15,99 €
Pestizide als Bienenkiller, Hormone im Trinkwasser, Düngemittel und Schadstoffe in Lebensmitteln, krebserregende Abgase, Elektrosmog. Wir atmen, essen, trinken – und werden dabei krank. Zeit, gegenzusteuern. Längst gibt es Alternativen in Prävention und Therapie. Für die Pharmaindustrie sind diese aber nicht interessant, weil hier kaum lukrative Patente möglich sind. Aber für den Einzelnen liegt hier die Chance sein Leben zu ändern, schädliche Gifte loszuwerden und langfristig gesünder und besser zu leben. Das Buch zeigt, wo uns krankmachende Schadstoffe begegnen, wie natürliche Stoffe wie das Vulkanmineral Zeolith-Klinoptilolith helfen, was wir tun können um uns gesund zu erhalten und den Körper von Giften zu befreien. . und wie wir uns jetzt schützen können! Mit neuesten Fakten und Interviews von Experten aus Medizin, Wissenschaft, Forschung und Sport!
Sie lesen das E-Book in den Legimi-Apps auf:
Seitenzahl: 279
Veröffentlichungsjahr: 2014
Martin Schriebl-Rümmele
ZEITBOMBE UMWELT-GIFTE
Wie ein Naturmineral vor Nahrungsmittel- und Umwelt-Giften schützt
Martin Schriebl-Rümmele: Zeitbombe Umwelt-Gifte
Wie ein Naturmineral vor Nahrungsmittel- und Umwelt-Giften schützt
Lektorat: ampuls-verlag OG, Unteraichwald
Umschlaggestaltung: fichtesieben Grafikbüro, Rosenbach
Layout, Gestaltung, Satz: ampuls-verlag OG, Unteraichwald
Druck und Bindung: Hermagoras-Mohorjeva, Klagenfurt-Viktring
Web: www.martinruemmele.at
© 2014 Martin Schriebl-Rümmele
Erschienen bei: Hermagoras Verlag/Mohorejva založba Klagenfurt/Celovec – Ljubljana/Laibach – Wien/Dunaj 2014
Bildnachweise:
Fotolia (7) auf den Seiten 91, 104, 128, 142, 162, 182
GEPA Pictures (1) Seite 154
iStockphoto (2) auf den Seiten 40, 82
Panthermedia (4) auf den Seiten 16, 148
Photoxpress (2) auf den Seiten 37, 62
Shutterstock (2) auf den Seiten 61, 122
Collage Seite 148: Beate Schmid
Alle anderen Fotos wurden von den Rechteinhabern zur Verfügung gestellt.
ISBN: 978-3-7086-0783-2
INHALTSVERZEICHNIS
Einleitung
Kapitel 1
Der Mensch ist, was er isst
In einer giftigen Umwelt
Allergien nehmen massiv zu
Übergewicht, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs
Wie uns die Umwelt krank macht
Gespräch mit dem Umweltmediziner Hans-Peter Hutter
Kapitel 2
Kranke Geschäfte
Medikamente als Lebensmittel
Wie Chemie- und Pharmaindustrie voneinander profitieren
Wenn der Staat vor der Industrie in die Knie geht
Gespräch mit dem Lebensmittelexperten Hans-Ulrich Grimm
Kapitel 3
Leid vermeiden statt diagnostizieren
Warum Vorbeugung hilft
Ein ungesundes System
Alternative Wege helfen sparen
Öffentliche Bremsen
Interview mit dem Forscher T.C. Campbell („The China-Study“)
Kapitel 4
Von der Natur lernen
Gesunde Menschen, Betriebe und Versicherungen
Patente und die Grenzen der Medizin
Das Mineral Zeolith-Klinoptilolith als Alternative
Gespräch mit dem Zeolith-Pionier Karl Hecht
Kapitel 5
Auf die Bindung kommt es an.
Ein Stein, der Gifte und Schadstoffe ausleitet.
Silizium als Baustein des Lebens
Ein kleines Kraftwerk.
Zeolith ist nicht einfach Zeolith.
Zeolith als Helfer in der Not.
Gespräch mit dem Unternehmer Jakob Hraschan (Panaceo).
Kapitel 6
Wie Krankheiten entstehen.
Was uns vergiftet - wo die wichtgsten Schadstoffe versteckt sind.
Den Körper reinigen.
Was Zeolith-Klinoptilolith leistet.
