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Befreie deine Lebenskraft, und die Sonnenseite des Lebens öffnet sich für dich. In diesem Buch erzähle ich dir, wie die geistige Welt mich intensiv gecoacht hat, so dass ich mich aus allen meinen Blockaden, energetischen Störfeldern sowie aus destruktiven Glaubenssätzen befreien konnte. Das Buch nimmt dich alltagsnah auf die Reise ins ganzheitliche Erwachen mit. Du lernst dabei Wege kennen, die dich zur heilsamen Schöpferquelle selbst führen. Aus dieser Lebensquelle kannst du für deine Wünsche und Ziele erfolgreich schöpfen. Über die himmlische Geschichte bekommst du Praxisbeispiele, umsetzbare Tipps und effektive Übungen, so dass du in deiner spirituellen Entwicklung nicht nur Klarheit, sondern auch Antworten auf deine Fragen empfangen kannst. Durch den Kauf des Buches Über Nacht glücklich, erhältst du zudem den Zugang zum Coach Paket, auf der Homepage: www.himmlische-geschichte.de gratis. So kannst du in deinen unrunden Momenten spielerisch leicht deine schnelle Übung finden, spirituelle Hilfe und Erleichterung erfahren. Nach und nach befreit sich somit deine Lebenskraft und du öffnest dich automatisch für eine glückliche Wende in deinem Leben. Dein Sonnenmagnet erwacht und stimmt sich auf die Wunder des Lebens ein. Die Botschaft aus der geistigen Welt für das Buch Über Nacht glücklich lautet: Der beste Ausgangspunkt für dein Glück ist jetzt. Warte nicht auf einen Tag X, an dem sich dein Leben verändert, sondern erfülle dich schon bevor dich das Leben erfüllen konnte. Wenn Erinnerungen, Emotionen und Fragen dich quälen, so halte kurz an und erkenne, was dich im Verborgenen wirklich bewegt und was sich dadurch wandeln möchte. Wie du das heilsam und befreiend mit spirituellem Tiefgang, Freude und Erfolg umsetzten kannst, erfährst du in diesem Buch und im dazugehörigen Coach-Paket.
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Seitenzahl: 237
Veröffentlichungsjahr: 2016
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Halte kurz an und erkenne, wo du bist. Bitte warte nicht auf einen Tag X, an dem dich das Leben erfüllt, sondern ermögliche dir starke Bausteine für das, was du wirklich erleben möchtest. Tritt ein in die Wunder des Lebens. Der Zugang ist deine gegenwärtige Position. Dort öffnet sich deine Kraft.
Prolog
Wie sollte man dieses Buch lesen?
Die große Herausforderung
Wie kann man mit dem Buch arbeiten?
Erster Teil
Kapitel 1:
Was blockiert mich?
Kapitel 2:
Der Widerstand
Kapitel 3:
Das große Nicht-Verstehen
Kapitel 4:
Die systemische Bremse.
Kapitel 5:
Erkenne, wo du bist
Kapitel 6:
Bring dich in deine Position
Kapitel 7:
Halt kurz an
Kapitel 8:
Kapitel 9:
Kontaktaufnahme Mutter Erde
Kapitel 10:
Mutter Erde hilft
Kapitel 11:
Warum, wieso, weshalb
Zweiter Teil
Kapitel 12:
Was willst du wirklich?
Kapitel 13:
Die Urkraft öffnet sich
Kapitel 14:
Das Leben meint es gut
Kapitel 15:
Ist zu viel Glück ungesund?
Kapitel 16:
Ins Leben gehen
Kapitel 17:
Über Nacht glücklich
Kapitel 18:
Die erste Stolperfalle
Kapitel 19:
Die zweite Stolperfalle
Kapitel 20:
Sei heute schon wertvoll
Kapitel 21:
Einfach so
Dritter Teil
Kapitel 22:
Vom Ich zum Wir
Kapitel 23:
Das große Geschehen im Wir
Kapitel 24:
Finde Abstand im Geschehen
Kapitel 25:
Bereit für eine neue Sicht
Kapitel 26:
Erkenne dich in deinem Licht
Kapitel 27:
Eine wichtige Botschaft
Kapitel 28:
Was du siehst, kannst du wandeln
Kapitel 29:
Schenk dir Raum und Zeit
Kapitel 30:
Ankommen
Kapitel 31:
Liebevolle Provokation
Kapitel 32:
Himmlische Verzückung
Kapitel 33:
Die goldene Sonne
Zugang zum Coach-Paket
Über die Autorin
Übersicht Übungen
Erscheint ein Leben anstrengend oder unglücklich, sucht der Mensch automatisch nach Erklärungen, warum es ist, wie es ist, und wünscht sich eine positive Veränderung. Doch kommt diese nicht, öffnen sich viele Fragen nach dem Warum, Wieso, Weshalb. Diese suchen nicht nur Antworten, sondern hoffen auf eine Lösung, auf den Durchbruch, auf einen Erfolg. Die himmlische Geschichte „Über Nacht glücklich“ bringt Licht in die vorhandene Dunkelheit (= in das Unbewusste). Über diese erhellte Nacht (= die Bewusstwerdung) treten die Essenz des Lebens: die Schöpferkraft und das natürliche Glück hervor, breiten sich aus und erneuern Leben.
