Wenn das Spiegelbild zur Qual wird - Viktoria Ritter - E-Book

Wenn das Spiegelbild zur Qual wird E-Book

Viktoria Ritter

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Beschreibung

Jeder ist irgendwann einmal unzufrieden mit einem Aspekt seiner äußeren Erscheinung. Wenn jedoch die Sorge und die Beschäftigung mit einem Makel das gesamte Leben bestimmen und das eigene Spiegelbild unerträglich wird, kann es sich um eine Körperdysmorphe Störung handeln. Menschen mit einer Körperdysmorphen Störung fühlen sich hässlich, unattraktiv und entstellt. Sie leiden unter ihrem Aussehen, verbergen und kontrollieren den vermeintlichen Makel und ziehen sich aus dem beruflichen und gesellschaftlichen Leben sowie den sozialen Beziehungen immer mehr zurück. Der Ratgeber wendet sich an Menschen, die an einer Körperdysmorphen Störung leiden. Er informiert über das Krankheitsbild, die Ursachen der Störung sowie über aktuelle Behandlungsmöglichkeiten. Einen besonderen Schwerpunkt bildet dabei die Beschreibung des Vorgehens in der Kognitiven Verhaltenstherapie. Der Ratgeber stellt erste Selbsthilfemöglichkeiten vor und hilft Betroffenen, die Körperdysmorphe Störung besser zu verstehen und neue Perspektiven für den Umgang mit der Erkrankung zu entdecken. Angehörige finden zahlreiche Hinweise, wie sie Betroffenen bei der Bewältigung ihrer Sorgen hilfreich zur Seite stehen können.

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Veröffentlichungsjahr: 2010

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Wenn das Spiegelbild zur Qual wird

Ratgeber zur Reihe Fortschritte der Psychotherapie

Band 21

Wenn das Spiegelbild zur Qual wird

von Dipl.-Psych. Viktoria Ritter und Prof. Dr. Ulrich Stangier

Herausgeber der Reihe:

Prof. Dr. Dietmar Schulte, Prof. Dr. Kurt Hahlweg,

Prof. Dr. Jürgen Margraf, Prof. Dr. Dieter Vaitl

Begründer der Reihe:

Dietmar Schulte, Klaus Grawe, Kurt Hahlweg, Dieter Vaitl

Wenn das Spiegelbild zur Qual wird

Ein Ratgeber zur Körperdysmorphen Störung

von Viktoria Ritter und Ulrich Stangier

Dipl.-Psych. Viktoria Ritter, geb. 1978. 1996–2005 Studium der Psychologie in Jena. Seit 2006 Weiterbildung zur Psychologischen Psychotherapeutin (Verhaltenstherapie). 2006 Psychologinim Praktikum in der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, Helios-Klinikum Erfurt. 2007 Wissen schaftliche Mitarbeiterinam Institut für Psychologieder Universität Jena und seit März 2008 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Psychologie der Universität Frankfurt.

Prof. Dr. Ulrich Stangier, geb. 1958. 1978–1984 Studium der Psychologie in Marburg. 1987 Promotion. 1999 Approbation zum Psychologischen Psychotherapeuten (Verhaltenstherapie). 1999 Habilitation.1999–2004 Hochschuldozenturam Institutfür Psychologieder Universität Frankfurt. 2004–2007 Professor für Klinisch-Psychologische Intervention am Institut für Psychologie der Universität Jena. Seit 2008 Professor für Klinische Psychologie und Psychotherapie am Institut für Psychologie der Universität Frankfurt.

Wichtiger Hinweis: Der Verlag hat für die Wiedergabe aller in diesem Buch enthaltenen Informationen (Programme, Verfahren, Mengen, Dosierungen, Applikationen etc.) mit Autoren bzw. Herausgebern große Mühe darauf verwandt, diese Angaben genau entsprechend dem Wissensstand bei Fertigstellung des Werkes abzudrucken. Trotz sorgfältiger Manuskriptherstellung und Korrektur des Satzes können Fehler nicht ganz ausgeschlossen werden. Autoren bzw. Herausgeber und Verlag übernehmen infolgedessen keine Verantwortung und keine daraus folgende oder sonstige Haftung, die auf irgendeine Art aus der Benutzung der in dem Werk enthaltenen Informationen oder Teilen davon entsteht. Geschützte Warennamen (Warenzeichen) werden nicht besonders kenntlich gemacht. Aus dem Fehlen eines solchen Hinweises kann also nicht geschlossen werden, dass es sich um einen freien Warennamen handele.

