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Als Sachbearbeiterin einer Kommunalbehörde bekommt man täglich Vorgänge und Post auf den Schreibtisch, deren Inhalt den Leser häufig zum Schmunzeln bringt. Ich habe in der Vergangenheit verschieden Bereiche in der Verwaltung durchlaufen und gerade in der Bußgeldstelle kamen derartige Dinge zu Hauf. Über manches wurde schallend gelacht, wenn nur trocken der passende Kommentar erfolgte. (Und der kam unweigerlich, da wir in den siebziger und achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts in einem Großraumbüro saßen, welches weder Intimsphäre noch Datenschutz bieten konnte. Viele dieser Dinge fand ich persönlich viel zu schade, um sie nur abzuheften und im Keller vertauben zu lassen, damit sie nach Ablauf einer bestimmten Frist der Vernichtung anheimgestellt wurden. Damals begann ich mir eine kleine Kuriositätensammlung anzulegen und meine spontanen Gedanken, quasi als Garnitur oder Sahnehäubchen, direkt auf den Kopien zu vermerken.
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Seitenzahl: 287
Veröffentlichungsjahr: 2013
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Christina M. Kerpen
Verkehrssünders Ausreden
und die oft bösen Gedanken des Sachbearbeiters
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Inhaltsverzeichnis
Titel
VerkehrssünderS
Vorwort
Mündliche Äußerungen
Schriftliche Äußerungen
„Komplette“ Vorgänge
Gemessene/abgelesene Geschwindigkeit : 100 km/h
Anzeigentexte
Einsprüche
Ich möchte auch weiterhin als „Freund und Helfer„ der Polizei gelten.
Sonstige Schreiben und Anliegen
Schreiben an andere Ämter oder Abteilungen
Auf Vorladung erscheint der Einschaler
Gesamt DM 24600
Nachwort
Impressum neobooks
Ausreden
Nach einem dreijährigen, nicht immer umwerfend interessanten, keineswegs lustigen, aber enorm vielseitigen Studium der Verwaltungswissenschaften kam ich als frisch gebackene Verwaltungswirtin grad. (mein Bruder mit loser Lippe meinte respektlos dazu: „Früher sagte man einfach Kantinenchef in der Verwaltung dazu.“) in den Behördendienst.
Am ersten Tag bekam ich von meinem Dienstherren, seines Zeichens damals in NRW noch Oberkreisdirektor, kurz und liebevoll OKD genannt, eine Urkunde mit dem Titel Kreisinspektorin z.A. (d.h. zur Anstellung oder aber auch - unter Betroffenen - zum Arbeiten oder noch besser –denen die es nicht besser wissen- zum Ausruhen) in die schweißnassen Pfoten gedrückt und wurde sogleich in die Bußgeldstelle verfrachtet.
Nun gut, die Bußgeldstelle war nicht unbedingt mein heiß ersehntes Ziel und Bußgeldsachbearbeiterin nicht gerade mein Traumjob, aber als Beamtin muss ich meinem Dienstherren, wie es der Name schon sagt, dienen. Im Klartext heißt das, man muss auch eine Arbeit übernehmen, die einen nicht unbedingt immer erfreut, na ja und in der Bußgeldstelle war damals halt gerade eine Stelle frei.
Prima, da saß ich dann und musste rasch feststellen, dass es Leute gab, die noch viel weniger von meiner Tätigkeit erfreut waren, als ich selber und das waren die Bürger. Ist ja auch klar, denn wer „als Fall“ über den Schreibtisch eines Bußgeldsachbearbeiters wandert, der ist meist als Verkehrssünder abgestempelt und als ob das nicht schon schlimm genug wäre, es wird einem auch noch heftig ins Portemonnaie gegriffen.
Erklärend zu den Bußgeldbeträgen, von denen in meinen Anekdoten die Rede ist, muss ich wohl erwähnen, dass sich die Fälle alle bereits vor vielen Jahren zugetragen haben und sich seit Anfang der achtziger Jahre nicht nur bei der Höhe der Bußgelder eine Menge verändert hat, sondern auch bei den Punkten, die sich in Flensburg im Verkehrszentralregister ansammeln.
Ich habe im Laufe meiner Diensttätigkeit meinen Schreibtisch mehrfach wechseln dürfen oder müssen, doch die anderthalbjährige Tätigkeit in der Bußgeldstelle wird mir immer gut im Gedächtnis bleiben, denn ich kann es kaum zählen, wie oft ich damals mit wirklich harten, meist unverschämten Worten beschimpft worden bin und auch nicht, wie oft mir eine Dienstaufsichtsbeschwerde angedroht wurde, obwohl ich es doch bestimmt nicht schuld war, wenn der Herr Rechtsanwalt bei Rot über eine Ampel gedonnert ist und sich, blöd, dabei hat erwischen lassen. Es lässt sich nicht einmal mehr ermessen, wie viele Liter Tränen ich in den ersten Wochen und Monaten vergossen habe, wenn eine der Schimpfkanonaden mal wieder besonders heftig und ausfallend gewesen ist, persönlich wurde oder gar unter die Gürtellinie zielte, doch ich bin an dieser Aufgabe gewachsen, mein Fell ist dicker geworden und ich habe begriffen, dass selbst der angeblich vornehmste und edelste Mitbürger zum Schwein werden kann, wenn ihm in seinen Fahrstil von einer doofen Beamtentussi hinein geredet wird. Ich habe mir damals einen Standardsatz für derartige Fälle zugelegt, den ich heute auch im Privatleben weiterverwende: „Ich bin nicht dabei gewesen.“ Na, und das stimmt doch auch. Ich muss aber zugeben, dass es neben den vielen kleinen Ärgernissen auch sehr oft so erheiternde Dinge gegeben hat, dass es sich auch mit dem Nichttraumjob gut leben ließ. Wir Mitarbeiter der Bußgeldstelle haben herzlich über so manche Ausrede und getane Äußerung, die die Betroffenen gemacht haben oder über die zum Teil herrlichen Schreiben, welche an uns losgelassen wurden, gelacht.