Das Buch schenkt dir eine wichtige Botschaft: „Bleibe nicht zu lange im Fragekarussell sowie im Versuch Leben verändern zu wollen stecken, sondern befreie stattdessen deine Lebenskraft. Dadurch lösen sich Ängste, Hindernisse, Blockaden sowie Frustration wie von selbst auf und deinem Glück steht nichts mehr im Wege. Nutze deine Lebensquelle klug und warte nicht auf einen Tag X, an dem sich dein Leben verändert, sondern ermögliche dir starke Bausteine für das was du wirklich erleben möchtest. Die Wunder des Lebens werden dir begegnen.“ Wie du das heilsam und befreiend, mit spirituellem Tiefgang, Freude und Erfolg umsetzen kannst erfährst du in diesem Buch.
Jedes Kapitel beginnt mit lebendigen Eindrücken meiner wahren Geschichte, danach folgen wertvolle Tipps und Übungen aus der geistigen Welt. Der erste Teil des Buches nimmt dich mit auf eine Reise ins ganzheitliche Erwachen. Dabei erzähle ich dir, warum Gott Vater mir meine wichtigste Frage, „Was hindert mich eigentlich wirklich?“, mit nur einem einzigen Wort beantwortet hat und wie es mir Dank seines außergewöhnlichen Coaching-Programmes gelungen ist, mich aus all meinen Störfeldern zu befreien.
Im zweiten Teil des Buches wird es spannend, heilsam und lustig zugleich, denn die himmlische Geschichte erzählt dir, wie du dir unabhängig von deinen Lebensumständen schon heute einen starken „Erfüller-Kick“ ermöglichen kannst.
Der dritte Teil des Buches zeigt verständnisvoll, warum der Übergang vom „Ich zum Wir in mir“ sowie die Öffnung der Lebenskraft in der heutigen Zeit für uns Menschen unaufhaltsam, nicht ganz einfach, aber dafür sehr lohnenswert sind. Mit diesem Prozess nähern wir uns automatisch dem Thema „Spiegelungen“. Wir erfahren durch die himmlische Geschichte, was wir durch sie erkennen, öffnen und befreien können.
Mit dem Kauf dieses Buches bekommst du den Zugangscode zu meiner Homepage: www.himmlische-geschichte.de, dort findest du Inspirationsimpulse und alle genannten Übungen zum Buch. Nun möchte ich dich nicht länger hinhalten, denn es warten viele spannende Erkenntnisse und jede Menge Aha-Erlebnisse auf dich. Ich wünsche dir ganz viel Freude beim Lesen.
Du kannst das Buch in deinem ganz eigenen Tempo durchlesen und zeitgleich anfangen, die Übungen durchzuführen. Es kann sein, dass beim Lesen Fragen aufkommen, die nach Antworten suchen. Diese finden sich beim Weiterlesen des Buches von selbst.
Wenn du dir in einem akuten Geschehen nicht sicher bist, welche Übung für dich die Beste ist, besuche die Homepage www.himmlische-geschichte.de. Dort findest du ganz schnell und völlig unkompliziert deine individuell passende, schnelle Übung sowie spannende Inspirationsfunken für deine Situation. Du kannst sie spielerisch und leicht anwenden.
In der himmlischen Geschichte „Über Nacht glücklich“ erzähle ich dir, wie mich Gott Vater und Mutter Erde im Prozess des ganzheitlichen Erwachens gecoacht haben. Gott Vater ist für mich die alles durchdringende Essenz des Lebens. In ihr sind Liebe, Licht, Weisheit und schöpferische Kraft vollkommen eins. Diese Essenz hat für mich weder Gesicht, Gestalt, Namen oder Religion. Sie zeigt sich mir über die archetypische Kraft des Ur-Vaters, den ich „Gott Vater“ nenne: Durch diese archetypische Kraft sprechen auch mein Geistführer, mein Seelenselbst und manchmal die Quelle der Schöpfung selbst.
