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Dieses Buch ist anders, anders als die zahllosen Bildbände und Chroniken, die zur Fußball-Weltmeisterschaft 2014 erschienen sind. Es bietet keine Gesamtschau der Ereignisse opulent bebildert und vor Statistiken strotzend. Stattdessen ist es eine feine Essenz des Turniers, ein raffiniertes Spiel mit Worten, das auf besondere, emotionale Art an das größte Sportereignis der Welt erinnern soll. Die aus Kommentaren zu einem WM-Tippspiel entstandenen Texte sollen Spaß machen, aber auch kritisch sein, gespickt mit viel Satire. Dabei entfaltet der ein oder andere Seitenhieb seine ganze Schlagkraft möglicherweise auch erst nach mehrfachem Nachlesen, was der Lektüre ihren speziellen Charme verleiht. Lassen Sie, werter Leser, sich amüsieren von den Schilderungen der Auftritte des Erzrivalen Holland mit seinem selbstverliebten Trainer-General. Erlauben Sie sich ein wenig Schadenfreude bei den Geschichten zum unglaublich frühen Ausscheiden der europäischen Fußballgrößen Italien und England. Fühlen Sie nochmal die volle emotionale Wucht, mit der Chile Titelverteidiger Spanien aus dem Turnier stieß und selbst noch brutaler an Brasilien scheiterte. Fahren Sie Psycho-Achterbahn mit dem Gastgeber in den Abgrund des totalen Zusammenbruchs. Und erleben Sie die entscheidenden Szenen auf dem Weg der deutschen Mannschaft zum vierten Stern. Doch entdecken Sie auch die mal mehr mal weniger versteckte Kritik am Weltfußballverband, insbesondere wenn es im letzten Kapitel um die WM-Vergabe nach Katar geht.
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Seitenzahl: 46
Veröffentlichungsjahr: 2014
Alexandar Allinger
Vier Sterne sollt ihr sein
Ein besonderer Blick auf die FIFA-Spiele 2014 wortverspielt zubereitet und satirisch gewürzt für Fußballfreunde
© 2014 Alexandar Allinger
Verlag: tredition GmbH, Hamburg
ISBN Paperback 978-3-7323-0431-8 e-Book 978-3-7323-0433-2
Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages und des Autors unzulässig. Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort
Einleitung
Gruppentheater
Hollands Husarenstück
Squadra Tortura
Die deutsche Gruppe
Der Gastgeber
Leichtigkeit des Seins
Dynamik und Drohgebärden
England is coming home
Emotionale Ekstase
Eine Prise Fußballgott
Augen auf im Achtelfinale
Abgebrühte Argentinier
Holper, holper, Holland
Deutschland im KO-Modus
Brasiliens Bruch
Elefantenrunde
Sternstunden
Genug ist genug
Anhang
Vorwort
Dieses Buch ist anders, anders als die zahllosen Bildbände und Chroniken, die zur FußballWeltmeisterschaft 2014 erschienen sind. Es bietet keine Gesamtschau der Ereignisse, opulent bebildert und vor Statistiken strotzend. Stattdessen ist es eine feine Essenz des Turniers, ein raffiniertes Spiel mit Worten, das auf besondere, emotionale Art an das größte Sportereignis der Welt erinnern soll. Die aus Kommentaren zu einem WM-Tippspiel entstandenen Texte sollen Spaß machen, aber auch kritisch sein, gespickt mit viel Satire. Dabei entfaltet der ein oder andere Seitenhieb seine ganze Schlagkraft möglicherweise auch erst nach mehrfachem Nachlesen, was der Lektüre ihren speziellen Charme verleiht.
Lassen Sie, werter Leser, sich amüsieren von den Schilderungen der Auftritte des Erzrivalen Holland mit seinem selbstverliebten Trainer-General. Erlauben Sie sich ein wenig Schadenfreude bei den Geschichten zum unglaublich frühen Ausscheiden der europäischen Fußballgrößen Italien und England. Fühlen Sie nochmal die volle emotionale Wucht, mit der Chile Titelverteidiger Spanien aus dem Turnier stieß und selbst noch brutaler an Brasilien scheiterte. Fahren Sie Psycho-Achterbahn mit dem Gastgeber in den Abgrund des totalen Zusammenbruchs. Und erleben Sie die entscheidenden Szenen auf dem Weg der deutschen Mannschaft zum vierten Stern.
