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Was der Moosacher kennt, ist dem Perlacher völlig unbekannt. Also warum nicht mal die eigene Stadt erkunden? Die Kunst, in München zu wandern, besteht darin, Wege zu finden, die nicht durch Häuserschluchten führen. In diesem Buch finden Sie schöne Touren entlang der Isar, durch den ein oder anderen Park, aber auch Wege durch weniger bekannte Grünflächen. Bei 40 Wanderungen ist definitiv für jeden etwas Neues und Unbekanntes dabei. Auf geht's!
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Seitenzahl: 186
Veröffentlichungsjahr: 2021
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Touren für Entdecker
40 Touren durch Parks, am Wasserund zu kulturellen Highlights
Exklusiv für Sie als Leser:
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unter: gps.bruckmann.de
Tourenüberblick
Statt eines Vorworts – warum dieses Buch?
Wandern in München
Zentrum
1Vom Aumeister zum Marienplatz
Durch den schönsten Park der Welt
2Durch den Englischen Garten
Ausgedehnte Tageswanderung durch Münchens grüne Oase
3Im Nymphenburger Schlosspark
Besuch der Sommerresidenz der Wittelsbacher
4Von Pasing zum Olympiapark
Entlang des Nymphenburger Kanals
5Vom Luitpoldpark zum Aumeister
Am Nymphenburg-Biedersteiner Kanal
6Über die Theresienwiese zum Westpark
Von der Wiesn zum ehemaligen IGA-Gelände
7Luitpoldpark und Olympiapark
Über die Münchner Schuttberge
8Isar 1: Von Großhesselohe nach Fröttmaning
Die große Tour entlang der Lebensader Münchens
9Isar 2: Die Hochleite
Am östlichen Hochufer der Isar
10Von Pasing zum Westfriedhof
Durch die Grünzüge im Münchner Westen
11Von Harlaching zum Harras
Grünes fürs Auge im Münchner Süden
Die Zukunft Münchens als Wanderrevier
Norden
12Vom Luitpoldpark zum Harthof
Auf den Spuren der Trambahnlinien 8 und 3
13Die Seenplatte im Münchner Norden
Wander- und Badevergnügen
14Von Fröttmaning nach Feldmoching
Auf dem ehemaligen Gfild
15Von Karlsfeld zum Schloss Schleißheim
Am Würmkanal zwischen Moos und Gfild
16Von Schloss Schleißheim nach Fröttmaning
Die barocken Kanäle Max Emanuels
17Durch das Schwarzhölzl
Entdeckungen im alten Dachauer Moos
18Vom Olympiagelände zum Schloss Schleißheim
Vorbei an zwei alten Flugplätzen
19Von der Panzerwiese nach Oberschleißheim
Besinnliche Heide- und Waldwanderung
Natur- und Landschaftsräume in und um München
Nordwesten und Westen
20Von Nymphenburg nach Karlsfeld
Durch die Lohwälder im Nordwesten
21Von Harthaus nach Lochhausen
Entlang der Westumfahrung zu einem Burgstall
22Von Langwied nach Karlsfeld
Auf der alten Reichsbahntrasse
23Von Lochhausen nach Karlsfeld
Badeausflug zu den Langwieder Seen
24Entlang der Würm von Lochham nach Karlsfeld
Am Ufer der kleinen Schwester der Isar
Südwesten
25Von Pasing zum Klinikum Großhadern
Entlang der Würm durch einen alten Bannwald
26Durch den Lochhamer Schlag nach Großhadern
Wo mitten in der Stadt die Rehe äsen
27Vom Südpark nach Großhadern
Entdeckungen im und um den Waldfriedhof
28Von Freiham nach Maria Eich
Klassisches Pilgerziel der Münchner
Die Münchner Schotterebene
Süden
29Am Rand des Forstenrieder Parks
Zwischen Wald und Großstadt
30Durch den Forstenrieder Park nach Baierbrunn
Zu Besuch bei Rot- und Schwarzwild
31Die Grünwalder Runde
Wo die oiden Rittersleut’ des Isartals hausten
Südosten und Osten
32Am Hachinger Bach
Lange Tour am kleinen Bacherl
33Durch den Perlacher Forst zur Kugler Alm
Bekanntestes Schwammerlrevier der Münchner
34Vom Riemer Park nach Waldperlach
