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Dreistöckige Torten, glasierte Donuts, gefüllte Cupcakes, saftige Brownies – alle vegan, natürlich gesüßt und ganz ohne backen! Mit Christina Leopolds genialen Kombinationen aus pflanzlichen Zutaten gelingen bei jedem Rezept perfekte Texturen und Aromen. Egal, ob Sie Veganer sind oder einfach mal etwas Neues ausprobieren möchten, Sie werden erstaunt sein, welche köstlichen Leckereien Sie backen können, ohne überhaupt zu backen!
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Seitenzahl: 131
Veröffentlichungsjahr: 2022
LECKERE KUCHEN, COOKIES,BROWNIES & MEHR
Christina Leopold
GRÜNDERIN VON ADDICTED TO DATES
Verantwortlich: Susanne Caesar
Übersetzung: Helmut Ertl
Lektorat: Monika Judä, München
Satz: Akademischer Verlagsservice Gunnar Musan
Umschlagadaption: Regina Degenkolbe
Korrektorat: Asta Machat, München
Herstellung: Bettina Schippel
Printed in Slovakia by Neografia
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In diesem Buch wird aus Gründen der besseren Lesbarkeit das generische Maskulinum verwendet. Weibliche und anderweitige Geschlechteridentitäten sind dabei ausdrücklich mitgemeint, soweit es für die Aussage erforderlich ist.
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.de abrufbar.
Copyright © 2022 für die deutschsprachige Ausgabe:
Christian Verlag GmbH, Infanteriestraße 11 a, 80797 München
Die Originalausgabe mit dem Titel No-bake Vegan Desserts erschien erstmals 2020 bei Page Street Publishing Co, Salem (MA), USA
Dieses Werk wurde im Auftrag von Page Street Publishing Co. durch die Literarische Agentur Thomas Schlück GmbH, 30161 Hannover, vermittelt.
© 2020 Christina Leopold
Fotografie: Christina Leopold
Autorenfoto auf Seite 153: MRN Photography
Umschlaggestaltung und Layout: Molly Gillespie (Page Street Publishing)
Alle deutschsprachigen Rechte vorbehalten.
ISBN 978-3-95961-655-3
eISBN 978-3-95961-709-3
Das vorliegende Buch ist allen gewidmet, die geholfen haben, dieses Projekt Realität werden zu lassen, ob wir uns persönlich kennen oder uns online ausgetauscht haben. Es ist das Ergebnis Ihrer Unterstützung und Ihrer Anteilnahme.
Ich hoffe, das Buch wird Sie ebenso anregen, wie Sie mich angeregt haben, es zu schreiben.
Und danke an alle da draußen, die versuchen, in dieser Welt etwas zu verändern.
Einführung
KUCHEN UND TARTES
Schwarzwälder Kirschtorte
Erdbeertarte mit Vanille-Pannacotta
Apfeltarte mit Vanillecreme
Banoffee-Pie (Bananen-Karamell-Torte)
Schokoladentarte mit Earl Grey und Brombeer-Coulis
Cremige Pistazientarte
Latte-macchiato-Tarte mit Kürbisfüllung
Zitronen-Baiser-Tarte
Mojito-Tarte
KLASSIKER AUS DEM SÜSSWARENREGAL
Snickerz-Schokoriegel
Tvvix-Riegel
Jammy Wagon Wheels – Cremegefüllte »Wagenrad«-Kekse
Ferrawro-Trüffel
Jaffa-No-Bakes
Salzige Cashewbutter-Toffees mit Vanille
KÄSEKUCHEN
Kirsch-Käsekuchen
Käsekuchen mit weißer Schokolade und Passionsfrüchten
Käsetorte mit Erdnussbuttercreme und Himbeergelee
Käsekuchen mit Blaubeer- und Zitronencreme
Schoko-Keks-Käsekuchen
Käsetorte »Turkish Delight« mit Rosenwasser
Fruchtige Mango-Käsetorte
EISCREME
Salzkaramell-Schokoladen-Eis
Himbeer-Vanille-Eis
Vanilleeis mit Kamille
Honeycomb-Toffee-Eis
Pistazieneis
Beschwipstes Tiramisu-Eis
Erdbeer-Käsekuchen-Eis
Schoko-Kirsch-Eis
Blaubeer-Zimt-Eis
Schokoladen-Karamell-Eis am Stiel
Vanilleeis-Riegel im Keksteig
COOKIES UND BROWNIES
Erdnussbutterkekse
Macadamia-Pistazien-Plätzchen mit weißer Schokolade
Schokoladen-Cookies
Brownies mit zweierlei Schokolade
