Wenn Kollegen trauern - Franziska Offermann - E-Book

Wenn Kollegen trauern E-Book

Franziska Offermann

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Beschreibung

Trauer trifft jeden: den Kollegen, die Chefin, Kunden oder einen selbst. Wie damit umgehen? Darf darüber gesprochen werden? Welche Herausforderungen sind zu meistern? Wie kondolieren? Was tun bei Tränen? Das Anliegen der Autorin ist es, Hemmungen und Blockaden in diesen Situationen abzubauen, zu einer positiven Kommunikation zu finden und die Trauer zu integrieren.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
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Seitenzahl: 226

Veröffentlichungsjahr: 2016

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Zum Buch

Nach dem Verlust eines lieben Menschen in den Arbeitsalltag zurückzukehren, ist eine große Herausforderung. Was ist, wenn unversehens Tränen kommen, wenn Kollegen unbeholfen reagieren? Was ist, wenn Worte fehlen, wenn Projekte zu scheitern drohen, das Team plötzlich instabil ist? Wie können Betroffene, Kollegen und Personalverantwortliche gute Wege finden?

Offenheit und Verständnis zu schaffen, ist das Anliegen der Autorin. Sie klärt auf, welche Facetten Trauer hat, dass Trauer gelebt werden darf und wie es möglich ist, Achtsamkeit und Gesprächsbereitschaft in Unternehmen gewinnbringend aufzubauen. Der Schlüssel dazu heißt BEILEID:

B eziehung

E mpathie

I ndividualität

L ogistik

E ntspannung

I ntegration

D auer

Zur Autorin

Dr. Franziska Offermann ist Trauerbegleiterin und Coach. Sie gibt Workshops und Seminare und hält Vorträge zum Thema Kommunikation und positive Veränderung bei Krisen und Trauer. Mit ihrem Beratungskonzept Lucera unterstützt sie Unternehmen und Organisationen und gibt Coachings für Führungskräfte und Privatpersonen. Sie ist Mutter von fünf Kindern und lebt mit ihrer Familie bei München.

www.lucera.de

Franziska Offermann

Wenn Kollegen trauern

wahrnehmenverstehenhelfen

Kösel

Der Inhalt dieses E-Books ist urheberrechtlich geschützt und enthält technische Sicherungsmaßnahmen gegen unbefugte Nutzung. Die Entfernung dieser Sicherung sowie die Nutzung durch unbefugte Verarbeitung, Vervielfältigung, Verbreitung oder öffentliche Zugänglichmachung, insbesondere in elektronischer Form, ist untersagt und kann straf- und zivilrechtliche Sanktionen nach sich ziehen.Der Verlag weist ausdrücklich darauf hin, dass im Text enthaltene externe Links vom Verlag nur bis zum Zeitpunkt der Buchveröffentlichung eingesehen werden konnten. Auf spätere Veränderungen hat der Verlag keinerlei Einfluss. Eine Haftung des Verlags ist daher ausgeschlossen.

Copyright © 2016 Kösel-Verlag, Neumarkter Str. 28, 81673 München,in der Verlagsgruppe Random House GmbHUmschlag: Weiss Werkstatt MünchenUmschlagmotiv: © plainpicture/Hanka Steidle | BildNR. p450m966234Satz: Uhl + Massopust, AalenISBN 978-3-641-18887-0V001Weitere Informationen zu diesem Buch und unserem gesamten lieferbaren Programm finden Sie unterwww.koesel.de

Inhalt

Wie meine Welt aus den Fugen geriet

Trauer

Was bedeutet Trauer?

Worüber wir trauern

Reaktionen in der Trauer

Was ist Trauer?

Trauermodelle

Trauer verläuft nicht nach Regeln

Trauer darf gelebt werden

Trauerbegleitung am Arbeitsplatz?

Trauer verursacht Stress

Erfahrungen Trauernder am Arbeitsplatz

Unterstützung und Ablehnung

Eine Chance für Gesundheit und Teambildung

Weiterarbeiten, aber wie?

