Wessen Leben lebst du? - Gina Markwica - E-Book

Wessen Leben lebst du? E-Book

Gina Markwica

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Beschreibung

Da ist dieses Leben, das uns vorgegeben wird. Wenn wir nicht nach diesem Leben streben, haben wir in den Augen anderer, etwas nicht erreicht. Was ist aber, wenn wir die Augen der anderen einfach ausblenden? Was ist, wenn wir genau nach dem streben, was anderen als unerreichbar erscheint? Was ist, wenn wir aufhören uns bestimmen zu lassen? Was ist, wenn wir unser Leben so gestalten, wie wir es wirklich wollen? Was passiert mit uns, wenn wir die Liebe und den Verlust spüren? Was ist, wenn wir uns um uns selbst sorgen und die Liebe unseres eignen Lebens werden? Ist man dann ein Verlierer, wenn man nichts in der Hand hat, das uns vorgeschrieben wird? Ich glaube, man wird nichts verlieren und nicht verloren sein. Verloren ist man erst, wenn man aufhört zu greifen.

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EPUB
MOBI

Seitenzahl: 171

Veröffentlichungsjahr: 2020

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„Weil ich und ihr

wir sind

und

du und ich

wir

waren“

Inhaltsverzeichnis

Menschen

Schaukel

Ziele

Fragen

Das Gespräch

Ich Bin Auch Da

Der Wert

Der Freund

Die Wichtigkeit

Er-Lernen

Frau Bianchi

Amor(e)

Raus Aus Dem Schlaf

Das Abenteuer

Meine letzten Worte an dich

Abschied

Ich erinnere mich an einen bestimmten Augenblick in meinem Leben. Es war in der Woche, in der ich zwischen den Bergen in Südtirol auf meinem kleinen Hotelbalkon saß.

Aus irgendeinem Grund dachte ich, Südtirol würde der Ort werden, an dem ich etwas Neuem begegne. Etwas, das vielleicht mein Leben verändern wird.

EINFÜHRUNG Ein starker Wind und schwarze Wolken zogen über Meran ein. Ich ließ mich auf meinem Balkonstuhl nieder und schrieb weiter an meinen Gedanken, so lange, bis ich meine Hand nicht mehr spüren konnte und die Finger sich langsam vom Tippen verkrampften. Ich klappte den Laptop zu, lehnte die Stuhllehne weiter nach hinten und blickte in den Himmel. Ich starrte nach oben, als würde dort etwas zu sehen sein, was ich noch nie sah. Ich folgte den Wolken, die sich so schnell fortbewegten.

Faszinierend. Je bewusster man in den Himmel blickt, desto schneller nimmt alles seinen Lauf. Die Berge, die sich unter den Wolken erstreckten, sahen durch meine Augen immer aus wie Riesen, die seit Jahrhunderten schlafen.

So dachte ich schon als Kind, wenn ich vor den gigantischen Teilen stand und meinen Kopf so weit nach hinten senken musste, um den Gipfel zu erblicken.

Ich war gefesselt an die Schönheit der Natur, die ich das erste Mal auf eine andere Art und Weise wirklich zu bewundern wusste. Aus meinen Kopfhörern ertönte mein Lieblingslied „Slow it down“ von „The Lumineers“.

Irgendetwas passierte in dem Moment. Es war wie ein Windstoß, ganz sanft aber mit einem tiefholenden Atemzug.

Es war, als würde ein gewisser Schalter, der mein jetziges Leben aufwies, einfach umschalten.

Ich saß eine Weile einfach nur da und erstellte mir am Himmel eine Leinwand meines Lebens, ein Bild meiner Mitmenschen und ein Drehbuch meines Selbst. Ich weiß nicht, was genau in diesem Moment passiert, doch mit der Zeit wurde mir etwas bewusst, worüber ich mir so nie Gedanken machte.

Es war, als stände ich mein ganzes Leben lang vor einem dichten Nebel. Hinter dem Nebel, wenn man wissen möchte was sich dahinter befindet, liegt eine bunte Welt.

In dem Nebel durchzieht sich eine Scheinwelt. Eine Welt voller Vorschriften und von uns erwartete Ziele und Taten.

Natürlich war mir bewusst, was sich hinter dem Nebel befindet. Ein Leben, wie ich es gerne hätte. Ein Leben, wie es die berühmtesten Menschen führen. Ein Leben, in dem man durch wenig Bewirkung alles bekommt, was einem ermöglicht durch die ganze Welt zu stolzieren.

