Wanderführer mit Anreise per Bahn oder Bus - Heinrich Bauregger - E-Book

Wanderführer mit Anreise per Bahn oder Bus E-Book

Heinrich Bauregger

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Beschreibung

60 Wanderungen in den Bayerischen Hausbergen, ohne Abhängigkeit vom Auto. Stress- und staufreie Anfahrtsmöglichkeiten in die Berge per Bahn und Bus für mehr Zeit und Energie. Der Kompetente Bergwanderführer mit umfangreichen Routenbeschreibungen, zahlreichen Einkehrvorschlägen und Extra-Tipps zu Sehenswürdigkeiten. Sparen Sie sich lange Staus und fahren Sie bequem mit Bus & Bahn in die Berge! Dieser Wanderführer stellt Ihnen 60 Touren in den Bayerischen Hausbergen vor, die eine entspannte, umweltfreundliche Anfahrt garantieren und so Energie für das Bergerlebnis übrig lassen. Neben den Angaben zu Gehzeiten und Schwierigkeitsgraden enthalten die detailliert beschriebenen Routen auch Anfahrtszeiten sowie die wichtigsten Bahn- und Busverbindungen.

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Seitenzahl: 150

Veröffentlichungsjahr: 2019

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Die schönsten Wandertouren

MitBahn und Busin die Berge

60 Wanderungen in den Bayerischen Hausbergen

Inhalt

Tourenüberblick

Wandern mit Bahn und Bus

Berchtesgadener Alpen

1 Auf Jenner und Schneibstein

Zwei Panoramaberge über dem Königssee

2 Durch die Wimbachklamm zur Wimbachgrieshütte

In das wildeste Bachtal des Nationalparks

3 Über das Lattengebirge

Vom Predigtstuhl zur sagenumwobenen Steinernen Agnes

4 Stöhrhaus und Berchtesgadener Hochthron

Über den sagenumwobenen Untersberg

Chiemgauer Alpen und Kaisergebirge

5 Auf den Hochstaufen

Paradetour auf den Hausberg der Reichenhaller

6 Runde über die Hörndlwand

Eine urige Alm und ein aussichtsreicher Gipfel

7 Schnappenkirche und Staudacher Alm

Ziele hoch über dem Alpenvorland

8 Auf die Kampenwand

Vorzeigegipfel mit Panoramaaussicht

9 Geigelstein und Rossalm

Ein Blumenberg und eine rustikale Alm

10 Über die Klausen zum Spitzstein

Auf einen Bergkamm mit vielen Möglichkeiten

11 Die Kaisertalrunde

Hüttentour zwischen Zahmem und Wildem Kaiser

Bayerische Voralpen

12 Petersbergl und Hohe Asten

Aussichtsreiche Berggasthöfe über dem Inntal

13 Von Oberaudorf auf den Brünnstein

Gipfel mit berühmtem Kaiserblick

14 Über den Taubenberg

Wo das Münchner Wasser herkommt

15 Aiplspitz und Jägerkamp

Doppelgipfel über dem Leitzachtal

16 Brecherspitz

Das »Matterhorn« der Voralpen

17 Bodenschneid und Bodenschneidhaus

Ins ehemalige Reich eines Wildschützen

18 Runde um die Rotwand

Aus dem Leitzachtal zu einer Wanderdrehscheibe

19 Taubenstein und Rotwandhaus

Vom Spitzingsee mit der Taubensteinbahn

20 Auf den Wendelstein

Gipfelrunde und bergab

21 Neureuth, Gindelalm und Kreuzbergalm

Zur Bergwanderoase über dem Ausflugssee

22 Vom Tegernsee zum Schliersee

Kammüberschreitung mit Almeinkehr

23 Risserkogel

Hinter Vorbergen versteckter Paradegipfel

24 Königsalm und Schildenstein

Unterwegs in den Blaubergen

25 Aueralm und Fockenstein

Leichte Almwanderung mit reizvoller Gipfeleinlage