Stadtpark und Forst im Münchner Osten
35Von der Josephsburg nach Waldperlach
Durch den unbekannten Osten der Stadt
36Von Bogenhausen nach Johanneskirchen
Durch die neuen Grünzüge im Münchner Osten
Tiere in und um München
Nordosten
37Die Feldkirchner Tangente
Am alten Bahndamm zwischen Johanneskirchen und Riem
38Von Johanneskirchen nach Ismaning
Wasserspaß im Feringasee
39Am Hüllgraben entlang
Durch das ehemalige Johanneskirchner Moos
Der krönende Abschluss
40Vom Marienplatz nach Großhesselohe
Auf dem Jakobsweg raus aus München
Zugabe
Register
Impressum
1Vom Aumeister zum Marienplatz
15Von Karlsfeld zum Schloss Schleißheim
16Von Schloss Schleißheim nach Fröttmaning
18Vom Olympiagelände zum Schloss Schleißheim
24Entlang der Würm von Lochham nach Karlsfeld
leicht
mittel
schwierig
Gehzeit
Höhenunterschied
Weglänge
Einkehr
kinderfreundlich
Sehenswürdigkeit
wintergeeignet
viel Sonne
Bademöglichkeit
Tour
Tourenvariante
Richtungspfeil
Ausgangs-/Endpunkt der Tour
Bahnlinie mit Bahnhof
S-Bahn
Tunnel
Seilbahn, Gondelbahn
Bushaltestelle
Parkmöglichkeit
Hafen
Autofähre
Personenfähre
Flugplatz
Kirche
Kloster
Burg/Schloss
Ruine
Wegkreuz
Denkmal
Turm
Leuchtturm
Windpark
Windmühle
Mühle
Hotel, Gasthof, Restaurant
Jausenstation
Schutzhütte, Berggasthof (Sommer/Winter)
Schutzhütte, Berggasthof (Sommer)
Unterstand
Grillplatz
Jugendherberge
Campingplatz
Information
Museum
Bademöglichkeit
Bootsverleih
Sehenswürdigkeit
Ausgrabung
Kinderspielplatz
schöne Aussicht
Aussichtsturm
Wasserfall
Randhinweispfeil
Maßstabsleiste
Eigentlich braucht es dieses Buch nicht, jeder kann in München wandern, dazu benötigt man nur einen Stadtplan und die Fähigkeit, diesen auch lesen zu können. Aber München ist groß, und wer kennt schon jedes Eck dieser Millionenstadt? Was dem Moosacher vertraut, ist dem Perlacher völlig unbekannt. Warum aber soll man immer nur dieselben Spaziergänge machen? Deshalb ist dieses Buch vielleicht doch recht nützlich. Es soll Anregungen zum Selbstentdecken geben, ohne »Geheimtipps« anzupreisen, denn das ist dort, wo über zwei Millionen Menschen auf engstem Raum zusammenleben, wohl nur schlecht möglich.
Der Kabelsteg über die Kleine Isar
Die Kunst, in München zu wandern, besteht in erster Linie darin, zwischen den vielen Grünflächen, Feldern, Parks und Gehölzen möglichst Wege zu finden, die nicht – oder wenigstens nur kurz – durch Häuserschluchten führen. Bei manchen Touren werden Hardliner sich an dem Begriff Wanderungen stören. Doch der Weg ist das Ziel, und auch die längste Weitwanderung führt nicht immer nur durch unberührte Natur. Hier muss man die Stadt München loben, versucht sie doch möglichst viele Grünzüge gemeinsam mit den Bürgern zu erhalten und neue zu verwirklichen, um den Münchnern eine besondere Lebensqualität zu sichern.
Ziel war es, Wanderungen zu finden, die im Stadtgebiet München liegen. Solch klassische Touren folgen dem Verlauf der Isar und der Würm oder auch dem Nymphenburger Kanal. Zum Ausprobieren seien die großen Parks empfohlen, wie Englischer Garten oder Westpark. Man schaue sich nur einmal den Streckenverlauf des Silvesterlaufs im Olympiapark an, zehn Kilometer kommen da schnell zusammen. Wem also eine Strecke zu kurz ist, der findet sicher noch einen Schlenker. Mit diesen Vorgaben wäre es aber ein sehr dünnes Bücherl geworden. Also mussten Touren erkundet werden, die durch Grünzüge führen oder die am Stadtrand beginnen und bei der nächsten S-Bahnstation außerhalb Münchens enden.