Mittlerweile war ich einige Jahre beurlaubt, um mich meinen Kindern widmen zu können, aber vor mittlerweile etlichen Jahren habe ich Küche und Kochherd wieder mit Büro und Schreibtisch getauscht und erwarte eigentlich täglich gespannt, was mich mal wieder an Kuriositäten erwartet. Leider muss ich aber sagen, dass der Ton rauer und überhaupt nicht mehr spaßig ist. Die Töne aus der Politik sind fast immer so unverschämt, dass man sich manchmal fragt, wer die Damen und Herren eigentlich glauben, wer sie sind und feststellen muss, es sind Lehrer, Busfahrer, Sozialarbeiter, der Maurer und nicht, wie man als heftig „angepisste, kleine Verwaltungsschabe“, unterbezahlt, täglich mit neuen Aufgaben, Gesetzen, Verordnungen etc. zugeschüttet und durch Personalkosteneinsparungsbemühungen mit immer mehr Arbeit überlastet wird, glauben möchte, die Elite der Republik. Und genau diese Möchtegernelite ist unser Arbeitgeber, von dem die kleinen Arbeitsbienen gemobbt werden. Und was von Bürgern, Anwälten etc. kommt, ist eher zum Weinen als zum Lachen, so dass wohl keiner eine Fortsetzung befürchten muss.
Ich habe mein kleines, altes Sammelsurium in verschiedene Kapitel unterteilt, zu denen aber einführend immer ein paar Wörtchen verloren werden.
Und übrigens, auch wenn die Verstöße und Vergehen alle schon lange, lange verjährt sind und heute kein Hahn mehr nach ihnen kräht, die Namen der Betroffenen oder anderweitig Beteiligten habe ich zu deren Schutz natürlich nirgendwo erwähnt.
Ach, und noch eine Kleinigkeit vorweg, allen Lehrer, die sich mit den Ergebnissen der Pisa-Studie herum ärgern müssen, zum Trost: Auch andere Schülergenerationen waren nicht unbedingt besser, wenn es um ihre Muttersprache ging. Lassen Sie den Rotstift stecken und verzweifeln Sie nicht, ob neue oder alte Rechtschreibung, Fehler werden immer und zu jeder Zeit gemacht.
Wird ein armes Verkehrssünderlein von einem Gesetzeshüter bei seiner kleinen Sünde erwischt, wird ihm sein Fehlverhalten meist schon direkt an Ort und Stelle vorgehalten. Er hat dann die Möglichkeit, sich sofort und spontan zu der ihm zur Last gelegten Ordnungswidrigkeit zu äußern oder aber eine schriftliche Erklärung abzuliefern, was im Klartext heißt, einen Anhörbogen auszufüllen und der zuständigen Dienststelle zuzusenden. Bei kleineren Vergehen wird die Äußerung am häufigsten vor Ort gemacht, von dem Polizeibeamten aufgenommen und schließlich im Anzeigenvordruck vermerkt. Dabei wird ungewollt so mancher Brüller formuliert, auch wenn derjenige, der sich zu seiner kleinen Sünde geäußert hat, dies gar nicht bemerkt, insbesondere dann nicht, wenn er seine Ausrede für ganz besonders schlau gehalten hat. Aber merke: Es gibt so gut wie keine Ausflüchte, die nicht schon längst ein anderer gebraucht hat.
Tja, und wie sich das erst für den Polizisten angehört und dann schließlich für den Bußgeldsachbearbeiter liest, lauschen – äh, lesen Sie selbst!
Zuerst habe ich übrigens immer den Verstoß genannt und meistens hinterher die Gedanken des Sachbearbeiters hinzugefügt – wenn der Verstoß nicht schon für sich gesprochen hat.
Führerschein nicht mitgeführt: „Ich nehme den Führerschein nie mit, damit ich ihn nicht verlieren kann.“
(Oderweilichgarkeinenhabe?)
Überholen im Überholverbot: „Ich bringe meine schwangere Bekannte zum Arzt.“ Anmerkung des aufnehmenden Beamten: Von einer Schwangerschaft war nichts zu sehen, dafür rauchte die ‚Schwangere’ aber gerade ein Zigarillo!“
(Huch,solldasarmeKindeinRäucherwürstchenwerden?)
Vorderer Blinker defekt: „Ihr habt zu viel Zeit, um Blödsinn zu machen.“
(Dasmagjasein,abertrotzdemhateinFahrtrichtungsanzeigerseinenNutzenunddeswegensollteerauchheilsein.)
Zeitpunkt der TÜV-Untersuchung erheblich überschritten: „Ich dachte, dass das Schwarze auf dem TÜV-Stempel anzeigen würde, wann man zum TÜV muss.“
(Richtig,dasSchwarzesinddieZahlenundwennmandiekorrektdeutet,erkenntman,wannmanseineRostlaubedemTÜVvorstellensollte.)
Abgebogen, ohne den Blinker zu betätigen: „Jeder zweite blinkt hier nicht. Und zwanzig Mark halte ich für zu teuer.“
(Daskannmanhaltenoderauchnicht.DieHöhedesVerwarngeldesfürdieeinzelnenVerstößeistfestgelegtundkanndemBußgeldkatalogentnommenwerden.Konnteesauchanno1980schon.Undtja,dasNichtzahlenwurdeteurer,eskamenseinerzeitnoch14,00DMfürGebührenundAuslagenhinzu.AuchdieseBeträgesindheutenichtmehrganzaktuellundliegennichtnureuromäßigeinwenighöher.)
Falsches Abbiegen mit Überfahren der Fahrtstreifenbegrenzung: „Ich habe keine Zeit, ich muss zum Kindergarten.“
(Prima,vielleichtdarfGnädigstedanocheinmalamVerkehrsunterrichtteilnehmen.SiekannvondenKleinensicherlichnocheine ganzeMengelernen.)
