Erhalten Sie Zugang zu diesem und mehr als 300000 Büchern ab EUR 5,99 monatlich.
Wenn die Diagnose "Krebs" ins Leben bricht, dann ändert sich für betroffene Frauen sehr viel. Angst und medizinische Behandlungen bestimmen plötzlich den Alltag. In solchen Zeiten kann geistliche Begleitung eine starke und wertvolle Stütze sein. Dieses Buch enthält 90 Andachten, geschrieben von ebenfalls von Krebs betroffenen Autorinnen, die Mut machen, diesen Kampf ganz bewusst an Gottes Seite durchzustehen. Sie erzählen von ihren eigenen Ängsten und wie diese letztlich mit der Kraft des Gebets in tiefe Zuversicht verwandelt wurden.
Sie lesen das E-Book in den Legimi-Apps auf:
Seitenzahl: 209
Veröffentlichungsjahr: 2023
Das E-Book (TTS) können Sie hören im Abo „Legimi Premium” in Legimi-Apps auf:
Über die Autorinnen
Susan Sorensen erkrankte im Alter von 19 Jahren an einem Schilddrüsenkarzinom und mit 41 an Brustkrebs. Als Autorin und Rednerin hat sie es sich unter anderem zur Aufgabe gemacht, Menschen auf ihrer eigenen Reise durch eine Krebserkrankung zu ermutigen und auf Gottes Beistand hinzuweisen. Sie ist Mitarbeiterin in der Frauenarbeit ihrer Gemeinde und lebt mit ihrem Mann und ihren erwachsenen Söhnen in Grand Rapids im Bundesstaat Michigan, USA.
Laura Geist erhielt im Alter von 40 Jahren die Diagnose Brustkrebs und hat zehn Jahre lang mit großem Mut gegen diese Krankheit angekämpft, bevor sie 2012 verstarb. Sie hat viele Jahre als Journalistin für Zeitungen und Zeitschriften gearbeitet und in ihrer Freizeit durch ihre Vorträge vielen Frauen in ihrer Krebserkrankung Mut gemacht. Auch sie lebte zusammen mit ihrem Mann und ihren erwachsenen Söhnen in Michigan.
Für Scott und Gordy – ihr unterstützt uns mit Kraft und Weisheit, die Gott euch geschenkt hat. Danke, dass ihr in den Freuden und Prüfungen, mit denen wir konfrontiert werden, so wunderbare Partner seid.
