie, bis man die gleiche Sprache gefunden hat.

Statt sich auf ein gutes Bauwerk zu konzentrieren, werden Baujuristen eingesetzt, die das Vertragswerk begutachten und rundmachen.

Deutschland braucht dringend eine bürokratische Abwendung von verklausulierten Vertragsregeln. Statt uns das Leben einfacher zu gestalten, werden die vertraglichen Regelungen von Jahr zu Jahr komplexer. Die VOB, die sich seit Jahren in der Baubranche etabliert hat, wird zwar immer mehr dem BGB angepasst, doch es besteht große Rechtsunsicherheit und vor großen Vertragsabschlüssen sitzen Juristen wochenlang am Vertragswerk, bevor das Bauwerk startet. Ist dies nicht eine Geldvernichtungsmaschine? Ist es nicht klüger, das Geld in eine kompetente Bauberatung oder -begleitung zu investieren? Oft sieht man hierzulande Bauruinen oder Baumaßnahmen, bei denen der Bau monatelang stillsteht, weil sich die Vertragsparteien nicht grün sind.

Ich plädiere für einfache, verständliche und klare Vertragskonstrukte, die fair für beide Vertragsparteien sind und lediglich einen Airbag für die Vertragsparteien im Worst-Case-Szenario darstellen. Ansonsten sollte die Ausführungsqualität vor der Juristenqualität gewählt werden, denn schließlich geht es um das Bauobjekt und nicht um die Bereicherung einzelner Vertragsparteien.

Ich weiß, dass ich mit dieser These auf Misskredit bei vielen Baubeteiligten stoße und massiven Widerstand bei den Juristen auslöse. Doch ich möchte zu bedenken geben, dass früher das Bauen per Handschlag nicht unbedingt schlechter war. Einen Vorteil hatte es: Man sah sich in die Augen, schlug ein und das gesprochene Wort zählte. Das war Ehrensache. Der Fokus lag ganz klar auf dem Bauen. Nur im äußersten Notfall ging man zum Anwalt. Wir können unser Leben nicht bis aufs Letzte absichern, das sollten wir uns vor Augen führen!

Kammern und Verbände dürfen in neuem Licht erblühen

Die Kammern dürfen sich neu erfinden, damit die Pflichtbeiträge in einer neuen Beratungsqualität den Betrieben wieder zurückfließen und die Wirtschaft neu belebt wird. Davon profitieren alle Beteiligten. Nur das Miteinander, der inspirierende Austausch, der fruchtvolle Dialog werden uns weiter nach vorne bringen. Kammern und Verbände dürfen ihre Vernetzung von Politik und Wirtschaft weiterhin verstärken, um den Wirtschaftsstandort Deutschland zu unterstützen und zu verteidigen. Wissenschaft und Theorie sind stärker zu verschmelzen, damit die Theorie nicht grau, sondern bunt und mit Leben gefüllt wird.

Gute innovative Erfahrungen habe ich mit Forschungsprojekten oder Sonderprojekten gemacht, bei denen das Handwerk Ideen in die Betriebe pusht, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Mit der Initiative „Nachfolge ist weiblich“ konnte ich vor 10 Jahren die vorbereitenden Schritte meiner Firmenübernahme legen.

Neben diesen Kammern und Verbänden werden selbstregelnde Netzwerke mit menschlichen Werten überleben. Gleichgesinnte werden zusammenfinden und miteinander kooperieren nach einem wichtigen Lebensgrundsatz des Gebens und Nehmens. Diese Form des Zusammenarbeitens wird stärker sein als das Netzwerk der Kammern und Verbände. Deshalb sind die Kammern und Verbände aufgefordert, neue Konzepte und Plattformen zu entwickeln, um ihr Überleben zu sichern. Eines möchte ich an dieser Stelle betonen: Netzwerken, ob in Verbänden, Kammern oder in freier „Wildbahn“ hat die höchste innovative Kraft. Allerdings ist ein Zusammenschluss nicht per se innovativ und erfolgsprämiert, sondern braucht nicht selten eine gut geführte Moderation. So wurden schon viele Kooperationsformen eingestampft, weil sie an einer unkalkulierbaren Eigendynamik scheiterten.