Und warum mitten in der Stadt? Dafür gibt es eine Menge Gründe: Das Wetter ist für eine längere Tour zu schlecht, es ist Ferienzeit oder Wochenende und alle Straßen sind verstopft, man hat keinen ganzen Tag Zeit, man ist zu spät aufgestanden, man hat am Abend noch etwas vor oder weil’s jemanden einfach »g’freit«, in der Stadt, in der er wohnt, zu wandern.
Manche träumen vom großen Abenteuer Jakobsweg. Insider wissen, dass man vor allem in Spanien weite Strecken neben Autostraßen entlangpilgert, und auch einige große Städte wie Burgos und Leon liegen am Weg. Da muss man einfach stur der Muschel-Markierung nachlaufen, oft eben auch mitten durch wenig attraktive Neubauviertel. Fazit: Dieses Buch kann also durchaus als Einstimmung für einen der ganz großen Wanderwege dienen.
Landschaftskunst: ein Biber als Holzbildhauer
Die meisten dieser Touren haben den Vorteil, dass man sie das ganze Jahr über unternehmen kann, auch bei Regen, Schnee, Hitze … Sie sind beliebig verlänger- oder abkürzbar und zu jeder Tag- und Nachtzeit möglich. Bei anderen Wanderführern wird eine (zu) kurze Unternehmung oft mit dem Zusatz »Für Langschläfer« angepriesen – man muss also nicht unbedingt viele Kilometer fahren, um schnell mal auf ein Gipferl zu steigen oder fünf Kilometer spazieren zu gehen. Das geht innerhalb Münchens auch billiger und umweltbewusster: Stichwort CO2-Einsparung. Für alle Touren steht der MVV bereit, ob Bus, Tram, U- oder S-Bahn. Und jeder hat heutzutage ein Handy und kann mit der MVV-App herausfinden, wo sich die nächste Busoder Tramhaltestelle, der nächste U-, bzw. S-Bahnhof befindet, also wie und wann er wieder nach Hause kommt.
Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass man nur wenig, oft gar kein Gepäck schleppen muss, vielleicht nur eine Regenjacke. In München gibt es jede Menge Gaststätten, Cafés, Kioske, Stehcafés und nicht zu vergessen: Biergärten, in denen man seinen Hunger und Durst stillen kann. Darum wurde auch jeweils in den Infokästen bei der »Einkehr« nur eine Auswahl aufgenommen, denn hat in München mal ein Wirtshaus gerade geschlossen, geht man einfach zum nächsten weiter oder kauft sich in einem Stehcafé einen Cappuccino und ein Nusshörndl.
Informationen
www.mvv-muenchen.de
www.schloesser.bayern.de
www.muenchen.de/sehenswuerdigkeiten
Wenn man mit Kindern wandert, sollte man immer ein Ziel haben. Für den Nachwuchs ist die Wanderung selbst meist nicht so großartig, das Ziel hingegen schon. Und hier bieten sich innerhalb der Stadtgrenzen natürlich jede Menge Spielplätze an. Für größere Kinder gibt es weitere interessante Ziele, z. B. ein Schloss, ein Denkmal oder auch einen Trimm-Dich-Pfad. Und im Sommer kann am Ende der Wanderung einer der Münchner Seen locken – auch für Erwachsene kein schlechter Abschluss einer Tour. Und wenn man die Wanderung dann nicht zu Ende gebracht hat, macht das auch nichts, denn man kann sie sich bei schlechterem Wetter oder in der kalten Jahreszeit wieder vornehmen. Toilettenproblem? In München gibt es jede Menge öffentlicher Toiletten, z. B. an U-Bahnhöfen, Friedhöfen, aber auch in Gaststätten.