Weiter in den Himmel starrend, erkannte ich auf einmal einen Regenbogen, der immer mehr seine Form annahm. Noch nie in meinem Leben hatte ich einen Regenbogen entstehen sehen. Es war eines der schönsten Ereignisse.

In Gedanken griff ich zurück auf den Nebel. Weiterhin dachte ich darüber nach und erkannte etwas. Die bunte Welt, sie liegt hinter dem Nebel. So dachte ich zumindest. Der Nebel besitzt alles, was ich erreichen soll. Wenn ich all die großgesetzten Ziele in meinem Leben erreicht habe, die mir schon seit meiner Kindheit eingeprägt wurden, dann erreiche ich diese bunte Welt dahinter. Wenn ich diese Ziele habe, kann ich auch diesen vielfältigen Planeten erkunden und mein Leben wird voller Glück sein.

Es hört sich nach einem Lauf des Lebens an, der einem Wunderschönes ermöglichen kann.

Man sollte doch nur den Führerschein besitzen, ein Dach über dem Kopf haben, gesund sein, einen guten Schulabschluss schaffen, die Ausbildung durchziehen und dann sein restliches Leben sehr gut Geld verdienen, um dann mit 65 Jahren eine Weltreise machen zu können, weil dann auf einmal die Zeit keine Rolle mehr spielt. Man wartet nur noch auf den Tod, denn alles was davor geschieht, hat man erreicht und kann nun mit dem Partner die Welt mit einem Wohnmobil bereisen.

Man kann sich die Träume erfüllen, die man immer auf morgen schob und die einem wegen der Zeit verloren gingen.

Diese Richtung ist es, um sich kaufen zu können was man möchte und um sich zu ermöglichen, was man immer wollte.

Nach genau diesem Ablauf lebte ich mein Leben. Er erschien mir am einfachsten. Viele Menschen gehen diesen Weg und erwähnen bei ihrem letzten Atemzug, dass sie gelebt haben.

In diesen Momenten der Ruhe und des Alleinseins erkannte ich aber, dass ich am Nebel vorbeigehen wollte, ohne ihn zu durchqueren.

Ich erkannte, dass ich nicht nach diesem Konzept aufwachsen möchte.

Mein Leben lang saß ich auf dem Stuhl vor dem Nebel. Ich sehnte mich nach einem sorgenlosen Leben. Ein Leben voller Reichtum, Anerkennung, Liebe und Glück.

Ich wollte das, was ohne Mühe unerreichbar ist.

Doch an diesem Tag stand ich von dem Stuhl auf und ging, ohne darüber nachzudenken wer mir folgen wird oder was ich auf meinem Weg verlieren werde, in eine andere Richtung. Nicht auf den Nebel zu und nicht zurück. Ich erschuf mir meine eigene Richtung.

Ich weiß nicht, was ich im Moment dachte, doch ich weiß was ich im Moment wusste.

Dieses Leben, das mir gegeben wurde, möchte, dass ich es zum Leben benutze und nicht nur um am Leben zu sein.

Ich liebte die Ruhe, die mich begleitete. Die Perspektive auf die Welt, die ich in diesem Moment durch meine Augen sah, wirkte auf mich größer als sonst.

Und je größer meine Perspektive auf die Welt wurde, desto kleiner erschienen mir die Probleme, die mich begleiteten.

Es wird gesagt, dass das Leben ein letztes Mal an uns vorbeizieht, wenn wir sterben.

Ich sehe das anders. Ich glaube, dass das Leben auch an uns vorbeiziehen kann, wenn wir mit beiden Beinen lebendig auf der Erde stehen.

Es gibt da einen bestimmten Punkt, der sich in vielen der Menschenbilder wiederspiegelt.

Der Punkt, den wir selbst als „Ort des Nachdenkens“ bezeichnen. Wenn wir uns selbst an diesem Ort begegnen, um seelische Schmerzen zu verarbeiten oder um nachzudenken, werden wir von unseren eigenen Gedanken und Gefühlen beeinflusst. Nachdem wir einen Schritt zurück in die Zivilisation machen, können die bedrückenden Gedanken ein Teil unseres Lebens und ein seelischer Begleiter werden.

