21,99 €
Hormone natürlich regulieren mit Yoga
Ist das Hormonsystem im Ungleichgewicht, fühlt sich Frau nicht wohl. Bauchkrämpfe, Kopfschmerzen und Stimmungsschwankungen – viele Frauen leiden unter zyklusbedingten Beschwerden oder die ersehnte Schwangerschaft lässt auf sich warten. Kommt dir das irgendwie bekannt vor und du suchst nach einer natürlichen Alternative?
Mit diesem speziellen Yogaprogramm und einem achtsamen Lebensstil kannst du deine Hormondrüsen intensiv aktivieren und ausgleichen, PMS, Stimmungsschwankungen und PCO lindern und deine Fruchtbarkeit positiv beeinflussen.
Dream Team: Entdecke alles über Hormone und die Zyklen der Weiblichkeit.
Einfach umsetzbar: Bewährte Yogaübungen, Visualisierungen, Meditationen und Atemtechniken sorgen für einen harmonischen Zyklus und steigern deinen Energielevel.
Natürlich gesund: Gezielte Yoga-Flows kombiniert mit wichtigen Tipps unterstützen bei Menstruationsbeschwerden, PMS, PCO und bei Kinderwunsch.
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Seitenzahl: 177
Veröffentlichungsjahr: 2021
Silja Sperling, Ulrike Zander, Karolin Lankreijer
1. Auflage 2021
80 Abbildungen
Leidest du unter Stimmungsschwankungen, Bauchschmerzen, Hautproblemen, Einschlafstörungen oder irgendwelchen anderen hormonellen Beschwerden? Oder hast du einen Kinderwunsch und es will noch nicht klappen? Dann ist dieses Buch genau richtig für dich, egal in welcher Lebensphase du dich gerade befindest.
Die Grundlage für die Gesundheit und das Wohlbefinden einer Frau ist u. a. ein harmonischer Zyklus. Die Weiblichkeit ist durch Pubertät, Schwangerschaft, Geburt und Wechseljahre, aber auch durch die monatlichen Menstruationszyklen ganz besonders geprägt von stetigen Wandlungsphasen.
Hormonelle Ungleichgewichte zeigen sich zum Beispiel durch Menstruationsbeschwerden, Stimmungsschwankungen, unerfüllten Kinderwunsch oder PCOS (polyzystisches Ovarialsyndrom) und geben uns so Hinweise auf körperliche oder seelische Themen, die angeschaut werden wollen. Wenn wir nicht gut zuhören, werden diese Themen immer lauter und größer, bis sie nicht mehr zu ignorieren sind. Aber hormonelle Beschwerden müssen und sollten nicht einfach ertragen werden, sondern du kannst ganz aktiv etwas dagegen tun: Durch einen achtsamen Lebensstil in Kombination mit gezielten Yogaübungen lassen sich durchaus positive Veränderungen bewirken. Du kannst dieses Buch allerdings auch ohne Beschwerden für dich nutzen, um deine Weiblichkeit, Vitalität und Fruchtbarkeit zu unterstützen.
Seit ihrer Jugend plagte Silja sich mit sehr belastenden prämenstruellen Symptomen (depressiven Verstimmungen, Erschöpfung und starken Regelschmerzen) herum, die ihre Lebensqualität bis zu zwei Wochen pro Monat erheblich beeinträchtigten. Die Ärzte konnten ihr dabei nicht wirklich helfen. Daher probierte sie alle erdenklichen alternativen Heilmethoden aus, kam aber erst durch eine konsequent regelmäßige Hormon-Yoga-Übungspraxis zu einem wirklich positiven Ergebnis und konnte ihre Beschwerden um bis zu 70 Prozent lindern. Zudem fühlte sie sich insgesamt ausgeglichener und energiereicher; die Haare gewannen an Glanz und die Haut wurde reiner. Das Ergebnis war für sie so überzeugend, dass sie diese Yogaform unbedingt weitergeben wollte. Ein paar Jahre später lernte sie zusätzlich die heilende Wirkung der Pawanmuktasana-Serie und die Tibetische Hormongymnastik kennen und sehr zu schätzen.