Natürlich birgt auch ein Wanderweg in der Großstadt Gefahren, sie sind aber bei Weitem nicht so groß wie bei einer Tour im Gebirge. Trotzdem muss man manchmal aufpassen. Die größte Gefahr ist wohl der Verkehr, und zwar nicht nur der Autoverkehr. Im Wandergebiet sind oft auch Kampfradler unterwegs, und man ist gut beraten, ihnen Platz zu machen. Gefährliche Tiere dürfte es auch nicht geben, denn die Münchner Zamperl sind meist wohlerzogen. Nachts im unbeleuchteten Park, auch das kann ins Auge gehen. München ist eine Millionenstadt, eine sehr sichere zwar, aber vielleicht wissen das nicht alle Junkies oder Kleinkriminellen.
Bei Gewittern sollte man die üblichen Vorsichtsmaßnahmen treffen. Die beste wäre, gar nicht erst in einem blitzschlaggefährdeten Gelände unterwegs sein. Im Winter oder nach starken Regenfällen können Wege glatt sein – entsprechendes Schuhwerk oder Eissporne sind dann eine feine Sache. Bei starkem Wind besteht die Gefahr, dass in Parks und Wäldern Äste abbrechen. Und nach Stürmen ist es gut möglich, dass umgestürzte Bäume den Weg versperren. Besonders in den Leitenwäldern des oberen Isartals besteht die Gefahr, dass nach Unwettern Hangwege abgerutscht sind und dann gesperrt werden. Man sollte sich an die Sperrungen halten und die mittlere Etage des Isartals an diesen Tagen nicht begehen. Ist man zu spät dran, dann ist es sehr hilfreich, eine Taschen- oder Stirnlampe dabeizuhaben.
Eine letzte Gefahr ist typisch für Großstädte: Die riesigen Friedhöfe und der Nymphenburger Schlosspark werden nachts abgesperrt. Allerdings gibt es Notausgänge – aber, wie Sie richtig vermuten, immer auf der falschen Seite.
Der MVV – unverzichtbar bei Wanderungen in und um München
Jede Tour ist nur ein Vorschlag, jeder Ausgangspunkt kann beim nächsten Mal der Endpunkt sein, und es ist nicht verboten, sich seine eigenen Touren auszudenken (s. Tour 40). Neben den Kärtchen im Buch ist ein Stadtplan hilfreich, und für die Wanderungen über die Münchner Stadtgrenzen hinaus wird man sich eine Wanderkarte besorgen müssen. In Frage kommen die amtlichen Topografischen Karten:
•O10 Starnberg
•O11 München-Süd
•N10 Fürstenfeldbruck
•N11 München-Nord
•N12 Garching b. München (alle 1:25 000)
•UK50-40 München Nord und West
•UK50-41 Ammersee, Starnberger See mit München Süd
•UK50-42 München Ost Maßstab (alle 1:50 000)
•sowie das Kompass-Karten-Set 184, München und Umgebung (1:50 000).
Man kann aber auch im Internet Karten finden und (legal) ausdrucken, z. B.:
•Bayernviewer: https://geoportal.bayern.de/bayernatlas
•Kompasskarten: www.kompass.de/touren-und-regionen/wanderkarte
•Openstreetmap: www.openstreetmap.de
Auch die kostenlose Rad-App Bike Citizens bietet sich mit auf das Fahrradfahren konzipierten Karten und Höhenprofilen usw. an. Dank einer Kooperation zwischen Bike Citizens und dem Landkreis München gibt es die Region München – Stadt und Land bis Ende April 2021 sogar gratis zum Downloaden. Wer die App einmal auf dem Smartphone hat, kann sie danach unbegrenzt weiter nutzen. Man kann sie über die Homepage des Landkreises downloaden.
Kanadagans am Feldmochinger See
Grasfrosch am Laichgewässer
Da man oft die öffentlichen Verkehrsmittel benutzen kann (und wird), sind die meisten Touren als Streckenwanderungen beschrieben, d. h., Ausgangs- und Endpunkt sind verschieden. Viele Wanderungen kann und wird man natürlich auch als Radler oder Jogger absolvieren. Hier bieten sich vor allem Touren an, bei denen am Ende eines der zahlreichen Münchner Bäder angestrebt wird, z. B. das Müllersche Volksbad. Und mit dem Radl muss man halt ab und zu auf einen Stadtplan oder die App Bike Citizens schauen, weil nicht jeder Wanderweg geeignet oder das Radfahren ganz einfach verboten ist (z. B. im Nymphenburger Schlosspark). In einer Großstadt wie München, in der ständig neu gebaut oder etwas Altes weggerissen wird, findet man sich am besten mithilfe eines Stadtplans und/oder den Kärtchen in diesem Buch zurecht – nicht alle wollen auch stur nur der Beschreibung hinterherlaufen. In München kann man sich auch nicht so schnell verlaufen, und wenn doch, ist das nicht weiter schlimm – vielleicht findet man ein Fleckerl, das einem gefällt und das man noch nicht kannte.
