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Was glauben Christen eigentlich? Eine oft stark kontrovers diskutierte Frage. Und doch ist die Antwort sehr einfach: "Christ" kommt von "Christus", also Jesus. Alles, was wir über ihn und somit über den christlichen Glauben wissen müssen, finden wir in der Bibel. Viele werfen der Bibel Widersprüche vor, die bei genauem Hinsehen überhaupt nicht existieren. Im Gegenteil, die Bibel erklärt sich im Grunde selbst. In diesem Buch tauchen wir in Gottes Wort ein, ein lockerer, humorvoller Spaziergang durch die wesentlichen Bücher der Bibel. Bibelverständnis leicht gemacht, auch für Zweifler, Skeptiker und Logiker! Du glaubst nicht an Gott, hast dich aber schon immer gefragt, welche Rolle Jesus spielt, dann bist du hier richtig. Du bist gläubiger Christ, aber irgendwie kannst du deinen eigenen Glauben dennoch nicht richtig greifen, dann bist du hier ebenfalls richtig. Du bist ein gestandener Christ und kennst dich in der Bibel aus? Vielleicht gibt es auch für dich noch etwas, das du aus dieser Perspektive noch nicht betrachtet hast. Ein Buch zum Selberlesen und Weitergeben.
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Seitenzahl: 158
Veröffentlichungsjahr: 2019
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Einleitung: Mumpitz oder Gottes Wort?
Vom Atheisten zum Christen
Der Deal
Die Bibel ist doch auch nur von Menschen geschrieben
Adam, wo bist du?
Noah fand Gnade in den Augen des HERRN
Abraham glaubte dem HERRN
Wie kommt das Volk nach Ägypten?
Lass mein Volk ziehen
Weiß wie Blut
Gebet
Durchbohrt um unserer Vergehen willen
Einbahnstraße - Es gibt nur einen Weg
Christ geworden, wie geht es weiter?
Als letzter Feind wird der Tod weggetan
Was hat es mit dem christlichen Glauben, dem Evangelium, auf sich? Dem wollen wir in diesem Buch auf den Grund gehen. Was soll das Ganze eigentlich? Bist du Christ, hast aber noch tausend Fragen, oder bist du Nichtchrist und hast dich schon oft gefragt, was das mit dem Glauben soll? In beiden Fällen bist du hier richtig.
Braue dir einen aromatischen Kaffee, hole dir leckere Kekse, mache es dir in deinem Lieblingssessel gemütlich und lass uns einfach locker in die Bibel eintauchen und gucken, was sie zu bieten hat. Mumpitz oder Gottes Wort? Das kannst du für dich selbst entscheiden, wenn du die grundlegenden Fakten einmal unvoreingenommen aufnimmst.
Zunächst legen wir ein massives Fundament und bauen dann das Haus darauf, Stein für Stein. So wachsen allmählich einzelne, scheinbar für sich stehende Dinge zu einem großen Mosaik zusammen und ergeben ein klares Bild. Vermeintliche Widersprüche, die der Bibel immer wieder unterstellt werden, ergänzen sich zu einer Einheit und der rote Faden des christlichen Glaubens zieht sich kontinuierlich von der Schöpfung, durch die Menschheitsgeschichte bis hin zur heutigen Gemeinde und weiter. Folge unserer spannenden Expedition durch den christlichen Glauben und bilde dir dann deine eigene Meinung.
„Religiöse“ Menschen waren für mich früher schwache Persönlichkeiten. „Alles, was ich will, werde ich erreichen“ prangte schwarz auf neonrotem Hintergrund in meiner Brieftasche. Das einzige, was ich brauchte, war ein klar abgestecktes Ziel, eine Vision, auf die ich mein Leben hinsteuern konnte und natürlich positives Denken. Ich war Herr und Meister meines eigenen Lebens. Umstände, die sich mir in den Weg stellten, bremsten mich vielleicht aus, aber sie konnten mich nicht daran hindern, meinen Weg zu gehen. „Probleme sind dazu da, um gelöst zu werden“, das war mein Motto.