Ulrike kam ohne akute Beschwerden vorwiegend aus Neugierde zum Hormon-Yoga. Aber auch sie hatte in der Vergangenheit mit starken hormonellen Ungleichgewichten zu tun, angefangen mit einem weitgehend willkürlichen Zyklus, der sehr spät eingesetzt hatte und erst nach ihrer dritten Schwangerschaft und der anschließenden Stillzeit regelmäßig wurde. Drei Jahre nach der Geburt ihres ersten Kindes wurden bei ihr Zysten in den Eierstöcken festgestellt; die darauffolgende Hormonbehandlung ließ die Zysten verschwinden, aber brachte ihre Hormone zunächst völlig aus dem Gleichgewicht. Hormon-Yoga hätte ihr sicher damals schon helfen können, denn auch ohne aktuelle Beschwerden verbessert regelmäßiges Üben von Hormon-Yoga und Tibetischer Hormongymnastik ihr Wohlbefinden und verschafft ihr gute Laune.
Zwei Frauen, zwei unterschiedliche Geschichten individueller Hormon-Dysbalancen. Im Sommer 2014 kreuzten sich die Wege von Ulrike und Silja »zufällig« bei einer Hormon-Yoga-Therapie-Ausbildung von Dinah Rodrigues. Die inzwischen über 90 Jahre alte Dame hat das Konzept der Hormon-Yoga-Therapie zu Beginn der 1990er Jahre entwickelt und weltweit bekannt gemacht. ▶ [1]
Wir waren damals schon ausgebildete Yogalehrerinnen und hatten eine langjährige Yogapraxis. Seitdem geben wir Hormon-Yoga-Workshops und Personal-Trainings und treffen jedes Mal auf ganz unterschiedliche Frauen, die alle ihre eigenen, hormonellen Ungleichgewichten entspringenden Beschwerden und unterschiedliche körperliche, private und auch zeitliche Voraussetzungen mitbringen. Von diesen Unterrichtserfahrungen und unserer eigenen Übungspraxis haben wir uns inspirieren lassen und ein effektives, schnell zu erlernendes System entwickelt. Die Übungen sind leicht durchführbar und wurden »Yoga für die Hormon-Balance« getauft.
Wir kombinieren spezifische Atem- und Energielenkungstechniken (angelehnt an Dinah Rodrigues’ »Hormon-Yoga-Therapie«) mit verschiedenen Yogahaltungen, der Tibetischen Hormongymnastik (von Olga Orlova) und den Makko-Ho-Meridian-Dehnübungen (von Shizuto Masunaga) sowie Yoga Nidra (von Satyananda Saraswati). Dabei wird die Energie im Körper gezielt zum Fließen gebracht, was alle Hormondrüsen sowie das Verdauungssystem anregt.
Unser Ziel ist es, konkrete Übungsanleitungen zu geben, kombiniert mit Hintergrundwissen und Ernährungstipps auf einer ganzheitlichen Grundlage. Denn bei Yoga geht es immer um Verbindung und Ganzheit. Wir möchten dich dazu anregen, in deinen Körper hineinzuspüren: Dein Körper ist weise und macht dich mit seinen Symptomen darauf aufmerksam, an welcher Stelle er mehr Balance braucht.
Unser Leben als Frau ist eng mit dem weiblichen Zyklus verbunden. Je mehr wir lernen, die unterschiedlichen Phasen unseres Zyklus zu verstehen und anzunehmen, desto besser können wir körperlich und seelisch im Einklang sein. Das gilt auch für einschneidende Ereignisse in unserem Leben als Frau: Schwangerschaft und Wechseljahre. Besonders dann ist Annehmen und in gewissem Sinne auch »Geschehen-Lassen« wichtig – und unser Körper zeigt uns genau, was er braucht.
Letztlich geht es aber um das Sein: Frau-Sein, Weiblichkeit, um die urweibliche Kraft, die uns unser ganzes Leben lang begleitet, auch jenseits der Wechseljahre. Lassen wir uns darauf ein, unserem Körper richtig zuzuhören.