Wissenschaft beschreibt Lösungen.
Molekularbiologe und Krebsforscher Kresimir Pavelic im Interview.
Kapitel 7
Vorbeugung mit Zeolith.
Warum wir gesund bleiben wollen.
Entgiftung als Prävention.
Kuren und entgiften.
Bewegung, Sport und Leistungssteigerung.
Interview mit dem Sportmediziner Norbert Bachl.
Kapitel 8
Wo Zeolith Hilfe verspricht.
Leberwerte spürbar verbessern.
Diabetes – ein Schutz vor Krankheit und möglichen Folgen?.
Krebs – Nebenwirkungen von Therapien mildern.
Hilfe bei der Wundheilung und Durchfällen.
Interview mit der Ärztin und Zeolith-Expertin Ilse Triebnig.
Kapitel 9
Visionen für eine gesunde Zukunft.
Vorbeugung statt Heilung.
Gesunde Arbeits- und Lebenswelten stärken.
Giftfreie Ernährung.
Die Umwelt entgiften.
Ganzheitliche Forschung.
Gespräch mit dem Ganzheitsmediziner Ruediger Dahlke.
Zusammenfassung und Ausblick.
|7|Einleitung
„Krankheiten überfallen den Menschen nicht wie ein Blitz aus heiterem Himmel, sondern sind die Folgen fortgesetzter Fehler wider die Natur.“
Hippokrates von Kos, griechischer Arzt und „Vater der Heilkunde“ (460 bis etwa 377 v. Chr.)
Wie viel Gift braucht der Körper, um krank zu werden?
Sie sind oft müde und erschöpft? Oder leiden Sie unter Konzentrationsstörungen? Wie ist es mit Schlafstörungen? Kopfschmerzen? Verdauungsstörungen? Oder häufen sich Infekte, folgt eine Erkältung auf die nächste und dazwischen schiebt sich auch noch eine Magen-Darm-Infektion? Dann sind Sie nicht allein: Einer Untersuchung des Schweizer Zentrums für Stressforschung zufolge leiden 52 Prozent der Menschen unter Müdigkeit, 46 Prozent an Verdauungsproblemen, 33 Prozent an Kopfschmerzen und 21 Prozent an Schlafstörungen.1 Ähnliche Daten gibt es aus Österreich und Deutschland. Und Stress – ob körperlich oder psychisch – ist vielleicht gar nicht die Ursache. Die Hauptprobleme könnten in unserer Umwelt liegen und in der Nahrung, die wir zu uns nehmen.
|8|Der antike Arzt Hippokrates von Kos hatte vor rund 2.500 Jahren ein einfaches Rezept für Gesundheit: Er riet den Menschen, sich gesund zu ernähren. Die Nahrungsmittel sollten Heilmittel und die Heilmittel Nahrungsmittel sein, forderte er. Was simpel klingt, ist es heute nicht mehr. Selbst Ernährungsexperten können kaum noch sagen, was unsere Nahrung enthält, ob sie gesund oder gar giftig ist. Sicher ist aber, dass krankmachende Zutaten in unserer Nahrung, Umweltgifte, Schwermetalle und giftige Stoffe unseren Körper überschwemmen und immer mehr Menschen daran erkranken. Auch wenn es nicht in Zusammenhang gesehen wird: Jeder Zweite leidet bereits an den Folgen. Die wichtigsten dabei: schleichende Erkrankungen der Leber und Allergien. Erkrankten vor einem halben Jahrhundert gerade einmal zwei Prozent der Bevölkerung an Allergien, so sind mittlerweile 25 Prozent betroffen. Tendenz steigend. Allergieähnliche Immunreaktionen könnten, so Wissenschafter, eine Schutzfunktion des Körpers vor Giften sein. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Wissenschafter der Stanford University.2 Bei rund 25 Prozent der Erwachsenen wiederum ist die Leber bereits durch Schad- und Giftstoffe massiv überlastet, ohne dass wir es merken. Doch gerade die Leber spielt bei der Reinigung des Organismus eine entscheidende Rolle, denn dieses Organ ist die körpereigene Entgiftungszentrale und ist zunehmend überfordert: Lebensmittelskandale stehen beinahe täglich in den Schlagzeilen. Debatten über krankmachende Zusatzstoffe reißen nicht ab. Und neben der sogenannten Fettleber und Allergien nehmen Zivilisationskrankheiten wie Krebs, Zuckerkrankheit, Fettsucht sowie Herzinfarkt und Co. dramatisch zu. Unser Körper steht unter Dauerbeschuss und kann die Gifte zum großen Teil weder ausscheiden, noch in ihrer giftigen Wirkung durch Stoffwechselprozesse neutralisieren: Blei, Quecksilber, Kadmium, Stoffwechsel-Abfall-Produkte wie Ammonium und freie Radikale sind enthalten in der Luft, die wir atmen, in unseren Nahrungsmitteln, der Kleidung, kurz: in allem, was uns umgibt.