Kein Profil auf einem Mofareifen: „Schreib’ was Du willst, mich interessiert das sowieso alles nicht. Ich fahre immer so weiter.“ (DummeGedanken,dennmitdenanderenschonbegangenenOrdnungswidrigkeitenkommtbereitseinestattlichZahlanFlensburgerPunktenzusammenunddasmitdemFührerscheinkonnteersichauchlangeabschreibenundübrigensfolgteandemTagdieStrafeaufdemFuße.SchonindernächstenKurveisteraufdieNasegefallen,derLümmelunddiePolizistenhattennichtseiligereszutun,alsdiesaufderAnzeigezuvermerken.)
Nichtbeachten einer roten Ampel: „Gelb gebe ich ja zu, aber nicht rot.“ (Komisch,wiesohattederMopedfahrer,denernocheiligüberholthatte,vordemKnabendenneigentlichschonangehalten?)
Blockieren einer Fahrspur neben einer Bushaltestelle, so dass der Gegenverkehr zum Erliegen kam: „Ich dachte, der erste Bus würde weiterfahren. Außerdem parkte auf der Ortsdurchfahrt ein Kleinbus, an dem ich vorbei musste. Ich werde die Sache meinem Anwalt übergeben. Sie sind nicht der Erste, der hierbei auf die Nase fällt.“ (Huch,ichwusstegarnicht,derPolizeibeamteeinenVerkehrsverstoßbegangenhat.DerKleinbusstandanderBushaltestelleundnichtaufderOrtsdurchfahrt,dastandnämlichschonunserSünderleinundderversuchtenichtvorbeizufahren,sondernerstand,weilseineBekanntenochnichtschnellgenuginseinenWageneingestiegenwarundübrigens:aufdieNasegefallenistnichtderanhaltendePolizist,sondernderVerkehrsteilnehmerselber,denndieSachewurdehübschteuer.DerguteMannmusstenämlichnichtnurdasBußgeldnebstGebührenundAuslagenberappen,nein,auchderAnwalthatihmeinerechtansehnlicheKostennoteübersandt.)
Fahrzeugpapiere nicht auf eine neue Wohnanschrift umschreiben lassen: „Muss das sein? Wegen dieser Wohnung laufe ich schon seit Mai auf dem Wohnungsamt herum.“
(Ach,washatdasWohnungsamtmitdenMeldedatenzutun? Und riesig muss das Amt sein, wenn man darauf herumlaufen kann.)
Stehen bleiben mitten auf der Kreuzung, obwohl die Verkehrslage ein Einfahren bereits nicht mehr zugelassen hat: "Ich konnte nicht abschätzen, dass der Verkehr nicht weiter fließt.“
(Nasowas,derflossdochschonüberhauptnichtmehrundalleanderenVerkehrsteilnehmerhattendiesaucherkannt.)
In eine Einbahnstraße von der falschen Seite aus eingefahren: "Stellen Sie mir doch eine Zahlkarte aus, wenn es Ihnen Freude macht.“
(HatdenKollegenFreudegemacht.)
Mit einem Mofa ohne Versicherungskennzeichen gefahren: "Die Schraube habe ich gestern verloren, genau, wie das Versicherungskennzeichen. Da ich mir jetzt eine Schraube kaufen wollte, habe ich mir schnell ein Kennzeichen gemalt.“
(TolleAusrede,diehatwas,könntemanglattdraufreinfallen.AberwofürbrauchtderKnabenureineSchraube,ebenhaterdochnochbehauptet,dasKennzeichenverlorenzuhaben,solltemandanichteherersteinneuesKennzeichenbesorgen?)
Auf der Abbiegespur eingeordnet, um an einer Ampel als erster geradeaus los preschen zu können: „Was soll ich dazu sagen? Sie haben den Tatbestand festgestellt und damit ist die Sache ja wohl erledigt.“
(Nichtsoganz,meinLieber.DieGeldbußebetrugdamals100,--DM zuzüglich der Nebenkosten.)
Rotlicht einer Ampel nicht beachtet: „Das war Gelb und nicht Rot, außerdem sind wir zu zweit.“
(Naund?IstdaseinGrundbeiRoteinfachweiterzufahren?Undwasheißtschonzuzweit?DieBeamtenwarenauchzuzweit.)
Der nächste Rotlichtfahrer: „Ich habe nicht auf die Ampel geguckt.“ (Auweia,auchnochdieUnaufmerksamkeitimStraßenverkehrzugeben.Na,hoffentlichsiehteramFußgängerüberwegdieLeutchen,welchedieStraßeüberquerenwollen.)
Gravierende Mängel an einem Zweirad: „Die Anzeige kann der bezahlen, der mir das Mofa verkauft hat.“
(Na,ichfürchteaber,derwirddemgutenMannwashusten,außerdemverkaufendiePolizistenkeineAnzeigen.NurdieBußgeldstellekassiertdieverhangenenBußgeldbeträge.)
Überholen im Überholverbot: „Ich habe kein Überholverbotszeichen gesehen. Wenn eins da gestanden hat, stand es ausgerechnet da, wo ich den LKW überholt habe.“
(Ach,tatsächlich?Nasowas!)
Auflage eine Brille zu tragen missachtet: „Die Brille ist defekt.“
(Wassollmandazunochsagen.)