Meine eigene Trauer wahrnehmen

Zwischen Mitgefühl und Selbstschutz

Das Prinzip BEILEID hilft Trauernden

Zeiträume der Trauer

Die erste Zeit nach dem Tod

BEILEID in der Eingangsphase

Vor der Rückkehr an den Arbeitsplatz

BEILEID vor dem Wiedereinstieg

Rückkehr an den Arbeitsplatz

BEILEID bei der Rückkehr

Das Trauerjahr

BEILEID für die Zeit danach

Angemessen kondolieren und andere Hilfen für Kollegen

Ein Krisenplan gibt Sicherheit

Erste Hilfe bei akuter Not

Damit Kommunikation gelingt

Kondolieren ist Zuwendung

Kreativität heilt

Rituale schaffen Vertrauen und Sicherheit

Über den Körper die Seele erreichen

Trauer integrieren

Das bringt Lebensfreude zurück

Prävention

Einen tragfähigen Boden bereiten

Achtsamkeit im Unternehmen

BEILEID in der Prävention

Epilog

Danksagung

Über meine Arbeit

Anhang

Teil 1 : Vorschläge für die Praxis

Zu Entspannung, Entlastung

Zu Stabilisierung bei akuten Notfällen

Zu Kreativität

Zu Körper und Seele

Teil 2: Entspannung zum Hören und Literaturauswahl

Quellenverzeichnis

Text- und Bildnachweis

Adressen

Anmerkung der Verfasserin

Für Lorenz und alle, die mit ihm leben

Wie meine Welt aus den Fugen geriet

Am 24. September 1998 zerbrach für mich eine heile Welt. Zehn Stunden nach seiner Geburt starb mein Sohn Lorenz. Die Zeit bekam für mich eine andere Dimension, Welt und alle Farben sah ich durch einen Nebel, mein Körper schmerzte, jede Bewegung fühlte sich seltsam an, Gerüche und Geschmack waren fahl, Geräusche drangen manchmal dumpf, zeitweise unerträglich schrill, oft nur von weit weg in mein Ohr, Gedanken steckten fest oder kreisten. Ich fühlte eine große Leere, durchzogen von der grausamen Wahrnehmung der Realität: Lorenz ist tot! Sein Kinderbett wird leer bleiben. Ich werde ihn nicht wachsen sehen. Seine Schwester wird niemals seinen Kinderwagen schieben, mein Mann nicht mit ihm Fußball spielen. Zuversicht und Hoffnung waren zerstört, auch der Glaube an meine Möglichkeiten, mein Leben zu gestalten, war zunichte. Ich fühlte mich als Spielball des Schicksals hilflos ausgeliefert. Nichts war mehr so, wie es vorher war.

Gleichzeitig musste ich feststellen, dass die Welt um mich herum genauso funktionierte wie immer: Passanten hasteten durch die Straßen, Autos fuhren und hupten, in der Apotheke, in der ich meine Medikamente holen musste, herrschte Routine, Menschen aßen, tranken und lachten, auch die Sonne ging auf und unter. Alles im Außen funktionierte normal, für Kollegen, Freunde, Bekannte war alles wie immer, nur meine Welt war aus den Fugen geraten, und ich schien nicht mehr dazuzugehören. Wie kann alles so normal sein, wo doch mein Sohn nicht mehr lebt? Das tat mir sehr weh und war so ungerecht. Ich war verzweifelt und wusste nicht, wie es weitergehen sollte. Wie könnte ich je wieder Normalität leben, geschweige glücklich sein? Gibt es Menschen, die es überlebt haben? Wie haben sie das geschafft? Und ja, noch an seinem Todestag verspürte ich den Impuls: Lorenz’ Leben soll nicht umsonst gewesen sein.

Eine der größten Herausforderungen war es, in eine Art Arbeitsalltag zurückzukehren. Einerseits wollte ich die Möglichkeit haben, mich meiner Trauer und meinen Gefühlen hingeben zu können. Die Vorstellung, auf »Knopfdruck« funktionieren zu müssen, machte mir Sorgen und Angst. Wie würden meine Kollegen reagieren? Könnte ich mich ausreichend konzentrieren? Würde ich viele Fehler machen? Oder etwas vergessen? Wie würde der Umgang mit schwierigen Kunden gelingen? Andererseits sehnte ich mich auch nach etwas Normalität, Struktur, Routine und auch nach ungezwungenen Kontakten. Also ging ich das Wagnis ein, möglichst offen mit der Situation umzugehen und eine geringe Wochenstundenzahl regelmäßig zu arbeiten.

Einige Monate später erschütterte mich ein neuer Todesfall. Zu der einsetzenden Erschöpfung kam ein weiterer Schmerz, der sich teilweise anders anfühlte und eine weitere Art der Sehnsucht spürbar werden ließ.

Ich liege am Boden,

mag darin versinken, verschmelzen

so klein, so kraftlos, so leer,

einfach nur liegen

meine Seele krümmt sich

nicht auszuhalten der Gedanke ans Leben

einfach treiben im Grau

mehr nicht

Nach einiger Zeit des Verharrens hatte ich das Bild eines Grashalms vor Augen: Egal, wie sehr der Sturm auch pfeift, der Grashalm bricht nicht. Er beugt sich geschmeidig und richtet sich langsam wieder auf, sobald der Sturm vorbei ist. So könnte es gehen: Mich dem Geschehen beugen, nicht aufbäumen, anerkennen, was ist, mich ausruhen, bis ein wenig Kraft wächst, um wieder gut weiterzugehen.