Zeitbombe im Kochtopf?
Im November 2013 evakuierten Rettungskräfte eine oberösterreichische Schulkasse, weil im Chemieunterricht Quecksilber ausgekommen war. Doch wer schützt uns vor Quecksilber in unseren Energiesparlampen und Zahnfüllungen? Auf Zigarettenschachteln werden wir vor den krebsverursachenden Folgen des Tabakrauchens gewarnt. Aber was ist mit Hinweisen auf unseren Lebensmitteln? Wo steht etwa: „Dieser Pudding enthält Milch – sie kann Alzheimer und Osteoporose verursachen“ oder wo steht beim Fast-Food-Restaurant: „Achtung! Fleischkonsum führt zu Herzinfarkten |9|und kann Darmkrebs auslösen“ oder „Dieser Kindertee enthält Zucker. Er kann Diabetes und schwere Folgeerkrankungen verursachen“ oder „In diesen Chips sind Transfette, die Krebs auslösen.“ Letztere sollen jetzt zumindest in den USA aufgrund ihrer giftigen Wirkung für unseren Körper verboten werden. Und in den anderen Staaten?
Alle diese Dinge sind durch Studien längst belegt, dennoch werden die Produkte nicht nur verkauft, sondern dürfen auch beworben werden. Mehr noch: Es wird auch nicht geprüft, ob diese Produkte andere Schadstoffe enthalten. Wissenschafter haben in der Analyse von Milch 20 pharmakologisch aktive Substanzen gefunden: Antibiotika, nichtsteroidale Entzündungshemmer, Schmerzmittel, Antiepileptika, Konservierungsstoffe, Fettsenker, Beta-Blocker und synthetische Geschlechtshormone.3 Im Wissenschaftsjournal „American Journal of Clinical Nutrition“ wurden Langzeitstudien an 440.000 Menschen veröffentlicht: Es besteht kein Zweifel, dass das Fleisch von Rind, Schwein und Lamm ungesund ist. Das gilt schon für geringe Mengen.4 Die Liste lässt sich endlos fortsetzen. Studien belegen, dass Milch das Diabetes- und Herzinfarktrisiko erhöht. Fruchtzucker kann die Leber schädigen und Depressionen verursachen. Fleisch steht im Verdacht Krebs auszulösen, Übergewicht bei Kindern zu fördern sowie Blutdruck zu erhöhen. Eier und Geflügel fördern angeblich Prostatakrebs.
Pestizide in den Lebensmitteln
Tickt in unseren Kochtöpfen also eine Zeitbombe? Brauchen wir Schutzanzüge, um Lebensmittel einzukaufen? Stellen wir die Fragen anders: Warum stehen Kinder so auf Süßes und warum ist das Angebot so riesig und nicht zuletzt: warum werden immer mehr Kinder zu dick? Warum können wir nicht aufhören, Süßes oder Knabbergebäck zu essen? Warum wird die Schüssel mit Chips am Tisch immer sofort leer? Sie fragen sich, warum ungleich häufiger Menschen Lebensmittelunverträglichkeiten entwickeln und kein Getreide, keinen Milchzucker oder keinen Fruchtzucker vertragen oder im schlimmsten Fall sogar unter allergischen Reaktionen leiden? Sie fragen sich, warum die Zahl der Krebserkrankungen steigt, obwohl wir in Mitteleuropa immer mehr biologische und gesunde Nahrung zu uns nehmen und der Umweltschutz seit den 80ern des vorigen Jahrhunderts massiv ausgeweitet worden ist? Sie fragen sich, warum ihr Kind oft Kopfschmerzen hat, wenn es nach der Schule heimkommt? Oder Sie fragen sich, wie das jetzt wirklich mit den Bienen und den Schädlingsbekämpfungsmitteln in der Landwirtschaft ist? Bringen die Pestizide die Bienen um? Müssen wir bald, wie es in China bereits der Fall ist, Blüten selbst per |10|Hand beziehungsweise Pinsel bestäuben, um noch Früchte zu bekommen? Anders gefragt: Warum werden landwirtschaftliche Produkte angebaut, die gentechnisch so verändert wurden, dass sie Pestizide überleben, aber so giftig sind, dass sie jeden Schädling und jedes Unkraut sofort vernichten? Umfragen bestätigen, dass eigentlich niemand solche Produkte essen will. Dennoch werden sie hergestellt und angeboten. Und zwar immer mehr. Warum dürfen gesundheitsschädliche Lebensmittel gekauft werden, ohne Warnhinweise? Wie weit ist es also her mit der Macht der Konsumenten? Können wir wirklich noch beeinflussen, was wir essen?