Dank
Wir beten mit Ihnen
1 Im Feuer geprüft
2 Jesus ist die Mitte
3 Ein ungebetener Eindringling
4 Feiern Sie eine Party
5 Ein Weg in der Wüste
6 Loslassen – Gott ranlassen!
7 Christus ist viel größer als der Krebs
8 Weit geöffnete Hände
9 Gottes Sprache der Liebe
10 Frieden oder Panik
11 Alles zu seiner Ehre
12 Festgehalten
13 Eine hundertprozentige Garantie
14 Gottes Barmherzigkeit für unsere Kinder
15 Eine warme Decke
16 Keine Angst vor schlechten Nachrichten
17 Gott in den Regenbogen des Lebens sehen
18 Ein Traum stirbt
19 Leiden: Gottes Megafon
20 Schweigen
21 Gott ebnet mir meinen Weg
22 Ist dein Gesicht mir zugewandt?
23 Schutz in der Löwengrube
24 Er schweigt in seiner Liebe
25 Wunderbar und einzigartig gemacht
26 Bist du sicher, Herr?
27 In Gottes Wagen steigen
28 Mit Christus gekreuzigt
29 Still sein
30 Heute Haare, morgen kahl
31 Unverkennbar
32 Krebs ist nicht lustig
33 Meine Chemofreundin
34 Das Reservoir
35 Wie der Hirte seine Lämmer auf den Arm nimmt
36 Schönheitssalon-Blues
37 Wenn wir nichts tun können
38 Die Gabe des Leidens
39 Karabinerhaken der Hoffnung
40 Meine Zufluchtsstätte
41 Eine Win-Win-Situation
42 Das ausgepackte Geschenk
43 Auch ohne Haare voller Zuversicht
44 Die Gebete der Kinder
45 Das ewige Jetzt
46 Engelsflügel
47 Schlafmangel
48 Vertraust du mir?
49 Gnade in Zeiten der Not
50 Danken kann ein Opfer sein!
51 In Krankheit und in Gesundheit
52 Freude auf dem Weg
53 Durstlöscher
54 Eine Leuchte für meinen Fuß
55 Meine Gedanken auf Gott richten
56 Nicht „Warum?“, sondern „Wie?“
57 Der Balsam Gileads
58 Auf seine Treue vertrauen
59 Die Frau im Spiegel
60 Ein ganz besonderer Geburtstag
61 Ein unerwartetes Geschenk
62 Schrankzeit
63 Das beste Rezept, das es geben kann
64 Er sieht den Sperling
65 MRT – Mini-Rollen-Teil
66 Hitzewallungen sind nicht planbar
67 Gebet ist kein Gefühl
68 Enttäuschte Pläne
69 Gottes Säuseln
70 Die Frucht des Leidens
71 Untergeordnet
72 Immer blühen
73 Tiefe Schönheit
74 Humor ist, wenn man trotzdem lacht!
75 Kann ich dieses Zelt gegen ein anderes eintauschen?
76 Mein Eben-Eser
77 Keine Ausreden
78 Frau Gottes zu Gottes Zeit
79 Überraschende Schätze
80 Starke Wurzeln
81 Wo habe ich es hingelegt?
82 Glaube, Leiden, Ausdauer, Charakter, Hoffnung!
83 So viel mehr
84 Wenn der Glaube strauchelt
85 Unerwartet einsam
86 Ein neues Normal
87 Das Denken erneuern
88 Hoffnung
89 Ist Jesus genug?
90 Durch das Tal der Tränen gehen
Ein letztes Wort
Endnoten
Wir danken unseren Mitautorinnen, die uns ihre Geschichten erzählt haben, damit andere Frauen während ihrer Krebserkrankung die Liebe Jesu erfahren können.
Wir kennen die Reise, auf der Sie sich befinden, und wir möchten Ihnen Mut machen. Denn wir wissen, dass es unfassbare Ängste in einem Menschen hervorrufen kann, sobald ihm ein Arzt mitteilt, dass bei ihm Krebs gefunden wurde. Gott sei Dank gibt es einen Ort des Friedens. Und weil wir diesen Frieden gefunden haben, möchten wir, dass auch Sie ihn entdecken können. Auf diesen Seiten wollen wir Ihnen in dieser herausfordernden Zeit beistehen, mit Ihnen beten und Sie auf Ihrem Weg begleiten. Es ist unser großer Wunsch, dass die Zeugnisse und Gebete in diesem Buch Sie in den vor Ihnen liegenden Monaten stärken und segnen werden.
Die Tage, bevor wir die Diagnose Brustkrebs bekamen, werden wir nie vergessen. Der Prozess war bei uns beiden sehr ähnlich, obwohl sechs Monate und hunderte Kilometer zwischen unseren Diagnosen lagen. Sie wissen inzwischen, wie es abläuft: Ihr Arzt entdeckt einen Knoten, einen Schatten oder eine Unregelmäßigkeit. Er führt zusätzliche Untersuchungen durch. Dann warten Sie auf die Befunde. Tage erscheinen Ihnen wie Wochen. Ihre Gefühle erdrücken Sie fast. Dann kommt der Anruf, der Ihre schlimmsten Befürchtungen bestätigt: „Es ist bösartig.“
Von einer Sekunde auf die andere verändert sich alles. Sie sind geschockt und verwirrt. Wie konnte das passieren? Angsterfüllte Gedanken brechen über Sie herein. Wie soll ich mit den Schmerzen, mit den Begleiterscheinungen und mit dem Unbekannten fertig werden?
