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Fünf Orte. Fünf Einladungen. Fünf Gelegenheiten, Grenzen fallen zu lassen. Ob bei einem sündigen Team-Wochenende, einem heißen Klassentreffen oder einer geheimen Geburtstagsüberraschung – in diesen Geschichten werden aus Blicken Berührungen, aus Spiel Ernst und aus Kontrolle Ekstase. Lustvoll, direkt und stilvoll erzählt – ein Sammelband für alle, die wissen: Manches genießt man am besten gemeinsam. Dieses Buch ist für Erwachsene gedacht und enthält sinnliche, erotische Szenen. Nicht geeignet unter 18 Jahren.
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Seitenzahl: 86
Veröffentlichungsjahr: 2025
Inhaltsverzeichnis
Impressum
Titelseite
Disclaimer
Die Nacht der geheimen Orgie Kapitel 1 – Ankunft im Hotel
Die Nacht der geheimen Orgie Kapitel 2 – Unter der Oberfläche
Die Nacht der geheimen Orgie Kapitel 3 – Die Einladung
Die Nacht der geheimen Orgie Kapitel 4 – Der Club
Die Nacht der geheimen Orgie Kapitel 5 – Die Schwelle
Die Nacht der geheimen Orgie Kapitel 6 – Verbundenheit
Die Nacht der geheimen Orgie Kapitel 7 – Rückkehr
Heißes Klassentreffen am See Kapitel 1 – Ankunft
Heißes Klassentreffen am See Kapitel 2 – Alte Muster
Heißes Klassentreffen am See Kapitel 3 – Körpernähe
Heißes Klassentreffen am See Kapitel 4 – Flaschendrehen
Heißes Klassentreffen am See Kapitel 5 – Regeln werden gebrochen
Heißes Klassentreffen am See Kapitel 6 – Kein Zurück
Heißes Klassentreffen am See Kapitel 7 – Die Nacht gehört allen
Heißes Klassentreffen am See Kapitel 8 – Morgendämmerung
Unsterbliche Ekstase Kapitel 1: Die Einladung
Unsterbliche Ekstase Kapitel 2: Erste Begegnungen
Unsterbliche Ekstase Kapitel 3: Die Regeln
Unsterbliche Ekstase Kapitel 4: Das erste Ritual
Unsterbliche Ekstase Kapitel 5: Keine Grenze
Unsterbliche Ekstase Kapitel 6: Die Öffnung
Unsterbliche Ekstase Kapitel 7: Auflösung
Eine Orgie zum Geburtstag Kapitel 1: Ein besonderes Wochenende
Eine Orgie zum Geburtstag Kapitel 2: Das Haus der Spiele
Eine Orgie zum Geburtstag Kapitel 3: Beobachtungen
Eine Orgie zum Geburtstag Kapitel 4: Die Regeln
Eine Orgie zum Geburtstag Kapitel 5: Der erste Raum
Eine Orgie zum Geburtstag Kapitel 6: Offenbarung
Eine Orgie zum Geburtstag Kapitel 7: Spiegel der Lust
Eine Orgie zum Geburtstag Kapitel 8: Morgen danach
Heißes Team-Event Kapitel 1 – Die E-Mail
Heißes Team-Event Kapitel 2 – Die Anreise
Heißes Team-Event Kapitel 3 – Die Gastgeberin
Heißes Team-Event Kapitel 4 – Das Spiel beginnt
Heißes Team-Event Kapitel 5 – Kein Zurück
Heißes Team-Event Kapitel 6 – Die erste Nacht
Heißes Team-Event Kapitel 7: Die Heimreise
© 2025
like-erotica
Legesweg 10
63762 Großostheim
www.like-erotica.de
like-erotica ist ein Imprint des likeletters Verlages.
Dieses Buch enthält sexuell anstößige Texte und ist für Personen unter 18 Jahren nicht geeignet.
Die Personen sind alle über 18 und wie der Inhalt frei erfunden.
Alle Rechte vorbehalten.
Autorin: Bernadette Binkowski
Cover: Midjourney/Canva
ISBN: 9783689793036
Teilweise kam für dieses Buch bzw. die Bilder künstliche Intelligenz zum Einsatz. Die Texte (und/oder Illustrationen) wurden dabei von der Autorin inhaltlich bearbeitet und weiterentwickelt.
Origen der Lust
Fünf prickelnde Kurzgeschichten
Bernadette Binkowski
Dieses Buch ist für Erwachsene gedacht und enthält sinnliche, erotische Szenen. Nicht geeignet unter 18 Jahren.
Alle dargestellten Personen und Handlungen sind frei erfunden. Sämtliche sexuellen Handlungen erfolgen einvernehmlich und freiwillig.