Weiße-Schokoladen-Blondies mit Erdbeeren
CUPCAKES UND DONUTS
Banoffee-Cupcakes
»No-Bakewell«-Kirschtörtchen
Donuts mit Salzkaramell
Donuts mit Zitronenglasur und Mohn
Kürbis-Donuts »Latte macchiato«
ERLESENE SCHOKOLADE
Helle Schokolade mit Cashews und Lucuma
Dunkle Schokolade mit Maca und Meersalz
Weiße Schokolade mit Vanille und Lucuma
Weiße Schokolade mit Pistazien
FESTLICHE ANLÄSSE
Pochierte Birnen mit Kamille, Vanille und Karamell
Tiramisu im Glas
Vanille-Karamell-Parfait mit salziger Karamellsauce
Crème brûlée mit Kardamom, Vanille und Clementinen
MUST-HAVES
Nussnugatcreme »Notella«
Salzige Cashewbutter mit Vanille
Erdbeerkonfitüre mit Vanille
Salziger Maca-Karamell
Cremiger Schokoaufstrich
Danksagung
Über die Autorin
Register
Stellen Sie sich vor, Sie könnten köstliche vegane Desserts zubereiten, mit minimalem Aufwand und maximalem Geschmack.
Hätten Sie mir vor ein paar Jahren gesagt, dass man Brownies aus nur drei Zutaten zaubern kann, die bereits in meiner Vorratskammer stehen, hätte ich Ihnen wohl nicht geglaubt. Schon gar nicht, wenn es sich um so einfache Zutaten wie Datteln, Nüsse und Kakaopulver handelt. No-Bake-Rezepte sind eine feine Sache, weil sie sich unglaublich leicht realisieren lassen. Sobald aber der Ofen ins Spiel kommt, wird das Backen zu einer regelrechten Wissenschaft. Exaktes Abmessen, präzises Timing und die richtige Temperatur entscheiden darüber, ob ein Rezept ein Erfolg oder ein Reinfall wird.
Ich wurde 2015 zur Veganerin, nachdem ich mich ausführlich mit den Branchen beschäftigt hatte, in denen Tiere verarbeitet und für Nahrungsmittel und Kleidung oder zu Unterhaltungs- und Forschungszwecken ausgebeutet werden. Ich wollte nicht länger Teil dieses Systems sein, daher war klar, dass ich einige Änderungen in meiner Lebensweise vornehmen musste, wenn ich meinen moralischen Ansprüchen gerecht werden wollte. Es ist zwar erst ein paar Jahre her, doch waren vegane Produkte im ländlichen Irland damals noch nicht so leicht zu bekommen wie heute. Ich war fasziniert, wie einfach sich köstliches »Gebäck« ganz ohne Ofen realisieren lässt. Es war Liebe auf den ersten Biss, und ich machte mich gleich begeistert daran, meine eigenen Rezepte zu entwickeln.
»No-Bake« ist mir quasi auf den Leib geschrieben, weil ich gern kreativ im Umgang mit Zutaten bin. Ich habe im gesamten Prozess der Zubereitung viel mehr Kontrolle über das Endergebnis. Die Möglichkeit, ein Rezept noch in der Entstehungsphase abzuändern, ein bisschen mehr trockene oder feuchte Zutaten hinzuzufügen, gibt No-Bake-Rezepten einen klaren Vorteil gegenüber dem Backen. Stimmen beim Backen die Proportionen der Zutaten nicht, so bemerkt man es in der Regel erst, wenn das Gebäck aus dem Ofen kommt – und dann ist es bereits zu spät, um noch irgendwelche rettenden Änderungen vorzunehmen.
Die Genussfreuden in diesem Buch sind ziemlich nahrhaft. Bei den meisten Rezepten spielen vollwertige Zutaten wie Datteln, Nüsse, Früchte und Samen eine tragende Rolle, daher fällt das Ergebnis zuweilen recht gehaltvoll und sättigend aus. Verstehen Sie mich nicht falsch, es bleiben Desserts, und da die meisten ohne raffinierten Zucker auskommen, sind sie eine lässliche Nascherei, die man sich gern mal gönnen darf. Bei der großen Mehrheit der Rezepte wird mit Datteln, Ahornsirup oder Kokoszucker gesüßt, einige verlangen nach veganer Schokolade. Wenn Sie den gewöhnlichen weißen Haushaltszucker meiden, dann empfehle ich Ihnen mein Rezept für helle Schokolade auf Seite 122, die mit Kokoszucker gesüßt wird.