An diesem Punkt waren wir ebenfalls. Und wahrscheinlich werden sich auch in Zukunft bei uns angsterfüllte Gedanken melden. Aber selbst in den schwersten Zeiten gibt es Hoffnung. Gott will nicht, dass wir uns von der Angst lähmen lassen. Er sagt: „Sorgt euch um nichts, sondern betet um alles. Sagt Gott, was ihr braucht, und dankt ihm.“ (Philipper 4,6). Wenn wir anfangen, uns Sorgen zu machen, haben wir das unglaubliche Privileg, dass wir mit Gott darüber sprechen und ihn bitten dürfen, uns alles zu geben, was wir brauchen.
Der Gott des Universums ermutigt Sie: „Überlasst all eure Sorgen Gott, denn er sorgt sich um alles, was euch betrifft!“ (1. Petrus 5,7). Das griechische Wort, das in diesem Vers mit „überlasst“ übersetzt ist, bedeutet wörtlich „werfen auf“. Manchmal können wir Gott unsere Bitten nicht vorsichtig hinlegen; wir werfen sie auf ihn! Das haben wir in unserem Leben oft gemacht, besonders wenn wir große Enttäuschungen erlebten. Gott sei Dank will unser Herr, dass wir zu ihm kommen und unsere Sorgen auf ihn werfen.
Das Leben ähnelt oft einer Fahrt auf einer zweispurigen Landstraße, auf der ein Schwertransporter vor uns fährt. Er versperrt uns die Sicht und wir können ihn nicht überholen. Jeder Überholversuch scheitert an entgegenkommenden Fahrzeugen, was unsere Angst, nie vom Fleck zu kommen, noch verstärkt.
Aber stellen Sie sich vor, über Ihnen fliegt ein Hubschrauber, und am Steuer sitzt jemand, der Sie liebt. Noch besser: Sie können mit der Person in diesem Hubschrauber sprechen. Genau das hat Gott schon für Sie vorbereitet! Er sitzt im Hubschrauber. Er kann sehen, was vor dem Schwertransporter geschieht und was hinter der nächsten Kurve liegt. Er kann die ganze Zukunft klar und deutlich sehen. Wenn wir mit ihm im Gespräch bleiben, können wir diesen großen Lastwagen mit Leichtigkeit überholen und auf das nächste Hindernis auf der Straße zufahren.
Dieses Bild ist zwar ein wenig vereinfachend, aber es verdeutlicht, wie sehr wir darauf angewiesen sind, dass Gott uns hilft und uns durchs Leben navigiert. Er will an unserer Seite sein und mit uns durch unsere Höhen und Tiefen gehen.
Gott schenkt uns seine Gegenwart. Unser liebender himmlischer Vater fordert uns auf, immer, überall und mit allen unseren Gefühlen zu ihm zu kommen. Gott beschreibt sich in der Bibel auf viele mächtige Arten: als Fels, unsere Festung, ein Turm und unsere Zuflucht. Wir dürfen an diesen sicheren Orten bei ihm sein. Auch wenn unsere Umstände vielleicht völlig chaotisch sind, können wir bei ihm an einem Ort vollkommener Sicherheit sein.
Fällt es Ihnen schwer, Gott vollständig zu vertrauen? Dann möchten wir Ihnen Mut machen, bei ihm Zuflucht zu suchen und mit ihm über alles zu sprechen, was Sie auf dem Herzen haben. Am besten jetzt sofort. Seien Sie ehrlich zu Gott.
Gott verspricht, dass er uns Frieden gibt, wenn wir im Gebet alles, was uns ängstigt und beunruhigt, zu ihm bringen. Das mag schwer vorstellbar sein, aber Sie werden es erleben.
Wir beide sind mit Ehemännern gesegnet, die die Macht des Gebets kennen. Und so haben wir an den Abenden nach unserer Diagnose mit ihnen gebetet. Wir haben Gott um Heilung gebeten, aber wir haben mit ihnen auch um die Kraft gebetet, dass wir diesen Weg mit seinem Frieden und seiner Fürsorge gehen können. Jedes Mal, wenn wir in den folgenden Monaten gebetet haben, erlebten wir, dass wir nach unseren Gebeten erwartungsvoll und fast aufgeregt waren, wie Gott handeln würde. Wir wurden von Frieden erfüllt, als uns die Herausforderungen des Lebens diesen Frieden eigentlich rauben wollten.
