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In Deutschland gibt es zur Zeit nur ein "epochales" Thema - die Zuwanderung. Kein Zweifel, die muslimische Zuwanderung wird uns in den kommenden Jahren, wahrscheinlich noch in den nächsten Jahrzehnten, in höchstem Maße beschäftigen. Denn der Islam ist keine Religion des Friedens. Er ist Religion und politische Ideologie zugleich. Seit Urzeiten schützt sich der Islam mit viel Raffinement durch ein Frageverbot gegen Zweifel und Wandel. Und die Mehrheit der neuen Ankömmlinge hat diese Religion im "Gepäck". Parallelgesellschaften entstehen. Eine Überforderung des Staates ist absehbar und damit die größte Sorge der Menschen unseres Landes. Die Flüchtlingspolitik spaltet die Gesellschaft. Sicherheitsbehörden schlagen Alarm und warnen die Politik. Aber: Die Politik besteht aus systematischem Ignorieren der Wirklichkeit. Es besteht sogar Gefahr, dass die Europäische Union daran zerbricht. Alle menschlichen Gesellschaften versuchen, ihre Zukunft zu regeln, in dem sie dafür Sorge tragen, dass ihr Gerüst, ihre Struktur und ihre Traditionen erhalten bleiben und weitergegeben werden. Schaffen wir das auch?
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Seitenzahl: 358
Veröffentlichungsjahr: 2019
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„Wer halb Kalkutta aufnimmt, hilft nicht Kalkutta, sondern wird selbst zu Kalkutta!“
Peter Scholl-Latour
Dieses Buch schreibe ich für meine Nachkommen und meine Freunde.
Vorwort: Epochenwende! Quo vadis, Europa?
Teil II Europa wird zum Morgenland (1980-2017)
Unter dem Diktat von 5 Prozent?
Der lange Arm türkischer Imame
Woher kommt meine islamkritische Einstellung
Warum nennen sie uns „Ungläubige“
Islamische Parallelgesellschaften
Eine Gerichtsbarkeit die irritiert
Können sich Muslime überhaupt integrieren
Der Islam gehört (noch) nicht zu Deutschland
„Politische Korrektheit“ nicht korrekt
Massenmigration mit zerstörerischer Wirkung
Sicherheitsbehörden schlagen Alarm
Asyl wurde zum Jedermann-Recht
Irrationales Handeln der Politik
Die Flüchtlingspolitik spaltet die Gesellschaft
Immigration aus rückständigen Ländern
Diese Zuwanderung ist keine Frischzellenkur
Die UNO bastelt an einem neuen Sprengsatz
Übertriebene Ängste eines „älteren Herrn“ – einem Opa?“
„Wer hat mein Lied so zerstört“
sang die israelische Sängerin Daliah Lavi im Jahr 1971.
Es war die deutsche Version eines Melanie Safka Songs
nach einem Text von Miriam Frances.
„Ich wollte singen, was ich niemals sagen kann,
doch darauf kam es nicht an, Ma.
Wer hat den Sinn so verdreht, Ma? “
„Jedes Wort, das legten sie falsch aus
und dafür gab es Applaus, Ma!
Wer hat mein Lied so zerstört?“
„Hätte je ein Traum mich froh gemacht,
dann wäre ich niemals aufgewacht
und fände mein Lied nicht zerstört.“
“Bald wird es Zeit zu verstehen!“
Singen liegt mir nicht – Schreiben schon eher.
Der Aktualität geschuldet, ersetze ich
das Wort Lied einfach durch das Wort Land.
„Wer hat mein Land so zerstört“
In meinem letzten Buch „Wer wir waren“ konnte ich immerhin mehrere hundert Buchseiten über die Vorfahren meiner Familie zu Papier bringen. Über das historische Spektrum, ihr Dasein im Lauf dieser bewegten europäischen Geschichte, und deren lebensbedrohlichen und entbehrungsreichen Lebensverhältnisse. Es dürfte nur wenige Familien geben, deren Geschichte über ein halbes Jahrtausend hinweg dokumentiert ist – von der Zeit des Mittelalters, bis hin zum Ende des Zweiten Weltkrieges. Dass sich einige Spuren meiner Vorfahren gar 1000 Jahre zurückverfolgen lassen, hat mich selbst wohl am meisten überrascht – und gleichzeitig unglaublich beeindruckt. Mehr Europäer, mehr Deutscher, mehr Bayer zu sein – das geht vermutlich gar nicht.
Das Wissen über meine Wurzeln, der Zeitgeschichte, dem Lebensumfeld unseres Familienverbandes, über so viele Jahrhunderte hinweg – all dies hat mir eine ganz andere Sicht auf mein Heimatland eröffnet. Auch das Bewusstwerden darüber, dass sich Christen schon seit 2000 Jahren dem muslimischen Expansionsdrang erwehren müssen, schärfte meinen Blick auf die nicht mehr zu übersehenden Veränderungen in unserem Land.
Seit mehr als einem Jahrzehnt nehme ich hierzu beinahe täglich Nachrichten, Kommentare und Ereignisse wahr, die einzeln für sich – da isoliert betrachtet – meist bedenkenlos hingenommen werden, wenn bisweilen auch nur sehr widerwillig. Dazu häufen sich meine eigenen Wahrnehmungen, so dass ich letztendlich feststellen muss: Entweder gehen viele von uns wie Hans Guck-in-die-Luft durch das Leben oder sie verschließen davor bewusst ihre Augen.
Dabei ist es genauso, wie bei einem Puzzlespiel. Ein Puzzle, das erst dann einen Sinn ergibt, wenn man auch das letzte von Hunderten kleinen Teilen eingefügt hat und das ganze Bild vor sich sieht.
Ich habe es für euch zusammengesetzt – es zeigt sich in höchstem Maße bedrohlich.
Heute steht Europa am Anfang einer neuen Epoche! Zurzeit gibt es in Deutschland nur ein „epochales“ Thema – die Zuwanderung. Die Migration überlagert alle anderen Fragen. „Epochal“ deshalb, weil dieser Vorgang so bedeutend ist, ja gar bestimmend für einen ganzen Zeitraum – die kommende, neue Epoche.
Kein Zweifel, die muslimische Zuwanderung wird uns in den kommenden Jahren, wahrscheinlich noch die nächsten Jahrzehnte in höchstem Maße beschäftigen. Denn der Islam ist beim besten Willen keine Religion des Friedens! Er ist Religion und politische Ideologie zugleich. Eine der gefährlichsten und gewalttätigsten Ideologien der Welt – die nur im Gewand einer Religion daherkommt. Und: Der Islam ist in der Welt noch heute die einzige Kultur, die das Überleben des Westens fraglich erscheinen lässt.
Wir sollten fernerhin wahrhaben, dass der Islam ein immens großes Gewaltproblem hat. Besonders, weil die Mehrheit der neuen Ankömmlinge diese Religion im „Gepäck“ hat. Angesichts der brisanten Aktualität kann ich es daher nicht lassen, nach meinem Buch „Wer wir waren“, jetzt auch meine Wahrnehmungen zur gegenwärtigen Situation in Deutschland und Europa zu schildern. Dabei besonders die hoffnungslos verworrenen Zustände, und die rund um mich herum spürbare, aufgewühlte Gefühlslage unter den politisch interessierten Menschen. Deshalb schreibe ich dieses Buch.
