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Abwechslungsreiche vegetarische Backideen für das ganze Jahr Spargel-Blätterteig-Tarte im Frühling, Himbeerschnecken im Sommer, Kürbis-Muffins mit Haselnüssen im Herbst, Rote-Bete-Schokokuchen im Winter – dieses Backbuch zeigt 70 vegetarische Rezepte für süße und herzhafte Speisen für jede Jahreszeit. Mit dem detaillierten Saisonkalender und wissenswerten Infos zu ausgewählten Obst- und Gemüsesorten macht Backen noch mehr Spaß! Krummes Gemüse und Obst vor der Lebensmittelvernichtung zu retten – das ist die Mission von etepetete. Der Biokisten-Anbieter stellt für seine Kunden wöchentlich Boxen mit einer bunten Vielfalt an saisonalem Obst und Gemüse zusammen und schafft mehr Bewusstsein für nachhaltigen Konsum.
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Seitenzahl: 94
Veröffentlichungsjahr: 2022
etepetete
WUNDERBARE JAHRESZEITENDAS BACKBUCH
70 süße und herzhafte Rezepte – lecker, saisonal und frisch
Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie.
Detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.de abrufbar.
Für Fragen und Anregungen
Originalausgabe
1. Auflage 2022
© 2022 by riva Verlag, ein Imprint der Münchner Verlagsgruppe GmbH
Türkenstraße 89
80799 München
Tel.: 089 651285-0
Fax: 089 652096
Alle Rechte, insbesondere das Recht der Vervielfältigung und Verbreitung sowie der Übersetzung, vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form (durch Fotokopie, Mikrofilm oder ein anderes Verfahren) ohne schriftliche Genehmigung des Verlages reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme gespeichert, verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden.
Redaktion: Silke Panten
Umschlaggestaltung: Sonja Vallant
Abbildungen im Innenteil und Umschlagabbildungen: © etepetete
Weitere Abbildungen: S. 8: Diane Taliun/shutterstock.com; S. 9: jrp_studio/depositphotos.com, S. 15: anitasstudio/shutterstock.com, S. 17: Liliya Kandrashevich/shutterstock.com, S.18: tpzijl/ depositphotos.com, S. 19: Pinkyone/shutterstock.com, S. 20: Picture Partners/shutterstock.com, S. 23: alicja neumiler/shutterstock.com, S. 30: ilietus1000.gmail.com/depositphotos.com, S. 32: ifong/ depositphotos.com, S. 33: margo555/ depositphotos.com
Satz: inpunkt[w]o, Haiger (www.inpunktwo.de)
eBook: ePUBoo.com
ISBN Print 978-3-7423-1902-9
ISBN E-Book (PDF) 978-3-7453-1621-6
ISBN E-Book (EPUB, Mobi) 978-3-7453-1622-3
Weitere Informationen zum Verlag finden Sie unter
www.rivaverlag.de
Beachten Sie auch unsere weiteren Verlage unter www.m-vg.de
VORWORT
STECKBRIEFE
SAISONKALENDER
FRÜHLING
Blätterteig-Tarte mit grünem Spargel und Oregano
Bunte Gemüsequiche
Mini-Frühstückspizza
Tomaten-Galette
Blumenkohlpizza
Mairübchen-Blinis mit Feldsalat
Kartoffelbrötchen
Tomaten-Tarte-Tatin
Gemüse-Pide
Schneller Rüblikuchen
Bananen-Pancakes aus dem Ofen
Selbstgemachtes Granola
Bananenkuchen mit Dattelfrosting
Klassischer Rhabarberkuchen
Saftiger Zitronenkuchen
Carrot Cake mit Frischkäsefrosting
SOMMER
Tomatenquiche
Quiche ohne Boden
Maisbrot mit Chili sin carne
Gemüsemuffins mit Quark
Herzhaftes Baklava
Brokkoli-Erbsen-Quiche
Tomaten-Oliven-Focaccia
Mais-Muffins mit Rote-Bete-Apfel-Salat
Zucchini-Olivenbrot mit Cranberrykompott
Blaubeer-Zucchini-Muffins
Himbeerschnecken
Kirschtaschen
Beerenkuchen
Blaubeer-Babka
Zucchini-Schoko-Gugl
Vegane Zucchini-Blondies mit Karamellsoße
Blaubeerkuchen
Himbeer-Cheesecake-Cookies mit weißer Schokolade
HERBST
Flammkuchen mit Kürbis und Roter Bete
Birnen-Gorgonzola-Tarte
Bohnen-Mais-Falafel mit Gewürzreis