Veränderungen an einem Fahrzeug vorgenommen, wodurch leider die Betriebserlaubnis erloschen ist: „Die Veränderungen wurden in einer Werkstatt vorgenommen, ich bin jetzt auf einer Probefahrt. Wenn Sie mich anzeigen, ist mir das ganz egal, ich bezahle ja doch nichts. Sie können mich auch zum Verkehrsunterricht vorladen, ich gehe nämlich nicht hin.“
(Natoll,VielleichtglaubtDirDeineOmadieWerkstattgeschichte.UndobDirdasmitderAnzeigedannwirklichsoegalist,wageichdochzubezweifeln,denndieZahlungdesBußgeldeskannmitganzfiesenMittelndurchgesetztwerden.Stichwort:Erzwingungshaft.Oderwasauchimmerganzgutkommt,mankönnteDirdenFührerscheinwegnehmen.)
Ein Fahrzeug, fast wie frisch vom Schrottplatz, die Reifen total abgefahren, der Auspuff mit Riesensound, weil ein einziges großes Loch und auf der Fahrerseite so stark verbeult, dass die Tür mittels einer Drahtkonstruktion geschlossen werden musste: „Warum jagt Ihr immer nur die kleinen Leute, holt doch mal die mit dem dicken Mercedes. Ich habe 12.000,--DM Kredit aufgenommen. - Kann man das nicht mit 20 oder 40 Mark machen? Fahrt mal nach Griechenland, da ist die Polizei nicht so.“
(Nein,ganzsichernicht,dieHerrensperreneinendirekteinundaußerdemstandesdemAutobesitzerodersagtmanbesserRostlaubeninhaberjafrei,sichmitseinerRostlaubeumgehendaufdenWegzumachen.)
Veränderungen an einem Mofa vorgenommen, durch welche die Betriebserlaubnis des Vehikels erloschen war: „Was Sie da machen, ist ja lächerlich. Sie kriegen mich sowieso nicht dazu, die Felge oder die Lampe ab zu machen. Da können Sie Anzeigen schreiben, bis Ihnen die Finger abfallen. Das interessiert mich überhaupt nicht. Wissen Sie noch nicht, dass die Richter kneifen, wenn sie lesen, dass ich Schüler bin? - Und das SVA kann mir gar nicht, ich mache nämlich gerade meinen Führerschein.“
(Ach,dasistaberinteressant.DasSVA,sprichStraßenverkehrsamt,kannihmwohl,nämlichimZweifelsfallekeinenFührerscheinausstellen,unddann?DieteurenFahrstundenumsonstgekloppt?UnddieRichterkneifenundkniffenauchbeieinemSchülernicht,dennsiewissenausihrerBerufspraxisrechtgut,wieunangenehmimFalleeinesVerkehrsunfallsdasFehleneinerBetriebserlaubnisseinkann.SchonmalwasvonerloschenemVersicherungsschutzgehört?)
Reifen an einem Mofa größtenteils blank: „Das ist doch nicht schlimm, wenn der Reifen stellenweise abgefahren ist. Außerdem kann ich doch nicht jeden Tag gucken, ob der Reifen noch gut ist.“
(Nicht?AberjedenTagfahren,daskanndasMänneken.ArmesGesicht,aufdassichHerrUneinsichtigbaldlegenwird.)
Abgefahrene Reifen an einem PKW: „Der Reifen ist deshalb blank, weil ich so oft gebremst habe.“
(Toll!AberwiewäreesmiteinemneuenReifenundeineretwasumsichtigerenFahrweise,dannsindVollbremsungennichtmehrsohäufigvonNöten.)
Als Radfahrer den vorhandenen Fahrradweg nicht benutzt: „Ich habe niemanden behindert. Es war kein Auto hinter mir. Da kann mich ja jeder anhalten und von mir 10 Mark verlangen.“
(Jederwohlnicht,lieberHerrRadfahrer,abereinPolizeibeamterdarf,jasollteesimmertun,wennerjemandennebeneinemRadwegstrampelnsieht.DerFahrradwegdientnichtnurdereigenenSicherheit,sondernauchderderanderenVerkehrsteilnehmer.Undaußerdem,wasmeinenSiedenneigentlich,weshalbjährlichMillionenbeträgefürdenBauvonRadwegenausgegebenwerden?WeildieöffentlichenKassenvorGeldüberschussplatzenbestimmtnicht.)
Überholen im Überholverbot: „Ich dachte, dass dieses Überholverbot erst hinter der Kreuzung anfängt.“
(Ohweh,liebernichtdenken.)
Reifen stellenweise abgefahren: „Ich habe nicht bemerkt, dass der Reifen einseitig abgelaufen ist.“
(Achwas,wielangeistdasMindesthaltbarkeitsdatumdennschonüberschritten?OdergehörtihrAutozuderSpezies,dieaufallemrumtrampelnmuss?)
Rotlicht missachtet: „Ich wusste nicht, dass man bei Rot nicht fahren darf.“
(Auweia,ganzschönblond,dieDame.IchbetezuGott,dassichdieserTussiniebegegne,wennichaufderStraßeunterwegsbin.MeinerMeinungnachwäreesdieeinzigrichtigeHandlungsweisederBeamtengewesen,denFührerscheineinerderartunverschämtenVerkehrsteilnehmerinsofortsicherzustellen.)
Mit einem langsamen LKW eine um ein weniges langsameren LKW auf einer leichten Steigung überholt: „Ja natürlich habe ich den LKW überholt, ich sehe nicht ein, dass ich die ganze Zeit hinter ihm herfahre, da mir keiner entgegenkam. Auf die Sperrfläche habe ich nicht geachtet.“
(BeimAnsetzenzumÜberholenkamdemgutenMannwirklichkeinerentgegen,aberdaderÜberholvorgangnachsechsMinutennochimmernichtabgeschlossenwar,wäremitGegenverkehrvielleichtdochirgendwannzurechnengewesen.Undeigentlichistesrichtigschade,dassinderStraßekeingroßes,tiefesLochwar.IchstellemirlebhaftdasdummeGesichtdesMannesvor,wennerbeimÜberholenaufeinsolchesebenfallsnichtgeachtethätte.)