Keiner soll später sagen können, er habe das alles nicht gewusst. Denn in unserem Land geht die Wahrheit oft schnell verloren. Im Laufe der kommenden Jahre werden viele Einzelheiten aus dem Blick geraten. Ein Urteil darüber überlasse ich gerne der Zeitgeschichte.
Vor 100 Jahren war Europa noch das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Welt. Die Welt von heute ist mittlerweile viel besser als vor 100 Jahren, insbesondere in Europa. Wir haben Bildungs- und Sozialsysteme geschaffen und der Großteil der Bevölkerung hat ein Lebensniveau erreicht, das eine freie Entfaltung der Persönlichkeit ermöglicht. Wenn ich jetzt noch den Experten der angesehenen Boston Consulting Group glaube, ist das Leben in Deutschland gegenwärtig (2016) geradezu perfekt. Doch „das Land, in dem wir „gut und gerne leben“ – wie ein von der SED geklauter aktueller CDU Wahlkampfspruch lautet – bewegt sich auf den Abgrund zu.
In den nächsten 100 Jahren wird Europa nur noch einen Bruchteil seiner Bevölkerung haben. In 200 Jahren könnten einige europäische Länder sogar ganz verschwunden sein. Demographologen glauben, dass Europa bis dahin ein schwarzer oder brauner Kontinent sein wird und bis zum Ende des Jahrhunderts aller Voraussicht nach islamisch.
Niall Ferguson, einer der einflussreichsten Historiker der Gegenwart, sagt: „Deutschland wird ein nahöstliches Land, so wie Amerika ein lateinamerikanisches Land wird. Seien wir froh, dass es bei uns in den USA nur die Mexikaner sind. Und keine Marokkaner“. Der Mann hat leicht reden, weil die Zentralamerikaner eben nicht viel anders sind, als die US-Amerikaner. Wogegen uns Europäern, durch eine bereits seit vielen Jahren anhaltende „Invasion“ von Muslimen, schleichend eine völlig andere Kultur übergestülpt wird.
In Deutschland haben Politiker bereits seit langem sichtbare Probleme beim Umgang mit Fakten und Realitäten. Zu Beginn der Völkerwanderungen nach Deutschland in den Jahren 2015/2016, lebten im Land rund fünfeinhalb Millionen Muslime. In nur einem Winter kam eine ganze Million dazu – ohne die nachfolgenden Angehörigen. Diese haben sich indes, durch die in die Statistik nicht aufgenommene Familienzusammenführungen mindestens verdoppelt. Die Zahl der Muslime in Deutschland beträgt heute rund sieben Millionen. Offizielle Angaben stimmen meist nicht, weil sie politisch frisiert sind.
Jährlich kommen weiter Millionen von Muslime aus Nahost und Afrika nach Europa. Die Zukunft Europas und die Bewahrung seiner durch die Aufklärung bestimmten zivilisatorischen Identität hängen deshalb davon ab, wie europäische Politiker in nächster Zeit auf die islamischen und islamistischen Forderungen reagieren. Geben sie nach, dann ist Europa verloren.
Alle Identitäten, die heute in der Welt existieren, sind in einem historischen Prozess entstanden, in dem Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund zu einer neuen Identität verschmolzen wurden. Vor 1000 Jahren, ja noch vor 200 Jahren, gab es keine Deutschen in dem Sinne, wie wir sie heute kennen. Es gab Bayern, Sachsen, Preußen und so weiter. Und meistens waren die Feindseligkeiten, der Hass und die Gewalt, sagen wir mal zwischen Katholiken und Protestanten – wie im Dreißigjährigen Krieg – weitaus schlimmer als fast alles, was man heute sieht. Und den Nachkommen der Menschen, die sich millionenfach abgeschlachtet haben, ist es heute egal, ob man Katholik oder Protestant ist, oder ob Bayer oder Preuße. Heute werden vielleicht höchstens mal ein paar Witze gemacht, aber diese Unterschiede sind in der deutschen Politik kein Thema mehr.
Noch bis vor wenigen Jahren gab es in Europa kaum nennenswerte Gruppen nichteuropäischen Ursprungs. In den vergangenen 15 Jahren hat jedoch eine unkontrollierte, von deutschen Wählern nie abgesegnete, geschweige denn erwünschte Immigration von Millionen von Menschen unsere Länder auf eine Art und Weise verändert, wie wir uns das nie vorstellen konnten.
Wer heute mit offenen Augen durch Deutschland geht, kann feststellen, dass die globale Zuwanderung unser Land, unsere Kultur, unsere deutsche Identität, bereits seit Jahren stärker beeinflusst, als dies die Mehrheit der heimischen Bevölkerung innerlich jemals akzeptiert hat. Aber es braucht Identität, und dass dies etwas mit der Nation zu tun hat, ist völlig natürlich. Aus der Abgrenzung gegenüber anderen lernt bereits jedes Kind, was es selber ist. Schon immer. Und das gilt auch für Nationen. Identität erreicht man nur durch Abgrenzung. Ich bin eben kein Asiate und kein Amerikaner, sondern halt einfach Europäer. Und deshalb wollen die Bürger ein sicheres Europa, das ihre kulturelle Identität schützt. Die große Mehrheit der europäischen Nationen will ihre historische und kulturelle Identität bewahren und ihre nationale politische Souveränität nicht aufgeben.
So wie ich, sind sehr viele Bürger unseres Landes über den plötzlich sichtbaren und hörbaren Einbruch einer ziemlich anderen Kultur in unsere Lebensverhältnisse irritiert. Vornehmlich irritiert über den allerorts im Straßenbild zunehmenden Kopftuch-Islam. Dafür haben wir und unsere Vorfahren nicht die katholische Kirche von einem lebensbeherrschenden Faktor in eine geistige Strömung von vielen verwandelt. Dafür haben wir nicht die Frauenemanzipation durchgesetzt, dass rückständige Frauenbevormundung durch diese Hintertür wieder hereinkommt. Die Verhüllung der Frau betont eben nicht nur den Machtanspruch der Männer über die Frauen und die fehlende Gleichberechtigung der Geschlechter, sondern auch den Machtanspruch des Islam.
Gehe ich durch unsere Städte, flanieren seit geraumer Zeit auch immer mehr Schwarzafrikaner auf unseren Straßen herum, die im Stadtbild unvermeidlich besonders auffallen. Denn Deutschland und Europa „afrikanisiert“ sich bereits seit zwei Generationen. Noch im Jahr 1950 zählten die wichtigsten europäischen Kolonialmächte – Großbritannien und Frankreich – nur etwa 20.000 nicht weiße Immigranten. Auch ich bekam als Kind zu dieser Zeit kaum einen Ausländer zu Gesicht, geschweige denn welche aus anderen Kulturen. Das hat sich allerdings seither so sehr verändert, dass unsere Kinder sich kaum mehr vorstellen können, dass der Kontinent ihrer Eltern je so einfarbig war.
Zwar begegnen mir bei jedem Stadtbummel auch bedürftige Landsleute, deutsche Obdachlose und Bittsteller, aber in zunehmendem Maße betteln überall in den Einkaufsstraßen unserer Städte scharenweise organisierte Banden aus ost- und südosteuropäischen Ländern. Mit offener Hand, und einem anmaßenden Selbstverständnis, nehmen sie so gut wie alle gut frequentierten Standorte in Beschlag. Vor Einkaufsmärkten, Kaufhäusern und Läden besteht manchmal gar Gefahr, über sie zu stolpern.