Steckrüben-Tofu-Tortilla
Herzhafte Kürbis-Muffins
Lila Kartoffelquiche
Kichererbsen-Karotten-Patties mit Kräutersalsa
Pizzastangen mit zweierlei Dips
Rote-Bete-Ziegenkäse-Brot mit gebackenen Trauben und Burrata
Kartoffelpuffer aus dem Ofen mit Apfelkompott
Süßkartoffel-Franzbrötchen
Apple-Crumble-Tartelettes
Pflaumenkuchen mit Hefeboden
Apfelrosen
Kürbis-Bananenbrot
Rote-Bete-Süßkartoffel-Brownies
Pastinakenkuchen mit gebrannten Mandeln
Kürbis-Zimtschnecken
Spinat-Kräuter-Frittata
WINTER
Maronentartelettes mit Rote-Bete-Risotto und glasierten Möhren
Rote-Bete-Quiche
Veganer Nussbraten mit Waldorfsalat
Grünkohlfalafel auf Naan-Brot
Spanische Tortilla mit Salsa
Kichererbsenburger mit Brioche Buns
Kürbis-Pistazien-»Braten« mit Rotkohl
Kaiserschmarrn ohne Zucker
Apfel-Cranberry-Crumble
Mandelmus-Tartelettes
Schoko-Birnen-Kuchen
Plätzchen mit Rote-Bete-Glasur
Selbst gemachte Apfelmus-Cookies
Birnenkuchen mit Walnüssen
Süße Kürbis-Muffins
Rote-Bete-Schokokuchen
Blutorangen-Schoko-Cookies
etepetete? So »etepetete« sind wir eigentlich gar nicht. Im Gegenteil: Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, Bio-Obst und -gemüse, unabhängig von der EU-Norm, vor der Lebensmittelverschwendung zu bewahren.
Was viele Menschen nicht wissen: 30 bis 40 Prozent einer Ernte bleiben ausschließlich aufgrund des Aussehens auf dem Feld liegen, werden vernichtet oder zur Energiegewinnung zweckentfremdet.
Das Obst und Gemüse ist aufgrund der natürlichen Anbauweise manchmal schlicht etwas krumm geraten – kurz gesagt: anders. Paprika mit Farbverlauf, dreibeinige Karotten oder auch Äpfel mit Schalenfehlern sind also unser daily business. Statt unseren Landwirt:innen strenge Auflagen zu geben und nach der Ernte auszusortieren, nehmen wir direkt die ganze Ernte ab. So wollen wir der Lebensmittelverschwendung aktiv entgegenwirken. Unser Fokus liegt dabei auf der Rettung von regionalem, nicht perfektem Obst und Gemüse. Zudem haben wir uns während der letzten Jahre auch europaweit ein Netzwerk an Bio-Landwirt:innen aufgebaut, sodass auch spanische Avocados mit Schalenfehlern oder französische Lauchzwiebeln mit Hagelschaden in unsere Boxen gepackt werden – so können wir unseren Kund:innen noch mehr Vielfalt bieten.
Im bequemen und flexiblen Abomodell liefern wir unseren Kund:innen Bio-Lebensmittel frisch vom Feld bis vor die Haustür, und zwar klimaneutral.
Ein ressourcenschonender und nachhaltiger Umgang mit Lebensmitteln und unserer Umwelt hat bei uns oberste Priorität. Aus diesem Grund sind wir seit Januar 2020 ein klimaneutrales Unternehmen. Das bedeutet, dass wir all unsere unvermeidbaren CO2-Emissionen durch Klimaschutzprojekte gemeinsam mit ClimatePartner ausgleichen. Dennoch halten wir unsere Lieferketten so kurz wie möglich und verzichten auf unnötige Zwischenstationen. Um es ganz genau zu formulieren: vom Feld – zu uns – zu dir! Außerdem sind unsere Obst- und Gemüseboxen plastikfrei und die Außenverpackung ist zu 100 Prozent recycelbar.
Besonders wichtig ist es uns, dass wir dauerhaft gute Beziehungen mit unseren Landwirt:innen aufrechterhalten. Da die Produkte trotz teilweise unkonventioneller Form perfekt in Geschmack und Vitamingehalt sind, kaufen wir diese den Landwirt:innen auch zu regulären, handelsüblichen Preisen ab. Denn in krummem Obst und Gemüse stecken nicht weniger Zeit, Ressourcen und Aufwand wie in perfektem. Wir sind der Meinung, krummes Obst und Gemüse verdient genauso viel Wertschätzung wie genormtes – und schließlich wissen wir ja alle, dass die inneren Werte zählen.