Gesundheitspolitiker und Experten raten uns aber genau das: verstärkt Eigenverantwortung zu tragen. Vermehrt auf die eigene Gesundheit zu achten. Übergewicht, Diabetes, Krebs, Herz-Kreislauferkrankungen nehmen massiv zu. Und an allem sollen wir selbst schuld sein? Wir hören, dass wir weniger essen und uns mehr bewegen sollen. Eine einfache Formel. Die Frage ist, warum wir das nicht tun. Sind wir Idioten, die sich wenig bewegen, ungesund ernähren und rauchen? Obwohl wir wissen, dass wir damit unsere Gesundheit schädigen? Sind wir verantwortungslose, egoistische Individuen, die sich denken, dass sie im Krankheitsfall durch eine Krankenversicherung ohnehin abgesichert sind und die Medizin längst alles heilen kann, wie wir es in Hunderten Folgen von Ärzteserien im Fernsehen vorgespielt bekommen? Oder läuft irgendetwas aus dem Ruder?
Lassen Sie uns der These Eins nachgehen: Wir, oder sagen wir die übergewichtigen, krebskranken Herzinfarktkandidaten, sind selbst schuld. Würden die sich gesund ernähren und bewegen, wäre alles gut. Und tatsächlich – es gibt sogar Beweise dafür. Die japanische Insel der Hundertjährigen etwa. Okinawa, so der Name, beherbergt die meisten Hochbetagten. Und die sind durchaus fit, fahren mit dem Rad, treffen sich zum Tanz und arbeiten auch noch im Alter von Hundert Jahren im eigenen Gemüsegarten. In der Ortschaft Ogimi im Norden der japanischen Inselgruppe Okinawa sind derzeit von 3.200 Einwohnern zwölf älter als 100 Jahre. Weitere 100 sind älter als 90. Fernsehteams, Buchautoren und Gesundheitsexperten aus der ganzen Welt pilgerten nach Japan auf der Suche nach dem Wundermittel für dieses lange Leben. Algen- und Fischkonsum seien die Gründe, hört man. Viel pflanzliche Nahrung und so gut wie kein Fleisch. Bewegung. Natürlich. Einen klaren Tagesrhythmus finden andere Beobachter. Die Geschichte klingt wundervoll. Weckt Sehnsüchte. Auch bei den Kindern der Hundertjährigen und bei deren Enkeln und Urenkeln. Denn SIE werden nicht so alt werden wie ihre Ahnen.
