Unser Leben mit Werder - Daniel Schalz - E-Book

Unser Leben mit Werder E-Book

Daniel Schalz

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Beschreibung

Werder-Anhänger erzählen: Persönliche Geschichten über Werder Bremen Ein Vereinsbuch, das seinesgleichen sucht: Was bedeutet es für die eigene Hochzeitsfeier, wenn der liebste Fußballverein zur selben Zeit Deutscher Meister wird? Und wie ergeht es vierhundert Fans des SV Werder Bremen in einem Sonderzug, in dem alle Toiletten gesperrt sind? Daniel Schalz hat diese und viele weitere Fangeschichten in einem Fußballbuch der besonderen Art versammelt: Hier steht weniger das Spiel im Vordergrund, es geht um die unzähligen Erlebnisse abseits des Platzes, die das Leben der Werderfans nachhaltig geprägt haben. - Lustige, traurige und kuriose Fußballgeschichten: Hauptsache Grün-Weiß! - Einblicke in die Fankultur - Fußball-Stories aus der Fankurve - Eine Kooperation mit der Deichstube Turbulente Zeiten auf und neben dem Rasen: Ein Fußballverein und seine persönlichsten Anekdoten Ob es die Geschichte von Henning Scherf ist, der mit dem Bürgermeister von Haifa in der Ostkurve des Weserstadions auf Neonazijagd geht, die Prügelattacke Bremer Studienräte auf den Schiedsrichter in den 1950er Jahren oder die Metamorphose von Willi Lemke, einst HSV-Mitglied, dann Werder-Fan: Die bunte Fangeschichten-Sammlung, in der es auch um magische Schals oder einen gestohlenen Mittelpunkt geht, hält viel Überraschendes parat, einiges zum Schmunzeln und manchmal auch Trauriges. Eines haben die Fußball-Stories der Werderfans aber immer gemeinsam: Sie zeigen die Liebe zum Verein und die große Bedeutung, die der SV Werder Bremen auch abseits des Spielfelds für seine Anhänger hat. Ein perfektes Geschenk für Fußballfans, deren Herz intensiv für Grün-Weiß schlägt!

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Seitenzahl: 224

Veröffentlichungsjahr: 2023

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DER AUTOR

Daniel Schalz, geboren 1978 in Bremen. Erste selbstgesprochene Fußball-Reportagen auf Audiokassetten mit sechs. Erstes Trauma: Kutzop-Elfer. Zum Geschichtsstudium 1998 nach Berlin, Ostkurven-Dauerkarte behalten und in den kommenden zwei Jahrzehnten mal mehr mal weniger häufig genutzt. Journalistenschule in Berlin, einige Jahre für verschiedene Hauptstadt-Zeitungen geschrieben, anschließend Leiter der Öffentlichkeitsarbeit beim Deutschen Chorverband. Seit 2017 bei großen Kommunikationsagenturen als Redakteur, Konzepter und Teamleiter für Kunden des öffentlichen Sektors tätig. Im Sommer 2022 mit der Familie nach Bremen zurückgezogen – ganz nah ans Weserstadion ran.

Fotonachweis

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Andreas Gumz: Umschlag, 93 (2), 188

Esther Haase: 113

Horstmüller: 77

Weser-Kurier: 47, 49, 155

Alle anderen Fotos stammen aus Privatarchiven.

Text von Moritz Rinke auf Seite 114/115: Mit freundlicher Genehmigung des Verlags Kiepenheuer & Witsch. Der Text ist ein Auszug aus dem im April 2024 erscheinenden Buch „Ich könnte hier stundenlang sitzen und auf den Rasen schauen“.

1. Auflage 2023

© Verlag Die Werkstatt GmbH, Bielefeld

Mit freundlicher Unterstützung der Deichstube GmbH und Plietsch GmbH

Folgende Ausgaben dieses Werkes sind verfügbar:

ISBN 978-3-7307-0674-9 (Print)

ISBN 978-3-7307-0679-4 (Epub)

Gesamtherstellung: Die Werkstatt Medien-Produktion GmbH, Göttingen

Datenkonvertierung E-Book: Bookwire - Gesellschaft zum Vertrieb digitaler Medien mbH

Alle Rechte vorbehalten! Ohne ausdrückliche Erlaubnis des Verlages darf das Werk weder komplett noch teilweise vervielfältigt oder an Dritte weitergegeben werden.

www.werkstatt-verlag.de

INHALT

LIEBESERKLÄRUNG

Wir werden uns nie alleine lassen

von Arnd Zeigler

VORWORT

Momente für die Ewigkeit

von Daniel Schalz

LEIDENSCHAFT

Werder – meine Schule fürs Leben

Deutscher Meister 1986: SVW

Magische Nacht vor dem Radio

Sehnsuchtsort aus Holz

1.576 Kilometer, 0 Tore

Mummenschanz im Double-Trubel

Heimlicher Stickertausch

Der perfekte Fußballtag

Wie ich als Arzt meinen Traumjob bekam

Danke, Union!

