Winterschnitt - Günter Pardatscher - E-Book

Winterschnitt E-Book

Günter Pardatscher

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Beschreibung

Gekonnt gekürzt Alle gängigen Gartengehölze Jeder Schnitt bildlich dargestellt Infos zum besten Handwerkszeug In diesem Buch finden Sie alle gängigen Obst- und Ziergehölze mit präzisen Grafiken zu allen Schnittmaßnahmen. Die Grundlagen zu natürlichem Wuchs und Reaktionen auf den Schnitt garantieren Ihnen einen leichten Einstieg. Durch die bildliche Darstellung der effektivsten Erziehungsmethoden gelingen jedem die ertragreichsten und schönsten Pflanzenformen.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
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Seitenzahl: 118

Veröffentlichungsjahr: 2011

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Günter Pardatscher

Winterschnitt

von Obst- und Ziergehölzen

Ulmer E-Books

5. Auflage

Inhaltsverzeichnis

VorwortGut geschnitten ist halb geblühtVoraussetzungenBotanische GrundlagenPflanzenphysiologische GrundlagenSysteme der KronenerziehungSchnitt von ObstgehölzenSchnittmaßnahmen am Beispiel ApfelSteinobstBeerenobstSchnitt von ZiergehölzenZiergehölzeRosenHeckenSchnittmaßnahmen an ZiergehölzenVerschiedene KorrekturarbeitenWundbehandlungSchnittwerkzeuge und HilfsmaterialServiceLiteraturBildquellen
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Vorwort

Bücher über den Schnitt von Obstgehölzen gibt es zwar reichlich, aber über den Winterschnitt, insbesondere von Ziergehölzen, wurde bisher wenig veröffentlicht. Die meisten dieser Werke sind zudem sehr ausführlich abgefasst und für den Erwerbsobstbauer oder den Gehölzfachmann bestimmt.

Dieses Buch soll deshalb vor allem dem Hobby- und Kleingärtner das nötige Grundwissen vermitteln, das es ihm ermöglicht, auch ohne Vorkenntnisse seine Gartengehölze fachgerecht zu schneiden.

Dass dafür einige botanische Grundbegriffe erläutert werden müssen, versteht sich von selbst. Ich bitte aber um Verständnis dafür, dass im Rahmen dieses Buches nicht alle Anforderungen erfüllt werden können. Wer sich in Bezug auf den Schnitt von Gehölzen intensiver weiterbilden will, dem empfehle ich die am Ende genannten Bücher. Wenn sich der Laie anhand dieses Buches bei seinen Obst- und Ziergehölzen auskennen lernt, wenn er das richtige Gefühl bekommt für seine Pflanzen, wenn er schließlich selbst merkt, wo und warum er schneiden muss, dann hat dieses Buch seinen Zweck erfüllt.

 

Dr. Günter Pardatscher

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Gut geschnitten ist halb geblüht

Wie wachsen Sträucher und Bäume?

Welche Wuchs-, Trieb- und Knospenformen gibt es?

Welche Arten des Schneidens werden angewandt?

Auf all diese Grundfragen gibt Ihnen dieses Kapitel Antworten.

Voraussetzungen

Der richtige Winterschnitt ist eine wichtige Voraussetzung für reichliche Blüte und hohen Ertrag.

Grundlegende Gedanken zum Winterschnitt

Die wild wachsenden Gehölze in der Natur blieben in früheren Zeiten sich selbst überlassen, was in weiten Gebieten der Erde heute noch der Fall ist. Manchmal brachen Eis, Schnee oder Stürme die Äste ab, die Stummel trieben wieder aus und die Pflanze ersetzte ihre fehlenden Organe.

In den Forstkulturen begann man jedoch bald, die jungen Stämme freizustellen, d. h. schwache Stämme herauszuhacken und die unteren Äste zu kappen, um totes Holz zu entfernen.

Der Schnitt der Obstbäume ist sicherlich so alt wie der Obstbau selbst. Ab dem Zeitpunkt, zu dem sich der Mensch nicht mehr mit dem Ernten wilder Früchte zufrieden gab und begann, systematisch Obstgehölze anzupflanzen, war auch schon das Bestreben vorhanden, den natürlichen, wilden Wuchs zu kontrollieren. Denn bald zeigte sich, dass ausgelichtete Kronen bessere und schönere Früchte brachten und dass Jungbäume durch Rückschnitt und Kronenkorrektur bessere und stabilere Kronen ausbildeten.

Seitdem sind verschiedene Theorien und Auffassungen vom Schnitt der Obstgehölze vertreten worden. So vertrat jeder der namhaften Pioniere des Obstbaues mit seiner Schule eine eigene Lehrmeinung. Sicher ist, dass alle diese Ansichten zum gleichen Ziel führten, nämlich unter den jeweils gegebenen Umständen einen quantitativ und qualitativ möglichst befriedigenden Fruchtertrag zu erzielen.

War man früher in der Obstkultur allein auf Handarbeit angewiesen, gewann später der Einsatz von Geräten und Maschinen immer mehr an Bedeutung. Heute wird versucht, in den großen Plantagen möglichst alle Arbeiten zu mechanisieren, selbst den Schnitt. Für uns genügen jedoch die einfachen Hilfsmittel. Die Verwendung einer pneumatischen Schere beispielsweise, lohnt sich nur, wenn ein Obstbauer einen größeren Betrieb zu betreuen hat. Wir im Kleingarten können bei Baumsäge und Baumschere bleiben. Wir haben noch die Zeit, unsere wenigen Bäume von Hand zu schneiden, und wir legen Wert auf sauberen Schnitt und gewissenhafte Arbeit.