26 Roßstein und Tegernseer Hütte

Leichter Wandergipfel und spektakuläre Hütte

Rofangebirge und Karwendel

27 Erfurter Hütte und Rofanspitze

Hüttenziel und Gipfel über dem Achensee

28 Falkenhütte und Mahnkopf

Ein Platz zum Träumen

29 Über das Lamsenjoch

Von der Gramaialm hinüber in die Eng

30 Rontal-Tortal-Runde

Stille Almwanderung im Vorkarwendel

31 Mittenwalder Höhenweg

Luftiges Abenteuer im westlichsten Karwendelkamm

32 Auf die Birkkarspitze

Runde über Westgrat und Brendelsteig

Isarwinkel und Estergebirge

33 Auf den Geierstein

Runde über den stillen Hausberg der Lenggrieser

34 Lenggrieser Hütte und Seekarkreuz

Ganzjährig bewirtschaftete Alpenvereinshütte

35 Blomberg und Zwiesel

Ein Voralpenklassiker

36 Am Brauneck

Abstiegsrunde mit zahlreichen Einkehrmöglichkeiten

37 Benediktenwand

Großartiges Ziel mit langem Anlauf

38 Jochberg und Jocheralm

Aussichtsgipfel zwischen zwei Voralpenseen

39 Herzogstand und Heimgarten

Überschreitung vom Kesselberg nach Ohlstadt

40 Über das Estergebirge

Zum höchsten Unterkunftshaus in den Voralpen

41 Wank und Gschwandtnerbauer

Großartiges Panorama und beliebte Einkehr

Wetterstein und Mieminger Kette

42 Über den Schachen

Von Mittenwald nach Garmisch-Partenkirchen

43 Eckbauer und Partnachklamm

Durch eine spektakuläre Felsenschlucht

44 Reintalangerhütte

Grüne Oase am Anstieg zur Zugspitze

45 Kreuzeck und Höllentalklamm

Abstieg über das Hupfleitenjoch

46 Über Zugspitzplatt und Gatterl

Abstiegsrunde am höchsten Berg Deutschlands

47 Coburger Hütte und Drachensee

In die Felsenwelt der Mieminger Berge

Ammergauer Alpen

48 Kramer

Gipfelrunde mit Blick auf die Zugspitze

49 Auf das Hörnle

Von Bad Kohlgrub nach Unterammergau

50 Notkarspitze

Gipfelüberschreitung hoch über Kloster Ettal

51 Kofel

Leichte Wanderung und exponierter Gipfelaufbau

52 Zu den Pürschlinghäusern

Ganzjahresziel hoch über Oberammergau

53 Auf das Ettaler Manndl

Runde um ein Wahrzeichen der Ammergauer Alpen

54 Upsspitze und Daniel

Auf die höchsten Gipfel der Ammergauer Alpen

55 Tegelberghaus und Branderschrofen

Schnelle Gipfelfreuden und leichter Abstieg

56 Auf den Säuling

Stolzer Gipfel über den Königsschlössern

Allgäuer Alpen

57 Auf die Pfrontener Hochalpe

Zur Ostlerhütte und über den Aggenstein

58 Auf den Grünten

Durch die Starzlachklamm auf den Wächter des Allgäus

59 Heilbronner Höhenweg

Klettersteig zwischen Rappenseehütte und Kemptner Hütte

60 Gipfelrunde am Hochgrat

Abstieg mit zahlreichen Einkehrstopps

Register

Impressum

Piktogramme erleichtern den Überblick

leicht

mittel

schwierig

Gehzeit

Höhenunterschied

Weglänge

Zeichenerklärung zu den Tourenkarten

Wandertour

Tourenvariante

Richtungspfeil

Ausgangs-/ Endpunkt der Tour

Bahnlinie mit Bahnhof

S-Bahn

Tunnel

Seilbahn, Gondelbahn

Bushaltestelle

Parkmöglichkeit

Hafen

Autofähre

Personenfähre

Flugplatz

Kirche

Kloster

Burg/Schloss

Ruine

Wegkreuz

Denkmal

Turm

Leuchtturm

Windpark

Windmühle

Mühle

Hotel, Gasthof, Restaurant

Jausenstation

Schutzhütte, Berggasthof (Sommer/Winter)