Übrigens: In der Stunde legt man als Fußgänger etwa vier bis fünf Kilometer zurück – bei einer zwölf Kilometer langen Wanderung braucht man dann etwa zweieinhalb bis drei Stunden, und wenn die Gegend schön ist, können leicht auch vier daraus werden.
Finisterre: der letzte Pilgerstein des Jakobswegs
Markierte Wege in München? Ja, die gibt es, doch meist nicht für den Wanderer. Beschildert ist z. B. der RadlRing München, der anlässlich der Bundesgartenschau München 2005 vom Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München projektiert wurde. Auch das Baureferat der Stadt München hat mehrere Routen vom Marienplatz zum Stadtrand konzipiert sowie den Inneren und den Äußeren Radlring. Alle diese Wege sind aber für Radfahrer gedacht, kleine Pfade – für Wanderer interessant – tauchen deshalb nicht auf. Der Isartalverein hat seine Wanderwege mit Wegweisern ausgestattet. Und auch im Münchner Süden sind einige markierte Wege zu finden, z. B. der Wallfahrerweg nach Maria Eich. Und nicht zu vergessen: der Münchner Jakobsweg, der vom Angerkloster ins obere Isartal führt und mit der bekannten gelben Muschel auf blauem Grund gekennzeichnet ist.
Die renaturierte Isar zwischen der Wittelsbacher- und der Reichenbachbrücke
Diese Tour ist ein Klassiker innerhalb der Stadtgrenze und wurde daher ganz bewusst als erste ausgewählt. Nachdem man durch einen der schönsten und berühmtesten Parks der Welt gewandert ist, endet die Wanderung im Herzen Münchens, am Marienplatz. Auf dem Weg durch den Englischen Garten sind viele Varianten möglich; ein Blick auf den Park-Plan lässt uns immer wieder den richtigen Weg finden. Oder wir suchen uns hier selbst einen Weg.
Tourencharakter
Überwiegend Kiespfade
Ausgangspunkt
U-Bahnhof Studentenstadt (U6). GPS: 48.18364, 11.60827
Endpunkt
Marienplatz (zentraler S- und U-Bahnhof)
MVV
Man kann die Tour an vielen U-Bahnhaltestellen unterbrechen – die U6 verläuft parallel zur Wanderung.
Einkehr
U. a. Aumeister, Kleinstes Hofbräuhaus, Hirschau, Seegarten, Kiosk Seeeinlauf, Chinesischer Turm, Milchhäusl-Kiosk, Kiosk »Fräulein Grüneis« (an der Eisbachwelle)
Aumeister und SchwammerlweiherWir verlassen den U-Bahnhof Studentenstadt am Ausgang C und nehmen geradeaus die Grasmeierstraße. Nach etwa einem halben Kilometer erreichen wir den Englischen Garten und biegen kurz vor der Brücke über den Schwabinger Bach links ab. Wir folgen dem Bach, überqueren die nächste Brücke und kommen zum Aumeister.
Alsdann überqueren wir diese Brücke über den Schwabinger Bach, nehmen den linken geteerten Abzweig und biegen gleich darauf rechts in den Kiesweg ein. Nach einem knappen Kilometer queren wir wieder die Teerstraße und folgen weiter dem Kiesweg bis zum Schwammerlweiher. Links oder rechts um diesen herum wandern wir auf der Ostseite des Oberstjägermeisterbachs weiter, bis wir beim Biergarten Hirschau kurz vor dem Isarring (Mittlerer Ring) auf die andere Bachseite wechseln und über eine Fußgängerbrücke den Südteil des Englischen Gartens erreichen.
Hier war München zu Ende: die Burgfriedenssäule 13 von 1724.
Sommertag am Eisbach: Die Münchner lieben ihre Parks, besonders den Englischen Garten.