Die folgenden Andachten und Gebete stammen aus vielen persönlichen Erfahrungen mit Krebs. Die Frauen, die Beiträge zu diesem Buch geschrieben haben, erzählen ihre Geschichte; sie erzählen, wie sie angesichts der Ungewissheit gekämpft und gesiegt haben. Sie haben eines gemeinsam: Jede von ihnen hat Gottes Frieden erfahren, als sie auf unseren Herrn und Erlöser blickte. Wir wissen, dass viele von Ihnen mindestens drei Monate Behandlung vor sich haben, weshalb wir die folgenden neunzig Andachten für jeden Tag dieses Zeitraums zusammengestellt haben.
Wir beten, dass Gott Sie mit seinem unbeschreiblichen Frieden erfüllt, wenn Sie auf den Einen schauen, der Sie erschaffen hat, der Sie liebt und der alle Tage mit Ihnen geht!
Susan Sorensen und Laura Geist
Er aber kennt meinen Weg. Und wenn er mich wie Gold im Feuer prüfte, würde ich davonkommen.
Hiob 23,10
Der Arzt war sehr sachlich. Als er mir mitteilte, dass ich Brustkrebs habe, blieb sein Tonfall unverändert, seine Miene wurde nicht herzlicher, und er bot mir nicht den geringsten Trost. Nachdem er den Raum verlassen hatte, ließ er mich allein zurück und ich brach in Tränen aus.
Während dieser Mensch nicht die geringste Reaktion auf meine Diagnose zeigte, berührte mich mein himmlischer Vater sofort mit seinem Trost und Frieden. Ein Satz aus der Bibel ging mir durch den Kopf: „Er kennt meinen Weg genau.“ In meinem Schock und meiner Angst konnte ich mich nicht erinnern, wo dieser Vers steht, aber er war wie ein Rettungsseil, an das ich mich klammern konnte.
Gott, der Schöpfer des Universums, der Allmächtige, der Herr des Himmels und der Erde, kannte den „Weg“ – die Reise, die ich antrat. Das heißt, dass er (im Gegensatz zu mir) nicht überrascht war und bereits begonnen hatte, alles vorzubereiten, was ich auf diesem Weg brauchen würde. Mein liebender, umsichtiger Vater hatte schon lange, bevor ich etwas davon ahnte, Krebs in seinen Plan für mich eingebaut. Seine Augen schauten mich an; er sah mich mit seinem zärtlichen Blick an. Ich war nicht mehr allein!
Gott, wie kann ich dir je dafür danken, dass du da bist, wenn ich dich am nötigsten brauche? Ich bin nie allein! Du versprichst, dass du meine Zuflucht und meine Stärke und meine allgegenwärtige Hilfe in meiner Not bist. Du bist bei mir, wenn ich freudige, schöne Nachrichten bekomme, und du bist auch dann bei mir, wenn ich Nachrichten bekomme, die mich in der Tiefe meines Seins erschüttern. Bei den Worten: „Es ist Krebs“, vor denen mir so graute, bist du nicht aus dem Raum gelaufen. Im Gegenteil, du hast mir sofort versichert, dass du genau weißt, wie es mir geht.
Nichts, das vor mir liegt, könnte etwas an deinem Willen für mein Leben ändern. Du wirst deinen Plan für mich begleiten. Ich lobe dich für deine unerschütterliche Liebe. Du bist immer und ewig mein Gott und du führst mich bis zum Ende. Ich vertraue dir bedingungslos. Möge diese schwere Zeit zeigen, wie mein Glaube an dich wirklich aussieht, und möge ich als Gold aus ihr hervorgehen.
