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Eszter Kalmar

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Beschreibung

ÜBER DAS BUCH - mit Travel-App zum Download - persönlich recherchierte Autorentipps - Vorschlag für eine Stadttour - Infos zur Geschichte - erstklassige Farbfotos - große, separate, ausfaltbare Landkarte mit Stadtplänen - die Vista Points sind durch rote Sternchen markiert, im Text wird auf die Planquadrate verwiesen - mit Orts- und Straßenregister - ausführliche Präsentation der Städte, Orte, Landschaften und Sehenswürdigkeiten mit anschließendem Adressteil - umfangreiches Service-Kapitel: von Anreise über Essen und Trinken bis Unterkunft etc.

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Seitenzahl: 132

Veröffentlichungsjahr: 2025

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USEDOM
mit Greifswald
© Zweckverband Seebäder Insel Usedom
DIE AUTORINNEN
Eszter Kalmár lebt in Potsdam und arbeitet als Lektorin und Übersetzerin (www.lektorat-kalmar.de). Sie ist an der Ostseeküste aufgewachsen, verbrachte unter anderem mehrere Jahre auf Rügen, und besucht ihre Heimat regelmäßig.
Christine Berger lebt in Templin und reist häufig auf ihre geliebte Insel Usedom. Etliche Reiseführer über Berlin, Usedom und Rügen sind bereits von ihr erschienen.

USEDOM – mit Greifswald

Top 10 & Willkommen

Top 10: Das müssen Sie gesehen haben

Willkommen auf Usedom

Chronik

Stadttour Greifswald

Ein Rundgang durch die Universitätsstadt

Service-Informationen Greifswald

Vista Points - Sehenswertes

Reiseregionen, Orte und Sehenswürdigkeiten

Die Tore zur Insel

Anklam

Ausflugsziel:

Wolgast

Ausflugsziele:

Usedoms Norden

Peenemünde

Ostseebad Karlshagen

Ausflugsziele:

Ostseebad Trassenheide

Ausflugsziele:

Ostseebad Zinnowitz

Ausflugsziele:

Die Bernsteinbäder

Ostseebad Zempin

Ostseebad Koserow

Ostseebad Loddin/Kölpinsee

Ostseebad Ückeritz

Die Kaiserbäder

Ostseeheilbad Bansin

Ausflugsziele:

Ostseeheilbad Heringsdorf

Ausflugsziel:

Ostseeheilbad Ahlbeck

Ausflugsziele:

Polnisches Usedom und Insel Wollin

Ostseebad Swinemünde/ Świnoujście

Ausflugsziele:

Usedoms Achterland

Pudagla

Benz

Neppermin

Balm

Ausflugsziel:

Mellenthin

Ausflugsziele:

Morgenitz

Lieper Winkel

Stadt Usedom

Ausflugsziele:

Stolpe

Dargen

Ausflugsziel:

Zirchow

Kamminke

Service von A bis Z

Usedom in Zahlen und Fakten

Anreise

Auskunft

Einkaufen

Essen und Trinken

Feiertage, Feste und Veranstaltungen

Feiertage im deutschen Teil:

Feiertage im polnischen Teil:

Feste und Veranstaltungen:

Hinweise für Menschen mit Handicap

Internet

Klima und Reisezeit

Kurabgabe

Mit Kindern unterwegs

Nachtleben

Notfälle, wichtige Rufnummern

Presse

Sport und Erholung

Radfahren

Wandern

Wellness

Wassersport

Angeln

Golfen

Reiten und Kutschfahrten

Sport am Strand

Sprachhilfen für das Plattdeutsche

Unterkunft, Camping

Verkehrsmittel

Extras - Zusatzinformationen

Bildnachweis und Impressum

Top 10 & Willkommen
Top 10: Das müssen Sie gesehen haben
A Greifswalder Dom aB2
Vom fast hundert Meter hohen Turm des Greifswalder Wahrzeichens hat man einen fantastischen Blick bis nach Usedom und Rügen.
B Historisch-Technisches Museum Peenemünde A3
Die Luftwaffenversuchsstelle erlangte durch die sogenannte Vergeltungswaffe V2 traurige Berühmtheit. Die Geschichte Peenemündes wird hier eindrucksvoll vorgestellt.
© HTM Peenemünde GmbH
Das Freigelände des Historisch-Technischen Museums in Peenemünde, links das Modell einer A4-Rakete
C Ostsee-Lift fB3
Das einzige Café Deutschlands, das stündlich 25 Meter in die Höhe steigt.
D Strand von Ückeritz C5
Ein Inselbesuch ohne Strand: undenkbar. Badefreuden oder ein langer Strandspaziergang sind ein Muss. Der sieben Kilometer lange und 50 Meter breite Strand von Ückeritz eignet sich dafür ganz fantastisch.
E Kaiserbäder Strandpromenade C/6/7
Die zwölf Kilometer lange Promenade führt von Bansin über Heringsdorf und Ahlbeck nach Swinemünde. Entlang des Weges zeugen die Bäderarchitektur und die Seebrücken der Gründerzeit von alter Pracht.
© Eszter Kalmár, Potsdam
Herrschaftliche Villen – wie die Villa Staudt – säumen auch die Strandpromenade zwischen Heringsdorf und Ahlbeck
F Sieben-Seen-Blick D6
Einmalig schöne Sicht vom Aussichtsturm auf die umliegenden Binnenseen und das Achterland.
G Seebrücke Ahlbeck bB2
Der türmchenverzierte Holzbau der imposanten Seebrücke dient noch heute als Restaurant. Das Brückengebäude ist als einziges im Ostseeraum im Original erhalten.
H Nationalpark Wollin östl. D8
Einmalige Landschaft auf der polnischen Seite der Insel: ausgedehnte Buchen- und Nadelwälder sowie Dünen und Steilküsten.
I Benz D5
Das Kunstdorf im Achterland liegt nicht nur idyllisch eingebettet in einer Hügellandschaft, sondern bietet eine Kulturmühle, eine hübsche Kirche und ein Kunstkabinett.
J Feininger-Radtour 
Der 56 Kilometer lange Rundweg verbindet über 40 künstlerische Motive von Lyonel Feininger.
© Slawomir Ryfczynski/Usedom Tourismus
Stopp auf der Feininger Radtour an der Holländermühle in Benz
Willkommen auf Usedom
Als »Pommersche Riviera« bekannt, ist die Insel Usedom eine der klimatisch mildesten und sonnenreichsten Regionen Deutschlands. 42 Kilometer Sandstrand an der Pommerschen Bucht mit teilweise bis zu 70 Metern Breite und die herrliche Natur des Hinterlands bieten zu jeder Jahreszeit Entspannung und Erholung. Die einzigartige Mischung aus Ostsee-Strand-leben mit mondäner Bäderarchitektur und zauberhafter, stiller Natur mit verträumten Fischerdörfern zieht jährlich viele Besucher in ihren Bann.
Mit einer über 9000-jährigen Besiedlungsgeschichte ist Deutschlands zweitgrößte Insel nicht nur für Naturverbundene interessant, sondern auch historisch gesehen eine Fundgrube. Schon in der Mittelsteinzeit wurde hier gesiedelt. Im Laufe der Zeit war Usedom immer wieder Zankapfel zwischen Dänen, Schweden, Slawen, Franzosen und Preußen. Im 19. Jahrhundert wurden Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin als Seebäder für die Betuchteren entdeckt. Auf den Promenaden der sogenannten Kaiserbäder flanierten Adlige und das wohlhabende Bürgertum und genossen dort nicht nur das Badeleben.