Gegen den Strom

„Gib mir die Schale!“

Zwei Wörter von Ivan als Game Changer

Böse Post aus Hamburg

Sirtaki auf den Tischen

Ein freundlich aussehender Mann

Danke, Nikolaus!

Nur Papier – und doch ein Schatz

Freudentränen dank Papa und Juno

ABENTEUER

Nordderby aus luftiger Höhe

Barcelona kann jeder

Unerwartete Begegnung in Salvador de Bahia

Das Wunder von Reykjavik

Die Krönung

Die Werder-Nacht meines Lebens

Feiern bis der Markt schließt

Klassentreffen mit Schale

Mit Rune im Bus

Geschieht ihm recht, dem Ilic!

Als ich mit Werder den Pokal holte

Stich ins Herz – zeitversetzt

Schnapsidee Auswärtstrip: Im Auto nach Trondheim

„Wir können rüber – und ihr nicht!“

Lebensretter in Dinamo-Trikots

Verfolgungsjagd im Bergischen Land

Pinkelpause unter Lebensgefahr

Schröders Millimeter-Pass – noch heute unvergesslich

Weltreise für den großen Traum

FAMILIE

Als Otto mir den Kuchen klaute

Anruf nachts um zwei

Aus dem Himmel über die Linie gedrückt

Lieblingszahl: Sechs!

Erste Bierdusche

Im Weserstadion zu Hause

Bekehrung im Fan-Bus

Mein Freund Torsten

Grün-weiße Herzschläge – von Anfang bis Ende

Sieg ohne Wert

Fußball ist Familiensache – und macht mich nachdenklich

Mit heiligem Rasen in die Schule

Tierische Glücksbringer

Wahnsinn in Lachs

Ein Tor im Kornfeld

Gib Werder niemals auf

Sie tanzen im Himmel

Letzte Zuflucht HSV-Block

LIEBE

Auf Kreta mit dem Werder-Virus infiziert

Grün-weißer Valentinstag

Eine besondere Kundin

Summer of ’69 in Nordenham

Intimer Moment auf großer Bühne

Teurer Fehlgriff

Grün-weißer Dom

Mütterliche Prägung eines Bayern

ZUHAUSE

Das erste Tor: Ich saß daneben

Allein unter Bayern

Bordeaux, Hongkong, Sidney: Werder war immer dabei

Lieber Kurve als Tribüne? Versteh ich!

Meisterschaft im Taubenzüchter-Verein

Der grün-weiße Faden meines Lebens

Was mich die Kurve gelehrt hat

Wichtiger als Derbysiege: Haltung

Nazis – vergeblich gesucht

Ein Haus wie kein anderes

Berlin ist grün-weiß

Die Farbe der Hoffnung

SPIELE

Große Siege, herbe Pleiten: Die Spiele dieses Buches

Danke!

WIR WERDEN UNS NIE ALLEINE LASSEN

VON ARND ZEIGLER

Meine tiefe Liebe zum SV Werder betrachte ich heute als großen biografischen Glücksfall für mein komplettes weiteres Leben, inklusive allem, was noch kommen mag. Sie begann mit Neugier, wurde erstaunlich schnell zur Leidenschaft und endete nie.

Bis Werder und ich uns zum ersten Mal scheu begegneten, nahm meine Fußballfankarriere einen nicht unüblichen Verlauf. Meine beiden älteren Brüder guckten Fußball, ich guckte mit. Ich lernte, dass es da was zu freuen und zu begeistern gibt, und ich wollte das auch. Mein großer Bruder Ingo ließ mich in seinen Fußballbüchern schmökern, und je neugieriger ich wurde, umso mehr war ich mir sicher, dass ich dazugehören wollte bei diesem geheimnisvollen Zirkel von Menschen, die beim Fußballgucken schreien vor Glück, lachen, weinen und fluchen.