Im ersten Teil geht es um ein bisschen Theorie. Kurz und knapp, in vereinfachter Form stellen wir das in Wirklichkeit sehr komplexe Zusammenspiel der Hormone dar und erklären, was passiert, wenn es nicht mehr so funktioniert, wie es soll. Ein allgemeiner Störfaktor kann dabei sehr mächtig sein: Stress. Deshalb widmen wir ihm ein eigenes Kapitel und zeigen Möglichkeiten auf, mit ihm umzugehen und ihn bestmöglich zu bewältigen. Auch der weibliche Zyklus wird in diesem Teil beschrieben. Wobei es uns wichtig ist, über das rein medizinisch-biologische Wissen hinauszugehen und diese Phasen auch aus der Perspektive der Gefühle, der inneren Wahrnehmung und in gewisser Hinsicht auch der Spiritualität zu behandeln.
Der zweite Teil ist der Kern dieses Buches: Hier geht es um die Praxis. Du bekommst genaue Anleitungen für die Asanas, die in den spezifischen Übungsreihen im dritten Teil des Buches vorkommen. Damit du die Erfolge deiner Übungspraxis überprüfen kannst, haben wir einen detaillierten Fragebogen zu Beschwerdebildern und allgemeinem Wohlbefinden und einen ▶ Übungskalender beigefügt. Beide können dich bei deiner Praxis systematisch und motivierend begleiten.
Im dritten Teil geben wir dann allgemeine Anregungen für die hormonelle Balance und gehen auf einzelne Beschwerdebilder ein. Dazu zeigen wir dir jeweils eine Übungsreihe, die dabei besonders effektiv sein kann. Außerdem findest du Empfehlungen zu Lebensstil, Ernährung und Nahrungsergänzungsmitteln, zum Beispiel aus Ayurveda und Kräuterheilkunde.
Das Buch kann chronologisch gelesen werden. So machst du dich zunächst mit dem theoretischen Basiswissen vertraut, bevor du zum praktischen Übungsteil übergehst. Am Ende erhältst du noch Infos zu den einzelnen Beschwerden.
Oder du springst gleich zu den Yogasequenzen und beginnst direkt mit der Praxis. Die Übungsreihen sind so konzipiert und jede einzelne Übung so detailliert erklärt, dass du diese auch ohne Kenntnis des ersten Teils effektiv üben kannst. Falls dennoch Fragen zu Begriffen und Zusammenhängen aufkommen, hast du die Möglichkeit, einfach zurückzublättern und nachzulesen.
Zur Vertiefung deiner Übungspraxis empfehlen wir dir, begleitend zum Buch unsere Übungsreihen als Video und die Endentspannungen als MP3 unter www.hormonyoga-hamburg.de zu erwerben und herunterzuladen oder unsere Workshops zu besuchen.
Karolin Langkreijer danken wir für ihre Mitarbeit an den Kapiteln »Die Hormondrüsen«, »Die Zyklen der Frau« und »Hormonell regulierende Pflanzen«.
Und nun wünschen wir dir ein angenehmes Leseerlebnis und viel Spaß und Erfolg beim Üben!
Silja Sperling und Ulrike Zander
Gut zu wissen
Dieses Buch ist in erster Linie informativ, es soll aufzeigen, wie du für dich selbst sorgen und deinen Hormonhaushalt in Balance bringen kannst. Es ersetzt in keinem Fall eine ärztliche Diagnose und Therapie. Die Anwendung der Tipps und Methoden sowie das Praktizieren der Übungsreihen geschehen in eigener Verantwortung.
Titelei
Mit Zyklus-Yoga gegen hormonelle Beschwerden
Was hat uns zum Hormon-Yoga geführt?
Wie ist dieses Buch aufgebaut?
Wie kannst du dieses Buch nutzen?
Hormone und Zyklen – wie hängt das zusammen?