Die teilweise hochherrschaftlichen Villen und Hotels an der Ostsee künden noch heute von der über 100-jährigen Geschichte des gepflegten Badeurlaubs. Das mondäne Flair vergangener Tage ist nach behutsamer Restaurierung der beeindruckenden Bäderarchitektur wieder zu spüren.
Viele Naturschutzgebiete sorgen dafür, dass Flora und Fauna auf Usedom nicht zu kurz kommen. Auf Wanderungen und Radtouren kann man seltene Vögel beobachten, Seeadler kreisen sehen; Orchideen oder Sonnentau wiegen ihre Blütenköpfe im Wind. Zahlreiche geführte Touren bringen dem Besucher die Natur näher. Ein echtes Erlebnis – nicht nur für Großstadtpflanzen!
© Perry/Fotolia
Die Seebrücke von Ahlbeck auf Usedom
Chronik
Daten zur Geschichte der Insel
Ab 7000v. Chr. Erste Besiedlung der Insel Usedom in der Mittelsteinzeit.
4. Jh. n. Chr. Die Germanen wandern von Usedom ab.
7. Jh. n. Chr. Usedom wird von slawischen Stämmen besiedelt.
946 Uznam (Usedom) findet Erwähnung als Hauptort der slawischen Terra Wanzlow.
1115/19 Belagerung der Insel durch die Dänen.
1128 Christianisierung unter Bischof Otto von Bamberg – den Mönchen folgen die Kreuzritter, in deren Gefolge strömen niedersächsische Bauern und Handwerker ins Land.
1190 Gründung des Klosters Eldena bei Greifswald.
1243 Erste Erwähnung Anklams, damals noch Tanclim.
1248 Erste Erwähnung Greifswalds, damals Grypheswald.
1264 Verleihung des Stadtrechts an Anklam. Die Stadt nimmteine rasante Entwicklung und gelangt dank seiner Lagean der Peene durch Handel zu Reichtum.
1370 Durch den Frieden von Stralsund garantiert Dänemark der Hanse Handelsfreiheit im Ostseeraum.
1401 Klaus Störtebeker wird festgenommen und in Hamburg hingerichtet.
1456 Gründung der Universität Greifswald.
16. Jh. Nach der Reformation fällt Usedom den Herzögen aus dem wolgast-pommerschen Greifenhaus in den Schoß, es bildet sich ein feudaler Junker- und Beamtenstaat, der die Bauern auf der Insel zu Leibeigenen macht.
1618–48 Im Dreißigjährigen Krieg plündern die kaiserlichen Heerhaufen unter Wallenstein und die Schweden unter König Gustav II. Adolf. Auf der Insel Usedom hausen 1628 die Dänen und richten großen Schaden an. Die Wallensteinschen Truppen verjagen sie wiederum. Ganz Vorpommern fällt im Verlauf des Krieges an Schweden. Im Frühjahr 1629 setzen sich die Kampfhandlungen zwischen den kaiserlichen und dänischen Truppen fort. Im Mai zwingt Wallenstein den Dänenkönig zum Frieden.
1637 Herzog Bogislaw XIV. stirbt, das pommersche Fürstenhaus erlischt.
1648
© VISTA POINT Verlag (Archiv), Rheinbreitbach
Usedom – die älteste Stadt der gleichnamigen Insel (Stich von Matthäus Merian d. J. um 1652)
Ende des Dreißigjährigen Krieges. 1648 wird ganz Vorpommern, also auch die Insel Usedom, infolge des westfälischen Friedens dem Königreich Schweden einverleibt. Unter der schwedischen Herrschaft beginnen wieder ruhigere Zeiten. Ende des 17. Jahrhunderts finden Landvermessungen statt, deren Ergebnisse in den sogenannten Matrikeln festgehalten wurden. Diese Unterlagen stellen das älteste Kataster der Orte auf der Insel Usedom dar.
17./18. Jh. Auf Usedom tummeln sich Soldaten aller Herren Länder. Preußen, Polen, Russen und Dänen wollen den Schweden ihren billig erworbenen Besitz streitig machen.