|11|Kranker Nachwuchs auf der Insel der Hundertjährigen
Nicht nur wir in der westlichen Welt, sondern auch der Nachwuchs in Okinawa ernährt sich nämlich vielfach anders: kalorienreich, aber nährstoffarm. Es fehlen Ballaststoffe, Magnesium, Kalium und vieles andere. Gleichzeitig gibt es ein Zuviel an gesättigten Fettsäuren, Transfetten, Cholesterin, Zucker und Salz. Vor allem bei Fertiggerichten. „Kochen“ bedeutet bei vielen von uns nicht mehr aus echten Nahrungsmitteln wie Tomaten, Kartoffeln, Zwiebeln und so weiter eine Mahlzeit zuzubereiten. „Kochen“ bedeutet sich eine Fertigpizza ins Backrohr zu schieben. „Zwischen 1970 und 1990 war die Präfektur Okinawa noch in allen Analysen des japanischen Gesundheitsministeriums diejenige mit der höchsten Lebenserwartung. Im letzten Vergleich aus dem Jahr 2010 lagen Okinawas Männer nur auf Platz 30 – also im unteren Mittelmaß“, schreibt die deutsche Wochenzeitschrift „Die Zeit“ in einer Analyse.5
Manche sagen nun, dass dies daran liegt, dass andere Regionen nachgezogen haben und die Lebenserwartung noch immer steigt – nur nicht so schnell. Allerdings sind die Menschen in Okinawa heute nicht mehr so gesund, wie sie es einst waren. Ähnlich wie in Europa. Die Zahl der gesunden Lebensjahre sinkt. Wir werden zwar älter, sind aber auch länger krank. Das Leben in Okinawa ist heute so westlich wie in kaum einer Region Japans, analysiert „Die Zeit“ und ortet einen Hauptgrund: Die Amerikaner mit ihrem Lebensstil. „Obwohl Okinawa nur ein Prozent der japanischen Landesfläche ausmacht, beherbergt es rund drei Viertel der US-Truppen, die seit dem Zweiten Weltkrieg in dem Land stationiert sind. So finden sich gerade in der größten Insel der Stadt, wohin es die jungen Leute zieht, reichlich Fast-Food-Ketten, Schnellimbisse und Eisdielen. Mit dem US-Militär erreichte die Fast-Food-Kultur Okinawa noch früher als Tokio. Sie verführte auch die Einheimischen, während der Konsum traditioneller Zutaten wie Seetang schrumpfte.“ Im Alter zwischen 20 und 69 Jahren habe fast jeder zweite Mann in Okinawa Übergewicht.
Das wiederum leitet über zur These Zwei: Es stimmt etwas nicht. Die Amerikaner gelten als Paradebeispiel, wohin uns der Genuss fetthaltiger, süßer Nahrungsmittel, die extrem kalorienreich sind, führen kann. Die Bilder übergewichtiger Amerikaner müssen oft als Beispiel herhalten für die Folgen falscher Ernährung und Bewegungsmangel. Da geht es uns schon wesentlich besser, hier in Europa, in Deutschland und in Österreich. Manchmal warnt zwar einer, dass auch hier die Zahl der Übergewichtigen steigt, aber so arg wird es nicht werden – hoffen wir. Ein bisschen mehr |12|Bewegung in den Schulen und schon verbessern sich die Aussichten? Die Realität ist eine andere. Österreich etwa ist auf dem besten Weg den USA den Rang abzulaufen. In einem von der OECD erstellten Vergleich der Kalorienzufuhr führen die Österreicher mit 3.819 Kilokalorien pro Kopf und Tag vor US-Bürgern und Griechen. Der OECD-Durchschnitt beträgt 3.410, die empfohlene Tagesmenge 2.250.6
Tatsächlich sind mehr und mehr Menschen verunsichert, was nun wirklich noch gesund ist. Der Großteil unserer Lebensmittel – selbst biologische – wird industriell hergestellt und verarbeitet. Meist werden die Ursprungsprodukte in ihre Einzelteile zerlegt und dann neu zusammengesetzt. Nährstoffe gehen verloren, werden dann künstlich wieder hergestellt und zugeführt. Vitamine werden von multinationalen Konzernen chemisch produziert und der Lebensmittelindustrie zur Verfügung gestellt. Meist fehlen dann wichtige Zusätze oder Verbindungen, die ermöglichen, dass unser Körper die so hergestellten Stoffe auch aufnehmen kann. Schadstoffe finden sich nicht nur in Verpackungen, sondern auch in den Lebensmitteln selbst und in unserer Umwelt.
Goldgräberstimmung in der Industrie
Macht uns also unsere Nahrung, wie das Hippokrates vor 2.500 Jahren forderte, nicht gesund, sondern krank? Die Antwort ist klar: ja! Wir ernähren uns – ohne es zu wissen – nicht anders wie früher aber mit Lebensmitteln, die enorm energiedicht, sprich kalorienreich sind. Gespickt mit Zucker und Aromen, die unseren Botenstoffen im Gehirn befehlen, weiter zu essen. In der Nahrung sind verschiedenste Stoffe – auch giftige – in so großen Mengen vorhanden, dass wir ständig Überdosen zu uns nehmen.