Was war mein Weg? - Eine Menge Geld scheffeln und andere Menschen für meinen Weg benutzen. Es gab nur zwei Möglichkeiten: wie benutzten mich, oder ich benutzte sie. Da zog ich die zweite Variante vor! Erkennst du dich selbst in dieser Haltung? Mit dieser Lebensphilosophie war ich sicherlich in bester Gesellschaft, sie ist weit verbreitet.
Die Welt drehte sich damals ausschließlich um mich, zumindest sah ich das so. Diese Haltung lässt natürlich keinerlei Raum für Andere, es sei denn, sie sind Teil der eigenen Strategie. Die Welt ist riesengroß und vielschichtig und trotzdem reduzierte ich den gesamten Kosmos nur auf mich!
Das Leben ist mehr als nur „Positives Denken“, denn das ist nur die Spitze des Eisbergs. Wer Macht und Sieg haben will, muss auch beeinflussen und manipulieren können. Hierfür war Esoterik für mich das geeignete Mittel. Ich rutschte hinein ins Übersinnliche und wollte auf diese Weise meine Macht über andere Menschen und die Umwelt immer weiter ausbauen.
Der Wachstumsprozess schritt voran und irgendwann war mir auch die „gewöhnliche“ Esoterik zu wenig. So begann ich, Yoga zu praktizieren. Damit meinte ich nicht nur irgendwelche Körperübungen im Zusammenhang mit „Innerer-Ruhe-gewinnen“, sondern echter Yoga, wie er seit Jahrtausenden in Fernost gelehrt wird. Ich versank in Meditation und versuchte eins zu werden mit der Göttlichkeit, damit ich das Rad der Wiedergeburt durchbrechen und zur Vollkommenheit gelangen könnte. Neu dabei war, dass nun der Begriff „Gott“ oder „Gottheit“ erstmals eine Bedeutung für mich gewann. Meine Entwicklung schien unaufhaltsam voranzuschreiten. Ich war der Suchende, der glaubte, seinen Weg gefunden zu haben. Bei all dem wollte ich immer noch die Welt für meine eigenen Zwecke ausnutzen.
Alle Religionen waren für mich eins: Wege zum unendlichen kosmischen Bewusstsein, nur eben verschiedene Wege, die schließlich in die Vereinigung mit dem großen Göttlichen münden würden.
Auch das Christentum war einer dieser Wege, nur, wie ich meinte, sehr umständlich und mühselig. Zwar war ich als Atheist groß geworden, doch immerhin evangelisch getauft und aufgewachsen in einer streng katholischen Gegend. Das christliche Brauchtum schien mir daher gut vertraut. In meinen ausgiebigen Spaziergängen sann ich oft über das Christsein nach.
Inzwischen hatte ich viele zentrale Stellen der Bibel gelesen. Dabei fand ich es äußerst bedauernswert, dass die Kirche heute so verschieden ist vom Urchristentum, wie wir es in der Apostelgeschichte finden.
„Nun, die Zeiten haben sich geändert und die Kirche war eben im Laufe der Jahrtausende verwässert worden. Das ist halt so!“, dachte ich und entschied, auf meinem vermeintlich besseren Weg zu bleiben. Dennoch hatte bereits eine entscheidende Wende in meinem Leben begonnen. Ich, der ehemalige Atheist, reagierte inzwischen sehr positiv auf den Begriff „Gott“. Eines Tages erzählte mir ein damaliger Arbeitskollege von einer neu eingestellten Aushilfe in der Firma. „Sie rennt überall herum und predigt die Leute voll“, meinte er. Ich schmunzelte und entschloss mich, dieses Mädchen kennenzulernen.
Wenige Tage später lief sie mir über den Weg. Wir wechselten ein paar Worte und nach kürzester Zeit kam das Gespräch tatsächlich auf Gott. Zwischen Tür und Angel ist diese Art Gespräch weniger effektiv, deshalb lud ich Esther für den übernächsten Tag zum Abendessen nach Hause ein.
Bei Spaghetti und Rotwein verlebten wir einen ausgiebigen und kurzweiligen Abend. Noch nie in meinem Leben hatte ich einen Christen auf solch eine fesselnde Weise über seinen Glauben reden hören. All die verstaubten Rituale, die ich bisher von den Kirchen kannte, schienen überhaupt keine Relevanz mehr zu haben.