Schutzhütte, Berggasthof (Sommer)

Unterstand

Grillplatz

Jugendherberge

Campingplatz

Information

Museum

Bademöglichkeit

Bootsverleih

Sehenswürdigkeit

Ausgrabung

Kinderspielplatz

schöne Aussicht

Aussichtsturm

Wasserfall

Randhinweispfeil

Maßstabsleiste

Tourenüberblick

Wandern mit Bahn und Bus

Bahn- und Busverbindungen

Nicht nur die Klimadebatte, auch ein gesteigertes Umweltbewusstsein macht die öffentlichen Verkehrsmittel wieder populär. Schon so mancher Bergwanderer hat in den letzten Jahren bemerkt, dass zahlreiche Ausgangspunkte beliebter Wanderungen in den Bayerischen Hausbergen bequem auch mit der Bahn oder in Kombination mit einer kurzen Busfahrt ab dem Zielbahnhof erreichbar sind. Die wachsenden Passagierzahlen bei der Deutschen Bahn, der privaten Meridian mit den Strecken München–Salzburg bzw. München–Kufstein mit der angeschlossenen BOB (Bayerische Oberlandbahn) und den Bayerischen Regio-Bahnen (BRB) unterstreichen diesen Trend. Auch der RVO (Regionalverkehr Oberbayern mit den »Oberbayern«-Bussen) hat einige Strecken speziell für Bergwanderer und Bergsteiger eingerichtet.

Doch die Anreise mit Bahn und Bus bietet noch mehr Vorteile als eine stressfreie Anfahrt durch Vermeidung von Staus. Die stark gestiegenen Spritkosten machen den Wanderausflug für Einzelwanderer zum teuren Vergnügen. Überdies können die Touren besser kombiniert werden. Da der Zwang entfällt, zum Ausgangspunkt zurückzukehren, sind Überschreitungen von Bergstöcken oder kleinen Berggruppen möglich. Statt Rundwanderungen oder der Rückkehr auf dem Anstiegsweg können Ausgangs- und Endpunkte einer Wanderung verschieden sein. Und nicht zuletzt: Wer genießt es nicht, sich nach einer anstrengenden Bergtour bequem zurückzulehnen und die Arbeit dem Lokführer zu überlassen? Zahlreiche Tourenvorschläge in diesem Band wurden so ausgewählt, dass die Wanderung direkt am Zielbahnhof beginnen kann, das Umsteigen in einen Bus also entfällt. Von den Bahnknotenpunkten München, Augsburg und Ulm bestehen stündliche Verbindungen in die wichtigen Regionalzentren: im »Werdenfels-Takt« und im »Allgäu-Schwaben-Takt«.

Am Anstiegsweg auf den Kramer machen wir natürlich auch Station beim Berggasthaus St. Martin am Grasberg, denn erst am Abstiegsweg vom Gipfel treffen wir auf eine weitere Einkehrstelle, die Stepbergalm. Doch diese ist nur zur Weidesaison bewirtschaftet.

Die Bayerische Oberlandbahn wird besonders von Wanderern gerne in Anspruch genommen.

Das Werdenfelser Land und das Allgäu sind im Süden zudem über die Außerfernbahn nahezu im Zweistundentakt zwischen Garmisch-Partenkirchen über Lermoos, Reutte, Pfronten und Kempten verbunden. Auf der Strecke München–Rosenheim/Kufstein bzw. Freilassing gibt es zwar keinen Stundentakt, durch die Häufigkeit der Verbindungen wird ein solcher aber nahezu erreicht. Für die Benutzer der Bahnlinien der Deutschen Bahn AG, der BOB und des Meridian gibt es attraktive Tickets.