Doch entdecken Sie auch die mal mehr mal weniger versteckte Kritik am Weltfußballverband und ihrem Korruptus Maximus an der Spitze, insbesondere wenn es im letzten Kapitel um die WM-Vergabe nach Katar geht. Außerdem zu finden, fein eingewobene politisch-gesellschaftliche Themen, wie die bei der WM geborene Selfie-Manie, der NSA-Abhörskandal und Russlands UkrainePolitik. Abgerundet wird das Buch durch den Spielplan im Anhang mit allen Ergebnissen und Tabellen sowie Verweisen auf die Kapitel in denen die Partien aufgegriffen werden. Viel Spaß beim Lesen!
Einleitung
Hurra, es war wieder WM, und die Fußballfans aller Länder vereinigten sich vor den Fernsehern und Leinwänden, auf den Fanmeilen und bei zahllosen Public Viewing Veranstaltungen. Brasilien lud ein zu den FIFA-Spielen 2014 und hoffte auf den sechsten Titel. Vier Wochen lang Fußball satt.
Und bereits die Vorrunde hatte zwei echte Hammergruppen parat, die mit spektakulären Ausgängen die Erwartungen nicht enttäuschen sollten. Zuvorderst der Topf mit Titelverteidiger Spanien, den geliebten Niederländern und hoch gehandelten Chilenen. Kaum vorstellbar, dass Holland hier vorne landen könnte. Zu übermächtig schien der amtierende Welt- und Europameister, der in diesem Jahr ganz nebenbei auch noch seine Klubfußball-Dominanz mit Champions League (im rein spanischen Finale) und Europa League Triumphen zementiert hatte. Dagegen hatten die Deichländer zwar vor vier Jahren im WM-Finale getreten, waren jedoch bei der letzten EM sang-und klanglos in der Vorrunde ausgeschieden. Sicher, mit dem Tulpengeneral werkelte hier ein renommierter Trainer und auch die Quali war nicht zu beanstanden, doch ein Gruppensieg vor Spanien mit einer Elftal, die im Kern dieselbe war wie vor zwei Jahren, erschien eher utopisch. Es sollte anders kommen. Holland gewann die Gruppe nach Husarenstart souverän, und Spanien wurde von in emotionaler Ekstase auftretenden Chilenen ausgeknockt.
Auch in der zweiten „Todesgruppe“ gab es prominente Opfer: Italien und England. Für die Azzurri wurde diese WM, wie schon 2010, erneut zur Tortur und zu einem ganz schlechten Thema in den Eisdielen hierzulande. Keinen Deut besser England, das bereits nach drei Spielen zu Hause ankam.
Für Topfavorit Brasilien lief es hingegen zunächst gut. Aber mit Beginn der KO-Runden kochten beim Gastgeber die Emotionen und Tränen über. Genau wie im ganzen Land, das sich den Titel so sehr gewünscht hatte, um über die vielen Sorgen und Nöte der Menschen hinwegzutrösten. Die WM sollte Hoffnung bringen auf bessere Zeiten und Stolz machen auf die eigene Mannschaft. Am Ende war es ein Desaster. Von Psychologen betreut, kam es im Viertelfinale zum Bruch, der eine Runde weiter im Chaos endete. In der Elefantenrunde der besten vier Teams angekommen, wurde der Gastgeber brutal gestoppt und landete auf dem tief enttäuschenden vierten Platz.
Auf den Boden der Tatsachen geholt wurden die Brasilianer von der deutschen Mannschaft, der, trotz erstklassiger Besetzung und vier Halbfinalteilnahmen bei den letzten WM-/EM-Turnieren, nur wenige den vierten Stern zutrauten. Auch nicht nach einem brillanten Auftakt gegen Portugal. Im Gegenteil, nach zwei schwächeren Gruppenspielen und dem Fast-Aus gegen Algerien hatten Zweifler und Nörgler wieder Oberwasser. Im Viertelfinale gegen Frankreich fuhr Deutschland spielerisch unspektakulär im typischen KO-Modus. Aber dann kam das unglaubliche Halbfinale gefolgt von den Sternstunden am Finaltag, die auch die letzten Pessimisten zum Schweigen brachten.
Doch fangen wir von vorne an.
Gruppentheater
Hollands Husarenstück