Was du über Hormone wissen solltest
Die Hormondrüsen (Karolin Langkreijer)
Der Hypothalamus
Die Hypophyse
Die Schilddrüse
Die Thymusdrüse
Die Bauchspeicheldrüse
Die Eierstöcke
Die Nebennieren
Stress und Hormone
Vom Umgang mit Stress
Die Zyklen der Frau (Karolin Langkreijer)
Der monatliche Zyklus (unter Mitarbeit von Silja Sperling)
Follikelphase
Eisprung
Prämenstruelle Phase
Menstruation
Der weibliche Zyklus auf das Leben gesehen
Die Pubertät
Die fruchtbaren Jahre
Die Wechseljahre
Yoga für die hormonelle Balance
Grundlagen des Hormon-Balance-Yoga
Yoga-Basics
Asanas
Pranayama
Nadis
Ida Nadi
Pingala Nadi
Sushumna Nadi
Chakras
Muladhara Chakra (Wurzelchakra)
Swadhistana Chakra (Sakralchakra)
Manipura Chakra (Solarplexuschakra)
Anahata Chakra (Herzchakra)
Vishuddi Chakra (Kehlchakra)
Ajna Chakra (Drittes Auge)
Sahasrara Chakra (Kronenchakra)
Wobei kann Hormon-Balance-Yoga helfen?
Wann und wie oft ist es sinnvoll zu üben?
Techniken und Übungen
Techniken des Hormon-Balance-Yoga
Atemtechniken
Siegreicher Atem
Aktivierende Bauchatmung
Energielenkung
Übungen des Hormon-Balance-Yoga
Übungen für das Gleichgewicht
Stehende Palme
Sich wiegende Palme
Übungen für die Eierstöcke
Katze – Kuh
Kindhaltung mit Fäusten an den Leisten
Offene Kindhaltung
Windentferner
Hocke
Diamantsitz
Weiter Ausfallschritt
Weiter Ausfallschritt mit abgesetztem Knie
Taube (Variante)
Pyramide (Variante)
Halber Sattel
Drehsitz
Liegender Schmetterling
Mahlen
Gallenblasenmeridian-Dehnung
Lebermeridian-Dehnung
Übungen für Nebennieren und Bauchspeicheldrüse
Verdauungsfeuer anregen
Bauchkontraktion im Stehen
Allgemeine Wirbelsäulendrehung
Dynamischer Twist im Liegen
Sphinx (Yin-Yoga-Variante)
Taillendrehung
Übungen für die Thymusdrüse
Sitzende Vorbeuge
Kleine Kobra/Kobra
Sich streckende Kobra (sanfte und vollständige Variante)
Übungen für Gesicht und Haare
Stehende Vorbeuge
Streckung und Öffnung der Beine in Rückenlage
Kreisen der Beine
Übungen für die Schilddrüse
Schulterbrücke
Kinnverschluss
Bogen
Skydiver
Umkehrhaltung: halber Schulterstand
Fisch
Legs up the Wall
Übungen für die Hypophyse und die Zirbeldrüse
Umkehrhaltung: Pflug
Haltung der psychischen Vereinigung (sanfte Variante)
Atemübungen
Bauchatmung im Liegen
Schädelleuchten
Wechselatmung
Bienensummen
Meditation
Hormondrüsen- und Chakra-Meditation
Yoga Nidra für die Hormondrüsen
Vorbereitung
Kreisen der Wahrnehmung
Wahrnehmung von Gefühlen
Innerer Raum
Visualisierung
Innerer Raum
Ende
So unterstützt du deine Hormon-Balance
Allgemeine Tipps
Ernährungstipps
Essenzielle Fettsäuren
Frisches Gemüse und Obst
Nüsse, Kerne und Samen
Fermentierte Lebensmittel
Superfoods
Genug trinken
Vollkornprodukte
Auf den Salzkonsum achten
Koffein
Alkohol
Zucker
Entgiftung
Stressreduktion
Bewegung
Aromatherapie
Hormonell regulierende Pflanzen (Karolin Lankreijer)
Angelikawurzel
Brennnessel
Eisenkraut
Frauenmantel
Melisse
Mönchspfeffer
Schachtelhalm
Schafgarbe
Storchschnabel
Prämenstruelle Symptome/Depressive Verstimmungen
Tipps gegen depressive Verstimmungen
Nahrungsmittel
Gewürze
Nahrungsergänzungsmittel
Gute Teekombination
Körper- oder Aromaöle
Menstruationsschmerzen
Tipps gegen Regelschmerzen
Nahrungsmittel
Gewürze
Nahrungsergänzungsmittel
Hilfreiche Tees
Körper- oder Aroma-Öle
Polyzystisches Ovarialsyndrom (PCOS)
Tipps bei PCOS
Nahrungsmittel
Gewürze
Nahrungsergänzungsmittel
Süßholzwurzel – gute Hilfe gegen PCOS
Körper- oder Aroma-Öle
Kinderwunsch
Tipps bei Kinderwunsch
Nahrungsmittel
Gewürze
Nahrungsergänzungsmittel und Heilpflanzen
Tees für die Fruchtbarkeit
Körper- oder Aroma-Öle
Service
Literatur
Autorenvorstellung
Sachverzeichnis
Impressum
Wenn wir uns wohlfühlen, sind unsere Hormone im Gleichgewicht. Bei großen hormonellen Umstellungen wie in der Pubertät, aber auch während der Wechseljahre muss sich der Körper neu sortieren. Was passiert da genau?