Aufbruch

So war es dann. Ich ließ mir Zeit, tat mir selbst Gutes und konnte nach und nach auch wieder etwas Freude und Zuversicht in mein Leben lassen.

Sehr schnell fand ich glücklicherweise Zugang zu einer Selbsthilfegruppe der Verwaisten Eltern und trauernden Geschwister München e.V. Dort konnte ich wohltuend erfahren: Ich bin mit meinem Schicksal nicht allein, es gibt auch andere, die Ähnliches erlebt haben und schon einige Schritte weiter sind, meine Gefühle sind normal. Auch dort sprachen Trauernde von der »Stunde null«, der »Katastrophe«, der »großen Leere«, dem »Unvorstellbaren«, dem »Scherbenhaufen«, und sie waren dabei anzuerkennen, was ihnen widerfahren war, den schweren Gefühlen Raum zu geben, sich ihrer Trauer zu stellen. Diese Menschen machten mir Mut. Ich wusste zwar nicht, wie, aber ich schöpfte Hoffnung, dass das Leben auch für mich weitergehen könnte. Darüber hinaus wurde mir klar, dass ich meine bisherige Arbeit in dieser Form nicht weiterführen wollte.

Die Gemeinschaft Trauernder wurde zu einem wichtigen Teil meines Lebens. Ich konnte erleben, wie Menschen auf ganz unterschiedliche Art und Weise mit ihrer Herausforderung umgingen. Die Wege waren sehr verschieden, es gab keine Normen, kein Richtig oder Falsch. Hier wurden Gefühle ehrlich gelebt, jeder konnte ohne Maske und Tarnung da sein. Deshalb entschloss ich mich, als Trauerbegleiterin anderen Menschen in ihrer schweren Zeit beizustehen. Noch immer bin ich froh um die Stunden, in denen Menschlichkeit ganz ungeschminkt gelebt werden darf, Individualität akzeptiert wird, das Leben sich ganz anfühlt.

Bei meiner Arbeit werden mir immer wieder diese Fragen gestellt: Wie ist es möglich, mit der schlimmen Erfahrung im Alltag und in der manchmal unerträglichen Normalität weiterzuleben? Was benötigen Kollegen und Vorgesetzte, um Betroffene gut unterstützen zu können? Wie können Trauernde Verständnis, ganz besonders am Arbeitsplatz, erfahren? Gut zu funktionieren, stark und fit zu sein, nimmt einen wichtigen Stellenwert im Arbeitsalltag ein. Schließlich hängt die Existenz davon ab, einer Erwerbstätigkeit nachgehen zu können, und Arbeitgeber sowie Vorgesetzte stehen oft unter Druck, gute Ergebnisse erzielen zu müssen.

Ganz herzlich möchte ich Sie einladen, an den Erfahrungen mit Trauer im Arbeitsumfeld teilzuhaben. Es würde mich freuen, wenn Sie Empfehlungen und Anregungen finden, die Sie ansprechen und für Sie anwendbar und umsetzbar erscheinen. Herzlichen Dank, dass Sie sich auf das Thema Trauer einlassen und Zeit, Raum und Gedanken dafür investieren.

Trauer

Was bedeutet Trauer?

Als junger Mensch verband ich Trauer mit schwarz gekleideten Menschen, die mehr oder weniger traurig oder auch scheinheilig einer Beerdigung beiwohnen, sich anschließend auf Kosten des Verstorbenen die Bäuche vollstopfen und ihre »Trauer« ganz schnell vergessen haben – spätestens nach ein paar Bierchen. So kannte ich es von Beerdigungen im Bekanntenkreis und in der Großfamilie. Besonders nach dem Tod meiner Tante, die mit Anfang fünfzig starb, konnte ich nicht verstehen, wie selbst ihre Geschwister zunächst so traurig schienen und so kurz nach der Beisetzung lachten und scherzten. Für mich war die Trauer der Angehörigen so gut wie nicht zu spüren, und auch ich selbst musste allzu schnell zurück in den Alltag. Meine Freunde hatten damals nur wenig Verständnis, und ich wollte ihnen mit meinen Gefühlen, die ich selbst auch nicht verstand, nicht lästig sein. Mir war es peinlich. »Stell dich nicht so an«, sagte ich mir, »es ist ja nur deine Tante, für dich ist es ja gar nicht so schlimm.« So entstand für mich der Eindruck, dass Beerdigungen eine Farce sind, die weder dem Toten noch den Angehörigen etwas bringen, und ich habe mir gewünscht, dass meine Beerdigung einmal ganz anders sein sollte.

