8,99 €
Skispringer stürzen wagemutig von riesigen Schanzen – und sorgen dabei für aberwitzige Geschichten: So sprang der legendäre Janne Ahonen 2005 mit 240 Metern weiter als je ein Skispringer zuvor. Trotz Sturz bei der Landung weigerte er sich, im Krankenhaus behandelt zu werden, weil er befürchtete, die Ärzte könnten herausfinden, dass er betrunken war. Legendär auch Renndirektor Walter Hofer, der während eines Weltcups zur Motorsäge griff, weil die Sprünge zu weit gingen. Kurzerhand verkürzte er die Schanze, indem er einen Teil des Schanzentisches absägte. Diese und viele weitere großartige Anekdoten aus der Welt der Schanzen und Skier hält Unnützes Skisprung Wissen bereit.
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Veröffentlichungsjahr: 2022
MARCO RIES
MARCO RIES
DIE KURIOSESTEN FAKTEN RUND UM DEN WUNDERVOLLSTEN WINTERSPORT
Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie. Detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.
Für Fragen und Anregungen
Wichtiger Hinweis
Ausschließlich zum Zweck der besseren Lesbarkeit wurde auf eine genderspezifische Schreibweise sowie eine Mehrfachbezeichnung verzichtet. Alle personenbezogenen Bezeichnungen sind somit geschlechtsneutral zu verstehen.
Originalausgabe
1. Auflage 2023
© 2023 by riva Verlag, ein Imprint der Münchner Verlagsgruppe GmbH
Türkenstraße 89
80799 München
Tel.: 089 651285-0
Fax: 089 652096
Alle Rechte, insbesondere das Recht der Vervielfältigung und Verbreitung sowie der Übersetzung, vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form (durch Fotokopie, Mikrofilm oder ein anderes Verfahren) ohne schriftliche Genehmigung des Verlages reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme gespeichert, verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden.
Redaktion: Dr. Ulrich Korn
Umschlaggestaltung: Isabella Dorsch
Umschlagabbildung: Shutterstock.com/Kjpargeter, onot, Thomas Bethge
Abbildung im Innenteil: Shutterstock.com/Crazy nook
Satz: ZeroSoft, Timisoara
eBook: ePUBoo.com
ISBN Print 978-3-7423-2224-1
ISBN E-Book (PDF) 978-3-7453-1997-2
ISBN E-Book (EPUB, Mobi) 978-3-7453-1998-9
Weitere Informationen zum Verlag finden Sie unter
www.rivaverlag.de
Beachten Sie auch unsere weiteren Verlage unter www.m-vg.de
Vorwort
Von den Anfängen bis heute Die Entwicklung des Skispringens vom 20. ins 21. Jahrhundert
Besondere Skispringer-Persönlichkeiten Wahnsinnige Typen und einzigartige Karrieren
Kurioses auf und abseits der Schanze Wettkämpfe und Ereignisse, die in Erinnerung bleiben
Der Boom und seine Folgen Zur Ära von Hannawald und Schmitt
Wissenswerte Statistiken Die interessantesten Fakten und Rekorde
Marco Ries, Jahrgang 1992, studierte nach dem Abitur Soziologie an der Universität Heidelberg. Daneben machte er sich als freier Journalist und Autor selbstständig. 2009 gründete er das Onlineportal skispringen.com, das seitdem nicht nur im Winter über alle Ereignisse im Skispringen berichtet.
Spätestens seit der Erfolgsära von Sven Hannawald und Martin Schmitt gehört das Skispringen in Deutschland zu den populärsten Wintersportarten. Jedes Wochenende begeistern sich allein hierzulande Millionen Fernsehzuschauer für eine Sportart, die die wenigsten selbst ausüben oder sich auch nur in die Lage hineinversetzen könnten, was für ein Gefühl es sein muss, sich von den Skisprungschanzen der Welt zu stürzen und auf Weitenjagd zu gehen.
Von den Anfängen und den ersten professionellen Wettkämpfen in den 1900er-Jahren hat das Skispringen bis heute an Popularität gewonnen. Die anekdotenreiche Weltcupgeschichte hat dabei besondere Persönlichkeiten, viele Helden, aber auch Antihelden hervorgebracht. Dieses Buch soll einen Überblick geben über die skurrilsten und kuriosesten Geschichten der vergangenen Jahrzehnte, sowohl auf als auch abseits der Schanze. Aber auch die Entwicklung des Sports und seiner Popularität in den Medien soll auf unterhaltsame Weise dargestellt werden.
Unnützes Skisprungwissen ist der perfekte Begleiter durch den Winter, um beispielsweise während der Vierschanzentournee nicht nur mit Fachwissen, sondern auch mit den kuriosesten Fakten und lustigsten Geschichten glänzen zu können.
Betrunken zum Sieg
Finnische Skispringer und der Alkohol – eine lange Geschichte, die schon früh ihren Anfang genommen hat: 1955/56 setzte sich der Vierschanzentourneesieger des Vorjahres, Hemmo Silvennoinen, über das vom Trainer verordnete Alkoholverbot in der Silvesternacht hinweg. Eigentlich hatte der finnische Cheftrainer den Skispringer für das Neujahrsspringen am folgenden Tag sperren wollen, doch die Mannschaft machte sich für ihren damaligen Topspringer stark. Am Ende durfte Silvennoinen starten – und gewann das prestigereiche Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen.
Wind? Unbekannt!
Die Technik hat das Skispringen über die Jahre revolutioniert. Windmesser oder Startampeln für die Freigabe der Sprünge gab es in den Anfangsjahren der Vierschanzentournee nicht – stattdessen: Heini Klopfer, den früheren Skispringer und erfolgreichen Architekten von Skisprungschanzen. Um den Athleten die Startfreigabe zu erteilen, stand er mit einer roten Fahne am Schanzentisch. Doch um zu verhindern, dass die Athleten erfuhren, aus welcher Richtung oder wie stark der Wind wehte, tauchte er die Fahne in den bereitgestellten Wassereimer, damit sie nicht flattern konnte.
Skispringer als Multifunktionär
Der Oberstdorfer Max Bolkart hatte bei der Tournee 1959/60 alle Hände voll zu tun. Während die anderen Springer auf seiner Heimschanze schon mit dem Training begonnen hatten, war er noch damit beschäftigt, die Lautsprecheranlage im Stadion zu montieren. Er legte immer dann sein Werkzeug beiseite, wenn er seine eigenen Trainingssprünge zu absolvieren hatte. Im späteren Wettkampf wurde Bolkart immerhin Zweiter. Vor dem Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen fuhr Bolkart kurzfristig zurück nach Oberstdorf – um als Mitglied der Stadtkapelle Silvestermusik zu spielen. Trotz weniger Stunden Schlaf stand er auch in Garmisch-Partenkirchen wieder auf dem Podium.
DDR-Springer boykottieren Tournee
Schon bei der achten Ausgabe der Vierschanzentournee 1959/60 sorgte die politische Situation zwischen Westdeutschland und der DDR für einen Eklat. Weil die Bundesrepublik die DDR-Flagge nicht anerkannt und den Start unter diesem Staatsemblem verboten hatte, sahen sich die Tourneeorganisatoren nicht in der Lage, die Flagge an den Skisprungschanzen zu hissen. Ausgerechnet nachdem in den beiden Jahren zuvor mit Helmut Recknagel ein ostdeutscher Springer die Vierschanzentournee gewonnen hatte, verzichteten die so erfolgreichen DDR-Skispringer auf die Teilnahme. Daraufhin boykottierten auch die Mannschaften aus Polen, der Sowjetunion und der Tschechoslowakei die Tournee.