Wenn ich schreibe „Die geistige Welt schenkt uns eine Botschaft“, so sprechen, wenn nicht eigens angegeben, das Ur-Vater-Prinzip oder mein Geistführer durch mich hindurch. Mein Geistführer steht immer an meiner Seite, sobald ich mit einer medialen Arbeit beginne. Er hat mich dahingehend unterstützt, die Botschaften und Einblicke des „Gott-Vater-Coachings“ erkennen und umsetzen zu können.
Dasselbe gilt auch für die Erzählung „Mutter Erde gibt kund“: Sie ist für mich die unersetzbare, liebende Kraft der Güte, der Kreativität, das wohlwollende Prinzip des Lebens. Sie zeigt sich mir in der archetypischen Kraft der Ur-Mutter, die in jedem Menschen schlummert und Ausdruck finden kann: Über diese archetypische-Kraft erreichen mich das Naturreich sowie das Engelreich.
Im Alltag ist es eine sehr große Hürde, anzuhalten und zu erkennen, wo du bist. Sie gilt es zu meistern. Diese Hürde ist das ganz natürliche „Noch nicht anhalten können, im Blinden, Stummen eingebunden sein“. Wenn du dieses Buch liest, wirst du erkennen, was gemeint ist, wenn ich dich frage: „Wo bist du denn gerade wirklich?“
Die geistige Welt schenkt uns eine Botschaft: Die Engel sehen deine gegenwärtige Problematik nie als die eigentliche Störquelle in dir an. Was dich hindert und begrenzt, die großen Wunder des Lebens sowie positive Veränderungen erleben zu können, ist die natürliche Unfähigkeit, im „Blinden, Stummen eingebunden“ zu sein, Abstand zu finden, um kurz anhalten zu können.
Solange du nicht erkennen kannst, dass deine Kraft in dir verschlossen ist, kannst du sie auch nicht öffnen. Das Wissen darüber, warum deine Kraft verschlossen oder wie es dazu gekommen ist, öffnet deine Kraft jedoch nicht. Deine größte Kraft öffnet sich genau dort, wo sie akut und gegenwärtig in dir wirkt. Entziehst du dich dort deinen Fragen, deinen Erklärungen und deinem Bestreben, kommst du in den Raum, in dem deine schöpferische Quelle zu Hause ist.
Dort, in diesem Raum, darfst du dich von der Sonne des Lebens berühren lassen. Dein Sonnenmagnet wird aktiv und deine schöpferische Kraft entfaltet sich. Dadurch wird der Blinde in dir sehend und der Stumme kann sich frei mitteilen. Du kannst in allen Bereichen, in denen du bisher nie eine Option oder eine freie Wahl hattest, jetzt ganz neu und selbstbewusst wählen. Dein Leben beginnt, dich auf wundervolle Weise zu beglücken.
Das Buch ist sehr kompakt und gehaltvoll. Es bietet dir viele praktische Übungen, wertvolle Tipps und inspirierende Fragen, die dich „in deinen unrunden Momenten“ spielerisch erkennen lassen: „Wo bin ich denn gerade wirklich?“ Sie stärken dich aber auch in deinen „runden Momenten“, das Wundervolle im Leben wahrzunehmen, es zu stärken und zu vermehren.
Jede Übung hat einen starken Beweggrund: das unbewusst Wirkende kurz anhalten zu können, damit die göttliche Quelle in dir verstärkt hervortreten kann. Dadurch öffnen sich gebundene Kräfte und die große Schöpferkraft beginnt, die eigentliche Arbeit für dich zu übernehmen.
Eine Übung kann auch ohne ein bestimmtes Ergebnis jederzeit beendet werden. Wendest du den Leitsatz des Buches „Halt kurz an und erkenne, wo du bist“ in deinem Leben an, beginnen deine noch gebundene, aber auch deine freie Schöpferkraft, sich dir mitzuteilen.
Im Prozess der Öffnung können deine Kräfte vorübergehend rebellieren, sich querstellen, dich kurz aufhalten aber auch vorwärtsschieben, befreien, heilen und dich erfüllen. Ihr größtes Bestreben ist jedoch immer, dass sie sich für dein Wohlergehen, deine Wünsche und Ziele wunderbar entfalten können.
Diese Tatsache darf uns beseelen.
Die nervigsten Fragen, die man sich in seiner Entwicklung überhaupt stellen kann, sind Fragen wie: Warum sind die Dinge, wie sie sind? Stimmt etwas nicht? Verstehe ich etwas nicht? Wie erklärt es sich? Blockiert mich etwas? Was hindert mich? Steht mir etwas im Wege? Wie lange noch? Warum passiert mir das? Was muss ich noch tun? Wie komme ich da raus? Wie kann ich mein Leben in eine positive Richtung lenken? Diese Fragen sind auf Dauer nicht nur anstrengend, sondern auch sehr, sehr tückisch.