Mir sind auch noch die Bilder von Prinzessin Dianas Tod und Beerdigung sehr präsent: Zunächst tiefe Verzweiflung, weinende und klagende Menschen im Fernsehen, ein Meer von Blumen, Kondolenzschlangen, bewegende Fotos der jungen Prinzen … Einige Wochen später war der Spuk vorbei, neue Schlagzeilen beherrschten die Welt. Pünktlich zu den Jahrestagen wieder ein Aufflackern der Emotionen, jedes Jahr ein bisschen weniger. Bis hin zum heutigen Kult um Prinzessin Diana. Auch Rituale aus fernen Ländern schienen mir fremd, aufgesetzt, leer, sinnlos, falsch.

Gleichzeitig kannte ich in meinem Leben viel Traurigkeit, Schmerz und Sehnsucht sowie Abschiede. Diese Gefühle mit dem Begriff Trauer in Verbindung zu setzen, kam mir damals nie in den Sinn.

Dann starb Lorenz, und auf einmal war ich eine trauernde Mutter. Ich war überwältigt von den unterschiedlichsten Gefühlen: Tiefer Schmerz, große Sehnsucht nach meinem Kind, Ohnmacht, Angst, Kraftlosigkeit, Wut und Apathie ergriffen mich abwechselnd oder gleichzeitig, die Trauer überfiel mich schlagartig. »So fühlt sich also Trauer an«, dachte ich damals und, »wie soll es jemals wieder gut werden?« Im Laufe der Zeit stellte ich fest, dass meine Trauer sich verändert: Zunächst hatte die Trauer mich im Griff, später hatte ich die Trauer im Griff und ich lernte, mich ihr dosiert zu widmen. Trauer als Gefühl gehört heute zu meinem Leben wie Freude, Spaß, Liebe und Arbeit. Darüber hinaus habe ich verstanden, dass aktives Trauern hilft, belastende Erlebnisse in mein Leben einzuordnen.

»Trauer ist die normale Reaktion auf einen bedeutenden Verlust«, sagt die Theologin Kerstin Lammer. Es geht dabei nicht nur um traurige Gefühle, bestimmte Rituale, einen Verhaltenskodex, ein Kulturverständnis oder ein Verhalten, sondern um ein komplexes Geschehen, das den ganzen Menschen und seine Umgebung betrifft. Wichtig ist dabei, dass diese Reaktion normal und menschlich ist und sich auf alle Verluste, nicht nur auf den Tod bezieht.

Worüber wir trauern

Durch meine Arbeit als Trauerbegleiterin lerne ich viele Menschen kennen, die den Tod eines nahen, sehr geliebten Menschen betrauern. Dass hier die Trauer groß ist, ist für jeden nachvollziehbar. Auch der Tod eines sehr geschätzten Kollegen und Mitarbeiters kann starke Trauerreaktionen auslösen. Andere Verluste und Abschiede im Leben, vor allem wenn sie unumkehrbar oder unwiederbringlich sind, werden ebenfalls intensiv betrauert, wie etwa die Berentung oder ein Jobwechsel. Dies möchte ich Ihnen anhand von einigen Fallgeschichten verdeutlichen. Die Betroffenen werden uns im Laufe des Buches immer wieder begegnen und ich nehme Bezug auf ihre Geschichten.

Rita

Rita trauert um ihren Sohn Max, der bei der Geburt einen Sauerstoffmangel erlitt und seitdem spastisch behindert war. Er war sein Leben lang auf fremde Hilfe angewiesen. Täglich wurde Rita mit der Tatsache konfrontiert, dass ihr Sohn sich nicht altersgemäß entwickelte, eine besondere Schule besuchen musste und wenige Kontakte mit Gleichaltrigen hatte. Sie trauerte um entgangene Normalität und Lebensfreude, um ihre eigene Unbeschwertheit und Energie, denn oft war sie durch den Betreuungsaufwand sehr erschöpft. Auch ihrem eigenen Beruf als Anwältin konnte sie nur eingeschränkt nachgehen. Im Alter von 13 Jahren verstarb Max. Nun musste sie die Unwiederbringlichkeit des Todes verkraften.

Johannes

Johannes trauert um seine Frau Lisa, die an Brustkrebs verstorben ist. Die gemeinsamen Kinder Luka, 15, und Lara, 14, leiden ebenfalls sehr unter dem Verlust. Alle Zukunftsträume, gemeinsam mit Lisa die ruhigere Zeit mit den fast erwachsenen Kindern zu genießen, im Job kürzerzutreten und dann lang ersehnte Reisen zu machen, sind gestorben. Kein Weihnachten mehr zu viert, keine Familienurlaube mehr. Seine heile Welt ist zusammengebrochen.