STECKBRIEF
Familie ̶ Knöterichgewächse
Obwohl der Rhabarber fruchtig-sauer schmeckt und wie Obst zubereitet wird, zählt er zum Gemüse. Er enthält wenige Kalorien, dafür wichtige Mineralstoffe wie Kalium, Eisen und Phosphor. Außerdem punktet er mit Vitamin C und Ballaststoffen.
Am längsten hält sich frischer Rhabarber, wenn man ihn in ein feuchtes Tuch wickelt und im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahrt. Rhabarber sollte nicht neben Äpfeln oder Tomaten gelagert werden, da er sonst schneller verdirbt. Selbst zum Einfrieren eignen sich die Stangen: einfach abwaschen, trocknen, kleinschneiden und im Gefrierbeutel in den Gefrierschrank legen.
ÜBRIGENS: Das fruchtig-saure Aroma des Rhabarbers eignet sich besonders gut für Kuchen, Kompott, Konfitüre oder andere Süßspeisen.
SAISON: Freiland-Rhabarber ist von April bis Juni erhältlich. Genau genommen endet die Saison, wie beim Spargel, am Johannistag, dem 24. Juni. Danach wird nicht mehr geerntet, weil der Oxalsäuregehalt in den Stielen langsam ansteigt und die Pflanze Kraft für die langen Wintermonate tanken muss.
RETTUNGSGRÜNDE: zu dünne, ungleichmäßige und ungerade Stangen
Familie ̶ Spargelgewächse
Grüner oder weißer Spargel? Bei dieser Frage gehen die Meinungen sehr weit auseinander. Aber wie kommen die unterschiedlichen Farben überhaupt zustande? Grüner Spargel wächst oberirdisch und kann durch die Sonneneinstrahlung Chlorophyll bilden, sodass er seine wunderschöne grüne Farbe erhält. Weißer Spargel hingegen wächst unterhalb der Erde und hat somit keine Möglichkeit, grünes Chlorophyll zu bilden. Im direkten Vergleich hat der grüne Spargel mehr Provitamin A und C sowie Folsäure. Außerdem finden sich im grünen Spargel sogar dreimal mehr B-Vitamine als im weißen Spargel. Der grüne Spargel ist jedoch nicht nur gesünder als der weiße Spargel, er ist auch kräftiger im Geschmack und dadurch aromatischer.
ÜBRIGENS: In der Zubereitung unterscheiden sich die beiden Sorten ebenfalls: Während der weiße Spargel gesamthaft geschält werden muss, reicht es beim grünen Spargel, die Enden zu schälen. Zudem muss der weiße Spargel meist länger gekocht werden als der grüne.
SAISON: Die ersten Stangen gibt es in der Regel Mitte bis Ende April; je nach Wetterlage können die beliebten Stangen auch schon früher geerntet werden. Offizielles Ende der Spargelsaison ist, wie auch beim Rhabarber, nach traditioneller Bauernregel der 24. Juni. Am sogenannten Johannistag wird der letzte Spargel der Saison gestochen, damit sich die Pflanze den Rest des Jahres regenerieren kann. Spargel ist eine mehrjährige Pflanze und wird bis zu sieben Jahre geerntet, bevor eine neue Pflanze zum Einsatz kommt.
RETTUNGSGRÜNDE: zu dünne Stangen
Familie ̶ Nachtschattengewächse
Ochsenherztomaten, Eiertomaten, Strauchtomaten, Cocktailtomaten und viele Sorten mehr – die Ausprägungen der Tomate sind einzigartig und laut Expert:innen gibt es sogar rund 10 000 davon in allen möglichen Größen, Formen und auch Farben. Als die Tomate nach Europa kam, wurde sie als Zierpflanze kultiviert. Die Früchte, die als goldener Apfel oder Liebesapfel bezeichnet wurden, hielten die meisten nämlich für giftig. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich die Tomate zum absoluten Lieblingsgemüse.
Apropos Gemüse: Tomaten werden zwar wie Gemüse zubereitet, zählen aber botanisch betrachtet, wie auch viele andere Nachtschattengewächse, zu den Beeren. Die essbaren Früchte entstehen aus den bestäubten Blüten, was für eine Frucht spricht, jedoch wachsen sie an einjährig kultivierten Nutzpflanzen, was wiederum im Gartenbau für ein Gemüse spricht. Letztendlich sprechen Botaniker:innen bei Tomaten von »Fruchtgemüse«.
Reife Tomaten sollten möglichst bald verzehrt werden. Sie können jedoch auch ein paar Tage gelagert werden – am besten in einer Papiertüte an einem schattigen Ort außerhalb des Kühlschranks, denn bei niedrigen Temperaturen verlieren Tomaten schnell ihr Aroma.