Der Mensch, der uns verletzt hat oder der Mensch, den wir geliebt haben.

Sie alle werden Begleiter unseres Denkens.

Das kann der Punkt sein, an dem wir langsam vergessen, was sich eigentlich alles Faszinierende vor unseren Augen befindet.

Wir sehen es aber sehen nicht hin.

Ich möchte versuchen hinzusehen. Ich möchte die Menschen, die Erde, das Leben und mich selbst wahrnehmen.

Ich möchte kein Ziel mehr erreichen. Ich möchte den Weg finden und darauf bleiben. Ich möchte meinen eigenen Weg legen, wie eine Landkarte vom Kopf bis in die Seele.

Ich frage mich, ob man herausfinden kann, wer man wirklich ist. Ich frage mich, ob man wirklich gegen den Strom laufen kann.

Ich frage mich, ob wir wissen, dass nur wir selbst die Fähigkeit besitzen, etwas zu verarbeiten, solange wir uns auch mit dem Hindernis auseinandersetzen.

Wir selbst müssen uns die Frage stellen, ob das das Leben ist, das wir leben wollen und wenn nicht, welches Leben möchten wir dann leben?

Der leichte Windzug der von den Südtirolischen Alpen auf mich zu wehte, vermischt mit dem Gefühl allein hier- und an nichts gebunden zu sein, veränderte durch meinen Kopf die Welten, die sich auf unserer Erde befinden.

Ich wusste in diesem bestimmten Moment noch nicht, dass er zum Entscheidenden Punkt meines Lebens werden wird. Ich merkte, dass ich mich ab diesem Zeitpunkt nicht weiter auf mehrere Wegweiser konzentrierte, sondern nur auf den einzigen Weg, den ich ab diesem Tag kreieren wollte.

Das Ziel muss nicht immer der entscheidende Punkt sein, den wir erreichen wollen. Mein Ziel war es, herauszufinden mit welchen Erfüllungen ich meinen „neuen“ Weg legen möchte.

Und dann werde ich diesen Weg vielleicht einfach so lange legen und gehen, bis das Ziel vielleicht einfach nur der Tag ist, an dem ich sterbe.

Viele Türen werden auf meinem Weg aufzufinden sein, die ich öffnen werde und etwas Neues sich auf mich wirken lässt.

Ich war am ersten Schritt eines neuen Lebens angekommen, doch davon wusste ich noch nicht.

Es passierte unbewusst.

Ich hielt inne und folgte den Strahlen der untergehenden Sonne. Ich beobachtete ein letztes Mal die Menschen, die unter mir vorbeigingen und sich unterhielten. Ich folgte den Klängen ihrer Stimme. Die meisten von ihnen gingen alle in dieselbe Richtung. Meinen Ohren wurde nichts an Ton mehr gegeben, nachdem die Türen der Kneipe jedes Mal aufs Neue wieder zu fielen.

Erneut dachte ich intensiv darüber nach. Je mehr ich mir darüber Gedanken machte, desto klarer wurde meine Sicht auf meinen Gedankengang.

In dieser großen Zivilisation streben wir oft nur in die eine Richtung. Wir sprechen es nicht laut aus, doch es ist das Ziel gesund zu bleiben; an einem warmen Sonnentag mit der Familie in einem kleinen idyllischen Garten zu gedeihen; Geld im Gewissen zu haben mit dem man ein Leben lang über die Runden kommen kann und letztendlich im Kreise seiner Liebsten Abschied von der Erde zu nehmen.

Wir leben für diese großgesetzten Ziele.

Wir kommen auf diesen großen- aber doch so kleinen Planeten und werden für unsere Vorfahren ein Experiment. Sie lieben uns und wollen nur das Beste für uns. Das wir einmal erfolgreich im Leben stehen, mit einem gut bezahlten Job und das uns das Glück immer an unserer Seite begleitet.

Das ist das was sie uns wünschen und worauf sie uns vorbereiten.

Ich fühlte mich allein. Ich war allein hier und machte Urlaub, wie man es bezeichnen mag. Es machte mir nichts aus. Ich liebte die Ruhe und wartete darauf bis sie mich erschlug, doch nie kam es dazu.

Es war still und niemand war hier, nur ich selbst war hier.