Auch die Lehrerkollegen an Lisas Schule waren fassungslos und zutiefst traurig. Alle würden ihre fröhliche, aber dabei besonnene Art vermissen. Wer wird nun Beratungslehrer werden? Wer sagt der Rektorin mal die Meinung? Wie werden die Kinder reagieren? Wer engagiert sich nun für die Schulbibliothek? Lisas Tod riss eine tiefe Lücke in die Schulfamilie, denn alle hatten gehofft, sie würde den Kampf gegen den Krebs gewinnen. Es sah so gut aus und dann dieser doch überraschende Tod!

Magdalena und Wolfgang

Das Paar wurde vom Hochwasser im eigenen Haus überrascht. Das Wasser kam so schnell, dass sie sich und drei ihrer vier Kinder gerade noch in Sicherheit bringen konnten. Das jüngste Kind Sonja starb. Zusätzlich zur großen Trauer über den Tod ihrer geliebten Tochter wog nicht nur der materielle Verlust schwer. Sämtliches Mobiliar, Kinderspielzeug, alle Fotos, Briefe und Erinnerungen mussten entsorgt werden, es gab keine Möglichkeit, die Filmaufnahmen der ersten Schritte wieder zu beschaffen, kaum ein Babyfoto ist erhalten geblieben, fast alles hat das Wasser und der Schlamm vernichtet.

Marisa und Claudio

Vor fünf Jahren haben Marisa und Claudio geheiratet. Sie wünschten sich nichts sehnlicher, als viele Kinder zu haben, doch die Ehe blieb lange kinderlos. Nach einer Reihe von ärztlichen Eingriffen meldete sich das Wunschkind endlich an. Doch in der 25. Woche kam ihr Sternenkind Fee viel zu früh auf die Welt und konnte nicht bleiben. Die Trauer um dieses kleine Menschlein schien grenzenlos, gepaart mit der Angst, möglicherweise nie eigene Kinder aufwachsen zu sehen.

Familie Burger

Bei Familie Burger veränderte die Nachricht von Davids Tod das ganze Leben. Gerade achtzehnjährig kam er auf schneebedeckter Fahrbahn ins Schleudern, prallte gegen einen Baum und war sofort tot. Als die Polizei nachts vor der Tür stand, um die Nachricht zu überbringen, reagierte Anna, obwohl sie die Mutter von David ist, überraschend gefasst. Später erzählte sie mir, dass sie wie neben sich stand und sich selbst sprechen und agieren gesehen hat. Ihr Mann Klaus sackte, während alle in der Küche standen, wortlos weinend zusammen. Der herbeigerufene Notarzt spritzte ihm ein Beruhigungsmittel. Emma, die sechzehnjährige Schwester, erfuhr erst am nächsten Morgen von dem Unfall, da sie bei einer Freundin übernachtet hatte. Sie schrie wutschnaubend, warum man sie nicht sofort verständigt hätte! Die neunjährige Amelie, die von dem ganzen Aufruhr geweckt worden war, verkroch sich in ihr Zimmer, schnappte sich ihr Lieblingskuscheltier, schaltete Benjamin Blümchen ein und kuschelte sich unter ihre Decke. An Schlaf war nicht mehr zu denken.

Christian

Der Tod von Stefan war ein großer Schock für die Mitarbeiter eines größeren Pharmaherstellers. An einem Montagmorgen erreichte die Vorgesetzten, Mitarbeiter und Kollegen die für alle unfassbare Nachricht, dass er am Wochenende bei einem Lawinenabgang verunglückt war. Obwohl er noch geborgen werden konnte, starb er auf dem Weg in die Klinik. Stefan fehlte seiner Abteilung und vor allem seinem Freund Christian, der mit ihm zusammenarbeitete, sehr. Sie hatten doch gerade ein neues Arzneimittel in der klinischen Studie und die Ergebnisse sahen so gut aus! Wer wird die Arbeitsgruppe jetzt leiten können? Keiner hatte so einen guten Überblick wie er! Seine blöden Witze und seine kleinen Angebereien nach dem Wochenende fehlen! Auch in der Vereinsfußballmannschaft fehlt nun der beste Mittelstürmer.

Andreas

Der Geschäftsführer eines mittelständischen Unternehmens ging nach über zwanzigjähriger Führung in den Ruhestand. Andreas war wie ein großer Teil der Belegschaft zu Tränen gerührt und trauerte auch Monate später intensiv um die alten Strukturen und Gewohnheiten.

Wir trauern also im Laufe unseres Lebens über den Verlust von körperlicher Integrität, Attraktivität und Vitalität, wie zum Beispiel im Alter, bei Krankheit, Behinderung, Demenz. Auch der Abschied von Entwicklungs- und Lebensphasen, wie Verrentung, Arbeitslosigkeit, Auszug der Kinder sind für uns oft gravierende Verlusterfahrungen. Den Verlust von Hab und Gut durch Katastrophen oder Flucht, Trennung oder Scheidung und besonders den Tod enger Bezugspersonen betrauern wir intensiv.