Mein Einstieg bei Werder war bizarr, und es fällt heute schwer, die genauen Ereignisse des betreffenden Tages zu rekonstruieren. Es war in den Siebzigern, vermutlich 1977, und im Radio auf der Hansawelle erzählte ein Mann etwas von einem Fußballspiel auf Platz 11 des Weserstadions. Es waren Spieler von Werder dabei, Bremer Sportjournalisten und aus irgendeinem Grund auch der Schlagersänger Chris Roberts, der Autogramme gab und den Anstoß des Spiels ausführte, was mir damals schon komisch vorkam. Ich erinnere mich daran, dass Radio Bremens Sportchef Helmuth Poppen mitkickte, dessen Nachname damals noch nichts Verfängliches besaß. Der immer noch recht sportliche Max Lorenz spielte mit, schoss ein Tor und jubelte theatralisch für einen Fotografen am Spielfeldrand. Am spannendsten war für mich aber das Mitwirken von Horst-Dieter Höttges, der damals noch aktiv war. Vor allem aber war er der größte Star in Werders Bundesligaelf. Ich kannte ihn aus den WM-Büchern meines Bruders. Und natürlich wollte ich bei diesem Spiel dabei sein, um mir Autogramme zu holen. Mutmaßlich meine ersten selbstgeholten Autogramme.

Höttges stand nach dem Spiel eine gefühlte Ewigkeit am Eingang zu den Umkleidekabinen, und ich war bestens ausgerüstet mit einem Stift und einem ausgeschnittenen Höttges-Bild aus der Zeitung. Den Nationalspieler beeindruckte das nicht. Er ignorierte mich und gab mir kein Autogramm, mit den Worten „Nein, nein!“. Für mich brach eine damals noch sehr kleine Welt zusammen, aber ich war nun Fan. Bis heute verstehe ich den tieferen Sinn dieses seltsamen Fußballspiels nicht, aber ich könnte euch noch auf den Quadratmeter genau den Flecken Rasen zeigen, wo ich das Spiel direkt neben der Seitenlinie verfolgte. Es ist bis heute der Flecken Rasen, auf dem ich mein Herz an Werder Bremen verlor.

Werder-Legenden unter sich

Danach musste es weitergehen. Ein netter Nachbar, der meinen aufkeimenden Fußball-Wahnsinn vermutlich irgendwie putzig fand, schenkte mir ein Werder-Mannschaftsposter, das damals der Bremer Ausgabe der „Bild“ beilag. Ich radelte damit zum Training der Profis, immerhin von Kirchweyhe aus, was für einen noch eher kleinen Jungen aus heutiger Sicht eine beachtliche Leistung war. Aber ich war getrieben. Ich wollte dabei sein, ganz nah dran. Ich wollte zuschauen, ich wollte Autogramme, und ich gehörte jetzt dazu. Dass es bei Horst-Dieter Höttges normal war, meistens kein Autogramm zu bekommen, lernte ich bald. Nach vier oder fünf Radtouren Kirchweyhe – Bremen hatte ich ihn erweicht. Mein Mannschaftsposter war vollständig unterschrieben. Ich klebte es in mühevoller Kleinarbeit auf eine Holzplatte und hängte es sehr zentral in meinem Kinderzimmer auf.

Werder Bremen war damals ein Bundesligist der ersten Stunde. Immer erstklassig. Eines der ersten Bücher über den Verein hieß deshalb „Immer dabei“, und auch dieses Buch wurde von mir beim Werder-Training autogrammtechnisch abgearbeitet. Das Weserstadion war ein Sehnsuchtsort geworden. Ich wollte da hin, so oft wie möglich. Und es war ganz egal, ob ein Spiel stattfand, die Profis trainierten oder ich einfach nur vor der

Ein armer Verein, dazu bescheiden, familiär, übersichtlich, unaufgeregt.

Geschäftsstelle herumlungern konnte. Ich suchte die Nähe zu Werder so, wie ich zuvor in meinem Leben nur die Nähe meiner Mutter gesucht hatte. Und aus heutiger Sicht begreife ich jetzt, dass dieser Vergleich viel weniger schief ist, als er klingt.

Es war nicht einfach, Werder damals für das Größte zu halten. Die Mannschaft war Jahr für Jahr ein Abstiegskandidat, und außer Höttges, Dieter Burdenski und dem dänischen Abwehrvirtuosen Per Röntved bestand sie aus einer Vielzahl braver Bundesligaarbeiter. Da war beim besten Willen kein Glamour zu orten, und da war auch keine Aussicht auf große Erfolge. Das Weserstadion war eine größtenteils nicht überdachte Betonschüssel mit Laufbahn ums Spielfeld, die Stehränge wirkten leicht baufällig, und damit passten sie zu Werders Fußball in jenen Jahren, dem oft kaum mehr als 10.000 Menschen zuschauen mochten. Auf Werders Mannschaftsbild waren lediglich 18 Profis zu sehen, von denen einer (Mario Kontny) zu Saisonbeginn so schwer verletzt war, dass er nie wieder ein Spiel machte. In der Werder-Geschäftsstelle, in die man über eine knarzende Treppe durch einen immer etwas schimmlig riechenden Flur gelangte, arbeiteten in meiner Erinnerung genau vier Menschen: Die Sekretärinnen Monika Dieterichs und Martina Mitschkowski, der Büroleiter Peter Fiederling, und einen Raum weiter saß noch Geschäftsführer Wolfgang Barkhausen. Das war praktisch der ganze Verein. Ich weiß die Namen noch so genau, weil alle vier in dem erwähnten Werder-Buch abgebildet waren, und natürlich mussten auch sie darin unterschreiben. Nebenbei bemerkt: Auch Fanartikel gab es damals genau vier: einen Schal, einen Aufkleber, einen Wimpel und eine Mütze. Das musste reichen.