Kay Warren, Frau des leitenden Pastors der Saddleback Gemeinde
Tipp für heute: Wenn Sie beängstigende Momente erleben, dann machen Sie sich bewusst, dass Gott bei Ihnen ist. Sie sind nie allein!Gebetshilfen: Psalm 46,2; Psalm 138,8; Psalm 48,10.15; Hiob 23,10Dabei wollen wir nicht nach links oder rechts schauen, sondern allein auf Jesus. Er hat uns den Glauben geschenkt und wird ihn bewahren, bis wir am Ziel sind.
Hebräer 12,2 (Hfa)
Ich befand mich auf einer emotionalen Achterbahnfahrt und das war alles andere als angenehm. Ich hatte den Eindruck, jeden Tag mit jemand anderem zu sprechen, der Krebs gehabt hatte. Einige Geschichten ermutigten mich. Bei anderen war ich der Verzweiflung nahe. Meine Fähigkeit, mit anderen mitzufühlen, ist ein bisschen zu stark ausgeprägt, weshalb ich emotional die Person wurde, mit der ich zuletzt gesprochen hatte.
Ich lerne immer mehr, meinen Blick zuerst auf Jesus zu richten. Unser Herr, der sich nie ändert, ist die einzige Stabilität in unsicheren Zeiten. Ich liebe die Geschichte, in der Petrus Jesus auf dem Wasser gehen sieht. Als Jesus ihn aufforderte, zu ihm zu kommen, „stieg Petrus aus dem Boot und ging über das Wasser, Jesus entgegen. Als er sich aber umsah und die hohen Wellen erblickte, bekam er Angst und begann zu versinken. ‚Herr, rette mich!‘, schrie er.“ (Matthäus 14,29–30). Ich kann mir vorstellen, wie Petrus den Blick auf Jesus richtete und gar nicht merkte, dass er auf dem Wasser ging! Dann schaute er nach unten und die Angst packte ihn.
Ich schreie oft wie Petrus: „Herr, hilf mir!“ Öfter, als ich zählen kann, hat Jesus sanft mein Kinn gehoben und mir geholfen, den Blick wieder auf ihn zu richten.
Herr, du hast mir den Glauben geschenkt. Du hast meine Beziehung zu dir begonnen, du hast mich erwählt. Du wirst meinen Glauben auch bewahren, bis ich am Ziel bin. Ich bin dir so dankbar für das Vertrauen, das ich haben kann, dass du ein gutes Werk in mir begonnen hast und dass du es bis zum Tag Jesu Christi vollenden wirst. Ich lobe dich für deine Zusage, mich zu retten und zu beschützen. Du bist bei mir in Zeiten der Not und erlöst mich und bringst mich zu Ehren. Du wirst immer bei mir sein.
Hilf mir, alles abzuwerfen, was mich hindert, dir vollständig zu vertrauen. Ich will mit Ausdauer das Rennen laufen, das du für mich vorgesehen hast. Um meinetwillen hast du das Kreuz ertragen und dich zur Rechten des Thrones Gottes gesetzt. Dass du das alles für mich getan hast, ist kaum zu begreifen und ich kann darüber nur staunen. Ich lobe deinen heiligen Namen!
Susan Sorensen
Tipp für heute: Nehmen Sie sich einen Moment Zeit, um Psalm 91 zu lesen und sozusagen auf dem Wasser zu gehen.Gebetshilfen: Hebräer 12,2; Philipper 1,6; Psalm 91,14–16Und jeder wird wissen, dass der Herr keine Waffen braucht, um sein Volk zu retten. Es ist sein Kampf. Der Herr wird euch in unsere Hände geben!
1. Samuel 17,47
Ich dachte immer, ich könnte viele Probleme in meinem Leben abwehren, indem ich mich darauf einstelle. Sie wissen schon, einen Schirm mitnehmen für den Fall, dass es regnet. Immer Gutscheine verschiedener Läden im Auto haben, falls ich beschließe, in einem von ihnen einzukaufen. Ein zusätzliches Weihnachtsgeschenk einpacken, falls ich ein Geschenk bekomme, mit dem ich nicht gerechnet habe. Sie verstehen, was ich meine.