Natürlich gab auch ich meine Kenntnisse über „Gott und die Welt“, die Religionen und meinen Weg der Selbsterkenntnis zum Besten. Ich fühlte mich sehr schlau und wollte dieser jungen Frau den Weg zur Wahrheit weisen. Trotz des wunderschönen und angeregten Gesprächs fanden wir keinen gemeinsamen Nenner. Die Einheit der Religionen, die ich bisher zu kennen glaubte, gab es nicht mehr. Wo immer ich anhebelte fand ich keinen festen Halt für meine Thesen.
Bald fühlte ich mich wie der Teilnehmer eines Tennismatches, bei dem meine Gegnerin jeden meiner Aufschläge meisterhaft parierte. So hilflos ich mir in diesem Gespräch auch vorkam, so sehr war ich fasziniert von ihren Worten und dem Christentum, das sich hier auftat. Ich fühlte die Apostelgeschichte, die ich so sehr vermisst hatte, wieder lebendig werden. Die Stunden flossen dahin und spät in der Nacht machte sich Esther auf den Heimweg. Es war bei weitem nicht alles gesagt. Im Gegenteil, es schien als sei gerade erst der Vorspann eines monumentalen Films abgelaufen. Der Hauptfilm sollte noch folgen.
Sie lud mich zum Sonntagsgottesdienst in ihre Gemeinde ein und verabschiedete sich.
Ich fühlte mich immer noch schlauer als sie, denn aus meiner Sicht hatte sie einfach nicht begriffen, worauf es tatsächlich ankommt. Also meditierte ich weiter und sie fuhr fort zu evangelisieren.
Am vierten Sonntag nach unserem gemeinsamen Abendessen war es schließlich so weit. Ich besuchte diesen ominösen Gottesdienst.
Der Weg führte in ein Gewerbegebiet vor den Toren Münchens. Es war wohl ein altes Fabrikgebäude, oder ehemalige Lagerhallen, was auch immer. Eine Kirche jedenfalls fand ich dort nicht.
Der Parkplatz vor dem Gebäude füllte sich rasant. Menschenmassen strömten hinein. Den Weg brauchte ich nicht lange zu suchen, ich folgte einfach dem Besucherstrom und landete in einer geschmackvoll ausgebauten Halle mit Hunderten von Stühlen. Die hintersten Reihen schienen mir gerade recht, platzierte mich dort und harrte der Dinge, die da kommen würden.
Nach einer mir endlos anmutenden Folge von Liedern einer Live-Band trat schließlich ein kleiner, smart wirkender Mann auf die Bühne, der Pastor dieser Gemeinde. Ich war von den wenigen Kirchenbesuchen in meinem Leben gewohnt, dass in Gottesdiensten Ruhe zu halten sei. Hier allerdings wurde gesungen, geklatscht, laut gebetet und der Pastor machte Witze, über die herzlich gelacht werden durfte. So etwas kannte ich nur aus amerikanischen Spielfilmen, in denen Gottesdienste von Farbigen dargestellt wurden.
„Aha, das gibt es also doch“, dachte ich, lehnte mich entspannt zurück und lauschte den Worten des Pastors, jedoch nicht ohne Argwohn. Ich lauerte auf Ösen und Haken in seinen Worten. Wenn es die geben sollte, würde ich die reale Absicht dieses Mannes sicherlich herausbekommen. Denn ich nahm an, er habe es, wie so oft, schlichtweg auf das Geld der Gottesdienstbesucher abgesehen.
Seine Rede erschien mir schlüssig. Er stellte weder sich selbst noch seine Institution in den Mittelpunkt. Sein Fokus war allein Jesus! Er zitierte verschiedene Stellen aus der Bibel und verknüpfte sie derart geschickt, dass seine Schlussfolgerungen absolut logisch nachvollzogen werden konnten.
„Gibt Sinn“, dachte ich und versuchte, die Predigt objektiv zu bewerten. Auch den späteren Spendenaufruf empfand ich als unaufdringlich und manipulationsfrei, so dass ich zu dem Urteil kam, sein Beweggrund könne die von mir anfänglich unterstellte Jagd nach Geld nicht sein.
