6,99 €
Warum erhalten Touristen in Venedig an einigen Orten Wasserpistolen? Warum spielte für die Foto-Industrie des 19. Jahrhunderts die Hühnerhaltung eine wichtige Rolle? Und was ist eine „Bähschnitte“?
Fragen, die Sie sich schon immer mal gestellt haben – oder nicht? Mit den neuesten über 150 Fragen und Antworten aus der beliebten Quiz-Show mit Kai Pflaume erfahren Sie in diesem Buch Kurioses, Nützliches, Witziges und Informatives aus der ganzen Welt. Von den Niagarafällen bis zum „Unland“, von Steinzeitmenschen bis zu Robotern, von Nesthockern bis zu Nacktmullen. Werden Sie zum Quizprofi und machen Sie Bernhard Hoëcker und Elton Konkurrenz!
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Seitenzahl: 185
Veröffentlichungsjahr: 2023
Über dieses Buch:
Warum erhalten Touristen in Venedig an einigen Orten Wasserpistolen? Warum spielte für die Foto-Industrie des 19. Jahrhunderts die Hühnerhaltung eine wichtige Rolle? Und was ist eine »Bähschnitte«?
Mit den neuesten über 150 Fragen und Antworten und zehn Sonderfragen aus der beliebten Quiz-Show mit Kai Pflaume erfahren Sie in diesem Buch Kurioses, Nützliches, Witziges und Informatives aus der ganzen Welt. Werden Sie zum Quizprofi und machen Sie Bernhard Hoëcker und Elton Konkurrenz!
Allgemeinwissen und Fun Facts – überraschend, spannend, kurios!
Warum werden manche Menschenöfter von Mücken gestochenund wie erkennt man falsches Lachen?
Und über 150 weitere knifflige Fragenaus der beliebten Wissensshow im Ersten
WILHELM HEYNE VERLAGMÜNCHEN
Der Inhalt dieses E-Books ist urheberrechtlich geschützt und enthält technische Sicherungsmaßnahmen gegen unbefugte Nutzung. Die Entfernung dieser Sicherung sowie die Nutzung durch unbefugte Verarbeitung, Vervielfältigung, Verbreitung oder öffentliche Zugänglichmachung, insbesondere in elektronischer Form, ist untersagt und kann straf- und zivilrechtliche Sanktionen nach sich ziehen.
Der Verlag behält sich die Verwertung der urheberrechtlich geschützten Inhalte dieses Werkes für Zwecke des Text- und Data-Minings nach § 44 b UrhG ausdrücklich vor. Jegliche unbefugte Nutzung ist hiermit ausgeschlossen.
Originalausgabe 10/2023
Copyright © 2023 ARD Werbung und OneGate Media GmbH,Lizenz durch Degeto Film GmbH
Alle Rechte vorbehalten
Copyright © 2023 by Wilhelm Heyne Verlag, München,in der Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH,Neumarkter Straße 28, 81673 München
Autoren: Gerald Drews und Conny Heindl
Illustrationen: Isabel Klett, Barcelona
Covergestaltung: Hauptmann & Kompanie Werbeagentur, Zürich,unter Verwendung eines Fotos von © ARD/Thomas Leidig
Satz: Schaber Datentechnik, Austria
ISBN 978-3-641-30796-7V002
www.heyne.de
Liebe Leserinnen und Leser,
vor Ihnen liegt die inzwischen sechste Ausgabe unseres »Wer weiß denn sowas?«-Buches. Unsere Quiz-Autorinnen und -Autoren haben wieder akribisch recherchiert, um Ihnen eine ganz neue Sammlung der spannendsten Fragen, kniffligsten Rätsel und faszinierendsten Fakten aus den verschiedenen Wissensgebieten zu präsentieren.
