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Ein Milliardär und ein Mönch werden Freunde und kaufen gemeinsam das Hotel Shangri-La mitten im tibetischen Himalaya. Die Protagonisten dieser Geschichte könnten verschiedener nicht sein, doch gerade das führt sie in ihren Gesprächen über den Sinn des Lebens in eine von Verständnis und Interesse geprägte Tiefe. Mit Leichtigkeit und Offenheit bewegen sie philosophische Fragen zu Themen wie Erfolg, Technologie, Vergeben und Verzeihen, die Dimensionen von Geld und vor allem über die Frage "Was ist Glück?" – immer mit einer Prise Humor und mit praktischen Tipps für den Alltag. Ein Lesegenuss für alle, die östliche Weisheit schätzen und dem Geheimnis des Glücks auf die Spur kommen möchten.
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Seitenzahl: 78
Veröffentlichungsjahr: 2022
Vibhor Kumar Singh
Wiedersehen im Shangri-La
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Wie ein Mönch und ein Milliardär den Sinn des Lebens fanden
Aus dem Englischen übersetzt von Deborah Druba.
Für meinen verstorbenen Vater, Kunwar Onkar Singh (1950–2013), der mich gelehrt hat, auch in den schwierigsten Zeiten einen Sinn für Humor zu bewahren.
Mein Leben ist schöner Dank dieses Rats.
„Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor 20 Jahren. Die nächstbeste Zeit ist jetzt.“
Altes chinesisches Sprichwort
Inhalt
Danksagung
Prolog
Der Weg nach Shangri-La
Alles fängt im Kopf an
Die Einfachheit des Glücks
Die Sache mit der Verantwortung
Lass deinen Groll los
Ein gesunder Körper ist ein glücklicher Körper
Kann man Glück kaufen?
Nach Hause kommen: Die Geschichte des Mönchs
Such dir deinen Weg: Die Geschichte des Milliardärs
Abschied
Epilog
Erkenntnisse
Ein Wort des Autors
Danksagung
Erst, wenn man sich tatsächlich hinsetzt, um ein Buch zu schreiben, merkt man, dass das ein Projekt ist, das viel mehr als nur kreative Fähigkeiten erfordert. Mein Weg von der Idee bis zur Veröffentlichung war lang und voller Umwege, aber er wurde durch all die Menschen, die mich unterstützt, inspiriert und ermutigt haben, unvergesslich und sehr angenehm.
Ich bin meiner Mutter, Kunwarani Meena Singh, dankbar für ihre Anleitung, ihren Segen und ihre unbeirrte Ermutigung, in allen Bereichen des Lebens nach Spitzenleistungen zu streben.
Ich bin Rahul Chaudhary, Neil Pickering, Anil Nayar und Dr. Ridha Singh Gupta dankbar, dass sie mir als erste Leser des Textes wertvolle Anregungen gegeben haben.
Ich bin meiner Frau Shakuntala dankbar, dass sie all meine Vorhaben stets unterstützt und das unausgeglichene Verhältnis zwischen meiner Arbeit und meinem Privatleben erträgt!
Ich bin meinem Sohn Ayushraj dankbar für seine wertvollen Beiträge zu Inhalt und Form. Er war immer für ein Brainstorming zu haben.
Ich bin meiner Tochter Aaradhya dankbar, dass sie immer für ein Lächeln oder Lachen in unserem Leben sorgt.
Ich möchte mich bedanken bei Dr. Binod Chaudhary, Pankaj Dubey, Kelden Dakpa, Rakesh Mathur, S.D. Dhakal, Dr. Abhijeet Darak, Dr. Anant Gupta, Dr. Raj Ratna Darak und all meinen Mentoren, Freunden und Familienmitgliedern, die über die Jahre hinweg eine Quelle der Inspiration und des Glücks waren. Jeder von ihnen hat auf seine eigene Art und Weise meinen Denkprozess geprägt und dieses Buch beeinflusst.
Ich möchte mich bei dem Team von Notion Press Publishing für die Unterstützung bei der Veröffentlichung des Buchs bedanken.
