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Vegetarische Wohlfühlküche vom Land – zum Ganz-einfach-Nachkochen Was passiert eigentlich, wenn der Enkel im Mehrgenerationenhaushalt plötzlich Vegetarier wird und Omas Küche nicht mehr essen kann? Um nicht auf die leckeren Gerichte verzichten zu müssen, hat Jost Schowe zusammen mit seiner Oma ihre Küche "vegetarisiert". Dabei kam eine spannende Mischung aus altbewährten und modernen Rezepten heraus, die man ganz einfach nachkochen kann: Über 60 einfache und regionale Rezepte mit wenig Zutaten: Klassiker und Neuinterpretationen nach Jahreszeiten sortiert Mit spannenden Anekdoten, Geschichten und Bildern aus dem Familienalbum Heimelige Wohlfühlküche mit wunderschönen Aufnahmen aus dem Osnabrücker Land Mit Saisonkalender und zahlreichen veganen Varianten Egal ob Omas Kartoffelsalat , saftiger Zwiebelkuchen , Kürbisgulasch oder selbstgemachter Essig : Omas Gerichte sorgen immer für ein Gefühl von Nach-Hause-Kommen.
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Seitenzahl: 67
Veröffentlichungsjahr: 2024
Impressum
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EIN E-BOOK DER EDITION MICHAEL FISCHER
1. Auflage 2024
© 2024 Edition Michael Fischer GmbH, Donnersbergstr. 7, 86859 Igling
Alle Bilder: © Jost Schowe, Hilter
Leinenstruktur (Cover & Innenteil): © Limolida Design Studio/Shutterstock
Fotografierte Höfe: Elshof, Melle; Hof Pente, Bramsche
Cover, Layout & Satz: Alexandra Wolf
Projektmanagement: Andrea Flor
Lektorat: Andrea Flor, Johanna Ederer
Herstellung: Elina Ovcharenko
ISBN 978-3-7459-2649-1
www.emf-verlag.de
Inhalt
Vorwort
Rezepte
Frühling
Zwiebelkuchen
Gebackener Weißkohl mit Berglinsen
Junge Möhren aus dem Ofen
Rüblikuchen
Kartoffelsalat
Kartoffel-Salatsauce
Kohlrabi-Erbsen-Suppe
Pasta Primavera
Spargel-Dinkelfladen
Rhabarbersorbet mit Haferbröseln
Spargelsuppe
Erdbeer-Spargel-Salat
Gurkensalat
Erdbeerpfannkuchen mit Feldsalat
Sommer
Dampfnudeln mit Erdbeerkompott
Mascarpone-Eis mit gebackenen Erdbeeren
Tomatensuppe
Kreuzblütler-Gemüse aus dem Ofen
Bohnen-Bolognese
Heidelbeergrießbrei
Westfälische Quarkspeise
Spitzkohlsalat
Tomatensalat
Rote-Bete-Brot
Käsekuchen mit Stachelbeeren
Birchermüsli
Gefüllte Ofentomaten
Arme Ritter mit blanchierten Brombeeren
Kartoffelpuffer mit Holunder-Äpfeln
Herbst
Dreierlei Gemüse mit Käsesauce
Pflaumen-Porridge
Gebratener Weichkäse auf Birnen-Rucola-Salat
Kasten-Pickert
Pizza Bianca mit Roter Bete
Pilzspätzle
Kürbisgulasch
Rotkohl-Brotsalat aus dem Ofen
Pflaumenkuchen
Apfel-Walnuss-Schnecken
Strammer Max mit Tomaten-Pilz-Gemüse
Spinatknödel
Zwiebelsuppe
Kürbisbrot
Gemüsestrudel
Winter
Brokkoli-Kürbis-Quiche
Schwarzwurzel-Galette
Steckrüben-Gnocchi mit Rosenkohl
Pastinaken-Eintopf
Steckrüben-Eintopf
Kartoffelfladen
Rosenkohlgratin
Leinsamenbrot
Lauch-Flammkuchen
Palmkohl-Pasta
Grünkohl-Kürbis-Eintopf
Wurzelgemüse aus dem Ofen
Rotkohl-Pfannkuchen
Kartoffel-Lauch-Suppe
Beten-Bartsch
Haselnuss-Butterkuchen
Saisonkalender
Register
Über den Autor
Danksagung
Vorwort
Meine Oma, eine gelernte Hauswirtschafterin, hat, seit ich denken kann, in unserem Generationenhaushalt gekocht. Heute ist das häufig auch noch so, doch eines hat sich geändert: 2019 habe ich mich dazu entschieden, meine Ernährung vegetarisch zu gestalten. Mit einer fleischlosen Ernährung wollte ich meinen Beitrag für die Umwelt leisten und gesünder essen. Mein Beschluss fiel zwar nicht von jetzt auf gleich, aber auch der schleichende Prozess und die letztliche Entscheidung waren anfangs ungewohnt für meine Oma und den Rest der Familie. Das gewohnte gemeinsame Essen war nun nicht mehr möglich, da Gerichte wie Spaghetti bolognese, Reis mit Hühnerfrikassee oder Geschnetzeltes nicht mehr auf dem Plan standen.