Über diese Fragen kann man sich sehr schnell energetisch verhaken, verstecken, fesseln, ausbremsen und über lange Zeit hinweg selbst gefangen halten. Warum diese Fragen einerseits wichtig, andererseits aber sehr hinderlich und kräftezehrend sind, warum diese Fragen auf einer ganz bestimmten Ebene sogar völlig sinnlos sind, möchte ich dir anhand meiner Geschichte verständlich machen.
Als alleinerziehende Mutter war ich viele Jahre lang in meinem erlernten Beruf als Raumausstatter-Meisterin und Künstlerin selbständig tätig. Meinen Lebensunterhalt habe ich mir Monat um Monat stets mit großem Arbeitsaufwand mühselig erarbeitet. Eigentlich wollte ich gar keine Raumausstatterin mehr sein, sondern ich wollte viel lieber meiner Berufung als Medium nachgehen.
Es war ein großer Spagat zwischen „Ich muss meine Rechnungen bezahlen“ und „Ich würde so gerne ungehindert meine Berufung ausüben können“. Die Tätigkeit als Raumausstatterin war sehr zeitaufwändig und körperlich anstrengend, sie erbrachte mir jedoch das monatliche Einkommen, um sicher über die Runden zu kommen. Die Tätigkeit als Medium und Künstlerin hingegen ging mir freudiger und viel leichter von der Hand. Die intensive Zusammenarbeit mit der geistigen Welt erfüllte mich dabei zutiefst. Leider erbrachte mir dieser Bereich jedoch nicht die Einnahmen, die ich gebraucht hätte, um meine laufenden Kosten begleichen zu können.
Für mich war das keine einfache Zeit, denn es gab neben meiner Selbständigkeit auch noch eine große lebendige Verantwortung, nämlich die, die ich meinen Kindern gegenüber hatte. Wenn mir alles zu viel gewesen ist, sehnte ich mich innig danach, einfach nur glücklich sein zu dürfen.
Was mich immer wieder forderte und mir Kopfzerbrechen machte, war, eine klare Lösung für meine berufliche Situation zu finden. Zunehmend kam die Befürchtung in mir auf, dass sich meine Erfolgsenergie in drei Bereiche – Raumausstatterin, Künstlerin, Medium – aufspalten und dies meine Erfolgskraft erheblich zerstreuen würde. Ich glaubte, immer mehr erkennen zu können, dass ich in diesem Eingebunden-Sein meinen Fokus gar nicht auf das lenken konnte, was mir wirklich wichtig und heilig war.
Motiviert durch ein Seminar mit dem Titel „Lebe deine Berufung“, kam ich zu der klaren Entscheidung, mich fortan nur noch auf meine medialen Fähigkeiten sowie auf Gottes Führung einzulassen und beendete innerhalb von nur drei Monaten meine Selbständigkeit als Raumausstatterin. Mit diesem Entschluss, da war ich mir ganz sicher, würde alles gut werden, wenn ich nur im Vertrauen bleiben würde und wenn ich meinen Fokus beständig auf mein Ziel hin lenken würde. Mein Ziel war einfach und klar: zwei mediale Beratungen täglich.
Somit hätte ich für mich eine erfüllte Berufung leben und meine Kosten decken können. Doch es kam erst einmal ganz anders. Was dann vor sich ging, hätte ich mir vorher nicht vorstellen können, denn nach dem so freudigen Entschluss, mich voll und ganz auf meine Berufung zu fokussieren, passierte nämlich ein ganzes Jahr lang gar nichts. Nichts. Keine einzige Beratung, keine Anfragen im künstlerischen Bereich, nichts. Die absolute Flaute. Ich blieb dennoch zuversichtlich und dachte mir im spirituellen Fachjargon: Aus welchen Gründen auch immer ich diese Erfahrung erleben muss, ich bleibe voller Vertrauen und auf göttlichem Erfolgskurs. Nach und nach erweitere ich meine Angebote, biete zusätzlich Meditationen, Seminare und Vorträge an.
Motiviert und guter Dinge machte ich mich dabei stets neu ans Werk, plante Termine, gestaltete Inhalte, Homepage, Plakate und Flyer. Aber trotz Engagement und Herzblut kamen entweder gar keine Menschen oder nur sehr wenige.
Nach einem Jahr wechselte ich Ort und Raum, doch viel veränderte sich dadurch nicht. Was immer ich geplant, mir vorgenommen und organisiert habe, alles war sehr, sehr schleppend und mühselig, brachte mir nicht wirklich den nachhaltigen Erfolg, den ich mir für mein Engagement und für meinen Aufwand erhofft hatte.