Der Fahrer hatte kaum angehalten, da war Nora schon ausgestiegen. Das Grandhotel Mirabeau ragte im Abendlicht auf wie ein Versprechen – Sandstein, Messing, eine Drehtür, die lautlos kreiste. Hinter dem Glas lag gedämpfte Stille, das Licht weich wie von Hand aufgetragen.
Drinnen roch es nach Holzpolitur und Orangenblüten. Der Boden glänzte, der Teppich schluckte jedes Geräusch. Nora spürte die Temperatur des Raums – leicht kühler als draußen, angenehm auf der Haut. Der Concierge musterte sie kurz, freundlich, aufmerksam.
«Frau Valerius. Willkommen. Sie bleiben für zwei Wochen?»
«Für einen Artikel», sagte sie, und sein Lächeln blieb unverändert, nur die Augen reagierten.
Der Lift fuhr sanft. Das Display zeigte die Etagen 1, 2, 3 – und darüber eine leere Linie, so schmal, dass sie fast übersehen hätte. Nur ein kaum wahrnehmbares Flackern, dann war sie vorbei.
Die Suite roch nach frischer Wäsche und Zitrone. Ein Bett mit makelloser Decke, ein Tisch mit einer Schale Weintrauben, daneben eine Karte: das Logo des Hotels, goldgeprägt, sonst leer. Sie strich mit dem Finger über das Papier – feine Struktur, fast warm vom Licht.
Sie duschte, ließ das Wasser kurz heißer laufen, als nötig. Danach das Kleid: dünner Stoff, kühl auf der Haut. Ihre Haare noch leicht feucht, der Nacken offen.
In der Bar war das Licht gedämpft, der Raum voll Stimmen, aber ruhig. Männer in Anzügen, Frauen mit Haltung. Sie bestellte einen Weißwein. Der Barkeeper kannte die Sorte, ohne zu fragen, schenkte langsam ein.
Ein Paar am Nebentisch zog ihre Aufmerksamkeit an: Sie trug Schwarz, schlicht, der Stoff fiel weich über Schultern und Taille. Ihre Hand lag auf dem Oberschenkel des Mannes, der kaum sprach, nur hin und wieder etwas in ihr Ohr sagte. Ihre Reaktion war ein Laut, tief, ungekünstelt.
Nora nippte an ihrem Glas, ohne den Blick ganz abzuwenden.
Zwei andere Gäste standen auf, verließen den Raum wortlos. Die Frau ging voran, der Mann folgte, als wäre es abgesprochen. Keine Berührung, kein Blick zurück.
Als Nora später den Flur hinaufging, hörte sie leises Lachen, einen dumpfen Schlag, dann Stille. Der Klang blieb einen Moment im Ohr, wie eine Erinnerung, die noch keinen Ursprung hat.
In ihrem Zimmer öffnete sie die Balkontür. Der Innenhof lag still, die Luft mild, das Licht der Laternen golden. Jemand hatte einen Stuhl verrückt – Metall auf Stein, ein einziger Ton, der zu viel Bedeutung trug, um zufällig zu wirken.
Sie blieb am Fenster stehen. Der Wein schmeckte nach Pfirsich und Metall. In der Scheibe sah sie ihr Spiegelbild – nackte Schultern, die Linie des Halses, der Schatten eines Lächelns, das sie nicht erklären konnte.
Am nächsten Morgen roch es im Hotel nach frischem Kaffee und Wachs. Nora frühstückte auf der Terrasse, während über den Dächern die Sonne flimmerte. Das Porzellan war fein, das Obst zu perfekt geschnitten, als hätte jemand Schönheit zur Pflicht gemacht. Sie schrieb ein paar Notizen in ihr Heft, trank den Kaffee langsam, beobachtete die anderen Gäste.
Die meisten wirkten wie Geschäftsreisende – diszipliniert, kontrolliert, kein Lächeln zu viel. Dazwischen einige, die aus dem Rahmen fielen: eine Frau mit silbergrauem Haar, deren Bewegungen so präzise waren, dass selbst das Anheben der Tasse nach Choreografie aussah. Ein Paar, das kaum redete, aber sich im selben Rhythmus bewegte – jede Drehung, jedes Aufstehen, wie abgestimmt.
Beim Verlassen des Saals blieb Nora vor einem großen Foto stehen. Es zeigte den Ballsaal des Hotels um 1900: Damen mit Fächern, Männer mit steifen Kragen, der Glanz einer vergangenen Welt. Darunter eine kleine Messingtafel: «Das Mirabeau – Ort der Begegnung seit 1886.» Das Wort blieb in ihr hängen. Begegnung.
Später führte sie ein Interview mit der stellvertretenden Hotelleiterin, Élodie Morel – elegant, gepflegt, das Parfum kaum wahrnehmbar, aber präsent.