Geräte werden immer intelligenter

Auch wenn die Digitalisierung im Bau träger als in anderen Branchen angenommen und umgesetzt wird, werden die intelligenten Systeme bei Routineaufgaben wichtig, um Ressourcen zu sparen.

Das Verwalten der Baustellengeräte war in der Vergangenheit immer eine logistische Herausforderung. Früher suchte man endlos Geräte auf den Baustellen oder im Lager. Heute können die Geräte mit einem GPS-Chip in Sekundenschnelle Auskunft über den Standort und die Verfügbarkeit geben. Geräte können digital Informationen über Verschleiß, Ersatzteilbedarf an den Hersteller weiterleiten, um so frühzeitig auf einen Geräteausfall hinzuweisen.

Die Entwicklung der Smartphones und Tablet-Generation hat einige Prozesse einfacher und schneller gemacht. Je stärker allerdings der Individualisierungsgrad ist, desto anspruchsvoller wird die digitale Automatisierung. Auf den Baustellen kann man schon mit intelligenten Geräten aufmessen und „theoretisch“ ein Angebot oder eine Rechnung schreiben. Diese Geräte haben in vielen Teilen der Verwaltung das Papier abgelöst.

Der 3D-Druck zeigt eindrücklich, wie die Branche revolutioniert wurde. Ob und wie sich dies durchsetzen wird, bleibt abzuwarten. Die Innovatoren sind zuversichtlich, die Bauskeptiker zweifeln an der Bauqualität eines 3D-Hausdrucks. Werden wir in 10 Jahren Bauroboter auf den Baustellen fahren sehen oder selbstfahrende Baumaschinen? Werden wir dadurch unsere zunehmenden Fachkräfteprobleme lösen können?

In den letzten drei Corona-Jahren haben sich die Kommunikationsplattformen stark verändert. Die Präsenztermine wurden durch virtuelle Meetings abgelöst. Die logistischen Kosten wurden stark eingedämmt. Können wir aber komplett auf die Baustellenbesuche, die Termine vor Ort am Bauwerk verzichten? Diese rhetorische Frage wird nach meiner Wahrnehmung auf ein hybrides Kommunikationsmodell hinauslaufen: Die Fahrten zur Baustelle werden nur noch getätigt, wenn sie unbedingt erforderlich sind.

Smart Home wird immer beliebter. Das E-Haus öffnet hierzulande die Türen zu einem neuen Hauserlebnis. Auch unsere Häuser werden technischer und übernehmen Servicefunktionen für ein bequemes und komfortables Wohnen.

Ressourcenschonender Materialeinsatz zum Respekt vor der Natur

Die Not macht bekanntlich erfinderisch. Unsere heutigen gesellschaftlichen Probleme basieren auf einer Knappschaft von fossilen Brennstoffen und Baumaterialien. Diese Verknappung soll uns anregen, über den Tellerrand des bisherigen Materialeinsatzes nachzudenken. Asbest war zum Beispiel ein in den 70er-Jahren gängiges Baumaterial. Heute darf Asbest nur unter strengen Auflagen entsorgt werden. Styropor wird immer noch gerne als Dämmmaterial verwendet. Doch wir wissen, dass wir hiermit Entsorgungsprobleme in der Zukunft haben werden. Teurere alternative Materialien wie Mineralwolle oder Hanf haben sich bereits etabliert. Ebenso dürfen wir über Bauschutt und Aushub nachdenken. Die ersten Fliesen aus Bauschutt werden produziert. Die Abfälle aus Porenbeton können wieder in den Baukreislauf zurückfließen. Aushub kann zu Flüssigboden (selbstverdichtender Verfüllbaustoff auf Basis von aufbereitetem Erdaushub unter Zugabe von definierten Additiven und Wasser) weiterverarbeitet werden. Der Einsatz von Flüssigboden stellt eine ressourcenschonende Wiederverfüllung im Sinne des geschlossenen Baustoffkreislaufes dar, sofern der Aushub die Anforderungen für eine Wiederverwendung erfüllt und eine gleichbleibende oder sogar gesteigerte Baustoffqualität dauerhaft gewährleistet ist.