Den Großteil meiner Einnahmen – sowie einen Teil meiner Ersparnisse – steckte ich in gezielte Werbemaßnahmen. Weil diese allein aber keine nennenswerten Veränderungen erbrachten, erweiterte ich mein Beratungsangebot immer mehr und ließ mich zusätzlich zum systemischen Coach ausbilden.
Als meine Ersparnisse nach drei Jahren fast aufgebraucht waren und ich aus finanziellen Gründen keine Seminare mehr besuchen konnte, begann ich letztendlich, aus dem zu schöpfen, was ich hatte. Ich betete jeden Morgen, Mittag und jeden Abend kontinuierlich eine Stunde lang intensiv. Am Nachmittag setzte ich mich zusätzlich mit meinem Sohn an den Küchentisch. Er machte seine Hausaufgaben und ich studierte die 33 Reden von Saint Germain. Wenn ich mit allen Reden durch war, fing ich wieder von vorne an. Die, die mir am wichtigsten waren, konnte ich fast auswendig.
Ich hatte viel Zeit für mich und verbrachte diese, wenn meine Kinder in der Schule waren, gerne in der Natur oder habe gemalt. Das war einerseits erholsam und auch sehr schön, doch erbrachte es mir keine Geldeinnahmen. Ganz oft habe ich in dieser Zeit laut zu den Engeln, zu den aufgestiegenen Meistern und zu den Bäumen gesprochen. Ich habe geweint, geklagt, gefleht und stets um Hilfe gebeten, doch verändert hat sich wenig. Zunehmend setzte mich die Gesamtsituation stark unter Druck und die Realität des Lebens holte mich jenseits der Hoffnung immer wieder ein. Ich fühlte mich vom materiellen Erfolg weit entfernt.
Mein Wohlbefinden durchlief in dieser Zeit die gesamte Gefühls- und Emotionswelt. Es gab Phasen, in denen ich sehr starken Gefühlsregungen ausgesetzt oder einfach nur energetisch matt war. Doch mit der Kraft des innigen Gottvertrauens sowie der hoffenden Zuversicht auf eine baldige Veränderung gelang es mir immer wieder, mich in einen Zustand zu heben, der den Tenor „Alles wird gut“ hatte.
Dieses Wechselspiel der Gefühle hielt über viele Monate hinweg an, doch an der Gesamtsituation veränderte sich kaum etwas. Alles blieb beim Alten: wenige Nachfragen, wenige Kursteilnehmer und insgesamt wurde ich immer trauriger. Ich war enttäuscht darüber, dass ich selbst kaum eine greifbare Veränderung erzielen konnte. Oft stellte ich mir die Frage: „Ob es wohl der falsche Zeitpunkt war, meinen Beruf als Raumausstatterin aufzugeben?“ Gelegentlich fragte ich mich auch, ob Gott Vater überhaupt wollte, dass ich für die geistige Welt arbeitete. Waren dies vielleicht Zeichen dafür, wieder in meinen alten Beruf zurückzukehren oder sollte ich mir vielleicht eine sichere Arbeitsstelle suchen?
Irgendwie wollte ich mich nicht wirklich auf diese Fragen einlassen, denn ich hatte diese Punkte bereits mehrmals von verschiedenen Medien abklären lassen. Ihre Botschaften waren im Ansatz immer gleich: Ich befände mich auf einem guten Weg. Meine Berufung sei es, ein Medium der geistigen Welt zu sein und es würde nicht mehr lange dauern, bis sich der Erfolg auch wirklich einfände.
Fast drei Jahre waren bereits vergangen und der Erfolgskurs hatte sich immer noch nicht eingestellt. Da musste ich doch etwas Wichtiges übersehen haben oder es lief ganz einfach schief. Als der Druck wieder einmal über einen längeren Zeitraum unerträglich auf mich einwirkte, suchte ich trotz des Wissens, dass alles gut werden würde, Klarheit bei einem sehr bekannten Medium.
Natürlich wollte ich mich erkundigen, was mich hinderte und mich vom Erfolg abhielt. Sie ließ mich in ihr Zimmer eintreten, begrüßte mich freundlich und wollte wissen, was mich zu ihr führte. Bedrückt erzählte ich ihr von meiner Situation. Schon nach wenigen Sätzen unterbrach sie mich laut lachend. Sie sah mich mit ihren wachen Augen an und meinte nur, ich solle nach Hause gehen, mir auf ein großes Blatt Papier schreiben, dass ich auf dem richtigen Weg sei und dass ich keinerlei Probleme hätte – weder im finanziellen noch im beruflichen Bereich. Sie könne weder bei mir noch bei meinen Kindern karmische Verstrickungen oder andere Störquellen sehen. Es sei sich alles in bester Ordnung.
