Unsere ersten Bienen - Angelika Sust - E-Book

Unsere ersten Bienen E-Book

Angelika Sust

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Beschreibung

Do you dream of your own, natural bee colony in your garden, and harvesting your very own honey? Do you also want to help bees, because nature and healthy food products are important to you? But how do you get started and stay on the right track? In this book, you’ll find out what kind of beekeeping best suits your needs, and how to establish a swarm or colony at the outset. The book outlines the course of the beekeeping year, how to determine whether your bees are doing well, and what tasks need to be carried out month by month in order to maintain the colony and the health of the bees. Why not simply make a start – beekeeping as a hobby will be sure to inspire you to new heights, and will delight you!

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Seitenzahl: 101

Veröffentlichungsjahr: 2016

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Inhalt

Cover

Titel

Vorwort

Beeindruckende Welt der Bienen

Biene, Hummel & Co.

Wer lebt im Bienenstaat?

Vom Ei zur Biene

Bienen bedeuten viel mehr als Honig

Gesundes aus dem Bienenstock

Honig hat viele Gesichter

Bee or not to be

Passen Bienen zu uns?

Honigsüß und giftig zugleich

Schnupperkurs und Imkerworkshop

Imkern: konventionell, bio oder wesensgemäß?

Bienen in der Stadt

Das Bienenzuhause

Der ideale Standort

Fertig zum Einzug

Grundausstattung für Neuimker

Endlich: Die Bienen kommen

Mit den Bienen durchs Jahr

Mai/Juni: Wenn Bienen ins Schwärmen geraten …

Bienen füttern

Sommer: Vorbereitung auf den Winter

Es ist so weit: Honigernte

Herbst: letzte Tracht und letzte Brut

Winter: Rückzug in die Wintertraube

Frühjahr: Natur und Volk erwachen

Schutz und Gesundheitspflege

Varroose

Weitere Bienenkrankheiten

Notsituationen erkennen

Was Sie noch für Bienen tun können

Service

Impressum

Trachtpflanzen durchs Jahr

Wenn eifrige Arbeitsbienen erschöpft sind, werden sie von ihren Stockgenossinnen „vollgetankt“ und mit energiereichem Honig gefüttert.

Vorwort

Sie beflügeln uns, stacheln uns an, bringen uns zum Schwärmen und versüßen unser Leben. Bienen sind faszinierend! Seit Jahrmillionen leben sie in einem perfekt funktionierenden Volkszusammenhang, treffen Entscheidungen auf hochdemokratische Weise und sorgen als zielsichere Bestäuber für die Fruchtbarkeit unseres Planeten.

Lassen Sie sich anstecken von 30 000 tatkräftigen Haustieren! Sie werden viel von ihnen lernen und mit anderen Augen durch die Welt, durch Natur und Jahreszeiten gehen. Ihr eigener, selbst geernteter Honig wird der leckerste Honig der Welt sein und ganz nebenbei tun Sie noch etwas für Ihre Gesundheit. Mit einem Bienenstock holen Sie sich eine ganze Apotheke nach Hause. Nicht nur Honig, alle Bienenprodukte sind wertvoll und gesund: Pollen, Wachs, Propolis, Stockluft – selbst das Bienengift!

Und wenn Sie abends abgeschlagen vom Alltag am Flugloch sitzen und tief durchatmen, ist das wohltuende Entspannung pur: Sie saugen den warmen, süßen Bienenduft ein, lauschen dem Summen, kommen zur Ruhe, beobachten und staunen.

Beeindruckende Welt der Bienen

Um Honigbienen zu halten, brauchen Sie ein gewisses Sachwissen über ihre Lebensweise. Nur so können Sie einschätzen, was Ihre neuen Haustiere brauchen. Das Schöne daran: Alles, was Sie von den Bienen und über sie lernen, wird Sie begeistern!

»

Bienensachbücher sind für mich inzwischen so spannend wie ein guter Roman. Bevor ich mit der Imkerei anfing, haben mich die beiden CDs über Bienen von Jürgen Tautz ,Der Bien – Superorganismus Honigbiene‘ ganz besonders beeindruckt.

Biene, Hummel & Co.