1715/16 Bis zum Friedensschluss kommt es zu mehreren Schlachten zwischen schwedischen und preußischen Truppen, meist um und an der Peenemünder Schanze.
1720 Durch den Stockholmer Frieden werden Teile Vorpommerns und damit auch die Insel Usedom den Preußen zugesprochen.
1806 Franzosen besetzen das Land.
1812/13 Die Bevölkerung Usedoms greift zu den Waffen, um am Freiheitskampf gegen die napoleonische Fremdherrschaft teilzunehmen.
1815 Laut Beschluss des Wiener Kongresses gehört Usedom künftig zu Preußen.
1820 Beginn des ersten Badebetriebs in Swinemünde. Es folgt das Dörfchen Neukrug bei Heringsdorf.
1826/27 In Neukrug (Heringsdorf) lässt der Oberforstmeister von Bülow (Besitzer des Gutes Gothen) 1825 die erste Badeanstalt und einige Logierhäuser, drei Jahre später das erste »Gesellschaftshaus« erbauen. Preußenkönig Friedrich Wilhelm III. ist mit seinen Söhnen, darunter der spätere Kaiser Wilhelm I., zu Gast bei von Bülow. Bei einem Ausflug zu den Fischern, die am Strand gerade Heringe puhlen und einsalzen, gibt der Kronprinz der kleinen Ansiedlung unterhalb der Anhöhe Kulm den Namen Heringsdorf.
1828–45 Weitere Logierhäuser lässt von Bülow für seine privaten Gäste bauen. Eine der ältesten noch erhaltenen Bäder-architekturvillen, die heutige Villa Achterkerke, wird 1845 auf dem Kulm gebaut.
1848 Einweihung der Heringsdorfer Kirche. Den Bauplatz stiftet Oberforstmeister von Bülow. Die Baupläne stammen vom Königlichen Hofbaurat Ludwig Persius, einem Schüler Karl Friedrich Schinkels.
1872 Der Berliner Bankier Hugo Delbrück erwirbt von den Erben von Bülows das Strandgelände und gründet die Aktiengesellschaft Seebad Heringsdorf. Zur Jahrhundertwende gilt Heringsdorf als internationales Luxusbad ersten Ranges.
1851–97 Auch Ahlbeck und Zinnowitz nehmen den Badebetrieb auf Usedom auf, 1858 folgen Koserow, 1887 Karlshagen, 1893 Ückeritz und 1897 Bansin.
1875 Bau von Kurhaus Wendicke’s Hotel, des ersten Hotels in Ahlbeck. Heute heißt es Hotel Meereswelle.
1876 Mit der Eröffnung der Eisenbahnstrecke Berlin-Swinemünde wird auch die 360 Meter lange Fünfbogenbrücke bei Karnin eingeweiht. Die Fahrt von Berlin nach Usedom dauert nur noch knapp drei Stunden.
1883 Bau des eleganten Heringsdorfer Kurhauses Kaiserhof Atlantic. Es gilt lange Zeit als das vornehmste und größte Haus an der Ostsee mit Zentralheizung, Aufzug und Gourmetrestaurant. Es wird 1979 abgerissen. Heute befindet sich an seiner Stelle das Heringsdorfer Kurhotel. Bau der Villa Oppenheim, einer der schönsten Bäderarchitekturvillen in Heringsdorf.
1890 Der Ahlbecker Hof, das mondänste Haus in Ahlbeck, entsteht und beherbergt bis heute Prominente.
1898 Die Seebrücke von Ahlbeck wird fertiggestellt. Kaiser Wilhelm II. lässt seiner Mätresse, der Konsulin Steude, am Strand von Heringsdorf eine schlossartige Villa bauen. Dem Beispiel folgt u.a. Baron Bleichröder, der »Beherrscher« des Kurfürstendamms. Aus diesen Tagen stammt die Bezeichnung »Kaiserbäder«. Ende des 19. Jahrhunderts gilt Heringsdorf als internationales Luxusbad ersten Ranges.
1891 Taufe der 500 Meter langen Heringsdorfer Kaiser-Wilhelm-Seebrücke. An der Spitze des Seestegs befindet sich eine Aussichtsplattform mit Restaurant und einem zehn Meter hohen Sprungturm.
1901 Das Seebad Bansin trennt sich vom Dorf Bansin.
1914 Beginn des Ersten Weltkriegs. Der Badetourismus bricht ein.
1920–30 Die Urlauber kommen wieder und bringen Usedom und die Region wirtschaftlich in Schwung.