Statt für Aufklärung und Abhilfe zu sorgen, heizen die Behörden die Entwicklungen sogar an und helfen mit. So versuchen etwa Pharmakonzerne, Lebensmittel mit Arzneiwirkungen zu entwickeln. Die Lebensmittelindustrie wiederum will Nahrungsmittel produzieren, die Krankheiten heilen – oder zumindest verhindern. Die Lobbyisten von beiden Seiten stecken – ähnlich wie Goldgräber ihre Claims ab. Sie haben die Europäische Union dazu gebracht, dass eine gesundheitsfördernde Wirkung nur dann beworben werden darf, wenn sie belegt ist. Wissenschaftlich versteht sich. Mit einem Handstrich wurden damit kleine, regionale Hersteller etwa von Kräutertees ins Out befördert. Übrig bleiben die Großen, die sich Studien leisten können. Apropos Goldgräberstimmung – die EU-Initiative hat einen |13|passenden Namen: Sie nennt sich Health-Claims-Verordnung. Mehr als 40.000 Anträge für die Bewerbung von gesundheitsfördernden Lebensmitteln wurden gestellt. Von der cholesterinsenkenden Margarine bis zum verdauungsfördernden Müsliriegel.
Kinder im Visier der Industrie
Abgesehen hat es die Industrie aber vor allem auf unsere Kinder: Industriell hergestellte Lebensmittel für Kinder zählen zu den energiereichsten überhaupt. Ein Joghurt mit einem Prozent Fettanteil hat 80 Kalorien. Die als „gesund“ beworbenen Produkte haben etwa 120 und die als „gesunde Mahlzeit für zwischendurch“ beworbenen Milchschnitten haben alle an die 200 Kalorien (pro 100 Gramm wohlgemerkt!). Ein 6-jähriger Bub, der sich wenig bewegt, benötigt täglich maximal 1.500 Kalorien. Nun isst er vormittags einen Kindersnack, zwischendurch eine Tafel Schokolade und trinkt am Nachmittag einen Liter Multivitaminsaft. Macht weit über 1.000 Kalorien – ohne Frühstück, Mittag- oder Abendessen – abgesehen von den versteckten Giften, ungesunden Zusatzstoffen und unerwünschten Nebenwirkungen von Nahrungsmitteln.7
Es gibt alternative Auswege!
Dieses Buch möchte vor allem Auswege für jeden Einzelnen zeigen, um sich zu schützen, bis Umwelt- und Lebensmittelgifte aus dem Verkehr gezogen werden. Als langjähriger Gesundheitsjournalist, Autor und Kritiker von ungesunden Entwicklungen im Gesundheitswesen wurde und werde ich oft bei Diskussionen oder Vorträgen gefragt, was man individuell tun kann. Das Ziel, ein System zu verändern, ist eine Sache. Was man tun kann, um sich selbst zu schützen, eine andere. Deshalb habe ich mich auf die Suche nach Konzepten für jeden Einzelnen gemacht. Tipps und Analysen lieferten dabei auch die wohl bekanntesten Experten auf ihren jeweiligen Fachgebieten: Der Ganzheitsmediziner Dr. Ruediger Dahlke, der Lebensmittelkritiker, Bestsellerautor und ehemalige Spiegel-Redakteur Dr. Hans- Ulrich Grimm, der amerikanische Ernährungsexperte Prof. Dr. T. Colin Campbell, der österreichische Sportmedizin-Papst Prof. Dr. Norbert Bachl, der Umweltmediziner Dr. Hans-Peter Hutter sowie die Ärzte, Krebsexperten und Forscher Prof. Dr. Karl Hecht, Dr. Ilse Triebnig und der Leiter des Nationalen Krebsforschungsprogramms der Republik Kroatien Prof. Dr. Kresimir Pavelic, die in eigenen Interviews ausführlich zu Wort kommen. Denn das Buch will Lösungen zeigen: Es gibt nämlich durchaus Alternativen in Prävention und Therapie. Für die Gesundheitsindustrie sind diese nicht interessant, weil hier kaum lukrative Patente möglich sind. Aber für den |14|Einzelnen liegt hier die Chance sein Leben zu ändern, schädliche Gifte loszuwerden und langfristig gesünder und besser zu leben. Eine zentrale Rolle dabei kann auch das Naturmineral Zeolith-Klinoptilolith spielen. Und wie ließ schon Shakespeare seinen Hamlet sagen: „Es gibt mehr Dinge im Himmel und auf Erden, als Eure Schulweisheit sich träumt, Horatio.“
Martin Schriebl-Rümmele
Februar 2014
|15|Ohne die breite Unterstützung vieler Menschen wäre dieses Projekt so nicht möglich gewesen. Ihnen allen gilt mein Dank. Allen voran meiner Frau Ina Schriebl, die als redaktionelle Leiterin unseres ganzheitlichen Gesundheitsmagazins „lebensweise“ immer wieder Motor ist bei der Suche nach neuen, alternativen Ansätzen, Konzepten und Studien. Überhaupt gilt der Dank dem Team der „lebensweise“ – allen voran Andreas Feiertag als Mitgesellschafter und Christian Bernhard als Autor. Dank gilt auch jenen Expertinnen und Experten, die wir für das Buch interviewen durften und die uns mit ihrer Expertise geholfen haben – vor allem der Ärztin Ilse Triebnig, die bereits seit Jahren zum Thema Zeolith forscht. Nicht zuletzt auch dem Team von Panaceo, das dem Redaktionsteam mit bisher unveröffentlichten Studien wichtige Inputs geliefert hat und vor allem dem Hermagoras Verlag in Klagenfurt, der dieses ambitionierte Projekt in kurzer Zeit überhaupt erst möglich gemacht hat.