Ich merkte, dass das was ich sah, dachte und mich durchfuhr auf einmal einen kleinen und noch etwas undurchsichtigen Sinn ergab. Ich fühlte mich nicht körperlich allein. Ich denke, ich war nur die einzige Person, die sich auf einmal darüber Gedanken machte, wo das Leben anfängt und wo es aufhört.

Ich frage mich aber, was ein normaler Menschenverstand ist und ob dieser Verstand letztendlich daraus besteht diese großgesetzten Ziele zu erreichen und um glücklich zu sein.

Auch ich dachte nie anders. Einen „normalen“ Menschenverstand hatte auch ich.

Ich weiß nicht wann dieser Schalter auf einmal umfällt und alles einem mehr Durchblick verschafft, der dann aber plötzlich alles auf einmal verändern kann.

Ab dem Tag, an dem ich zurück von meiner Reise war, war ich mir sicher.

Ich wusste es.

Ich möchte nicht dem Strom folgen und nur in diese eine einzige Richtung gehen. Ich schlage mir in den Kopf, dass es eine andere Richtung geben muss. Aber gibt es sie? Ich möchte herausfinden, wie es ist, gegen den Strom zu schwimmen und die Liebe seines eigenen Lebens zu werden. Es klingt mir, als sei dies alles unmöglich.

Ich möchte mich nicht mehr mit diesem Leben zufrieden-geben, dass eigentlich nur ein durchschnittliches Leben ist.

Ich möchte nicht wie diese unzähligen von aufwachsenden Wesen leben.

Ich möchte etwas Großes werden. Ich möchte jemand werden, der sich durch sich selbst inspiriert. Ich möchte zu meiner eigenen Inspiration werden. Ich möchte andere Menschen dazu bewegen ihre eigene Inspiration zu werden. Wir sind für etwas Einzigartiges geschaffen, doch ich weiß noch nicht wie so etwas funktionieren soll.

Die durchschnittliche (Schein-)Welt wurde mir eingepflanzt und die Welt dahinter, schaute ich mir an den Berühmtheiten unserer Menschheit ab. Jeder hatte ein erfüllteres Leben als ich. Das Leben anderer war immer bunter als meins. Ich wollte das, was andere haben. Ich wollte sein, wie andere.

Es gibt ihn. Diesen Sinn zum Leben, von dem Schriftsteller berichten.

Für mich ist es zu wenig zu fragen, was dieser Sinn zu Leben eigentlich ist. Ich möchte es herausfinden. Mein ganzes Leben lang.

Aber ich glaube, es gibt keine Antwort darauf. Wir sind unser eigener Sinn und es ist unser Leben.

Vielleicht besteht der Sinn des Lebens aber auch darin, herauszufinden was sein eigener Sinn zum Leben ist.

Es gibt keine Türen, die sich aus dem Nichts öffnen. Wir besitzen die Schlüssel zu jedem einzelnen Schlüsselloch und wir öffnen und schließen die Türen.

Das Bewusstsein darüber zu erlangen, dass man das Skript seines Lebens ja ganz allein schreiben kann, ist durch meine Augen, ein faszinierendes Geschenk, um ein Leben zu füllen, das verschiedene Kapitel beinhaltet.

Um die Welt bunt anzumalen, wie es einem gefällt. Und um das Leben zu erleben, um es leben zu können.

Das Bewusstsein über sein eigenes Leben und sein eigenes Drehbuch zu erlangen, ist eine Kunst, die nicht zu sehen aber zu erleben ist.

Findet man diese Kunst, findet man sich selbst.

Ab heute werde ich endlich versuchen mein Leben als meines zu sehen.

Ich will nicht atmen, um am Leben zu sein.

Ich will atmen für mein Leben.

Ich möchte die Welt, das Leben, die Menschen und mich er-leben.

„Weil ich und du, wir wurden, hast du mich verstehen lassen, wie es ist einen Menschen aus Schicksal zu treffen.

Aber du sagtest, dass du nicht an das Schicksal glaubst. Du sagtest, dass du an die Fügungen im Leben glaubst.

Das war dein Glauben.

Du hast ihn zu meinem Glauben lassen werden.

Denn auf einmal, glaubte ich nicht mehr an das Schicksal, dich getroffen zu haben.

Es musste irgendwann passieren.

Denn wärst du nicht passiert, wäre ich nicht passiert.“

1. MENSCHEN

Es ist unmöglich Menschen zu beschreiben.