Sagen wir, wie es ist: Werder Bremen gehörte damals zwar zur Bundesliga, war aber ein Provinzverein. Ein armer Verein, dazu bescheiden, familiär, übersichtlich, unaufgeregt. Und genau so habe ich das alles lieben gelernt. Ich wollte nicht so oft es geht gewinnen – ich wollte so oft es geht zu Werder. Und dann erst möglichst auch gewinnen, was aber nicht so wahnsinnig oft vorkam. Dafür war es besonders. Ich habe Horst-Dieter Höttges in seiner letzten Saison noch spielen sehen. Mein Papa fuhr mich aus Kirchweyhe zu den Bundesligaspielen und holte mich hinterher stets an der Ecke ab, wo die Erdbeerbrücke auf den Osterdeich trifft. Spiel für Spiel. Jahrelang. Oft musste er mich trösten. Jeder Werder-Fan meines Alters musste oft getröstet werden.

Ende der Siebzigerjahre begann ich damit, in der Westkurve das „Werder-Echo“ zu verteilen. Das machte nicht immer Spaß, aber ich durfte umsonst ins Stadion und hatte nun einen Grund, kein Heimspiel mehr zu verpassen. Das habe ich zehn Jahre so durchgehalten. Wenn Werder spielte, wollte ich nicht in Urlaub fahren, und ich machte mir jahrelang Sorgen, zur Bundeswehr zu müssen und dann Spiele zu verpassen. Ich habe dann den Kriegsdienst verweigert. Im Grunde wegen Werder, aber das dufte damals natürlich niemand wissen. Dann begann ich als junger Reporter bei Radio Bremen. Ich lernte den auch schon genannten Helmuth Poppen kennen, war weiterhin beinharter Fan, aber bekam nun auch beruflich mit Werder zu tun. 1988 begann ich im Funkhaus in der Vahr zu arbeiten, und im selben Jahr wurde Werder Deutscher Meister. Nach der geschilderten, bewegten Vorgeschichte schloss sich für mich ein Kreis.

Ich erlebte danach Meisterfeiern und Europapokalnächte, ich war dem Verein in all den Jahren nicht von der Seite gewichen, und umgekehrt auch nicht. Es ist alles in meinem Herzen: der grummelige Höttges, der Schimmel im Geschäftsstellenflur, das zugige Stadion, Zweitligaspiele gegen Erkenschwick und Bocholt, aber auch die Meisterschale, Wunder von der Weser, Claudio Pizarro und die Champions League. Mich kann nichts mehr schocken, aber sehr vieles begeistern. Das macht Werder so toll. Ich kenne den Verein klein, grau und arm, und ich kenne ihn schillernd, jubelnd und erfolgreich. Ich teilte mir das Weserstadion bei null Grad mit 4500 Menschen, um schnatternd ein völlig ereignisloses Pokalspiel gegen die SpVgg. Bayreuth zu sehen (2:0), und ich teilte mir den Marktplatz mit 80.000 Werderanerinnen und Werderanern, um bei wundervollstem Sonnenschein das Double zu feiern, an wahrscheinlich einem der schönsten Tage, die Bremen je erlebte.

Ich habe durch Werder alles kennengelernt, was das Leben an Gefühlen zu bieten hat. Werder hat mich verzückt, empört, glücklich gemacht und frustriert. Ich habe Phasen erlebt, in denen Werder mich mutlos und trist hat fühlen lassen, und ich kenne Zeiten, in denen emotional nicht einmal der Himmel die Grenze war und mit diesem Verein absolut und restlos alles möglich schien. Ich sah Kutzops Elfmeter an den Außenpfosten patschen und Wiese in Turin den Ball verlieren, aber ich sah auch Riedles Kopfball zur Meisterschaft und Ailtons Schlenzer in München. Und ich sah Micoud.

Werder hat mir so vieles beigebracht, Werder hat mir so viel Freude beschert und so viele Hoffnungen geschenkt. Werder hat mich stolz sein lassen und demütig. Und das alles geht nie wieder weg. Ich liebe diesen kleinen, großen Verein. Und wir werden uns nie alleine lassen. Gegenseitig.