Das Wort »Hormon« kommt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie »antreiben«. Gemeint ist hiermit, dass die Hormone verschiedene Reaktionen und Stoffwechselfunktionen im Körper anregen und deren Arbeit »antreiben«.
Gehirn, Nervensystem und Hormone arbeiten eng als Team miteinander. Waren die Erkenntnisse dieser engen Zusammenarbeit bis vor einigen Jahren noch eher im spirituellen Bereich angesiedelt, finden sie heute u. a. in der Hirnforschung Anerkennung. Inzwischen gibt es Forschungsarbeiten über die Wirkmechanismen alter spiritueller Praktiken und Körperübungen.
Wir schlagen in diesem Buch eine Brücke zwischen Yoga, westlicher Medizin und Frauengesundheit. Dieses Wissen kannst du nutzen, um deine Gesundheit zu erhalten oder sogar zu verbessern. Außerdem kannst du viele Beschwerden, bevor sie sich zu Krankheiten entwickeln, lindern. Durch regelmäßiges Üben können sie sogar ganz verschwinden.
Grundsätzlich wichtig für die Gesundheit sind gutes, gesundes und ausgewogenes Essen und Trinken, Bewegung im Allgemeinen und ein gesundes soziales Umfeld. Gerät einer dieser Faktoren aus dem Lot, hat dies Auswirkungen auf die Lebensqualität und kann im schlimmsten Fall zu Beschwerden und später zu Krankheiten führen. So können auch geringe hormonelle Schwankungen langfristig das komplette Hormonsystem stören. Anders als allgemeine sportliche Betätigung wirkt unser Zyklus-Yoga direkt auf die Hormondrüsen des Körpers. Durch spezielle Kompression und Dehnung der Drüsen in Verbindung mit einer massierenden Bauchatmung und einer gezielten Energielenkungstechnik wird Energie im Körper zum Fließen gebracht und die Ausschüttung der Hormone harmonisiert.
Hormondrüsen sind endokrine Drüsen, d. h., sie sondern die produzierten Hormone direkt ins Blut ab. Über das Blut werden so Informationen an Organe und Körperteile gesendet, um dort wichtige Lebensprozesse einzuleiten. Welche Hormondrüsen gibt es, wo befinden sie sich und welches sind ihre Aufgaben? Damit wollen wir uns im Folgenden beschäftigen. ▶ [2]
Das Wort »Hypothalamus« kommt aus dem Griechischen und bedeutet »unter dem Thalamus«. Der Hypothalamus ist allen Hormondrüsen übergeordnet, er repräsentiert das Sahasrara Chakra oder Kronenchakra.
Der Thalamus wird als Sehhügel bezeichnet. Er ist das Koordinationszentrum für unsere Empfindungen, zum Beispiel Schmerz, Temperatur, Gleichgewicht, Geschmacksempfinden, aber auch deren Ausdruck auf der Gefühlsebene wie das Empfinden von Lust oder auch Unlust. Aus diesem Grund wird er auch »Tor des Bewusstseins« genannt.