In den folgenden Kapiteln werden Sie auf eine Reise durch ein breites Spektrum an Themen mitgenommen – angefangen bei Geschichte und Geografie bis hin zu fantastischer Physik und natürlich den nützlichen Dingen des Alltags. Denn Wissen ist nicht nur eine Bereicherung für den Geist, sondern auch ein Quell der Unterhaltung und des Staunens. Bei der Lektüre – das kann ich Ihnen versprechen – werden Sie das ein oder andere Aha-Erlebnis haben.
Kennen Sie zum Beispiel die Bedeutung der »Armleuchteralgen«? Oder wissen Sie, warum die Hühnerhaltung im 19. Jahrhundert eine wichtige Rolle in der Fotoindustrie gespielt hat? Und lustig fand ich, dass sich die Männchen einer bestimmten Spinnenart in bestimmten Situationen katapultartig durch die Luft schleudern können … Aber das müssen Sie selbst lesen!
Seit der ersten Ausstrahlung von »Wer weiß denn sowas?« im Jahr 2015 fiebern neugierige Köpfe am Bildschirm und inzwischen auch in der ARD-Quiz-App bei jeder Ausgabe mit. Alle haben eines gemeinsam – sie wollen ihren Wissensdurst stillen und gleichzeitig Spaß haben. Mein herzlicher Dank geht daher nicht nur an Moderator Kai Pflaume und seine Rateteams für inzwischen über 1000 Sendungen, sondern auch an alle treuen Fans, die uns über die Jahre begleitet und inspiriert haben. Ich hoffe, dass Sie uns weiterhin verbunden bleiben – als Zuschauende der Sendung, Lesende des Buchs oder Spielende in der App!!
Tauchen Sie nun ein in die faszinierende Welt des Wissens und lassen Sie sich von den Fragen und Antworten beeindrucken. Egal, ob Sie das Buch allein lesen, es in geselliger Runde mit Freunden und Familie nutzen oder als Geschenk weitergeben. Ich hoffe, dass Sie genauso viel Freude beim Lesen dieses Buches haben wie wir bei seiner Erstellung. Denn Wissen ist nicht nur zum Angeben da, sondern vor allem zum Teilen und zum gemeinsamen Erleben.
Bleiben Sie auf jeden Fall weiter clever und neugierig!
Ihr
Frank Beckmann
Koordinator ARD Vorabend
Was stellten die getrennt aufgewachsenen Zwillinge Jim Lewis und Jim Springer erst fest, als sie sich nach 39 Jahren wiedersahen?
A: Ihre Freundinnen, Ex-Frauen und Hunde hatten gleiche Vornamen.
B: Sie trugen dasselbe Tattoo-Motiv auf Schulterblatt und Knöchel.
C: Sie gewannen vor fünf Jahren mit identischen Zahlen in der Lotterie.
Sie sind als Jim-Twins in die Zwillingsforschung eingegangen: die eineiigen US-amerikanischen Zwillinge Jim Lewis und Jim Springer. Nachdem die beiden 1940 kurz nach der Geburt getrennt worden waren, brachten US-Forschende sie 39 Jahre später wieder zusammen und entdeckten Verblüffendes. Die Jims sahen einander nicht nur sehr ähnlich, sondern hatten beide einst einen Hund namens Toy. Sie waren von ihrer jeweils ersten Frau namens Linda geschieden und anschließend mit einer Betty liiert. Auch der Name ihrer ersten Söhne James Allan bzw. James Alan unterschied sich nur um ein l. Außerdem hatten die beiden, die völlig getrennt voneinander aufgewachsen waren, beinah die gleichen Rauch- und Trinkgewohnheiten, besaßen eine Polizeiausbildung und nannten Tischlern als ihr Hobby. Und sie verbrachten ihren Urlaub regelmäßig am selben Strand in Florida.