Dann wumm! Aus dem Nichts traf mich die Krebsdiagnose. Ich war jung und gesund. Damit hatte ich definitiv nicht gerechnet, und es war zu spät, um mich darauf vorzubereiten.
Und dann traf mich noch folgender Gedanke: Gott hat diese Diagnose nicht überrascht. Er hat sie kommen sehen, und obwohl mir lieber gewesen wäre, wenn er sie verhindert hätte, war er darauf vorbereitet, sie zu bekämpfen. Er rüstete mich mit allem aus, was ich brauchte, um körperlich, seelisch, emotional und geistlich zu kämpfen. Wie der Hirtenjunge David, der den Kampf gegen den drei Meter großen Goliat auf sich nahm, wusste ich, dass mein Herr alles hat, was für meinen Kampf nötig ist. Mit David konnte ich sagen: „Diesen Krieg führt der Herr, nicht ich.“
Lieber Herr, dieser Krebs hat mich überrascht. Ich habe Angst, denn ich habe das Gefühl, die Kontrolle verloren zu haben, und ich fühle mich völlig unvorbereitet, weil ich diese Krankheit nicht kommen sah. Trotzdem weiß ich, dass du nicht überrascht bist und keine Angst hast und dass du die volle Kontrolle hast.
Hilf mir, jeden Tag deine Waffenrüstung anzulegen: den Gürtel deiner Wahrheit, den Schild deiner Gerechtigkeit, die Schuhe deines Friedens, den Helm deines Heils und das Schwert deines Geistes. Dann bin ich bereit, diesen ungebetenen Eindringling zu bekämpfen. Vor allem werde ich dann keine Angst haben, denn in Wirklichkeit ist es dein Kampf. Ich vertraue dir, dass du in mir und durch mich kämpfst, damit mich dieser unsichtbare Feind nicht besiegt.
Danke, Heiliger Geist, dass ich bei diesem Kampf gegen den Krebs nicht die Kontrolle haben muss. Ich muss mich nur deiner Kontrolle anvertrauen. Amen.
Lynn Eib, Autorin
Tipp für heute: Lesen Sie jeden Morgen einen der Psalmen. In ihnen werden Sie Menschen begegnen, die vom Leben enttäuscht wurden, aber trotzdem in Gott Hoffnung fanden.Gebetshilfen: Epheser 6,14–17; 1. Samuel 17,47Alles, was gut und vollkommen ist, wird uns von oben geschenkt, von Gott, der alle Lichter des Himmels erschuf. Anders als sie ändert er sich nicht, noch wechselt er zwischen Licht und Finsternis.
Jakobus 1,17
Als ich meine Krebsdiagnose bekam, lud ich zu einer Party ein. Zu einer Selbstmitleidsorgie! Der erste Gast, der kam, war die Angst. Als ich ihr Gastgeschenk auspackte, fand ich die Angst, meine Freunde zu verlieren und mit finanzieller Not und meiner eigenen Sterblichkeit konfrontiert zu werden. Als Nächstes kam der Zweifel. In seinem Geschenk steckten die Zweifel, ob ich meine Kinder aufwachsen sehen würde und ob ich nach den nötigen Behandlungen noch attraktiv wäre. Bald danach kam die Wut. Ihr Geschenk enthielt die Wut, wie der Krebs mein Leben auf den Kopf stellt, und ja, auch Wut auf Gott. Das Grauen ließ sich mit seinem Besuch auf meiner Party ein wenig mehr Zeit. Sein Geschenk war das Grauen vor den Behandlungen und ihren Nebenwirkungen und das Grauen, meine Identität zu verlieren.