Landauf, landab, ganze Heerscharen von balkanesischen, orientalischen und afrikanischen Armutsflüchtlingen – denn sie bestimmen immer mehr das innere Stadtbild unserer Städte. Es nimmt allerorten schlichtweg überhand. Da kommen mir oft nur noch vereinzelt Deutsche entgegen, höre ich nur noch Wenige die deutsche Sprache sprechen.
Meine Geburtsstadt Ludwigshafen am Rhein hat heute beispielsweise einen Ausländeranteil von 23 Prozent (2015), der einstmals gutbürgerliche Stadtteil mit der Spielstraße meiner Kindheit, befindet sich dagegen fast gänzlich in Migrantenhand. Heute macht dort die Kombination von deutscher Altstadt und verschiedenen ausländischen Kulturen (ein Ausländeranteil von nahezu 50 %, davon etwa 40 % Migranten aus der Türkei), den Hemshof zu einem „besonderen“ Stadtteil der Nördlichen Innenstadt. Und das soll wirklich einmal mein erstes Zuhause gewesen sein? Ich will es nicht glauben, heute eigentlich am liebsten vergessen.
Deutschland ist mittlerweile durch und durch multikulturell geprägt, bis in die Kleinstädte hinein. Ein ungeheures Maß an – wie auch immer in unser Land gekommenen – Migranten verwandelte Deutschland dermaßen, dass es kaum mehr etwas mit dem Land zu tun hat, in dem ich groß geworden bin. Ehrlich gesagt, ich fühle mich da nicht mehr so richtig heimisch. So, wie sich nach einer OECD-Studie inzwischen jeder siebte „Alteingesessene“ hier nicht mehr heimisch fühlt.
Je nach Studie fühlen sich 20 bis 30 Prozent der Deutschen „fremd im eigenen Land“ – jeder Fünfte stimmte im Jahr 2015 der Aussage zu, er fühle sich fremd „wegen der vielen Muslime“. Wogegen eine deutliche Mehrheit von Zuwanderern ihrer Wahlheimat in den Industrieländern „nahe“ oder „sehr nahe“ stehen. Flüchtlinge gelten vielen Beobachtern daher als Auslöser einer ganz anderen Art von „Heimweh“. Es gibt eben doch viele, die sich entfremdet fühlen, ohne zu pöbeln.
Leute mit aufrechter linksliberaler Gesinnung tun solche Befunde aber gern als fremdenfeindliche Unbelehrbarkeit ab – und blicken gleichzeitig panisch auf die Erfolge der Rechtspopulisten. Und so, wie es vom Südpol aus in jeder Richtung nach Norden geht, ist jeder von ganz links aus betrachtet rechts.
„Konservativ“ wird oft mit „rechts“ gleichgesetzt, was wiederum mit „reaktionär“ assoziiert wird, was dann wieder manchen als das Gleiche, wie „rechtspopulistisch“ bedeutet, von wo aus es nur ein kurzer Weg zu „rechtsextrem“ ist. Selbst Menschen, die ich achte und schätze, tappen manchmal in solche „Denkfallen“.
Wo bleibt aber der Aufschrei des linksliberalen Milieus angesichts von Gewalt von Migranten? Anlässe gäbe es doch genug. Gruppenvergewaltigungen, Prügelattacken auf Kippa-Träger, Angriffe auf Schwule und Lesben auf Straßen und Plätzen, Drohungen gegen Glaubensabtrünnige in Flüchtlingsheimen. Stattdessen folgt die übliche Folklore, mit Warnungen, wie: jetzt bloß nicht „den Rechten“ in die Hände spielen.
In Deutschland ist etwas kaputtgegangen. Der Traum von den endlich mal guten Deutschen, verwandelt sich nämlich schrittweise in einen Albtraum. Europa begeht allem Anschein nach gerade kulturellen Selbstmord. Per Geburtenrückgang und Masseneinwanderung aus arabischen, asiatischen und afrikanischen Ländern. Diese Migranten bringen jedenfalls den Fortpflanzungswillen mit, der unserer alternden und bequemen Gesellschaft leider abhandengekommen ist.
„Der Elefant im Raum ist die Frage der Migration“, schreibt gerade Jens Spahn (CDU), „Unser Land erfährt weiterhin eine jährliche ungeordnete, überwiegend männliche Zuwanderung in einer Größenordnung von Städten wie Kassel oder Rostock“. 18,6 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund leben bereits in Deutschland. Nach einer neuen Studie des PEW Research Center in Washington D.C. (2017) wird sich der Anteil der Muslime voraussichtlich mehr als verdreifachen, nämlich von rund 6 Prozent (2016) auf knapp 20 Prozent (2050).
Dieser Zustrom bringt Unruhe in die Bevölkerung. Eine Überforderung des Staates durch Migration ist absehbar und damit die größte Sorge der Menschen unseres Landes. Nicht umsonst sprechen Menschen, die sich voller Wehmut an früher erinnern, von „meiner Zeit“. Es ist die Jugendkomponente, die Heimat immer so präsent und gleichzeitig so entfernt erscheinen lässt – nicht nur ein Ort, sondern auch eine Zeit.
Europa ist nicht mehr der Nabel der Welt. Es scheint, dass auch Deutschland bald keine prägende Rolle mehr spielen wird. Zumindest liegt seine Zeit als welthistorisches Volk hinter ihm. Deutschland soll aber Deutschland bleiben – deshalb erleben die Ängste der Deutschen heute einen „historischen Umschwung“. Neben Terror, politischem Extremismus stehen die Spannungen durch Zuzug von Ausländern ganz oben auf der Sorgenagenda.
Der Kriminologe Hans-Dieter Schwind, der an der Ruhr-Uni Bochum und Universität Osnabrück lehrt, konstatiert ein wachsendes Bedrohungsgefühl durch Zuwanderung, und sagt: „Es brodelt in den Leuten, und dann kommt es plötzlich zum Ausbruch“. Sie fürchten, dass die gesellschaftliche Grundstruktur überstrapaziert wird und zerreißt. Die bislang als gewiss erachtete Geltung sozialer Anwartschaft wird als massiv gefährdet empfunden. Durch die von überall nachdrängenden Immigranten droht dem Westen auch eine „Aufweichung“ seiner Werte.
Dass sich ganze Völker auf Wanderschaft begeben, ist in der Menschheitsgeschichte ja nichts Ungewöhnliches. Seit Adam und Eva gibt es zwei Triebfedern: das Streben nach mehr Wohlstand oder die Flucht vor Gewalt und Verfolgung. Dennoch unterscheiden sich die Wanderungsbewegungen heute von denen früherer Epochen erheblich. Es geht nicht mehr um die Besiedlung von freiem Land, es geht nicht mehr um die Urbarmachung ganzer Erdteile, sondern es geht um die Suche nach dem individuellen Glück.
Wer sich vor 150 Jahren aufmachte, der wusste, dass er die Ursprungsheimat für lange Zeit, oft für immer nicht mehr wiedersehen würde. Heute ist das anders. Das Sparticket bei Flugreisen, die Satellitenschüssel und die Telefon-Flatrate, Skype und WhatsApp erschweren die Konzentration auf die neue Heimat und das neue Leben. Früher wanderten die Menschen aus, um Bürger in der „Neuen Welt“ zu werden und sie strebten nach einer neuen Identität. Heute bleibt die alte Heimat allgegenwärtig. Ja, auch Deutschland wurde kontinuierlich durch Ein- und Auswanderung geprägt. Die Deutschen, die hier gewachsen sind, gibt es daher genau so wenig, wie die deutsche Kartoffel. Gerade in dieser Offenheit für neue Lebensräume lagen in der Menschheitsgeschichte auch die großen Chancen.