Personenbezogene Bezeichnungen beziehen sich auf Frauen und Männer gleichermaßen. Der Einfachheit halber wurde die männliche Form im Text gewählt.
Anmerkungen und Quellen:
1www.stressforschung.ch/aktuelles/ver%C3%B6ffentlichungen/
2 Neue Studie belegen, dass Bienengift in Mäusen eine Immunantwort und die Bildung von Immunglobulin E-Antikörpern auslöst, die auch für Allergien typisch sind. In der Folge schaffen diese IgEs dann jedoch einen Schutz gegen später verabreichte höhere Mengen des Gifts. Damit wurde erstmals eine direkte Schutzfunktion von IgEs gegen Gift für den Körper beobachtet. T. Marichal, P. Starkl, L. L. Reber, J. Kalesnikoff, H. C. Oettgen, M. Tsai, M. Metz, und S. J. Galli, A Beneficial Role for Immunoglobulin E in Host Defense against Honeybee Venom, Immunity (2013), http://dx.doi.org/10.1016/j.immuni.2013.10.005
3 J. Agric. Food Chem., 2011, 59 (9), pp 5125-5132, DOI: 10.1021/jf200364w, Publication Date (Web): April 6, 2011
4www.hsph.harvard.edu/news/press-releases/2011-releases/red-meat-type-2-diabetes.html
5 Zeit Online: www.zeit.de/2013/39/japan-okinawa-alte; Demographie - Vom Verschwinden der Hundertjährigen, 19. September 2013, Felix Lill.
6http://derstandard.at/1378249105343/Speckguertel-Oesterreich-Spitze-bei-Kalorien
7http://oe1.orf.at/programm/304786 - Radiodoktor 18.6.2012
|16|
|17|Der Mensch ist, was er isst
1.Langsame, unaufhaltsame Vergiftung
Warum die Leistung nachlässt und Infektionen zunehmen
Die Fakten beherrschen die Schlagzeilen: Allergien, Unverträglichkeiten, Alzheimer, Demenz, Parkinson, Diabetes, Adipositas, Herz-Kreislauferkrankungen, Autoimmunerkrankungen und Krebs nehmen zu. Gleichzeitig leiden viele Menschen an Vorerkrankungen, die sich vorerst nur in Erschöpfung, häufigen Infektionen und Problemen mit der Verdauung äuβern. Jüngsten Erkenntnissen der Wissenschaft zufolge sind die vorrangigen Ursachen für die dramatische Zunahme dieser und vieler weiterer Krankheiten in unserer Lebensweise zu finden. Und hier vor allem in den Ernährungsgewohnheiten sowie in Giftstoffen in unserer Umwelt und in unseren Nahrungsmitteln. Das Fatale daran: Milliarden Euro wurden in den vergangenen Jahren in Maβnahmen zur Bewusstseinsbildung gesteckt, der Erfolg jedoch ist verschwindend gering. Es wird trotz aller Informationen und Empfehlungen für die Bevölkerung immer schlimmer. Auf der anderen Seite werden noch viel gröβere Summen in die Erforschung von neuen Medikamenten und Therapien gegen die um sich greifenden Zivilisationskrankheiten gesteckt, doch auch hier ist der Erfolg eher bescheiden. Denn die Zahl der Todesfälle durch solche Krankheiten sinkt nur unwesentlich.
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