Ein Stoppschild missachtet und ohne die Geschwindigkeit herabzusetzen über eine Kreuzung gefahren: „Ich sehe das alles nicht ein. Unbenommen davon schreiben Sie von mir aus ruhig eine Anzeige, dies regelt alles mein Rechtsanwalt. - Ich vermute, Sie haben etwas gegen mich.“
(Och,dieBeamtenwarengarnichtbenommenundhabensichauchnichtgescheut,eineAnzeigezuschreiben,denndieDrohungmitdemRechtsanwaltisteinuralterHutundziehtüberhauptnicht.ArmeAnwälte,diemitsolchenMandantengestraftsind,zumalessichbeidenSummen,diealsBußgelderverhangenwerdenausanwaltlicherSichtmeistauchnurumPeanutshandelt.Achundübrigens,diePolizistenkanntendenVerkehrssünderüberhauptnichtundhattendementsprechendnatürlichauchreingarnichtsgegenihn.)
Beleuchtungsanlage vorne und hinten defekt: „Das mit dem Licht habe ich nicht bemerkt. Oder gehen Sie jeden Morgen um ihr Auto?“
(Nunja,vielleichtnichtjedenMorgen,abersoein-biszweimalimMonatsicherdoch.ZumindestwarteichabernichtaufdentotalenBlindflug,wennnämlichalleLampendurchgebranntsind.Dasistmirzugefährlich.)
Veränderungen am Vergaser eines Mofas vorgenommen, damit der ‚Ofen’ zum ‚Renner’ wird: „Ich habe den Vergaser angebaut, damit mein Mofa schneller läuft. Ich habe einen weiten Weg zur Arbeit.“
(Nasuper,ichauch!AberichhabeeinenganzeinfachenWeggefunden.IchsteheeinfachetwasfrüheraufundmachemicheinkleinwenigeheraufdieSocken.)
Zu wenig Sicherheitsabstand eingehalten: „Ich muss Ihnen leider zustimmen.“
(SpäteEinsicht.)
Überholen im Überholverbot: „Der vor mir Fahrende fuhr so langsam, kann man das nicht mit 5,00 DM regeln?“
(Leidernein,derSpaßkostetedengutenMann60,00DM.Für5,00Markgab’sleiderauchdamalsschonsogutwienichtsmehr.GeradenochalsFußgängerbeiRotüberdieAmpel.)
Die gesamte Beleuchtung des Fahrzeugs ließ sich nicht einschalten: „Ich komme gerade aus Bergheim. Wenn ich die Beleuchtung einschalte, geht mir immer der Motor aus.“
(Huch,eswarWinter,Nieselregenundbereitskurznach21:00Uhr.Würdesagen,rechtsran,parken,wartenbiseswiederhellistundsofortdienächsteWerkstattaufsuchen.)
Einem Funkstreifenwagen die Vorfahrt genommen: „Ich weiß, warum Sie mich angehalten haben. Ich habe zwar links und rechts geschaut, muss Sie aber übersehen haben.“
(Autsch,selberschuld!)
Rotlicht einer Ampel missachtet: „Ich sah rechts neben mir ein Fahrzeug abbiegen und nahm an, die Ampel wäre grün. Ich bin dann losgefahren, ohne weiter auf die Ampel zu achten.“
(InZukunftbessernichtsmehrannehmensondernlieberansehen.InsbesonderewennmaninderNäheeinerLichtzeichenanlage–istdasnichteinschönesWortfürAmpel-steht.SoeineAmpelhatnämlichdieEigenartrotzuwerden,umbeachtetzusein.WirdihrdierechteBeachtungnichtgeschenkt,weilvielleichtirgendetwasanderesinteressanterist,wirdsiegelbvorgekränkterEitelkeit,umdanachgrünzuwerden,dadiesbekanntlichdieFarbederHoffnungistundsieaufdienächsteRotphaseundaufetwasmehrBeachtunghofft.)
Gleicher Verstoß, anderer Autofahrer: „Ich bin bei Spätgelb gefahren.“ (Umsichherauszureden,werdenAutofahrerglattzuErfindern.SpätgelbisteinewundervolleWortschöpfung,aberdieAmpelwarleiderschonFrührot.)
Andere Ampel, der nächste Fahrer, gleicher Verstoß: „Dass ich bei Rot gefahren bin, können Sie mir nie beweisen.“
(Pechgehabt,dennmankonnteesdoch.GanzzufälligwardievonderÜberwachungskameragefertigteFotografieausgezeichnet.Fahrer,KennzeichenundAmpelwarengestochenscharfzuerkennen.)
Mit einem Motorrad viel zu schnell gefahren und dadurch bei Rot zeigender Lichtzeichenanlage, kurz LZA, sprich Ampel, gebrettert: „Sie haben doch gesehen, dass die Fahrbahn nass ist. Meinen Sie, ich will mich auf die Eier legen?“
(HoffentlichlegenSiebaldmaldrauf.Abermöglichstnoch,bevorSieeinenFußgängeroderRadfahrerüberdenHaufengefahrenhaben,nurweilSieAngsthatten,sichaufIhrenModeschmuckzulegen.)
Originalfahrzeugteile gegen nicht genehmigte Teile ausgetauscht: „Macht doch, was Ihr wollt, das ist mir scheißegal, ob ich eine Anzeige kriege oder nicht.“
(ErhatdieAnzeigebekommen,dasheißt,eswarsoforteinBußgeldbescheidübermehralseinhundertDeutscheMärkerchen.)
Geschwindigkeitsüberschreitung: „Ich fahre so schnell, wie ich will, macht hier doch nicht so einen Driss.“
(‚Driss’hastDuwohlselbstgemacht.Wennjedersodächte,dürftesichniemandmehraufdieStraßetrauen.RambohatVorfahrtundfährtsoschnellerwill,nurseinGehirn,dashaterleiderdaheimvergessen. Ach so, für alle Nichtrheinländer, Driss ist das mildere Wort für Sch….)