Ehrlich, wenn ich nicht gewusst hätte, dass diese Dame ein sehr professionelles Vollblutmedium war, hätte ich gedacht, sie versteht ihr Handwerk nicht. Dass sie so gelacht hat, damit konnte ich überhaupt nicht umgehen, denn mir war meine Angelegenheit sehr wichtig und nach Lachen war mir gar nicht zu Mute. Deshalb scheute ich mich nicht, von ihr wissen zu wollen, ob sie mein Anliegen eigentlich ernst nehmen würde.
Doch, versicherte sie mir. Sie könne mir aber nichts anderes sagen und meinte nur, in drei Jahren würde ich rückwirkend erkennen, warum ich so lange in diesen Prozess eingebunden gewesen sei. Als ich das hörte, hielt ich die Luft an und dachte: In drei Jahren?! Es schnürte mir augenblicklich den Hals zu.
Mit gesenktem Kopf saß ich stumm auf meinem Platz und malte mir in Windeseile aus, was diese Aussage bedeuten könnte. Es könnte also sein, dass dieser Zustand noch weitere drei Jahre andauern würde. Oh mein Gott! Das würde ich nicht aushalten. Als ob sie meine Gedanken lesen konnte, sprach sie zu mir: „Doch, das hältst du aus. Genieß diese Zeit, denn sie wird die wertvollste in deinem Leben sein. Deine finanziellen Verluste wirst du innerhalb eines Jahres wieder aufholen können. Ich sah sie erstaunt an, doch von mir kam nur noch ein verwegenes: „Nun denn, dann will ich das mal glauben.“
Da es aus ihrer Sicht nichts weiter zu klären gab, verabschiedete ich mich und ging wieder. Die Beratung hatte 15 Minuten gedauert und der Weg nach Hause nahm fast drei Stunden in Anspruch. Genug Zeit, um die Botschaft zu verdauen. Doch ich war mir nicht sicher, ob ich ihre Aussage annehmen konnte oder nicht. Dennoch nahm ich mir „ernsthaft“ vor, die nächsten Monate, so gut es eben ging, zu genießen.
Trotz Vorsatz und Bemühungen gelang mir das aber nicht. Schon zwei Wochen später kamen der innere Druck und die große Unsicherheit wieder verstärkt in mir auf. Nein, nicht schon wieder, dachte ich, als ich spürte, wie es leise in mir anfing, zu schwanken und missmutig zu werden. Jetzt nur nicht in die Resignationsschleife abrutschen und dort über Stunden hängen bleiben! „Nein“, sprach ich laut in den Raum hinein. „Nein, das möchte ich jetzt nicht.“
Um mich abzulenken, zündete ich mir eine Kerze an und betete über eine längere Zeit immer wieder den Psalm 23. Der innere Druck war jedoch nicht zu umgehen und selbst im Gebet sprechend, dachte es im Hintergrund in mir weiter. Diese Gedanken ignorierte ich einfach. Ich betete innig weiter und versuchte weiterhin, meine Mitte zu halten.
Dies ist mir auch gut gelungen, bis sich plötzlich mein Hinterkopf regte und ich von der nun folgenden Bemerkung regelrecht attackiert wurde: Was machst du, wenn das Medium falsch liegt und du eine tiefsitzende Blockade hast, die bisher niemand sehen konnte? Willst du trotzdem weiter herumsitzen und zusehen, wie sich nichts verändert?
Peng! Das wirkte. Ich hielt sofort inne und fragte mich: „Was war das? War das etwa eine Botschaft?“ Ich war hellwach, klar bei Sinnen und stellte mit nur einem Atemzug fest: „Jetzt bin ich endgültig erledigt.“
Wie betäubt sah ich eine Weile ins Leere. Plötzlich regte es sich mir: „Nein, ich bin nicht erledigt, das ist doch der Beweis. Na klar, ist das der Beweis. Ich hatte die ganze Zeit Recht, ich habe also doch eine tiefsitzende Blockade. Meine Vermutung stimmte also wirklich. Diese Blockade sitzt so tief, dass bisher einfach niemand sie sehen konnte.“
Auf dieses Erlebnis hin musste ich erst einmal eine kurze Pause einlegen, ging in die Küche, belegte mir zwei Brote und stärkte mich. Dabei dachte ich darüber nach, wer mir jetzt noch helfen könnte. An wen könnte ich mich noch wenden, wenn selbst das beste Medium diese Blockade übersah? Ich war mir ganz sicher: Wenn mir jetzt noch jemand helfen könnte, dann nur Gott selbst.