Der letzte Gast, der eintraf, war Jesus. Ich rannte zu ihm und packte sein Geschenk schnell aus. Es enthielt:
Hoffnung – Verheißung auf die Zukunft
Stärke – die Fähigkeit durchzuhalten
Gnade – Gottes Hilfe
Trost – in Schmerzen, Sorgen und Angst
Frieden – Ruhe
Heilung – Wiederherstellung von Geist, Seele und Körper
Freude – ein spürbares Wohlbefinden
Liebe – Mitgefühl und Hingabe von Gott
Nachdem ich alle seine Geschenke ausgepackt hatte, erkannte ich, dass Jesus mit den schönen Gaben, die er gerne gibt, der Einzige ist, den ich brauchte und an meiner Seite haben wollte.
Barmherziger himmlischer Vater, danke, dass du mich so sehr liebst und mir das kostbarste Geschenk gibst, das es geben kann: deinen Sohn, Jesus Christus. Weil ich Jesus kenne, habe ich das Geschenk deines Heiligen Geistes und eine Beziehung zu dir bekommen, die ewig besteht. Danke für die Zusage, dass deine Geschenke und deine Berufung unwiderruflich sind. Ich gehöre dir, und daran kann nichts etwas ändern!
Vergib mir meine Angst, Zweifel, Wut und das Grauen, wie ich mit allem, das vor mir liegt, fertig werden soll. (Nehmen Sie sich einen Moment Zeit, und nennen Sie Gott Ihre konkreten Sorgen.) Lege tief in mein Herz die Gewissheit, dass ich durch deine Gnade meine Umstände mit Frieden und Zuversicht annehmen kann.
Ich bin dankbar, dass du mir deine Gnade reichlich schenkst und ich in allen Dingen und zu allen Zeiten alles haben werde, was ich brauche. Erfülle mich mit allen Gaben deines Geistes: Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue und Selbstbeherrschung. Ich lobe dich für die vollkommenen Gaben, die du deinen Kindern gibst. Die du mir gibst.
Missy Morrow, Familienfrau
Ann Snuggs, Architektin
Tipp für heute: Wenn Sie eine Selbstmitleidsorgie feiern, vergessen Sie auf keinen Fall, Jesus einzuladen!Gebetshilfen: Römer 11,29; 2. Korinther 9,8–11; Galater 5,22–23; Jakobus 1,17Nein, ich werde euch nicht verwaist zurücklassen – ich werde zu euch kommen.
Johannes 14,18
Als ich erfuhr, dass ich Brustkrebs habe, befasste ich mich gerade intensiv mit dem Volk Israel. Gott wollte das Volk aus Ägypten holen, aber die Israeliten murrten, weil sie in der Wüste landeten. Ich hatte den Eindruck, wenn ich gegen diese Abzweigung auf meinem Lebensweg rebellierte, würde ich auch gegen Gottes Güte und seine Pläne murren. Deshalb beschloss ich, ihm zu folgen und zu vertrauen, dass er mich versorgen wird, wohin auch immer er mich führen will. Er hat mich versorgt: mit einem ausgezeichneten Chirurgen, mit den vielen Menschen, die für mich beteten, mit der Unterstützung meiner Familie. Ich empfand das als großen Sieg und dachte, ich hätte es geschafft.
Dann hatte ich einen Termin bei meinem Onkologen, und die Behandlungsoptionen, die er mir vorstellte, waren erdrückend. Wieder befand ich mich in der Wüste, nicht weil Gott mich dorthin geführt hätte, sondern weil ich aus Angst dorthin gelaufen war. Gott ließ mich aber nicht allein, sondern zeigte mir deutlich, welchen Behandlungsweg ich einschlagen sollte.
Der große Kampf fand in meinem Kopf statt, und das ist immer noch so: Ich soll mich nicht von der Angst erdrücken lassen und mir keine Sorgen machen, sondern mich auf Gottes Wesen und seine Zusagen stützen, die unverrückbar sind.
Lieber Herr, du kennst meine Gedanken, meine Ängste und meine Schwächen. Du weißt, wie fest entschlossen ich in der einen Minute bin, dir zu folgen, und wie viel Angst ich in der nächsten Minute habe. Ich lobe dich dafür, dass du mich nicht aufgibst und dass du mich nicht in der Wüste lässt. Du begegnest mir immer wieder dort, wo ich bin, und sorgst für mich. Danke, dass du die schweren Zeiten in meinem Leben benutzt, um mir deine unerschütterliche Liebe und Treue zu zeigen.