Wenn wir von Bienen reden, meinen wir meist die heimische Westliche oder Europäische Honigbiene, Apis mellifera. Doch es gibt etwa 30 000 Bienenarten auf der Erde. Fast alle sind Wildbienen, wie die Pelz-, Sand- und Mauerbiene oder die Hummel. Von der Honigbiene existieren weltweit nur neun Arten.

Allein unterwegs: Wildbienen

Wildbienen sehen ganz unterschiedlich aus. Manche tragen einen dicken Pelz, andere sind auffällig gestreift oder klein, zierlich und unscheinbar. Sie leben meistens solitär und die befruchteten Weibchen kümmern sich alleine um den Nachwuchs. Hummeln machen dabei eine Ausnahme, sie bilden Staaten und legen Futtervorräte an. Ein Hummelvolk kann aus 50 bis mehreren Hundert Hummeln bestehen, die einen Sommer lang leben.

Mit ihrem dicken Pelz fliegen Hummeln auch bei unter 10 °C, den Honigbienen ist das noch zu kalt.

Staatenbildende Honigbienen

Honigbienen können einzeln nicht überleben. Als soziale oder staatenbildende Insekten arbeiten alle Mitglieder wie ein ausgeklügelter Organismus eng zusammen. Nur so kann das Volk den Winter mit genügend Honigvorräten überstehen und sich im nächsten Jahr gut entwickeln und vermehren. Im „Stockdunklen“ kommunizieren Honigbienen auf vielerlei Weise miteinander, unter anderem über Düfte, Berührungen und Schwingungen des Wabenbaus. Die bekannteste Kommunikationsform der Bienen ist ihre Tanzsprache, mit der sich Kundschafterinnen zum Beispiel über die Lage der nächsten Futterquelle oder eines geeigneten neuen Nistplatzes verständigen.

Gut zu wissen Acht Honigbienenarten leben in Asien und eine, Apis mellifera, stammt ursprünglich aus Europa und Afrika. Der Mensch verbreitete sie über den gesamten Globus und sie spielt nun in der weltweiten Imkerei die größte Rolle.

Ein Blick in die Bienenkiste zeigt sehr eindrücklich den Bien. Das ganze Bienenvolk lebt in einem großen Hohlraum, den die Bienen nach und nach mit ihrem Wabenwerk ausgebaut haben.

Der Bien

Weil das Bienenvolk nur als Ganzes überleben kann, wird es oft als ein einziger Organismus begriffen und seit dem 19. Jahrhundert „der Bien“ genannt. Viele Imker und Bienenwissenschaftler gehen noch weiter: Für sie gehört auch das von den Bienen „ausgeschwitzte“ und gebaute Wabenwerk aus Bienenwachs zum Lebewesen Bienenvolk dazu. Im Hohlraum der Bienenwohnung dient es als Stützgerüst und ist zugleich Kinderstube, Vorratskammer und Tanzboden.

Biene im Wespenkostüm

Sicherlich haben Kinderbuchklassiker wie „Die Biene Maja“ dazu beigetragen: Wenn wir eine Biene malen, greifen wir fast immer zu den Farben Schwarz und Gelb. Dabei ist die schwarz-gelbe Färbung typisch für Wespen. Honigbienen haben einen braunen Körper mit schwarzen Streifen im hinteren Bereich. Manche Rassen wie die Buckfast-Biene tragen zudem einen orangefarbenen Ring am Hinterleib.

Wer lebt im Bienenstaat?

Ein Bienenvolk besteht im Sommer aus 25 000 bis 40 000 Bienen, im Winter schrumpft es auf 6 000 bis 8 000 Individuen zusammen. Im Volk leben hauptsächlich Arbeiterinnen, eine Königin und von April bis Spätsommer 200 bis 2 000 männliche Bienen, die Drohnen.

Die Königin hat einen auffällig langen, leicht rötlichen Hinterleib. Ein „Hofstaat“ aus Arbeiterinnen füttert, pflegt und betastet sie. Der rote Punkt wurde dieser Königin vom Imker aufgemalt, damit er sie leichter finden kann.

Die Königin – Mutter aller Bienen

Die Königin, auch Weisel genannt, ist die Mutter aller Bienen im Volk. Als Jungkönigin geht sie nach ein paar Orientierungsflügen bis zu dreimal auf Hochzeitsflug. Dabei durchfliegt sie hoch oben in der Luft sogenannte Drohnensammelplätze und wird von rund 15 Drohnen aus anderen Völkern begattet. Der im länglichen Hinterleib gespeicherte Samenvorrat hält ein ganzes Königinnenleben lang: drei bis fünf Jahre!