Verschiedene Mängel am Fahrzeug: „Ich habe das Auto noch nicht so lange! Versuchen Sie mal, ein vernünftiges Auto zu kaufen, wenn Sie kein Geld haben.“
(Dasmagjaallesseinundesistsichernichtleicht,füreinpaarTausendereinengebrauchtenWagenzubekommen,abermussesgleicheindickerBMWsein?FürdasgleicheGeldeinschickerPolo,derwärebesserinSchussgewesen.)
Behindernd im Halteverbot geparkt: „Wir haben hier vor drei Jahren unser Haus für 260,00 Mark gekauft. Da wurde uns gesagt, wir könnten hier unseren Zweitwagen vor unserem Haus parken. Ich bin daher nicht bereit, die 10,00 DM zu zahlen.“
(Wow,einHausfür260,00Märker,selbstanno1980einSchnäppchen,aberwahrscheinlichliegteinTippfehlerdesPolizistenvorundderSchuppenhat260.000,00DMgekostet,aberselbstdamitwirdkeinParkplatzimHalteverboterworben, auch wenn der, der seine Hütte endlich loswerden will, dies mit noch so treuem Blick behauptetundjederder,demVerkäufereinesolcheAussageglaubt,mussirgendwieblond,ähblödsein.)
Wieder mal eine rote Ampel, der keine Beachtung geschenkt wurde: „Ich dachte, dass sei eine Vorampel.“
(Uff,habeichwasanderWaffel?Vorampelnfunktionierenetwasanders.ZweitheoretischeFahrstundenundderFahrlehrererklärtsicherdenhauchdünnenUnterschiedzwischeneinerVorampelundeinerrichtigenAmpel.)
Die meisten Verstöße sind? Richtig! Missachten einer roten Ampel: „Das ist eine Unverschämtheit, wieso halten Sie mich an und nicht das Fahrzeug, was gerade vorbeikommt. – So werden hier also die Leute ausgenommen!“
(EswerdennurdieLeuteerleichtert,diebeiRotnichtanhaltenunddasFahrzeug,dasgeradevorbeikamundnichtangehaltenwurde,hatteeindeutiggrün!)
Die beiden nächsten Verstöße sind leider auch wieder Rotlichtverstöße: „Ihr Grünröcke braucht ja nur wieder Geld.“
(Könntestimmen,daPolizistennichtgeradezudenGroßverdienerngehören.Stimmtabernicht,denndieJungssehendavonkeinenPfennig.AberfürdenBauschönerneuerAmpelnkannmandieKohlewundervollverwenden.)
„Wenn die Russen kommen, hau ich mit auf Euch drauf!“
(AufDeineHilfeverzichtendiesichergerne!)
Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit um mehr als 25 km/h: „Mir werden die Hähnchen kalt.“
(UndmirdieFüße!)
Zu schnell durch eine geschlossene Ortschaft gefahren: „Was wollen Sie überhaupt von mir. Schließlich war ich im zweiten Weltkrieg Feldwebel und weiß, wie man sich als geordneter Bürger zu verhalten hat. - Außerdem schreie ich hier so viel herum, wie ich will.“
(Nadenn,Siegheil,SiegeordneterBürgersie.BeimiristhöchstensmeinLebengeordnet.)
Ohne zwingenden Grund auf der Autobahn gehalten: „Ich musste einem Fiat ausweichen, sonst hätte ich gar nicht auf dieser Seite gehalten. Mein Sohn musste mal! Nur weil der Fiat auf der Autobahn kotzte, müsst Ihr mich jetzt ficken! Die Terroristen können alles, aber unsereins, das könnt Ihr –unverständliches Gegrummel – Ich lasse es darauf ankommen! Ich bin im DAS.“
(Fein,derDASfreutsich.Übrigens,schade,dassichnichtdabeiseindurfte,ichhabenochnieeinAutokotzensehenUnddiePipihättederSohnemanndochsicherlichnochdiehundertMeterbiszurRaststätteeinhaltenkönnen,denneinca.ZwanzigjährigersollteschonsovielBeherrschungbesitzen,sonstsolltemanesmiteinerPampersversuchen.)
Die Fahrbahn durch ausgelaufenes Öl verunreinigt: „Es ist nicht so schlimm, dass das Öl ausgelaufen ist, da Kipperöl auf einer pflanzlichen Substanz aufgebaut ist.“
(MeinSalatölkommtabernichtinDeinenKipper,dennesistgenausoglitschig,wieDeinKipperölundsomiteineGefährdungfürallenachfolgendenFahrzeuge.)
Und wieder mal, weil es so schön ist, ein paar Rotlichtverstöße: „Ich hatte vorne grün, es ist aber möglich, dass der hintere Teil rot hatte.“ (Armer Popo! Wassollmandazunochsagen.)
„Ich hatte 80 km/h auf dem Tacho!“
(Auchnochzuschnellgewesen,dassindjazweiÜberraschungenaufeinmal.)
„Herr Wachtmeister, warum sollen wir uns streiten? Einigen wir uns auf Orange.“
(DerBeamtestreitetsichnichtundeineEinigungmitdem‚Zielfoto’istleiderauchnichtmöglich.)
„Ehrlich gesagt, mir fällt im Moment keine plausible Ausrede ein.“ (Sehrehrlich.)
„Außerdem fahren hier alle durch.“
(DannsolltemandiestromfressendeAmpeldochambestenwegnehmenundnurabundzudieTrümmerderUnfallautoseinsammeln.Undaußerdem,dieanderenlassensichnichterwischen!)
„Ich habe Kinder, was wird der Chef sagen?“
(Deninteressiertdasgenausowenig,wieDeineKinder.OderistdieDameinDeinerBegleitungdieFraudesChefs?)