1933 Die größte Eisenbahnbrücke Europas über die Peene bei Karnin wird fertiggestellt. Die Kriegsvorbereitungen verwandeln Usedom in eine Festung. Die Mellenthiner Heide wird zum unterirdischen Munitionsdepot.
1936 In Peenemünde entsteht die Heeresversuchsanstalt und Luftwaffenversuchsstelle.
1942 Am 3. Oktober erfolgt der erste erfolgreiche Start einer A-4-Rakete (V2) vom Prüfstand VII.
1943 16./17. August: englischer Luftangriff auf Peenemünde.
1945 Die Bombardierung von Swinemünde am 12. März durch US-amerikanische Flugzeuge fordert rund 20000 Opfer. Stadtkommandant Oberst Rudolf von Petershagen übergibt Greifswald kampflos an die Truppen der Roten Armee. Dadurch übersteht die bis dahin verschont gebliebene Stadt den Krieg fast völlig unbeschadet.
Mai 1945 Russische Truppen besetzen am 4./5. Mai auch Usedom. Swinemünde fällt auf Grundlage des Potsdamer Abkommens an Polen.
1946
© VISTA POINT Verlag (Archiv), Rheinbreitbach
Die 1909 eingeweihte »Vinetabrücke« von Zinnowitz wurde in den 1940er Jahren durch Eis zerstört und später abgerissen
Erste Urlauber besuchen wieder Ahlbeck und Zinnowitz.
1952Entstehung der ersten landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften (LPG), bis 1960 sind alle Bauern Usedoms trotz teilweise erheblichen Widerstands Mitglied einer LPG. Usedom wird zu einem Zentrum des Feriendienstes der DDR-Gewerkschaften.
1953 »Aktion Rose«: Die letzten verbliebenen privaten Inhaber von Hotels und Pensionen werden wegen angeblicher Wirtschaftsverbrechen enteignet.
1989 Nach der Wende sind viele Eigentumsverhältnisse ungeklärt und die Urlauber bleiben zunächst aus.
1990 Im Oktober wird Mecklenburg-Vorpommern Bundesland der Bundesrepublik Deutschland mit der Landeshauptstadt Schwerin.
Seit 1990 Größere Naturräume werden unter Schutz gestellt. Tourismus ist Wirtschaftsfaktor Nummer eins auf Usedom.
1993 Ahlbeck erhält eine neue 280 Meter lange Seebrücke.
1995 Die längste deutsche Seebrücke (508 m) wird in Heringsdorf übergeben.
1996 Die Insel Usedom ist nicht nur wieder die »Badewanne Berlins«, sondern Urlaubs- und Erholungsgebiet für Touristen aus ganz Deutschland und Europa.
1998 Die Seebrücke von Sellin wird eingeweiht.
2000 Die Kaiserbäder Usedoms werden erstmals mit der »Blauen Flagge« ausgezeichnet, die für ausgezeichnete Badewasserqualität, herausragendes Umweltengagement sowie gute Sanitär- und Sicherheitsstandards im Hafen- und Badestellenbereich steht.
2008 Die Usedomer Bäderbahn fährt ohne Grenzkontrollen bis nach Polen.
2011 Die längste Strandpromenade Europas wird eingeweiht, sie führt von Bansin ins polnische Swinemünde.
2012 Das ZDF sendet zur Fußball-EM live aus Heringsdorf.
2021 Der Baumwipfelpfad mit einem 33 Meter hohen Aussichtsturm wird im Juni in Heringsdorf eröffnet.
2023 Der Swinetunnel wird eröffnet. Er verbindet die Insel Wollin und Usedom miteinander.
2024 Greifswald feiert den 250. Geburtstag von Caspar David Friedrich mit zahlreichen Events.
2025 Der große Freizeitpark Hossoland eröffnet nahe der polnischen Ostseeküste bei Swinemünde.
Stadttour Greifswald
Ein Rundgang durch die Universitätsstadt
© Universitäts- und Hansestadt Greifswald
Marktplatz – Pommersches Landesmuseum – Giebelhaus – St. Marien – Museumshafen – Anatomische Sammlung – Tierpark– Hauptgebäude der Universität – Dom St. Nikolai – Caspar-David-Friedrich-Zentrum – Fischmarkt – Marktplatz.