Und bei euch so? Viel Spaß beim Lesen der anderen Fangeschichten in diesem Buch!

Wir alle sind Werder Bremen!

MOMENTE FÜR DIE EWIGKEIT

VON DANIEL SCHALZ

In meinen bald vierzig Jahren als Werder-Fan habe ich unfassbar viele tolle Geschichten erlebt – noch mehr aber gehört. Schöne, lustige, verrückte, skurrile, manchmal auch traurige. Im Stadion, in der Kneipe, auf Auswärtsfahrten, Partys und Festen. Von engen Freund*innen, Bekannten oder zufälligen Urlaubsbekanntschaften. Darunter etliche aus der Kategorie „Kannste dir nicht ausdenken“. Immer war da dieser Gedanke: Müsste man alles mal aufschreiben. Also habe ich mich monatelang mit Menschen getroffen, live und virtuell, habe telefoniert und Werder-Bücher gewälzt, Mails und Kurznachrichten hin- und hergeschickt, bin kreuz und quer durch Bremen geradelt – und habe mir Storys erzählen und schicken lassen, um sie aufzuschreiben bzw. aufzubereiten.

Wahnsinnig gefreut habe ich mich, als sich die Deichstube sofort genauso begeistert von der Buchidee zeigte wie vorher der Verlag Die Werkstatt. Erst durch den Deichstuben-Aufruf kam das Projekt richtig in Fahrt: Es war beglückend, wie Tag für Tag immer mehr Geschichten eintrafen, eine vielversprechender als die andere. Ansonsten bewährte sich das gute alte Schneeballprinzip: Alle, mit denen ich sprach, kannten mindestens einen anderen Menschen, der garantiert etwas noch Interessanteres zu erzählen hatte. So wuchs der Geschichtenschatz von Woche zu Woche. Und er würde sicher bis in alle Ewigkeit weiterwachsen, wenn wir nicht irgendwann den Deckel hätten drauf machen müssen. Da verhält es sich mit einem Buch nicht anders als mit dem Abend in der Kneipe: So spannend die Geschichten auch sind, irgendwann ist Schluss.

Was aber auch heißt: Dieses Buch erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Dies ist kein Buch über die Bremer Fanszene. Dafür fehlen notgedrungen viel zu viele Facetten, Perspektiven und Menschen. Und vor allem: Geschichten. Ich alleine könnte ein weiteres Buch mit jenen füllen, die ich liebend gern auch noch aufgeschrieben hätte. (Bei dieser Gelegenheit ein dringender Appell an den jungen Mann aus dem Zug zwischen Bremen und Hamburg: Bitte melde dich – ich will unbedingt wissen, wie das damals war mit dem ausgeliehenen Waffeleisen von eurem Nachbarn Theo Gebre Selassie!) Und natürlich mussten wir uns auch immer wieder gegen eingesandte Geschichten entscheiden, es waren einfach zu viele für ein Buch! Ich danke allen, die sich gemeldet haben, und hoffe, dass jene, die nun nicht auftauchen, nicht allzu enttäuscht sind – die Auswahl ist uns wirklich nicht leichtgefallen.

Ich (links) mit Bruder und Kumpel anno ’88 unterwegs zum Stadion

Was mich ein bisschen überrascht, noch mehr aber gefreut hat: Wie viele Geschichten nicht aus Bremen und Umgebung kamen. Ihr werdet von Menschen aus ganz Deutschland lesen, von Belgiern und Luxemburgern. Und von einem Brasilianer, der keinerlei familiäre oder sonst wie persönliche Beziehung zu Bremen hatte – und trotzdem Werder-Tattoos auf der Haut trägt.

Ich selbst war häufig hunderte oder gar tausende Kilometer von den Orten des Geschehens entfernt, wenn es für Werder mal wieder um alles ging. So wie im Frühjahr 2022. Die private Lebensplanung hatte ergeben, dass ich den Endspurt der Zweitligasaison für drei Monate von Chile aus verfolgen musste. Südamerika, ich kannte das schon von anderen längeren Aufenthalten dort, hieß: Spiele in aller Herrgottsfrühe.