Bayern-Ticket

Fünf Personen (Erwachsene) können mit einem Ticket für 53 Euro (Single-Ticket für 25 Euro; für jede weitere Person 7 Euro mehr; bei Beratung und Kauf am Schalter jedoch 2 Euro mehr) an einem Tag beliebig viele Fahrten in ganz Bayern in allen Nahverkehrszügen – einschließlich S-, U- und Straßenbahnen sowie fast aller Linienbusse – unternehmen. Das Ticket ist gültig von Montag bis Freitag von 9 bis 3 Uhr des Folgetages, an Wochenenden und an Feiertagen sogar schon ab 0 Uhr. Für Familien gilt: Bis zu zwei Erwachsene können beliebig viele eigene Kinder oder Enkel unter 15 Jahren kostenfrei mitnehmen. Einige Reiseziele, z. B. Bergbahnen, Museen, Thermen, Schiffe etc., gewähren Nutzern des Bayern-Tickets Preisermäßigungen (also gerne mal nachfragen!). Mittlerweile gibt es auch schon Bayern-Tickets für die Nacht (diese sind sogar günstiger als die Tagestickets). Infos unter www.bahn.de/bayern bzw. www.bayern-fahrplan.de.

Die kleine Kapelle unterhalb des Neureuthauses

Schönes-Wochenende-Ticket

Dies ist ein deutschlandweit gültiges Ticket für bis zu fünf Personen und beliebig viele Fahrten in Nahverkehrszügen (InterRegio-Express, Regio-Express, Regio-Bahn und S-Bahn), allerdings in der Regel außerhalb von Verkehrsverbänden. Das Ticket gilt samstags oder sonntags in der Zeit von 0 bis 3 Uhr des Folgetages und kostet 44 Euro für Einzelpersonen plus 6 Euro für jede weitere Person (max. vier weitere Mitreisende). Kinder unter 15 Jahren fahren meist kostenlos mit. Für größere Gruppen gibt es eigene Angebote.

Auf dem Panoramaweg von der Bergstation zur Tölzer Hütte; dahinter ragt der Schrödelstein auf.

Regio-Ticket Werdenfels

Das Gebiet rund um Garmisch-Partenkirchen kann günstig mit diesem Ticket erreicht werden. Für nur 22 Euro (für die erste Person) können bis zu fünf Personen gemeinsam fahren (für jede weitere 7 Euro). Zwischen 0 und 3 Uhr des Folgetages können die Züge der DB Regio mit dem MVV München, den S-Bahnen und den Buslinien der RVO (Regionalverkehr Oberbayern) kombiniert und kostenlos benutzt werden. Drei Kinder von 6 bis einschließlich 14 Jahren sowie alle Kinder unter sechs Jahren fahren unentgeltlich mit und werden bei der Ermittlung der Personenzahl nicht gezählt. Damit können die Bahnstrecken München–Kochel, München–Garmisch-Partenkirchen–Mitten-wald, München–Oberammergau und München–Garmisch-Partenkirchen–Pfronten (Außerfernbahn) abgedeckt werden.

Die Bergweiden führen an der Kampenwand bis an die Gipfelfelsen heran.

Regio-Ticket Allgäu-Schwaben

Das Gebiet zwischen München, Füssen, Pfronten, Oberstdorf und Lindau (bezogen auf die Tourenvorschläge in diesem Buch) kann günstig mit diesem Ticket erreicht werden. Für nur 23 Euro (für die erste Person) können bis zu fünf Personen gemeinsam fahren (für jede weitere 7 Euro). Montag bis Freitag zwischen 9 und 3 Uhr des Folgetages sowie an Samstagen, Sonntagen und gesamtbayerischen Feiertagen bereits ab 0 Uhr können die Züge der Bayerischen Regio-Bahn (BRB) kombiniert und kostenlos genutzt werden. Drei Kinder von 6 bis einschließlich 14 Jahren sowie alle Kinder unter sechs Jahren fahren unentgeltlich mit und werden bei der Ermittlung der Personenzahl nicht gezählt.

Der Fockenstein ist nur einen Steinwurf weit von der Aueralm entfernt.