Du bist mein allmächtiger Herr, der alle Dinge unter Kontrolle hat, die großen und die kleinen. Du bist mein guter Hirte, der den Weg kennt, der mich beim Namen ruft, der weiß, was ich brauche, und mich versorgt, noch bevor ich dich bitte. Ich bin so dankbar für deine Zusage, mich nicht allein zu lassen! Du kommst in deiner Gnade und Barmherzigkeit zu mir. Ich lobe dich!
Melinda Merwin, Familienfrau
Tipp für heute: Wenn Sie heute mit Schwierigkeiten konfrontiert werden, dann erinnern Sie sich an die Treue des Herrn in der Vergangenheit.Gebetshilfen: Psalm 139,2; Psalm 23; Lukas 12,29–31; Johannes 14,18Vertraue von ganzem Herzen auf den Herrn und verlass dich nicht auf deinen Verstand. Denke an ihn, was immer du tust, dann wird er dir den richtigen Weg zeigen.
Sprüche 3,5–6
Bei unserer Hochzeit hatten mein Mann und ich ein besonderes Geschenk füreinander. Jeder wählte einen Bibelvers für unsere Ehe aus und las ihn bei unserem Eheversprechen vor. Wie herrlich, dass Gott Gordon zu den Versen in Sprüche 3,5–6 geführt hat, denn er wusste schon damals, dass in unserer Zukunft eine Krebsdiagnose auf uns zukäme.
Mir gefällt die Aufforderung in den Sprüchen, dass wir dem Herrn vertrauen und uns nicht auf unseren eigenen Verstand verlassen sollen, der immer unvollkommen ist und auf menschlichen Erfahrungen beruht. Wie konnte ich verstehen, was Gott tat, als er mich durch ein Krebsleiden hindurchgehen ließ? Aber in seiner grenzenlosen Weisheit wusste er, dass der Krebs in meinem Leben Früchte bringen würde. Mein eigenes Begreifen war menschlich, aber seines ist göttlich.
Wenn wir Gott als den Geber aller guten Gaben anerkennen und begreifen, dass seine Weisheit höher ist als unser Verstand, führt er uns auf einen geraden Weg. Es tat gut, die Hände vom Lenkrad zu nehmen und Gott die Kontrolle zu überlassen. Für eine Frau, die immer alles planen musste, war das befreiend.
Ich lobe dich als meinen allmächtigen Herrn. Du, der die Himmel und die Erde geschaffen hat, hast mich geschaffen und hältst mein Leben und meinen Atem in deinen Händen. Du kennst die Länge meiner Tage. Ich vertraue dir, mein treuer und liebevoller Herr.
Ich danke dir so sehr für die Güte, die du mir erweist. Du hast in meinem Leben so viele wunderbare Dinge getan. (Nehmen Sie sich einen Moment Zeit, um Gott für seine konkreten Gaben und für alles, womit er Sie versorgt, zu danken.) Wenn ich an alles denke, was du getan hast, kann ich wirklich Ruhe finden.
Ich lobe dich als den großen Arzt. Du legst die Zeit und den Tag meiner Heilung fest. Jede Zelle meines Körpers ist in deinen Händen. Du erweist allen, die bei dir Zuflucht suchen, deine barmherzige Güte. Ich vertraue dir!
Laura Geist
Tipp für heute: Vertrauen Sie die Kontrolle über Ihr Leben und Ihre Zukunft Gott an. Lassen Sie los … und lassen Sie Gott ran!Gebetshilfen: Psalm 31,15–16; Psalm 116,7; Psalm 31,20Das Vertrauen auf Jesus und die Macht seines Namens haben diesen Mann hier vollständig geheilt. … Nun ist er vor euren Augen gesund geworden durch den Glauben, den Jesus in ihm geweckt hat.
Apostelgeschichte 3,16 (Hfa)