Cremige Kokosmilch dient als Grundlage für zahlreiche Kuchen und Eiscremes, sie ist ein hervorragender Ersatz für herkömmliche Milchprodukte. Bei den meisten Rezepten wird sie zunächst gekühlt, damit sich der flüssige Teil von dem dicken Rahm trennt. Darum habe ich immer eine oder zwei Dosen auf Vorrat im Kühlschrank. Verwenden Sie grundsätzlich Kokosmilch der Vollfettstufe, die Sie über Nacht in den Kühlschrank stellen, sodass Sie am nächsten Tag nur noch den Rahm abschöpfen müssen.
Achten Sie bei Milch und Joghurt – natürlich auf Pflanzenbasis – auf das Etikett und wählen Sie möglichst zuckerfreie Produkte. Viele Zutaten werden, im Rohzustand oder nur minimal aufbereitet verwendet, eine gesunde Alternative zu herkömmlichen Süßigkeiten und Desserts – das nenne ich win-win!
Dieses Buch möchte Ihnen die Grundlagen für Ihre eigene kreative Reise in die pflanzliche Welt der süßen Genüsse vermitteln. Ganz gleich, ob Sie als langjähriger Veganer in der Küche kreativ werden oder Ihre Mitmenschen für die vegane Küche begeistern möchten, ob Sie einfach neugierig sind und mehr über pflanzliche Alternativen erfahren wollen oder ob Sie auf der Suche nach Rezepten sind, die Ihren persönlichen Ernährungsbedürfnissen gerecht werden – diese ebenso einfachen wie leckeren Süßspeisen werden auch die Gaumen der hartnäckigsten und skeptischsten »Fleischfresser« in Ihrer Verwandtschaft überzeugen. Die schönsten Geschichten stammen übrigens von Leuten, die meine Rezepte mit ihren nichtveganen Familien, Freunden oder Kollegen ausprobiert haben, was viel positive Resonanz und einen fruchtbaren Austausch über pflanzliche und vegane Ernährung ausgelöst hat.
Essen, so habe ich durch meine Arbeit als Rezeptentwicklerin festgestellt, ist eine wunderbare Möglichkeit, Menschen zusammenzubringen. Vor ein paar Jahren habe ich auf Instagram begonnen, Bilder von meinem vegetarischen Frühstück zu posten, in der Hoffnung, dass sie die Leute inspirieren. Dass daraus einmal eine riesige Community entstehen würde, konnte ich damals nicht ahnen. Für mich gibt es nichts Schöneres, als wenn jemand Freude an etwas hat, das ich kreiert habe, oder meine Rezepte ausprobiert. Bilder und Rezepte mit interessanten Menschen aus aller Welt zu teilen, Tipps, Ideen und Wertvorstellungen auszutauschen, sich gegenseitig anzuspornen, all das hat mich erst in die Lage versetzt, dieses Buch zu schreiben. Von den Freitagabenden und Wochenenden, die ich damit verbrachte, so viele Rezepte auszuhecken, wie mein Gefrierschrank nur fassen konnte, bevor es am Montagmorgen wieder ins Büro ging, bis hin zu der Tatsache, dass ich mich endlich voll und ganz auf das konzentrieren kann, was ich liebe, war es eine faszinierende Reise – und die ist noch lange nicht zu Ende!
Was für ein wunderbares Privileg, dass sich meine Rezepte hier in etwas »Handfestem« materialisieren, dass die Fotos auf Ihrem Bildschirm nun die Seiten dieses Buches schmücken!
Von bewährten Klassikern wie der Cremigen Pistazientarte (siehe Seite 27) bis zur Neuinterpretation traditioneller Evergreens wie der Schwarzwälder Kirschtorte (siehe Seite 14) und der Zitronen-Baiser-Tarte (siehe Seite 31): Auf den folgenden Seiten finden Sie süßen Genuss für jede Jahreszeit und Stimmung.
Im Frühling und Sommer schlägt die Stunde für meine Erdbeertarte mit Vanille-Pannacotta (siehe Seite 17) oder meine belebende Mojito-Tarte (siehe Seite 33). Sie sind leicht, fruchtig und ein erfrischender Genuss in der wärmeren Jahreszeit. In den kalten Monaten lege ich Ihnen die Latte-macchiato-Tarte mit Kürbisfüllung (siehe Seite 28) oder die Apfeltarte mit Vanillecreme (siehe Seite 18) ans Herz, die mit herbstlichen und winterlichen Aromen für wohlige Wärme sorgen.