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Umschlagabbildung: © Michael Kempf – Fotolia.com Illustrationen: Gilla Rost, Essen Format: EPUB Konvertierung: Brockhaus/Commission

EPUB-ISBN: 978-3-8444-2181-1

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

1 Körperdysmorphe Störung – was ist das?

1.1 Körperdysmorphe Störung – woher stammt der Begriff?

1.2 Woran erkennt man eine Körperdysmorphe Störung?

1.3 Was sind die charakteristischen Symptome einer Körperdysmorphen Störung?

1.3.1 Verhaltenssymptome: Kontrollieren, Verbergen, Vermeiden

1.3.2 Fixierung auf dermatologische und kosmetisch/plastischchirurgische Behandlungen

1.3.3 Emotionale Symptome: Scham, Ekel, Depression, Angst etc

1.3.4 Gedanken und Überzeugungen, wenn man unter einer Körperdysmorphen Störung leidet

1.4 Wie verbreitet ist die Körperdysmorphe Störung?

1.5 Wie ist der zeitliche Verlauf der Körperdysmorphen Störung?

1.6 Wodurch unterscheidet sich die Körperdysmorphe Störung von anderen psychischen Störungen?

2 Wie entsteht die Körperdysmorphe Störung?

2.1 Risikofaktoren, die die Entstehung einer Körperdysmorphen Störung begünstigen

2.2 Fehlerhafte Wahrnehmung und Bewertung des Aussehens

2.3 Übermäßige Sensibilität für Ästhetik

2.4 Biologische Einflüsse

3 Was kann man gegen eine Körperdysmorphe Störung tun?

3.1 Kognitiv-verhaltenstherapeutische Behandlung

3.1.1 Aufrechterhaltende Prozesse: Zusammenhänge entdecken und verstehen

3.1.2 Die eigenen aufrechterhaltenden Prozesse herausfinden

3.1.3 Eine Angsthierarchie entwickeln

3.1.4 Sich mit vermiedenen Situationen konfrontieren

3.1.5 Unterlassen problematischer Verhaltensweisen

3.1.6 Negativen Gedanken und Überzeugungen auf die Spur kommen

3.1.7 Neue Werte entdecken

3.1.8 Rückfällen entgegenwirken

3.2 Medikamentöse Behandlung

3.2.1 Kognitive Verhaltenstherapie oder medikamentöse Behandlung?

4 Fallbeispiel: Die Körperdysmorphe Störung und ihre Behandlung

5 Was Sie als Angehöriger tun können

Anhang

Literaturempfehlungen

Web-Adressen

Kontaktadressen

Arbeitsblätter

Vorwort

Jeder ist irgendwann einmal unzufrieden mit einem Aspekt seiner äußeren Erscheinung. Wenn die Sorge um einen Makel im Aussehen jedoch so groß ist, dass sie den gesamten Lebensalltag bestimmt und mit erheblichen seelischen Belastungen und Einschränkungen einhergeht, kann von einer Körperdysmorphen Störung gesprochen werden.

Die Störung kennzeichnet die exzessive Beschäftigung mit einem eingebildeten oder allenfalls minimal erkennbaren Makel in der äußeren Erscheinung. Dieser wird als hässlich oder entstellend angesehen. Die beständige Sorge und Beschäftigung mit dem vermeintlichen Makel beeinflusst maßgeblich Denken, Fühlen und Handeln.

Dieses Buch möchte Sie über Krankheitsbild, Symptome, Verlauf, Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten der Körperdysmorphen Störung informieren. Wir hoffen sehr, dass der vorliegende Ratgeber Ihnen hilft, die Krankheit besser zu verstehen, neue Perspektiven für den Umgang mit der Erkrankung zu entdecken und – vor allem einen Weg aus dem Sie einschränkenden Lebensrhythmus zu finden. Wagen Sie den Schritt hinaus ins Unbekannte! Finden Sie den Mut, die alten Ufer zu verlassen und zu neuen vorzudringen!

Frankfurt, im Januar 2010

V. Ritter undU. Stangier

1 Körperdysmorphe Störung – was ist das?

In allen Zeiten und Kulturen haben Menschen nach Schönheit gestrebt. Schon immer war es von Vorteil, gut auszusehen. In unserer heutigen westlichen Welt herrscht ein klar vorgegebenes Schönheitsbild als Ideal vor: ein perfekt geformter Körper, eine makellose Haut. Aufwendungen für Schönheitsvermehrung haben ungeahnte Höhen erreicht. Es wird immer mehr Geld und Zeit in die eigene Schönheit investiert. Während noch vor einigen Jahren vor allem Frauen unter dem Druck von gesellschaftlichen Schönheitsidealen standen, sind heute längst beide Geschlechter betroffen. Konfrontiert mit den Bildern makelloser Models sind zunehmend mehr Menschen mit dem eigenen Aussehen unzufrieden.

Wenn die Sorge um den eigenen Körper oder ein bestimmtes Körpermerkmal das gesamte Verhalten, das Denken und das Empfinden bestimmt und sich die betreffenden Personen zunehmend mehr aus dem Leben und sozialen Beziehungen zurückziehen, kann von einer Körperdysmorphen Störung gesprochen werden. Die Betroffenen leiden unter der Einbildung, hässlich und entstellt zu sein. Der nicht perfekte Körper wird zu einer Zwangsvorstellung, die Macht über das gesamte Leben gewinnt. Menschen mit dieser Störung entwickeln eine schwer korrigierbare Angst, durch einen Makel, der für andere nicht oder kaum als solcher erkennbar ist, entstellt zu sein. Sie werden beherrscht von der ständigen Sorge um den äußeren Makel. Ihre Gedanken kreisen häufig um den vermeintlichen Defekt und sie verbringen viel Zeit mit dem Kontrollieren und Verbergen des Makels.