Bergsteigerbusse

Für Wanderer und Bergsteiger gibt es von DB Oberbayernbus besondere Streckenangebote: Der Bergsteigerbus ins Karwendel verkehrt von etwa Anfang Mai bis Ende Oktober zwischen Lenggries (Zuganbindung mit der BOB) und der Eng (zunächst dreimal am Wochenende und an den Feiertagen, ab ca. 10. Juni bis ca. 10. Oktober zusätzlich zweimal wochentags). Zwischen Bad Tölz und der Eng gibt es dafür eine Sonderrückfahrkarte (direkt beim Busfahrer), für Fahrgäste aus München bieten die BOB und der Oberbayernbus das »Karwendel-Ticket« an (an allen Stationen der BOB). Das Bayern-Ticket gilt bis zur Haltestelle Oswaldhütte. Mittlerweile gibt es auch einen Zubringer von Garmisch-Partenkirchen (umsteigen in Krün) in den Linienbus in die Eng. Ein weiterer Bergsteigerbus verbindet Tegernsee (Zuganbindung mit der BOB) über Kreuth mit der Rofanbahn und Pertisau.

Vom Berggasthaus Petersberg hat man einen freien Blick aufs Alpenvorland. An kühlen Tagen kann man sich drinnen am geheizten Kachelofen wärmen.

Von den vier Bergsteigerdörfer in Deutschland liegen alle vier im Wanderbereich dieses Führers: Ramsau, Schleching, Sachrang und Kreuth. Dort gibt es zusätzliche Busangebote, die den Linienverkehr ergänzen. So bietet z. B. Ramsau einen Rufbus (bzw. ein Ruftaxi) an, der Wanderer auch von abgelegeneren Orten abholt (Montag bis Sonntag zwischen 7 und 22 Uhr; Tel. 08652/96 48 22). Im Allgäu gibt es einen ähnlichen Service mit dem Anruf-Sammel-Taxi. Kreuth bietet einen kostenlosen Busservice hinüber nach Achenkirch am Achensee.

Fahrpläne und Fahrzeiten

Die aktuellen Fahrpläne und Fahrzeiten lassen sich am besten über das Internet abrufen: www.bahn.de bzw. www.bayerischeoberlandbahn.de bzw. www.rvo-bus.de und www.seenschiffahrt.de.

Alle Touren verlaufen auf gut instand gehaltenen Wegen und Steigen. Bei einigen sind allerdings Trittsicherheit und Schwindelfreiheit gefragt.

Auch auf den Allgäuer Hütten geht es traditionell bayerisch zu, wenn auch manchmal nur in Form von Tischdekoration.

Für das Streckennetz der BOB gibt es zwei kleine, kostenlose Faltpläne zum Einstecken, einen für die Strecke München–Bayrischzell und einen für die Strecke München–Lenggries/Tegernsee; ideal also für die Mitnahme auf die Tour. So hat man immer parat, an welchen Tagen die BOB fährt bzw. nicht fährt, bzw. an welchen Tagen (z. B. am Wochenende) sie zusätzlich fährt.

Bitte beachten Sie, dass die Züge der BOB vom nördlich gelegenen Starnberger Flügelbahnhof des Münchner Hauptbahnhofs abfahren. Das Streckennetz der BOB wird in der Regel im Stundentakt bedient, einige Verbindungen nur von Montag bis Freitag, andere nur Samstag und Sonntag sowie an Feiertagen.

BahnCard, Bayern-Ticket und Schönes-Wochenende-Ticket gelten auch auf Linien der Bayerischen Oberlandbahn. Zudem gibt es Gruppenfahrscheine und Mehrfahrtentickets.

Allgemeine Wandertipps

Zum Gelingen eines Wanderausflugs tragen natürlich eine gute Vorbereitung und die entsprechende Ausrüstung ihren Teil bei. Hier einige Hinweise, Adressen und Empfehlungen.

Anfahrt

Diese erfolgt in der Regel zuerst mit der Bahn, doch ist bei einigen Touren ein Umsteigen in einen RVO-/RVA-Bus (»Oberbayernbus«) nötig, um zum Ausgangspunkt zu gelangen. Im Infokasten jedes Tourenvorschlags werden die wichtigsten Verbindungen angegeben.

Alle in diesem Band vorgestellten Touren sind gut ausgeschildert, wie hier am Blomberg bei Bad Tölz.