Diese Geschichte wurde Anlass für eine Studie der Universität von Minnesota/Minneapolis über getrennte Zwillinge, die zeigen sollte, ob und wie Gene Menschen beeinflussen. Da vor allem im und kurz nach dem Zweiten Weltkrieg Zwillinge von verschiedenen Zieheltern adoptiert worden waren, machten rund hundert Paare mit. Die Forschenden kamen zur Erkenntnis, dass etwa die Hälfte aller getesteten Eigenschaften wie zum Beispiel Intelligenz oder Religiosität genetisch bestimmt ist. Und sie stellten fest, dass dies bei eineiigen Zwillingen wesentlich öfter der Fall ist als bei zweieiigen.
Warum gibt es mehr mildgesäuerte Butter als Sauerrahmbutter?
A: Zu ihrer Herstellung wird nur halb so viel Rahm benötigt.
B: Nur eine Rinderart gibt geeignete Milch für Sauerrahm.
C: Die Produktion von mildgesäuerter Butter ist lukrativer.
Bei der Herstellung von Butter wird der Rahm geschlagen, bis sich feste Butterkügelchen und flüssige Buttermilch voneinander trennen. Für mildgesäuerte Markenbutter werden die Kügelchen dann mit Milchsäurekulturen versetzt und zu Butter weiterverarbeitet. Die entstandene eiweißreiche und fettarme Buttermilch wird vor dem Verkauf durch hinzugefügte Milchsäurekulturen nachgesäuert und etwas dickflüssiger gemacht.
Auch bei der Herstellung von Sauerrahmbutter werden Milchsäurekulturen hinzugefügt – aber gleich zu Anfang, also noch in den ungeschlagenen Rahm. Die Buttermilch, die dann beim Schlagen entsteht, wird allerdings leicht zähflüssig, weil die dem Rahm zugeführten Milchsäurebakterien das Eiweiß gerinnen lassen. Das wiederum erschwert die nötigen Erhitzungsverfahren, weil die Milch sich an den Maschinen festsetzen und verbrennen kann. Die Weiterverarbeitung von ungesäuerter Buttermilch, die bei mildgesäuerter Butter entsteht, ist daher lukrativer. Im Jahr 2021 wurden 277200 Tonnen mildgesäuerter Markenbutter produziert, von Sauerrahmbutter hingegen nur 3700 Tonnen. Beim Verzehr wird die in der Sauerrahmbutter enthaltene Säure übrigens oft als Geschmacksfehler wahrgenommen.
Das »Poezenboot« in Amsterdam …?
A: bringt Schulkinder von einem Ufer der Amstel zum anderen
B: dient als schwimmende Pflegestation für streunende Katzen
C: bietet als weltgrößte Schiffschaukel Platz für 250 Fahrgäste
Es begann 1966 in Amsterdam mit einer streunenden Katze und ihren Jungen. Die schutzlose Familie fand ein Zuhause bei Henriette van Weelde in der Herengracht. Dann kam noch eine bedürftige Katze dazu und noch eine … Irgendwann reichte der Platz nicht mehr. Warum nicht ein Hausboot anschaffen? So dachte Mefrouw van Weelde, und schon 1968 lag ein Boot, eine sogenannte Tjalk, auf dem Wasser der Singel (das ist die älteste innerstädtische Gracht in Amsterdam). Ein größeres Schiff folgte und 1987 die Gründung einer Stiftung mit dem Namen »De Poezenboot« – »Poes« bedeutet »Katze« auf Niederländisch.
Heute liegt das 2002 renovierte »Poezenboot« als schwimmendes Tierheim immer noch in der Singel, nur wenige Gehminuten vom Amsterdamer Hauptbahnhof entfernt. Bis zu 60 streunende Katzen finden hier gleichzeitig Zuflucht – möglichst nur vorübergehend. Denn der Verein bemüht sich natürlich, jeden seiner Schützlinge in ein neues Zuhause zu vermitteln, kastriert, gechippt und entwurmt. Manchen Fellnasen gefällt es allerdings so gut auf dem Boot, dass sie immer wieder dorthin zurückkehren. Katzen können eben stur sein. Der Verein lebt von Spenden und führt auch gerne Gäste über das Boot.