Vielmehr landete mehr Gemüse auf unseren Tellern, und falls es beim Essen Fleisch gab, fielen die Mengen für andere Familienmitglieder viel geringer aus. Denn auch meine Familie wusste nach kurzer Zeit die Vorzüge einer pflanzenbetonten Ernährung zu schätzen.
Oma probiert immer neue Rezepte aus und verändert sie, bis sie ihr gefallen. Inspiration holt sie sich aus Magazinen, Fernsehsendungen und ab und zu auch aus dem Teletext. Auch ich komme mit neuen Rezeptideen zu ihr und diese werden für die gesamte Familie adaptiert und umgesetzt. Denn natürlich war Oma anfangs auf meine Mithilfe angewiesen. Manche Gerichte wurden von uns abgeändert, andere fielen ganz weg. Dort wo es möglich ist, ersetzen Linsen, Bohnen und Pilze in Gerichten das Fleisch. Sonst wird anderes saisonales Gemüse hinzugefügt. Denn durch ihre Generation und Ausbildung bedingt, kocht meine Oma viel mit Kartoffeln, Kohl- oder Knollengemüse und weiß diese zu schätzen. So landet bei uns viel Heimisches auf dem Teller.
Regionalität und Saisonalität sind, neben der vegetarischen Ernährung, wichtige Ansätze, um die Umwelt zu schonen. Aber natürlich ist regionaler Anbau nicht nur gut für die Umwelt – er kann auch gut für den Geldbeutel sein. Lebensmittel, die gerade in Saison sind, sind wesentlich günstiger als außerhalb der Saison. Logisch, oder? So gibt es zur richtigen Zeit Obst oder Gemüse für nur wenige Euro in eurem Supermarkt oder beim Gemüsehändler vor Ort.
Unsere Rezepte sollen nicht nur einfach zubereitet werden können. Auch die Lebensmittel sind meist geläufig und im örtlichen Supermarkt zu kaufen. Aber auch Obst- und Gemüsesorten abseits allgemeiner Beliebtheit verdienen Beachtung und sind im Kommen. Deshalb finden in diesem Buch auch vereinzelt Rezepte mit außergewöhnlicheren Lebensmitteln wie der Schwarzwurzel ihren Platz.
Mit einem klaren Fokus auf regionale und saisonale Lebensmittel gibt dieses Buch euch ein buntes Repertoire an Rezepten an die Hand. Diese müssen euch nicht als strikte Anleitung dienen, sondern dürfen Inspiration sein und Raum für eigene kreative Ideen zu den Gerichten oder sogar ganz neue Rezepte geben. Ob einzelne Zutaten aufgrund von Vorliebe geändert oder saisonbedingt ersetzt werden: Alles ist möglich, probiert euch aus! Wichtig ist mir, dass ihr mit ein paar einfachen Handgriffen zu leckeren Gerichten kommt, die nicht unbedingt aufwendig sein müssen.
Für mich war dieses Buch eine Reise. Eine Reise, die Spaß gemacht hat, mich viel entdecken ließ und bekannte Wege in ein neues Licht rückte.
Und jetzt viel Spaß beim Kochen.
Rezepte
Frühling
Zwiebelkuchen
2–3 Personen | ca. 2 Stunden | vegetarisch
Zwiebeln werden von uns oft benutzt, um einzelne Gerichte geschmacklich abzurunden. Bei diesem Zwiebelkuchen stehen aber die verschiedenen Zwiebelsorten im Vordergrund und verleihen dem Rezept die ideale Kombination aus Schärfe und Süße.