Damit alle Bienen im Stock stets ihre Anwesenheit spüren und das Volk zusammengehalten wird, gibt die Königin Sekrete, sogenannte Pheromone, über spezielle Drüsen ab. Ein Volk ohne Königin ist verloren. Man sagt dann, es ist weisellos.

Nach der Begattung verbringt sie fast ihr ganzes Leben im Inneren des Stocks. Sie sichert der Kolonie den Fortbestand, indem sie – bis auf eine kurze brutfreie Zeit im Winter – immerzu Eier legt. Im Frühjahr schafft sie bis zu 2 000 am Tag, das ist mehr als ihr eigenes Körpergewicht! Befruchtet sie das Ei mit Sperma aus ihrem Samenvorrat, wird daraus eine Arbeiterin. Unbefruchtete Eier entwickeln sich zu Drohnen.

Die eigentliche Fortpflanzung findet bei den Honigbienen durch Teilung des Bienenvolkes im Mai/Juni statt („Mit den Bienen durchs Jahr“), das Schwärmen.

Dann zieht die Königin mit einem Teil ihres Volks in eine neue Behausung um.

Ein demokratischer Staat

Auch wenn wir Menschen der Stockmutter den Titel „Königin“ verpasst haben, hat sie nicht das Sagen. Bei den Bienen weiß jedes einzelne Tier, was zu tun ist. Und stehen Entscheidungen an, werden sie demokratisch getroffen.

Auffällig bunt

Manche Imker malen der Königin einen farbigen Punkt auf, um sie leichter zu finden. Außerdem verrät die Kennzeichnung das Geburtsjahr der Weisel. Da sie maximal fünf Jahre lebt, gibt es fünf Farben: weiß (2016), gelb (2017), rot (2018), grün (2019) und blau (2020).

Drohnen haben keinen Stachel und können auf die Hand genommen werden.

Drohnen – groß, laut, tollpatschig

Wenn ungefähr ab April Drohnen im Volk schlüpfen, wird es laut! Keine andere Biene fliegt mit einem solch tiefen Brummton. Mit ihren langen, herabhängenden Beinen wirken Drohnen im Flug ziemlich schwerfällig und plump. Sie sind deutlich breiter als Arbeiterinnen und als Neuimker könnte man schnell vermuten, man habe die Königin entdeckt. Typisch an den Drohnen sind ihre großen Augen – ideal, um eine Jungkönigin beim Hochzeitsflug auszumachen. Aber nur die kräftigsten und schnellsten Drohnen erreichen die fliegende Queen – und bezahlen ihre Fitness mit dem Leben: Bei der Begattung reißt sich der Drohn den Begattungsapparat heraus und stirbt. Stürzt er nicht auf diese Weise tot vom Himmel, wird er von seinen Schwestern bei der „Drohnenschlacht“ im Spätsommer („Mit den Bienen durchs Jahr“) aus dem Stock geworfen und verhungert. Ein Drohnenleben dauert durchschnittlich vier bis sechs Wochen.

Nutzlose Honigfresser?

Drohnen können keinen Honig herstellen oder andere bienentypische Arbeiten verrichten und sie lassen sich gern füttern. Als „Begatter“ spielen sie für andere Völker eine Rolle, nicht jedoch für das eigene Volk. Trotzdem ist ihre Funktion sehr bedeutend, denn sie sorgen für die Erweiterung des Genpools in der Umgebung des Volkes und somit für ein Überleben der Honigbiene an sich! Übrigens können Drohnen als einzige Bienen ungehindert in jedem fremden Bienenstock ein- und ausgehen.

Arbeiterin – geschäftig und wandlungsfähig

Die Arbeiterin ist das kleinste Bienenwesen im Volk und sie erledigt die meisten Aufgaben. Eine Sommerbiene durchläuft in ihrem meist drei- bis höchstens sechswöchigen Leben mehrere „Berufe“ und entfernt sich dabei immer weiter von ihrer Geburtsstätte.