Am Thalamus hängt der Hypothalamus, zu dessen Aufgaben die Regulierung unseres Fett- und Wasserhaushalts sowie unser Wärmeausgleich gehören. Im Hypothalamus werden aber vor allem Hormone gebildet, die andere im Körper sitzende Drüsen anregen oder auch hemmen, ihre organspezifischen Hormone auszuschütten (Releasing- und Inhibiting-Hormone). Damit das alles reibungslos abläuft, müssen die Drüsen gut miteinander verbunden sein und permanent miteinander kommunizieren. Hierfür ist der Hypothalamus die oberste Kontrollinstanz.
Die Hypophyse symbolisiert das Ajna Chakra oder das Dritte Auge. Sie sitzt direkt unter dem Hypothalamus und ist mit ihm über den Hypophysenstiel verbunden. Vielleicht kennst du sie auch unter dem Namen »Hirnanhangsdrüse«. Sie wird direkt vom Hypothalamus gesteuert und ist sozusagen sein Sprachrohr. Durch seine Hormone regt er die Hypophyse an, ihre organspezifischen Hormone zu bilden und somit Arbeitsaufträge an weiter unten im Körper gelegene Hormondrüsen weiterzuleiten.
Die Hypophyse ist so groß wie eine Bohne und wiegt nur etwa ein Gramm. Sie hat zwei Teile: die Adenohypophyse und die Neurohypophyse.
Hormone, die in der Adenohypophyse gebildet werden und andere Drüsen stimulieren, sind:
FSH, das follikelstimulierende Hormon: regt die Follikel an, Östrogen zu bilden, und stimuliert den Follikel (die Eihülle), vollständig auszureifen.
LH, das luteinisierende Hormon: stimuliert die Eierstöcke und löst das Springen der Eihülle, also den Eisprung, aus.
TSH: ist das die Schilddrüse (Thyroidea) stimulierende Hormon.
Außerdem produziert sie:
Somatotropin: stimuliert das Knochenwachstum und den Stoffwechsel.
Prolactin: ist verantwortlich für die Milchbildung.
ACTH: stimuliert die Nebennierenrinde zur Ausschüttung von Cortisol.
LPH (Lipotropin): regt den Fettstoffwechsel an.
Endorphine (Glückshormone): beeinflussen unsere Schmerzrezeptoren.
In der Neurohypophyse wird u. a. das Oxytocin gebildet, das als Bindungshormon gilt. Während der Geburt eines Kindes werden große Mengen dieses Hormons freigesetzt und leisten einen wichtigen Beitrag zur unendlichen Mutterliebe, die wir Frauen empfinden. Abgesehen von der Bindung zu anderen Lebewesen stärkt das Hormon allgemein unsere »Anbindungsfähigkeit«. Es stärkt unser Selbstvertrauen und unser »Gottvertrauen«, sozusagen die Anbindung an »oben«. Hypothalamus und Hypophyse werden nicht umsonst als das Dritte Auge bezeichnet.
Die Schilddrüse ist das wichtigste Ausdruckszentrum des Menschen. Mit ihrem Sitz im Vishuddi Chakra bzw. Kehlchakra können wir sie auch als das »Sprachrohr« des Menschen bezeichnen. Sie wird ebenfalls in zwei Teile gegliedert: die Schilddrüse und die Nebenschilddrüsen. Beide produzieren Hormone mit vielfältigen Funktionen.
Die Schilddrüse schüttet die Hormone Thyroxin (T4) und Trijodthyronin (T3) aus. Diese jodhaltigen Hormone regulieren unseren Energiehaushalt. Dieser Regelkreis, das Ansteigen und Absinken der Hormone, wird eng von Hypothalamus und Hypophyse überwacht und durch deren Hormone wiederum kontrolliert.
Damit verbundene Fragen sind: Wie viel Energie verbrauchen wir wofür? Fühlen wir uns müde und ausgelaugt? Können wir das auch zum Ausdruck bringen? Haben wir eine gute Balance von Aktion und Entspannung in unserem Leben?
