Witze in Versen - Friedrich W. Olpen - E-Book

Witze in Versen E-Book

Friedrich W. Olpen

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Beschreibung

Witze in gereimter Form zum Lesen oder Vortrag in geselliger Runde.

Das E-Book Witze in Versen wird angeboten von tredition und wurde mit folgenden Begriffen kategorisiert:
Humor,Unterhaltung,Geselligkeit

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 42

Veröffentlichungsjahr: 2021

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Witze in Versen

Friedrich W. Olpen

© 2021 Friedrich W. Olpen

Verlag & Druck: tredition GmbH, Halenreie 40-44, 22359 Hamburg

978-3-347-28611-5 (Paperback)

978-3-347-28612-2 (Hardcover)

978-3-347-28613-9 (e-Book)

Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages und des Autors unzulässig. Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung.

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek:

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

Themenbereiche

Amtliches

Ärzte, Apotheker, Patienten

Kindersprüche

Menschliches

Tiere

Urlaubsfreuden

Ausbruch

Im Stadtgefängnis geht es rund

und dafür gibt es einen Grund.

Zwei Inhaftierte, wie es deucht,

sind einfach in der Nacht entfleucht.

Die haben nirgends sich verkrochen,

sind offensichtlich ausgebrochen.

Sie haben sich davon geschlichen,

sind einfach aus der Haft entwichen.

Der Herr Direktor, gramerprobt,

in diesem Falle rast und tobt.

Wie ist das möglich, keine Spuren,

wie diese Gauner wohl verfuhren?

Der Wärter Schulz, der weiß Bescheid:

„Da lag ein Schlüssel wohl bereit.“

„Sie, Schulz, sie wollen mich verkohlen,

den Schlüssel haben die gestohlen?“

„Gestohlen, nein“, der Schulz versonnen,

„mit Glück beim Kartenspiel gewonnen.“

Autosuche

Ein Mann in schicker Uniform

betritt den Parkplatz nicht nach Norm.

Er torkelt statt gradaus zu geh´n,

kann kaum noch auf den Beinen steh´n.

An jedem Auto, das da steht,

hält er kurz an und ganz diskret,

mit einer Hand, gestreckt und flach,

betatscht er jedes Autodach.

Das sieht ein wachsamer Passant

und fragt den Torkelnden gespannt:

„Was tun Sie da, das ist doch irre,

Sie sind im Kopf wohl etwas kirre.“

Die Antwort lautet simpel schier:

„Ich suche nur mein Auto hier.“

Da lächelt der Passant ihn an:

„So wird das nie was, guter Mann.

Die Autodächer fühlen sich

doch alle gleich an sicherlich.“

„Nein, nein, in diesem Falle nicht,

mein Auto nicht der Norm entspricht.

Meins hat da oben einen Huppel,

er fühlt sich an wie eine Kuppel.

Die wird mitunter gern verwendet,

mit Tütatü sie Blaulicht sendet.“

Büroschlaf

Bei den Beamten im Büro

gibt´s einen neuen Zampano:

Ein Vorbild von Abteilungsleiter,

ein ausgebuffter und gescheiter.

Seitdem jedoch herrscht Unbehagen,

den Leuten liegt der Mann im Magen.

„Seitdem der Neue kam hierher,

kann keiner ruhig schlafen mehr.“

Doch nirgendwo im Freundeskreis

man eine Antwort darauf weiß.

„Ist denn der Mann im Amt so streng?

Sieht er Bürodienst denn so eng?“

„Das nicht; er allen hier vertraut,

er schnarcht jedoch so furchtbar laut.“

Einbruch

Es geht um Einbruch vor Gericht.

Der Richter waltet seiner Pflicht.

Verhört den Angeklagten lange,

nimmt ihn gehörig in die Zange.

Und dann beschreibt er mit Behagen,

wie sich der Bruch hat zugetragen,

skizziert den Hergang Schritt für Schritt,

beendet das Verhör damit.

Den Angeklagten er dann fragt:

„Lief alles ab, wie ich gesagt?“

Der Angeklagte darauf scheu:

„Nein, die Methode ist mir neu.

Wenn ich die Strafe abgesessen,

dann ist es sicher nicht vermessen,

den nächsten Einbruch zu riskieren,

auf Ihre Weise zu probieren.“

Guter Rat

Als Meier aus dem Fenster schaut,

er seinen Augen nicht mehr traut.

Und dennoch ist es ganz konkret,

ein Pinguin im Garten steht.

Und Meier sich erinnert schwach

an Heringe im Tiefkühlfach.

Die holt er und ganz ohne Zwist

der Pinguin die Happen frisst.

Dann geht er ratlos mit dem Tier

zum nächsten Polizeirevier.

Dort setzt man ihm ins Ohr den Floh:

„Geh´n Sie mit ihm doch in den Zoo.“

Tags drauf der eine Polizist

im Stadtbereich auf Streife ist.

Am hellen Tag, bei klarer Sicht,

was er da sieht, er glaubt es nicht.

Herr Meier sitzt ganz lebensfroh

mit Pinguin im Stadtbüro.

Er informiert sich unbeirrt,

was in der Stadt geboten wird.

Der Polizist grüßt das Gespann

und spricht Herrn Meier freundlich an:

„Ich staune sehr, Sie hier zu seh´n,

Sie wollten in den Zoo doch geh´n?“

„Herr Ordnungshüter, das ist so:

Wir waren dreimal schon im Zoo.

Und heute Abend nach dem Kino

geh´n wir da drüben ins Kasino.“

Haarschnitt

Der Pfarrer predigt laut und lang

mit Pathos und mit Überschwang.

Die Predigt dehnt sich endlos aus,

sie wird den Gläubigen zum Graus.

Und schließlich sich ein Mann erregt

in Richtung Ausgangstür bewegt.

Des Pfarrers Senf ist nicht erledigt,

doch unterbricht er seine Predigt.

„Wo wollen Sie denn jetzt schon hin,

solange ich nicht fertig bin.“

„Ich gehe zum Frisör mal schnell,

das ist ja wohl nicht kriminell.“

„Warum denn vor dem Kirchgang nicht?“,

der Pfarrer schreit ihm ins Gesicht.

„Vor Eurer Predigt, ehrerbötig,

da war ein Haarschnitt noch nicht nötig.“

Hörensagen

Im Zeugenstand beim Amtsgericht

ein Bürger waltet seiner Pflicht.

Bevor das Recht nimmt seinen Lauf,

der Richter klärt den Zeugen auf:

„Sie haben hier nur auszusagen,

was sich hat wirklich zugetragen,

was Sie konkret gesehen haben,

nicht was Gerüchte so ergaben.

„Vom Hörensagen“ gilt hier nicht,

das hat, zu Recht, hier kein Gewicht.“

Der Zeuge nickt, sagt lapidar:

„Jawohl, Herr Richter, ist mir klar.“

Der Richter neu ergreift das Wort

und fährt in der Vernehmung fort:

„Wo, Zeuge, sind Sie wann geboren?“