Meine Skepsis blieb und ich ging mit dem Vorsatz nach Hause, ihm noch auf die Schliche zu kommen. Dennoch wollte ich das Erlebte neutral in mir wirken lassen. Von diesem Sonntag an besuchte ich regelmäßig die Gottesdienste. Sollte der Pastor etwas im Schilde führen, dann würde ich das sicher herausfinden.
Der Stil der Veranstaltung blieb, es wurde gänzlich auf alt hergebrachte Rituale und Traditionen verzichtet. Stattdessen stützten sich die Predigten grundsätzlich auf die Bibel und waren, zu meinem anfänglichen Erstaunen, auch für den Ungeübten leicht verständlich und logisch nachvollziehbar. Die Widersprüche, die der Bibel oft nachgesagt werden, schienen sich zunehmend aufzulösen. Auch nach dem fünften und zehnten Gottesdienstbesuch konnte ich den Pastor, wie ursprünglich von mir beabsichtigt, keiner schändlichen Absicht überführen. Im Gegenteil, das Gesagte gewann immer klarere Formen. Als Logiker war ich nicht mit bloßen Gefühlsduseleien zu überzeugen. Der Pastor konnte mich nur mit nachvollziehbaren Fakten gewinnen. Genau die lieferte er, Sonntag für Sonntag! Ich fand Gefallen an der Bibel, an Jesus, an dem, was sich da auftat. Das traditionelle Christentum von früher rückte immer weiter aus meinem Bewusstsein und das biblische fand nahrhaften Boden in mir. Im Juni des Jahres 1990 betete ich zu Jesus und bat ihn, Herr über mein Leben zu werden und er ist es bis heute geblieben.
Jetzt wollte ich alles genau wissen. Deshalb ergriff ich die Möglichkeit einer Bibelschulausbildung in dieser Gemeinde, die im Oktober desselben Jahres ihr neues Trimester startete. Die Gemeinde bot auch Abendschule an und so konnte ich tagsüber weiterhin meinem Job nachgehen und abends das Evangelium Gottes gründlich studieren.
Die Erlösung durch das Kreuz Christi nahm in mir zu und die Selbsterlösung durch Meditation und Vermischung verschiedenster Religionen, die ich vorher so eifrig angestrebt hatte, verblasste.
Aus dem Suchenden wurde ein Findender. Ich höre so oft, dass wir alle doch in irgendeiner Form Suchende seien, jeder müsse seinen Weg finden. Für mich hörte diese Suche Anfang Juni 1990 auf. Ich bin angekommen.
Essen ist etwas Schönes! Es gibt wenig, das ich überhaupt nicht runter kriege, aber Leber und Produkte daraus zählen dazu. Leberwurst ist blanker Horror für mich!
Einmal besuchte ich für mehrere Tage gute Freunde im Saarland. Susannes Küche mundete mir bestens. Am dritten Tag machte sie „Gefüllte“, eine Art saarländisches Nationalgericht. Ich hatte keine Ahnung was da auf mich zukommen sollte.
„Schmeckt dir bestimmt“, meinte Susanne.
„Bisher hat mir alles von dir geschmeckt“, erwiderte ich, fügte aber noch skeptisch hinzu: „Was ist das denn?“
„Das sind Klöße, gefüllt mit einer Leberwurst, die es nur hier im Saarland gibt.“ In mir zog sich alles zusammen.
„Ich werde sie selbstverständlich probieren“, meinte ich, „aber sei mir bitte nicht böse, wenn ich davon kaum etwas esse.“
Sie grinste: „Wetten, dass es dir schmeckt?“
Dann betonte sie nochmals, dass diese Art Leberwurst nur im Saarland zu finden sei. Ich zuckte die Achseln und wartete ab. Als das Essen beendet war, hatte ich drei dieser „Gefüllten“ mit Genuss verschlungen!
In den Jahren, als ich noch Atheist war, konnte ich mit der Bibel überhaupt nichts anfangen, das glaubte ich zumindest. Ich urteilte, obwohl ich diese Schriften nicht kannte. „Schöne Märchen“, meinte ich. Dieses Urteil fällte ich, ohne mich wirklich mit diesem Buch auseinander gesetzt zu haben. Heute sage ich, die Bibel ist eines der spannendsten Bücher überhaupt. Nein, es ist das spannendste Buch schlechthin.