Breiten sich Hutpilze kreisförmig auf einem Rasen aus, …?
A: kann das unterirdische Pilzgeflecht den Rasen austrocknen
B: weist das auf eine Brutstätte für Engerlinge hin
C: wurde der Garten mit zu viel Kalium gedüngt
»Hexenring« heißt die kreisförmige Ausbreitung von Hutpilzen auf dem Rasen. Zwar wachsen Hutpilze normalerweise gern im Schatten unter Büschen und Bäumen. Bei feuchtwarmer Witterung sprießen sie jedoch vermehrt aus dem Rasen und bilden einen Kreis. Dabei lassen die oberirdisch sichtbaren Fruchtkörper – also die Stängel mit den Hütchen – auf das Pilzgeflecht schließen, das sich innerhalb des Kreises unter der Erde befindet. Myzel wird dieses Geflecht in der Fachsprache genannt.
Hutpilze sind dann allerdings nicht nur ein optisches Problem. Das unterirdische Myzel ist bei manchen Arten Wasser abweisend. Die Folge: Der Rasen trocknet aus und verfärbt sich, auch wenn er ausreichend gegossen wird. Und das Myzel kann immer weiterwachsen. Da hilft nur eins: Rausnehmen! In einem ersten Schritt werden die Fruchtkörper vom Myzel getrennt. Dafür innerhalb des Rings mit einer Grabegabel in den Rasen stechen und die Grasnarbe leicht anheben. Damit reißt die Verbindung nach unten, und die Fruchtkörper lassen sich einfach entfernen. Dann kann das Pilzgeflecht ausgestochen und über den Hausmüll entsorgt werden. Pilze bevorzugen saure und nährstoffarme Böden. Kaliumreicher und basischer Dünger hilft deshalb, den »Hexenringen« vorzubeugen.
Was ist das Besondere an dem in den 1960er-Jahren populären, frühen Spielecomputer »Dr. Nim«?
A: Er ist nur für 13 Spielrunden konzipiert und danach funktionslos.
B: Ein einziges Spiel dauert länger als fünf Stunden.
C: Der Spieler kann nie gewinnen.
Wer zum Spiel gegen den Computer »Dr. Nim« antritt, muss Frust aushalten können. Denn die Maschine gewinnt immer. Ihr Name leitet sich von dem Strategiespiel »Nim« ab. Dabei nehmen zwei Spielende abwechselnd eine bestimmte Anzahl von Gegenständen weg – etwa Münzen, Murmeln oder Streichhölzer. Dabei wird vorher festgelegt, wie viele Gegenstände in einem Zug höchstens genommen werden dürfen. Gewonnen hat, wer das letzte Objekt wegnehmen kann. Entsprechend gewinnt auch beim Computerspiel, wer den letzten Zug ausführt – und das ist immer die Maschine. Denn mit ihren perfekten Spielzügen kann sie den Sieg stets erzwingen, sofern es der Mensch ist, der den ersten Zug tut.
Der Computer »Dr. Nim« funktioniert mechanisch. Die Spielzüge werden mittels Plastikhebeln ausgeführt, die ihrerseits von Murmeln bewegt werden. Der US-Amerikaner John Thomas Godfrey, Ingenieur bei General Electric, konstruierte den Immergewinner Mitte der 1960er-Jahre.
Hinter »Hanlons Rasiermesser« verbirgt sich der philosophische Ratschlag: »Schreibe nicht …?
A: der Unfähigkeit zu, was durch Faulheit erfolgte.«
B: der Absicht zu, was durch Zufall geschah.«
C: der Böswilligkeit zu, was mit Dummheit erklärt werden kann.«
Philosophische Rasiermesser sind scharfe Waffen. Und doch fließt bei ihrer Anwendung kein Blut. Diese Rasiermesser sollen dabei helfen, unpassende Hypothesen aus der Welt zu schaffen – und zwar so gründlich, als ob diese mit einem Rasiermesser weggeschnitten würden. So schreibt etwa das Ockham-Rasiermesser vor, bei der Bildung von Theorien immer die einfachste Variante zu wählen – also sparsam zu sein. Wilhelm von Ockham war ein Philosoph und Theologe im 14. Jahrhundert.