Die Abfahrtszeiten der Bahnen bzw. der Busse ändern sich immer wieder und sind auch von den Sommer- bzw. Winterfahrplänen abhängig. Diese können heute leicht über die entsprechenden Internetseiten aufgerufen werden. Um also sicherzugehen, dass wir nach einer anstrengenden Bergtour nicht umsonst auf einen Bus oder Anschluss warten, empfiehlt sich vor Antritt der Tour eine Abklärung über die auf den vorhergehenden Seiten angebotenen Informationsstellen.

Anforderungen

Die Anstiegswege zu den in diesem Band vorgestellten Tourenzielen führen in der Regel über gut instand gehaltene Wege und Steige; sie sind meist ausgeschildert bzw. markiert.

Die meisten der hier vorgestellten Wanderungen sind für den Normalbergwanderer und -bergsteiger gedacht. Einige der Routen – besonders bei den Gipfelabstechern – erfordern jedoch Trittsicherheit und Schwindelfreiheit, bei einigen ist auch Bergerfahrung (z. B. Mittenwalder Höhenweg/Klettersteig) erforderlich.

Die Kirche von Kreuth steht etwas oberhalb des Ortskerns. Sie ist Ausgangspunkt der Leonhardi-Wallfahrt im November.

Ausrüstung

Dazu gehören feste Schuhe mit Profilgummisohle, die vor allem dem Knöchel einen guten Halt geben müssen (sogenannte Trekkingschuhe), sowie ein Rucksack mit Kleidung zum Wechseln, Regenschutz und Proviant (Trinkflasche), falls die angesteuerte Hütte oder Alm gerade Ruhetag hat oder aus einem triftigen Grund geschlossen sein sollte. Nur bei einigen wenigen der hier vorgeschlagenen Routen gibt es keine Einkehrmöglichkeit. Ein Erste-Hilfe-Set sowie eine Trillerpfeife für die Signalgebung, falls man einmal in Bergnot kommen sollte, gehören ebenfalls in jeden Rucksack.

Und natürlich die Bahn-, Bus- und Schifffahrtspläne (manche sind auch in gedruckter Form erhältlich), damit die Zeitplanung auf der Tour nicht durcheinandergerät.

Bergbahnen und Seenschifffahrt

Bei einigen der hier vorgestellten Touren wurde die Benutzung von Bergbahnen miteinbezogen. Diese sind in der Regel ganzjährig in Betrieb, da sie vorwiegend für den Wintersport erbaut wurden. In den Übergangszeiten (November/Dezember und nach der Schneeschmelze) muss jedoch wegen Revisionsarbeiten bzw. wegen zu geringer Auslastung mit Stillstand gerechnet werden. Dies kann einen erheblichen Einfluss auf die Zeitplanung haben. Bei einer Wanderung (Tour 1) erfolgt die Rückfahrt mit einem Schiff (eine Alternative ist jedoch möglich); hier bitte ebenfalls auf die Abfahrtszeiten achten.

Bergrettung und alpines Notsignal

Auch wenn wir nicht hoffen, dass ein Hilferuf nötig sein wird, die Gesundheit sollte nie aufs Spiel gesetzt werden. Kaum eine Wanderung kann so einfach sein, dass nicht einmal der Ernstfall eintreten könnte – z. B. bei Blitzschlag oder Wettersturz, bei Erdrutschen oder Steinschlag.

Das international eingeführte Notsignal sollte deshalb auch jeder Wanderer im Ernstfall anwenden können: Innerhalb einer Minute wird sechsmal in regelmäßigen Abständen ein hörbares oder sichtbares Zeichen (Pfeifen/Blinken) gegeben, dann eine Minute Unterbrechung, wiederholen. Der Empfänger antwortet mit dreimaliger Zeichengebung in der Minute. Am einfachsten hierfür ist die Mitnahme eines Trillerpfeifchens, wie es im Sport verwendet wird.

Die moderne Technik ist allerdings schon weiter. Seit vielen Jahren hat sich der Einsatz von Handys durchgesetzt. Die meisten, aber nicht alle, Funklöcher wurden in der Zwischenzeit geschlossen, sodass ein nahezu lückenloses Funknetz vorhanden ist. Wichtig ist natürlich, die entsprechenden Telefonnummern parat zu haben: z. B. die der Bergwachtstellen in den einzelnen Gebieten – oder die Notrufnummer 112, die mittlerweile alpenweit gilt. Und natürlich muss vor der Abreise der Akku geladen werden. Heute kann aber auch auf vielen Hütten nachgeladen werden. Nur sollte man sich nicht immer darauf verlassen.