Mit 150 Sachen über die Autobahn geflitzt, obwohl nur 100 km/h erlaubt waren: „Wenn Minister Friedrich nicht weiß, ob 100 sinnvoll ist, dann halte ich das Ganze für witzlos.“
(DerMinisterhielt100hierfürdurchausangebrachtundwitzlosisteinVerstoßgegeneineGeschwindigkeitsbegrenzungsichernichtimmer.Esseidenn,mankanneinemBußgeldbescheidkeinenHumorentgegenbringen.)
Defekter Auspuff: „Oder glauben Sie, dass der PKW wegen eines zu lauten Auspuffs nicht gefahren werden darf? - Das glauben Sie doch selbst nicht!“
(EindefekterAuspuffistnichtnureineLärmbelästigung,meistenswirderauchnochzueinererheblichenDreckschleuder.)
Warnblinkanlage eingeschaltet, obwohl kein triftiger Grund vorlag: „Ich werde dafür bestraft, weil ich andere Verkehrsteilnehmer warne!“
(ManwarntnurvorGefahrensituationen,aberdasseinPolizeiwagengleicheineGefahrensituationdarstelltistmireigentlichneu.EsseidennichbegeheeinenVerkehrsverstoß,dannwirdeinStreifenwagenfürmichtatsächlichzueinerGefahr.)
Ohne Brille gefahren, obwohl diese Auflage im Führerschein vermerkt ist: „Die Brille habe ich ausgezogen, weil ich gleich zu Hause bin.“ (Achwas,unddannfeinsäuberlichinsBrillenetuigepacktundganzunteninderHandtascheverkramt.DasglaubtnichtmalmeineOma.)
Die durchgezogene Linie überfahren: „Ideallinie zu fahren ist doch wohl nicht verboten.“
(Eigentlichnicht,aberuneigentlichwardadiedurchgezogeneLinieunddiedürftenichtmalSchumiüberfahren,selbstwennerhierinderGegendseineWurzelnhat.)
Fahrtenbuch nicht ausgefüllt: „Das Kontrollbuch habe ich nicht geführt, weil ich überwiegend in Frankreich fahre. Das ist ja doch nur ein Lügenbuch.“
(Dasistjahochinteressant,daswerdenwirdochgleichmalgenauerüberprüfenlassen.)
Ein parkendes Auto touchiert, weil der Fahrer von einem anderen Verkehrsteilnehmer geschnitten worden ist: „Ich habe ihn angebumst, weil ich mich erschrocken habe. Deswegen weiß ich auch nicht, wie der Fahrer des anderen Wagens ausgesehen hat. Ich habe nur gesehen, dass neben ihm noch eine Person saß, über deren Geschlecht mein Mann und ich unterschiedlicher Meinung sind.“ (Hurra,erstanbumsen,danndasGeschlechtnichterkennen.)
Ohne Grund gebremst und damit einen anderen Autofahrer ebenfalls zum Bremsen genötigt: „Ich wünsche keine Anzeige, die Bremsen sind ja auch zum Bremsen da.“
(Stimmt,abernichtumdenVerkehrsflussböswilligzubehindern.Außerdemwünschendürfensiesichvieles,aberwasdavoninErfüllunggeht,dasstehtindenSternen.DerWunschnachkeinerAnzeigewurdenichterfüllt.)
Vor einer Verkehrsinsel auf die Gegenspur gewechselt, um unerlaubt nach links abzubiegen: „Da ich zudem in sehr starken menschlichen Bedürfnissen war und schnellstens nach Hause wollte, fuhr ich an der Insel gegen die Vorschrift.“
(NahoffentlichistdasnichtindieHosegegangenundfürdieZukunft,auchweiterhinguteVerrichtung.)
Überholt trotz Überholverbots: „Ich habe den anderen überholt, weil er nur etwa 60 km/h fuhr und ich Hunger hatte.“
(Ach,gehtbeimÜberholenderHungerweg?OderwolltenSieIhrenVordermannschlachten?)
Endlich mal wieder ein Rotlichtverstoß: „Was wollt Ihr denn schon wieder von mir? Ihr seid doch geil auf solche Sachen. Hoffentlich lasst Ihr mich in Ruhe, sonst fahre ich aus der Haut! - Auch wenn Ihr drei Mann seid, geht es Euch dann verdammt schlecht.“
(JetztwerdendiearmenBeamtenabersicherfurchtbarzittern.SiehabensichdannauchaufkeineweiterenDiskussioneneingelassen,aberwohlwenigerweilsieAngstvordemHanswursthatten,sondernwohleherweilsienichtüberdieolleHüllestolpernwolltenausderderKerlgehüpftist.)
Gleicher Verstoß, einsichtiger Fahrer und eine wundervolle Berufsangabe: „Ich bin Lebenskünstler.“
(Herrlich!)
Bremsanlage an einem LKW defekt: „Ich habe meinem Chef schon immer gesagt, dass man mich eines Tages erwischen wird.“ (Schlimm,dasserganzbewusstmitkaputtenBremsengefahrenist.DahilftihmauchseinChefnichtweiter.AngstumdenJobhinoderher,erhättesichnichtmehrhintersSteuersetzendürfen.)
Rothaarige Studentin, die ein Auto mit allen Schikanen ihr Eigen nannte. Die erste Schikane war der Umstand, dass aber auch so gut wie nichts heil war: „Sie sind die schönsten Polizisten, die ich je gesehen habe. Sie sollten sich einmal für die Titelseite beim Playman bemühen.“
(DieZeitungkenneichjanochgarnicht,aberdennoch,mitdenNebenjobsistdasbeiBeamtenimmersoeineSache.)
Geschwindigkeitsüberschreitung: „Zu schnell bin ich nicht gefahren. Sie sind wohl froh, einmal Sheriff spielen zu können.“
(Ha,ha,ha,wohlzuoftBonanzageguckt,was?)
Raser Nummer Zwei: „Machen Sie doch was Sie wollen, vor allen Dingen schnell!“
(Manchelerneneswohlnie.)