Aber was nun besagt »Hanlons Rasiermesser«? Es lehrt, dass nicht der Böswilligkeit zugeschrieben werden sollte, was durch Dummheit ausreichend erklärbar wäre. Oder, kürzer gesagt: Die meisten Fehler entstehen aus Dummheit und nicht aus Gemeinheit. Häufig wird dieses Rasiermesser in Bezug auf Verschwörungstheorien verwendet: Ihre Entstehung ist leichter zu verstehen, wenn man annimmt, dass einfach Pfuscherei dahintersteckt und nicht etwa böse Absicht. »Hanlons Rasiermesser« stammt aus dem 20. Jahrhundert. Auf wen es zurückgeht, ist nicht zu klären. Es könnte eine reale Person dieses Namens gewesen sein, deren Zitat 1980 in einem Buch über »Murphy’s Law« auftauchte, oder ein Sprichwort des Science-Fiction-Autors Robert A. Heinlein, das zuerst 1941 in einer von dessen Kurzgeschichten vorkam.
Eignen sich Handdesinfektionsmittel auch für empfindliche Oberflächen wie Leder?
A: Ja, sie enthalten hauptsächlich pflegende Wirkstoffe.
B: Nein, sie können Farbpigmente oder Beschichtungen lösen.
C: Nur wenn die Oberflächen regelmäßig händisch berührt werden.
Corona brachte neben vielen gesundheitlichen Unannehmlichkeiten auch zunehmend Handdesinfektionsmittel in unsere Haushalte. Diese sind zwar weniger aggressiv als viele Flächendesinfektionsmittel, die auf Alkohol-, Chlor-, Ammonium- und Phenolbasis hergestellt werden und meist stark aggressive Wirkstoffe beinhalten. Aber trotzdem eignen sich auch Produkte für die Hände nicht für die Pflege von Haushaltsgegenständen. Empfindlichere Oberflächen wie Möbellack oder Leder sollten genauso wenig damit behandelt werden wie Brillen oder Handydisplays. Der Grund: Handdesinfektionsmittel enthalten ebenfalls Alkohol – etwa hochprozentiges Ethanol oder Isopropanol. Dieser kann Farbpigmente aus Textilien lösen oder schützende Beschichtungen auf Glas oder Elektrogeräten strapazieren.
Die Stiftung Warentest weist darauf hin, dass Desinfektionsmittel genauso wie zu häufiges Waschen unsere Haut austrocknen und sie rissig und spröde machen. Dabei besteht die Gefahr, dass sich in den Rissen leicht Keime ansiedeln. Die Warentester empfehlen, vor allem zu Hause Hände regelmäßig mindestens 20 Sekunden lang mit Seife oder milder Waschlotion zu waschen. Nach Meinung der Fachleute sind in einem gesunden Haushalt auch Flächendesinfektionsmittel meist überflüssig. Es genüge oft, gewöhnliche Haushaltsreiniger zu verwenden. Bei empfindlichen Oberflächen wird neben materialgerechten Pflegemitteln vor allem ein Mikrofasertuch empfohlen.
Wer Kombucha-Tee zu Hause selbst herstellt, sollte neben sorgfältiger Hygiene darauf achten, dass …?
A: der Tee nicht in einem Keramikgefäß oder Bleikristallglas gelagert wird
B: die Flüssigkeit mehrmals am Tag umgerührt oder geschwenkt wird
C: das Behältnis möglichst viel in der Sonne steht
Er gilt als Lebenselixier und geradezu als Wunderheilmittel etwa für den Darm – was sicher übertriebene Erwartungen sind. Kombucha ist ein fermentierter Tee und als solcher nach Ansicht der Verbraucherzentrale ein Erfrischungsgetränk, das bei sachgemäßer Produktion ähnlich gesund ist wie Sauerkraut oder andere fermentierte Lebensmittel. Er wird mithilfe eines Bakterien-Hefe-Gemischs hergestellt, des sogenannten Tee- oder Kombuchapilzes. Es gibt Kombucha fertig zu kaufen, man kann ihn aber auch selbst ansetzen.