Jeder von ihnen ist einzigartig.

Jeden Tag begegnet man ihnen. Überall sind sie verloren und überall sind sie behalten.

Jeden Tag um jede Uhrzeit laufen die Menschen in unserem Blickfeld kreuz und quer umher.

Von Termin zu Termin. Von Liebe zu Hass.

Die sichtbaren Menschen in Eile und die nicht zusehenden Menschen in Ruhe.

Menschen sind hier und Menschen sind dort und dennoch sind wir alle an einem Ort.

Es ist unerklärlich wie jeder Mensch so individuell ist, aber es dennoch Seelenverwandte gibt.

Ich nahm den Wert von jedem Menschen nie wirklich wahr, bis zu dem Tag, an dem ich meinen eigenen Wert erkannte.

Seit ich auf dieser Welt sein darf, waren immer Menschen an meiner Seite.

Menschen sind für einander da. Menschen wollen anderen Menschen etwas Gutes tun.

Sich selbst geben die Menschen nur selten Gutes.

Menschen erfreuen sich aber an dem Gutes tun für einen anderen. Sie haben jemandem anderen etwas Gutes getan. Das gibt ihnen selbst das Gefühl, dass sie ein guter Mensch sind.

Jeder Alltag meines Lebens ist in Begleitung von Menschen.

Ich werde jedoch versuchen, die Menschen in meinem Blickfeld mehr wahrzunehmen. Ich möchte ihnen das Gefühl geben, dass sie richtig sind. Ich möchte ihnen mit einem Gruß danken, dass sie mir etwas ermöglichen konnten. Sei es ein Verkäufer, eine Bedienung oder ein Arzt.

Manchmal kann ein Fremder, für einen kleinen

Moment, ein Freund sein. Nur ein netter Wortwechsel zwischen mir und einem Fremden, kann mir noch lange danach im Kopf bleiben.

Menschen wirken auf mich so faszinierend und anziehend.

Vielleicht kann ich damit Gutes bewirken, indem ich Fremden kurz unter den Arm greife oder ihnen einen schönen Tag wünsche.

Ich glaube fest daran, dass sie sich für eine kurze Zeit merken, wenn ein Fremder auf sie wertschätzend wirkte.

Selbst in Momenten, wo ich allein in zwischen den Gebirgen sein möchte und der Natur folge, freue ich mich, wenn ich den Menschen begegne.

Menschen gehen allein. Menschen machen mit ihrer Familie einen Ausflug. Ältere Generationen helfen sich gegenseitig den Weg, ohne zu Fallen, zu besteigen.

Menschen geben uns Sicherheit, auch wenn wir uns verloren fühlen oder vom Weg abkommen.

Menschen, ob Freunde oder Rivalen, leiten uns in die unterschiedlichsten Richtungen.

Menschen machen andere Menschen aus.

Menschen haben individuelle Eigenschaften, die sie unterscheiden lassen.

Menschen haben Angst.

Menschen sind traurig und glücklich.

Menschen lieben und verletzten.

Menschen sind von allem etwas und dennoch einzigartig.

Ich werde immer für die Menschen da sein.

Ich werde ihnen helfen den Weg wiederzufinden und ich hoffe, dass die Menschen auch mir helfen, wenn ich meinen Weg verliere.

Ich werde auf die Menschen zugehen und ihnen zeigen, dass sie nicht einsam sein müssen.

Ich werde Menschen aufnehmen und gehen lassen.

Menschen werden immer einen großen Platz in meinem Leben füllen.

Ein Mensch zu sein ist ein großes Geschenk.

Die meisten besitzen die Möglichkeit sich frei zu bewegen.

Wir können dem Strom folgen, dem wir folgen sollten.

Wir können unsere Eltern stolz machen und ein guter Freund sein.

Wir können das erreichen, was uns vorgeschrieben wird.

Wir können einen Beruf wählen, der uns glücklich macht.

Wir sollten aber auch einen erfolgreichen Beruf haben.

Wir können aber auch einen Beruf haben, den wir mit Leidenschaft ausführen.

Wir können uns Entscheidungen abnehmen lassen oder selbst entscheiden.

Wir können zwar dem Strom folgen, aber wir können auch gegen ihn laufen.

Wir selbst können entscheiden, wen und was wir lieben möchten.