Konzentration auf wenige Köpfe. Intelligente Organisationsstrukturen. Aufgabenvielfalt.

Schlanke statt aufgeblähte Strukturen brauchen die Bauunternehmen der Zukunft. Der sogenannte „Overhead“ muss reduziert werden. Die Kosten für eine aufgeblähte Verwaltung müssen reduziert werden. Wir werden Menschen brauchen, die bereit sind, viele Aufgaben zu erledigen. Nicht nur Fachidioten, die sich nur auf das Kaufmännische konzentrieren, sondern Menschen, die bereit sind, auch technische Schnittstellen zu übernehmen. Ebenso brauchen wir Techniker, die kaufmännisches Verständnis haben.

Menschen in Bauorganisationen dürfen Hand in Hand arbeiten, wie die Gewerke am Bau Hand in Hand arbeiten sollten. Der frühere Spruch: „Das Geld wird auf den Baustellen verdient!“ und die damit verbundene Abqualifizierung der Kaufleute sollte heutzutage der Vergangenheit angehören. Stattdessen dürfen Techniker und Kaufleute zusammenwachsen, voneinander lernen und anerkennen, dass der jeweils andere Part genauso wichtig für das Überleben des Unternehmens ist. Schwächen sollten weniger fokussiert und dramatisiert werden, stattdessen sollten die Stärken betont und gefördert werden.

Neue Zukunftskompetenzen

Neue Zukunftskompetenzen braucht jedes Unternehmen. Neben dem omnipräsenten Digitalisierungswahn haben wir ein wichtiges Grundbedürfnis des Menschen vergessen: die menschliche Komponente der Wertschätzung und des Miteinanders. Die Kommunikation mit der natürlichen Stimme wird auf einem Nebengleis abgestellt. Was macht unser Leben lebenswert? Ist es das emotionslose Smartphone, dessen Piepsen wir höhere Aufmerksamkeit schenken als dem greifbaren Menschen, der uns am Tisch gegenübersitzt? Wir sollten das Miteinander wieder mehr pflegen, den Austausch, die Kaffeekränzchen, das Netzwerken. Das sind Fähigkeiten, die so alt sind wie die Menschheitsgeschichte, die aber nie verloren gehen und auch noch im 30. Jahrhundert existent sein werden. Leben wir unser Menschsein, unsere Gefühle und Emotionen!

Neben der Tür, die zu mehr menschlicher Wärme in Firmenhäusern und sonstigen Häusern weit geöffnet werden darf, möchte ich gerne eine weitere Tür öffen – die zu unseren intuitiven und mentalen Fähigkeiten.

Jeder hat sie, die Verbindung zum eigenen Herzen, das genau weiß, wie der nächste Schritt aussieht. Wir können diese Fähigkeiten ausbauen und trainieren, indem wir immer stärker dieser Instanz und unseren mentalen Fähigkeiten vertrauen.

Im Buch „Zukunftskompetenzen entwickeln“3 habe ich mit vielen anderen Autor:innen wichtige Fähigkeiten beschrieben, die uns beim Aufbau einer starken Zukunft unterstützen. Mein Part beschäftigt sich mit dem mentalen Training. Gerade diese Fähigkeit halte ich für wichtig, um in diesen krisengeschüttelten Zeiten nicht die Flinte ins Korn zu werfen, sondern meisterhaft über diese Zeiten hinwegzukommen. Auch in unserer Handwerksbranche wird es Zeit, dass wir die Türen zu diesen Kompetenzen weit aufschlagen. Das wird meines Erachtens ein Garant für die Zukunftsfähigkeit der gesamten Branche sein. Packen wir es an!