Dabei ist Hygiene besonders wichtig, damit sich keine schädlichen Keime ansiedeln. Außerdem sollten für die Zubereitung und Lagerung keine Gefäße aus Keramik verwendet werden, denn die Glasuren können gesundheitsschädliche Schwermetalle wie Blei enthalten. Diese werden durch die Säure des Getränks herausgelöst. Das Gleiche gilt für Gefäße aus Bleikristall. Am besten ist es, herkömmliche Glasbehälter zu verwenden.
Wodurch sorgte der brasilianische Rennfahrer Emerson Fittipaldi 1993 beim Autorennen »Indianapolis 500« für Aufsehen?
A: Er fuhr mit Flip-Flops.
B: Auf seinem Helm war Ludwig van Beethoven abgebildet.
C: Nach seinem Sieg trank er entgegen der Tradition Orangensaft.
»Indy 500«, so wird das Rundstrecken-Autorennen »Indianapolis 500« auch liebevoll genannt. Es findet seit 1911 jährlich statt – ausgenommen 1942 bis 1945 wegen des Zweiten Weltkrieges. Das Rennen über 500 Meilen gehört zu den Grand-Slam-Ereignissen im Rennsport. Es lockt jährlich mehr als 400000 begeisterte Fans in die Stadt Speedway bei Indianapolis. Seit 1936 besteht die Tradition, dass die erstplatzierte Person des Rennens einen kräftigen Schluck Milch nimmt. In jenem Jahr hieß der Sieger Louis Meyer – und er war nach dem Rennen so erschöpft, dass er eben nach Milch verlangte, genauer: nach Buttermilch. Einem findigen Werbestrategen der Milchbranche gelang es daraufhin, die Tradition mit normaler Milch zu etablieren.
Zwischen 1947 und 1956 tranken die Erstplatzierten zwar nur Wasser, seither aber wieder Milch. Bis 1993 der zweifache Formel-1-Weltmeister Emerson Fittipaldi nach seinem zweiten Indy-500-Sieg statt zur Milch zum Orangensaft griff. Er wollte damit Werbung für seine Orangenplantage in Brasilien machen. Die Fans und der amerikanische Milchverband waren wenig begeistert – und so trank Fittipaldi auch von der Milch, aber erst nachdem die Kameras ausgeschaltet waren. Böse Zungen behaupten sogar, höhere Milchmächte seien daran beteiligt gewesen, dass der Brasilianer 1994 in Führung liegend in eine Mauer krachte und ausscheiden musste …
Laut einer psychologischen Studie der australischen Griffith University von 2022 …?
A: können Männer weniger gut räumlich denken als Frauen
B: überschätzen Männer ihren IQ häufiger als Frauen
C: schummeln Männer bei ihrer Altersangabe weniger als Frauen
Männer sind nicht intelligenter als Frauen – das Umgekehrte trifft aber ebenso wenig zu. Es gibt einfach kein intelligenteres Geschlecht. Aber erzählen Sie das mal einem Mann! Er wird Ihnen vermutlich nicht glauben. Denn Männer überschätzen ihren eigenen Intelligenzquotienten (IQ) häufig. Viel häufiger als Frauen. Das ergab 2022 eine Studie eines Psychologieteams der Griffith University im australischen Brisbane. An der Studie nahmen 228 Personen teil, die sich selbst entweder als männlich oder als weiblich identifizierten.