Reaktionen in der Trauer

Welche Reaktionen auf einen schmerzlichen Verlust folgen, ist in Ausmaß und Ausprägung sehr individuell. Wichtig ist es zu verstehen, dass diese Reaktionen den Körper, die Gefühle, die Gedanken und das Verhalten umfassen. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über mögliche Reaktionen:

emotional

physisch

kognitiv

Verhaltens-weise

Schmerz

Kraftlosigkeit

Grübeln

Weinen; Schreien

Kummer

Überempfind-lichkeit

Sinnsuche

Redebedürfnis

Leere

Appetitlosigkeit

Verleugnung

Erstarrung

Sehnsucht

Schlafstörungen

Gedankenleere

Ruhelosigkeit

Angst

Herz-Kreislauf-störungen

Gedanken-rasen

Desorganisation

Panik

Verdauungs-beschwerden

Orientierungs-losigkeit

sozialer Rückzug

Schuld-gefühle

Schmerzen

Vermindertes Selbstwertgefühl

geringe Stresstoleranz

Liebe

Kopfschmerzen

Konzentrations-störungen

Vermeidung

Wut

Erschöpfung

Gedächtnis-probleme

Suchtent-wicklung

Erleichterung

Betäubung

Schuldsuche

Rollenkonflikte

Gleichgültigkeit

Verspannungen

suizidale Gedanken

Ablenkbarkeit

Lustlosigkeit/ Antriebslosigkeit

Koordinations-schwierigkeiten

mechanisches Funktionieren

Die folgenden Beispiele machen deutlich, dass Reaktionen auf Verluste ganz unterschiedlich sind. Sie korrelieren nicht unbedingt mit der Schwere oder der Dramatik des Geschehens. Vielmehr hängen die Auswirkungen von der persönlichen Stabilität, den Vorerfahrungen, den individuellen Gegebenheiten und den Möglichkeiten des Umfeldes ab. Sie sind auch nicht vorhersehbar. Alles ist denkbar und alles sollte zunächst auch erlaubt sein.

Johannes

Nachdem seine Frau Lisa gestorben war, fühlte sich Johannes wie vor einem Scherbenhaufen. Wenn er durch die leeren Räume des Hauses ging, nahmen ihm Kummer und Sehnsucht schier den Atem. Einerseits war er wütend, andererseits stellte er sich die Frage: Was habe ich nur falsch gemacht? Warum werde ich so gestraft? Stunden verbrachte er damit, die letzten Monate ihres Zusammenlebens zu erinnern. Hätte er Warnzeichen früher erkennen können? Seinen Freunden und Bekannten ging er lieber aus dem Weg. Was hätte er ihnen auch erklären sollen? Ihm war das Gerede sowieso zu viel, »Die hatten ja keine Ahnung!« Morgens aufzustehen fiel ihm schwer, doch sobald er in der Arbeit war, ging es ihm besser. Hier wusste der stets zuverlässige und freundliche Abteilungsleiter, was zu tun war. Er war sehr froh um die Ordnung und Ablenkung. Ein paar Kollegen fragten zwar, warum er so müde wirkte, aber da war schnell eine Erklärung gefunden. Pubertierende Kinder können einem schon mal den Schlaf rauben, oder?

Johannes dachte auch oft an die Trauer seiner Frau Lisa. Als sie von ihrer Erkrankung erfuhr, war sie sehr geschockt. Zunächst schien ihr alles wie ein böser Traum. »Das kann doch nicht wahr sein!«, schrie es in ihr. »Doch nicht ich!«, flehte sie. »Das muss eine Verwechslung sein, mir geht es doch gut!« Die ersten Tage verbrachte sie wie ferngesteuert und funktionierte nur. Immer und immer wieder las sie die Arztberichte, bis sich nach einigen Tagen die traurige Gewissheit einstellte. Dann begann sie überall zu recherchieren und holte sich alle nötigen Fachinformationen, um eine für sie optimale Behandlungsmöglichkeit zu finden. Ihren Kollegen in der Schule sagte sie erst einmal nichts. Als sie sich etwas gefangen hatte, zog sie zunächst nur ihre Rektorin und zwei befreundete Lehrer ins Vertrauen. Manchmal schweiften ihre Gedanken während des Unterrichts ab, und die Schüler wurden unruhig.

Magdalena

Ganz anders war es für Wolfgang und Magdalena: Nach der Überschwemmung ihres Hauses schlug ihnen eine Welle der Hilfsbereitschaft entgegen, und sie hatten alle Hände voll zu tun, das Haus wieder in einen bewohnbaren Zustand zu bringen. Das Tun und Nach-vorne-Schauen tat ihnen gut. Nachdem das Haus wieder eingerichtet war, fühlte sich Magdalena oft lustlos und müde. Jede Erkältung, die angeflogen kam, nistete sich schnell bei ihr ein, mit den Kindern gab es öfter Streit. Für Wolfgang wurde der Termindruck im Job zur immer größeren Belastung.