Die Schwarzwälder Kirschtorte und ich machten Bekanntschaft, noch bevor ich geboren wurde. Meine Mutter war damals mit mir im neunten Monat schwanger und wollte die Torte unserem Nachbarn (meinem inzwischen verstorbenen Patenonkel) bringen, als sie plötzlich ausrutschte und mit dem Bauch voran in die Torte fiel. Die Torte hat es nicht geschafft – ich schon. Ich hoffe, dass ihr heute, viele Jahre später, meine vegane Version gerecht wird!
Diese Torte gehört zu meinen absoluten Favoriten im Buch, sie bildet das Original mit ganz simplen Zutaten wie Früchten und Nüssen Schicht für Schicht nach – üppige Schokoböden, süße Kirschen und sahnige Kokoscreme, die einander perfekt ergänzen.
ERGIBT 1 TORTE MIT 15 CM Ø
BÖDEN
470 g Walnusskerne
½ TL rosa Himalaya-Salz
45 g Kakaopulver
16 Medjool-Datteln, entsteint
1 TL Kokosöl (im festen Zustand)
KIRSCHSAUCE
465 g entsteinte TK-Kirschen
80 ml Ahornsirup
180 ml Apfelsaft
2 ½ EL Maisstärke
KOKOSCREME
3 Dosen gekühlte Kokosmilch (à 400 ml; nur der dicke Rahm wird benötigt)
3 EL Ahornsirup
2 ½ TL Vanilleextrakt
GARNITUR
85 g dunkle vegane Schokolade, gerieben
6–10 frische Kirschen mit Stiel
Mit den Böden beginnen. Walnüsse, Salz und Kakaopulver im Mixer zu einer krümeligen Masse zermahlen. Die Datteln und das Kokosöl dazugeben und mixen, bis die Mischung homogen und von teigartiger Konsistenz ist. Die Masse in eine Schüssel geben, kurz durchkneten und in drei Portionen teilen. Diese jeweils zwischen zwei Lagen Backpapier etwa 1,25 cm dick ausrollen und mit einer runden Kuchenform (15 cm Ø) drei Böden ausstechen. Die Böden durch Backpapier getrennt auf einen Teller stapeln und für 1 Stunde in den Gefrierschrank stellen.
Inzwischen die Kirschsauce zubereiten. Dazu Kirschen, Ahornsirup und Apfelsaft in einem Topf vermengen und 20 Minuten köcheln lassen. Etwa 6 EL der Flüssigkeit abnehmen und in einer kleinen Schale mit der Stärke zu einer glatten Paste verrühren. Diese unter die Kirschsauce rühren und weitere 2 Minuten unter Rühren garen. Die Sauce 15 Minuten abkühlen lassen, anschließend für 1 Stunde kalt stellen.
Für die Creme den dicken Kokosrahm mit dem Ahornsirup und dem Vanilleextrakt in einer Schüssel mit dem elektrischen Handrührgerät glatt und cremig schlagen. Die Hälfte der Creme in einen großen Spritzbeutel mit offener Sterntülle füllen, mit einem Gummiband verschließen und für 1 Stunde in den Kühlschrank legen. Die restliche Creme in einer Frischhaltebox kalt stellen, sie wird später zum Garnieren der Torte verwendet.
Sobald alle Bestandteile gut durchgekühlt sind, die Torte auf einem Backblech oder einem mit Backpapier bedeckten Teller schichten. Den ersten Boden darauf platzieren und mit der Hälfte der Kirschsauce bedecken. Mit dem Spritzbeutel die Hälfte der Kokoscreme auftragen und den zweiten Boden auflegen. Die restliche Kirschsauce und die zweite Portion Kokoscreme ebenso auftragen, dann den dritten Boden auflegen. Es empfiehlt sich, die Torte nun für 30 Minuten in den Gefrierschrank zu stellen, damit die Schichten etwas anziehen.
Die Torte aus dem Gefrierschrank nehmen und mit einem großen Brotmesser die Ränder glätten, falls sie ungleichmäßig sind. Die restliche Creme in den Spritzbeutel füllen, an den Rändern und auf der Oberfläche auftragen und mit einer Teigkarte oder einer Palette gleichmäßig verstreichen. Die Torte mit Cremerosetten, der geriebenen Schokolade und den frischen Kirschen garnieren und servieren.