Und zum Schluss möchte ich dem Allmächtigen da oben danken, von dem ich fest überzeugt bin, dass er mich liebt, da er mein Leben zu einer herausfordernden, aber dennoch angenehmen Reise gemacht und mir die Möglichkeit und Kraft gegeben hat, ein erfülltes und sinnvolles Leben zu führen.
Prolog
„Erfolg ist nicht der Schlüssel zum Glück. Glück ist der Schlüssel zum Erfolg. Wenn Sie lieben, was Sietun, werden Sie erfolgreich sein.“
Albert Schweitzer
Der Milliardär saß in der Präsidentensuite mit Blick auf den Central Park in New York und bereitete sich auf das Interview vor. Er gehörte zu den 2153 Menschen auf der Welt, die als Dollar-Milliardäre bezeichnet werden, eine aufrichtige Anerkennung menschlicher Leistung und Ausdauer. Er hatte den Titel nicht geerbt, und das machte ihn in den Augen der Welt noch außergewöhnlicher. In manchen Ländern ist das Werk von Generationen notwendig, um den Reichtum anzuhäufen, den er im Lauf seines Lebens erworben hatte. Er war stolz auf seine Leistungen.
Das Interview verlief wie erwartet. Die PR-Agentur, die er angeheuert hatte, war die beste der Welt, und sie hatte alles darangesetzt, ihn als bescheidenen und doch ehrgeizigen Menschen darzustellen – einen gewöhnlichen Mann mit großen Träumen. Manche nannten ihn den „Deal Bull“. Gesegnet mit einem scharfen Verstand, der mühelos den Aktienmarkt verstand, und einem zielbewussten unternehmerischen Geschäftssinn, hatte er einen Geschäftsstil entwickelt, der unübertroffen und unschlagbar war.
Doch die letzte Frage der Interviewerin hatte ihn aus dem Tritt gebracht. Obwohl er sie in seinem typischen Stil souverän beantwortet hatte, hatte sie etwas in ihm bewegt. Die Frage hatte nicht auf der Liste gestanden, die ihm zuvor ausgehändigt worden war. Wahrscheinlich wurde sie als reine Formalität oder als eine unwichtige Bemerkung zum Abschluss betrachtet. Doch für ihn hatte diese letzte Frage jeden anderen Aspekt des Abends, ja seines ganzen Lebens, irrelevant gemacht.
„Sind Sie glücklich?“, hatte die junge Frau gefragt.
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Als sich der Tag dem Ende zuneigte, ließ sich der Mönch an seinem Essplatz nieder und sah gedankenverloren zu, wie der Dampf aus seiner Momo-Suppenschale aufstieg, in Spiralen tanzte und sich in der Luft auflöste. Unbeständigkeit ist ebenfalls die Natur der menschlichen Existenz. Wir werden aus der Höchsten Seele geboren und haben nur kurz Zeit, um unser Dasein in der Welt spürbar zu machen, bevor wir wieder in der Höchsten Seele verschwinden.
Obwohl es schon 30 Jahre her war, dass er aus dem Orden ausgetreten war und sein Mönchtum aufgegeben hatte, war er ein hoch angesehener und kenntnisreicher Mann. Die Menschen ehrten ihn immer noch mit dem Titel „Mönch“.
Nach dem Abendessen verspürte der Mönch den Drang, zu seinem Guruji – dem Obersten Lama – zu gehen, um seinen Kopf freizubekommen. Etwas bedrückte ihn. Es war eine helle Nacht, beschienen von einem Mond, der sich silbern im goldenen Dach des Klosters spiegelte. Das bewies ihm in erster Linie, dass Perspektive wichtiger war als Substanz. Eine leichte Brise brachte die Kühle der Berge mit sich. Während er allein durch die steingepflasterten Straßen der schlafenden Altstadt ging, stellte er sich vor, dass wahrscheinlich in einer Nacht wie dieser ein Prinz all seine materiellen Besitztümer, irdischen Bindungen und einen prächtigen Palast zurückgelassen hatte, um den Weg der Erkenntnis zu beschreiten. Der Prinz kehrte nie zurück; stattdessen wurde der Große Buddha geboren.