Marisa und Claudio

Nachdem Marisa erfuhr, dass ihr Kind nicht überleben konnte, überfiel sie das Gefühl zu fallen – tiefer und tiefer. Nach dem Krankenhausaufenthalt hielt sie sich fast nur in ihrem abgedunkelten Zimmer auf und weinte den ganzen Tag. Essen verweigerte sie, ihr Mann Claudio hatte Mühe, ihr etwas zu trinken einzuflößen. Erst zwei Wochen später wagte sie sich langsam wieder ans Tageslicht.

Familie Burger

Nach der Beerdigung war es für Klaus lange unmöglich, als Lichtdesigner zu arbeiten. Er hatte keine Ideen mehr, seine Gedanken kreisten um David. Es machte ihn mut- und hilflos, dass er nicht in der Lage war, seinem geliebten Beruf nachzugehen. Anna erging es ganz anders. Sie war froh, recht bald wieder an ihren Arbeitsplatz zurückkehren zu können und möglichst wenig an David denken zu müssen. Als Projektleiterin in einer großen Versicherungsanstalt trug sie schließlich auch Verantwortung für einige Mitarbeiter. Ihre Chefs sollten keine Schwäche sehen, schließlich war sie gerade erst in die nächste Führungsebene aufgestiegen. Wenn allerdings ihre Mitarbeiter über »Probleme« klagten, konnte sie ihre Wut kaum bremsen. Tränen konnte sie gar nicht sehen: »Die haben Sorgen«, dachte sie, riss sich zusammen und hoffte inständig, dass das »Geheule« bald vorbei wäre.

Christian

Die Kollegen von Stefan waren zunächst sprachlos und wie gelähmt. Vor allem sein Freund Christian war völlig verzweifelt: »Freitag ist Stefan doch noch lachend und winkend aus der Tür gegangen!« Dass er nie wieder durch diese Tür kommen würde, unvorstellbar! An Arbeit war nicht zu denken, viele weinten, einige grübelten und rätselten, wie es weitergehen sollte. Ohne Stefan konnten sie sich das Projekt nicht mehr vorstellen. Auch die Teamleiterin war spitz um die Nase und merkwürdig tonlos in der Stimme. Sie hatte Mühe, die wichtigsten Dinge zu regeln. Was wohl jetzt mit Stefans Sachen auf dem Schreibtisch passierte? Und seine Familie? So langsam machten sich Gerüchte breit, wann und wie das Unglück geschehen sein sollte.

Was ist Trauer?

Als mein Sohn starb, war ich zunächst so vom Geschehen überrollt, dass ich instinktiv aus der Situation heraus handelte. Bald wurde mir klar, dass ich Wissen, Hilfe und Unterstützung brauche. Wie haben das andere gemacht? Gibt es Literatur? So suchte ich Kontakt zur Selbsthilfegruppe der Verwaisten Eltern und trauernde Geschwister e.V. und besorgte mir Bücher zum Thema Trauer, Tod und Sterben. Die damals wichtigste Nachricht für mich war: Es gibt Menschen, die gelernt haben, mit diesem fürchterlichen Verlust gut zu leben. Du bist nicht allein! Es gibt andere, die dein Schicksal teilen. Das hat mir gutgetan. Auch aus Büchern konnte ich erfahren, dass meine Empfindungen und Reaktionen normal sind und dass es wichtig ist, sich Zeit für seine Gefühle zu nehmen, um gesund bleiben zu können. Gedichte und Erfahrungsberichte halfen mir, meine Tränen fließen lassen zu können.

Sehnsucht

Sehnsucht –

sie will hinaus

schreien will sie

zerreißt die Brust

und hat doch keine Stimme.

strömt himmelwärts

Laufen will sie

und

und hat doch keine Beine.

setzt sich wieder

Gefangen tobt sie im Körperhaus.

auf meine Glieder

Sehnsucht –

erfüllt die Seele voller Schmerz.

Sabine Niebuhr

Was heißt es nun eigentlich zu trauern? Was kommt auf den Trauernden und auf Kollegen zu? Wie können die Auswirkungen von Trauer aussehen? Um sich selbst und andere in der Trauer verstehen und unterstützen zu können, sollen im Folgenden einige Modelle zur Trauer und zum Trauerprozess vorgestellt werden (s. Quellenverzeichnis).