Nun musste ich dranbleiben, hartnäckig sein und mich an ihn persönlich wenden. So ging ich wieder zurück ins Wohnzimmer und fing umgehend an, direkt zu Gott Vater zu sprechen: „Gott Vater, ich wende mich jetzt direkt an dich. Siehst du, das Medium hat mein Anliegen doch nicht ernstgenommen. Es stimmt gar nicht, was sie gesagt hat. Ich habe wirklich eine tiefsitzende Blockade. Sie sitzt so tief, dass bisher einfach niemand sie sehen konnte. Kannst du sie sehen, Gott Vater? Die Vorstellung, mit dieser Blockade einfach hier still rumzusitzen, ist unerträglich für mich. Dazu kommt, dass ich nach Aussage des Mediums diese Zeit auch noch genießen soll. Das geht doch nicht. Es muss sich doch jetzt etwas verändern. Nur wie? Ich halte das alles wirklich nicht mehr länger aus! Weißt du, Gott Vater, ich habe wirklich großes Vertrauen in dich und ich habe echt großes Vertrauen in deine Führung, aber bei aller Liebe, ich kann doch diese furchtbare Situation nicht einfach so hinnehmen und aussitzen! Das Maß der Belastbarkeit ist für mich jetzt endgültig erreicht. Es reicht mir, verstehst du, Gott Vater? Es reicht. Ich bin es endgültig leid, meinen Ausweg nicht finden zu können. Ich brauche deine Hilfe, denn ich habe das Gefühl, ich habe mir schon viel zu oft diese nervigen Fragen gestellt, jedoch nie eine klare Auskunft bekommen und wenn ich von außen die Auskunft bekommen habe, dass alles in bester Ordnung sei, hat diese nie wirklich meine innere Unsicherheit gelöst. Sie kommt immer und immer wieder neu in mir auf. Egal, was ich tue. Egal, was ich höre. Also kann hier doch etwas nicht mit rechten Dingen zugehen, sonst käme dieser Impuls doch nicht ständig in mir hoch. Sag du mir bitte, was ich jetzt tun kann!“
Ohne eine Pause einzulegen, redete ich alles aus mir heraus: „Weißt du, Gott Vater, es ärgert mich kolossal, dass ich für diese mir so wichtige Frage einfach keine Hilfe, wenigstens eine kleine umsetzbare Erkenntnis oder eine greifbare Lösung bekomme. Ich würde wirklich alles dafür geben, wenn ich nur wüsste, was genau ich tun oder an meiner Situation verändern könnte.“
Während ich meinem Unmut und meinem Unverständnis Raum schenkte, zündete ich eine neue Kerze an und kam auf die wunderbare Idee, nun so lange zu beten, bis Gott Vater mir auf meine Frage „Was hindert mich eigentlich wirklich?“ antworten würde.
Wow, dachte ich mir, was für eine gute Idee! Für mich war klar, dass ich das nun konsequent durchziehen würde. Wirklich gehört hatte ich Gott Vater zwar noch nie, aber das machte ja nichts, irgendwie würde sich etwas in mir regen. Auf jeden Fall würde ich jetzt beten und nicht eher aufhören, bis ich meine Antwort wirklich erhalten hätte, auch auf die Gefahr hin, morgen früh noch hier zu sitzen. Ich spürte: Dieses Vorhaben öffnete ein enormes Kraftfeld und diese geöffnete Power bestätigte meinen Entschluss.
Die Gebetsrunde begann mit folgenden Worten: „Gott Vater, ich erwarte jetzt umgehend und direkt deine Hilfe.“ Das hört sich schon mal gut an, dachte ich mir und war mir ganz sicher, heute Nacht würde sich meine tiefste Blockade endgültig auflösen. Ich fühlte es ganz deutlich: Heute würde ich ohne Wenn und Aber die richtige Antwort auf meine Frage „Was hindert mich eigentlich wirklich?“ empfangen und so erklärte ich laut sprechend mein Vorhaben: „Gott Vater, ich bete jetzt so lange, bis du mir deine Offenbarung schenkst. Okay. Ich werde dich nach jedem ,Vater unser‘, welches ich nun zu dir spreche, immer wieder fragen: ,Was hindert mich? Was blockiert mich eigentlich wirklich?‘“ Selbstsicher startete ich meinen Gebetsmarathon.