Rund 30 Kilometer westlich der Insel Usedom liegt die 1248 erstmals erwähnte Stadt Greifswald (60 000 Einwohner), eine Hansestadt am Flüsschen Ryck, rund vier Kilometer von der Ostseebucht Dänische Wiek entfernt. Bereits seit 1456 gibt es hier eine Universität, eine der ältesten Mitteleuropas. 1604 entstand die erste Universitätsbibliothek Deutschlands. Rund 9900 Studenten – knapp 17 Prozent der Einwohner – aus aller Welt geben dem Städtchen ein internationales Flair.
Berühmtester Sohn der Stadt ist der 1784 geborene Maler Caspar David Friedrich, der seine Heimatstadt in vielen Ansichten verewigte und in aller Welt bekannt machte.
Einen guten Überblick verschafft ein Rundgang ausgehend vom wohl schönsten MarktplatzaB3 der Region. Das aus dem 13. Jahrhundert stammende gotisch-barocke Greifswalder RathausaB3 ist mit seinem roten Anstrich nicht zu übersehen. Hier befindet sich die Tourist Information. Hübsch anzusehen sind auch die beiden hanseatischen Wohnspeicherhäuser aB3am Markt 11 und 13 (Störtebeker Braugasthaus) im Stil der Backsteingotik. Das weiße, klassizistische Gebäude an der Ecke zur Mühlenstraße beherbergt
© Pommersches Landesmuseum, Greifswald
Das klassizistische Hauptgebäude des Pommerschen Landesmuseums in Greifswald
dasPommersche LandesmuseumaB3 mit Gemäldegalerie, das nach Plänen von Johann Gottfried Quistorp erbaut wurde, dem Zeichenlehrer von Caspar David Friedrich. Hier hängen auch Werke des großen Künstlers, großartige Sonderausstellungen haben das Museum überregional bekannt gemacht, und die Geschichte Pommerns wird von der Urzeit bis zur Gegenwart mit Mitteln moderner Museumspädagogik spannend präsentiert.
Am Markt geht es weiter nordwärts die Knopfstraße entlang. Rechterhand fällt ein besonders schönes Giebelhaus (Nr. 20) im Stil der flandrischen Spätrenaissance vom Ende des 16. Jahrhunderts mit barocken Stildetails im Giebel auf. Es beherbergt die Stadtbibliothek. Weiter führt der Weg bis zur Friedrich-Loeffler-Straße, dort rechts abbiegen und nun kommt die »dicke Marie« in Sicht, die Kirche St. MarienaB3. Sie wirkt mit ihrem vergleichsweise kurzen Turm mit viereinhalb Meter dicken Mauern und dem mächtigen Satteldach ziemlich wuchtig, daher haben die Greifswalder der ältesten Kirche der Stadt diesen Spitznamen verpasst. Mit dem Bau wurde vermutlich 1260 begonnen, die Fertigstellung war zwischen 1350 und 1400. Im Inneren dominieren backsteinerne Pfeiler und ein weißes Kreuzrippengewölbe. Highlight ist die wunderschöne Renaissance-Kanzel von 1587 mit ihrer reichen Schnitz- und Intarsienausstattung. In der Gedächtniskapelle östlich des Turms beeindrucken mittelalterliche Wandgemälde. Die mittelalterliche Gerichtshalle im Untergeschoss ist in Europa einmalig.
Von St. Marien ist es nicht mehr weit zum Museumshafen aA2/3. Man folgt der Kuhstraße bis zum Hansering. Diesen mit Vorsicht überqueren. Schon ist man am Ryck mit zahlreichen historischen Kuttern und Segelschiffen. Schilder erklären die Geschichte der einzelnen Boote, so kann man gemütlich am Ufer entlangschlendern. Wer Hunger verspürt, wechselt über die Brücke auf die andere Hafenseite. Hier gibt es auf mehreren Booten Gastronomie, wo man u.a. Fischbrötchen essen und in der Sonne sitzen kann. Nördlich davon fährt ein Fahrgastschiff mehrmals täglich zum idyllischen Dorf Wieck an der Ostsee.
Immer am Ryck entlang geht es Richtung Westen bis zum TierparkaA1, wo auf vier Hektar 800 Tiere leben. Der begrünte Wall führt weiter zur Domstraße und zum 1747 errichteten Hauptgebäude der Universität aB2