Sicher ist jedenfalls, dass ein erfolgreicher Obstbau heute ohne Winterschnitt nicht mehr denkbar wäre. Wir kennen alle die ungepflegten Obstbäume in alten Bauerngärten, die mit ihren dichten und verwilderten Kronen aus Anbauersicht erschreckende Beispiele sind. Selbst die Ziergehölze sind heute nicht mehr ganz frei von Schnittmaßnahmen. Warum wir nun im einzelnen Fall schneiden sollten, darüber geben die folgenden Kapitel Auskunft.

Natürliche Wuchseigenschaften

Alle Gehölze, d. h. Bäume und Sträucher, zeigen in der Natur ganz bestimmte, arteigene Wuchseigenschaften. Sie sind hoch wachsend oder bleiben niedrig, sie bilden schlanke Säulen oder breite, ausladende Kronen. Manche bauen sich streng symmetrisch auf, andere bilden ein Gewirr aus Stämmen und Ästen.

Diese speziellen Wuchseigenschaften sind manchmal gemeinsames Merkmal ganzer Pflanzenfamilien wie beispielsweise den Pinaceae, der Familie der Kiefern und Tannen. Meist aber kennzeichnen die Wuchseigenschaften eine Gattung wie Malus (Apfel) oder Fagus (Buche). Sie sind aber immer spezifisch für eine Pflanzenart. Die Art ist auch aufgrund dieser Wuchseigenschaften zu erkennen (Rosa canina, Heckenrose oder Rubus ideaeus, Himbeere). Ausnahmen bilden nur die Varietäten, die verschiedenen Gartenzüchtungen, Zwergformen, Säulenformen u. a. Hier sagt aber der Name zumeist etwas über die Wuchsform aus, z. B. 'Nana' (zwergig) oder 'Columnaris' (säulenförmig) usw. Diese, im Bereich der Gartenformen sehr vielgestaltigen Pflanzen sind nur durch genaue Beschreibung zu erkennen.

Warum Schneiden?

Ideal wäre es, wenn man alle Gehölze so wachsen lassen könnte, wie sie sich von Natur aus selbst aufbauen. Die meisten Ziergehölze sind so auch tatsächlich am schönsten. Jeder künstliche Eingriff verzerrt oder entstellt den oft malerischen Aufbau der Pflanze, beraubt sie also ihrer arteigenen Natürlichkeit.

Doch leider ist der natürliche Wuchs nicht überall ideal. Bei Obstgehölzen liegt uns daran, die Phase des Fruchtertrages bald zu erreichen und möglichst lange zu erhalten. Die Gehölze brauchen lockere Kronen, damit wir durch gute Besonnung qualitativ hochwertige Früchte erzielen können. Der Erziehungsschnitt eines Obstbaumes dient aber auch dem Aufbau eines kräftigen, tragfähigen Kronengerüstes. Ungeschnitten aufgebaute Kronen haben lange, schwache Äste, die beim ersten, größeren Fruchtbehang oftmals brechen.

Diese Eigenschaften sind beim wilden Obstbaum nicht wichtig. Er fruchtet auch ohne Schnitt reichlich und die Qualität der Früchte spielt ohnehin keine Rolle. Es müssen nur möglichst viele Samen produziert werden, um die Art zu erhalten.

Bei den Ziergehölzen ist weitgehend ein natürlicher Wuchs anzustreben, aber es kann unter Umständen nötig sein, krankes oder abgestorbenes Holz zu entfernen bzw. einen Strauch zu verjüngen, wenn er zu groß geworden ist.

Persönliche Einstellung zum Schnitt

Wenn jemand den Gehölzschnitt grundsätzlich ablehnt, ist er meiner Meinung nach mit Ziergehölzen besser bedient, denn verwilderte Obstbäume können sehr schwer zu pflegen sein. Noch schlimmer ist, wenn der Gartenfreund alles schneiden will, ob notwendig oder nicht. Damit werden die Pflanzen vorwiegend zur Holzproduktion angeregt, bilden aber weniger Blüten bzw. Früchte aus.

Voraussetzung für jeden Schnitt ist das Einfühlungsvermögen in das Leben der Pflanze, das Verständnis für die natürlichen Wuchseigenschaften der Gehölze und das Begreifen der Schnittfolgen. Nur wer weiß, wie ein Gehölz auf den Schnitt reagiert, kann lernen, die Pflanze richtig zu schneiden. Andernfalls erzielt er mit seiner »Schneiderei« nur unfruchtbare »Hirschgeweihe«, wie man sie leider oftmals in Kleingärten sieht.

Botanische Grundlagen

Wuchsformen

Die Wuchsformen unserer Gartengehölze gleichen alle den in der Natur vorkommenden Wuchsformen. Wir unterscheiden Bäume, Sträucher, Halbsträucher und Zwergsträucher.

Bäume bauen ihre Krone von einem Stamm ausgehend auf. Der Zuwachs findet vorwiegend an den Zweigspitzen statt, wobei in der Jugend ein starker Zuwachs erfolgt und im höheren Lebensalter die Trieblänge abnimmt.

Sträucher hingegen entwickeln meist mehrere Stämme vom Boden aus. Diese bauen sich auf wie Bäume, erreichen jedoch nur ein bestimmtes Lebensalter und werden immer wieder durch neue Stämme ersetzt, während die alten allmählich absterben.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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