Trauermodelle

Es gibt verschiedene Erklärungen, wie Trauer entsteht, wie sie abläuft, was sie ausmacht. Die bekannte Sterbeforscherin Elisabeth Kübler-Ross war die Erste, die davon sprach, dass es Phasen gibt, um sich in ein schweres Schicksal einzufinden, es zu akzeptieren und Frieden zu finden auch mit Erlebnissen, die zunächst unannehmbar erscheinen. Die Reaktionen gehen vom Nicht-wahrhaben-Wollen über großen Zorn hin zu einer Verhandlungsphase, auf die depressive Stimmungen folgen können, bis zur friedlichen Zustimmung zum Lebensende eines Sterbenden.

Trauer als Kehrseite der Liebes-Bindungsfähigkeit

Beim Verlust einer intensiven Bindung wie beim Tod eines geliebten Menschen beschreibt John Bowlby eine Abfolge von der Betäubung der schlimmsten Gefühle über Sehnsucht und Suchen, Desorganisation und Verzweiflung bis schließlich zur Reorganisation. Vielleicht können Sie sich ein Mobile vorstellen, das gut ausbalanciert ist. Sobald Sie einen Faden abschneiden und damit ein Element entfernen, wird das Mobile ganz durcheinandergeraten, und seine ursprünglichen Beziehungsfäden verheddern und verknoten sich. Es ist eine langwierige und mühsame Aufgabe, eine neue Ordnung zu schaffen. Möglicherweise müssen die alten Fäden ganz neu organisiert werden, um das Mobile wieder auszubalancieren, manchmal entstehen ganz neue, gute Konstellationen.

Das Vier-Phasen-Modell

Die bekannte Schweizer Psychologin Verena Kast verband das Bindungsmodell mit den Erkenntnissen von Elisabeth Kübler-Ross und entwickelte ein Vier-Phasen-Modell: Diese »Phasen« habe ich bei mir selbst und bei vielen Betroffenen oft erleben können. Es gibt jedoch keine Chronologie und kein »Abarbeiten« dieser »Phasen«. Dieses Modell sehe ich als hilfreich, um zu beschreiben, was alles möglich und normal ist.

Die Phase des Nicht-wahrhaben-Wollens beschreibt eine Zeit, in der Empfindungslosigkeit und Vermeidung einen sinnvollen Schutz darstellen können. Körperliche Symptome wie beim Schock treten auf, so bei Anna, die nach der Überbringung der Todesnachricht mechanisch funktionierte und sich selbst dabei zusehen konnte, wie sie alle notwendigen Schritte unternahm, ohne dabei etwas zu fühlen. Auch ich erinnere mich daran, dass ich mehrfach geträumt habe, dass der Tod meines Sohnes gar nicht wahr ist, dass ich ihn am nächsten Tag aus dem Krankenhaus abholen können würde und alles nur ein böser Spuk gewesen wäre. Mit dem Aufwachen kam die grausame Realität.

In der Phase der aufbrechenden Emotionen bahnen sich oft Gefühle wie Wut, grenzenlose Traurigkeit, Angst, Zorn, Schmerz und Schuldgefühle ihren Weg an die Oberfläche des Bewusstseins. Luka, der Sohn der an Brustkrebs verstorbenen Lisa, reagierte in der Schule zunehmend aggressiv auf seine Mitschüler. Er war wütend auf das Leben, sein Schicksal, auf seine Mutter, die ihn so früh verlassen hatte, und auf jeden Mitschüler, der ihm »dumm kam«. Wolfgang hatte mit starken Selbstvorwürfen und Schuldgefühlen zu kämpfen: »Warum habe ich nicht auf die Unwetterwarnungen gehört?« »Wenn ich noch einmal zurückgegangen wäre, hätte ich Sonja vielleicht noch retten können!« Rita litt nach dem Tod ihres Sohnes Max an Angstzuständen. Sie traute sich nicht mehr alleine in die U-Bahn und mied Menschenmengen. Die Angst vor dem Unberechenbaren wurde immer größer. Seit Davids Autounfall wurde Klaus oft von großer Traurigkeit überrollt. Statt neue Designs entwerfen zu können, saß er weinend im Atelier und vergaß die Zeit. Anna wurde beim Anblick junger Männer von dem Gefühl einer kalten Hand ergriffen, die sich um ihr Herz klammerte. Zunehmend klagte sie über Kopfschmerzen. Allmählich wurde ihr bewusst, wie groß die Lücke ist, die ihr Sohn hinterlässt, die Leere fühlte sich unerträglich an. Stefans Arbeitskreiskollegen waren niedergeschmettert. Vor allem bei seinem Freund Christian machte sich Frust und Unlust breit, er verstand nicht, wie die Kollegen so tun konnten, als wenn nichts gewesen wäre. Es entstand immer mehr Streit, denn jeder wusste es besser. Stefan als kreativer Kopf der Truppe fehlte so sehr!

Die Phase des Suchens und Sich-Trennens