Als Nebenschilddrüsen werden vier linsengroße Drüsen bezeichnet, die an der Oberfläche der Schilddrüse liegen. Hier werden Calcitonin und das Parathormon gebildet. Calcitonin verringert den Kalziumanteil im Blut, das Parathormon dagegen erhöht ihn, indem es vermehrt Kalzium aus unserer Nahrung im Darm löst. Ein gutes Zusammenspiel dieser beiden beeinflusst die Dichte unserer Knochen und Zähne, unsere Muskelfunktion und unsere Herztätigkeit.
Hier wird die energetische Schnittstelle zwischen unserem spirituellen Sein und unserem Körper deutlich, zeigt sich doch in unserer Knochendichte unsere eigene Struktur sowie in unserer Muskulatur unsere Lebenskraft.
Schilddrüsenhormone stehen in enger Kommunikation mit unseren Keimdrüsen und unserem Darm. Generell kann man ihre Funktion folgendermaßen umschreiben:
Sie haben einen großen Einfluss auf unseren gesamten Stoffwechsel und unseren Grundumsatz.
Sie erhöhen unsere Herzfrequenz.
Sie fördern unser Wachstum sowie unsere geistige Entwicklung.
Sie kommunizieren eng mit unserem Nervensystem und haben Einfluss auf unsere Erregungsleitung.
Sie erhöhen unseren Kalzium- und Phosphatumsatz.
Schilddrüsenüber- oder -unterfunktion?
Folgen einer Schilddrüsenüberfunktion können sein:
starke Gewichtsabnahme trotz guten Appetits
Unruhe, Rastlosigkeit, Irritierbarkeit, starke Emotionen
unregelmäßige oder ausbleibende Menstruation
Nachtschweiß
schneller Pulsschlag
zitternde Augenlider
Muskelschwäche und -verlust, besonders in den Beinen
fettige Haut und fettige Haare
Durchfall
Folgen einer Schilddrüsenunterfunktion können sein:
aufgedunsenes Gesicht (Myxödeme)
Gedächtnisprobleme, schlechte Konzentrationsfähigkeit
Haarausfall oder Haarausdünnung
Kälteempfindlichkeit
langsame Verdauung, Verstopfung
Müdigkeit
Probleme mit der Zeugungsfähigkeit, Fehlgeburten
starke und schnelle Gewichtszunahme trotz geringen Appetits
trockene Haut
verminderter Sexualtrieb
verlangsamter Herzschlag, niedriger Blutdruck
Zyklusunregelmäßigkeiten
Die Thymusdrüse ist die Drüse, die das Anahata Chakra oder Herzchakra symbolisiert. Sie ist ein wichtiger Bestandteil unserer Immunabwehr und damit unserer Stärke. Nach der Geburt werden die Abwehrzellen des Körpers, die Lymphozyten, im Knochenmark gebildet. Ein Teil der Abwehrzellen reift zu B-Lymphozyten heran und ein anderer Teil zu T-Lymphozyten. Diese T-Lymphozyten werden in der Thymusdrüse aktiviert, bevor sie in ihre weiteren »Trainingslager« ausgesendet werden: in die Mandeln, die Milz, die Lymphknoten und alle weiteren lymphatischen Gewebe im Körper.
Auf der spirituellen Ebene repräsentiert die Thymusdrüse den Sitz des Ichs. Ohne Ich kein Du – das Du steht hier für die Außenwelt. In der Immunabwehr wird entschieden, was körpereigen und was fremd, also von außen, ist.
Im Hinblick auf die immer häufiger auftretenden Autoimmunkrankheiten bedarf die Thymusdrüse also durchaus unserer liebevollen Beachtung, denn bei den sogenannten Autoimmunkrankheiten ist unsere Immunabwehr derart irritiert, dass sie Körpereigenes als fremd wahrnimmt und attackiert. Beispiele hierfür sind Hashimoto, rheumatoide Arthritis, Morbus Crohn.
Die Bauchspeicheldrüse sitzt im Oberbauch und wird dem Manipura Chakra oder Solarplexuschakra zugeordnet. Streng genommen können wir sie nicht als einzelnes Organ betrachten, denn ihre Funktion ist eng mit weiteren an der Verdauung beteiligten Organen verbunden. Ihre engen Mitspieler sind die Gallenblase, die Leber, der Magen und der Dünndarm.