Am 15. Mai machte ich es mir also morgens um sieben mit unserem Sohn im Werder-Trikot auf dem Sofa gemütlich, stellte den Onlinestream von Bremen Eins an – und erlebte in den folgenden drei Stunden eine nicht enden wollende Woge von Glücksgefühlen. Von überall her schrieben mir Menschen, schickten Fotos, Videos und Sprachnachrichten. Vom Epizentrum am Osterdeich, von den Rängen und vom Rasen des Weserstadions, genauso wie aus Berlin, Stuttgart oder Wiesbaden. Gleichzeitig trudelten auch bei Bremen Eins im Studio euphorische Grüße aus den USA, Indien, Südafrika oder Australien ein. Die Vorstellung, dass Werder in diesem Moment nicht nur mich, sondern auch so viele mir nahestehende sowie unzählige weitere, auf dem ganzen Globus verteilte Menschen glücklich machte, war einfach nur schön. Wie heißt es doch auf diesem Sticker: „Wo wir sind, ist Bremen. Egal, wo wir sind.“

Was mir in diesem Moment, vor allem aber mit jedem Gespräch für dieses Buch klarer wurde: Werder ist ein Lebensgefühl. Der Wohnort ist dafür ziemlich egal, nicht aber eine klare Haltung: Alle Menschen, mit denen ich für dieses Buch gesprochen habe, schätzen die offene und achtsame Atmosphäre, die in der grün-weißen Community herrscht – und dass diese auch immer wieder über den sportlichen Tellerrand hinausdenkt und handelt. Viele haben mir erzählt, dass sie Werder auch deshalb stets treu geblieben sind, weil sie das Gefühl haben, damit politisch auf der richtigen Seite zu stehen.

Natürlich sind wir alle nicht naiv. Zwar entscheiden bei uns noch keine Investoren über die Zukunft des Klubs. Doch auch Werder ist ein Geschäftsmodell und es gibt genug, worüber sich diskutieren und streiten lässt. Aber solange der Verein versteht, dass er dabei auf die Fans, auf uns, hören muss, bin ich guter Hoffnung, dass wir uns bei Werder noch eine Weile gut aufgehoben fühlen.

Das alles wurde mir selten so bewusst wie am 22. April 2023 in Berlin. An diesem strahlenden, wunderbaren Werder-Tag in der Hauptstadt, an dem 25.000 verrückte Grün-Weiße stundenlang Seite an Seite sangen, tanzten und lachten. Und zwar alle zusammen, ganz egal, ob Jung oder Alt, Allesfahrer*in oder Event-Fan, Ultra oder Kutte, Azubi oder Vorstandschef*in. Was uns stark macht, ist dieser unvergleichliche Zusammenhalt – in guten wie in schlechten Zeiten. Der Spielverlauf (wie gesagt: „Kannste dir nicht ausdenken“) tat natürlich sein Übriges: Werders Tore und die eminent wichtigen drei Punkte waren die fette Kirsche auf dem gigantischen grün-weißen Kuchen, der an diesem Tag den staunenden Berliner*innen serviert wurde. Nach Abpfiff schmetterten wir voller Inbrunst die Vereinshymne „Nur nach Hause geh’n wir nicht“. Herthas Vereinshymne, wohlgemerkt. Momente für die Ewigkeit.

Nicht immer läuft es wie an diesem Tag. Oft genug gibt’s auch auf die Mütze. Aber eigentlich spielt das am Ende gar keine so große Rolle. Der Beweis dafür sind die Geschichten in diesem Buch. Ich hoffe, ihr habt genauso viel Spaß mit ihnen wie ich.

WIR sind Werder Bremen.

PS: Ihr findet, auch eure Werder-Geschichte hätte unbedingt in dieses Buch gehört? Schreibt mir gerne an [email protected]! Ich werde weiter mit großer Freude sammeln – und dann gucken wir mal, was daraus wird.

KAPITEL 1

LEIDENSCHAFT

WERDER – MEINE SCHULE FÜRS LEBEN

Ich bin ein Kinderzimmer-Werderaner aus Oldenburg.

An die Anfänge meiner Leidenschaft kann ich mich höchstens undeutlich erinnern – sie mögen mit der Hinwendung meiner Wildeshauser Vettern Rüdiger und Roland zum HSV der Kuno-Klötzer-Ära zu tun haben.

Vielleicht wollte ich einen bewussten Kontrapunkt setzen, jedenfalls machte es mir Spaß, mein Herz eben nicht Peter Krohn und Günter Netzer zu schenken, die ich spätestens nach ihrem Gewinn des Europapokals der Pokalsieger 1977 als schnöselig empfand. Und außerdem traf der Hit „Wer wird Deutscher Meister? H-H-H-HSV“ nicht präzise genug meinen Musikgeschmack.

Warum auch immer: Ich wurde Werderaner, und kaum hatte ich mich so richtig entschieden und einen grün-weißen Wimpel an meinem Bonanzarad befestigt, stieg mein Lieblingsverein auch schon in die zweite Liga ab. Uff.