Zuerst reinigt sie als Putzbiene Brutzellen. Mit voll ausgebildeten Futtersaftdrüsen wird sie Ammenbiene und füttert die Brut. Danach nimmt sie Sammelbienen Nektar ab, stampft Pollen in die Zellen oder dichtet Ritzen im Stock mit Propolis ab. Dann entwickeln sich kurzzeitig Wachsdrüsen in ihrem Hinterleib, mit denen sie hauchdünne Wachsplättchen ausschwitzt und als Baubiene das Wabenwerk baut. Im Alter von ungefähr 20 Tagen verteidigt sie als Wächterin das Flugloch oder fächelt mit ihren Flügeln warme Stockluft nach außen. Erst ganz am Ende ihres Lebens übernimmt die inzwischen erfahrene Arbeiterin die gefährlichste aller Aufgaben: Sie wird Sammelbiene und sucht im Umkreis von bis zu 5 km nach Pollen, Nektar, Honigtau, Wasser oder Propolis.

Flexible Karriere

Je nach Bedarf können auch bereits junge Arbeiterinnen zu Sammlerinnen werden und bei den älterem bilden sich erneut Futtersaft- oder Wachsdrüsen aus, sobald Ammen- oder Baubienen im Volk benötigt werden.

Faule Winterbienen leben länger

Ab Spätsommer schlüpfen im Volk die Winterbienen. Sie schonen sich und müssen viel Pollen fressen, um ein gutes Fett-Eiweiß-Polster aufzubauen. Mit diesem „Winterspeck“ können sie rund vier bis sechs Monate leben. Die Winterbienen sorgen dafür, dass das Volk samt Königin durch die kalte Jahreszeit kommt, und kümmern sich im nächsten Frühjahr um die erste Brut.

Von wegen immer fleißig! Auch eine Sommerbiene tut manchmal gar nichts und ruht sich in einer leeren Zelle aus, schlendert durch den Stock oder schläft geschützt in einem Blütenkelch. Wenn sie wenig Arbeit hat und keine Brut mit Futtersaft füttern muss, kann selbst eine Sommerbiene mehrere Monate alt werden.

Diese Arbeiterin ist eine Pollensammlerin. Andere Sammlerinnen sind für Nektar oder Honigtau zuständig oder holen Wasser oder Propolis.

Vom Ei zur Biene

Die Entwicklung der drei Bienenwesen dauert unterschiedlich lang: Die Königin schlüpft bereits nach 16 Tagen, die Arbeiterin nach 21 Tagen als fertiges Insekt. Der Drohn braucht 24 Tage dazu. Deswegen gehen Varroamilben gern in Drohnenbrutzellen, um ihre eigene Brut aufzuziehen (siehe Kapitel „Varrose“).

Entwicklung einer Arbeiterin:

Aus dem Ei entsteht nach drei Tagen eine Larve: Zuerst liegt sie als Rundmade am Zellboden und wird weitere drei Tage lang mit dem sehr nährstoffreichen Futtersaft gefüttert, danach mit Pollen und Honig.

Nur die Königin bekommt im gesamten Larvenstadium den besonderen Futtersaft, der deswegen auch Gelée Royale genannt wird.

Nach vier Häutungen entwickelt sich die Rundmade zur Streckmade. Die Zelle wird nun mit einem luftdurchlässigen Wachsdeckel verschlossen (verdeckelt).

Im Zellinneren verpuppt sich die Made und die Metamorphose beginnt.

Nach 21 Tagen ist die Arbeitsbiene voll entwickelt, nagt den Zelldeckel auf und schlüpft.

Von der Königin bestiftete Zellen: Eier (Stifte) am Zellboden.

Rundmaden in verschiedenen Stadien im Futtersaft.

Verdeckelte Arbeiterinnenbrut (links) und Drohnenbrut (rechts) mit den typisch buckelförmigen Wachsdeckeln.

Drohnen- und Arbeiterinnenbrut Drohnen und Arbeiterinnen werden in waagrechten Zellen aufgezogen. Brutzellen für Drohnen sind etwas größer als die der Arbeiterinnen. Außerdem können Sie verdeckelte Drohnenbrut gut an den buckelförmigen Wachsdeckeln erkennen.

Königinnen- oder Weiselzellen hängen wie eine Erdnuss meist am unteren Rand der Wabe.

Auf dieser Wabe ist das Brutnest mit Pollen- und Honigkranz gut erkennbar.

Brutnest, Pollen- und Honigkranz