Einsam und verlassen: der Chinesische Turm während des Lockdowns im April 2020
Chinesischer Turm und MonopterosWir gehen nun entweder links oder rechts um den Kleinhesseloher See herum – beide Wege treffen am Kiosk Seeeinlauf wieder zusammen. Dort folgen wir weiter dem Oberstjägermeisterbach, bis wir nach etwa einem halben Kilometer eine geteerte Autostraße überqueren – Vorsicht vor dem Verkehr (MVV-Busse). Kurz darauf erreichen wir den Chinesischen Turm, wo sich im Sommer eine gute Gelegenheit für einen Biergartenbesuch bietet.
Wir folgen weiter dem breiten Kiesweg, bis wir kurz darauf nach der Brücke über den Entenbach auf den Hügel des Monopteros treffen. Natürlich müssen wir ihn besteigen, um den Blick über den südlichen Englischen Garten und auf die Skyline der Münchner Innenstadt genießen zu können.
Japanisches Teehaus und HofgartenWir steigen auf der anderen Seite wieder den Hügel hinab und wandern quer über die Wiese an der Burgfriedenssäule von 1724 vorbei zur Brücke am Schwabinger Bach. Im Sommer werden die Wiesen beiderseits des Bachs von sonnenhungrigen Münchnern (die meisten nackert, wie man hier sagt) in Beschlag genommen. An der Kreuzung Schwabinger Bach/Eisbach biegen wir nach rechts ab und kommen am Japanischen Teehaus vorbei zur Fußgängerunterführung, die uns in den Hofgarten bringt.
Wir gehen durch diesen hindurch in Richtung der Theatinerkirche und erreichen beim Odeonsplatz die Münchner Fußgängerzone. An der Feldherrnhalle vorbei nehmen wir entweder die Residenz- oder die Theatinerstraße und kommen nach wenigen Hundert Metern zum Marienhof. Ab hier ist es nicht mehr weit bis zum Marienplatz mit der Mariensäule.
Es gibt unzählige Wegvarianten (s. auch Tour 2).
Wissenswertes
Sagen Sie nie zu einem Münchner »Chinaturm« – er kennt oder will nur den Chinesischen Turm kennen. Es gibt ihn schon seit 1790. Er brannte auch öfter mal ab, die rund 25 m hohe Holzkonstruktion wurde jedoch stets neu aufgebaut, zuletzt 1952 nach dem Zweiten Weltkrieg. Mit 7000 Plätzen ist der Biergarten am Turm nach dem im Hirschgarten der zweitgrößte in München. Die Münchner Biergartentradition erlaubt, dass dort die selbst mitgebrachte Brotzeit verzehrt werden darf; nur die Getränke – eiserne Regel! – müssen an der Schenke gekauft werden. Einmal im Jahr strömen noch vor Tagesanbruch Hunderte Tänzer-Innen in bayerischer Tracht oder Kostümen aus der Zeit um 1900 zum Kocherlball. Benannt wurde dieser nach einem Brauch der Münchner Dienstboten (unter einem »Kocherl« verstand man damals eine Köchin), die sich vor dem Ersten Weltkrieg an schönen Sommersonntagen vor Beginn der Arbeit – also vor 7 Uhr morgens – hier zum Tanzen trafen. Inzwischen ist dieses »Event« leider zu einem touristisch genutzten Rummel verkommen. In der Adventszeit findet man hier am Turm einen der großen Münchner Christkindlmärkte.
Ein Monopteros ist ein Rundtempel im griechischen Stil. In München gibt es sowohl im Englischen Garten als auch im Nymphenburger Schlosspark ein solches Tempelchen. Beide wurden von Leo von Klenze im Auftrag König Ludwigs I. errichtet. Im Winter kann am Monopteros bei entsprechender Schneelage natürlich gerodelt werden, wenn auch die Hänge nicht sonderlich lang sind.
Der Englische Garten gehört für München-Wanderer zum Pflichtprogramm – vom Hofgarten bis zu den Isarauen, in denen inzwischen der Biber wieder heimisch geworden ist, in dem Rothirsche leben und der als grünes Band bis nach Freising zieht. Ganz so wild lassen wir es aber nicht angehen, diese Tour kann eher als ausgedehnterer Spaziergang betrachtet werden: Sie führt vom Odeonsplatz zum Aumeister und wieder zurück.
