Das Herz will singen - Friedrich W. Olpen - E-Book

Das Herz will singen E-Book

Friedrich W. Olpen

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Beschreibung

Gedichte, besinnlich und heiter. Entstanden als neuzeitliche Texte zu volkstümlichen Melodien aus dem 18. Jahrhundert. Die Inhalte verstehen sich überwiegend aus der Sicht älterer Menschen und sind u.a. dazu gedacht, Komponisten unserer Zeit zu neuen Arrangements anzuregen.

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Seitenzahl: 60

Veröffentlichungsjahr: 2021

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Friedrich W. Olpen

Das Herz will singen

Heitere und besinnliche Gedichte

© 2021 Friedrich W. Olpen

Verlag & Druck: tredition GmbH, Halenreie 40-44, 22359 Hamburg

978-3-347-31292-0 (Paperback)

978-3-347-31293-7 (Hardcover)

978-3-347-31294-4 (e-Book)

Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages und des Autors unzulässig. Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung.

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek:

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

Abendläuten

nach einem russischen Volkslied

Die Glocke tönt im Abendschein,

tief in mein Herz ihr Klang zieht ein.

Gedanken ruft ihr Klang zurück

an Kinderschmerz, an junges Glück.

Der Glockenton drang weit hinaus

beim Lebewohl vom Vaterhaus.

All jene grüßt der Glockenton,

die diese Welt verließen schon.

Die Glocke ruft, es tönt ihr Klang,

hallt in mir nach mein Leben lang.

Abendstimmung

Es wirft die Sonne Schatten,

sie malt in Busch und Wald,

ihr Licht will nicht ermatten,

doch Abend wird es bald.

Ein Glöckchen tönt, der Tag zu Ende geht,

des Glöckchens Klang ist ein Gebet.

Der Lärm vom rauen Tage,

ist endlich nun verhallt,

es ruht des Tags Gejage,

es ruhen Jung und Alt.

Die Räder schweigen, Wind nur raunt sein Lied,

das über Flur und Felder zieht.

Kein Hadern und kein Streiten

erlaubt der Abendschein,

die Seele zupft die Saiten

und Friede stellt sich ein.

Das Herz will singen voller Heiterkeit,

von Kümmernis und Gram befreit.

Der Abend senkt sich nieder,

bald Nacht die Welt verhüllt,

so mancher Traum kehrt wieder,

der nie sich hat erfüllt.

Schon bald erstrahlt des Himmels Sternenzelt,

es schweigt im Silberlicht die Welt.

Alte Freunde

Wenn sich da in frohem Kreise

alte Freunde Wiedersehen

ziehˊn Gedanken auf die Reise,

wie im Wind die Wolken gehˊn.

Alte Zeiten wachen auf

aus so manchem Lebenslauf.

Altes Garn wird gern gesponnen,

oft verklärt die Jugendzeit,

doch auch Einsicht wird gewonnen

über die Vergänglichkeit.

Freunde sind ein Wert,

schade drum, wer sie entbehrt.

Wenn sich alte Freunde sehen,

rührt sich auch Erinnerung.

Freunde zueinander stehen,

spenden sich Ermutigung.

Freundschaft sich bewährt,

sie bleibt treu und nie verjährt.

Arbeit

Arbeit unser Leben süßt,

heißt es, wie man weiß,

doch wer Arbeit so begrüßt,

kennt nicht ihren Schweiß.

Wenn die Arbeit süß soll sein,

dann verneint sie Zwang,

durch Freiwilligkeit allein

Arbeit steigt im Rang.

Seht uns Sängerrentner an,

arbeitsam wie eh,

stehˊn wir zünftig unsˊren Mann

ohne Ach und Weh,

singen uns an Liedern heiß

ohne Druck und Zwang,

und mit unentwegtem Fleiß

treiben wir Gesang.

Rentner sind gern hilfsbereit,

haben auch noch Schwung,

nehmen sich für Damen Zeit,

sind sie hübsch und jung.

Nicht allein vom Chorgesang

oft die Birne raucht,

auch am Tresen stundenlang

werden sie gebraucht.

Auf ins Grüne

Männer, Freunde, auf ins Grüne,

lasst uns wandern durch die Au.

Die Natur ist unsˊre Bühne

unter Wolken auch mal grau.

Lasst uns wandern in die Weite

ohne Trübsal frisch und frei,

alle Sorgen schiebt beiseite,

lasst den Frohsinn nicht vorbei.

Männer, Freunde, lasst uns singen,

stimmt ein Lied der Freude an,

lasst es in die Runde klingen,

wo sein Echo hallen kann.

Singen ist Gewürz im Leben,

es erhält die Sinne jung,

lasst uns mit Gesang umgeben,

der beflügelt Mut und Schwung.

Männer, Freunde, jeden freue,

der beim Wandern Durst verspürt,

niemand sich zu sagen scheue:

Durst dem Wanderer gebührt.

Lasst und eine Schenke finden,

wo wir fröhlich kehren ein,

um den Durst zu überwinden,

seiˊs mit Fassbier oder Wein.