Wenn du da anderer Meinung sein solltest, dann lass uns doch einen Deal miteinander machen. So, wie ich die „Gefüllten“ zunächst abgelehnt habe, weil sie mit Leberwurst gefüllt waren und ich sie schließlich lieben lernte als ich mich darauf einließ, so koche ich dir ein Menü. Das Menü heißt Evangelium. Du bekommst Vorspeise, Hauptgang und Dessert in wohldosierten, leicht verdaulichen Häppchen, frischeste Zutaten, überaus schmackhaft, so dass dir wahrscheinlich schon beim Aperitif das Wasser im Mund zusammenlaufen wird.
Du darfst gerne skeptisch an dieses Experiment herangehen. Ich bitte dich nur, unvoreingenommen anzutreten. Wirf alle Vorurteile über Bord und lass das Kommende einfach neutral auf dich wirken. Nimm die Denkanstöße hin und entscheide erst, wenn du die verschiedenen Bausteine kennst.
Niemand kann ein Bild nach dem vierten Pinselstrich beurteilen, aber wenn am Ende Formen und Farben in buntem Spiel vereint sind, dann beginnt das Bild ein Eigenleben zu entwickeln, dann kannst du es betrachten und beurteilen, es als Blödsinn abtun oder dich fasziniert mitreißen lassen. So auch hier, lass dich ein, auf das Experiment Bibel. Wie kannst du mit Blut weißwaschen? Wir werden es herausfinden!
„Ich glaube nur, was ich sehe“, sagte er und machte ein ganz wichtiges Gesicht. Seine Frau lächelte spitzbübisch und konterte: „Jetzt wird mir einiges klar! Hast du denn schon einmal deinen Verstand gesehen?“
Eins zu null für sie! Es gibt Dinge zwischen Himmel und Erde, die können wir weder sehen, noch fassen. Ich habe noch nie Strom gesehen, auch kein Atom, obwohl jeder an deren Existenz glaubt. Ich habe auch noch keinen Wind gesehen oder die Gezeiten.
„Ist doch ganz klar“, magst du jetzt antworten. „Den Wind kann ich spüren. Ebbe und Flut sind deutlich am Wasserstand des Meeres zu erkennen.“ Stimmt! Woraus schließt du also, dass es Strom gibt, Wind oder die Gezeiten? - Aus der Wirkung die diese Dinge hervorbringen.
Wer hat schon einmal Gott gesehen? - Niemand! Trotzdem glauben Milliarden von Menschen an ihn. Sind diese Leute alle Traumtänzer? Bevor du jetzt eifrig nickst, gehe lieber einmal in dich. Lies die Bibel, neutral bitte, ohne Vorurteile, und dann entscheide. Bist du danach immer noch der Meinung, dass es Gott nicht gibt oder er ein fernes, unwirkliches Wesen ist, so lass und trotzdem als Freunde auseinander gehen.
Lass uns aufbrechen auf eine Expedition in längst vergangene Zeiten, in ein Buch, das schon immer ein Bestseller war, weltweit. Was ist denn besonders an der Bibel? Immerhin gibt es doch auch andere Schriften, die als Heiliges Buch verkauft werden.
Der Koran im Islam, die Bhagavadgita im Hinduismus, der Buddhistische Kanon oder der Tanach bei den Juden. Wer hat nun recht? Immerhin behauptet jeder in seiner Religion, dass er auf dem richtigen Weg sei. Auch der Atheist meint, seine Ansicht sei die einzig richtige. Der Liberale sagt, dass Gott eben in verschiedenen Kulturen und Zeiten verschiedene Religionen hat entstehen lassen und so kommen die Menschen auf unterschiedliche Weise zu ihm.
Nun, die Religionen haben aber nicht nur unterschiedliche Wege, sondern auch ihr Gottesbild unterscheidet sich oft drastisch voneinander. Verzerrt sich Gott selbst? Welchen Grund sollte er dafür haben?