Tourencharakter
Überwiegend Kiespfade und Asphalt
Ausgangs-/Endpunkt
U-Bahnhof Odeonsplatz (U3, U6). GPS: 48.14237, 11.57766
MVV
Man kann die Tour an allen U-Bahnhöfen zwischen Odeonsplatz und Fröttmaning (U6 und z. T. U3) unterbrechen.
Einkehr
Siehe Vorschläge bei Tour 1
Durch den Hof- zum Englischen GartenVom U-Bahnhof Odeonsplatz (Ausgang C oder D) spazieren wir zuerst in den Hofgarten. Wenn wir die Feldherrnhalle und die Theatinerkirche noch nicht kennen, wäre das eine gute Gelegenheit zu einem Besuch. Wir durchqueren den Hofgarten, werfen dabei einen kurzen Blick auf die Bayerische Staatskanzlei, den Amtssitz des bayerischen Ministerpräsidenten im früheren Armeemuseum. Dann gehen wir am Prinz-Carl-Palais, dem heute nur noch für Repräsentationszwecke genutzten ehemaligen Amtssitz des bayerischen Ministerpräsidenten, vorbei durch die Fußgängerunterführung, die uns in den Englischen Garten bringt.
Zum Kleinhesseloher See Noch vor dem kleinen Teich, auf dessen Insel das Japanische Teehaus steht, schwenken wir nach links. Nun folgen wir dem Weg auf der Westseite des Parks, der direkt unterhalb der Kante der Altstadtterrasse entlangführt. Wir kommen am Milchhäusl-Kiosk vorbei (wo es natürlich auch andere Getränke gibt), überqueren die breite Teerstraße, auf der die städtischen Busse den Englischen Garten durchqueren, und erreichen am Schwabinger Bach entlang den Kleinhesseloher See. Wir gehen zwischen dem See und dem Isarring weiter bis zur Fußgängerbrücke, die uns in den Nordteil des Englischen Gartens, die Hirschau, bringt. Wir halten uns weiterhin rechts neben dem Schwabinger Bach und erreichen, nachdem wir an der Schwabinger Bucht vorbeigekommen sind, den Aumeister. Hier ist mal wieder eine zünftige Brotzeit in einem Münchner Biergarten angesagt, d. h., dass man seine Brotzeit selbst mitbringen kann und nur die Getränke beim Wirt kaufen muss.
Auf einer kleinen Insel im Eisbach liegt idyllisch das Japanische Teehaus Kanshoan.
Idylle am Schwabinger Bach
RückwegAnschließend machen wir uns auf den Rückweg. Dazu gehen wir über die Brücke, biegen zweimal links ab und stehen nach etwa einem halben Kilometer vor dem Entenfallweiher. Auf dem kleinen Weg direkt neben ihm kommen wir schließlich zur St.-Emmeram-Brücke. Nun wandern wir die Isar aufwärts und erreichen nach einem weiteren Kilometer die Wehranlage Oberföhring.
Als Weiterweg empfiehlt sich der Kiesweg neben der Isar, bis wir auf die Gyßlingstraße treffen. Bei der ersten Möglichkeit biegen wir rechts ab und gelangen so zum Mini-Hofbräuhaus, einer kleinen Wirtschaft, bei der sich vor allem Hundefreunde einfinden. Unser Weg führt weiter zum Oberstjägermeisterbach, dem wir bachaufwärts folgen, bis wir kurz nach der Wirtschaft Hirschau den Isarring erreichen. Neben einer Autostraße erreichen wir durch eine Unterführung wieder den Südteil des Englischen Gartens. Weiter am Oberstjägermeisterbach entlang gelangen wir zur Wirtschaft am Chinesischen Turm mit Gelegenheit zur Einkehr.
Berühmte EisbachwelleIn Richtung Süden spazierend kommen wir zum Eisbach, den wir an der Brücke in der Nähe der Sportanlage Am Hirschanger überqueren und so zur weltberühmten Eisbachwelle an der Prinzregentenstraße gelangen. Hier ist eine Pause unumgänglich, müssen wir doch den Surfern zuschauen, die selbst im Winter versuchen, ihre Welle zu bezwingen. Der Kiosk »Fräulein Grüneis« daneben, eine ehemalige Bedürfnisanstalt, wartet mit Kaffee und Kuchen auf.