Aufforderung

Schön ist die Erde um uns her

in ihrer bunten Pracht.

Ist unter uns da irgendwer,

den sie nicht fröhlich macht?

Lasst keinen Trübsinn in euch zu,

genießt des Lebens Gang.

Fröhlicher Sinn macht frei im Nu

von Bitterkeit und Zwang.

Wenn euch die Last des Alltags plagt,

Euch Unbill widerfährt,

jammert nicht weinerlich und klagt,

ihr wisst, was sich bewährt.

Frohsinn vertreibt, was Ärger macht,

die gute Laune stiehlt.

Bald schon der Himmel wieder lacht,

wo froher Sinn befiehlt.

Gönnt auch dem Nachbarn etwas Glück

und etwas Fröhlichkeit.

Gebt ihm vom Kuchen ab ein Stück

und schenkt ihm etwas Zeit.

Wohl dem, der seinen Frohsinn teilt

mit Andˊren unbeschwert.

Frohsinn die Welt von Übeln heilt,

er macht sie lebenswert.

Bergische Mädchen

Die Mädchen im Rheinland

verbreiten gern Glanz,

Bewunderung fordern sie ein,

und wenn sie sich drehen

so reizend beim Tanz,

betören sie Herzen aus Stein.

Die Mädchen im Rheinland,

sind freundlich und nett,

sie wollen die Zierde des Landes sein.

Sie kleiden sich modisch,

sind gerne adrett,

sind fröhliche Kinder vom Rhein.

Die Mädchen im Rheinland

sind hausfraulich gut,

sind herzlich und nicht nur zum Schein,

sie haben dazu auch

noch Feuer im Blut,

das zeigt sich beim Tanz und beim Wein.

Doch die, die uns allen

am besten gefallen,

sind die mit Verstand

aus dem Bergischen Land

Bier und Wein

Freunde, seht hier Bier und Wein,

schenkt euch davon wacker ein!

Hoch soll leben jeder Mann,

der ein Lied stimmt gerne an.

Lieder sind ein hehres Gut,

wirken wie Arznei im Blut.

Darum pflegen wir Gesang,

er beflügelt, hält in Gang.

Wo man singt, siegt Fröhlichkeit,

Lieder bannen Groll und Streit.

Wo man singt bei Bier und Wein,

finden Menschen schnell sich ein.

Lieder öffnen Tür und Tor,

locken Freundlichkeit hervor.

Schalk und Witz, wenn wohlgemeint,

Gleichgesinnte gern vereint.

Glas an Glas nun alle stoßt,

singt euch zu ein frohes Prost.

Hoch soll leben jeder Mann,

der ein Lied stimmt gerne an.

Bitterer Winter

Bitterer Winter, ach, bist du kalt,

weiß sind die Büsche, kahl ist der Wald.

Nirgends ein Grashalm sprießt auf der Weide,

nirgends ein Blümchen blüht in der Heide.

Bitterer Winter, was hält dich fest?

Vögel und Hasen bleiben im Nest.

Kaum noch ein Bach durchbricht Eises Decke,

frostig im Reif stehˊn der Strauch und die Hecke.

Wohl dem, der drinnen hütet das Haus,

der in die Kälte muss nicht hinaus.

Wohl dem, der wohnt in wohlwarmen Räumen

und lässt sich Zeit zum Ruhen und Träumen.

Bunter Frühling

Alles regt sich wieder,

was im Winter lag danieder;

es ist Frühling, der erwacht.

Durch die sanft bewegten Lüfte

schweben erste Blumendüfte,

und der Himmel dazu lacht.

Erste Blumenzwiebel sprießen,

alle Bäche wieder fließen,

frisches Grün ziert Busch und Wald.

Im Geäst, hoch in den Zweigen,

tanzen Vögel ihr Reigen,

und ihr Zwitschern fröhlich hallt.

Bald schon wird der Flieder blühen,

seine Farbenpracht versprühen,

und es lacht das Himmelszelt.

Bienen summen in den Linden,

süßen Nektar darin finden,

bunter Frühling, schöne Welt!

Buntes Laub

Buntes Laub prangt in den Bäumen,

Wald und Flur in Farben lacht.

Lasst uns keinen Tag versäumen

draußen in des Herbstes Pracht.

Lässt der Herbst die Nebel sinken,

wird es grau um uns im Tal.

Doch noch schöne Tage winken

mit dem nächsten Sonnenstrahl.

Schickt der Herbst uns kühle Winde,

naht der Winter, der vergeht.

Bald schon wieder blüht die Linde

und uns Frühlingsduft umweht.

Das Gebet

nach einem russischen Volkslied

In Stunden, wenn mich Furcht befällt,

mir Leid zu Herzen geht,

wenn nur noch grau mir scheint die Welt,

dann stärkt mich ein Gebet.

Die Worte spreche stumm ich hin,

sie wecken in mir Mut,

ein wunderbarer tiefer Sinn

im stillen Beten ruht.

Wenn Unrast engt die Brust mir ein,