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Kollgen, Angestellte oder völlig Fremde ... ... alle treiben es miteinander! ACHTUNG! Enthält sexuell anstößige Texte und ist erst ab 18 Jahren geeignet!
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Seitenzahl: 79
Veröffentlichungsjahr: 2023
Versaute Orgasmusgeschichten Band 4
Geile Sex-Storys
Bernadette Binkowski
Dieses Buch enthält sexuell anstößige Texte und ist für Personen unter 18 Jahren nicht geeignet. Alle beteiligten Charaktere sind frei erfunden und volljährig.
Eine verhext geile Nummer
Den Gärtner vernascht
Heiß auf den Freund meiner Tochter
Ein heißes Sex Date
Geil auf meinen Kollegen
Wieder war es ein Ausflug in eine längst vergangene Zeit. Diese war bunt und düster zugleich. Doch wirklich dunkel war nur der Himmel an diesem Samstagnachmittag. Aber zwischen Knopfmacher, Schmied und Kupferstecher fühlte sich Robert so wohl wie seit Wochen nicht mehr. Auch die Umsätze stimmten, denn im Gegensatz zu sonst war bereits die Hälfte der rustikal getöpferten Ware an den Mann oder an die Frau gebracht. Robert in seinem derben, grün eingefärbten Mittelalterhemd war gerade dabei, seinen hellblonden Zopf neu zu binden, als eine rothaarige Frau, optisch einer Kräuterhexe gleich, ihre Weidenkiepe vor seinem Stand aus ungeschältem Birkenholz abstellte. Aus der Kiepe ragten unter anderem Beifuß und Ziegenkraut hervor. «Hast du vielleicht einen Mörser für mich?», fragte die blasse Rothaarige, die schätzungsweise Anfang fünfzig gewesen war.
«Einen Mörser...? Nein, den habe ich nicht, nur Schneidbretter, Teller, Tassen und jede Menge Karaffen», antwortete der sechsunddreißigjährige Kunsthandwerker.
«Verflixt, niemand verkauft mir hier einen Mörser. Schneidbretter habe ich mehr als genug», sprach die Frau in barschem, fast schon fluchendem Ton.
«Den alten Mann, der letztes Jahr hier die Mörser aus Stein verkauft hat, habe ich dieses Mal nicht gesehen», meinte Robert.
«Ja, den habe ich bisher auch vergeblich gesucht», sagte die Rothaarige. «Vielleicht handelt es sich ja um eine aussterbende Zunft...».
«Und was ist deine Zunft?», wollte Robert wissen.
«Nun, wie du vielleicht sehen kannst, ich bin eine Kräuterhexe», antwortete die Frau.
«Oh, dann lag ich mit meiner Vermutung richtig. Naturmedizin finde ich sehr interessant. Aber sag mir, wogegen ist dieses Kraut hier gewachsen?», fragte Robert und zeigte mit der flachen rechten Hand auf den Strauß Ziegenkraut in der Kiepe.
«Ja, ob das für dich schon interessant ist, wage ich zu bezweifeln», meinte die Hexe und lächelte verschmitzt, als sie dies sagte.
Robert sah irritiert drein.«Warum nicht? Alles, was der Gesundheit dienlich ist, ist für mich interessant».
«Ich meine, ich bezweifle, dass du das wirklich brauchst... - obwohl..., ich denke, damit geht noch mehr als üblich, wenn du nun endlich weißt, was ich meine», sagte die Frau und grinste abermals. Dabei musterte sie den hellblonden Schönling vom Kopf bis zu den Füßen und ließ ihren Blick ganz ungeniert auf seinem Schritt verweilen. Die ausgewaschene braune Leinenhose war aber so weit geschnitten, dass die Konturen seiner Männlichkeit bestenfalls zu erahnen waren.
«Jetzt verstehe ich», meinte der Töpfer und musste lachen.
«Es kommt auf den Versuch an», sprach die Kräuterhexe selbstsicher. «Wenn ich nun sage, mein Zelt steht dir heute Abend offen, kann ich dann mit dir rechnen?»
Robert durchfuhr ein Schreck, der heiß und kalt durch alle Glieder peitschte, als wäre soeben ein Blitz neben ihm eingeschlagen. Die Spucke blieb ihm weg und der junge Mann, der sonst auch im wahren Leben so schlagfertig und souverän war, hatte die Antwort nicht parat.
«Was überlegst du?», die Hexe wurde ungeduldig, «bin ich dir zu alt oder zu hässlich? Glaub mir, wir Hexen können mit dem Zauberstab umgehen und nur darauf kommt es an».
«Nein, nein, gar nichts von beidem... Es ist nur...», stammelte sich Robert in den kurzrasierten Kinnbart.
«Na, dann...», meinte die Kräuterhexe resigniert und schnallte sich ihre Weidenkiepe auf den Rücken. «Überlege es dir, noch ist Zeit», sagte sie und gerade wollte die Hexe davon gehen, da rief ihr der Mann mit dem hellblonden Zopf hinterher: «Und wo finde ich dich?»
«Du findest mich in dem alten, vergilbten Ritterzelt neben der Papiermacherin», antwortete die blasse Rothaarige.
«Neben der Papiermacherin», wiederholte Robert und erinnerte sich an eine dünne, blonde Frau um etwa Ende zwanzig, die nie lächelte und nur wenig sprach, wenn sie Groß und Klein das Papiermachen vorführte.
«Was soll denn diese Tasse samt Teller kosten?», fragte plötzlich ein sonnengebräunter Mann mit goldenem Ohrring, goldener Panzerkette und gestylter Kurzhaarfrisur, der viele bunte durcheinander gewürfelte Aufnäher mit amerikanischen Symbolen auf seinem hellblauen Polohemd vorzuweisen hatte. «Ich suche noch was für meine Freundin; die steht auf diesen Kram», fügte er hinzu.