Zutaten
Für den Teig
½ Würfel frische Hefe
1 TL Zucker
300 g Dinkelmehl (Type 630)
3 EL Rapsöl
200 g Dinkelvollkornmehl
Salz
Für den Belag
1 große Gemüsezwiebel
2 rote Zwiebeln
2 Frühlingszwiebeln
30 g Feldsalat
250 g Schmand
1 TL Honig
1 TL mittelscharfer Senf
Salz
Zubereitung
Für den Teig die Hefe in 275 ml lauwarmem Wasser auflösen. Zucker hinzugeben. Nun das Dinkelmehl sowie das Rapsöl zum Hefewasser geben und gut unterrühren. Den Teig 20 Minuten ruhen lassen. Danach das Dinkelvollkornmehl zusammen mit ½ TL Salz hinzugeben. Den Teig gut durchkneten und weitere 60 Minuten gehen lassen. Sobald er sein Volumen deutlich vergrößert hat, kann er weiterverarbeitet werden.
Den Teig in acht gleich große Portionen teilen, jeweils in der Größe einer Hand ausrollen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Erneut 20 Minuten ruhen lassen.
Den Ofen auf 200 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
Während der Teig auf dem Backblech ruht, die verschiedenen Zwiebelsorten für den Belag schälen bzw. waschen und in dünne Ringe schneiden. Den Feldsalat waschen und abtropfen lassen. Den Schmand mit Honig und Senf vermengen, sodass eine homogene Masse entsteht, und gleichmäßig auf den Teiglingen verteilen. Anschließend jeden Teigling mit etwas Feldsalat sowie den Zwiebelringen belegen.
Die vorbereiteten Zwiebelkuchen ca. 15 Minuten im heißen Ofen backen, bis sie goldbraun sind.
Gebackener Weißkohl mit Berglinsen
2 Personen | 50 Minuten | vegetarisch
Zutaten
Für den Weißkohl
500 g Weißkohl
Salz
Pfeffer
1 EL Weißweinessig
3 EL Rapsöl
50 g Berglinsen
Für die Mayonnaise
1 Knoblauchzehe
25 g Walnusskerne
1 TL Zucker
1 Ei (Größe M)
50 ml Rapsöl
Salz
Pfeffer
Zubereitung
Den Ofen auf 200 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Die äußeren Blätter des Weißkohls entfernen, den Kohl waschen, vierteln und auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen. Anschließend 1 TL Salz, etwas Pfeffer sowie Weißweinessig und Rapsöl vermengen und diese Mischung über dem Weißkohl verteilen. Nun 20 Minuten im heißen Ofen backen.
Für die Linsen 500 ml Salzwasser zum Kochen bringen und darin ca. 20 Minuten die Linsen weich kochen.
Währenddessen für die Mayonnaise den Knoblauch schälen, hacken und mit Walnüssen sowie dem Zucker in einer Pfanne karamellisieren.
Das Ei zusammen mit Öl, Salz und Pfeffer in eine Schüssel geben und mit einem Stabmixer aufschlagen, sodass eine schaumige Mayonnaise entsteht. Danach die Nüsse und den Knoblauch hinzugeben und erneut gründlich pürieren. Die Linsen vom Herd nehmen und den Weißkohl aus dem Ofen holen. Beides zusammen mit der Mayonnaise servieren.
Junge Möhren aus dem Ofen
2 Personen | 45 Minuten | vegetarisch
Das Einlegen von Knoblauch und Haselnüssen verleiht diesem Gericht sein besonderes Aroma und ist somit von großer Bedeutung. Für einen intensiveren Geschmack können Knoblauch und Haselnüsse auch wesentlich länger als 15 Minuten ziehen.
Zutaten
100 g Couscous
Salz
4 Knoblauchzehen
2 EL Weißweinessig
5 EL Rapsöl
2 EL Honig
25 g Haselnusskerne
500 g junge Möhren
Zubereitung
Für den Couscous ½ TL Salz mit 250 ml kochendem Wasser vermengen und den Couscous anschließend ca. 20 Minuten darin quellen lassen.