Auf dem Gipfel des Brünnsteins steht eine kleine Kapelle. Das Gipfelkreuz befindet sich etwas nördlich davon.

Gehzeiten und Höhenmeter

Die angegebenen Gehzeiten verstehen sich ohne Rastpausen, sind aber großzügig bemessen. In der Regel werden bei durchschnittlichem Gehtempo 400 Höhenmeter (Hm) im Anstieg bewältigt, im Abstieg 600 bis 800 Höhenmeter. In der Ebene legt der durchschnittliche Wanderer etwa vier Kilometer pro Stunde zurück.

Karten

Am genauesten sind die Topografischen Blätter des Bayerischen Landesamtes für Digitalisierung, Breitband und Vermessung (LDBV). Bei der jeweiligen Tour wird auf das entsprechende Kartenblatt hingewiesen. Weitere Kartenblätter gibt es von Kompass und Freytag & Berndt.

Tourenplanung und Wetter

Erkundigen Sie sich vor der Tour nach der Wetterlage (Nachrichten, Internet, Anruf beim Fremdenverkehrsamt vor Ort), besonders, wenn mit Kaltwettereinbrüchen zu rechnen ist. Sommerlicher Neuschnee lässt die Temperaturen rasch sinken und evtl. aufsteigender Nebel schafft auch schnell Orientierungsprobleme, selbst in den Vorbergen. Besonders in den Übergangszeiten ist es ratsam, die Hütte oder Alm zu kontaktieren oder im Internet zu prüfen, ob das angesteuerte Einkehrziel geöffnet hat.

Einkehr und Übernachtung

Wir können natürlich bei unseren Ausflügen in die Bayerischen Hausberge den Zeitdruck verringern und die eine oder andere Hüttenübernachtung einplanen.

Die meisten Unterkunftshütten in den Alpen wurden von den alpinen Vereinigungen (z. B. Deutscher und Österreichischer Alpenverein, Touristenverein »Die Naturfreunde«) erbaut und durch markierte Wege erschlossen. Die Benutzung dieser Hütten ist nicht an eine Mitgliedschaft gebunden, jedoch erhalten Mitglieder einige Vergünstigungen (z. B. reduzierter Übernachtungspreis, Vorrecht auf Schlafplatz, Bergsteigeressen, Teewasser etc.). Angeboten werden Mehrbettlager und Zimmer mit Etagenbetten. Zwischen den meisten alpinen Vereinen besteht Gegenrecht, d. h. die Vergünstigungen werden auch den Mitgliedern der anderen Vereine eingeräumt. Selbstversorgerhütten dürfen in der Regel nur von AV-Mitgliedern benutzt werden. Wer auf einer Alpenvereinshütte übernachten will, benötigt dafür einen Hüttenschlafsack, dieser kann jedoch auf jeder bewirtschafteten Hütte erworben werden. Hüttenruhe ist in der Regel ab 22 Uhr. Bei Privathütten entfallen diese Beschränkungen. Bei der Nennung der Hütten und Almen haben wir auf die Angabe der Öffnungszeiten, Bettenzahl etc. verzichtet, da diese sich aufgrund von Witterungsverhältnissen und Umbauten schnell mal ändern können. Mittlerweile verfügen all diese Alpenvereins- und Privathütten, aber auch die Einkehralmen, über eigene Webseiten, über die wir den aktuellen Stand jederzeit erfahren können.

Die Außerfernbahn verbindet Garmisch-Partenkirchen mit Kempten; hier hat sie gerade den Bahnhof verlassen und fährt in Richtung Ehrwald.

Das erweiterte Brünnsteinhaus bietet auch eine großzügige Terrasse; bei geringem Andrang Anlass, die Sitzbänke zur Entspannung zu nutzen.

Alpine Auskünfte