Handwerk und Feng Shui

Beide Wissenschaften gehen auf eine uralte Geschichte zurück, das Handwerk ist erstmals vor 5000 Jahre aufgetaucht. Feng Shui geht auf eine 3000 Jahre alte chinesische Lehre zurück. Vor zigtausenden Jahren gab es eine enge Beziehung zwischen diesen beiden Welten, davon bin ich überzeugt. Denn Handwerk und Feng Shui haben einen gemeinsamen Tenor: Werte mit Stabilität und Geborgenheit zu schaffen. Warum bringen wir beide Wissenschaften nicht wieder zusammen? Was würde passieren, wenn wir beide Wissenschaften wieder zusammenbrächten?

Die heutige Bauweise mit den großen Glaselementen, der minimale Dachüberstand, das offene Treppenhaus entfernen uns von unseren Schutz- und Geborgenheitsbedürfnissen. Vollflächige Glasfronten in Büro- und Wohnhäusern liefern uns schutzlos der Umwelt aus. Die Abgrenzung fehlt, es schürt Angst, Unsicherheit und fördert Zerfahrenheit und Unkonzentriertsein. Ist das ein möglicher Grund für unsere zunehmenden an ADHD und Burn-out erkrankten Menschen? Wir können es nicht belegen. Doch eines steht fest: Die Glaselemente lassen die Energie schneller weichen, die wir dringend für uns bräuchten. Unsere Krisenzeiten fordern ein stabileres Wohn- und Arbeitsumfeld. Öffnen wir die Tür zu einigen elementaren Grundsätzen des stabilen Bauens und Wohnens. Die Natur, das lange geheim gehaltene Feng-Shui-Wissen können hierbei ein großer Beitrag sein.

Aus diesem Grunde ist es wünschenswert, dass sich das Bauhandwerk dem überlieferten Baumeisterwissen, das übrigens dem Feng-Shui-Wissen sehr ähnelt, wieder annähert. Das würde dem Menschsein, der Seele des Menschen, seinen Grundbedürfnissen guttun. Wir würden für die „Seele“ bauen. Es würde ein WIR-Wohngefühl entstehen, das der gesamten Menschheit zugute käme.

Wir brauchen das Handwerk und das Feng Shui gleichermaßen. Ohne das Handwerk sind die theoretischen Feng-Shui-Ansätze wertlos. Ohne Feng Shui fehlt dem Handwerk der Wohlfühlaspekt für Körper, Geist und Seele. Beides sollte Hand in Hand gehen. Wir brauchen das Handwerk, das die Feng-Shui-Maßnahmen in die Tat umsetzt. Und wir brauchen Ideenansätze, die ein harmonisches Wohnen, insbesondere in den heutigen krisengeschüttelten Zeiten, ermöglichen.

Ich möchte an dieser Stelle einflechten, dass jeder Bauarbeiter mit seiner Einstellung, mit seiner Haltung zum Bau, bei jedem Stein-auf-Stein-Setzen seine ureigene Energie in das Haus einbringt. Hat der Bauarbeiter Freude und Spaß an seinem Tun, ist er gewissenhaft sorgfältig, hinterlässt dies positive Spuren im Mauerwerk und Gesamtwerk des Hauses. Bauarbeiter legen den Grundstein, die positiven Voraussetzungen für ein friedvolles und harmonisches Wohnen.