Natürlich relativieren sich auch die aktuellen Flüchtlingsströme im Vergleich zu den Massenfluchten, die der Nationalsozialismus und der Zweite Weltkrieg auslösten. Alleine in den 1940-er Jahren befanden sich in Europa mindestens 30 Millionen Menschen auf der Flucht. Europas Länder mussten im 20. Jahrhundert mit deutlich größeren Fluchtbewegungen unter weit schlechteren Voraussetzungen fertig werden. Integration hat sich damals aber als Lösung erwiesen. Es kam positiv heraus, denn die Integration gelang.
Heute steht Europa aber vor ganz anderen Problemen: Mehr als 50 Prozent der Deutschen sehen den Islam als Bedrohung an. Mit dieser negativen Einschätzung hat der Islam ein Alleinstellungsmerkmal unter den Religionen. Mehr als 60 Prozent sind der Meinung, dass der Islam nicht in die westliche Welt passt. In der Mitte der Gesellschaft haben sich Zukunftssorgen breitgemacht. Muslimische Parallelgesellschaften, islamistische Gettos, Scharia-Rechtsprechung, Ängste vor Wohlstands- und Heimatverlust, Kriminalitätszunahme. Die Furcht vor Altersarmut wächst, vom Pflegenotstand ist allenthalben die Rede. Und die Bürger treibt die Skepsis um, dass die eigenen Kinder und Enkel den erreichten Wohlstand möglicherweise nicht mehr halten können. In allen europäischen Ländern geht es nur um das eine Thema: um die Zuwanderungspolitik. Und diese Ängste sind ernst zu nehmen.
Eine links-grüne Minderheit dominiert die Medien. Es gibt in diesen Medien eine moralische Anmaßung, die zu großen Teilen verantwortungslos ist, weil sie die Folgen dessen, was sie fordern, nicht tragen müssen. Wir werden gerade bei den Themen „Islam“ und „Islamismus“ – hinsichtlich eines immer größer werdenden Einflusses des Islam auf unsere westliche Gesellschaft – fortwährend manipuliert, belogen und betrogen.
Die Studie „Auf den Spuren der Lügenpresse“ der Universität Mainz bestätigt, dass die Kritik der Menschen an der Medienberichterstattung zur „Flüchtlingskrise“ berechtigt war, da sehr einseitig – meist zu Gunsten der Zuwanderer – berichtet wurde. Hier darf man fragen, was Ausgewogenheit eigentlich bedeutet. So sagt die Studie: „Die Tagesschau (ARD) thematisierte deutlich häufiger Frauen und Kinder (64%). Zugleich waren auch auf den Fernsehbildern überwiegend Frauen und Kinder zu sehen“, oder „FAZ und Süddeutsche Zeitung berichten überwiegend positiv, aber vor allem stellen die öffentlichrechtlichen Fernsehsender (73% bzw. 75%) Zuwanderer fast ausschließlich positiv dar.“ Laut Analyse der untersuchten Medien wurden „die Interessen der Zuwanderer meist über die Interessen der Einheimischen“ gestellt: „Dies galt insbesondere für die Tagesschau“.
Und der Chef von „Reporter ohne Grenzen Deutschland“ findet „Journalisten sind zu oft Akademiker mit linksliberalen Ansichten“, und „…auch müssen in Europa immer mehr Journalisten den politischen Interessen ihrer Besitzer folgen. Das ist gefährlich.“ Viel zu viele Journalisten nehmen die Welt durch dieselbe Brille wahr.
„Deutsche, schafft Euch ab“, lautete beispielsweise am 22. Oktober 2017 die Überschrift einer Kolumne in der linken Berliner Zeitung „taz“ – von einer jungen Journalistin, der aus dem Iran stammenden und in Deutschland aufgewachsenen Hengameh Yaghoobifarah geschrieben. Objekt ihrer Verachtung sind in diesem Beitrag die Deutschen. Ihre deutschen Mitbürger tituliert sie konsequent als „Kartoffeln“, beschimpft Erfolgsautor Thilo Sarrazin als „rechten Lauch, der gerne viel Scheiße labert“ und wünscht sich die Abschaffung der „Kartoffeln“ herbei, zusammen mit ihrer – wortwörtlich – „deutschen Dreckskultur“, „Sie schaffen sich selbst ab. Ich hoffe, sie beeilen sich.“
Mit gleicher Geisteshaltung titulierte der Deutschtürke und Grünenpolitiker Malik Karabulut die Deutschen auf Facebook als „Köterrasse“ und postete dazu den Wunsch „möge Gott ihren Lebensraum zerstören“.
So, wie der Grünenpolitiker Karabulut juristisch von Volksverhetzung freigesprochen wurde, erregte auch Yaghoobifarahs Schmähschrift kaum Aufsehen. Wie die „Basler Zeitung“ berichtet, erklärte die vom Europarat ins Leben gerufene und vom Bundesfamilienministerium unterstützte Initiative ´No Hate Speech´ auf Anfrage zur taz-Kolumne lediglich: „Wir sehen da keine Menschenfeindlichkeit, ergo auch keinen Handlungsbedarf!“ Auch der deutsche Presserat, der sich ja ansonsten gerne als moralische Institution sieht, sah keinen Anlass zu einer Rüge, obwohl er laut „bazonline“ den Artikel selbst als eine „von enormen Rassismus getragene Hassrede “ qualifizierte und darin Tatbestände der Volksverhetzung, Beleidigung und einen Angriff auf die deutsche Gesellschaft ausmachte.
Nichtdestotrotz bleibt Deutschland weiterhin der Asylmagnet in Europa. Laut dem Jahresbericht 2017 der in Malta ansässigen European Asylum Support Agency (EASO) wird nirgendwo so oft Asyl beantragt, wie in der Bundesrepublik. 53 Prozent aller in der EU im Jahr 2017 anerkannten Flüchtlinge leben in Deutschland. Mit mehr als 220.000 sind es fast doppelt so viele Asylantragsteller wie im zweitplatzierten Land Italien mit 128.850 und knapp 100.000 in Frankreich.
Mit 58.650 Asylsuchenden in Griechenland erscheint deren Klage – von Europa mit dem Andrang von Migranten völlig allein gelassen zu werden – daher gleich in einem ganz anderen Licht. Gleiches gilt für Italien.
Der ansonsten grundsätzlich alle EU-Partner kritisierende „Flüchtlingsproblemversteher“, Luxemburgs Außenminister Jean Asselborm, sollte lieber irgendwann das doch sehr unsolidarische Verhalten Luxemburgs erklären, weshalb Luxemburg gerade einmal nur 0,3 Prozent der Flüchtlinge Asyl gewährt. Alleine im ersten Halbjahr 2017 wurden in Deutschland mit 357.625 getroffenen Entscheidungen fast doppelt so viele Asylentscheidungen getroffen, wie im Rest der gesamten Europäischen Union – nämlich 199.405 in den übrigen 27 EU-Staaten.
In den letzten Jahrzehnten ist unsere Gesellschaft durch Zuwanderung dadurch nicht nur vielfältiger, sondern vor allem orientalischer geworden. Wobei ich mir natürlich – nachdem ich ja gerade erst tausend Jahre deutsche Geschichte, größtenteils Familiengeschichte – Revue passieren ließ, heute schon die Frage stelle, ob Letzteres wirklich so begrüßenswert und unbedenklich ist.