Der Spott meiner Vettern war gesalzen, zumal der HSV nun erst so richtig zur Höchstform auflief. Aber ich ließ mich nicht beirren, sondern steckte alle Sottisen stumm weg und hängte natürlich auch mein Dieter-Burdenski-Poster nicht ab – im Gegenteil!

Den direkten Wiederaufstieg empfand ich als wohlverdiente Prämie für meine Fantreue. Und als ich einige Jahre später überlegte, wohin ich nach meinem Abitur als Zivi bzw. experimenteller Jazzmusiker ziehen sollte, musste ich nicht lange überlegen: Nach Bremen natürlich, in die Weltstadt mit Straßenbahn, dessen „Café Grün“ von mir damals – ganz im Ernst – als kulturell spannendster Ort neben der Knitting Factory in New York City empfunden wurde.

Das „Grün“ im Namen des Cafés im Fedelhören hatte übrigens mit Werder nichts zu tun, aber egal – auf einer höheren Ebene mag es einen Zusammenhang gegeben haben zwischen den dortigen Auftritten der punkigen „Tassen“ mit Torsten Müller, Gerd Gläsmer, John Zorn und Arto Lindsay und dem „Wunder von der Weser“, dem 6:2 gegen Spartak Moskau unter Otto Rehhagel – einem Spiel, das mich elektrisierte wie keines zuvor oder danach.

Mein Lebensweg führte mich später in alle möglichen Städte, nicht zuletzt nach H-H-Hamburg und nach München, wo ich besonders schöne Nachmittage im Olympiastadion verbrachte, etwa 1992, als die Hausherren meinem Lieblingsverein 1:3 unterlagen. Nachdem Andreas Herzog das dritte Bremer Tor erzielt hatte, tanzte ich frohlockend auf meinem Sitz, umringt von grantelnden Bayern. Mit dem Satz „Jetzt is guat, hock di wieder hi, Fischkopp!“ zupfte mich einer von ihnen am Bein.

Später gab es auch gewisse Phasen, in denen ich meine Werder-Leidenschaft für eine Charakterschule hielt. Durchhalten, ja nicht zu früh freuen, Mund abputzen, weitermachen: Wir Werderaner sind mit allen Wassern gewaschen, wenn es um Erfolg geht, aber eben auch um Misserfolg. Im Wesentlichen natürlich mit den Wassern der Weser, die ich im Herbst des letzten Jahres in einem mythischen Akt beschwamm, um das Weserstadion (ich nenn es einfach weiter so) endlich auch einmal von der Wasserseite aus zu bestaunen. Und wie ich so gegen den Strom von Flutlichtmast zu Flutlichtmast kraulte, sann ich über Werder und mich selbst nach.

Statt einer Wirbelsäule steckt in mir ein immergrüner Strunk, der sich allzeit erneuert, eine Grundfeste meines Lebens. Wurscht, was sonst passiert: Ich bin Werderaner. Und nachdem ich diesen bedeutungsschweren Satz omabrüstelnd formuliert hatte, ließ ich mich flussabwärts zurück Richtung Weserterrassen treiben und stellte wieder einmal fest: Abwärts geht’s immer schneller als aufwärts. Ich sage ja: Werderfan sein, das ist eine Schule fürs Leben!

Wigald Boning ist Komiker, Synchronsprecher, Musiker, TV-Moderator, Komponist, Autor und Ausdauersportler.

DEUTSCHER MEISTER 1986: SVW

April 1986, Werder gegen Bayern. Ich als Zehnjähriger mit meinen Eltern vor dem Fernseher. Völlers Einwechslung, der Elfmeterpfiff: Drama pur! Nur noch ein Schuss – und wir sind Deutscher Meister. Als Kutzop den Ball an den Pfosten schlenzt, bin ich untröstlich. Das durfte nicht wahr sein. Ich war völlig aufgewühlt. An Schlaf war nicht zu denken, obwohl es schon so spät war. Ich musste irgendetwas tun. Also schnitt ich beide Mannschaften, feinsäuberlich Spieler für Spieler, aus dem „Kicker“-Sonderheft aus und spielte die komplette Partie noch einmal auf dem Wohnzimmerteppich nach. Selbstverständlich gewann Werder – und war Meister! Danach konnte ich endlich schlafen gehen.

CHRISTIAN HOFFMANN

Pfaff jubelt, Kutzop rauft sich die Haare, Schale futsch

MAGISCHE NACHT VOR DEM RADIO

Mit Fußball hatte ich in meiner Jugendzeit wenig zu tun. Durch meine Blindheit und den Umstand, dass sich auch mein Umfeld nicht dafür interessierte, erlebte ich etwa nie ein Spiel am Fernseher. Das änderte sich 2007, schuld daran war das „Wunder von Bern“: Ich entdeckte die Geschichte dieses besonderen Spiels für mich, besonders die Vollreportage von Herbert Zimmermann. Durch sie konnte ich die Regeln und Mechanismen des Spiels studieren und verstand, warum Fußball so viele Menschen faszinierte.