Ich sehe mich als Türöffnerin in einer traditionsverhafteten Baubranche, die dafür steht, Menschlichkeit, Wärme, gute Energien in den Bau zu tragen, damit am Ende des Tages das Bauwerk nicht nur qualitativ hochwertig gebaut wurde, sondern auch die positiven Energien mit in das Haus, in die einzelnen Räume getragen und verankert werden. Wir Baumenschen dürfen die Tür zu einer erweiterten, ganzheitlicheren Sichtweise öffnen, nämlich dazu, dass neben dem physischen Bau auch metaphysische Gegebenheiten existieren, die das Bauen „runder“ machen. Oftmals blicken wir als Spezialisten auf eine enge Sichtweise und vergessen den Blick auf das Ganze. Punktuelle Maßnahmen wirken nur halb so gut wie die ganzheitliche Herangehensweise, im Bau gleichermaßen, wie in jeder anderen Fachdisziplin.

Wir brauchen ein neues Altersbewusstsein

„Altern ist nicht schön“, das hat meine Großmutter prophezeit. Warum haben alternde Menschen so ein negatives Zukunftsbild? Warum ist ihnen Angst und Bange, nicht mehr selbstbestimmt ihr Leben gestalten zu können? Ich würde gerne an diesem Zukunftsbild rütteln, drehen, damit die Alten keine Last für die Jugend darstellen, nicht aufs Abstellgleis gestellt, sondern als freudiges und lebensbejahendes Gesellschaftsmitglied integriert werden und ihre weisen Erfahrungsschätze den Jüngeren zur Verfügung stellen können.

Wenn wir lange einer sinnstiftenden Aufgabe nachgehen und den Humor und die Lebenslust nicht aus dem Fokus verlieren, kann die alternde Gesellschaft nur davon profitieren. Wenn wir die Brücken schlagen zu den Älteren, ihnen bei digital gewordenen Alltagspflichten unter die Arme greifen, dann gelingt uns ein wahrer Austausch zwischen den Generationen. Ein gemeinsames Wohnumfeld in einem Mehrgenerationenhaus kann diese Grundhaltung verstärken.

Unsere alternde Gesellschaft braucht neue Konzepte für die Arbeitswelt. Schon jetzt wächst der Anteil der arbeitenden Rentner:innen. Ich selbst beschäftige Rentner, als Teilzeit, auf Abruf und als erfahrene Bauberater. Wir werden die „Alten“ dringend brauchen, damit die Wirtschaft weiterhin floriert. So dürfen wir uns überlegen, welchen Anreiz wir den Älteren geben, damit sie für unsere Betriebe ein wertvoller Beitrag sein können. Ich sehe die Öffnung der Altersgrenzen als Möglichkeit, zum einen die alten Menschen nicht zum alten Eisen abzustempeln, sondern ihnen eine sinnstiftende Aufgabe zuzuweisen, die ihnen das Gefühl der Zugehörigkeit und des Gebrauchtseins vermittelt. Das tangiert zum anderen unsere Gesellschaft, unseren gegenseitigen Respekt zwischen Alt und Jung sowie das Überleben unserer Volkswirtschaft.

Und diese Theorie ist nicht weit hergeholt, es gibt unzählige ältere Menschen des öffentlichen Lebens, die mit ihrer weisen Intelligenz und ihren unerschöpflichen Erfahrungen nur Gutes leisten. Solange die Gesundheit einem hold ist, der Spaß und die Freude beim Tun vorhanden sind, stellt dieses Modell eine Win-win-Situation dar. Unser Land braucht zukunftsfähige Konzepte, um die älteren Menschen in der Wirtschaft zu integrieren!