Denn spätestens jetzt wird es zu einem Problem, wenn im Gegensatz zu früheren Zeiten, dabei kaum mehr Integration stattfindet. Assimilation schon gar nicht.
Wo Muslime die Mehrheit haben, setzen sie der Meinungsfreiheit enge Grenzen. Was ihnen als religiöses Gesetz gilt, hat Vorrang vor dem weltlichen Recht. Und wo sie in der Minderheit sind, akzeptieren viele die Gesetze ihrer Gastvölker nicht, sondern möchten die eigenen Standards notfalls mit Gewalt gegenüber Ungläubigen durchsetzen.
Das Schlimmste an der Einwanderung in der heutigen Debatte in Deutschland und in ganz Europa ist allerdings, dass die Menschen sie in eine Art Kampf zwischen Gut und Böse verwandeln. Wer sich aus der Deckung wagt, lebt gefährlich. Als ob jeder, der sich der Einwanderung widersetzt, ein rassistischer Nazi ist und jeder, der für die Einwanderung ist, ein Verrückter oder Verräter.
Ich denke, dass es sich letztendlich um eine Debatte zwischen zwei legitimen Ansichten handelt. Sie sollten im Rahmen des normalen demokratischen Prozesses entschieden werden. Dafür ist Demokratie da.
Während meiner letzten drei „Schreibjahre“ kamen diese Veränderungen allerdings so schlagartig, dass mir dabei fast der Überblick verloren ging. Daher erscheint mir der Titel des Buches über die Ahnen meiner Familie „Wer wir waren“, heute beinahe schon wie ein Abgesang. Ein wehmütiger Abschied von meinem Heimatland, wie es unsere Vorfahren kannten und wie ich es selbst noch kennenlernen durfte. Eine Entwicklung, die mir gar nicht behagt. Wie die meisten Menschen will ich wissen, wie Deutschland seine Identität bewahren kann, wohin sich die Europäische Union entwickelt und wie die innere und äußere Sicherheit gewährleistet wird. Die Älteren von uns haben schließlich schon einmal erlebt, wie ein Staat zusammenbricht.
Es gehört zwar zu den wichtigsten humanitären Grundsätzen, politisch Verfolgten Schutz und Asyl zu gewähren. Auch Kriegsflüchtlingen etwa aus Syrien muss schnell und umfassend geholfen werden. Bisher hat die Grenzöffnung der Kanzlerin allerdings nur den Bedarf an Wohnraum angekurbelt, und zwar für Leute, die auf absehbare Zeit dafür nicht werden aufkommen können, während nebenbei die Euro-Krise weitergeht. Aber eine globale Völkerwanderung aus den ärmeren in die reicheren Regionen der Welt kann damit nicht geregelt werden. Es gibt zwar die eine Welt, aber nationalstaatliche und kulturelle Grenzen. Daher kann es nie ein verbrieftes Recht auf Migration geben.
Gerade in den Jahren 2015/2016, als über eine Million „Flüchtlinge“ zu uns kamen, haben wir einen überforderten Staat erlebt. Es gab einen Kontrollverlust an den Grenzen. Die Integrität des Staatsgebietes war nicht mehr gewährleistet und die EU-Außengrenzen nicht mehr hinreichend geschützt. Inzwischen ist die Kontrolle nur insoweit wiederhergestellt, in dem wir uns von einem unberechenbaren türkischen Präsidenten abhängig machen. So stellen sich das die Menschen in Deutschland nicht vor.
Offiziell ist die Balkanroute dicht. Trotzdem erreichen nach wie vor, Monat für Monat, rund 15.000 Asylsuchende die Bundesrepublik Deutschland – die meisten von ihnen kommen über die Balkanroute. Inzwischen ist zwar laut BAMF (2017) die Zahl auf insgesamt etwa 200.000 im Jahr zurückgegangen, was aber immerhin noch der Bevölkerungszahl von Städten wie Freiburg oder Mainz entspricht. Die jährliche Migrantenzahl liegt somit bei über einer halben Million, wenn man den Familiennachzug, EU-Zuwanderung und Arbeitsmigration aus Nicht-EU-Ländern hinzurechnet.
EU-Mitgliedsstaaten wie Griechenland und Bulgarien sichern die Außengrenzen bewusst nachlässig und winken Migranten entgegen den EU-Regeln auch weiterhin nach Mitteleuropa durch. Entsprechend dem Asylrechtsartikel 16a im Grundgesetz hat niemand, der aus einem EU-Mitgliedsland einreist, das Recht in Deutschland einen Asylantrag zu stellen. Nahezu alle in Deutschland ankommenden Asylsuchenden sind jedoch zuvor in einem anderen, aufnahmepflichtigen Mitgliedsstaat gewesen. Zudem trickst Griechenland bei den Flüchtlingszahlen. Griechenland macht falsche Angaben, Nachfragen bleiben unbeantwortet. Zehntausende verschwinden aus den Flüchtlingslagern. Wohin nur? Nach Deutschland!
Über das nach meiner Ansicht zutage getretene Staatsversagen werden sich in Zukunft gewiss Historiker beschäftigen. In der Konstanzer Zeitung „Südkurier“ fiel mir zu diesem Dilemma schon mal der Kommentar eines ratlosen Autors auf: „Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen sie die Zeitgeschichte oder ein Orakel.“ Nach drei Jahren medialer Gehirnwäsche verstehe ich dennoch immer noch nicht, warum „wir“ dazu verpflichtet sind, „Flüchtlinge“ aufzunehmen und die „Ursachen der Flüchtlingskrise“ zu beseitigen.
Weil wir unseren Reichtum der Ausbeutung der Dritten Welt verdanken? Ich nicht. Meinetwegen muss kein Mensch in Afrika, im Nahen Osten oder Asien Not leiden. Dass ich privilegiert bin, macht mich nicht automatisch schuldig. Ich verstehe auch nicht, warum wir Dutzende von diesen „Failed States“ am Leben erhalten, die nicht willens oder nicht fähig sind, für die Wohlfahrt und die Sicherheit ihrer Bürger zu sorgen. Wenn ein Staat dazu nicht in der Lage ist, dann hat er meines Erachtens seine Existenzberechtigung als Staat verloren.
Ich meine, zur Flucht gehört selbstverständlich Heimkehr, sie ist das höchste Ziel und der ideale Endpunkt. Flucht kann nur eine Episode sein. Es war daher schon ein großer Fehler von Anfang an, dass die Politik nicht klar und deutlich gesagt hat, dass eine Rückkehr Teil der Aufnahmevereinbarung ist. Erst dadurch wurde aus den Kriegsflüchtlingen aus Syrien, dem Irak und Afghanistan, Wirtschaftsmigranten aus der Subsahara, Kriminelle aus dem Maghreb und dem Balkan, sowie von der Terrormiliz IS radikalisierte Attentäter, genau die undifferenzierte Masse, die samt und sonders als „Zuwanderer“ bezeichnet, und als „Menschenflut“ geschmäht werden.
Auf dem Land zwar noch wenig wahrnehmbar, füllen sie indessen unsere Kleinstädte. Und in den Großstädten haben die Veränderung schon teils extreme, inakzeptable Ausmaße angenommen. Von Gibraltar bis hin zu den norwegischen Fjorden, vom Ärmelkanal bis zu den Stränden von Lampedusa, überall die gleichen Bilder. Dazu gibt es inzwischen in jeder größeren europäischen Stadt vom Koran regierte Stadtteile. Soziale Verhältnisse, die mich an verkommene Stadtteile großer Städte in Afrika, Nord- oder Südamerika erinnern. Separierte Stadtviertel mit hoher Kriminalität und abgeschottete Lebenswelten sind auch dort an der Tagesordnung.