«Auf diesen Kram, so, so...», sagte der Kunsthandwerker, der im Hauptberuf Speditionskaufmann war.
«Sorry, so meinte ich das nicht. Das war nicht abwertend gemeint», wollte sich der potentielle Kunde sogleich entschuldigen.
«Schon gut», meinte Robert und lachte. Er war sowieso nicht ganz bei der Sache, waren seine wirren Gedanken doch noch immer bei der vermeintlichen Hexe.
«Ich bin leider manchmal etwas direkt und damit bin ich schon oft angeeckt», erklärte der Mann mit dem aufnäherüberladenen Polohemd. Offenbar war er noch immer dabei, seine anfänglichen Worte zu entschärfen.
«Also diese beiden Teile hier kosten 35 Euro», meinte Robert und hielt einen kleinen Teller samt roter Tasse hoch.
«Zusammen? Das wäre ok», sprach der Interessent. Wohl getraute er sich nun gar nicht mehr mit Robert zu feilschen. «Können Sie mir das vielleicht noch ein bisschen einpacken? Ich meine, dass ich es sicher nach Hause bekomme?»
«Selbstverständlich», sagte der Mann mit dem Zopf. Er nahm die 35 Euro passend entgegen und bedankte sich. Auch während Robert die Ware einpackte, war er noch immer nicht bei dem, was er gerade tat. Viele Menschen schlenderten vorbei und als er wieder einmal kurz aufblickte, sah er die Papiermacherin vorbeigehen – wie immer mit ernster, fast verbitterter Miene. Doch als sich ihre Blicke trafen, meinte Robert gar ein Lächeln erkannt zu haben. Der Sechsunddreißigjährige schüttelte unter dem Einfluss seiner Gedanken zaghaft mit dem Kopf.
«Sie haben das doch gut verpackt. Das reicht doch. Sind Sie nicht zufrieden?», fragte der Kunde, der das Kopfschütteln nicht anders deuten konnte.
«Doch, doch, alles gut», sagte Robert und übergab dem Mann das Päckchen, das lediglich aus zwei Lagen Zeitungspapier und Klebeband geformt war. «Tragen Sie’s aber bitte vorsichtig».
«Natürlich... und danke nochmal», sprach der Mann mit dem goldenen Ohrring und verschwand mitten im Trubel. Erst nach etwa drei Stunden lichteten sich allmählich die sandigen Gänge zwischen den Ständen und je mehr die Zahl der Besucher zum Abend hin abnahm, umso mehr dunkle Wolken zogen auf, die irgendwann tatsächlich Regen brachten. Es war kein Schauer, es war ein warmer, gleichmäßiger Landregen. Der sensible Robert konnte beinahe fühlen, wie die darbenden Pflanzen am Wegesrand aufatmeten und nun alle Feuchtigkeit, die sie nach der langen Dürreperiode mit ihren Wurzeln fassen konnten, in sich einsogen.
Wie alle anderen Markthändler auch, räumte der Töpfer die nicht verkaufte Ware zusammen und brachte diese fast vollständig in seinem alten Kombi unter.
«Hast du nachher Lust auf ‚ne Runde Skat bei Schwarzbier und Schmalzbrot?», fragte der Schmied von gegenüber. Sein dickes, stoppeliges Gesicht war puterrot. Die stundenlange Hitze des Ambosses hatte ihre Spuren hinterlassen. «Uns fehlt noch der dritte Mann», sagte er, noch bevor Robert reagiert hatte.
«Ich glaube, ich habe heute keine Lust», sagte er schließlich. Lust hatte der Sechsunddreißigjährige schon, nur nicht auf Skat mit durchgeschwitzten, nach Bier und Tabak riechenden Männern, sondern auf etwas, das er schon seit Wochen und Monaten vermisst hatte. Kurz vor zwanzig Uhr – inzwischen hatte es aufgehört zu regnen - machte er sich auf zum Zelt der Kräuterhexe. Robert ging vorbei an leeren oder verhangenen Ständen, vor denen sich zahlreiche Händler bei Wein, Weib und Gesang zum Ausklang des Tages unterhielten.
«Hey, setz dich zu uns!», rief eine Frau mit langer schwarzer Mähne und weinrotem Kleid, die tagsüber einen Stand mit selbst angefertigtem Holzschmuck betreute. Zusammen mit zwei weiteren Frauen und gleich mehreren bärtigen Männern saß sie zwischen einem matt lackierten armeegrünen VW-Transporter und einem kleinen Tarnzelt mit Einstrich-Keinstrich-Muster aus NVA-Beständen.
«Sollte ich mich lieber zu ihnen setzen, anstatt zur Kräuterhexe zu gehen? Wer weiß, wie die tickt, und vielleicht ist das ja alles nur ein Bluff» - all das fragte sich Robert, der plötzlich nicht mehr wusste, ob es richtig war, was er vorhatte. «Wenn ich nicht schon verabredet wäre, gern. Danke für das Angebot ...; einen schönen Abend wünsche ich euch», rief der Töpfer zurück und grinste.
«Den werden wir haben. Danke, dir auch», hallte es ihm entgegen.
Die Anziehungskraft der vermeintlichen Kräuterhexe war offenbar doch stärker gewesen als ein schwarzhaariges Vollweib, das gleich von mehreren Männern umgeben war. Auch machte sich Robert, der ein regelrechter Gesundheitsapostel war, ohnehin nichts aus Zigaretten und Alkohol. Da war so eine Hexe, die sich mit alternativen Heilmethoden auskennt, schon weitaus interessanter.