Untersucht wurde, wie die Frauen und Männer, deren IQ ungefähr gleich war, die eigene Intelligenz beurteilten. Es zeigte sich, dass Männer ihren IQ häufig überschätzten. Die Frauen hingegen hielten ihren IQ mehrheitlich für niedriger, als er tatsächlich war. Das Ergebnis passt zu früheren Studien, denen zufolge Eltern ihre Söhne bereits im frühen Alter häufiger als klüger einschätzen als ihre Töchter. Interessant ist: Das Forschungsteam berücksichtigte nicht nur das biologische Geschlecht, sondern bezog auch psychologische Merkmale ein. Dabei stellte sich heraus, dass Frauen mit Eigenschaften, die als maskulin gelten, ihre eigene Intelligenz auch eher überschätzten. Je männlicher sich jemand verhält, desto eher wird er oder sie also die eigene Intelligenz zu hoch einschätzen.
Der kleine Ort »Ohne« in Niedersachsen hat 2022 …?
A: den Wettbewerb für den besten Ortsnamen gewonnen
B: ein Ortsschild ohne Beschriftung erhalten
C: einen Zusammenschluss mit der Gemeinde »Hose« vollzogen
Im Südwesten von Niedersachsen, dicht an der holländischen Grenze, liegt der kleine Ort Ohne. So heißt das Dorf, in dem knapp 600 Menschen leben. Im Jahr 2022 brauchte Ohne ein neues Ortsschild – ein grünes mit gelbem Schriftzug, wie für nicht geschlossene Ortschaften üblich. Die Bestellung gab die Straßenmeisterei im nahe gelegenen Nordhorn auf, unter der Rubrik »Ortsname« stand dabei im Formular korrekterweise: »Ohne«. Über das Logistikzentrum Niedersachsen ging die Bestellung weiter an die Schilderfirma.
Wenig später wurde in der Straßenmeisterei Nordhorn ein grünes Schild ohne jede Beschriftung angeliefert. Die Herstellerfirma hatte den Auftrag offensichtlich missverstanden – im Sinne von »ohne Gewähr« oder eben »ohne Aufschrift«. In Nordhorn war man zunächst verblüfft, dann amüsiert, dann klärte man den Irrtum auf – und der fehlende Schriftzug wurde nachgeliefert und aufgeklebt. Ohne ist übrigens ein sehr altes Dorf. Schon für die Karolingerzeit im 8./9. Jahrhundert n. Chr. ist eine Ansiedlung belegt. Ihr Name lautete damals »Oen«.
Wofür ist die elektrische Leitfähigkeit ein wichtiges Kriterium?
A: Haltbarkeit von Weißbrot
B: Qualität von Kuhmilch
C: Reifegrad eines Kürbisses
Letztlich ist doch alles Chemie. Und Physik. Auch bei der Milch, wie das folgende Beispiel zeigt. Kuhmilch enthält Elektrolyte – genauer: Natrium-, Kalium- und Chloridionen. Der Gehalt ist nahezu immer gleich. Nur wenn etwas mit der Kuh nicht stimmt, ändern sich die Werte. Landwirte und -wirtinnen machen sich das zunutze, indem sie bei jeder Kuh während des Melkens automatisch die Menge und den sogenannten Leitwert der Milch erfassen, also die elektrische Leitfähigkeit.
Weicht der gemessene Wert von der Norm ab, dann sind mehr Natrium- und Chloridionen vorhanden. Das wiederum deutet darauf hin, dass bei der Kuh das Eutergewebe gereizt ist oder dass eine Entzündung der Milchgänge droht. Die Messung der Leitfähigkeit ist also ein Frühwarnsystem für die Gesundheit der Kuh und die Qualität der Milch.
Wer sich zu Zeiten Queen Elizabeths II. als Haushaltshilfe im Buckingham Palace bewarb, musste unter anderem …?