Für mich stand fest, ich würde nicht aufhören, bis ich die Antwort auf meine Frage erhalten hätte. Ich war diszipliniert, rhythmisch, klar und blieb dementsprechend voll im Gebetssound. Nach vielen Stunden des Gebete-Sprechens war es dann soweit. Ich bekam unüberhörbar die göttliche Antwort. Ich hörte sie aus dem inneren Raum meiner Seele und ich hörte sie gleichzeitig aus dem Raum, in dem ich mich befand. Sie erklang unüberhörbar hell, eindringlich und sehr, sehr deutlich.
Ich hörte, wie die Stimme sprach: „Nichts! Nichts hindert dich!“
Mein Herz stolperte, mein Atem stockte. Geistesgegenwärtig stand ich sofort vom Stuhl auf, ging im Raum hin und her und sprach: „Wie bitte? Nichts hindert mich?“
„Ja“, antwortete die Stimme erneut, „nichts hindert dich.“
Ehrlich gesagt verstand ich in diesem Augenblick meine Welt nicht mehr. Jahr um Jahr hatte ich gekämpft, Jahr um Jahr hatte ich geschuftet, an mir gearbeitet, gebetet und transformiert, mich für den spirituellen Weg geöffnet, um diese Antwort zu hören: „Mich hindert nichts. Nichts!“ Ich konnte mich weder hinsetzen, noch stehen und so ging ich im völligen Ausnahmezustand, Zimmer um Zimmer, durch meine Wohnung. „Mich hindert nichts. Nichts! Um Himmels willen, was geschieht nur mit mir? Was bedeutet das jetzt?“
Diese Frage sprach ich laut in den Raum hinein: „Gott Vater, sag mir bitte, was bedeutet das nun konkret, dass mich nichts hindert? Wenn dem so wäre, dann würde ja meinem Erfolg gar nichts im Wege stehen.“
Für einen Augenblick war es sehr ruhig, doch dann ging die Unterhaltung leise in mir weiter: „Ja, Kind, ganz genau“, bestätigte er meine Worte, „es steht dir nichts im Wege. Du glaubst es nur.“
„Wie? Ich glaube das nur? Ich merke nicht, dass ich das glaube“, sprach ich ungehalten weiter.
„Ja, das stimmt, du selbst merkst es nicht. Du kannst dich nur in den fragenden Gedanken erkennen. Dann, wenn du fragst: Was hindert mich? Was blockiert mich? Was muss ich noch tun? Wenn es jedoch in dir glaubt und wie du dich diesem Glauben selbst versperrst und ihn ausbremst, das erkennst du nicht. Du kannst dich nur erkennen, wenn du von diesen Fragen angetrieben wirst und dort nicht weiterkommst. Wenn du zweifelst und dadurch fragend etwas wissen möchtest. Zum Beispiel, wenn du nachfragst: ,Wie lange noch, Gott Vater?‘. In all diesen Phasen reagierst du stets unbemerkt auf eine innere Regung, die bereits vor deinen Fragen in dir aktiv gewesen ist. Der Augenblick der Regung selbst, den erkennst du noch nicht. Dort schläft es noch in dir. Deshalb kommen diese Reaktionen immer und immer wieder neu und so steigst du auch immer wieder neu darauf ein.“
In mir wurde es nachdenklich und meine Emotionen wurden ruhiger. Ehrlich gesagt, erkannte ich zum ersten Mal, wie ich mit der Aussage „mich hindert nichts“ meine absoluten Schwierigkeiten, ja sogar eine regelrechte Abwehr, in mir nährte. Es war schon verrückt, dies so erkennen zu können. Obwohl ich mir nichts sehnlicher wünschte, als dass mich nichts mehr hinderte, erkannte ich jetzt zum ersten Mal bewusst, dass sich ein Teil in mir massiv gegen diese Freiheit wehrte. So, als würde jemand in mir darauf bestehen, dass mich weiterhin etwas hindern müsste und ich sprach in den Äther des Raumes: „Gott Vater, ich erkenne, ein Teil in mir wehrt sich gegen deine Aussage und ich verstehe nicht, warum er das tut.“
Er antwortete: „Kind, es ist ganz normal, dass du das nicht verstehen kannst. Weißt du, das lässt sich an diesem Punkt in deiner Entwicklung auch gar nicht verstehen. Hier darfst du eine ganz neue Betrachtung finden und aus deinem ,Ich kann das nicht verstehen‘ darf ein: ,Oh, schau her, es kann sich noch nicht öffnen‘ werden. Für heute wollen wir es so stehen lassen, es genügt, dass du dir notierst: Immer wenn du nicht verstehst, kann ein Teil in dir nicht erkennen, dass sich etwas öffnen möchte.“
Erfahrungsnotiz: Was blockiert mich?