Wenn ich von Berlin nach Neapel fahre, dann werde ich zwangsweise in Richtung Süden reisen. Fahre ich nach Westen komme ich nie an, fahre ich nach Osten komme ich ebenfalls niemals an. Und fahre ich nach Norden, dann wäre es theoretisch zwar möglich, hätte allerdings einen sehr langen Weg und mal ganz ehrlich: Meinst du, Otto Normalverbraucher würde es über den Nordpol nach Neapel schaffen? Es geht kein Weg daran vorbei, die Richtung lautet Süden!
Bei Gott ist es ähnlich. Warum sollte er denn unterschiedliche Wege auftun? Die Richtung zu ihm ist immer dieselbe. Er hat sie klar festgelegt und wer sich näher mit der Menschheitsgeschichte beschäftigt erkennt, dass der christliche Weg in sich logisch ist und zwangsweise zu Gott führen muss! Warum? Das werden wir im Laufe dieses Buches erarbeiten.
Ein Christ glaubt an Christus, deshalb wird er so genannt. Alles was wir von diesem Christus wissen müssen, finden wir in der Bibel und genau darauf berufen sich bibeltreue Christen. Sie sind der Ansicht, dass die Bibel Gottes alleiniges Wort ist, was zu beweisen oder zu widerlegen wäre. „Immerhin ist die Bibel doch auch nur von Menschen geschrieben worden“, argumentieren viele Gegner. Stimmt! Also wollen wir einige Fakten betrachten, über die wir zumindest nachdenken sollten.
Beim einzelnen Fakt könntest du vielleicht noch sagen: „Na und?“ Wenn du allerdings alle Fakten zusammen in deine Überlegungen einbringst, spätestens dann wirst du zugeben müssen, dass Zufall hier nicht mehr im Spiel sein kann.
Also, was ist an der Bibel besonders und unterscheidet sie von anderen Büchern und heiligen Schriften? Eine Information vorab: Die Bibel an sich ist gar kein Buch. Wir haben sie heute in Buchform vorliegen, aber im Grunde ist sie eine Sammlung von genau 66 Büchern (ohne Apokryphen), geschrieben von weit über 40 Autoren. Sie ist also eine Art Mini-Bibliothek. Damit sind wir schon bei Fakt eins: Die mehr als 40 Autoren der Bibel kommen aus den unterschiedlichsten sozialen Schichten: Einfache Bauern, Hirten, Fischer, Arzt, Priester und sogar Könige haben mitgewirkt. Sie alle lebten komplett verstreut in der gesamten alten Welt, entstammten also unterschiedlichsten Kulturen. Diese 66 Bücher wurden über einen Zeitraum von sage und schreibe 1500 Jahren verfasst. Kannst du dir das auf der Zunge zergehen lassen? Nur ein Beispiel zu dieser Größenordnung:
Hätte Karl der Große, der im neunten Jahrhundert gelebt hat, begonnen etwas zu schreiben, das von weiteren Autoren ergänzt würde, dann wären wir heute noch lange nicht fertig damit. Uns fehlten immer noch 300 Jahre. Neuntes Jahrhundert bis 300 Jahre nach jetzt! Wir können also mit Fug und Recht behaupten, dass die Autoren der Bibel unterschiedliche Hintergründe hatten.
Das Thema der Bibel ist immer Gott und seine Beziehung zu den Menschen. Das läuft wie ein roter Faden durch. Die Bibel beginnt mit dem Anfang von allem, mit der Schöpfung, und hört auf mit dem Untergang der heute existierenden Welt und dem Übergang in eine neue Welt. Auch die hat Gott für uns vorbereitet. Der Dreh- und Angelpunkt in all diesem ist das Erlösungswerk durch Jesus Christus. Was das genau ist, wozu Gott es uns geschenkt hat, warum es genau so geschehen musste wie es geschah und wieso es im Grunde gar nicht anders möglich war, das werden wir in diesem Buch nach und nach beleuchten.
Das Schöne dabei ist, dass sich die 66 Bücher der Bibel auf wundersame Weise zu einer vollkommenen Einheit ergänzen. Es gibt nichts, das hinzugefügt werden müsste, es gibt aber ebenso nichts, das weggelassen werden sollte. Viele Menschen meinen, die