Stress, aber vor allem minderwertige Nahrung machen ihr gehörig zu schaffen. Dabei ist die Informationsflut, der ein moderner Mensch ausgesetzt ist, nicht zu vergessen – denn jegliche Form der Information möchte verdaut werden.
Vereinfacht erklärt ist die Bauchspeicheldrüse an folgenden Prozessen beteiligt:
Sie produziert die Verdauungsenzyme für unseren Kohlehydrat-, Eiweiß- und Fettstoffwechsel.
Eine kleine, aber enorm wichtige Gruppe von Zellen in der Bauchspeicheldrüse, die sogenannten Langerhans-Inselzellen, sind für die Hormonproduktion zuständig. Sie schütten zwei Hormone aus, die im besten Fall als Team fantastisch zusammenarbeiten: das Insulin, das den Blutzucker senkt, und das Glucagon, das blutzuckersteigernd wirkt.
Eine nicht funktionierende Bauchspeicheldrüse hat verschiedene Erkrankungen zur Folge. Die wohl bekannteste und zu Recht sehr gefürchtete Erkrankung heißt Diabetes mellitus. Sie entwickelt sich seit Jahren zur Volkskrankheit. Es gibt zwei Typen von Diabetes:
den angeborenen Diabetes mellitus Typ 1; hier ist die Insulinproduktion gestört.
den Diabetes mellitus Typ 2, der sich verhindern ließe.
Beim Diabetes Typ 2 haben wir es mit den Folgen von »jahrelangem Schindluder« zu tun: Schlechte Nahrungsmittel mit einem hohen Anteil minderwertiger Kohlenhydrate sowie mangelnde Bewegung sind an erster Stelle zu nennen. Leider wird die Nahrung oft auch regelrecht hinuntergeschlungen statt gut gekaut (wir lieben das altmodische Wort »Mahlzeit«: »Zeit zu mahlen«). Oft genug belasten wir unsere Verdauung zusätzlich mit »schweren Themen«, die bei Tisch besprochen werden – und auch die wollen verdaut werden.
Dabei ist eine gesunde Lebensweise gar nicht schwer: Gute biologische Nahrungsmittel mit vollwertigen Bestandteilen, gut gekaut, in Ruhe verdaut. Dazu ein gesundes Maß an Bewegung – und schon hast du deinem Körper ohne großen Aufwand viel Gutes getan!
Das Swadhistana Chakra oder Sakralchakra – der »heilige« Ort – ist der Sitz der Eierstöcke, die auch Ovarien genannt werden. Sie sind buchstäblich die körperliche Quelle der Schöpfung. Die Eierstöcke sind Hormondrüsen, in denen die befruchtungsfähigen Eizellen und auch die weiblichen Sexualhormone hergestellt werden. Zum Zeitpunkt der Geburt eines Mädchens sind in ihnen etwa 200 000 Primärfollikel angelegt, potenzielle Kandidaten für ein neues Menschenleben. Im Laufe des Lebens werden sie nach und nach zum Reifen und Wachsen angeregt. In diesen Eizellen wird Östrogen und anteilig auch Progesteron gebildet.
Östrogen stimuliert einerseits die Eireifung, andererseits sendet es Signale an die bereits betrachtete ▶ Hypophyse im Gehirn. Diese wird angeregt, das luteinisierende Hormon (LH) auszuschütten, das für den Eisprung sorgt. Weitere Aufgaben des Östrogens liegen im Aufbau der Gebärmutterschleimhaut und dem Eitransport in den Eierstöcken. Auch unser Knochenwachstum wird vom Östrogen beeinflusst.
»Östrogen« ist der Oberbegriff für drei Unterarten der Östrogene. Alle drei Arten üben eine endokrine Funktion aus und wirken auf den Zellkern jener Zellen, die die Proteinsynthese regulieren:
Östron stammt aus den Eierstöcken und indirekt aus der Nebenniere. Es gewinnt insbesondere ab der Menopause an Bedeutung.
