Was Männer denken - Björn Krause - E-Book

Was Männer denken E-Book

Björn Krause

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Beschreibung

»Ich sterbe. Nicht irgendwann. Jetzt! Mein letzter Wille: eine Seebestattung, bitte. Und was bringt mir meine Frau? Homöopathische Globuli, die kleinen Schwestern von Placebo. Ich habe keine Menstruationsprobleme. Ich. Bin. Krank.« Björn Krause, Autor der beliebten Kolumne »Gedankenleser« aus dem Magazin BARBARA, nimmt seine Leser mit auf eine Reise durch die männliche Gedankenwelt. Frauen bekommen stellvertretend durch ihn einen kleinen Einblick in die – manchmal überraschend komplexe – männliche Gedankenwelt. Humorvoll, pointiert und nicht immer ganz ernst gemeint erklärt er, warum Mann nicht tanzt, die Waschmaschine nur einen Knopf haben sollte und was Traumfrauen mit Fürzen im Fahrstuhl zu tun haben.

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EPUB

Seitenzahl: 91

Veröffentlichungsjahr: 2018

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Björn Krause

Was Männer denken

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Was Männer denken

Wer sie verstehen will, muss wissen, wie sie ticken

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie. Detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

Für Fragen und Anregungen:

[email protected]

Originalausgabe

1. Auflage 2018

© 2018 by mvg Verlag, ein Imprint der Münchner Verlagsgruppe GmbH

Nymphenburger Straße 86

D-80636 München

Tel.: 089 651285-0

Fax: 089 652096

Alle Rechte, insbesondere das Recht der Vervielfältigung und Verbreitung sowie der Übersetzung, vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form (durch Fotokopie, Mikrofilm oder ein anderes Verfahren) ohne schriftliche Genehmigung des Verlages reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme gespeichert, verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden.

Redaktion: Petra Holzmann

Umschlaggestaltung: Manuela Amode

Umschlagabbildung: Shutterstock/Radoman Durkovic, De-V, arbit, Martial Red, medesulda