ÜBRIGENS: Tomaten reifen nicht nur am Strauch, sondern auch nach der Ernte weiter. Noch teilweise grüne, unreife Tomaten können daher ganz einfach auf der Fensterbank nachreifen.
SAISON: Tomaten wachsen in den warmen Sommermonaten hervorragend im Freiland. Im Frühling und Herbst werden sie in Gewächshäusern kultiviert. Die Erntesaison der Tomaten beginnt vereinzelt im April und geht bis in den Oktober.
RETTUNGSGRÜNDE: Überproduktion, Schalenfehler, unsortierte Ware, ungleichmäßige Reife, lose Exemplare
Familie ̶ Nachtschattengewächse
Rot, gelb, grün oder vielleicht doch lieber orange? Hier teilen sich auf jeden Fall die Meinungen. Aber was hat es eigentlich mit den verschiedenen Farben auf sich? Die Färbungen deuten zumindest nicht auf unterschiedliche Sorten hin, sondern auf den Reifegrad der Frucht. Die grünen Schoten werden unreif geerntet, während die gelben am Strauch weiterreifen. Die rote Paprika jedoch bleibt bis zur Vollreife am Strauch hängen. Daher enthält rote Paprika höhere Mengen an wertvollen Inhaltsstoffen als gelbe oder grüne Paprika. Die Schoten enthalten Kalium, Betacarotin und jede Menge Vitamin C. Mit einer einzigen roten Paprika kann bereits der gesamte Tagesbedarf an Vitamin C gedeckt werden. Um die Inhaltsstoffe der Paprika voll auszuschöpfen, lohnt es sich, die Schote roh oder nur kurz gegart zu verzehren, denn Vitamin C kann bei hohen Temperaturen zerstört werden. Etwas Öl verbessert zudem die Aufnahme von Betacarotin.
Wer hätte gedacht, dass selbst die Paprika mal zu viel Hitze abbekommen kann? Sonnenbrände oder auch Hitzeschäden können punktuell auf der Haut der Paprika entstehen und führen dazu, dass Paprika aussortiert werden, obwohl sie absolut genießbar wären. Wir von etepetete bewahren genau diese Paprika vor der Lebensmittelverschwendung.
ÜBRIGENS: In Sachen Lagerung mögen es die Schoten eher kühl und dunkel. Im Gemüsefach des Kühlschranks halten sich Paprika bis zu einer Woche, aber zu kühl sollte es nicht sein, denn sehr niedrige Temperaturen führen eher zum Verderben des Gemüses. Außerdem hält sich grüne Paprika etwas länger als rote oder gelbe.
SAISON: In Deutschland wird die Paprika in den Monaten August bis Oktober geerntet und steht somit regional zur Verfügung.
RETTUNGSGRÜNDE: Sonnenbrand, Wachstumsrisse, Formfehler, beschädigte Stiele, Farbumschlag, verschiedene Größen
Familie ̶ Kürbisgewächse
Eigentlich stammt die Zucchini vom Gartenkürbis ab. Das Wort »Zucchino« kommt aus dem Italienischen und bedeutet übersetzt »kleiner Kürbis« oder »Minikürbis«.
Die Zucchini hat einiges drauf: Sie ist nahezu fettfrei und sehr kalorienarm, liefert unserem Körper aber reichlich Kalium und Magnesium – und auch der Gehalt an Eisen kann sich sehen lassen.
ÜBRIGENS: Im Gemüsefach des Kühlschranks halten sich Zucchini in der Regel bis zu zehn Tage lang frisch. Allerdings sind sie sehr ethylenempfindlich. Lebensmittel wie Äpfel oder Tomaten haben also nichts neben der Zucchini zu suchen. Sie sondern nämlich das Gas Ethylen ab, das die Zucchini schnell schlapp werden lässt.
SAISON: Die Zucchini ist ein typisches Sommergemüse. Das bedeutet, dass sie je nach Wetterbedingungen zwischen Juni und Oktober hierzulande geerntet werden kann.
RETTUNGSGRÜNDE: Schalenfehler, vernarbte Stellen, verformt, zu kleine oder große Kaliber
Familie ̶ Kürbisgewächse
Der Hokkaido-Kürbis verdankt seinen Namen der gleichnamigen japanischen Insel. In Japan hat er seinen Ursprung, doch seit über 20 Jahren wird der Kürbis auch in Deutschland angebaut. Das Besondere an dieser Kürbissorte ist, dass man so gut wie alles von ihr verzehren kann: Die Schale kann mitgegessen werden und geröstete Kürbiskerne sind der perfekte Snack für zwischendurch.