Was mich aber besonders erschreckt: Ein Großteil der deutschen Bevölkerung kann sich die Dinge gar nicht vorstellen, die heute bereits in Berlin und anderen deutschen Großstädten zum Alltag gehören. Eine meines Erachtens wirklich gefährliche Distanz zu den Problemen und Fehlentwicklungen in unseren Städten. Darüber zu sprechen ist ja ein Tabu.
„Eurabia“ – die Demographie der muslimischen Welt wird hier spätestens ab dem Jahr 2050 überall sichtbar sein. Die Gebärfreudigkeit der Muslime in einer alternden geburtenarmen Bevölkerung weckt Unbehagen. Dieses Unbehagen steigt mit dem Gefühl der kulturellen Fremdheit. Es ist die hauptsächlich religiöse kulturelle Andersartigkeit der Mehrheit der Muslime mit ihrer demografischen Dominanz. Sie schaffen überall in Deutschland und Europa Inseln des Fremden, und die europaweite Erfahrung ist, dass sie eher versuchen ihre Sitten und Gebräuche durchzusetzen, als sich anzupassen.
Bei unveränderter demografischer Dynamik und unveränderter Einwanderung ist der Islam in Deutschland und Europa langfristig auf dem Weg zur Mehrheitsreligion. Und es wird sie in wenigen Jahrzehnten zur Mehrheitsbevölkerung in Deutschland und Europa machen. Schleichend wird Europa zu einer Kolonie des Islam. Und der Zustrom von Flüchtlingen wird nicht abreißen, ganz im Gegenteil.
Zwischen Mitte des 20. und Anfang des 21. Jahrhunderts stieg die Gesamtzahl der arabischen Bevölkerung von 80 Millionen auf 320 Millionen – heute ungefähr 400 Millionen Araber, wovon 50 Prozent unter 20 Jahre alt sind; diese sehen nur in der Flucht nach Europa eine Zukunftsperspektive.
Der nahöstliche „Ozean der Gewaltherrschaft“ erreicht als „Eurabia“ Europa. Europa kann die demografische Explosion in diesen Ländern aber nicht durch die Aufnahme von Millionen Flüchtlingen abfangen, ohne selbst daran zugrunde zu gehen. Es wird zwar nicht gerne gehört und gilt als politisch nicht korrekt, und doch ist es wahr, dass die Neuankömmlinge zudem eher Ansprüche stellen und weniger geneigt sind, wertemäßig Europäer zu werden. Sie verstärken eher den Trend, die europäische Identität infrage zu stellen.
Für jeden, der sich seinen Blick nicht von der Rührung über die eigene humanitäre Großartigkeit verschleiern ließ, war spätestens im Sommer 2015 klar, was auf unser Land zurollt. Aber Ursache und Wirkung – die simpelsten Kriterien mittlerer Intelligenz und Beurteilungsfähigkeit scheinen hierzulande unter die Räder gekommen zu sein.
Ein vertrauliches Papier der deutschen Sicherheitsbehörden, welches der Zeitung „Die Welt“ zugespielt wurde, nennt die Zahl von 6,6 Millionen Flüchtlingen, die in Nordafrika, Jordanien und der Türkei auf ihre Weiterreise warten. Zudem prophezeien Experten eine weitere Zuwanderung in ungeahntem Maß. Wir müssen mittelfristig alleine mit 200 Millionen Klimaflüchtlingen rechnen, die auf Europa zukommen. „Rund 100 Millionen Menschen könnten in den nächsten Jahren den Weg nach Europa suchen“, glaubt auch Bundesentwicklungshilfeminister Gerd Müller (CSU).
Welches Gefühl mich hinsichtlich dieser Prophezeiung befällt? Fragt mich lieber nicht. Bei solchen Prognosen sehe ich regelrecht die beklemmenden Schilderungen von Jean Raspail vor meinem geistigen Auge, genauso, wie er sie in seiner im Jahr 1973 erschienenen Dystopie „Das Heerlager der Heiligen“ niedergeschrieben hat.
Lest sie lieber nicht. Da fällt es auch nicht mehr so ins Gewicht, dass ich mich vor geraumer Zeit sogar noch ärgerte, als ich im amerikanischen „Time Weltatlas“ zu Deutschland las: „Währung: Euro; Sprache: Deutsch und Türkisch“. Bis dahin dachte ich ja immer, dass unsere Landessprache alleinig Deutsch sei. Die Sprache, die in Westeuropa am meisten gesprochen wird – von immerhin mehr als 90 Millionen Menschen.
Auch wenn es sich mittlerweile überall auf unseren Straßen anders anhört.
Machen wir uns ehrlich: Wir leben in der Zeit einer globalen Völkerwanderung mit dem Ziel Europa, und zum anderen in einer überalternden Gesellschaft, die Arbeitskräfte von außerhalb braucht, weil sie es versäumte, selbst genug Nachwuchs zu zeugen. Die Folge: Deutschland wird muslimischer, afrikanischer, auch asiatischer werden, als es heute ist.
Genau genommen beschäftigt mich die Entwicklung Europas schon seit den 1970er-Jahren. Vor allem deshalb, weil die Länder unserer „Europäischen Union“ doch allesamt sehr unterschiedlich sind, und dies, obwohl sie einen historisch gewachsenen Geschichts- und Kulturraum miteinander teilen. Aus diesem Grund beunruhigt mich natürlich in den letzten Jahrzehnten besonders die ungebremste muslimische Zuwanderung nach Europa – mit allen absehbaren Folgen. Einigkeit besteht heute ja nur darüber, dass die gegenwärtigen Völkerwanderungen aus den Spannungen und den Katastrophen der Globalisierung resultieren.
Die Europäisierung ist Teil der Globalisierung, und diese hinterlässt Gewinner und Verlierer. Die Verlierer sehnen sich nach den alten Verhältnissen zurück. Traditionelle Milieus, die Zusammengehörigkeit gestiftet haben, zerfallen. Das gilt für Kirchen, Gewerkschaften, Parteien, es gilt aber auch für die Familie, und wirkt fort auf die Schule. Das Gefühl der Hilflosigkeit wächst. Die nationale Politik wird als ohnmächtig gegenüber diesen Entwicklungen erlebt.
Wenn man die Welt aber nicht gerade durch die Brille eines Romantikers sieht, ist zu erkennen, dass die Multikulti-Gesellschaft keine Idylle ist. Richtig wäre ohnehin, eher von einer multiethnischen, statt von einer multikulturellen Gesellschaft zu sprechen. Wenn man sich den Realitäten stellt, dass multikulturelle Gesellschaften nicht etwa Regenbogenparadiese sind, sondern der mühsame Versuch, Dutzende von Parallelgesellschaften auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen – auch wenn der Zähler im Herzen immer noch einen anderen Puls vorgibt – ist zu erkennen: Man wird eben kein Deutscher, nur dadurch, weil man nach Deutschland kommt. Genauso wenig wird man Amerikaner, nur deshalb, weil man dort wohnt. Man bleibt aber immer Deutscher, wenn man es einmal ist. Und in der Fremde wird mancher Deutscher oftmals „deutscher“ als er jemals war.