Bis zu meinem grün-weißen Erweckungserlebnis dauerte es noch ein gutes weiteres Jahr. In jenem Sommer war ich an eine neue Schule gewechselt, wo ich zum ersten Mal unter Mobbing und Ausgrenzung litt. Es gab Tage, an denen ich nicht mehr als 20 Worte sprach, weil niemand – weder Lehrer noch Schüler – an ihnen sonderlich interessiert war. Für jemanden, der sich maßgeblich über das gesprochene und geschriebene Wort definiert, war das eine maximal unglückliche Situation.

In dieser Zeit griff ich nach jedem Strohhalm, der mir einen Weg aus der drohenden Gleichgültigkeit zeigte. Es wurde dann der bestmögliche Strohhalm, der sich mir überhaupt hätte entgegenstrecken können: Am 9. Dezember 2008 übertrug der Hessische Rundfunk in voller Länge das Champions-League-Spiel von Werder gegen Inter Mailand, das ich mir zufällig anhörte.

Es muss wohl die besondere Werder-Mentalität gewesen sein, die mich in ihren Bann zog, dieses unglaubliche bremische Zusammenspiel. Claudio Pizarro, Markus Rosenberg, Torsten Frings, Peer Mertesacker, Clemens Fritz: Ohne dass ich damals auch nur einen der Namen gekannt hätte, identifizierte ich mich beinahe augenblicklich mit diesen Spielern, und ich spürte: Hier gehörst du hin! Werder gewann mit 2:1 durch Tore von Pizarro und Rosenberg, den Gegentreffer erzielte Zlatan Ibrahimovic erst in der 88. Minute. Wenn der wunderbare Abend überhaupt noch einer Abrundung bedurft hätte, dann war es seltsamerweise dieses Anschlusstor, denn ich besaß damals für den Sportunterricht ein Trikot eben dieses schwedischen Ausnahmespielers und war schon oft im Land der Blågult gewesen.

Der Keim für meine Werder-Leidenschaft war gelegt und trieb in den folgenden Monaten rasend schnell immer neue Blüten.

Der Keim für meine Werder-Leidenschaft war gelegt und trieb in den folgenden Monaten rasend schnell immer neue Blüten. Binnen kürzester Zeit wurde ich nicht nur Experte für Werder-Angelegenheiten, Mitglied und Stadionbesucher, sondern auch angemeldeter Autor in der Wikipedia, vor allem für Fußballerartikel.

Wenngleich das Werder-Fieber meine schulischen Leistungen auf ein bestenfalls als unterirdisch zu bezeichnendes Niveau herabgesenkt hatte, sorgte es doch andererseits dafür, dass ich die folgenden Jahre – auch wenn es niemals wirklich leicht für mich war – ohne größere seelische Schäden überstand.

Ich erlebte, wie Fußball und ganz speziell Werder zu einem starken Bollwerk gegen alle äußeren Widerstände werden kann und jenen einen Halt geben, die ihn benötigen. Für dieses Gefühl, das mir die Mannschaft in dieser einen magischen Nacht vor dem Radio gab, werde ich ihr ewig dankbar sein.

CHRISTOPH CORNEHL

SEHNSUCHTSORT AUS HOLZ

Ich bin schon immer großer Hobbybastler gewesen, habe Vogelhäuschen gebaut und so. Auch spezielle, mit den Wappen von Fußballvereinen. Und dann hat, so vor zehn Jahren, ein Kumpel plötzlich gesagt: Bau doch mal das Weserstadion. Fand ich ’ne geile Idee, schließlich bin ich 100-prozentiger Werderaner.

Ich hatte 40 Jahre eine Dauerkarte, hab den ganzen Zirkus mitgemacht. Im ersten Jahr zweite Liga sind wir buchstäblich zu jedem Auswärtsspiel gefahren: Bocholt, Arminia Hannover, Göttingen 05, Erkenschwick, aber auch in Berlin vor 74.000 im Olympiastadion – haben wir alles mitgenommen. Und später, im Europapokal, sind wir dann genauso nach Verona, Glasgow oder Mailand.

Ich hatte auch eine VHS-Sammlung mit rund 1.000 Werder-Spielen seit 1968. Da hat mir Arnd Zeigler viel geholfen, die aufzubauen. Den habe ich eine Zeit lang zu Spielen gefahren, weil er selbst keinen Führerschein hatte.