Abbildungen im Innenteil: shutterstock/Lucky clover, Ezepov Dmitry, NotionPic

Layout: Isabella Dorsch

Satz: Carsten Klein, Torgau

Druck: GGP Media GmbH, Pößneck

eBook: ePubMATIC.com

ISBN Print 978-3-86882-951-8

ISBN E-Book (PDF) 978-3-96121-252-1

ISBN E-Book (EPUB, Mobi) 978-3-96121-253-8

Weitere Informationen zum Verlag finden Sie unter

www.mvg-verlag.de

Beachten Sie auch unsere weiteren Verlage unter www.m-vg.de

Inhalt

KOPFZEILEN – EIN VORWORT

KAPITEL 1: MÄNNER IM ALLTAG

ALLTAG – EIN MANN, EIN WORT

1 ERKÄLTET: Es ist Zeit zu sterben

2 GEBLITZT: Mit Vollgas ins Verderben

3 VERSCHLEUDERT: Das Mysterium Waschmaschine

4 BEHÄMMERT: Der Baumarkt, Oase der Glückseligkeit

5 VERRENKT: Yoga! Oder: Wie man einen Kerl verbiegt

6 GETANZT: Saturday Fight Fever mit Schüttelfrost

7 VERSCHLUCKT: Globuli – Keine Pille für den Mann

8 GESPANNT: Die nackte Wahrheit über FKK

KAPITEL 2: MÄNNER UND PARTNERSCHAFT

PARTNERSCHAFT – MIT MANN UND MAUS

1 GETUPPERT: Die Büchse der Pandora

2 GESCHRUBBT: Ein dreckiges Geheimnis zum Putzen

3 MENSTRUIERT: Das Thema voller Missverständnisse

4 GESTRITTEN: Die gefährlichsten Waffen einer Frau

5 GEGUCKT: Männer und ihre Eifersucht

6 GEKNIET: Der quälende Weg zum Heiratsantrag

7 BENEIDET: Die Sache mit dem Penis-Neid

8 BEZAHLT: Angst vor Frauen, die viel Geld verdienen

KAPITEL 3: MÄNNER & MÄNNER

KERLEKOSMOS: VON MANN ZU MANN

1 GEALTERT: Das Märchen von der Midlife-Crisis

2 VERLOREN: Ehrgeiz – aufgegeben wird bei der Post

3 GEPINKELT: Wenn er auf der langen Leitung steht

4 VERBOCKT: Fremdgegangen, und mit gehangen

5 BEKLOPPT: Wer sich prügelt, hat ’nen Hau!

6 GEGRILLT: Meet and great

7 GESTRIPT: An der Stange, von der Stange?

8 VERSPIELT: Das Kind im Mann

9 VERLASSEN: Der Hab-es-nicht-kommen-sehen-Kerl

KAPITEL 4: MÄNNER & DAS SINGLE- LEBEN

SINGLE-LEBEN – KLEINER MANN, GROSSE WELT

1 GESCHMINKT: Manche Männer mögen es natürlich

2 GEKOMMEN: Der gemeinsame Weg zum Höhepunkt

3 GETINDERT: Wenn Männer gerne wischen

4 BEGEISTERT: Ghosting – und plötzlich ist sie fort

5 VERTRÄUMT: Über die perfekte Frau

6 GESCHOCKT: Ein Badezimmer des Grauens

7 GEFUMMEL: Beim Outdoor-Sex ist was im Busch

8 ERSCHLAFFT: Wenn er seinen Mann nicht steht

9 VERPUFFT: Ein Besuch im Bordell

KOPFSTAND – EIN SCHLUSSWORT

BEVOR ICH’S AUS DEM KOPF VERLIERE

DER SCHULDIGE

FÜR ALLE FRAUEN

Der Kopf ist rund, damit unsere Gedanken kreisen können.

Kopfzeilen – ein Vorwort

Wir müssen reden. Denn ich habe nachgedacht. Und ich will ehrlich mit Ihnen sein: Allein hätte ich das nicht geschafft. Mein Gehirn hat mir geholfen.

So ein Hirn ist schon toll, ein Wunder der Natur. Es ist nämlich in der Lage, die komplexesten Gedanken zu sortieren und bei Problemen zielstrebig nach Lösungen zu suchen. Und auch zu finden. Schätzungsweise 100 Milliarden Nervenzellen, Neuronen genannt, sind in so einem Gehirn miteinander vernetzt und kommunizieren über 100 Billionen Synapsen. Die Übertragung von Informationen zwischen diesen Zellen findet über elektrische Impulse statt, viele kleine Blitzeinschläge. Auch im Hirn eines Mannes – allerdings ist seine intellektuelle Leistungsfähigkeit mitunter eingeschränkt, wenn eine hübsche Frau in seiner Nähe ist. Behaupten jedenfalls Studien.

Sehen Sie es also als Kompliment, wenn Sie mit stotternden Halbsätzen angesprochen werden. G-g-geht nicht anders. Und machen Sie sich bewusst: Das passiert, weil er ein Gehirn hat. Nicht etwa, weil es ihm fehlt.

Bestimmt fragen Sie sich: Was denkt er sich nur dabei? Oder überhaupt? Was geht einem Mann zum Beispiel durch den Kopf, wenn er mit Menstruationsproblemen konfrontiert wird? Oder Tupperdosen? Wenn er wegen einer Erkältung um sein Überleben kämpft, oder damit, dass seine Partnerin erfolgreicher ist als er und deshalb mehr Geld verdient. Und es auch noch bekommt. Was geht durch seinen Kopf, wenn er in einem Baumarkt steht, einem Strip-Klub oder neben einem anderen Kerl am Pissoir? Was ist sein Problem mit Waschmaschinen? Und Schmutz? Was beschäftigt ihn, wenn er eifersüchtig ist, streitet, Sex hat, ins Bordell geht, verlassen wird oder auf seine Knie fällt für einen Heiratsantrag?

Nun, mein Gehirn weiß das alles. Ihres wahrscheinlich nicht, denn vermutlich halten Sie genau deshalb dieses Buch in Ihren Händen. Für die oben angedeuteten Erkenntnisse ist in meinem Gehirn eine gewaltige Rechenleistung nötig gewesen – das sollten Sie vorab schon wissen. Aber keine Sorge, mir geht es gut.