Mein Geduldsfaden ist in den vergangenen Jahren auf jeden Fall etwas dünner geworden. Das gleiche nehme ich auch beinahe überall in meinem Freundes- und Bekanntenkreis wahr. Da ist vor allem das Frustgefühl wegen Asylbewerber, die zu uns gekommen sind, die hier jetzt in Sicherheit leben und vom Staat, von uns allen, unterstützt werden und die dann Straftaten begehen, sich respektlos verhalten, Frauen unterdrücken, Betreuer angreifen und sich Hilfsangeboten verweigern. Das geht nicht.
Unterstützung kommt von allen möglichen und unmöglichen Gutmenschen – typischerweise Leute, die auf naive Weise die Welt verbessern wollen. Diese illusorische Weltsicht habe ich nicht.
Manche sind dabei sogar so schizophren, dass sie ihre Kinder aus öffentlichen Schulen nehmen, weil dort kaum noch jemand ordentlich Deutsch spricht, gleichzeitig aber offene Grenzen befürworten. Diesen Verfechtern einer ebenso edlen wie realitätsfernen Meinung kann man durchaus egoistische beziehungsweise narzisstische Motive unterstellen.
Quasi: Schaut her, ich – der Gutmensch – bekenne mich zu den Anständigen im Land und ob die Aufnahmemöglichkeit Hunderttausender Flüchtlinge im Jahr realisierbar ist oder nicht, ist ein Thema für Kleingeister.
Realitätsferne Bekenntnisse wie „Jeder Flüchtling ist ein Geschenk!“ oder „Natürlich kann man seine Ausweispapiere im Gewirr auf dem Mittelmeer verlieren!“ genießen geradezu so etwas wie Artenschutz. Wie es mir scheint, sind etliche aus unserer Ethnie mittlerweile eben doch zu Hirnlosen degeneriert. Sie verklären, schweigen und ertragen wie Duckmäuser. Müssen wir jetzt wirklich tatenlos zusehen, wie sich unser Land in einer nach und nach stattfindenden Umwälzung infolge Einwanderung verändert?
Wenn wir unsere Welt erhalten wollen, können und dürfen wir unsere Augen nicht verschließen. Ich will jedenfalls nicht zu einer schweigenden Mehrheit gehören. Auch unsere Vorfahren hätten da sicher nicht so viel „Gedöns“ gemacht, sondern überlegt und konsequent gehandelt – wie eben schon in den vergangenen tausenden Jahren zuvor.
So oder so – Europa steht am Anfang einer neuen Epoche. Der Islam als wachsende und glaubensstarke Religion irritiert das säkulare Europa. Faktum ist, dass selbst in Europa bei Muslimen die Unterwerfung unter die Religion eine viel größere und einflussreichere Rolle spielt, als bei uns säkularen Christen. Muslime hegen gar die Erwartung, dass sich die einheimische Bevölkerung ihren religiösen und kulturellen Gepflogenheiten anzupassen hat.
Klar, für traditionelle Muslime gehört die gesamte Welt Allah – und Europa ist hierbei keine Ausnahme. Sie empfinden sich nicht als Migranten, da sie ja nur Gottes Güter in Europa in Anspruch nehmen, und sie müssen hierfür auch nur Allah dankbar sein. Mit anderen Worten: Sie verstehen die Forderung nicht, dass sie hier europäische Gesetze und unsere kulturellen Werte zu respektieren haben; im Gegenteil: Sie fordern die Geltung der Scharia für sich und Anpassung an ihre Lebensweise. Die Welt des Islam kann und soll aber nicht auf Europa ausgeweitet werden; Migranten müssen – jedenfalls nach meiner Auffassung – die europäische Identität akzeptieren und respektieren; sie ist pluralistisch und gewiss nicht islamisch. Bestimmt ist der Begriff Heimat und Deutschsein auch daher wieder „in“. Sogar Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) las seiner eigenen Partei die Leviten und forderte eine Debatte über „Heimat“ und „Leitkultur“. Nur die Linken vermeiden diese Wörter panisch.
So würde uns beispielsweise die Jugendorganisation der Grünen gerne dazu anhalten, den Begriff „Heimat“ nicht mehr zu besetzen, weil er ausgrenzend sei. Ich denke hingegen, mit Heimat bezeichnet man doch eher eine Region, anstatt Deutschland als Ganzes. Ich will jedenfalls nicht zur Minderheit im eigenen Land werden, und merke, dass wir es doch in Teilen bereits sind.
So vermengt sich bei mir gerade alles mit meinem übrigen Hinterkopf-Wissen. Dabei muss ich auch immer öfter realisieren, wie die „Gastfreundschaft“ – gerade von Migranten aus islamischen und afrikanischen Ländern – teils schamlos ausgenutzt wird. Überall auf der Welt, egal ob in Asien oder in Afrika, wohin man im Umkreis des Islam blickt: Muslime haben Probleme, friedlich mit ihren Nachbarn zusammen zu leben. Meiner Meinung nach steht hierbei sogar unsere freiheitliche Gesellschaft auf dem Spiel.
In Deutschland glauben inzwischen mehr Menschen an die magischen Kräfte einer schwarzen Katze, als an Gott. Die katholischen und evangelischen Gläubigen werden immer weniger, Muslime und Atheisten dagegen immer mehr.
Die letzte christliche Generation stirbt unaufhaltsam aus. Unsere Wertesysteme und das gesellschaftliche Gefüge zerfallen. Das Absurde: Der Islam füllt das Vakuum. Doch grundsätzlich entscheidet der Staat, wen er will, wie viele und warum. Es ist Zeit, mit deutschen Illusionen zu brechen. Es geht nicht mehr um Asyl und Flüchtlinge, sondern um Migranten.
Eine Vorbemerkung ist mir im Übrigen noch sehr wichtig: Bei all den beschriebenen Sachverhalten, die ich ja hauptsächlich als Nachrichten aus unseren als seriös eingestuften, teils sogar öffentlich-rechtliche Medien zur Interpretation übernommen habe, meine ich natürlich niemals alle Einwanderer, nie alle Muslime.
Die menschliche Gesellschaft ist zu heterogen, zu vielschichtig, bunt und schillernd, als dass dies möglich wäre. Ich beziehe mich an einigen Stellen des Weiteren auf wissenschaftliche Forschungs-, Studien- und Untersuchungsergebnisse von Instituten oder Einzelwissenschaftlern, deren Veröffentlichungen in der Presse und im Internet frei zugänglich waren.
Ich weiß, dass es zu jeder These eine Antithese gibt, zu jeder Studie eine mit gegenteiligem Ergebnis und zu jeder Untersuchung widersprechende Erkenntnisse. Was ich zitiere, bestätigt lediglich meine Erfahrungswelt und die überwiegende Meinung in meinem teils konservativen, teils liberalen, und teils christlichen Bekannten- und Freundeskreis.
Schon vor den Jahren 2014/2015, vor dem großen Ansturm muslimischer Migranten, konnte ich jahrzehntelang argwöhnisch beobachten, wie hartnäckig muslimische Funktionäre hier in Deutschland versuchen, ihre Lebensweisen der einheimischen Bevölkerung aufzuzwingen. Und dabei macht die Religionsgruppe der Muslime gerade mal fünf bis sechs Prozent der Bevölkerung aus (2015). Das ist keine Größe, an der sich andere universell orientieren müssten.