Frauen repräsentieren den Zeitgeist in der Baubranche

Wir Frauen stehen gesellschaftlich an der Schwelle des Aufbruchs für unsere eigenen Werte und Bedürfnisse. Wir dürfen aufräumen mit den alten ausgedienten Konditionierungen, dass wir nichts wert sind, nichts können und als Taugenichtse abgestempelt werden. Wie oft habe ich gehört: „Das kannst du nicht!“ Wie oft habe ich zu funktionieren gehabt. Wie oft habe ich mich für Mutters und Vaters Bedürftigkeit auf unterschiedlichen Ebenen verantwortlich gezeigt – hab mich in die Kiste der „Heike wird’s schon richten“ gezwängt. Schluss damit! Ich ziehe jetzt endgültig den Schlussstrich unter dieses Kapital des Dienens und Funktionierens. Ich stehe nicht mehr für die Wehwehchen und Klagen darüber, wie schlecht die Welt doch sei, zur Verfügung. Viel zu lange habe ich mich dem Diktat und der Obrigkeit meiner Eltern unterworfen und mich selbst vergessen. Meine Bedürfnisse und Sehnsüchte wurden dadurch immer größer: die Sehnsucht nach Liebe, Nähe, Vertrauen, Glaube. Zu mächtig regierten über 50 Jahre die männlichen Prinzipien der Kontrolle und der eisernen und starren Disziplin. Wir haben in unserem wahren mütterlichen Dasein keine Vorbilder gehabt und dürfen deshalb das alte vorgelebte System aufbrechen, indem wir mutig einen Schritt vor den anderen setzen. Wir Frauen sind Mütter, der Wortstamm enthält das mächtige und wegweisende Wort MUT. Wir dürfen mutig unseren eigenen Weg gehen. Die Abkapselung und das Aufbrechen dürfen auf die Art und Weise passieren, wie es zu unserer Wesensart passt. Wir dürfen den Vorhang zu unserem Herzen öffnen, wir dürfen den Schlüssel unserer verschlossenen Herztür finden, um unserer Seelenaufgabe gerecht zu werden. Wir dürfen als wahre Mutter des Empfangens, der Fruchtbarkeit, die Treppen in unseren Lebenshäusern aufsteigen, um ganz nah an unserer Bestimmung für diese Welt zu sein. Dann segnen wir uns selbst, vergeben unsere Wut auf die vielen Verletzungen in den erlebten Jahren, lösen den Verrat an uns auf und stehen zu uns.

Frauen in die Pole-Position

Frauen sind zu lange gegeißelt worden und es wird Zeit, dass sie an die Front kommen und mit den Männern ein tragfähiges Unternehmen aufbauen.

Ein Traum zeigt, wie das Unterbewusstsein den heutigen Zeitgeist mitprägt:

Ich kam in einem namhaften Drogeriemarkt an. Draußen war es stürmisch und frostig. Meine Hände waren eingefroren. Ich bibberte. Ich ging in den Markt. Dort angekommen, ging ich Raum für Raum weiter. Tür um Tür durchstieß ich jeden Raum, bis ich am Ende des Flures angelangt war. Dort wartete eine wichtige Persönlichkeit auf mich, die ich nur aus dem Fernsehen kannte. Dieser große, gut gebaute und gebräunte Mann Ende der 50er stand mit riesengroßen Augen vor mir. „Kommen Sie, Frau Eberle, mit in meinen Raum!“

Etwas ungläubig und irritiert blickte ich unter mich: Hat er wirklich MICH gemeint? MICH? Ich konnte es kaum glauben, doch gehorsam folgte ich seiner Aufforderung und folgte ihm in sein Zimmer. Er fackelte nicht lange herum.

„Sind Sie bereit, 600 Personen zu führen?“

Ich stammelte, war wortkarg, wie hypnotisiert und wusste nicht, wie mir gerade geschah. „Ich? Meinen Sie wirklich mich?“ „Ja, Sie!“, war die Antwort. Ich glaubte es nicht. Es war zu schön, um wahr zu sein. Ich wurde zum ersten Male in meinem Leben gesehen. Gesehen als die Frau, die Menschen führen kann. Gesehen mit meiner Art, wie ich mit Menschen umgehe. Ich schwebte in anderen Sphären.

Es wird Zeit, dass wir Frauen aufbrechen, uns ermächtigen, Großes für die Menschheit zu leisten und uns von den Geißeln des ausgedienten Patriarchensystems zu lösen. Ich möchte Frauen ermutigen, ihr Zepter in die Hand zu nehmen und mutig voranzugehen!