A: 64 Betten in drei Stunden frisch beziehen
B: eine platzierte tote Fliege im Raum finden
C: sich Witze erzählen lassen und dabei nicht lachen
Was die berühmte Serie »The Crown« verschwieg: Königin Elizabeth II. war bekannt und berüchtigt für ihren Hang zur Reinlichkeit. Wer sich für eine Stelle als Reinigungskraft in ihren Gemächern bewarb, musste sich, ohne davon zu wissen, einer ziemlich gemeinen Prüfung unterziehen. Wie Tracy Waterman, die einstige Personalverantwortliche der Königin, in einer Fernsehdokumentation verriet, galt es, den »Dead Fly Test« zu bestehen. Für diesen Test hatte die Personalchefin in einem Raum eine tote Fliege platziert, etwa hinter einem Vorhang, auf einem Teppich oder dem Kaminsims. Anschließend spazierte sie mit den Bewerberinnen durchs Zimmer. Nur die Hälfte entdeckte die Fliegenleiche, und gar nur jede zehnte hob sie auf, wie Tracy Waterman in der Doku erzählte: »Das war dann diese eine besondere Haushaltshilfe, die ich suchte.«
Diese speziellen Mitarbeiterinnen zählen zu einer Armada von insgesamt 488 Menschen im Dienst des Königshauses – vom Klempner bis zum hauseigenen Uhrmacher. Der Buckingham Palace zählt sage und schreibe 775 Räume – darunter allein 19 Staatsgemächer sowie 52 königliche Schlaf- und Gästezimmer. Dafür braucht man schon eine ganze Menge Personal. Das darf dann sogar gratis im Palast wohnen, noch dazu bei freier Kost, aber auch bescheidenem Gehalt von durchschnittlich rund 25000 € im Jahr.
Die Farbe von verschiedenen Johannisbeersorten …?
A: beeinflusst die Haltbarkeit der Früchte
B: bestimmt, wie der Strauch geschnitten wird
C: wird durch den pH-Wert der Muttererde festgelegt
Der beste Zeitpunkt, um Johannisbeeren zurückzuschneiden, ist im Sommer direkt nach der Ernte oder im Spätwinter, also Ende Februar. Rote und Weiße Johannisbeeren kann man beim Schneiden gleich behandeln, denn sie sind eng verwandt: Die Weißen wurden einst aus den Roten gezüchtet. Beide Sorten sollten pro Strauch insgesamt aus acht bis zehn Haupttrieben bestehen und tragen die meisten Früchte an den zwei- bis dreijährigen Trieben. Von den älteren, mindestens vierjährigen Trieben können Sie daher pro Jahr zwei bis drei Stück bodennah abschneiden. Diese älteren Triebe sind oft an Moos oder Flechten zu erkennen, die sich darauf niedergelassen haben.
Schwarze Johannisbeeren hingegen tragen den größten Teil ihrer Beeren an den langen einjährigen Seitentrieben. Von diesen sollten daher möglichst viele vorhanden sein. In den ersten drei Jahren werden alle Triebe im zeitigen Frühjahr, also vor dem Austrieb, um etwa ein Drittel über einem gut entwickelten Seitentrieb gekürzt. In den folgenden Jahren gilt wie bei Roten und Weißen Johannisbeeren: Ältere Triebe bodennah abschneiden und genauso viele junge Triebe stehen lassen. Schwache Triebe ebenfalls bodennah abschneiden. Die übrigen Triebe über dem zweiten oder dritten gut entwickelten Seitentrieb einkürzen.
Die aus dem Film »Terminator 2« bekannten Worte »Hasta la vista, baby« …?
A: waren die Abschiedsworte Boris Johnsons im Parlament
B: sprach Schwarzenegger erst in der Nachvertonung ein
C: machen Scheidungen in spanischen Standesämtern rechtskräftig
Er soll sprechen wie ein Mensch. Das lernt Terminator T-800 alias Arnold Schwarzenegger im Film »Terminator 2« (1991) von seinem jungen Schützling John Connor. Und er bekommt auch gleich eine typisch menschliche Phrase gesagt: »Hasta la vista, baby«, also »Auf Wiedersehen, Baby«. Als er später den bösen Terminator T-1000