Die Torte hält sich in einem fest verschlossenen Behälter im Kühlschrank bis zu 2 Tage.
Wegen der frischen Kokoscreme sollte die Torte stets gekühlt werden.
No-Bake-Gebäck kann recht gehaltvoll und sättigend sein. Kokosmilch in Verbindung mit einem Geliermittel verleiht Süßspeisen dagegen einen leichteren Anstrich. Diese Tarte mit ihrer cremigen Füllung und der fruchtigen Erdbeerkonfitüre ist perfekt für den Sommer! Sie können natürlich zu gekaufter Konfitüre greifen, ich möchte Ihnen jedoch meine Erdbeerkonfitüre mit Vanille (siehe Seite 146) ans Herz legen – sie katapultiert diese Tarte in ungeahnte Höhen!
ERGIBT 1 TARTE MIT 23 CM Ø
BODEN
180 g Cashewkerne
150 g Haferflocken (glutenfrei, falls gewünscht)
½ TL rosa Himalaya-Salz
2 EL Ahornsirup
3 EL coconut cream (Kokoscreme) oder Kokosbutter
Erdbeerkonfitüre mit Vanille (siehe Seite 146) oder Konfitüre aus dem Handel
CREMEFÜLLUNG
1 Vanilleschote
1 Dose Kokosmilch (400 ml), plus 1 Dose gekühlte Kokosmilch (400 ml; nur der dicke Rahm wird benötigt)
½ TL Vanilleextrakt
120 ml Ahornsirup
2 EL Maisstärke
1 TL Agar-Agar (siehe Anmerkung)
GARNITUR
150 g frische Erdbeeren mit Grün, halbiert
essbare Blüten (nach Belieben)
Für den Boden Cashewkerne, Haferflocken und Salz im Mixer einige Minuten zu einer krümeligen Mischung zermahlen. Den Ahornsirup und die Kokoscreme dazugeben und erneut mixen, bis die Masse bindet und klebt, wenn man sie mit den Fingern zusammendrückt.
Den Boden einer Springform (23 Ø) mit Backpapier auslegen. Die Masse einfüllen, mit einem Gummispatel gleichmäßig verteilen und an Boden und Rand fest andrücken (der Rand sollte etwa 5 cm hoch sein). Eventuell mit dem Boden eines geeigneten Glases nachhelfen, damit der Teigboden möglichst kompakt und fest wird.
Ein wenig Erdbeerkonfitüre auf den Tarteboden löffeln, zu einer 6–7 mm dicken Schicht verstreichen und in den Gefrierschrank stellen; währenddessen die Füllung vorbereiten.
Für die Cremefüllung die Vanilleschote der Länge nach halbieren und aus einer Hälfte mit dem Messer das Mark herausschaben (die andere Schotenhälfte anderweitig verwenden). Das Mark samt der Schotenhälfte, der Kokosmilch und dem dicken Kokosrahm in einen Topf geben und leicht zum Sieden bringen. Sorgfältig den Vanilleextrakt und den Ahornsirup unterrühren.
In einer kleinen Schüssel die Maisstärke mit dem Agar-Agar vermengen. Etwa 120 ml der heißen Kokosmilch dazugießen und zu einer homogenen Masse verschlagen. Die Masse in die verbliebene Kokosmilch rühren, bei hoher Temperatur aufkochen und dann unter ständigem Schlagen bei mittlerer Temperatur 2 Minuten köcheln lassen. Die Creme durch ein feines Sieb in eine saubere Schüssel passieren.
Die Creme in den Tarteboden einfüllen, 5 Minuten abkühlen lassen und anschließend für mindestens 4 Stunden in den Kühlschrank stellen, bis sie fest ist. Sobald sich die Füllung verfestigt hat, die Tarte mit einem scharfen Messer vorsichtig vom Rand und dann ganz aus der Form lösen.
Die Tarte mit den frischen Erdbeeren und nach Belieben mit essbaren Blüten garnieren und servieren.
Die Tarte kann man in einem fest verschlossenen Behälter im Kühlschrank bis zu 5 Tage aufbewahren oder einfrieren.
Agar-Agar ist eine Art Gelatine auf Pflanzenbasis, die aus Rotalgen gewonnen wird. Sie ist ein geschmacksneutrales und sehr wirkungsvolles Geliermittel für Torten, Gelees und alle möglichen Süßspeisen.