Zukunft am Bau

Die Zunft ist schon immer träge,

braucht Jahre, bis sie abwägt,

Neues einführt.

 

Liegt es an den alten Köpfen,

an den verknöcherten Strukturen,

am Ausbildungssystem,

am immensen Druck an der Baufront?

Und täglich grüßt das Bau-Murmeltier.

 

Dabei wäre so viel möglich,

wenn die Zunft nur losließe,

alte Bauzöpfe ablöste,

Digitales erlaubte,

Bau-Egos nach Hause schickte,

Kammern überdächte,

neues Miteinander kultivierte,

neue Kooperationsformen entdeckte,

respektvoll kommunizierte,

nicht mehr von oben herab,

Mitarbeitern mehr Verantwortung übertrüge,

Frauen mit ins Bauteam holte,

um für Menschen auch morgen noch zu bauen,

ihnen ein Dach über dem Kopf zu sichern.

Kinder unterstützte, besser zu lernen,

jungen Familien ein wohliges Zuhause zu schaffen,

Senioren ermöglichte,

im eigenen Haus alt zu werden.

Mut am Bau ist notwendig,

andere, ungewöhnliche Wege gehen.

Damit Armut uns nicht beherrscht,

damit die Zukunft kein Märchen bleibt.

Aufbruch

Komm mit zu neuen Ufern,

aktiviere deine magischen Kräfte für den Neustart.

Auch, wenn der Schnee die Glöckchen bedeckt,

Auch, wenn der Körper noch ein wenig zickt,

Auch, wenn die Stimmung noch drückt,

der Frühling steht vor der Tür.

 

Komm mit zu neuen Ufern,

die Tage werden länger,

die Quelle der Ideen sprudelt,

die Hummeln fliegen umher,

die innere Rakete steht bereit.

 

Der Frühling steht vor der Tür.

Öffne die Tür,

atme die süße Luft tief ein,

lade das Herz auf

und reinige es von den Giften dieser Welt,

so soll es sein.

 

Komm mit zu neuen Ufern

der Frühling steht vor der Tür.

Grundlagen des Feng Shui

Handwerk und Feng Shui – zwei Begriffe, die nicht zusammenpassen? Im Gegenteil: Handwerk und Feng Shui haben eine lange gemeinsame Geschichte. Beide Marktsegmente unterliegen traditionellen Prinzipien. Die Baukunst von früher entsprach einigen wichtigen Grundprinzipien, die der Feng-Shui-Lehre entspringen. Wer hätte das gedacht? Erst das moderne Bauen, die Verwendung von styroporhaltigen Dämmmaterialien oder die dominanten Glasbaufronten führten zu einem Bau, der sich weiter von den Schutz- und Naturprinzipien des Feng Shui entfernte.

Es sollte das Ziel des modernen Bauens sein, dass wir wieder die Natur als Vorbild für unsere Bauten einsetzen, um zurückzufinden zu einem wohlfühlenden Wohnen und Arbeiten in geschützten Gebäuden.

Das Potenzial des Feng Shui

Ich möchte damit aufräumen, dass Feng Shui in die Ecke des Unfugs, des Humbugs, der Scharlatanerie gestellt wird. Anfänglich hatte selbst ich einen inneren Konflikt, mich mit diesem Thema zu beschäftigen, weil ich den gesellschaftlichen Zeigefinger der Infragestellung spürte. Unsichtbare Energien empirisch zu belegen, wird wahrscheinlich immer eine kontroverse Diskussion auslösen, doch immer mehr Menschen untersuchen und lehren die Zusammenhänge von Himmelsrichtungen, Farben, Erdenergien und vielem mehr auf das Wohlbefinden.

Gerade, weil Feng Shui an den Pranger gestellt und gesellschaftlich ambivalent bewertet wird, stecken in dieser uralten Lehre Riesenpotenziale. Feng Shui kann ein Riesengeschenk für den Menschen sein. Stell dir vor,