Es war wahrscheinlich eine Sünde, sich mit dem Buddha zu vergleichen, aber sein Herz war in den letzten Wochen aufgewühlt gewesen und er konnte seine Emotionen in letzter Zeit nicht kontrollieren. Der Oberste Lama hatte einmal erklärt, dass alle Reisen zur Selbstfindung und zum inneren Frieden damit beginnen, die richtigen Fragen zu stellen. Heute war wahrscheinlich der Tag in seinem Leben, an dem er, dringender als Antworten, die richtige Frage brauchte. Als er in die Straße gegenüber dem Haus des Obersten Lamas einbog, sah er sich mit einem Graffiti an der Wand konfrontiert. Er las es und erstarrte. War es sein Herz, das ihm einen Streich spielte, oder war es eine göttliche Intervention? Der Mönch drehte sich um und kehrte in sein Zimmer zurück, ohne den Obersten Lama aufzusuchen.
Er hatte seine Frage gefunden. Auf der Wand standen drei Worte geschrieben:
Sind Sie glücklich?
Kapitel 1
Der Weg nach Shangri-La
„Du kannst dich nicht auf deine Augen verlassen, wenn deine Vorstellungskraft unscharf ist.“
Mark Twain
„Wenn Glück eine Reise ist, so ist Minimalismus der erste Schritt“, sagte der Mönch zum Milliardär. Obwohl die Aussage unvermittelt und ohne jeglichen Kontext gemacht worden war, schloss der Milliardär zustimmend die Augen.
Seine Gedanken wanderten zurück zu dem Zeitpunkt, an dem sie zum ersten Mal beschlossen hatten, sich zusammenzutun. Das erste Treffen im Hotel in Kathmandu hatte für beide den Ausschlag gegeben. Der Milliardär hatte eine Gelegenheit gesehen, etwas wirklich anderes als seine üblichen Deals zu machen – ein Hotel in Shangri-La war das ultimative Trophy-Investment. Der Mönch hatte die Partnerschaft als eine Brücke gesehen, um wieder Anschluss an die materialistische Welt zu finden. Beide erkannten den wechselseitigen Nutzen ihrer Zusammenarbeit und respektierten ihn. Und heute, zwei Jahre später, wusste der Milliardär, dass er eine gewinnbringende Entscheidung getroffen hatte. Obwohl dies sein erster Besuch im Hotel war, hatten sein Team und der Mönch das Kapital effizient für das Projekt eingesetzt, und der Milliardär war zufrieden mit der Anerkennung, die dem Hotel in der Reisebranche zuteilwurde.
Anfangs hatte er sich Sorgen gemacht, dass es schwierig werden würde, einen buddhistischen Mönch als Partner zu haben. Was verstand ein Mönch schon vom Geschäft? Doch jetzt, als er die Bilanz des Hotelprojekts vor Augen hatte, erkannte der Milliardär erfreut, dass seine Bedenken überflüssig gewesen waren.
Als der Milliardär gedanklich zu der Aussage des Mönchs zurückkehrte, dachte er darüber nach, dass das Erste, das ihm als Kind eingepflanzt worden war, die Idee war, Glück mit dem Horten und Anhäufen von materiellen Gütern zu assoziieren. Die Zurschaustellung von Reichtum wurde in seiner Gesellschaft als der Schlüssel zum Glück betrachtet. Sich nicht öffentlich als reich darzustellen, wurde als Versagen angesehen. Im Grunde seines Herzens musste er jedoch zugeben, dass diese Angewohnheit des Hortens und Anhäufens nichts als Unordnung mit sich brachte und eines der Hindernisse auf dem Weg zum Glück in seinem Leben war. Vielleicht konnte der Mönch helfen?
„Minimalismus ist nicht das Gegenteil von Ehrgeiz. Man wird dadurch auch nicht zum Heiligen. Es ist die Entscheidung, mit einem Minimum an Besitz, aber mit maximalem Fokus durchs Leben zu gehen. Dahinter steht der Gedanke, dass man durch die physische Entrümpelung auch seine mentalen Schränke entrümpelt, die mit unnötigen und bedeutungslosen Objekten und Emotionen gefüllt sind“, sagte der Mönch, als hätte er in den Gedanken des Milliardärs gelesen.
„Ich schätze, wenn man weniger Zeug mit sich herumschleppt, ist es einfacher, sich auf den Weg des Lebens zu machen“, antwortete der Milliardär sarkastisch.