«Unsere Philosophie ist einfach: Diskretion», sagte Morel. «Jeder Gast darf hier vergessen, wer er draußen ist.»
«Und wenn jemand gerade deswegen herkommt?», fragte Nora.
Ein kurzes Lächeln, zu schnell, um ehrlich zu sein. «Dann haben wir alles richtig gemacht.»
Am Nachmittag saß Nora im Innenhof. Die Sonne stand hoch, die Luft vibrierte leicht. Eine Servicekraft brachte Wasser mit Zitronenscheiben. Auf dem Nachbartisch standen zwei halb geleerte Gläser – und eine schmale schwarze Karte, ohne Logo, ohne Schrift. Nur eine geprägte Linie in der Mitte. Sie nahm sie in die Hand, wog sie kurz, drehte sie um. Leer. Sekunden später kam dieselbe Servicekraft zurück und nahm sie wortlos mit.
Gegen Abend war die Bar wieder gut besucht. Dieselben Gesichter, neue Kombinationen. Manche Gäste waren verschwunden, andere aufgetaucht. Nora setzte sich an den Tresen, bestellte denselben Wein wie am Vortag. Der Barkeeper erkannte sie.
«Wieder hier», sagte er.
«Der Platz gefällt mir.»
Er lächelte, ruhig, beinahe vertraulich. «Dann gehören Sie wohl schon halb dazu.»
Sie erwiderte das Lächeln, spürte aber, dass seine Worte mehr meinten, als sie sagten.
Als sie später den Gang zur Spa-Etage passierte, sah sie einen Mann, der dort stand, als würde er auf etwas warten. Dunkler Anzug, Handy am Ohr, eine Tür halb geöffnet. Von drinnen kam warme Luft, ein Hauch von Parfum, etwas Metallisches, kein Chlor. Der Mann nickte ihr kurz zu – als wüsste er, wer sie war – und verschwand.
Nora ging weiter. Alles daran konnte Zufall sein. Doch als sie im Zimmer das Kleid auszog, blieb das Gefühl, dass in diesem Hotel nichts zufällig war.
Bevor sie das Licht löschte, trat sie hinaus auf den Balkon. Unten im Hof stand eine Frau mit offenem Haar, rauchte, sah zu ihr hinauf. Ihre Hand hob sich kurz zum Gruß. Nora hob das Weinglas. Ein Moment lang hielten sich ihre Blicke, dann drehte sich die Frau um und verschwand zwischen den Schatten.
Der Tag begann mit Sonne und Stille. Nora öffnete die Balkontür, ließ die Luft herein und blieb einen Moment stehen. Der Innenhof war leer, bis auf ein Tablett auf einem der Tische – zwei Gläser, eine einzelne Rose, Wasserperlen auf dem Metallrand. Alles sah so aus, als hätte jemand nur kurz das Zimmer gewechselt.
Sie arbeitete den Vormittag über am Schreibtisch, schrieb, löschte, schrieb wieder. Ihr Artikel wollte nicht recht Form annehmen. Immer wieder drifteten die Gedanken ab – zu der Frau vom Vorabend, zu den Blicken, zu dem Gefühl, das im Raum gehangen hatte wie eine Note, die zu lange ausklingt.
Nachmittags ein kurzer Spaziergang durch die Stadt, ein Espresso im Schatten. Als sie zurückkam, war ihr Zimmer gemacht, alles ordentlich, wie immer. Doch auf dem Schreibtisch lag etwas, das dort vorher nicht gewesen war: ein kleiner, cremefarbener Umschlag, verschlossen, ohne Namen.
Sie hielt ihn eine Weile in der Hand. Das Papier war dick, der Verschluss sauber gefalzt. Kein Logo, keine Spur von Hotelpapier. Nur innen ein Kärtchen, mit einer einzigen Zeile:
Heute Nacht, 23 Uhr. Nimm den Aufzug.
Keine Unterschrift, keine Erklärung.
Sie legte die Karte hin, setzte sich aufs Bett. Das Herz schlug ein wenig schneller, nicht vor Angst, eher vor dieser Art Neugier, die den Körper wärmer macht. Vielleicht ein Scherz? Vielleicht ein Irrtum? Aber jemand hatte gewusst, dass sie da war.
Sie trank ein Glas Wasser, zog sich um, als wolle sie zum Abendessen gehen – ein leichtes Kleid, schlicht, nichts, was Aufmerksamkeit suchte. Das Restaurant war gut besucht, aber sie nahm keinen Hunger wahr. Nur die Gespräche ringsum, das gedämpfte Lachen, die beiläufige Eleganz der Gäste.
Später ging sie noch einmal durch die Lobby. Der Concierge stand wie immer hinter seinem Pult, freundlich, kontrolliert. Sein Blick glitt kurz über sie, dann weiter, als hätte er gesehen, was er sehen sollte.