Wenn Sie auf den folgenden Seiten in den Kopf eines (!) Mannes schauen, denken Sie daran, dass Sie nachsichtig sind mit ihm, nur ein klitzekleines bisschen, etwas verständnisvoll, und nehmen Sie nicht alles ganz so ernst. Das mache ich auch nicht. Vor allem aber, bitte, bitte, bitte, verstehen Sie dieses Buch nicht als eine Bedienungsanleitung für Männer. Es ist so viel mehr.

KAPITEL 1

Männer im Alltag

 

Alltag – Ein Mann, ein Wort

Eigentlich bin ich ganz froh, ein Gehirn zu haben. Manchmal steht es mir aber auch im Weg. Beim Aufstehen zum Beispiel. Denn so ein Gehirn ist darauf programmiert, dafür zu sorgen, dass sein Besitzer in seiner Komfortzone bleibt. Das tut es, um böse Überraschungen zu vermeiden. Quasi zu seiner eigenen Sicherheit.

Meine Komfortzone besteht aus einer 7-Zonen-Taschenfederkernfläche für mehr Entspannung, einer vitalisierenden Kernabdeckung aus Polyurethanschaum mit Waffelschnitt für angenehmes Liegen und 365 Taschenfedern für eine verbesserte Druckentlastung. Ich bin deshalb so genau, damit Ihnen, liebe Leserin, sofort klar wird, was für ein Kraftakt es ist, jeden Morgen aus dem Bett zu kommen.

Ich verlasse sie dann aber doch immer wieder, diese Komfortzone, fast täglich – nicht nur beim Aufstehen oder kurz danach im Kampf gegen den Drang, mich sofort wieder hinzulegen, sondern auch außerhalb der befederten Welt. Dann mache ich Dinge, fürchterliche Dinge, die mich an meine Grenzen bringen. An den Rand der Verzweiflung sozusagen. Und weit darüber hinaus.

Plötzlich, ob gewollt oder unfreiwillig, ich bin nicht eindeutig in der Lage, dies zu sagen, befinde ich mich in einer Extremsituation: dem Alltag. Diesen zu bestehen, stellt mich immer wieder vor Herausforderungen. Ein Beispiel dafür sind die unzähligen Versuche, das einzige technische Gerät auf dieser Welt zu bedienen, das ich nie, niemals kapieren werde: die Waschmaschine. Es ist eine der dreckigeren Geschichten in diesem Kapitel.

Ebenfalls nicht ganz sauber – und zwar im Kopf – muss ich gewesen sein, als ich die Idee hatte, zum Yoga zu gehen. Bei 40 Grad. Ein gutes Beispiel dafür, dass der Wahnsinn des Alltags immer wieder Besitz von mir ergreift wie ein Raubvogel, der mich in die Höhe reißt, nur, um mich in der Luft wieder loszulassen, damit ich knackend und knirschend auf dem Asphalt lande. Da hilft dann auch kein Yoga mehr.

Zum Glück gibt es noch die Orte, an denen ich ganz bei mir sein kann und zur Ruhe finde. Baumärkte zum Beispiel, oder mein Auto. Ohne Beifahrerin, versteht sich. Auch an einem FFK-Strand habe ich versucht, mich fallen zu lassen, ebenso beim Tanzen. Zweimal stand ich dabei nackt im Wald – sprichwörtlich, und metaphorisch. Beide Male jedoch unverschuldet. Und vor allem ungewollt.

Manchmal muss sich auch der stärkste Mann geschlagen geben. Gegenüber Frauen zum Beispiel, oder Erkältungen. Übermächtige Gegner sind das, denen wir Kerle täglich gegenüberstehen. Der eine treibt dich mit Globuli in den Wahnsinn, der andere bietet nicht mehr als die Aussicht auf den Tod. Natürlich ist dies alles kein Grund, den Kopf zu verlieren. Wäre ja irgendwie schade ums Gehirn.