Wir Menschen fühlen uns, als würden wir das Leben spüren und am nächsten Tag, als würden wir tausend Tode sterben und dennoch atmen wir weiter.

Bis zum Ende.

2. SCHAUKEL

Das Gefühl am Leben zu sein, fühlte sich manchmal wie das Schaukeln an.

Schon als Kind liebte ich es zu Schaukeln. Damals besaßen wir die Zeit und wurden nicht vom Stress vertrieben.

Schaukeln gab mir nicht nur das Gefühl, als könnte

ich über den Dingen schweben und fliegen wie ein Vogel.

Es waren eher die unterschiedlichen Gefühle, die

sich in meinem Bauch zusammenmischten.

Beim rückwärts Fliegen war ein gewisses Übelkeitsgefühl im Bauch. Die Bewegung und die Energie meiner Beine zogen mich wieder nach vorne. Die entgegenkommende Luft ließen mich voller Kraft wieder aufatmen, bis es wieder zurück ging und es mir wieder schlechter ging.

Ich konnte den Lauf nicht durchbrechen. So war der Lauf und es gab nur diese beiden Richtungen.

Es ging immer nur vor und zurück.

Ich glaube, dass das Leben wie das Schaukeln sein kann.

Mit Energie, Kraft und Liebe ziehen wir uns nach vorne und halten an diesem Zustand so sehr es geht fest.

Menschen passieren Schicksalsschläge oder unerwartete Fügungen und es lässt sie in das Zurück schaukeln.

Sie fallen und fallen.

In dem Zustand des Unglücks verändern wir uns.

Wir verändern uns oder gehen durch Veränderungen.

Wir lernen dazu oder streichen negative Dinge oder Menschen aus unserem Leben.

Wenn der Prozess des Verarbeitens, Verändern, Herausfinden und Erlernen zu Ende geht, ziehen wir uns mit anderen Werten wieder nach vorne.

Jeder wird seine eigenen Werte herausfinden.

Ich frage mich aber, was passiert, wenn wir am Höhepunkt des Laufs einfach von der Schaukel abspringen und die Richtung selbst entscheiden?

„Du hast mir nie erklärt, wie man sich selbst liebt oder wertschätzt.

Du hast von deinem eigenen Prozess erzählt.

Du hast mich selbst durch deine Augen sehen lassen.

Du hast mir nie gesagt, wie man sich selbst liebt und schützt.

Du wolltest mir lernen, wie man sich selbst schützt.

Du hattest Vertrauen in mich, das hattest du immer. Wenn ich drohte zu fallen, wusstest du, dass du mein Anker bist.

Du bist davon nie weggerannt.

Du bist geblieben.

Bis zum letzten Tag.

Ich möchte dir heute damit sagen, dass ich versuchen werde ein Mensch zu sein, wie du es für mich warst.

Das was du für mich warst, möchte ich versuchen für andere Menschen zu sein.

Ich werde meine Geschichte, an die Menschen weitergeben, so wie du deine Geschichte an mich weitergabst.

Ich glaube daran, dass man Menschen mit seiner eigenen Geschichte etwas helfen kann.“

Meine innere Liebe wird niemals so groß sein, wie deine.

Ich würde Menschen nach schneller Zeit verlassen, wenn sie mich verletzen.

Du aber bist geblieben. Du hast mich immer festgehalten und ich habe es oft nicht gesehen.

Der Moment, indem du merktest was du wirklich alles für mich bist, war der Moment, indem ich unsere Verbindung zerbrechen habe sehen.

Unsere Seelen waren tief verbunden.

Das wusstest du früher als ich.

Aber heute weiß ich es auch, denn ich fühle deinen Schmerz, den ich dir gegeben habe.

Keine Dankbarkeit dieser Welt beschreibt meine wirkliche Dankbarkeit an dich.

Keine Entschuldigung dieser Welt drückt wirklich aus, wie sehr ich die Schuld spüre.

Du musst wissen, dass das Leben, das ich führte, die Menschen, die ich liebte und die Person, die ich war, sich veränderte, nur weil du in mein Leben tratst.

Du hast mir geholfen, selbst zu verstehen, selbst zu sehen

und selbst zu tun.“

3. ZIELE

Ich kam von Südtirol zurück und ab dem Tag an, begannen sich meine Gedanken zu verändern.

Ich stellte vieles, wenn nicht sogar alles, in Frage.