Warum muss beispielsweise eine muslimische Minderheit unter den bisherigen Einwanderern – im Namen von etwa fünf Prozent – ständig neue politische Forderungen stellen? Warum eine Islamkonferenz? Warum nicht auch eine griechisch-orthodoxe oder russisch-orthodoxe Konferenz, warum nicht eine Polen-, Hindu-, Afrikaner- oder Vietnamesen-Konferenz? Für alle Eingewanderten, in der dann die vietnamesischen und polnischen Einwanderer den türkischen erklären könnten, wie das mit ihren Kindern und Schulen funktioniert und warum sie bisher keine eigene Konferenz brauchten und solche Dinge.
In Deutschland treten fünf Islam-Verbände mit dem Anspruch auf, für den Islam zu sprechen, obwohl sie nach Fachleuten maximal 15 bis 20 Prozent der in Deutschland lebenden Muslime repräsentieren. Alle diese Verbände werden vom Ausland gesteuert. Die Vertreter der allgegenwärtigen Islamverbände können nicht einmal belegen, welche Interessengruppen zwischen türkischen Sunniten, kurdischen Aleviten, arabischen Wahhabiten, iranischen Schiiten, afrikanischen Marabus oder marokkanischem Staatsislam sie in Deutschland nun eigentlich vertreten. Obwohl das Bundesinnenministerium seit 11 Jahren in der Islamkonferenz mit muslimischen Verbänden an einem Tisch sitzt, hat die Bundesregierung bis heute keinen Einblick in die Finanzlage, die internen Machtverhältnisse und die religiösen und personellen Verbindungen zu den Mutterorganisationen im Ausland. Die Bundesregierung scheut sich, Abhängigkeiten islamischer Verbände vom Ausland aufzuklären.
Die Türkei und der Iran üben extreme Kontrolle aus. Die Mullah-Regime steuern beispielsweise die 150 schiitischen Gemeinden hierzulande „inhaltlich“, „personell“ und „finanziell“. Aus einer Anfrage der Bundestagsfraktion „Bündnis 90/Die Grünen“ geht hervor, dass nach Erkenntnissen Hamburger Verfassungsschützer der Auftrag besteht, die „gesellschaftlichen, politischen und religiösen Grundwerte der Islamischen Revolution in Europa zu verbreiten“. Offenbar versuchen auch die Vertreter der Türkisch-Islamischen Union (DITIB) in Deutschland durchzusetzen, was selbst in der Türkei auf Widerstand stößt. Warum sollen 95 Prozent hier einen Feiertag begehen, mit dem sie weder durch Tradition noch durch ihren Glauben irgendwie gebunden wären?
Mit ihren absurdesten Forderungen setzen sie die ganze Republik regelmäßig in Aufruhr, dass man den Eindruck haben könnte, wir leben tatsächlich schon in einem halb islamischen Staat, dessen säkulare Verfassung unter den religiösen Forderungen der Muslime nach und nach begraben werden soll. Verschleierte Lehrerinnen, Burkinis in Schwimmhallen, Gebetsräume in Schulen und Universitäten – wenn es nach den muslimischen Funktionären ginge, würde das Bild des öffentlichen Lebens in Deutschland im Namen von fünf Prozent seiner Bewohner so lange umgestaltet, bis es islamischen Ansprüchen genügt.
Ob Kippa oder Kopftuch, Bikini oder Burkini – im Prinzip könnte mir ja egal sein, wie jeder herumlaufen will. Wäre da nicht das Kopftuch. Das Kopftuch ist zum Symbol des konservativen, frauenfeindlichen, nach weltlicher Macht strebenden Islam geworden. Es gibt schlicht keine logische Konstruktion, aus der man herleiten kann, warum Frauen sich im Islam bedecken müssen und Männer nicht – außer, man akzeptiert irgendeine Form von Minderwertigkeit der Frau. Das ist aber mit dem Gleichheitsgrundsatz des Grundgesetzes absolut nicht vereinbar. Gutmenschen verkennen diese politische Brisanz des Kopftuchstreits. Durch die Regelung, die die weltanschauliche Neutralität des Staates betonen soll, wurden nicht nur Kopftücher, sondern auch Kruzifixe und Kippa (Kippot) aus allgemeinbildenden Schulen verbannt. Junge Musliminnen widersetzen sich. Konservative Islamverbände haben auch hier in Deutschland das klare Ziel, das Kopftuchtragen weiter zu verbreiten. Dafür zahlen die Organisatoren, unterstützt durch Staaten wie die Türkei, Saudi-Arabien oder Katar, den Frauen sogar Geld oder bieten ihnen andere Anreize, wie Mietminderung oder Studienfinanzierung.
Natürlich weiß ich, dass ein Kopftuch eine Volkstracht sein kann, oder die dezente Kopfbedeckung aus religiösen Gründen. Aber die islamistische Uniform mit strengem Kopftuch im Verbund mit einem langen Mantel?
Es beginnt doch schon an den Schulen. Burkini ist die verniedlichte Bezeichnung für ein Ganzkörperkondom, das bereits junge Mädchen nötigen soll, ihre sexuellen Reize beim Baden zu verhüllen. „In Rheinland-Pfalz forciert ein Ministerium proaktiv den Schwimm-Burkini für Schülerinnen…, sagte zum Beispiel die CDU Vorsitzende Julia Klöckner, „…als ob ein Mädchenkörper etwas Anstößiges sei. Wir müssen doch nicht voraufklärerische Sichtweisen aus falscher Toleranz heraus unterstützen, im Gegenteil – damit fallen wir aufgeklärten Musliminnen in den Rücken. Und wer Mädchen von fünf oder sechs Jahren zwingt, ein Kopftuch zu tragen oder das gutheißt, reduziert schon Kinder auf Sexualität“.
Genau wie bei jeder anderen muslimischen Kleidungsvorschrift für Frauen handelt es sich nicht nur um ein Kleidungsstück, sondern um ein Symbol für die Minderwertigkeit und Unterdrückung der Frau in islamischen Gesellschaften. Und damit sollte zumindest in Deutschland doch klar sein: Es ist ein Kleidungsstück, das an deutschen Schulen nichts zu suchen hat.
Marokko – ein gewichtiges islamisches Land – verbietet zum Beispiel die Burka. Nur Europa zaudert. Und im Königreich Marokko stammt immerhin der König direkt aus der Familie des über allem stehenden Propheten Mohammed. Seine Ehefrau trägt jedoch niemals ein Kopftuch. Denn dies ist jenseits der politischen Ideologie des Islamismus keine Pflicht im Islam. Weder im Koran noch in der Überlieferung des Propheten.
Hier in Europa, in Deutschland, steht das Kopftuch eindeutig für eine Scharia-Weltanschauung und eine ausdrückliche zivilisatorische Abgrenzung gegenüber allem, was als westlich-europäisch-säkular gilt. Nach meiner Auffassung widerstreitet dabei vor allem die Vollverschleierung den Bedingungen einer offenen Gesellschaft. Ein fundamentalistischer Islam, der die Hälfte der Menschheit als minderwertig betrachtet – weshalb sich diese Hälfte verhüllen muss (die Männer hingegen nicht) – ist inakzeptabel. Im Jemen, in Somalia oder in Saudi-Arabien mögen wir wenig daran ändern können. Aber bei uns? Hier verläuft gewissermaßen die „ideologische“ Front. Bereits von da droht uns Gefahr. Leider auch durch unsere politische Linke. Denn gerade tönt die ehemalige Berliner Landeschefin der Grünen, Bettina Jarasch: „Ich möchte, dass es mehr Lehrerinnen mit Kopftuch an Schulen gibt“.