 

Pillepalle

Im Leben geht’s vor allem um eines: nicht zu sterben. Anders gesagt: ums Überleben. Nicht einfach, denn der Tod lauert überall. Besonders gefährlich: Erkältungen.

Der Sensenmann ist da. Ich sterbe. Nicht irgendwann. Jetzt! Meine Energie sickert aus mir raus wie Wasser aus einer rostigen Gießkanne. Szenen meines bisherigen Lebens fliegen im Zeitraffer an mir vorbei. Schön war’s.

Mein Immunsystem ist kollabiert, wurde geentert von pelzigen Viren. Hunderten, Tausenden, Millionen. Mein letzter Wille: eine Seebestattung, bitte.

Und was bringt mir meine Frau? Homöopathische Globuli, die kleinen Schwestern von Placebo. Das ist, als wollte man einen leckgeschlagenen Flugzeugträger mit einem Nudelsieb vor dem Untergang retten. Ich habe keine Menstruationsprobleme. Ich. Bin. Krank. Bring mir wenigstens Antibiotika. Oder Morphium. Hauptsache, hoch dosiert.

»Dann geh doch endlich zum Arzt!«, höre ich die Stimme meiner besseren Hälfte, ein schwächer werdendes Echo in der Ferne. Gehört auf nur einem Ohr. Das andere: taub. Voranschreitendes Organversagen. Lange dauert es nicht mehr. Würde dir, meiner Frau, gern sagen, dass ich nicht aus dem Bett aufstehe. Nicht aufstehen kann. Oder gehen. Schon gar nicht aus dem Haus – zu einem Arzt. Aber meine Stimme ist dünner als die kalte Hühnerbrühe, die du mir auf den Nachttisch gestellt hast. Meine Zunge höher belegt als ein Pastrami-Sandwich. Nicht an Essen denken. Brechreiz! Denn eines ist sicher: Wenn dir bei dem Gedanken an ein Steak vom Kobe-Rind nicht das Wasser im Mund zusammenläuft, sondern Magensäure nach oben schießt, bist du todsterbenskrank. Oder Vegetarier.

Schwindelgefühl. Rolle mich seitlich aus dem Bett wie eine Schwangere, verschwinde abgemagert im Flokati, richte mich langsam, laaangsam wieder auf. Ein Prozess, der Naturgesetze in ihren Grundfesten erschüttert. Anders ausgedrückt: destillierter Überlebenswille. Das Hämmern spaltet mir beinahe den Schädel, Lärm, als ob mir ein Güterzug durch den Kopf donnert, mit H. P. Baxxter am Steuer. Nur lauter.

Krieche über das Parkett, ziehe meine Beine hinter mir her wie ein Faultier, nur langsamer, bis ins Badezimmer, da gibt’s Hilfe. Die Medikamentenkiste! Deckel auf, grüne Packung, Pillen, groß wie Zäpfchen für Ochsen. Risiken und Nebenwirkungen bla, bla, bla. Runter damit! Wird nicht besser. Vater, der du bist im Himmel …

Ein Engel erscheint, landet neben mir auf den Fliesen. Ist meine Frau, meine mich liebende Frau, in guten wie in schlechten Zeiten. Hat noch einen Platz gefunden, irgendwo zwischen Rotzfahnen und Selbstmitleid.

Meine Haut wie in Aspik, aber du küsst mir die verschwitzte Stirn, streichelst mein fettiges Haar, erträgst mein gedämpftes Stöhnen: »Geh nicht«, presse ich mit letzter Kraft heraus, »bleib hier«. Und das tust du auch, bleibst hier bei mir und machst Geräusche dabei, als wolltest du einen lahmen Gaul beruhigen, kurz vor seinem Gnadenschuss: »Sch, sch. Sch, sch. Sch, sch.«

Bin müde, so unendlich müde. Deine Stimme tut gut. Auch deine Nähe. Vielleicht überlebe ich noch einen Tag.

 

Geistesblitze

Frau am Steuer, Ungeheuer? Geschenkt! Denn so richtig gemein werden Frauen erst als Beifahrerinnen. Etwa dann, wenn er in Sorge ist, seinen Lappen zu verlieren – nein, nicht den zum Spülen.