Raser Nummer Drei: „Wenn Sie daraus etwas machen, fühle ich mich auf den Arm genommen. - Die da hinten stehen, sind doch zwei Erbsenzähler.“
(Tatsächlich?SeitwannkannmanmiteinemGeschwindigkeitsmessgerätErbsenzählen?Aberbittesehr,dannwarderHerreben40Erbsenzuschnell.)
Raser Nummer Vier: „Wie oft werde ich noch kontrolliert? Aber hier werde ich Ihnen einen reinwürgen.“
(VersuchenSiedasdochmal,abererstbetrachtenSiesichdashübscheZielfoto,bezahleneineansehnlicheGeldbußeunddannsehenwirweiter.)
Auch weibliche Studentinnen der Theologie sind manchmal ein wenig zu schnell: „Da wir ohne Zeugen sind, habe ich das unabänderliche Bedürfnis, Ihnen zu sagen: Ich halte Sie für einen widerlichen, fiesen, kleinen Bullen.“
(NettesKompliment,abervielleichthättesichdasFräuleinbessereineBrilleaufdieNasesetzensollen,denndiePolizistenwarenzuzweitunddieseBeamtenbeleidigungistsiespäterteuerzustehengekommen.)
Ohne Verringerung der Geschwindigkeit mit einem LKW in eine Kreuzung eingefahren und dabei ein Stoppschild missachtet: „Außerdem sieht einer der hochsitzt mehr, als einer oder zwei, die unten in einem Sportwagen sitzen. – Nach den Preisen, die Sie haben, müsste ich Krösus sein. Leider bin ich nur Arbeiter, auch kein Wohlfahrtsamt. – Wenn Sie unbedingt Geld brauchen, holen Sie es von den Ministern.“
(Washabendiearmen,allerdingssicherlichnichtwenigverdienendenMinistermitihremmiesenFahrstilzutun?Garnichts,deswegendürfenSieIhrBußgeldauchganzohneministerielleHilfebezahlen.UndangemessenistbeieinemsouneinsichtigenVerkehrsteilnehmerjederPreis,denneinStoppschildstehtjanichtsoganzohneGrundinderGegendrum.Undübrigens,waslehrtunsdieseGeschichte sonstnoch?Werobensitzt,fällttieferaufdieNase.)
Einen Linienbus mit defekter Bremse gefahren: „Wenn ich zweimal pumpe, ist die Bremse wieder in Ordnung!“
(DashättenSiebesservorderKontrollegemacht,SieMaikäfer,Sie.)
Gefahrguttransporter ohne ausreichende Kennzeichnung gefahren: „Ihr habt wohl wieder nichts zu tun, da müsst Ihr uns kontrollieren. Junge, blamier Dich nicht, wenn Du eine Anzeige schreibst.“
(EsgibtkaumeinesinnvollereBeschäftigung,alsLKWszukontrollieren,dennwasdasoüberunsereStraßenrollt,istoftgefährlicher,alseinganzerWaffenschrankundkönntetödlichersein,wieeinetickendeBombe.)
Eine Rostlaube muss nicht immer unbedingt verkehrsunsicher sein, dagegen kann es ein Porsche mit defekter Bremse, kaputtem Blinker und ausgefallener Beleuchtungseinrichtung durchaus sein. „Das Fahrzeug ist verkehrssicher. Sie schreiben nur gegen mich, weil Sie mich schikanieren wollen. - Ich habe eben im Moment nicht so viel Geld, wie andere. Im Übrigen ist mein Fahrzeug so in Ordnung. Und schreiben Sie meinen Namen richtig: Marcus Aurelius Wilhelm Graf von und zu ...“
(UndzuwelchemGrafensparenwirunsaus bekanntermaßen vorhandenenPersonenschutzgründen.)
Ein kleiner Unfall beim Überholen, dessen genauer Hergang auch durch die Aussage des Verursachers nicht so recht deutlich wird: „Als ich hinten daneben war, sah ich eine Wackelei. Ich dachte es sei eine Windböe, - da hat es schon geknallt.“
(Allesverstanden?)
Geschwindigkeitsbegrenzung an einer Autobahnbaustelle nicht eingehalten: „Alle sind an der Baustelle zu schnell gefahren. Zeigen Sie mich ruhig an. Sie sind ja alleine. Ich werde meinen ganzen Einfluss geltend machen, dann sind Sie Ihres Lebens nicht mehr froh.“ (Oh,oh,jetzthatderKollegevonderAutobahnpolizeiaberAngstbekommen.Aberwohldochnichtgenug,dennerhateineAnzeigegeschriebenundichhabesiemitgrößtemVergnügenineinenBußgeldbescheidumgesetztunddasgroßeGelaberevonwegenEinflussundsoentpupptesichalswinzigkleineSeifenblase.)
Der Erftkreis ist, wenn auch in Großstadtnähe gelegen, ein ländlicher Kreis mit etlichen Bauernhöfen und es kommt durchaus vor, dass ein Landwirt seinen Traktor für Einkaufsfahrten benutzt, wenn auch selten, sehr selten sogar, aber Traktoren trifft man dennoch häufiger auf der Straße an und für diese benötigen die Damen und Herren Bauern dann eine Betriebserlaubnis, die allerdings wiederum nicht jeder hat: „Ich befinde mich im Moment auf einem Privatbesitz, wo Sie nichts zu suchen haben. Es ist einfach lächerlich, zu behaupten, dass ich ohne Betriebserlaubnis gefahren bin.“
(DieseLächerlichkeitlässtsichdochdurchVorweisendesPapierchensschnellbeweisen,nurwasmannichthat,kannmannichtvorweisen,ganzschönblöd.UnddasmitdemPrivatbesitzkönntezwarangehen,wennsichdieBeamtennichtimDienstbefinden würden,aberwasmeinenSie,wasdieinAusübungIhrerDienstpflichten auf einer L 123nichtsoalles
